Grafschaft Bentheim im Unterricht

  11 Die Gemeinde Wietmarschen

In der heutigen Gemeinde Wietmarschen wurde im Jahr 1152 ein Kloster errichtet. Zunächst lebten hier Mönche. Als sie nach Utrecht verzogen, folgten ihnen Nonnen. Später wurde das Kloster in ein "Stift" für adlige Damen umgewandelt. 

In der katholische Wallfahrtskirche von Wietmarschen wird eine Statue der Gottesmutter Maria aufbewahrt - Bild: GBiU

Die katholische Kirche in Wietmarschen wurde berühmt durch ein Bildnis der Gottesmutter Maria, das von Wallfahrern verehrt wird. Jährlich findet hier eine Prozession statt, bei der das Bild gezeigt wird.

Das Bildnis der Gottesmutter Maria wird bei einer Prozession mitgeführt - Bild: GBiU 

Von dem ehemaligen Damenstift stehen heute noch einige Gebäude, die man restauriert hat.

Vom ehemaligen Stift Wietmarschen sind noch einige Gebäude erhalten - Bild: GBiU

Von 1854 bis 1874 gab es in Wietmarschen eine Eisenerzhütte. Hier wurde Raseneisenerz gebrochen, das man in den sumpfigen Wiesen fand. Aus dem Raseneisenerz stellte man Gusseisen her, das zu Fensterrahmen, Töpfen oder Herdplatten verarbeitet wurde. Die Dampfmaschinen der Hüttenanlage wurden mit Torf oder Holz geheizt. Vor ungefähr 50 Jahren wurde der Erz-Abbau eingestellt.

Der "Urbrecker" erinnert an die Arbeiter in der Eisenerzförderung 

An die Zeit der Erzförderung erinnert heute noch das Denkmal des "Urbrecker" auf dem Marktplatz in Wietmarschen.

Zur Gemeinde Wietmarschen gehören die Ortsteile Lohne, Wietmarschen, Füchtenfeld, Nordlohne, Schwartenpohl und Lohnerbruch. 

Das solltest du herausfinden:

38. Woraus ist die Gemeinde Wietmarschen entstanden?

39. Was wurde in der Eisenerzhütte von Wietmarschen verarbeitet?

40. Welches Bildnis wird bei Prozessionen in Wietmarschen mitgeführt?