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Hauptschule
Emlichheim - bis 1966 Volksschule Emlichheim
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1605 - In der
Schüttorfer Kirche tagt 1604 eine
große Generalsynode der Grafschafter Prediger, welche
beschließt, ab 1605 die allgemeine Schulpflicht in der Grafschaft
einzuführen. Die Gründung der Schule ist auf diese Zeit
zurückzuführen. Die Schule untersteht dem örtlichen
Kirchenrat. Als Schulaufsichtsbehörde fungiert seit 1613 der
Oberkirchenrat. Die Kinder aus dem Kirchspiel Emlichheim haben
wahrscheinlich Schulunterricht in der Kirche oder im Hause des
Schulmeisters.
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1661 - Nahe bei der
reformierten Kirche in der
Nordostecke des Kirchplatzes wird eine einklassige Schule gebaut. Die
Unterhaltskosten des Schulgebäudes werden aus der Kirchenkasse
bestritten. Die Kinder des gesamten Kirchspiels haben deshalb das
Recht, die Kirchspielschule in Emlichheim zu besuchen, wovon im Winter
vielfach Gebrauch gemacht wird. Unterrichtet wird in Religion, Lesen,
Schreiben, Rechnen und Singen. Unterrichtssprache ist holländisch.
Als nach 1670 die ersten Katholiken wieder nach Emlichheim ziehen,
werden auch diese in der Schule unterrichtet. Eine Trennung erfolgt
erst 1835, als die Katholische Kirchengemeinde eine eigene Schule
gründen darf.
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1824 - Nach der
„Allgemeinen Schulordnung“, auch als
„Spracherlass“ bekannt, soll der Unterricht nicht mehr in
holländischer Sprache gehalten werden. Infolge des Fehlens von
deutschsprachigen Lehrern kann diese Bestimmung erst ab 1870
eingehalten werden.
Von 1824 bis 1847 unterrichtet Lehrer Kricke an der Schule.
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1854 - Da das alte
Schulgebäude alt und
baufällig und für die gestiegene Schülerzahl nicht mehr
geräumig
genug ist, wird in der Nordwestecke des Kirchplatzes eine neue Schule
gebaut. Das alte Schulgebäude in der Nordostecke des Kirchplatzes
wird abgerissen.
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1868 - Lehrer Reinink
übernimmt den Unterricht an
der Schule.
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1873 - Nach dem Erlass
der „Allgemeinen
Bestimmungen“ wird die Schule zweiklassig. Da kein zweiter Klassenraum
zur Verfügung steht, wird der eine Raum der Schule durch eine
Trennwand in zwei Klassenzimmer geteilt. Der zweite Lehrer wird 1874
eingestellt.
Das Schulgeld beträgt ab 1873 pro Kind jährlich 3 Mark. Ab
1888 werden die Lehrer jedoch aus der Schulkasse bezahlt.
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1883 - Die Schule
erhält eine dritte Lehrerstelle.
Die Einstellung einer dritten Lehrkraft kann jedoch aus finanziellen
Gründen erst 1910 erfolgen.
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1885 - Lehrer Wiegmink
übernimmt als 1. Lehrer die
Leitung der Schule.
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1892 - Die Schule
besuchen 237 Kinder. Ihre Zahl bleibt
konstant und liegt bis 1936 bei etwa 200 Kindern.
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1900 - Der 1. Lehrer Wiegmink wird Ostern nach
Lingen
versetzt. Die Stelle erhält Lehrer Blekker aus
Höcklenkamp.
Er stirbt 1905 mit 29 Jahren an den Folgen einer Blutvergiftung.
Die 2. Lehrer an der Schule wechseln sehr häufig.
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1906 - Nachfolger von
Herrn Blekker wird
der Lehrer Jan
H. Wüppen, der am Königlichen Seminar zu Aurich von
1894
bis 1897 ausgebildet wurde und vorher in Echteler und Bookholt (bei
Nordhorn) tätig war.
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1912 - Nach
Besetzung der
3. Lehrerstelle am 1.10.1910
findet der Unterricht für die 3. Klasse zunächst im Lehrsaal
der Kirche statt. 1911 errichtet der im Jahre 1908 gegründete
Gesamtschulzweckverband, zu dem die Gemeinden Emlichheim, Volzel und
Weusten gehören, ein neues Gebäude, das neben einem
Klassenraum eine vollständige Lehrerwohnung enthält. Die
Aufnahme des Unterrichts erfolgt Anfang Januar 1912. Herr Wüppen wird
im Dezember 1912 zum Hauptlehrer ernannt.
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Zeichnung
Bernd Andreas Knoop
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1916 - Hauptlehrer Wüppen wird zu den
Soldaten
eingezogen und kehrt 1918 aus der russischen Gefangenschaft
zurück. Sein Vertreter in dieser Zeit ist Lehrer Nietiedt.
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1928 - Von den
Schulentlassenen des Jahrgangs 1928
bestehen
als erste aus Emlichheim zwei Schüler, Gerrit Warsen und Hermann Wever,
die Aufnahmeprüfung für die Aufbauschule in
Nordhorn.
