Grafschafter Schulgeschichte

Volksschule 

Emlichheim ca. 1950

Volksschule Ringe 

1958

Kath. Volksschule

Laar 1960

Volksschule 

Vorwald 1927

Realschule

Emlichheim 1977

Schule Emlichheim Weusten ca.1950 

  Schulen in Emlichheim

Hauptschule Emlichheim - bis 1966 Volksschule Emlichheim

1605 - In der Schüttorfer Kirche tagt 1604 eine große Generalsynode der Grafschafter Prediger, welche beschließt, ab 1605 die allgemeine Schulpflicht in der Grafschaft einzuführen. Die Gründung der Schule ist auf diese Zeit zurückzuführen. Die Schule untersteht dem örtlichen Kirchenrat. Als Schulaufsichtsbehörde fungiert seit 1613 der Oberkirchenrat. Die Kinder aus dem Kirchspiel Emlichheim haben wahrscheinlich Schulunterricht in der Kirche oder im Hause des Schulmeisters.

1661 - Nahe bei der reformierten Kirche in der Nordostecke des Kirchplatzes wird eine einklassige Schule gebaut. Die Unterhaltskosten des Schulgebäudes werden aus der Kirchenkasse bestritten. Die Kinder des gesamten Kirchspiels haben deshalb das Recht, die Kirchspielschule in Emlichheim zu besuchen, wovon im Winter vielfach Gebrauch gemacht wird. Unterrichtet wird in Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen und Singen. Unterrichtssprache ist holländisch. Als nach 1670 die ersten Katholiken wieder nach Emlichheim ziehen, werden auch diese in der Schule unterrichtet. Eine Trennung erfolgt erst 1835, als die Katholische Kirchengemeinde eine eigene Schule gründen darf.

1824 - Nach der „Allgemeinen Schulordnung“, auch als „Spracherlass“ bekannt, soll der Unterricht nicht mehr in holländischer Sprache gehalten werden. Infolge des Fehlens von deutschsprachigen Lehrern kann diese Bestimmung erst ab 1870 eingehalten werden.  Von 1824 bis 1847 unterrichtet Lehrer Kricke an der Schule.

1854 - Da das alte Schulgebäude alt und baufällig und für die gestiegene Schülerzahl nicht mehr geräumig genug ist, wird in der Nordwestecke des Kirchplatzes eine neue Schule gebaut. Das alte Schulgebäude in der Nordostecke des Kirchplatzes wird abgerissen.

1868 - Lehrer Reinink übernimmt den Unterricht an der Schule.

1873 - Nach dem Erlass der „Allgemeinen Bestimmungen“ wird die Schule zweiklassig. Da kein zweiter Klassenraum zur Verfügung steht, wird der eine Raum der Schule durch eine Trennwand in zwei Klassenzimmer geteilt. Der zweite Lehrer wird 1874 eingestellt.  Das Schulgeld beträgt ab 1873 pro Kind jährlich 3 Mark. Ab 1888 werden die Lehrer jedoch aus der Schulkasse bezahlt.

1883 - Die Schule erhält eine dritte Lehrerstelle. Die Einstellung einer dritten Lehrkraft kann jedoch aus finanziellen Gründen erst 1910 erfolgen.

1885 - Lehrer Wiegmink übernimmt als 1. Lehrer die Leitung der Schule.

1892 - Die Schule besuchen 237 Kinder. Ihre Zahl bleibt konstant und liegt bis 1936 bei etwa 200 Kindern.

1900 - Der 1. Lehrer Wiegmink wird Ostern nach Lingen versetzt. Die Stelle erhält Lehrer Blekker aus Höcklenkamp. Er stirbt 1905 mit 29 Jahren an den Folgen einer Blutvergiftung. Die 2. Lehrer an der Schule wechseln sehr häufig.

1906 - Nachfolger von Herrn Blekker wird der Lehrer Jan H. Wüppen, der am Königlichen Seminar zu Aurich von 1894 bis 1897 ausgebildet wurde und vorher in Echteler und Bookholt (bei Nordhorn) tätig war.

1912 - Nach Besetzung der 3. Lehrerstelle am 1.10.1910 findet der Unterricht für die 3. Klasse zunächst im Lehrsaal der Kirche statt. 1911 errichtet der im Jahre 1908 gegründete Gesamtschulzweckverband, zu dem die Gemeinden Emlichheim, Volzel und Weusten gehören, ein neues Gebäude, das neben einem Klassenraum eine vollständige Lehrerwohnung enthält. Die Aufnahme des Unterrichts erfolgt Anfang Januar 1912. Herr Wüppen wird im Dezember 1912 zum Hauptlehrer ernannt.

Zeichnung Bernd Andreas Knoop

1916 - Hauptlehrer Wüppen wird zu den Soldaten eingezogen und kehrt 1918 aus der russischen Gefangenschaft zurück. Sein Vertreter in dieser Zeit ist Lehrer Nietiedt.

