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Grund-
und Hauptschule Gildehaus
- 1569
Erste Erwähnung als Kirchspielschule; 1964 Mittelpunktschule; 1976
Grund- und Hauptschule |
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Von
den Anfängen bis 1945
Zur Entstehung des Ortes
Nach Aussagen in der Schulchronik wird die
Parochie "Gyldehus" in dem
Güterverzeichnis des Grafen von Dalen genannt. Vielfach
leitet man den Namen Gildehaus von der Steinhauergilde her, die sich in
dem "Gildehaus", dem ältesten Haus von Gildehaus (erbaut 1211),
versammelten. Da aber die eigentlichen Handwerkergilden erst im 13.
Jahrhundert entstanden, der Sandsteinabbau auch erst im 13. Jahrhundert
unter Graf Egbert
begann, kommt wohl jene Erklärung des Namens
nicht in Frage. Eher könnte man annehmen, dass der Name von den
"ländlichen Schutzgilden" herrührt, zu denen sich Bauern
zusammen schlossen,
um sich bei Unglücksfällen, wie Hagelschlag,
Überschwemmung,
Brand, Viehseuchen gegenseitig Hilfe zu leisten, oder der Name hat
seinen
Ursprung in der "Wirtschaftsgemeinde", auch Gilde genannt, zu der sich
Bauern vereinigten, um gegenseitig ihre Erzeugnisse auszutauschen. Da
man aber unter Gilden schon in ältester Zeit ländliche
Kirchengemeinden
verstand, deren Vorsteher sich in dem "Gildehaus" versammelten,
wäre
diese Deutung des Namens wohl die richtigste, zumal die Kirchengemeinde
Gildehaus sehr alt ist.
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Zur Geschichte der
Schule
Mitteilungen über Gildehaus
von Rektor Wagner 1933 finden Sie auch in einem Einzelbericht. |
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1569 - Die Schule Gildehaus wird erstmals in
einer Kirchenrechnung erwähnt, nach der für die
Schule ein
neues Schloss angefertigt wurde.
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1587
- Der
Vikar Bernhard Rusius,
der als 2. Prediger
in Gildehaus tätig ist, beginnt 1583, die Gildehauser Jugend zu
unterrichten. Er erhält zunächst keinen Lohn und mahnt
dies
1586 an. Am 6.2.1587 schließt die Kirchengemeinde mit ihm einen
Schulkontrakt ab, in dem ihm jährlich 2 Müdde Roggen zugesagt
werden. Auch in anderen Kirchspielen war es damals
gewöhnlich Sache des jüngeren Pastors, Schule zu halten. 1589
werden dann etliche Bänke für die Schule angeschafft. Das
Schulgebäude stand damals wahrscheinlich unmittelbar neben der
Kirche.
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1656 - Mit
Genehmigung des Grafen wird halbwegs
zwischen Dorf und Mersch eine neue
Schule an der Stelle errichtet, in
der sich heute das Rathaus befindet. Zitat aus der Schulchronik: "Das
Local ist ein dumpfes, trübes, feuchtes. Bei nassem Wetter steht
Wasser ums Pult, und Lehrer und Schüler müssen es auf Zehen
durchwaten".
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Über
die Geschichte dieses Gebäude
in den letzten 350 Jahren
als Schule, Rathaus und jetzt als Museum schreibt Heinrich Voort im
"GN-Journal am Wochenende" vom 7. Oktober 2006. Dieser Bericht ist als
Einzelbericht zur Schulgeschichte mit dem Titel "Bildung bringt
Licht in unser Leben" unter "350
Jahre Schule- Rathaus- Museum in Gildehaus" abgedruckt.
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1686
- Als Schulmeister wirkt Hermannus
Nijhuis
bis zu seinem Tode 1686. Ihm folgt sein Sohn Gerd Arnhold Nijhuis, der
50 Jahre 8 Monate bis zu seinem Tode 1736 "Schoolmeester" ist. Ihm
folgt
sein Sohn Adolf Nijhuis,
der jedoch nach drei Jahren im Oktober 1739
stirbt.
Weitere Lehrer sind A.C.