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1930 - Die starke
Entwicklung von Emlichheim nach
dem 1. Weltkrieg ist Anlass, dass der Gesamtschulverband
Emlichheim-Volzel den Neubau einer Volksschule plant. Für 170
evangelische Schüler stehen nur drei Klassenräume zur
Verfügung. Davon befinden sich zwei in der 1854 unmittelbar neben
dem Turm der reformierten Kirche errichteten Schule, die als
abgängig bezeichnet werden. Der projektierte Neubau vom 24.
Oktober 1930 kommt jedoch infolge der wirtschaftlichen Lage und der
damit verbundenen Geldknappheit nicht zur Ausführung.
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1936 - Es wird eine
zweigeschossige, siebenklassige
Volksschule geplant. Trotz Finanzierungsmöglichkeit und
Genehmigung des Bauplanes darf aufgrund des Vierjahresplanes kein
Bauwerk, das mehr als 100.000 Mark kostet, ausgeführt werden. Der
Schulneubau sollte 150.000 Mark kosten.
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1938 - Hauptlehrer Wüppen tritt in den
Ruhestand;
er unterrichtet jedoch wegen des Lehrermangels mit voller Stundenzahl
weiter. Die Schulleitung wird Lehrer Kottemann übertragen.
Die Gemeinschaftsschule wird auf Befehl der Kreisleitung der NSDAP
und der Schulbehörde eingeführt, wobei von der Elternschaft
„stumme Proteste“ bekundet werden. Die Schule wird von 410
evangelischen
und 108 katholischen Kindern besucht.
Über die Zeit des 2. Weltkrieges liegen keine Angaben vor.
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1946 - Die Elternschaft
stimmt über den
künftigen Status der Schulen ab: 481 für die
Bekenntnisschule, 37 Kinder für die Simultanschule. Die
Konfessionsschulen werden wieder eingeführt.
Durch die sich seit 1943 entwickelnde Erdölindustrie und den
großen Flüchtlingsstrom aus den Ostgebieten werden die
Schulverhältnisse immer schwieriger. Die Schülerzahlen
wachsen in der Ev. Volksschule von 327 im Jahre 1946 auf 401
Schüler im Jahre 1949, davon 120 Heimatvertriebene.
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1947 - Nach Ausscheiden
des Lehrers Kottemann
wird
zunächst der Flüchtlingslehrer Hugo Scholz mit der
Verwaltung
der Hauptlehrerstelle beauftragt. Er kommt aus Zillerthal-Erdmannsdorf,
Kreis Hirschberg/Niederschlesien, wo er seit 1932 Hauptlehrer war.
Die Unterrichtssituation der Schule ist sehr schlecht. Kanadische
Truppen haben die Schüler- und Lehrerbücherei verbrannt,
Lampen zerschlagen, die Tintenfässer entfernt, die
Anschauungsbilder vernichtet. Neuanschaffungen können nicht
vorgenommen werden. Für fünf Lehrkräfte stehen nur drei
Klassenräume zur Verfügung, so dass Nachmittagsunterricht
erforderlich ist. Durch Umbau wird ein vierter Klassenraum
geschaffen.
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1949 - Der
ursprüngliche Plan, eine achtklassige
Schule für beide Konfessionen zu errichten, findet nicht die
Zustimmung der Gemeinde. Es wird der Beschluss gefasst, eine
vierklassige evangelische und eine zweiklassige katholische Schule zu
bauen. Auf längere Sicht sind außerdem je eine einklassige
Schule in Oeveringen und im Gebiet Haselaar sowie eine Turnhalle auf
dem Kattert´schen Grundstück an der
Mühlenstraße vorgesehen. Lehrer Scholz
verstirbt aus Krankheitsgründen (Diabetes). Die
Schulleitung übernimmt vertretungsweise Lehrer Gerrit Warsen.
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1950-1955 - Am 1. August
übernimmt der Lehrer Wilhelm
Boll, der von Haftenkamp nach Emlichheim versetzt wird, als
Hauptlehrer
die Leitung der Schule.
Nach Beginn der Bauarbeiten gibt die Erdölfirma Wintershall AG
für den Schulbau einen Zuschuss von 50.000 DM. Dadurch ist
die Möglichkeit zur Aufstockung der Schule gegeben, um doch noch
die notwendige achtklassige Schule zu bauen. Der Vorstand fasst einen
entsprechenden Beschluss. Doch die Regierung lehnt eine
Aufstockung ab, weil nach ihrer Ansicht ein zweigeschossiger Bau nicht
in das Ortsbild hineinpasse. Die Aufstockung
erfolgt ohne Genehmigung der Regierung im Sommer 1951. Darauf ergeht im
Oktober 1951 eine Abbruchverfügung des Obergeschosses. Nach
Protesten
der Bevölkerung wird schließlich bei der Landesregierung in
Hannover
eine Einigung erzielt. Die Schule wird als „Streitschule“ landesweit
bekannt.