1928 - Von den Schulentlassenen des Jahrgangs 1928 bestehen als erste aus Emlichheim  zwei Schüler, Gerrit Warsen und Hermann Wever, die Aufnahmeprüfung für die Aufbauschule in Nordhorn.

1930 - Die starke Entwicklung von Emlichheim nach dem 1. Weltkrieg ist Anlass, dass der Gesamtschulverband Emlichheim-Volzel den Neubau einer Volksschule plant. Für 170 evangelische Schüler stehen nur drei Klassenräume zur Verfügung. Davon befinden sich zwei in der 1854 unmittelbar neben dem Turm  der reformierten Kirche errichteten Schule, die als abgängig bezeichnet werden. Der projektierte Neubau vom 24. Oktober 1930 kommt jedoch infolge der wirtschaftlichen Lage und der damit verbundenen Geldknappheit nicht zur Ausführung.

1936 - Es wird eine zweigeschossige, siebenklassige Volksschule geplant. Trotz Finanzierungsmöglichkeit und Genehmigung des Bauplanes darf aufgrund des Vierjahresplanes kein Bauwerk, das mehr als 100.000 Mark kostet, ausgeführt werden. Der Schulneubau sollte 150.000 Mark kosten.

1938 - Hauptlehrer Wüppen tritt in den Ruhestand; er unterrichtet jedoch wegen des Lehrermangels mit voller Stundenzahl weiter. Die Schulleitung wird Lehrer Kottemann übertragen. Die Gemeinschaftsschule wird auf Befehl der Kreisleitung der NSDAP und der Schulbehörde eingeführt, wobei von der Elternschaft „stumme Proteste“ bekundet werden. Die Schule wird von 410 evangelischen und 108 katholischen Kindern besucht. Über die Zeit des 2. Weltkrieges liegen keine Angaben vor.

1946 - Die Elternschaft stimmt über den künftigen Status der Schulen ab: 481 für die Bekenntnisschule, 37 Kinder für die Simultanschule. Die Konfessionsschulen werden wieder eingeführt. Durch die sich seit 1943 entwickelnde Erdölindustrie und den großen Flüchtlingsstrom aus den Ostgebieten werden die Schulverhältnisse immer schwieriger. Die Schülerzahlen wachsen in der Ev. Volksschule von 327 im Jahre 1946 auf 401 Schüler im Jahre 1949, davon 120 Heimatvertriebene.

1947 - Nach Ausscheiden des Lehrers Kottemann wird zunächst der Flüchtlingslehrer Hugo Scholz mit der Verwaltung der Hauptlehrerstelle beauftragt. Er kommt aus Zillerthal-Erdmannsdorf, Kreis Hirschberg/Niederschlesien, wo er seit 1932 Hauptlehrer war. Die Unterrichtssituation der Schule ist sehr schlecht. Kanadische Truppen haben die Schüler- und Lehrerbücherei verbrannt, Lampen zerschlagen, die Tintenfässer entfernt, die Anschauungsbilder vernichtet. Neuanschaffungen können nicht vorgenommen werden. Für fünf Lehrkräfte stehen nur drei Klassenräume zur Verfügung, so dass Nachmittagsunterricht erforderlich ist. Durch Umbau wird ein vierter Klassenraum geschaffen.   

1949 - Der ursprüngliche Plan, eine achtklassige Schule für beide Konfessionen zu errichten, findet nicht die Zustimmung der Gemeinde. Es wird der Beschluss gefasst, eine vierklassige evangelische und eine zweiklassige katholische Schule zu bauen. Auf längere Sicht sind außerdem je eine einklassige Schule in Oeveringen und im Gebiet Haselaar sowie eine Turnhalle auf dem Kattert´schen  Grundstück an der Mühlenstraße vorgesehen. Lehrer Scholz verstirbt aus Krankheitsgründen (Diabetes). Die Schulleitung übernimmt vertretungsweise Lehrer Gerrit Warsen.

1950-1955 - Am 1. August übernimmt der Lehrer Wilhelm Boll, der von Haftenkamp nach Emlichheim versetzt wird, als Hauptlehrer die Leitung der Schule. Nach Beginn der Bauarbeiten gibt die Erdölfirma Wintershall AG für den Schulbau einen Zuschuss von 50.000 DM. Dadurch ist die Möglichkeit zur Aufstockung der Schule gegeben, um doch noch die notwendige achtklassige Schule zu bauen. Der Vorstand fasst einen entsprechenden Beschluss. Doch die Regierung lehnt eine Aufstockung ab, weil nach ihrer Ansicht ein zweigeschossiger Bau nicht in das Ortsbild hineinpasse. Die Aufstockung erfolgt ohne Genehmigung der Regierung im Sommer 1951. Darauf ergeht im Oktober 1951 eine Abbruchverfügung des Obergeschosses. Nach Protesten der Bevölkerung wird schließlich bei der Landesregierung in Hannover eine Einigung erzielt. Die Schule wird als „Streitschule“ landesweit bekannt. Ende 1951 erfolgt der Ausbau der unteren vier Klassen, da das Geld für den Ausbau des Obergeschosses nicht reicht. Erst 1954 ist die finanzielle Seite gesichert. Nach über vierjähriger Bauzeit wird die achtklassige evangelische Volksschule eingeweiht. Anfang 1955 erfolgt der Abriss der alten Schule.

