Grafschaft Bentheim im Unterricht

Stadtmuseum Povelturm

Außerschulische Lernorte in der Grafschaft Bentheim und Umgebung

 

„Sprung in die Zeit – Nordhorn 1900 bis 1999“

lautet der Titel der Dauerausstellung im Stadtmuseum Povelturm. In Gestalt einer Zeitreise zeigt das Museum die eng miteinander verbundene Stadt- und Textilgeschichte Nordhorns im 20. Jahrhundert. Die Textilindustrie mit den Großunternehmen NINO, Povel und Rawe war für den Aufstieg der Kleinstadt Nordhorn, die um 1900 gerade einmal 3.000 Einwohner zählte, zu einem der führenden Textilzentren Deutschlands verantwortlich. In mehreren Schüben stieg die Einwohnerzahl auf über 50.000 Menschen an, um 1960 arbeiteten 11.000 Beschäftigte in den drei großen Textilfabriken, Nordhorn wurde zum Mittelpunkt des Landkreises Grafschaft Bentheim.

Das Stadtmuseum geht den Ursachen dieser Erfolgsstory nach, zeigt die Veränderungen der Stadtlandschaft und beschäftigt sich mit den vergangenen und aktuellen Problemen der über viele Jahrzehnte von Einwanderung geprägten Stadt. Zudem greift die Ausstellung viele der politischen und kulturellen Gegebenheiten auf, die das Leben in Nordhorn bis heute prägen.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Darstellung der Ursachen und Folgen des dramatischen Strukturwandels, dem die Stadt und ihre Textilindustrie im Zuge der „Neuen Internationalen Arbeitsteilung“ bzw. der „Globalisierung“ in der Weltwirtschaft seit den 1970er Jahren unterliegen.

Das Stadtmuseum will nicht nur ein Museum für historisch besonders interessierte Bürgerinnen und Bürger sein. Mit einer Reihe von DVD-Installationen mit Filmen zur Stadt- und Textilgeschichte, hochwertigen Industrie- und besonders Modefotografien und etlichen Schneiderbüsten mit Original-Bekleidung aus NINO-, Povel- und Rawe-Stoffen möchte das Stadtmuseum auch Schülerinnen und Schüler sowie an Mode und Design interessierte Menschen ansprechen.

Die Dauerausstellung im Povelturm wird durch alljährlich stattfindende Sonderausstellungen im Povelturm selbst oder im benachbarten Kulturzentrum Alte Weberei ergänzt.

Die einzelnen Stationen der „Zeitreise“ im Povelturm sind:

  • Erdgeschoss: Originalplakate aus der NINO-Werbung

  • Modell des NINO-Fabrikgeländes 1950

  • NINO-Flex-Mäntel der 1950er Jahre

 

Erste Etage: „Ein Vorposten des neudeutschen Industriestaates. Nordhorn 1900 – 1923“

  • Bild/Texttafeln

  •       „Der Traum von Klein-Amerika. Nordhorn 1924 – 1932“

  •       „Von Verführung und Gewalt. Nordhorn 1933 – 1945“

  •       Erfolgsprodukt „Nordhorner Waterschürze“ - Schürzenstoffe

  • NINO – Musterbuch von 1932

  • UFA-Industriefilm von 1929 „Höchstleistung – Niehues & Dütting in Nordhorn“

  • Colorierter Stadtplan von 1930

  • Original-Industrieplakate und Stadtpläne der 1920er und 1930er Jahre

  • Fotoalbum: Industriearbeit bei Niehues & Dütting von 1942

  • Original-Flugblätter der Alliierten Streitkräfte von 1942/43

Zweite Etage: „Befreiung, Besatzung und Flüchtlinsnot. Nordhorn 1945 – 1948“

  • Bild/Texttafeln

  •      „Im Wirtschaftswunderland entsteht eine Textilstadt im Grünen.

  •      "Nordhorn 1949 – 1963“

  • Hörstation „Nordhorner Weberlied“ von 1947

  • NINO-Werbefilme für Kinowerbung aus den 1950er Jahren

  • Fernsehfilm „Die Weber von Nordhorn“ 1965

  • Modell der Fabrikanlage Povel um 1960

  • Kleidung aus NINO-Stoffen der 1950 und 1960er Jahre

  • Fotoalben zur Industriearbeit bei NINO 1952 und 1962

  • Blättervitrinen mit NINO-Modefotografien

  • Installation „Kleiner Mann – ganz groß“ – ein Betriebsrundgang unter

  • Leitung der NINO-Werbefigur „NINO-Gucki“

Dritte Etage: „Die Swinging Sixties erreichen die Provinz. Nordhorn 1964 – 1970“

  • Bild/Texttafeln

  •      „Von protestierenden Bürgern und Schneisen des Fortschritts.

  •      Nordhorn 1971 – 1979“

  •      „Autofrei, giftfrei, atom(waffen)frei – Stadtlandschaft im Wandel.

  •      "Nordhorn 1980 – 1989“

  •      „Der Baumwollfaden reißt ab – eine Textilstadt sucht ihre Zukunft.

  •      "Nordhorn 1990 – 1999“

  • Fernsehfilme aus den Jahren 1968 – 2001

  • Blättervitrinen mit NINO-Modefotografien

  • Fotoalbum zur Industriearbeit bei NINO 1980

  • Installation mit Jukebox und Plakaten zur Musik der 1960er Jahre

  • Original-Kleidung aus NINO-, Povel- und Rawe-Stoffen

  • Installation zur „Mrs Emma Peel – Kollektion“ von Povel 1968

  • Original – Filmplakate und NINO-Werbeplakate

  • Installation „Boomtown Nordhorn. Zur Stadtentwicklung 1900 – 1999“

Vierte und fünfte Etage: 

  • Museumscafe’ mit NINO-Modezeichnungen und NINO-Modefotografien

  • Panoramablick über Nordhorn und Umgebung

 Anschrift

Stadtmuseum Povelturm, Nordhorn
Kokenmühlenstraße

48529 Nordhorn
Büro: Alte Weberei

Vechteaue 2, Obergeschoss,
48529 Nordhorn

 Ansprechpartner(in) / Kontakt

Museumsleiter Werner Straukamp, Tel.05921 - 721 500, 
Fax: 05921 – 990 802
E-mail: museum.povelturm@t-online.de

 Internet

          www.povelturm.de

  

 Anfahrt

Fahrrad, PKW, Bus bis Europaplatz

 Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag 14.00 bis 18.00 Uhr und nach Vereinbarung

freier Eintritt für Kinder, Jugendliche und Schulklassen.

 Geeignet

für Klassen 9 - 13

Spezielle Kinderinstallationen sind in Vorbereitung

Materialien bei "Grafschaft Bentheim im Unterricht"

"Textilstadt Nordhorn" im Grafschafter Lexikon

 Materialien/Medien des Lernortes

Führungen, auch außerhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage. 

Führungen und Vorträge durch den Museumsleiter, Herrn Straukamp

- Für Schülergruppen und Facharbeiten: Arbeitshilfe
 „Strukturwandel in Nordhorn 1979 – 2006“

- Arbeitsblätter für Museumsbesucher der Klassenstufen 11 und 12 in Vorbereitung

- DVD- und Video-Installationen auf allen Etagen des Povelturmes.

 Stand der Information

1/ 2007  -  Korrekturen, Hinweise und Ergänzungen


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