Ende 1951 erfolgt der Ausbau der unteren vier Klassen, da das Geld
für
den Ausbau des Obergeschosses nicht reicht. Erst 1954 ist die
finanzielle Seite gesichert. Nach über vierjähriger Bauzeit
wird die achtklassige evangelische Volksschule eingeweiht. Anfang 1955
erfolgt der Abriss der
alten Schule.
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Wir
blicken auf den mit
Platten belegten kleinen Pausenhof hinter der Schule. Eine etwa 30 m
lange, üppig blühende Rosenhecke trennt den kleinen Pausenhof
von dem großen Spielfeld und dem Turngarten der Schule. Quelle: T. Portheine,
Wie die Nachkriegsforderung nach allseitiger Schulumgrünung
bei
Grafschafter Schulen verwirklicht wurde, Jahrbuch 1959, Seite 121.
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1956 - Mehrere Familien
ziehen von Emlichheim nach
Barnsdorf, weil die Väter von der Firma Wintershall dorthin
versetzt werden. Die Schülerzahl sinkt von 362 im Jahre 1953 auf
302 im Jahre 1956.
Die Bewohner des Ortsteils Överingen-Süd beantragen die
Errichtung einer einklassigen Schule in ihrem Ortsteil wegen der langen
Wege für die Kinder. Die Regierung lehnt aus pädagogischen
Gründen ab; eine Schülerbeförderung für das 1. und
2. Schuljahr wird
eingerichtet.
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1961 - Nach Errichtung
der Mittelschule Emlichheim, die
im Gebäude der Volksschule untergebracht werden soll, fasst der
Gemeinderat den Beschluss zum Bau einer dringend benötigten
14-klassigen Volksschule mit 14 Unterrichtsräumen, Fachräumen
für Physik, Werken, Musik und Hauswirtschaft, einem
Verwaltungsbereich und einer Aula. Außerdem soll eine Turnhalle
entstehen (GN, 23.6. und 20.12.1961, zahlreiche weitere Artikel
zum Schulneubau 1962). Mit dem Schulneubau wird im September 1962
begonnen (GN, 17.9. und 10.10.1962).
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1962 - Mit
Einführung des 9. Schuljahres in Niedersachsen nimmt Emlichheim
die Schüler aus Emlichheim-Weusten,
Vorwald, Laar, Echteler und Echtelerfeld, insgesamt 22 Schüler
auf. Die Ev. Volksschule besuchen jetzt 459 Schüler.
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1964 - Die Gemeinde baut
eine Turnhalle mit einem
Lehrschwimmbecken. Sie darf damit für sich in Anspruch nehmen, das
zur Zeit modernste Schul- und Sportzentrum der Grafschaft zu besitzen.
Die offizielle Übergabe des neuen Schul- und Sportzentrums erfolgt
im September 1964 (Grafschafter Nachrichten vom 3.9.1964; Grafschafter
Tagesspiegel vom 5.9.1964).
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Am
8. Juni 1964 startet nach einer Feierstunde ein Schülerstafette
zum "Tag der Deutschen Einheit" vom Schulhof der
Hauptschule aus quer durch Niedersachsen mit dem Ziel Schnackenburg an
der Elbe (GN, 9.6.1964). Zu Beginn des Schuljahres 1964/65 wird die
Schule
Mittelpunktschule in verkürzter Form. Es werden auch die 7. und 8.
Schuljahre von Emlichheim-Weusten, Vorwald, Echteler, Echtelerfeld und
Laar nach Emlichheim umgeschult. Die Schülerzahl erhöht sich
auf 533 Kinder.
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1966 - Der
Schuljahrsbeginn wird von Ostern auf den 1.
August verlegt. Die Zeit vom 1.4.1966 bis 31.7.1967 wird in zwei
Schuljahre eingeteilt.
Erstmals werden 95 Schüler in das 1. Schuljahr aufgenommen und
drei Klassen gebildet.
Die Schule wird vollgegliederte Mittelpunktschule. Alle Schulen des
Kirchspiels schulen ihre Kinder ab 5. Schuljahr nach Emlichheim ab.
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Konrektor
Gerhard Hensen
wird als Ausbildungsleiter des
Pädagogischen Seminars für den Kreis Grafschaft Bentheim zum
Rektor ernannt. Sein Nachfolger als Konrektor der Schule wird der
Lehrer Harm Wiegmink
aus Haftenkamp.
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1969 - Zu Beginn des
Schuljahres 1969/70 schulen die
Zubringerschulen Laar und Vorwald auch die 6. Schuljahre nach
Emlichheim ab. Da die Raumnot groß ist, erklärt sich
die Gemeinde bereit, für die Grundschüler eine neue Schule an
der Berliner Straße
zu errichten.
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1971 - Die neu errichtete
Grundschule wird zum 1.
August bezugsfertig. Die Schülerzahl beträgt nach der
Abschulung
der 5. Schuljahre von Vorwald und Laar 715 Schüler. Nach dem Umzug
der Grundschule verbleiben noch 334 Schüler in der
Mittelpunktschule.
Rektor Boll übernimmt
die vertretungsweise Wahrnehmung der
Schulleitergeschäfte
der Grundschule, bis am 1.4.1972 Konrektor Wiegmink Rektor der
Grundschule
wird.