Wir blicken auf den mit Platten belegten kleinen Pausenhof hinter der Schule. Eine etwa 30 m lange, üppig blühende Rosenhecke trennt den kleinen Pausenhof von dem großen Spielfeld und dem Turngarten der Schule. Quelle: T. Portheine, Wie die Nachkriegsforderung nach allseitiger Schulumgrünung  bei Grafschafter Schulen verwirklicht wurde,  Jahrbuch 1959, Seite 121.

1956 - Mehrere Familien ziehen von Emlichheim nach Barnsdorf, weil die Väter von der Firma Wintershall dorthin versetzt werden. Die Schülerzahl sinkt von 362 im Jahre 1953 auf 302 im Jahre 1956. Die Bewohner des Ortsteils Överingen-Süd beantragen die Errichtung einer einklassigen Schule in ihrem Ortsteil wegen der langen Wege für die Kinder. Die Regierung lehnt aus pädagogischen Gründen ab; eine Schülerbeförderung für das 1. und 2. Schuljahr wird eingerichtet.

1961 - Nach Errichtung der Mittelschule Emlichheim, die im Gebäude der Volksschule untergebracht werden soll, fasst der Gemeinderat den Beschluss zum Bau einer dringend benötigten 14-klassigen Volksschule mit 14 Unterrichtsräumen, Fachräumen für Physik, Werken, Musik und Hauswirtschaft, einem Verwaltungsbereich und einer Aula. Außerdem soll eine Turnhalle entstehen  (GN, 23.6. und 20.12.1961, zahlreiche weitere Artikel zum Schulneubau 1962). Mit dem Schulneubau wird im September 1962 begonnen (GN, 17.9. und 10.10.1962).

1962 - Mit Einführung des 9. Schuljahres in Niedersachsen nimmt Emlichheim die Schüler aus Emlichheim-Weusten, Vorwald, Laar, Echteler und Echtelerfeld, insgesamt 22 Schüler auf. Die Ev. Volksschule besuchen jetzt 459 Schüler.

1964 - Die Gemeinde baut eine Turnhalle mit einem Lehrschwimmbecken. Sie darf damit für sich in Anspruch nehmen, das zur Zeit modernste Schul- und Sportzentrum der Grafschaft zu besitzen. Die offizielle Übergabe des neuen Schul- und Sportzentrums erfolgt im September 1964 (Grafschafter Nachrichten vom 3.9.1964; Grafschafter Tagesspiegel vom 5.9.1964).

Am 8. Juni 1964 startet nach einer Feierstunde ein Schülerstafette zum "Tag der Deutschen Einheit" vom Schulhof der Hauptschule aus quer durch Niedersachsen mit dem Ziel Schnackenburg an der Elbe (GN, 9.6.1964). Zu Beginn des Schuljahres 1964/65 wird die Schule Mittelpunktschule in verkürzter Form. Es werden auch die 7. und 8. Schuljahre von Emlichheim-Weusten, Vorwald, Echteler, Echtelerfeld und Laar nach Emlichheim umgeschult. Die Schülerzahl erhöht sich auf 533 Kinder.

1966 - Der Schuljahrsbeginn wird von Ostern auf den 1. August verlegt. Die Zeit vom 1.4.1966 bis 31.7.1967 wird in zwei Schuljahre eingeteilt. Erstmals werden 95 Schüler in das 1. Schuljahr aufgenommen und drei Klassen gebildet. Die Schule wird vollgegliederte Mittelpunktschule. Alle Schulen des Kirchspiels schulen ihre Kinder ab 5. Schuljahr nach Emlichheim ab.

Konrektor Gerhard Hensen wird als Ausbildungsleiter des Pädagogischen Seminars für den Kreis Grafschaft Bentheim zum Rektor ernannt. Sein Nachfolger als Konrektor der Schule wird der Lehrer Harm Wiegmink aus Haftenkamp.

1969 - Zu Beginn des Schuljahres 1969/70 schulen die Zubringerschulen Laar und Vorwald auch die 6. Schuljahre nach Emlichheim ab. Da die Raumnot groß  ist, erklärt sich die Gemeinde bereit, für die Grundschüler eine neue Schule an der Berliner Straße zu errichten.

