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Grafschaft Bentheim im Unterricht |
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Museumsfabrik des Stadtmuseums Povelturm Nordhorn |
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Außerschulische Lernorte in der Grafschaft Bentheim und Umgebung |
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Die zweite Dauerausstellung des Stadtmuseums im Nordhorner „Kulturzentrum Alte Weberei“ (ehemals: Neue Weberei der Textilfabrik Povel) zeigt auf einer Fläche von gut 400 qm mit Hilfe funktionierender Textilmaschinen den gesamten Produktionsgang einer Textilfabrik mit Ausnahme der Stoffveredlung bzw. Ausrüstung. Der Vorgang der Baumwollaufbereitung, die Herstellung eines Garnes in der Spinnerei und die Herstellung eines Stoffgewebes aus Tausenden von Fäden in der Weberei sind hier „live“ zu erleben. Ehemalige Textilarbeiter führen den gesamtem Maschinenpark vor, erläutern die Funktionsweise der eindrucksvollen Fabrikationsmaschinen und berichten aus der Arbeitswelt der Nordhorner Textilfabriken. Der gezeigte Maschinenpark kommt zum größten Teil aus dem ehemaligen Fachbereich „Textiltechnik“ der Gewerblichen Berufsbildenden Schulen in Nordhorn. Zur Ausbildung im „Dualen System“ von Textilfabrik und Berufsschule wurden bis weit in die 80er Jahre hinein im Fachbereich Textiltechnik dieselben Spinn- und Webmaschinen eingesetzt, die auch in den Produktionshallen der Firmen NINO, Povel und Rawe standen. Die Textilmaschinen in der „Museumsfabrik“ entstammen sämtlich den Jahren 1938 – 1990 und dokumentieren damit die Hoch-Zeit der Nordhorner Textilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. So arbeiteten 1960 fast 12.000 Menschen in den drei Großbetrieben der Stadt. Heute – nur 40 Jahre später – finden sich nicht einmal mehr 500 Beschäftigte in der mittelständischen Textil- und Bekleidungsbetrieben Nordhorns. Der technische Fortschritt in der Textilindustrie, der mit verantwortlich für den rasanten Abbau an Arbeitsplätzen war, tritt überdeutlich vor Augen, wenn man die Verarbeitungskapazität der Spinn- und Webmaschinen der 50er und 60er Jahre mit den aus den 80er Jahren stammenden Fabrikaten in der Ausstellung direkt vergleicht. Ergänzend finden sich in der „Produktionshalle“ vielfältige Exponate und Informationen zur textilen Arbeitswelt. Zu sehen ist ein auf über 100 qm Wandfläche aufgezogener Digitaldruck des aus Nordhorn stammenden, heute in London lebenden Künstlers Stefan Klimas. Mit erheblich vergrößerten und kunstvoll ineinander geschobenen Fotografien aus dem NINO-Archiv vermittelt die Arbeit die enormen Ausmaße der reale Fabrikhallen mit ihren langgezogenen Maschinenstraßen. |
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