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1973 - Ab 1.8.1973 wird
die selbständige
Orientierungsstufe Emlichheim neu errichtet. Die Klassen 6 - 9, ab 1974
die Klassen 7 - 9, der katholischen und der Mittelpunktschule werden im
Einvernehmen mit der Elternschaft beider Schulen zusammengelegt. Die
Schule heißt fortan „Hauptschule Emlichheim“. Die Schule besuchen
1973 306 evangelische und 108 katholische, zusammen 414
Schüler.
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1975 - Mit Beginn de
Schuljahres 1975/76 gehen zum
ersten Mal 150 Schüler von der Orientierungsstufe in die
Hauptschule über. Die Kinder kommen aus allen Gemeinden der
Samtgemeinde, aus Emlichheim,
Hoogstede, Laar und Ringe.
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1977 - Zum
Schuljahresende 1976/77 wird Rektor Wilhelm
Boll nach 27-jähriger Tätigkeit als Schulleiter der
Emlichheimer Schule in den Ruhestand versetzt (GN, 15.6.1977). Sein
Nachfolger wird Gerhard
Hensen, der 1948 nach Emlichheim kam und
zuletzt Rektor im Ausbildungsseminar war (GN, 2.8.1977).
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Die
Schülerzahl beträgt zum Schuljahrsbeginn 1977/78
411 Kinder, 243 Jungen und 168 Mädchen. Sie werden in
14
Klassen unterrichtet. Da nur 11 Klassenräume vorhanden sind,
müssen Wanderklassen gebildet werden. In den folgenden Jahren
sinken die Schülerzahlen: 1978/79 auf 347, 1980/81 auf 267
Schüler. Die Wanderklassen entfallen.
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Mit
Beginn des Schuljahres 1977/78 stehen die musischen Räume
im "Sechseck" für die Schulen des Schulzentrums für den
Unterricht zur Verfügung. Das Sechseck beherbergt die Fächer
Hauswirtschaft, Kunst, Textiles Gestalten und Gestaltendes Werken; im
Keller ist ein Fotolabor eingerichtet.
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1978 - Der
naturwissenschaftliche Trakt wird bis zum
15.3.1978 fertiggestellt und steht für Unterrichtszwecke aller
Schulen des Schulzentrums zur Verfügung
(GN, 11.2.1978). Er enthält 6 Übungsräume für
Biologie, Physik, Chemie, einen Hörsaal, große
Sammlungsräume, eine Werkstatt und einen Lehrerstützpunkt.
Ab Schuljahrsbeginn 1978/79 wird ein unterrichtsfreier Sonnabend im
Monat eingeführt, der sich nach Ansicht von Eltern, Schülern
und Lehrern bewährt.
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1981 - Der
Verwaltungsbereich der Schule wird durch die
Erstellung eines Medienraumes, eines vergrößerten
Lehrerzimmers, eines Rektorzimmers und eines Elternsprechzimmers
ausgebaut. Die Aula
wird renoviert.
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1984 - Zum
Schuljahresende 1983/84 wird Rektor Hensen in
den Ruhestand versetzt. Nach mehr als einjähriger Vakanzzeit wird
die Stelle im Januar 1986 mit Willi
vom Baur, dem bisherigen Konrektor
der Grundschule Emlichheim, wieder besetzt. Zwischenzeitig leitete
Konrektor Jürgen
Bredemeier kommissarisch die Hauptschule
Emlichheim (GN. 15.1.1986).
Im Hauptschulzweig der KGS Neuenhaus wird 1976 das „10. Schuljahr an
der
Hauptschule“ eingeführt, das auch von Schülern aus der
Hauptschule Emlichheim besucht wird.
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An
der Hauptschule Emlichheim wird das „10. Schuljahr an der
Hauptschule“ eingeführt. Dieses Angebot wird jährlich von
etwa 25 Schüler wahrgenommen, die dadurch die Möglichkeit
haben, bei entsprechenden Leistungen den Realschulabschluss zu
erwerben.
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1994 - Im
Überschwemmungsgebiet der Vechte baut
der Schulträger in der Nähe des Schulzentrums eine
große Schulsporthalle, die 1,9 Millionen DM kosten wird. (GN,
29.3.1994). Richtfest ist im September 1994 (GN, 10.9.1996). Die
Eröffnung erfolgt am 27.6.1997 (GN, 24.6.1997).
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1995 - Im Schuljahr
1995/96 besuchen 224 Schüler
die Hauptschule Emlichheim: - 7. Schuljahr: 57 Schüler in 3
Klassen, - 8. Schuljahr: 60 Schüler in 3 Klassen, - 9.
Schuljahr: 82 Schüler in 4 Klassen, - 10. Schuljahr: 25
Schüler
in 1 Klasse, zusammen: 224 Schüler in 11 Klassen. Die Schule
besitzt 11 Klassenräume und einen Physikraum. Außerdem
benutzt
sie die Fachräume und die Turnhallen des Schulzentrums. Der Ausbau
der Aula in der Schule zu einem Musik-Fachbereich für das
Schulzentrum
ist vorgesehen. Nach dem Schulentwicklungsplan des Landkreises ist
weiterhin
von 10 bis 11 Klassen auszugehen.