1971 - Die neu errichtete Grundschule wird zum 1. August bezugsfertig. Die Schülerzahl beträgt nach der Abschulung der 5. Schuljahre von Vorwald und Laar 715 Schüler. Nach dem Umzug der Grundschule verbleiben noch 334 Schüler in der Mittelpunktschule. Rektor Boll übernimmt die vertretungsweise Wahrnehmung der Schulleitergeschäfte der Grundschule, bis am 1.4.1972 Konrektor Wiegmink Rektor der Grundschule wird.

1973 - Ab 1.8.1973 wird die selbständige Orientierungsstufe Emlichheim neu errichtet. Die Klassen 6 - 9, ab 1974 die Klassen 7 - 9, der katholischen und der Mittelpunktschule werden im Einvernehmen mit der Elternschaft beider Schulen zusammengelegt. Die Schule heißt fortan „Hauptschule Emlichheim“. Die Schule besuchen 1973  306 evangelische und 108 katholische, zusammen 414 Schüler.

1975 - Mit Beginn de Schuljahres 1975/76 gehen zum ersten Mal 150 Schüler von der Orientierungsstufe in die Hauptschule über. Die Kinder kommen aus allen Gemeinden der Samtgemeinde, aus Emlichheim, Hoogstede, Laar und Ringe.

1977 - Zum Schuljahresende 1976/77 wird Rektor Wilhelm Boll nach 27-jähriger Tätigkeit als Schulleiter der Emlichheimer Schule in den Ruhestand versetzt (GN, 15.6.1977). Sein Nachfolger wird Gerhard Hensen, der 1948 nach Emlichheim kam und zuletzt Rektor im Ausbildungsseminar war (GN, 2.8.1977).

Die Schülerzahl beträgt zum Schuljahrsbeginn 1977/78  411 Kinder, 243 Jungen und 168 Mädchen. Sie werden in 14  Klassen unterrichtet. Da nur 11 Klassenräume vorhanden sind, müssen Wanderklassen gebildet werden. In den folgenden Jahren sinken die Schülerzahlen: 1978/79 auf 347,  1980/81 auf 267 Schüler. Die Wanderklassen entfallen.

Mit Beginn des Schuljahres 1977/78 stehen die musischen Räume im "Sechseck" für die Schulen des Schulzentrums für den Unterricht zur Verfügung. Das Sechseck beherbergt die Fächer Hauswirtschaft, Kunst, Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken; im Keller ist ein Fotolabor eingerichtet.

1978 - Der naturwissenschaftliche Trakt wird bis zum 15.3.1978 fertiggestellt und steht für Unterrichtszwecke aller Schulen des Schulzentrums zur Verfügung (GN, 11.2.1978). Er enthält 6 Übungsräume für Biologie, Physik, Chemie, einen Hörsaal, große Sammlungsräume, eine Werkstatt und einen Lehrerstützpunkt. Ab Schuljahrsbeginn 1978/79 wird ein unterrichtsfreier Sonnabend im Monat eingeführt, der sich nach Ansicht von Eltern, Schülern und Lehrern bewährt.

1981 - Der Verwaltungsbereich der Schule wird durch die Erstellung eines Medienraumes, eines vergrößerten Lehrerzimmers, eines Rektorzimmers und eines Elternsprechzimmers ausgebaut. Die Aula wird renoviert.

1984 - Zum Schuljahresende 1983/84 wird Rektor Hensen in den Ruhestand versetzt. Nach mehr als einjähriger Vakanzzeit wird die Stelle im Januar 1986 mit Willi vom Baur, dem bisherigen Konrektor der Grundschule Emlichheim, wieder besetzt. Zwischenzeitig leitete Konrektor Jürgen Bredemeier kommissarisch die Hauptschule Emlichheim (GN. 15.1.1986). Im Hauptschulzweig der KGS Neuenhaus wird 1976 das „10. Schuljahr an der Hauptschule“ eingeführt, das auch von Schülern aus der Hauptschule Emlichheim besucht wird.

An der Hauptschule Emlichheim wird das „10. Schuljahr an der Hauptschule“ eingeführt. Dieses Angebot wird jährlich von etwa 25 Schüler wahrgenommen, die dadurch die Möglichkeit haben, bei entsprechenden Leistungen den Realschulabschluss zu erwerben.

1994 - Im Überschwemmungsgebiet der Vechte baut der Schulträger in der Nähe des Schulzentrums eine große Schulsporthalle, die 1,9 Millionen DM kosten wird. (GN, 29.3.1994). Richtfest ist im September 1994 (GN, 10.9.1996). Die Eröffnung erfolgt am 27.6.1997 (GN, 24.6.1997).

