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Die
Grafschaft Bentheim in der Geschichte
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Ein Kind
erlebt den Krieg in Rheine
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von Lisa T. , Klasse
5a des Burggymnasiums Bad Bentheim im Rahmen des Internetprojektes "Zeitzeugen"
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Meine
Großmutter Maria
T. wurde 1935 geboren. Sie erlebte den 2. Weltkrieg in Rheine. Sie hat mir dazu einige Fragen beantwortet.
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1. Was habt ihr
gegessen, als die Nahrungsmittel knapp waren?
Maisbrot und Gemüse aus Gartenanbau. Wer eine Garage hatte, konnte da ein
Schwein halten - aber das kostete viel. Wir haben auch ein Schwein gehalten und
jedes mal wenn eins geschlachtet wurde, durften wir uns nicht verabreden, weil
wir schwarz geschlachtet haben. Mein Onkel hatte eine Metzgerei, wo er uns das
Schwein dann zu Wurst verarbeitet hat.
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2. Hattet ihr
manchmal Angst als Tiefflieger kamen, wo habt ihr euch dann
versteckt?
Es gab Voralarm, dann mussten wir schnell die Sachen einpacken und aus der
Schule rennen. Mein Opa wartete dann schon auf mich und meine Schwester. Wir
haben den Weg nach Hause nie geschafft, darum haben wir uns immer an Hauswände
gelegt und versteckt, jeder von uns hoffte, dass das schnell vorbeigeht.
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3. Musstet ihr
manchmal in einen Bunker, weil Bomben gefallen sind?
Wir hatten selber einen Keller, wo wir ganz oft rein mussten - sogar nachts.
Weil wir sehr nah an der Kaserne wohnten, waren immer 20-30
Soldaten und Nachbarn in unserem Keller. |
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4. Gab es damals
Autos, wenn ja welche?
Es gab so eigentlich keine Autos. Mein Onkel aber hatte das erste Bäckerauto in
Rheine. Darauf war er eigentlich immer sehr stolz. Nur als der Krieg kam, habe
ich es nie wieder gesehen, ich wollte aber auch nicht nachfragen, wo es ist.
Wahrscheinlich wurde es für den militärischen Einsatz gebraucht.
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5. Ist die Schule
auch mal ausgefallen? Wie lange?
Ja, bei uns ist ein halbes Jahr lang die Schule ausgefallen. |
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6. Kanntest du einen
Juden?
Nein, ich nicht, aber mein Mann (dein Opa) musste ja zur
Kinder-Land-Verschickung, da sollte er ja eigentlich nur 6 Monate bleiben, aber
daraus sind dann 3 Jahre geworden. Wenn mein Mann früher zur Schule gegangen
ist, hat er immer Juden gesehen, die sich selber eine Schubkarre gebaut hatten,
um die Suppe, die sie holen mussten, transportieren zu können und jedes Mal,
wenn etwas Suppe herausgelaufen war, haben sie es mit einem Löffel von der Straße
gekratzt. |
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7. Wie war es für
dich, als du erfahren hast, dass jetzt Leute gestorben sind, die du kanntest?
Von mir persönlich sind keine Bekannten gestorben, dafür Väter von meinen
Freundinnen. |
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8. Hattest du einen
Vater im Krieg? Wenn ja, ist er wieder zurückgekommen?
Ja, mein Vater war im Krieg und danach sogar in Gefangenschaft. Zum Glück ist
aber lebend wieder zurückgekommen. |
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9. Wie würdest du
Hitler beschreiben?
Hitler war ein Mensch voller Hass gegen andere und war zu machtbesessen und zu
größenwahnsinnig.
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10. Gab es damals
Kleidung?
Damals konnte man so gut wie keine Kleidung kaufen. Meine Eltern tauschten die
Lebensmittel aus unserem Laden immer gegen Deko- oder Gardinenstoffe, die ihre
Freunde und Bekannten hatten. Als wir zur Kommunion kamen, hat unsere Mutter uns
aus Gardinen eine Kleid genäht.
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