Schüler der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums
protestieren während einer Demonstration durch den Ort mit 300
Teilnehmern gegen "Bildungsabbau und Chancenklau" der
Niedersächsischen Landesregierung mit ihren Sparmaßnahmen,
die zu Stundenkürzungen, Einschränkungen der
Lehrmittelfreiheit und unzureichender Besetzung freier Lehrerstellen
führen (GN, 22.3.1995).
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1997 - Die neue
Großsporthalle, der Vechtetalhalle, wird am 27.6.1997 feierlich
eröffnet. (GN,
24.6.1997).
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1999 - Nach
fünf Jahren geht der
Wunsch der Schüler und Eltern in Erfüllung: Für die 500
Schüler der Hauptschule, der Realschule, der Orientierungsstufe
und des Gymnasiums wird ein Kiosk auf dem Hof des Schulzentrums
eingerichtet (GN, 3.2.1999).
Im Rahmen einer Projektwoche beschäftigen sich die Schüler
und Lehrer der Hauptschule mit den Auswirkungen von Minen und den Krieg
um Kosovo. Bei einem Tag der offenen Tür werden die Ergebnisse
vorgestellt (GN, 8.5.1999).
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2001 - Rund
40 Jahre nach
Inbetriebnahme der ersten Schulgebäude am Lägendiek erfolgt
eine Erneuerung der Gebäude und Anlagen. Schwerpunkt im
Jahre 2001 ist die Erneuerung und Modernisierung der Heizungsanlagen,
die künftig durch Computer von einer Heizzentrale aus gesteuert
werden. Das weitläufige Schulzentrum soll künftig in drei
Heizkreise unterteilt werden (GN, 27.7.2001).
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2002 - Die
Hauptschule Emlichheim
gehört neben der Hauptschule Deegfeld in Nordhorn und der
Hauptschule Gildehaus zu den wenigen ausgewählten Schulen, die
für ein Projekt des Landes Niedersachsen zur Stärkung der
Hauptschule ausgesucht worden sind. Das Land Niedersachsen finanziert
dabei für einen bestimmtem Zeitraum den Einsatz von
Sozialarbeitern und Sozialpädagogen. In Emlichheim will man sich
besonders um die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit der
Hauptschüler und einer Stärkung ihrer sozialen Kompetenz
bemühen. Zum Konzept gehört auch das Angebot eines
außerschulischen Freizeitangebots (an zwei Nachmittagen im
Jugendtreff am Breemarkt) (GN, 9.4.2002).
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2003 - Auf
dem Gelände zwischen
der Hauptschule und der Realschule entsteht ein Gebäude, das die
Aula und Fachräume für den Musikunterricht enthält. Auf
die mehr als 1000 qm Nutzfläche entfallen 430 qm auf den
Zuschauerraum, die Bühne und die Künstlergarderoben, 300 qm
auf das Foyer, die Garderobe, die Getränke- und Essensausgabe. 210
qm entfallen auf die Musikräume und andere von der Schule
genutzten Räume. Die alte Aula wird abgerissen; hier entstehen
drei neue Räume.
Nach zehn Jahren Planungsarbeit geht somit ein lange gehegter Wunsch
der Schulen und der Bürgergemeinschaft Emlichheim in
Erfüllung, die die Aula in Zukunft für einen Teil ihres
Veranstaltungsprogramms "Konzept Kultur" nutzen will. Das neue
Gebäude wird am 10. September 2003 seiner Bestimmung
übergeben (GN, 12.8.2000, 10.1., 5.8., 10.9. und 11.9.2003).
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2004 - Im
Zusammenhang mit der
Raumverteilung im Schulzentrum nach Aufhebung der Orientierungsstufe
protestieren 150 Eltern und Schüler der Hauptschule gegen die
Absicht des Schulausschusses, das Gebäude der OS dem Gymnasium zu
überlassen. Sie fordern, darin die Hauptschule, die um die
Jahrgänge 5 und 6 erweitert und evtl. dreizügig (15 Klassen)
wird, in den 18 Klassenräumen unterzubringen. Andernfalls komme
die Hauptschule mit ihren 10 Klassenräumen nicht aus und
müsse bis zu 5 Klassen ins Gymnasium "auslagern". Nach Ansicht des
Schulelternratsvorsitzenden der HS könne das Gymnasium die
Räume der ehemaligen HS nutzen, während sich die RS auf die
alten Räume des Gy ausweitet (GN, 20.11.2003 und 19.2.2004). Es
entbrennt ein Streit mit dem Gy, das ebenfalls die Räume der OS
nutzen will (GN, 23.2.2004). Am 11. März beschließt dann der
Schulausschuss aufgrund der
Ergebnisse einer Elternbefragung über die Schulwahl der
Schüler der Jahrgänge 4 - 6, dass die Realschule mit ihren 18
Klassen in das OS-Gebäude umziehen soll. Der zusätzliche
Raumbedarf der HS soll durch die Bereitstellung von Räumen im
ehemaligen RS-Gebäude gedeckt werden, wo auch Einrichtungen der
künftigen Ganztagsschule, wie Aufenthalts- und Speiseraum,
untergebracht werden sollen (GN, 12.3.; GW, 17.3.; Leserbrief W.v.Baur, 18.3.2004).