1995 - Im Schuljahr 1995/96 besuchen 224 Schüler die Hauptschule Emlichheim: -  7. Schuljahr: 57 Schüler in 3 Klassen, -  8. Schuljahr: 60 Schüler in 3 Klassen, -  9. Schuljahr: 82 Schüler in 4 Klassen, - 10. Schuljahr: 25 Schüler in 1 Klasse,  zusammen: 224 Schüler in 11 Klassen. Die Schule besitzt 11 Klassenräume und einen Physikraum. Außerdem benutzt sie die Fachräume und die Turnhallen des Schulzentrums. Der Ausbau der Aula in der Schule zu einem Musik-Fachbereich für das Schulzentrum ist vorgesehen. Nach dem Schulentwicklungsplan des Landkreises ist weiterhin von 10 bis 11 Klassen auszugehen. Schüler der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums protestieren während einer Demonstration durch den Ort mit 300 Teilnehmern gegen "Bildungsabbau und Chancenklau"  der Niedersächsischen Landesregierung mit ihren Sparmaßnahmen, die zu Stundenkürzungen, Einschränkungen der Lehrmittelfreiheit und unzureichender Besetzung freier Lehrerstellen führen (GN, 22.3.1995).

1997 - Die neue Großsporthalle, der Vechtetalhalle, wird am 27.6.1997 feierlich eröffnet. (GN, 24.6.1997).

1999 - Nach fünf Jahren geht der Wunsch der Schüler und Eltern in Erfüllung: Für die 500 Schüler der Hauptschule, der Realschule, der Orientierungsstufe und des Gymnasiums wird ein Kiosk auf dem Hof des Schulzentrums eingerichtet (GN, 3.2.1999). Im Rahmen einer Projektwoche beschäftigen sich die Schüler und Lehrer der Hauptschule mit den Auswirkungen von Minen und den Krieg um Kosovo. Bei einem Tag der offenen Tür werden die Ergebnisse vorgestellt (GN, 8.5.1999).

2001 - Rund 40 Jahre nach Inbetriebnahme der ersten Schulgebäude am Lägendiek erfolgt eine Erneuerung  der Gebäude und Anlagen. Schwerpunkt im Jahre 2001 ist die Erneuerung und Modernisierung der Heizungsanlagen, die künftig durch Computer von einer Heizzentrale aus gesteuert werden. Das weitläufige Schulzentrum soll künftig in drei Heizkreise unterteilt werden (GN, 27.7.2001).

2002 - Die Hauptschule Emlichheim gehört neben der Hauptschule Deegfeld in Nordhorn und der Hauptschule Gildehaus zu den wenigen ausgewählten Schulen, die für ein Projekt des Landes Niedersachsen zur Stärkung der Hauptschule ausgesucht worden sind. Das Land Niedersachsen finanziert dabei für einen bestimmtem Zeitraum den Einsatz von Sozialarbeitern und Sozialpädagogen. In Emlichheim will man sich besonders um die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit der Hauptschüler und einer Stärkung ihrer sozialen Kompetenz bemühen. Zum Konzept gehört auch das Angebot eines außerschulischen Freizeitangebots (an zwei Nachmittagen im Jugendtreff am Breemarkt) (GN, 9.4.2002).

2003 - Auf dem Gelände zwischen der Hauptschule und der Realschule entsteht ein Gebäude, das die Aula und Fachräume für den Musikunterricht enthält. Auf die mehr als 1000 qm Nutzfläche entfallen 430 qm auf den Zuschauerraum, die Bühne und die Künstlergarderoben, 300 qm auf das Foyer, die Garderobe, die Getränke- und Essensausgabe. 210 qm entfallen auf die Musikräume und andere von der Schule genutzten Räume. Die alte Aula wird abgerissen; hier entstehen drei neue Räume.
Nach zehn Jahren Planungsarbeit geht somit ein lange gehegter Wunsch der Schulen und der Bürgergemeinschaft Emlichheim in Erfüllung, die die Aula in Zukunft für einen Teil ihres Veranstaltungsprogramms "Konzept Kultur" nutzen will. Das neue Gebäude wird am 10. September 2003 seiner Bestimmung übergeben (GN, 12.8.2000, 10.1., 5.8., 10.9. und 11.9.2003).

2004 - Im Zusammenhang mit der Raumverteilung im Schulzentrum nach Aufhebung der Orientierungsstufe protestieren 150 Eltern und Schüler der Hauptschule gegen die Absicht des Schulausschusses, das Gebäude der OS dem Gymnasium zu überlassen. Sie fordern, darin die Hauptschule, die um die Jahrgänge 5 und 6 erweitert und evtl. dreizügig (15 Klassen) wird, in den 18 Klassenräumen unterzubringen. Andernfalls komme die Hauptschule mit ihren 10 Klassenräumen nicht aus und müsse bis zu 5 Klassen ins Gymnasium "auslagern". Nach Ansicht des Schulelternratsvorsitzenden der HS könne das Gymnasium die Räume der ehemaligen HS nutzen, während sich die RS auf die alten Räume des Gy ausweitet (GN, 20.11.2003 und 19.2.2004). Es entbrennt ein Streit mit dem Gy, das ebenfalls die Räume der OS nutzen will (GN, 23.2.2004). Am 11. März beschließt dann der Schulausschuss aufgrund der Ergebnisse einer Elternbefragung über die Schulwahl der Schüler der Jahrgänge 4 - 6, dass die Realschule mit ihren 18 Klassen in das OS-Gebäude umziehen soll. Der zusätzliche Raumbedarf der HS soll durch die Bereitstellung von Räumen im ehemaligen RS-Gebäude gedeckt werden, wo auch Einrichtungen der künftigen Ganztagsschule, wie Aufenthalts- und Speiseraum, untergebracht werden sollen (GN, 12.3.; GW, 17.3.; Leserbrief W.v.Baur, 18.3.2004).