Groothuis (1740 - 1742), Bernd Eversen (1743 -
1750), Jan Heinrich Vos
(bis 1783) und sein Sohn Rudolph
Vos (1783
- 1818). Von ihm wird berichtet, dass er von Gerrit Zwitzers
(1795 - 1805), einem ehemaligen Zimmergesellen, unterstützt wird,
der dann das Amt eines Mentors übernimmt. Sein Nachfolger Hendrik
Adrian Hagen (1806 - 1824) war vorher Schustergeselle.
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1707
- Durch große Windstürme erleiden neben der Kirche auch
die Schule große Schäden. In der Kirchenabrechnung von
1707 werden 332 Reichstaler "wegens sware posten van bouwen
des Schoolhuys" ausgewiesen (H. Voort, "Imkomsten et
uytgiften" Vom kirchlichen Rechnungswesen in Gildehaus, Jahrbuch 2011,
S. 5)
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1824 -
In
dieser Kirchspielschule
unterrichtet ein
Lehrer mit einem Gehilfen. Das Gehalt wird überwiegend durch
Schulgeld aufgebracht. Für das 1. und 2. Kind sind jährlich 2
Gulden,
für die nachfolgenden die Hälfte aufzubringen. Von den 2
Gulden
erhält der 1. Lehrer einen Gulden 12 Stüber, der Gehilfe 6
Stüber, 2 Stüber sind Feuerungsgeld. Die Stelle ist wegen der
besseren Besoldung des Lehrers begehrt. So kann bei der Neubesetzung
der Stelle 1824 unter mehreren Kandidaten ausgewählt werden. Die
Entscheidung fällt auf Herm Wieking. Er erhält
jährlich
397 Gulden oder umgerechnet fast 159 Reichstaler. (Zum Vergleich: Der
Nebenschullehrer de Leve
in Bardel
erhält 43 Reichstaler.) Nach einer Verbesserung des Schulwesens
betragen
die Einkünfte der Gildehauser Lehrerstelle später 608 Gulden.
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1862 -
Nach
1824 steigen die Schülerzahlen
an:
1824: 192; 1834: 216; 1849: 231;
1853: 216; 1855: 233; 1863:
241.
Bis 1862 werden die Kinder in einem Raum von zwei Lehrern (Lehrer
und Gehilfe) unterrichtet. Unterrichtsgegenstände sind
besonders Lesen, Schreiben und Rechnen. Großes Gewicht wird auf
Schönschreiben gelegt.
Nachdem 1858 ein zweiter Lehrer und Küster gewählt worden
war, wird 1861 der Auftrag zum Bau eines zweiten Schulgebäudes
erteilt, das am 9.12.1862 als Rathausschule
eingeweiht wird.
Die im Jahre 1862 erbaute Schule - so schreibt der Chronist -
ist ein stattliches Gebäude und gewährt mit ihrer aus
Gildehauser Sandsteinen gebauten Fassade und dem Rathaus einen
schönen Anblick. Außer dem Steine am der südwestlichen
Ecke mit der Inschrift: "Gestiftet durch Ernst Wilhelm, Grafe zu
Bentheim 1656" befindet sich
über der Tür des Rathauses das in Sandstein ausgehauene
Wappen
des Fürstlichen Hauses mit der Unterschrift: "Schola seminarium
piae
ecclesiae et bonae rei publcae" (Die Schule ist die Grundlage für
eine
fromme Kirche und einen guten Staat.). Über diesem Wappen liegt
ein
Stein mit der Inschrift "DoCtrina LvMen" (Die Lehre ist das Licht.)
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1869 -
Nach
dem Tode von Herm Wieking
wird sein
Sohn Jan Wieking der
1. Lehrer, ab 1894 Hauptlehrer.
Vorher war er
schon ab 1864 als Adjunktlehrer tätig.
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1873 -
Die
Schule besuchen etwa 300 Schüler.
Die
dritte Lehrerstelle wird eingerichtet. Es wird der 3. Klassenraum, die
Postschule - östlich der Mühlenstraße - gebaut.
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1892 -
Nach
längeren Verhandlungen wird die
Errichtung eines 4. Klassenraumes
bei der Postschule mit einem 4.
