Eine Siedlung gibt es hier
schon seit mindestens 1200 Jahren. Wahrscheinlich lebten hier aber
schon Menschen lange vor dieser Zeit. Der heutige Name der Stadt
entwickelte sich
aus der Bezeichnung Northhornon.
Diese Siedlung entstand auf einer
Insel in dem Fluss Vechte. Diese Lage bot den Bewohnern einen gewissen
Schutz. Die von zwei Armen der Vechte umschlossene Insel kann man auf
einer Karte deutlich erkennen.
Auf dieser Insel stand früher eine
Burg. Um diese Burg herum siedelten sich Menschen an. Sie stand ungefähr dort, wo sich heute die katholische St. Augustinus-Kirche
befindet.

Blick
vom Turm der Alten Kirche am Markt auf den ältesten Teil von
Nordhorn.
Im
Hintergrund ist der Turm der St. Augustinus-Kirche zu erkennen. Dort
stand einst eine Burg.
Im
Vordergrund ist noch das inzwischen abgerissene Geschäft Heemann zu
sehen.
Bild:
GBiU
Weil Nordhorn
an der Vechte liegt, gab es hier früher auch einen Hafen.
Von hier aus wurde zum Beispiel Bentheimer Sandstein nach Holland
verschifft. Der Straßenname "Steinmaate" erinnert noch an
diese Zeit.

Viele
Brücken verbinden die Insel mit dem übrigen Stadtgebiet -
Bild: GBiU
Noch heute gibt es in
Nordhorn viele Brücken. Im Süden der Insel trieb das Wasser der Vechte früher eine Kornmühle
an. Hier ließen die Bauern aus der Umgebung ihr Getreide mahlen.

Die
alte Kornmühle wird heute für kulturelle Veranstaltungen genutzt -
Bild:
GBiU
Am nördlichen Arm
der Vechte stand bis zum Jahr 1972 eine Ölmühle. Hier wurde aus dem Samen von Raps
oder Rüben Öl gepresst. Aus 3 Kilogramm Samen konnte man einen
Liter Öl gewinnen.

Mit
diesen schweren Mühlrädern wurde Pflanzenöl gewonnen - Bild:
GBiU
Als an dieser
Stelle ein Wehr gebaut wurde, riss man die Ölmühle ab. Doch diese
beiden Mühlsteine erinnern noch an sie.