Grafschaft Bentheim im Unterricht    

Grafschafter Lexikon 

Der Goldene Becher von Gölenkamp 

Im Februar des Jahres 1840 wollte der Bauer Pamann am Spöllberg in Gölenkamp Sand holen. Den Sand brauchte er für seinen Schafstall. Da stieß sein Spaten plötzlich auf etwas Hartes. Neugierig schaute Bauer Pamann nach. Da glitzerte doch was?

Tatsächlich, ein  glänzender Becher kam zum Vorschein. Zunächst wusste der Bauer nicht, dass er etwas sehr Wertvolles gefunden hatte. Deshalb verkaufte er den Becher für wenig Geld an einen Viehhändler aus Uelsen. Doch bald stellte sich heraus: Dieser Becher ist aus Gold.

Er wiegt 277 g und ist 11,5 cm hoch. Am Boden hat er einen Durchmesser von 6 cm, der sich bis auf 15 cm erweitert. Sein Alter wird auf etwa 3500 Jahre geschätzt.

Man nimmt heute an, dass er einem Toten als Beigabe mit ins Grab gelegt wurde. Damals wurden die Verstorbenen verbrannt. Die Asche füllte man in Urnen aus Ton. Neben diese Urnen stellte man Nahrungsmittel und manchmal Gegenstände, die dem Toten auf der Reise ins Jenseits helfen sollten.

Der Spöllberg in Gölenkamp

Woher der goldene Becher ursprünglich stammt, weiß man nicht. Er wird heute in Burgsteinfurt aufbewahrt, eine Kopie kann man in der Burg Bentheim bestaunen. 

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