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Der „Platz am Mahnmal“ ist
ein Kriegsdenkmal, das 1994 von der amerikanischen Künstlerin
Jenny Holzer (1950 in Gallipolis, Ohio, geboren; lebt in New York) in
einen „Black Garden“ (Schwarzer Garten) umgewandelt wurde.
Die Anlage wurde Ende der 20er Jahre zum Gedenken an die Gefallenen des
ersten Weltkrieges angelegt und erhielt den Namen
„Langemarckplatz“.
Im Zuge der nationalsozialistischen Machtübernahme in den 30er
Jahren wurde eine zum Denkmal gehörige Bronze eines knieenden
Jünglings als „Entartete Kunst“ klassifiziert und entfernt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Bronzeplatten mit Namen der
Gefallenen, Vermissten sowie aus „rassischen und politischen
Gründen Verfolgten“ ergänzt.
In den 80er Jahren begann im Stadtrat eine politische Diskussion um die
Namensänderung der Denkmalsanlage aufgrund der
nationalsozialistischen heroisierenden
Mystifizierung der während der Schlacht von Langemarck gefallenen
Soldaten. Der Name wurde ausgesetzt, der Platz wird heute „Platz am
Mahnmal“ oder „Schwarzer Garten“ genannt. Im Rahmen der Diskussion
wurde die Künstlerin Jenny Holzer ausgewählt, eine
zeitgenössische Form für die Denkmalsanlage zu entwerfen. In
Korrespondenz zu dem Steindenkmal für die Gefallenen des Ersten
Weltkrieges, das aus konzentrischen Kreissegmenten mit
eingemeißelten Namen und Geburts- und Sterbedaten der Gefallenen
besteht, ist auf der angrenzenden Rasenfläche ein Wege- und
Beetesystem angelegt worden, in dem dunkellaubige und -blütige
Blumen, Stauden und Bäume gepflanzt sind. Im Randbereich des
„Black Garden“ werden in bereits vorhandenen Bankzonen
Sandsteinbänke mit Texten der Künstlerin aufgestellt. Die
künstlerisch gestaltete Denkmalanlage ist außerdem die 30.
Station des „Skulpturenweges Nordhorn“.
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