Lehrer beschlossen. Der Kostenvoranschlag für den 4. Klassenraum
einschl. Abort beträgt 6.200 Mark. Die Einweihung erfolgt 1892.
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1895 -
Die
Landgemeinden bitten, sie von der Unterhaltungspflicht
der Gildehauser Schulgebäude zu befreien. Der
Antrag wird einstimmig angenommen.
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1897 -
Die Rathausschule wird
umgebaut. Der Unterricht
für die beiden Klassen findet während des Umbaus in der
Kirche und im Gemeindehaus statt.
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1901 -
Nachdem
die Schule 1899 fünfklassig
(mit 306 Schülern und 4 Lehrern) geworden ist, wird 1901 die sechste Klasse
eingerichtet. Der Raum fehlt zunächst. Die Kinder
werden im Konfirmandensaal unterrichtet. Hinter der sogenannten
Rathausschule wird eine 5. Schulklasse mit einer Lehrerwohnung für
einen alleinstehenden Lehrer gebaut.
Die jungen Lehrer werden in den vorangehenden Jahren zu Militärdienstübungen
einberufen.
In den letzten Jahren treten Masern
besonders stark auf. Eine
Reihe von Kindern sterben daran.
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1902 -
Wegen
der zentralen Lehrerausbildung
werden
häufig Junglehrer aus anderen Bezirken eingestellt, die nicht in
der Tradition holländischer und niederdeutscher Sprache
aufgewachsen sind. Dies führt zu einer immer stärker
werdenden Einführung der deutschen Unterrichtssprache. 1902 stellt
der Hauptlehrer den Antrag, dass das Bibellesen in deutscher und nicht
mehr in holländischer Sprache zu betreiben sei. Dieser Antrag
wird angenommen, allerdings von einigen
Mitgliedern nur schweren Herzens. Zum letzten Mal wird in der 1.
Klasse,
der obersten Klasse der Volksschule, in holländischer
Sprache
unterrichtet.
Eine Obstbaumschule wird
angelegt. Die Knaben der 1. Klasse veredeln
Wildlinge.
In jedem Jahr finden Kreislehrerkonferenzen
statt, zu den der
Kreisschulinspektor einlädt. Die Konferenz am 17.6.1902 sieht
folgende
Tagesordnung vor:
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Eröffnung durch Gebet,
Gesang und Ansprache,
-
Verlesung des Protokolls,
-
Jahresbericht durch den
Vorsitzenden,
-
Referat des Lehrers Kosters
in Achterberg über:
Die neueren Bestrebungen auf dem Gebiet des Religionsunterrichts in
methodischer Hinsicht,
-
Referat des Lehrers Peters in Wengsel:
Was kann die Schule tun, dem Überhandnehmen der Trunksucht
entgegenzutreten?
-
Referat des Lehrers Volkers
in Ohne über das
Fürsorge-Erziehungsgesetz,
-
Referat des Lehrers Steen in
Bentheim über die
Bekämpfung der Tuberkulose,
-
Beratung und Beschlussfassung
über Bestimmungen, die
die Erteilung von Privatunterricht seitens der Lehrer regeln,
-
Bericht der
Lehrmittelkommission.
Um 1 Uhr gemeinsames Mittagessen, das Gedeck zu 1,50 Mark ohne
Weinzwang.
Nachmittags 3 1/2 Uhr am Bade
-
Mitteilung und Abrechnung
über die
Kreislehrerbibliothek,
-
Mitteilungen über
eingegangene Verfügungen der
Behörde,
-
Beschlussfassung über
die nächste Sitzung.
Der Schulunterricht fällt am Konferenztage aus.
Die Anwesenheit der Herren Ortsschulinspektoren ist sehr erwünscht.
gez. Stokmann,
Pastor
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1906 -
Aufgrund
des Volksschulunterhaltungsgesetzes
vom
28.7. 1906 schließen sich die Gemeinden Gildehaus und Hagelshoek
zu einem Gesamtschulverband zusammen, während die übrigen
Gemeinden des Kirchspiels eigene Schulen unterhalten.