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Zum Ende des Schuljahres 2003/04 werden der
Schulleiter, Herr Rektor Willi
vom Baur, und sein
Stellvertreter, Herr Konrektor Jürgen Bredemeier, in
den Ruhestand entlassen. Herr vom Baur war 19 Jahre Schulleiter der
Hauptschule. Herr Bredemeier
hat seine gesamte Dienstzeit seit 1966 an der Hauptschule verbracht und
wurde 1972 Konrektor der Schule (GN, 7.7.2004).
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Seit Beginn des Schuljahres 2004/05 leitet Heinrich Strenge die
Hauptschule. Er wird am 6. Oktober in sein Amt eingeführt. Vorher
war er seit 1975 an der Orientierungsstufe Emlichheim tätig. Er
erfüllte dort die Aufgaben als Fachkonferenzleiter, als
Fachleiter, als Vorsitzender des Personalausschusses und als
kommissarischer Konrektor (GN, 7.10.2004).
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Seit Schuljahrsbeginn beteiligt sich die
Hauptschule an dem
Ganztagsangebot, an dem federführend die Realschule beteiligt ist.
Sie erhält jedoch keine zusätzlichen Lehrerstunden (GN,
18.9.2004, siehe auch: Realschule Emlichheim, D21).
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2005 - Nach
kommissarischer Wahrnehmung der Konrektoraufgaben im 1. Halbjahr
2004/05 durch den Lehrer Dietrich
Gebhard nimmt der Lehrer Peder Brockmann ab 1.2.2005
diese Aufgaben wahr und wird Anfang Juni 2005 zum Konrektor ernannt. Er
unterrichtete ab 1981 an der Schule und übernahm Aufgaben als
Obmann für Informatik, als Fachkonferenzleiter für Arbeit,
Wirtschaft und Technik und im Schulpersonalrat (GN, 9.6.2005).
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In einer Ausstellung "Schiefertafel und
Rohrstock" zeigen die
Heimatfreunde Emlichheim unter Federführung von den Herren Albert Arends und Jan
Wilde, wie in den Jahren von 1900 bis 1960 das Schulwesen
gestaltet
war. Im Mittelpunkt stehen 200 Fotos. In Vitrinen werden außerdem
alte Schulbücher, Atlanten, Tornister, Griffelkästen,
Lehrpläne u.a. gezeigt. Der frühere Schulrat Heinz Ragnitz berichtet von
den Schulanfängen im Raum Emlichheim. Die erste Schule wurde 1605
von der reformierten Kirchengemeinde eingerichtet (siehe oben). Um 1900
gab es genau 13 Volksschulen (GN, 18.05.2005).
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2006-2007 - Einen
Politikunterricht besonderer Art erleben die 26 Schüler der 10.
Klasse unter Leitung ihrer Klassenlehrerin Jutta Gebhardt und
Lehrer Jürgen
Dirks. Drei
Tage lang diskutieren sie über einen fiktiven Konflikt zweier
verfeindeter, afrikanischer Länder. Dabei sollen sie als
internationale Verhandlungsführer ihr diplomatisches Geschick
beweisen. Die Klasse ist gemeinsam mit knapp 20 anderen Klassen in
Niedersachsen an dem Planspiel "Outface" beteiligt. Die Ergebnisse
werden zum Schuljahrsende in Hannover vorgestellt (GN, 9.2.2006).
Aufgrund dieses Planspiels und weiterer Projekte hat das Jugendrotkreuz
Niedersachsen die Hauptschule Emlichheim als "Humanitäre Schule"
ausgezeichnet (GN, 10.8.2006).
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Elf Schüler der Klasse 9 mit ihrer
Lehrerin Antje Köller
beteiligen sich bei einem Theaterwettbewerb des "Gymnasiums des
vereinigten Europa" in Grabów/ Polen in englischer Sprache mit
dem Stück "Du bist draußen, du brauchst ...", in dem sie
sich kritisch mit dem Konsum- und Gruppenzwang in Deutschland
auseinandersetzen. Sie sind die Einzigen, die ein aktuelles Jugendthema
gewählt haben, und erringen den 3. Platz (GN, 8.4.2006). Zu einem
Gegenbesuch kommen 10 Schüler vom Gymnasium Grabow, vier
Lehrerinen und vier Vertreter der Partnergemeinde mit dem
Bürgermeister nach Emlichheim und absolvieren hier ein
abwechslungsreiches Programm (GN, 29.05.2007).