Zum Ende des Schuljahres 2003/04 werden der Schulleiter, Herr Rektor Willi vom Baur, und sein Stellvertreter, Herr Konrektor Jürgen Bredemeier, in den Ruhestand entlassen. Herr vom Baur war 19 Jahre Schulleiter der Hauptschule. Herr Bredemeier hat seine gesamte Dienstzeit seit 1966 an der Hauptschule verbracht und wurde 1972 Konrektor der Schule (GN, 7.7.2004).

Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 leitet Heinrich Strenge die Hauptschule. Er wird am 6. Oktober in sein Amt eingeführt. Vorher war er seit 1975 an der Orientierungsstufe Emlichheim tätig. Er erfüllte dort die Aufgaben als Fachkonferenzleiter, als Fachleiter, als Vorsitzender des Personalausschusses und als kommissarischer Konrektor (GN, 7.10.2004).

Seit Schuljahrsbeginn beteiligt sich die Hauptschule an dem Ganztagsangebot, an dem federführend die Realschule beteiligt ist. Sie erhält jedoch keine zusätzlichen Lehrerstunden  (GN, 18.9.2004, siehe auch: Realschule Emlichheim, D21).

2005 - Nach kommissarischer Wahrnehmung der Konrektoraufgaben im 1. Halbjahr 2004/05 durch den Lehrer Dietrich Gebhard nimmt der Lehrer Peder Brockmann ab 1.2.2005 diese Aufgaben wahr und wird Anfang Juni 2005 zum Konrektor ernannt. Er unterrichtete ab 1981 an der Schule und übernahm Aufgaben als Obmann für Informatik, als Fachkonferenzleiter für Arbeit, Wirtschaft und Technik und im Schulpersonalrat (GN, 9.6.2005).

In einer Ausstellung "Schiefertafel und Rohrstock" zeigen die Heimatfreunde Emlichheim unter Federführung von den  Herren Albert Arends und Jan Wilde, wie in den Jahren von 1900 bis 1960 das Schulwesen gestaltet war. Im Mittelpunkt stehen 200 Fotos. In Vitrinen werden außerdem alte Schulbücher, Atlanten, Tornister, Griffelkästen, Lehrpläne u.a. gezeigt. Der frühere Schulrat Heinz Ragnitz berichtet von den Schulanfängen im Raum Emlichheim. Die erste Schule wurde 1605 von der reformierten Kirchengemeinde eingerichtet (siehe oben). Um 1900 gab es genau 13 Volksschulen (GN, 18.05.2005).

2006-2007 - Einen Politikunterricht besonderer Art erleben die 26 Schüler der 10. Klasse unter Leitung  ihrer Klassenlehrerin Jutta Gebhardt und Lehrer  Jürgen Dirks. Drei Tage lang diskutieren sie über einen fiktiven Konflikt zweier verfeindeter, afrikanischer Länder. Dabei sollen sie als internationale Verhandlungsführer ihr diplomatisches Geschick beweisen. Die Klasse ist gemeinsam mit knapp 20 anderen Klassen in Niedersachsen an dem Planspiel "Outface" beteiligt. Die Ergebnisse werden zum Schuljahrsende in Hannover vorgestellt (GN, 9.2.2006). Aufgrund dieses Planspiels und weiterer Projekte hat das Jugendrotkreuz Niedersachsen die Hauptschule Emlichheim als "Humanitäre Schule" ausgezeichnet (GN, 10.8.2006).

Elf Schüler der Klasse 9 mit ihrer Lehrerin Antje Köller beteiligen sich bei einem Theaterwettbewerb des "Gymnasiums des vereinigten Europa" in Grabów/ Polen in englischer Sprache mit dem Stück "Du bist draußen, du brauchst ...", in dem sie sich kritisch mit dem Konsum- und Gruppenzwang in Deutschland auseinandersetzen. Sie sind die Einzigen, die ein aktuelles Jugendthema gewählt haben, und erringen den 3. Platz (GN, 8.4.2006). Zu einem Gegenbesuch kommen 10 Schüler vom Gymnasium Grabow, vier Lehrerinen und vier Vertreter der Partnergemeinde mit dem Bürgermeister nach Emlichheim und absolvieren hier ein abwechslungsreiches Programm (GN, 29.05.2007).