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1907 -
Zu
Beginn des Schuljahres 1907/08 besuchen 357
Schüler die Schule Gildehaus. Es stehen nur 3 Lehrer zur
Verfügung, da ein Lehrer versetzt wurde und ein anderer an
Bluthusten erkrankt ist. Schulrat Oppel schreibt: "Ich habe
niemand zur
Vertretung, wenn nicht
noch ein Lehrer vom Militär wiederkehrt."
Das Grundgehalt der Lehrer
wird von 1.100 auf 1.200 Mark erhöht.
Die Alterszulage beträgt 160 Mark. Das Gehalt des Hauptlehrers
wird auf 1.500 Mark festgesetzt.
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1908 -
Wegen
der hohen Klassenfrequenzen kann der
Schulvorstand überzeugt werden, ab Ostern 1908 eine 7. Klasse
einzurichten. An das Schulgebäude beim Rathaus wird ein 6.
Klassenraum angebaut.
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1911 -
Hauptlehrer Jan Wieking feiert
das seltene Fest
des 50-jährigen Amtsjubiläum.
Eine Sammlung unter Freunden
und Schülern des Jubilars erbringt die hohe Summe von 2.174,80
Mark. 1.500 Mark werden zu einer "Hauptlehrer Jan Wieking-Stiftung"
verwendet, die vom Jubilar für eine Schüler-, Jugend- und
Volksbücherei bestimmt wird. Wenige Wochen nach dem
Jubiläumstage verstirbt der Hauptlehrer Jan
Wieking an den Folgen einer Erkältung.
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1912 -
Die 7.
Lehrerstelle wird eingerichtet, so dass
Gildehaus eine Rektorstelle bekommt,
die mit F. Ohling aus
Emden
besetzt wird. Die Ortsschulinspektion durch die örtlichen Pastoren
fällt für Gildehaus weg, da die von Rektoren geleiteten
Schulen direkt dem Kreisschulinspektor unterstehen. Am Neuen Weg
entsteht ein stattlicher Neubau als Doppelhaus für
den Rektor und einen Lehrer.
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1914 - 1918 - In
den ersten Monaten des 1. Weltkrieges
werden 5 Lehrer eingezogen, so dass nur noch der Rektor und eine
Lehrerin
für 270 Kinder zur Verfügung stehen. Nur allmählich
bessern
sich die Unterrichtsverhältnisse in den letzten Kriegsjahren, da
Lehrer nach Verwundung wieder ihren Dienst aufnehmen können. Es
müssen jedoch auch die Landschulen mit versorgt werden. Ostern
1916 lässt sich Rektor Ohling
nach Wolthausen bei
Emden
versetzen. Sein Nachfolger wird Rektor Johannes Wagner aus
Homburg, der
jedoch bald darauf eingezogen wird. Die Schüler der oberen Klassen
werden in starkem Maße zu
häuslichen und landwirtschaftlichen Arbeiten herangezogen.
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1919 -
Es
stehen wieder sieben Lehrkräfte
für
308 Schüler zur Verfügung. An der Schule wird ein Elternrat
gebildet, in den sechs Männer gewählt werden. Im Winter
ergeben
sich Schwierigkeiten in der Versorgung mit Kohlen, so dass nur drei
Räume
benutzt werden können, die mit Holz beheizt werden.
Eine ärztliche Untersuchung der Schüler ergibt, dass von 275
Kindern 91 als "schlecht ernährt und skrophulös"
(Drüsenerkrankung) bezeichnet werden.
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1920 -
Für
die beiden Oberklassen werden
monatliche Tagesausflüge
eingeführt. Lehrer Ernst
Buermeyer
(siehe: L-C-Buermeyer),
der 1919 die
Mittelschullehrerprüfung in Hannover abgelegt hat, wird zum
Bürgermeister von Gildehaus gewählt.
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1924 -
Bis
zum Sommer 1924 sinkt die
Schülerzahl
von 283 (1921) auf 226, um dann ab 1927 bis auf 260 (1930) wieder
leicht anzusteigen. Trotz des Protestes des Elternbeirates wird die 7.
Lehrerstelle gestrichen. In einer Elternversammlung wird der geteilte
Unterricht gefordert. Rektor Wagner
tritt "aus hygienischen,
pädagogischen und wirtschaftliche Gründen" für den
ungeteilten Unterricht ein. Die Versammlung entscheidet sich
schließlich für den ungeteilten Unterricht.
