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  Berufsbildendes Schulwesen in der Grafschaft Bentheim
Berufsorientierende Praxistage an den Berufsbildenden Schulen

Mehr als 400 Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen des Landkreises absolvieren in der Woche vor den Osterferien berufsorientierende Praxistage an den drei Berufsbildenden Schulen. Mit dabei sind die Hauptschule und Realschule Schüttorf, die Hauptschule Gildehaus, die Realschule Bad Bentheim, die Hauptschule und Realschule Neuenhaus, die Hauptschule Veldhausen, die Hauptschule Uelsen, die Hauptschule Emlichheim, die Sünte-Marien-Schule Wietmarschen (Hauptschule), die Frensdorfer Schule (Hauptschule) und die Freiherr-vom-Stein-Realschule Nordhorn.

An zwei Tagen nehmen die Schülerinnen und Schüler am Fachtheorie- und Fachpraxisunterricht eines Berufsfeldes teil. Mit kleineren Projekten machen sie erste direkte und handlungsorientierte Erfahrungen, die die Berufswahlentscheidung erleichtern.

An den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen (GBS) werden etwa in der Fahrzeugtechnik Motordiagnosen durchgeführt, in der Elektrotechnik verschiedene Installationsschaltungen gesteckt, in der Metalltechnik stellen die Praktikanten eine Standuhr her, in der Bautechnik fertigen die Schüler eine Außenbank, in der Ernährung und Gastronomie richten sie ein Frühstücksbüfett her, im Berufsfeld Körperpflege stehen fachpraktische Arbeiten der Schwerpunkte Beauty und Wellness an und im Bereich Informatik geht es um Rechnervernetzungen, Datenbanken und Programmierungen.

In den Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden Schulen (HBS) werden die Praxistage in den Fachbereichen Agrarwirtschaft, Hauswirtschaft, Sozialpädagogik und Pflege angeboten. Auch hier erhalten die Schüler Einblick in fachpraktische und fachtheoretische Inhalte der verschiedenen Berufsfelder. Angeboten werden zum Beispiel Projekte zur Pflanzenvermehrung durch Aussaat und Stecklinge, Binden eines Blumenstraußes, Variationen im Bereich von Beschäftigung, Lebensbegleitung und Versorgung von älteren Menschen und kreative Gestaltung beziehungsweise Umgestaltung verschiedenster Materialien.

In den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen (KBS) lernen die Schüler in den Bereichen Wirtschaft, Informatik und Gesundheit unterschiedliche Vollzeitschulformen und Ausbildungsberufe kennen. Besonderes interessant sind hier die Wirtschaft-live-Projekte („Travel-X“, „do-IT“, „shop4u“, „Print Star“), in denen der Nachwuchs die kaufmännische Praxis in real existierenden Schülerfirmen erprobt.

Damit auch die auswärtigen Schüler umsonst nach Nordhorn fahren können, übernimmt der Landkreis die Kosten für die Schülerbeförderung.
(Quelle: GN, 18.3.2010)