Der Schulpausenhof der Hauptschule wird umgestaltet. Schüler, Lehrer und Eltern nehmen die meisten anfallenden Aufgaben selbst in die Hand.  Vom Anpflanzen neuer Bäume bis hin zum Pflastern des Hofes organisieren die Freiwilligen alle erforderlichen Arbeiten in Eigenregie. Außerdem werden einige Spielgeräte angeschafft, weil jetzt auch die jüngeren Schüler nach Auflösung der OS ihre Pausen auf dem Hof verbringen (GN, 18.8.2006 und 19.1.2007). Nach einjähriger Bauzeit wird der neu gestaltete Schulhof mit einer Feier eingeweiht, an der die Schüler und die am Umbau beteiligten Eltern teilnehmen (GN, 13.6.2007).

Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler beziehen in einem Elternbrief klar Stellung gegen Erscheinungen, die auf einen rechtsextremen Hintergrund schließen lassen. Anlass sind das Auftreten und die Äußerungen einzelner Schüler. Außerdem haben Unbekannte ein Flugblatt mit rechtsextremen Inhalten an ein Fenster geklebt (GN, 18.5.2007).

Aufgrund einer Anfrage des Schulleiters der Hauptschule, Heinrich Strenge, der gleichzeitig Bürgermeister von Emlichheim ist, schenkt die Firma Wintershall der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium insgesamt 15 ausrangierte Computer, die mit Freuden angenommen werden, da die Schüler dadurch besser mit den Neuen Technologien vertraut gemacht werden können (GN, 18.12.2007).

2008 - "Wo können wir uns für Menschlichkeit engagieren?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der Kampagne "Humanitäre Schule". Die in Niedersachsen gegründete Initiative verfolgt das Ziel, in den Schulen über Menschlichkeit und Humanität zu sprechen, Soldarität zu üben und Schwächeren zu helfen. Hierzu bildet das Jugendrotkreuz Schüler der 10. Klassen zu sogenannten "Scouts" aus. An der Schule wirken diese Scouts als Spielleiter und organisieren zusammen mit dem Klassenlehrer das Planspiel "Outface", bei dem es um die Lösung eines Konfliktes zwischen fiktiven afrikanischen Staaten geht. Schließlich engagieren sich die Schüler für ein konkretes humanitäres Projekt vor Ort. An der Kampagne "Humanitäre Schule" sind die Hauptschule Emlichheim und die Realschule Uelsen beteiligt. Die Hauptschule Emlichheim setzt sich das Ziel, Bewohner des Alten- und Pflegeheims "Haus Soteria" zu betreuen. In der Realschule Uelsen lassen sich Schüler zu Schulsanitätern ausbilden. Jedes Jahr muss die Anerkennung mit einer "humanitären Aktion" bestätigt werden (GN, 1.7.2008).

Um den Vandalismus auf den Schulhöfen des Schulzentrums am Lägen Diek einzudämmen, wird eine Videoüberwachung an den Brennpunkten installiert, die besonders im Sommer und an den Wochenenden von den Jugendlichen als Treffpunkt benutzt werden. Darüber hinaus sollen die schlecht einsehbaren Bereiche mit Strahlern ausgeleuchtet werden. Außerdem wird der Erlass einer Schulhofbenutzungsordnung empfohlen, damit die Polizei tätig werden kann (GN,12.6.2008).

Die angekündigte Benutzungsordnung für die Schulhöfe wird im November vom Rat der Samtgemeinde beschlossen. Mit einem Bündel von Maßnahmen will man gegen Lärm und Müll entgegensteuern. Dagegen werden die Schulhöfe den Kindern und Jugendlichen nicht völlig versperrt. Das Bolzen und Spielen soll nicht verhindert werden (GW, 26.11.2008).


Auf Vermittlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Osnabrück-Emsland unterzeichnen die Hauptschule Emlichheim und die Bentheimer Eisenbahn eine Kooperationsvereinbarung. Dadurch sollen die Schüler zielgerichtet auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet werden, Praktikumsplätze finden und Tipps für die Ausbildungsplatzsuche bekommen. Mit dem Projekt "Kooperation Schule" setzt sich die IHK dafür ein, dass regionale Unternehmen und qualifizierte Auszubildende zusammenfinden (GN, 12.12.2008).


Nach der Gründungsversammlung des Fördervereins der Hauptschule im Sommer steht die Anerkennung der Gemeinnützigkeit bevor. Der Förderverein will die pädagogische Arbeit der Schule unterstützen und Kindern aus einkommenschwachen Familien helfen, um "das Image und die Integration der Schule und der Schüler zu verbessern und zu fördern, damit diese für die Betriebe wieder interessanter werden", so die Vereinsvorsitzende Sabine Pollex (GN, 22.12.2008).