Zwei Klassen werden zusammengelegt. In jedem Jahr erfolgen
größere Wanderungen und Ausflüge
nach Osnabrück, Münster, Tecklenburg, Georgmarienhütte
usw.
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1927 -
Die
Schule erhält eine Konrektorstelle.
Ernst Buermeyer
versieht dieses Amt neben seiner Aufgabe als
Bürgermeister bis 1934. Auf Veranlassung der Nationalsozialisten
wird er dann nach einem Streit mit dem damaligen Kreisleiter nach Hone
bei Osnabrück versetzt.
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1931 -
Wegen
der Zunahme der Schülerzahlen
wird die 7. Klasse wieder eingerichtet. Bedingt durch den Aufschwung
in der Textilindustrie steigen die Schülerzahlen weiter an: 1932
auf 336, 1933 auf 353.
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1935 -
Rektor Wagner geht am
1.4.1935 als Schulleiter
nach Dissen bei Osnabrück. Sein Nachfolger
wird Hauptlehrer Alfred
Kraibeck aus Veldhausen.
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1936 -
Es
wird über die schlechte
Beschaffenheit
der Schulräume geklagt. Da außerdem der Schulplatz zwischen
Rathaus und dem dahinter liegenden Schulgebäude zu klein ist,
andererseits die Aufsicht über die in den drei Gebäuden
untergebrachten Schüler als zu beschwerlich angesehen wird,
beschließt eine
von der Regierung beauftragte Sachverständigenkommission den Bau
einer neuen Schule am Neuen Weg neben der Post. Dieser Plan kann jedoch
wegen
des Krieges nicht realisiert werden.
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1938 -1944 - Nachdem
die Schülerzahl 1938 in Klasse 1
(7./8. Schuljahr) auf 76 angestiegen ist, beschließt der
Schulvorstand die Einrichtung einer 7. Lehrerstelle. Wegen Lehrermangels kann
die Stelle jedoch vorläufig nicht besetzt
werden. Im Winter 1939/1940 werden die Kohlen der Schule beschlagnahmt
und an
die Bevölkerung verkauft, so dass lange Kälteferien die Folge
sind. 1940 wird die Klassenbezeichnung geändert: Klasse 1 = 1.
Schuljahr, Klasse 2 = 2. Schuljahr usw. Ab 1941 endet das Schuljahr mit
den Sommerferien.
Mit Ausbruch
des Krieges verschärft sich die
Personalsituation
durch Einberufungen und Abordnungen, später durch Krankheiten mit
Todesfolge. Die Zahl der Lehrer schmilzt auf 4, zeitweilig auf 3 (im
Jahre
1943), so dass der Unterricht nur noch in den Hauptfächern erteilt
werden kann. Im Herbst 1944 werden größere Truppenteile zu
umfangreichen
Schanzarbeiten nach Gildehaus verlegt und in den Klassenräumen
untergebracht, so dass der Unterricht ausfällt.
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1945 -
Der
Beschießung des Ortes, die den Einmarsch
der alliierten
Truppen Ostern 1945 begleitet, fällt das
Schulgebäude hinter dem Rathaus zum Opfer. Sämtliche
Lehrmittel
der Schule, die hier aufbewahrt waren, werden vernichtet. Die
Wiederaufnahme des Schulbetriebes am 25.10.1945 wird durch das
Fehlen von Büchern und Schreibmaterial sowie die Beschränkung
auf vier Klassenräume stark behindert, da für 450
Schüler Unterricht erteilt werden muss. Beginn und Ende des
Schuljahres fallen wie früher auf den 1.
April.
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Quellen:
-
August Ahrend, Auszüge
aus der Schulchronik der
Volksschule Gildehaus, 1962
-
Heinrich Voort, 700 Jahre
Gildehaus 1292 - 1992,
VVV Gildehaus e.V., 1992, Seite 158
-
Artikel aus der
örtlichen Presse, im
Text angegeben; siehe auch ausführlicher im Internet unter www.ghs-gildehaus.de
unter Presseartikel (ab
Schuljahr 1998/99 bis heute)
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