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Der Schulpausenhof der Hauptschule wird
umgestaltet. Schüler,
Lehrer und Eltern nehmen die meisten anfallenden Aufgaben selbst in die
Hand. Vom Anpflanzen neuer Bäume bis hin zum Pflastern des
Hofes organisieren die Freiwilligen alle erforderlichen Arbeiten in
Eigenregie. Außerdem werden einige Spielgeräte angeschafft,
weil jetzt auch die jüngeren Schüler nach Auflösung der
OS ihre Pausen auf dem Hof verbringen (GN, 18.8.2006 und 19.1.2007).
Nach einjähriger Bauzeit wird der neu gestaltete Schulhof mit
einer Feier eingeweiht, an der die Schüler und die am Umbau
beteiligten Eltern teilnehmen (GN, 13.6.2007).
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Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler
beziehen in einem
Elternbrief klar Stellung gegen Erscheinungen, die auf einen
rechtsextremen Hintergrund schließen lassen. Anlass sind das
Auftreten und die Äußerungen einzelner Schüler.
Außerdem haben Unbekannte ein Flugblatt mit rechtsextremen
Inhalten an ein Fenster geklebt (GN, 18.5.2007).
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Aufgrund einer Anfrage des Schulleiters der
Hauptschule, Heinrich Strenge,
der
gleichzeitig Bürgermeister von Emlichheim ist, schenkt die Firma
Wintershall der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium insgesamt
15 ausrangierte Computer, die mit Freuden angenommen werden, da die
Schüler dadurch besser mit den Neuen Technologien vertraut gemacht
werden können (GN, 18.12.2007).
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2008 - "Wo können wir uns für
Menschlichkeit engagieren?" Diese Frage steht im Mittelpunkt der Kampagne "Humanitäre
Schule". Die in Niedersachsen gegründete
Initiative verfolgt das Ziel, in den Schulen über Menschlichkeit
und Humanität zu sprechen, Soldarität zu üben und
Schwächeren zu helfen. Hierzu bildet das Jugendrotkreuz
Schüler der 10. Klassen zu sogenannten "Scouts" aus. An der Schule
wirken diese Scouts als Spielleiter und organisieren zusammen mit dem
Klassenlehrer das Planspiel "Outface", bei dem es um die Lösung
eines Konfliktes zwischen fiktiven afrikanischen Staaten geht.
Schließlich engagieren sich die Schüler für ein
konkretes humanitäres Projekt vor Ort. An der Kampagne
"Humanitäre Schule" sind die Hauptschule Emlichheim und die
Realschule Uelsen beteiligt. Die Hauptschule Emlichheim setzt sich das
Ziel, Bewohner des Alten- und Pflegeheims "Haus Soteria" zu betreuen.
In der Realschule Uelsen lassen sich Schüler zu
Schulsanitätern ausbilden. Jedes Jahr muss die Anerkennung mit
einer "humanitären Aktion" bestätigt werden (GN, 1.7.2008).
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Um den
Vandalismus auf den
Schulhöfen des Schulzentrums am Lägen Diek einzudämmen,
wird eine
Videoüberwachung an den Brennpunkten installiert, die besonders im
Sommer und an den Wochenenden von den Jugendlichen als Treffpunkt
benutzt werden. Darüber hinaus sollen die schlecht einsehbaren
Bereiche
mit Strahlern ausgeleuchtet werden. Außerdem wird der Erlass
einer
Schulhofbenutzungsordnung empfohlen, damit die Polizei tätig
werden
kann (GN,12.6.2008).
Die angekündigte Benutzungsordnung
für die Schulhöfe wird im November vom Rat der Samtgemeinde
beschlossen. Mit einem Bündel von Maßnahmen will man gegen
Lärm und Müll entgegensteuern. Dagegen werden die
Schulhöfe den Kindern und Jugendlichen nicht völlig
versperrt. Das Bolzen und Spielen soll nicht verhindert werden (GW,
26.11.2008).
Auf Vermittlung der Industrie- und Handelskammer (IHK)
Osnabrück-Emsland unterzeichnen die Hauptschule Emlichheim und die
Bentheimer Eisenbahn eine Kooperationsvereinbarung. Dadurch sollen die
Schüler zielgerichtet auf die Berufs- und Arbeitswelt vorbereitet
werden, Praktikumsplätze finden und Tipps für die
Ausbildungsplatzsuche bekommen. Mit dem Projekt "Kooperation Schule"
setzt sich die IHK dafür ein, dass regionale Unternehmen und
qualifizierte Auszubildende zusammenfinden (GN, 12.12.2008).
Nach der Gründungsversammlung des Fördervereins der
Hauptschule im Sommer steht die Anerkennung der Gemeinnützigkeit
bevor. Der Förderverein will die pädagogische Arbeit der
Schule unterstützen und Kindern aus einkommenschwachen Familien
helfen, um "das Image und die Integration der Schule und der
Schüler zu verbessern und zu fördern, damit diese für
die Betriebe wieder interessanter werden", so die Vereinsvorsitzende Sabine Pollex (GN,
22.12.2008).
2009 - Die
Hauptschule Emlichheim verfügt über ein "digitales
Informationssystem". Ein Bildschirm auf dem Flur hält die
Schüler über Vertretungspläne, Termine und Neuigkeiten
auf dem Laufenden. Es ist auch möglich, Fotos und Videos - z.B.
von Schulfesten - zu zeigen. Andere Schulen zeigen am digitalen
Informationssystem Interesse (GN, 6.3.2009).