2009 - Die Hauptschule Emlichheim verfügt über ein "digitales Informationssystem". Ein Bildschirm auf dem Flur hält die Schüler über Vertretungspläne, Termine und Neuigkeiten auf dem Laufenden. Es ist auch möglich, Fotos und Videos - z.B. von Schulfesten - zu zeigen. Andere Schulen zeigen am digitalen Informationssystem Interesse (GN, 6.3.2009).


Die Samtgemeinde Emlichheim erhält 417.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Der Eigenanteil beträgt 112.000 Euro. Das Geld fließt in das Schul- und Sportzentrum. Dort werden Heizsysteme erneuert und miteinander verbunden. In der alten Sporthalle am Lägen Diek werden Lichtbänder, Scheiben, der Hallenboden und der Prallschutz ausgetauscht oder saniert. Die Chemieräume werden saniert. Außerdem werden die Flachdächer der Hauptschule und der alten Sporthalle ausgebessert. Weitere Mittel stehen für die Medienausstattung zur Verfügung. Die Samtgemeinde muss einen zusätzlichen Kredit in Höhe von 32.700 Euro aufnehmen. 54.600 Euro fließen als zinsloses Darlehn aus der Kreisschulbaukasse (GN, 11.5.2009).


Zum zweiten Mal beschäftigen sich die Schüler der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums mit dem Thema Rassismus und Rechtsextreme, indem die Schülervertretungen die beiden Aktionstage "Schule ohne Rassismus" initiieren. Andrea Müller, Expertin für Rechtsextremismus, veranschaulicht in Diskussionen, wie rechte Ideologien und "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entstehen. Die Gruppe um Norbert Ellermann, Museumspädagoge an der Wewelsburg bei Paderborn, bearbeitet und praktiziert mit den Emlichheimer Schülern in szenischen Darstellungen Handlungsstrategien gegen rechte Parolen und Aktionen. Das "Mobile Kino Niedersachsen" zeigt in einer Abendvorstellung den Film "Die Welle". Thema ist ein Schulexperiment um die Entstehung des Führerkults. Schließlich kümmert sich eine weitere Gruppe um die Organisation des "Rock gegen Rechts-Konzerts", zu dem dann mehr als 150 Zuschauer in den unabhängigen Jugendtreff nach Emlichheim kommen (GN, 15.5.2009).


Zum zweiten Mal haben die Hauptschule Emlichheim und die Realschule Uelsen das Gütesiegel "Humanitäre Schule" erhalten, das sie 2008 zum ersten Mal erhielten. Die Schüler mussten neben einem humanitären Projekt an einem Planspiel teilnehmen. Es galt für sie, einen kriegerischen Konflikt zwischen zwei fiktiven afrikanischen Staaten zu lösen, wobei sie die Grundzüge des Völkerrechts und der Genfer Konventionen kennen lernten (GN, 1.8.2009).

Die Samtgemeinebürgermeisterin Daniela Kösters berichtet während der Samtgemeinderatssitzung, dass die großen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Schulzentrm abgeschlossen seien. So wurden im naturwissenschaflichen Trakt der Chemiesammlungsraum mit einem Kostenaufwand von 110.000 Euro umgebaut. Auch die Rundumsanierung der alten großen Sporthalle sei inzwischen beendet. Die Kosten betrugen 368.000 Euro. Die Finanzierung erfolgte zum großen Teil aus Mitteln des Konjunkturpaketes II (GN,10.12.2009).


Erika Dirks scheidet aus dem Schuldienst aus. Sie unterrichtete 15 Jahre lang an der Hauptschule Mathematik und Physik, zuvor 24 Jahre lang  Mathematik, Kunst und Werken an der Grundschule (GN, 13.7.2010).


65 Jahre nach ihrer Schulentlassung treffen sich acht ehemalige Schüler der früheren evangelischen Volksschule Emlichheim. Drei konnten wegen Krankheit nicht teilnehmen; zehn sind inzwischen verstorben. Die gemeinsame Schulzeit war geprägt von den Entbehrungen durch den zweiten Weltkrieg. Oft sei der Unterricht durch einen Fliegeralarm unterbrochen worden. Nur wenige Kinder hätten ihr Abschlusszeugnis entgegen genommen, denn es wurde unter der Hakenkreuzfahne auf dem Reichsarbeitsdienstplatz an der Mühlenstraße (heute Nezzo-Markt) übergeben. Kurz vor Ende des Krieges seien die meisten Eltern damit nicht einverstanden gewesen (GN, 13.7.2010).

Quellen:
  • Wilhelm Boll, Auszüge aus der Schulchronik, 1962
  • Albert Rötterink: „Chronik der Gemeinde Emlichheim“, 1970                               
  • Heinrich Eberhardt: „Emlichheim im Spiegel der Schulchroniken“, 1992, Seiten 31 - 106
  • Jan Wilde, Vor fünfzig Jahren: Der Emlichheimer Schulstreit, Der Grafschafter 11/2002, Seite 43
  • Artikel aus der örtlichen Presse, im Text angegeben.