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Schafft
die Hausaufgaben ab!
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Dresdener
Erziehungswissenschafter behaupten: Hausaufgaben
sind überflüssig. Zahlreiche Studien
haben nämlich gezeigt, dass Hausaufgaben keinerlei nachweisbaren
Einfluss auf die Schulnoten haben. Professor Hans Gängler von der
Fakultät Erziehungswissenschaften der TU Dresden erklärt das so: gute
Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und
schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch
lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben.
Ob man also die Mathe-Hausaufgaben direkt nach der Schule, nachts unter
der Bettdecke oder überhaupt nicht macht: der Effekt auf die
Zeugniszensur ist derselbe, nämlich gleich null. (siehe: Pressemitteilung
der Universität Dresden)
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Hans Gänglers
Umfragen unter Lehrern in Ganztagsschulen haben erbracht, dass etwa ein
Drittel der Befragten zugab, gar nicht einschätzen zu können, ob
Hausaufgaben überhaupt irgendeinen Effekt auf die Schüler hätten.
Viele Lehrer gaben frei heraus zu: "Bei drei Vierteln meiner Schüler
bringen Hausaufgaben überhaupt nichts." Hausaufgaben sind
oft offenbar immer noch tägliches Ritual, getragen von der diffusen
Erwartung, sie würden
schon irgendeinen positiven Effekt auf die Schüler haben.
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Ebenso
fragwürdig ist damit auch die so genannte
"Hausaufgabenbetreuung", die zum Angebot vieler offener
"Ganztagsschulen" gehört.
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Natürlich
dürfen, nein, sollen Kinder auch außerhalb der Unterrichtszeiten lernen.
Aber das geschieht am ehesten, wenn sie aus dem Unterricht Anregungen
mitnehmen, denen sie selbständig nachgehen. Dies wiederum setzt einen
Unterreicht voraus, dem es gelingt, Kinder neugierig zu machen. Das ist
allerdings entschieden schwieriger als ein Hausaufgabenheft führen zu
lassen.
AB
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