Die Samtgemeinde
Emlichheim erhält 417.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II des
Bundes. Der Eigenanteil beträgt 112.000 Euro. Das Geld
fließt in das
Schul- und Sportzentrum. Dort werden Heizsysteme erneuert und
miteinander verbunden. In der alten Sporthalle am Lägen Diek
werden
Lichtbänder, Scheiben, der Hallenboden und der Prallschutz
ausgetauscht
oder saniert. Die Chemieräume werden saniert. Außerdem
werden die
Flachdächer der Hauptschule und der alten Sporthalle ausgebessert.
Weitere Mittel stehen für die Medienausstattung zur
Verfügung. Die
Samtgemeinde muss einen zusätzlichen Kredit in Höhe von
32.700 Euro
aufnehmen. 54.600 Euro fließen als zinsloses Darlehn aus der
Kreisschulbaukasse (GN, 11.5.2009).
Zum zweiten Mal beschäftigen sich die Schüler der
Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums mit dem Thema Rassismus und Rechtsextreme,
indem die Schülervertretungen die beiden Aktionstage "Schule ohne
Rassismus" initiieren. Andrea
Müller,
Expertin für Rechtsextremismus, veranschaulicht in Diskussionen,
wie
rechte Ideologien und "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entstehen.
Die Gruppe um Norbert
Ellermann,
Museumspädagoge an der Wewelsburg bei Paderborn, bearbeitet und
praktiziert mit den Emlichheimer Schülern in szenischen
Darstellungen
Handlungsstrategien gegen rechte Parolen und Aktionen. Das "Mobile Kino
Niedersachsen" zeigt in einer Abendvorstellung den Film "Die Welle".
Thema ist ein Schulexperiment um die Entstehung des Führerkults.
Schließlich kümmert sich eine weitere Gruppe um die
Organisation des
"Rock gegen Rechts-Konzerts", zu dem dann mehr als 150 Zuschauer in den
unabhängigen Jugendtreff nach Emlichheim kommen (GN, 15.5.2009).
Zum zweiten Mal haben die Hauptschule Emlichheim und die Realschule
Uelsen das Gütesiegel
"Humanitäre Schule" erhalten, das sie 2008 zum ersten Mal
erhielten. Die Schüler mussten neben einem humanitären
Projekt an einem Planspiel teilnehmen. Es galt für sie, einen
kriegerischen Konflikt zwischen zwei fiktiven afrikanischen Staaten zu
lösen, wobei sie die Grundzüge des Völkerrechts und der
Genfer Konventionen kennen lernten (GN, 1.8.2009).
Die
Samtgemeinebürgermeisterin Daniela Kösters berichtet
während der Samtgemeinderatssitzung, dass die großen
Sanierungs- und
Umbaumaßnahmen im
Schulzentrm abgeschlossen
seien. So wurden im
naturwissenschaflichen Trakt der Chemiesammlungsraum mit einem
Kostenaufwand von 110.000 Euro umgebaut. Auch die Rundumsanierung der
alten großen Sporthalle sei inzwischen beendet. Die Kosten
betrugen 368.000 Euro. Die Finanzierung erfolgte zum großen
Teil aus Mitteln des Konjunkturpaketes II (GN,10.12.2009).
Erika Dirks scheidet aus dem
Schuldienst aus. Sie
unterrichtete 15 Jahre lang an der Hauptschule Mathematik und Physik,
zuvor 24 Jahre lang Mathematik, Kunst und Werken an der
Grundschule (GN, 13.7.2010).
65 Jahre nach ihrer
Schulentlassung treffen sich acht ehemalige Schüler der
früheren evangelischen Volksschule Emlichheim. Drei konnten wegen
Krankheit nicht teilnehmen; zehn sind inzwischen verstorben. Die
gemeinsame Schulzeit war geprägt von den Entbehrungen durch den zweiten Weltkrieg.
Oft sei der Unterricht durch einen Fliegeralarm unterbrochen worden.
Nur wenige Kinder hätten ihr Abschlusszeugnis entgegen genommen,
denn es wurde unter der Hakenkreuzfahne auf dem
Reichsarbeitsdienstplatz an der Mühlenstraße (heute
Nezzo-Markt) übergeben. Kurz vor Ende des Krieges seien die
meisten Eltern damit nicht einverstanden gewesen (GN, 13.7.2010).
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Quellen:
- Wilhelm Boll,
Auszüge
aus der Schulchronik,
1962
- Albert Rötterink:
„Chronik der Gemeinde
Emlichheim“,
1970
- Heinrich Eberhardt:
„Emlichheim im Spiegel der
Schulchroniken“, 1992, Seiten 31 - 106
- Jan Wilde, Vor
fünfzig
Jahren: Der Emlichheimer Schulstreit, Der
Grafschafter 11/2002, Seite 43
- Artikel aus der
örtlichen
Presse, im Text
angegeben.
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