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Katholische
Volksschule Emlichheim
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Die katholische Kirchengemeinde, die sich
erstmals wieder um
1670 bildete, hatte um 1800 schon eine beträchtliche Zahl an
Gemeindegliedern. Die Zahl der
schulfähigen Kinder betrug
etwa 50. Nach der Schulchronik der Ev. Volksschule wurden die
reformierten und die katholischen Kinder bis zum Jahre 1835 gemeinsam
erzogen und unterrichtet. Die Schule stand an der Nordostseite der
reformierten Kirche.
Am 6. Mai 1824 schreibt der damalige Pastor Rudolf Pelster von
Emlichheim (gestorben 1837) in einer "Übersicht
des catholischen
Schulwesens in der Grafschaft Bentheim in besonderer Rücksicht auf
die Parochie Emblichheim": "Die Zahl der schulfähigen
Kinder im
Hauptorte Emblichheim ist 12 und im Kirchsüiel auf dem Lande 40
bis 50, also in Summa 60 schulfähige Kinder, die alle zur
reformierten Schule gehen und gehen müssen. Catholische Schulen
können hier gar nicht errichtet werden aus folgenden Ursachen: Wir
haben keine Fonds noch Mitteln zum Neubau der Schulen und
Lehrerwohnung, auch die Reformierten helfen uns nicht sondern hindern
uns, und wir armen Catholiken haben nichts, denn die Eltern der
catholischen Kinder sind froh, wenn ihre Kinder wohl eben ein
Stückchen Brod bey den Reformierten verdienen können,
können also nichts zm Neubau der Schule oder zum Untrhalt der
Lehrer hergeben".
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1835 - Am
16. März 1836 schreiben "Königlich Großbritanisch
Consistorio verordnete Räthe" an "Herrn Pastor Pelster zu Emblichheim im
Bentheimischen". "... Es ist unser und auch Ihr sehnlicher Wunsch ,
daß das soeben begonnene dortige Schulwesen erhalten und immer
mehr befestigt werde ..." Der Anfang
der katholischen Schule
Emlichheim liegt somit im Jahre 1836 dokumentarisch
verbürgt fest.
Allerdings schließt der Wortlaut des Schreibens nicht die
Möglichkeit aus, daß das "eben begonnene" Schulwesen
vielleicht sogar auf das Jahr 1835 zurückgeführt werden kann,
weil das Schreiben vom zeitigen Frühjahr des Jahres 1836 stammt.
Die Kinder kommen aus Emlichheim und Kleinringe. Der
Schulweg beträgt auf Landwegen bis zu 6 km. Der Unterricht wird
wahrscheinlich zunächst von dem
damaligen
Pfarrer Rudolf Pelster
selbst in seiner Wohnung abgehalten.
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1837 - Es
wird ein
kleines Haus in der
Nähe der
katholischen Kirche von dem Färber und Gastwirt J. Goedereis
gemietet, in dem dann der Unterricht stattfindet. Die Miete
beträgt jährlich 23 floren (Florentiner Gulden, der im
niederdeutschen Raum und in den Niederlanden als Zahlungsmittel gilt,
die heutige Abkürzung fl für Gulden weist noch auf den alten
"floren" hin.) 1840 kauft die
Kirchengemeinde schließlich das Haus. Der Preis für Ankauf
und Einrichtung beträgt 1.025 Gulden.
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1844-1849 -
Die Schule
besuchen 1844
53 Kinder (35 Knaben, 18 Mädchen), 1849
sind es bereits 63, davon kommen aus Emlichheim 42, aus Kalle-Bahne 7,
aus Kleinringe 10, aus Vorwald 3 und aus Volzel 1 Kind.
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1853 - In
einem Schreiben
des Consistoriums an Pfarrer Pelster
wird
erstmalig Lehrer Voss
genannt. 1853 wird der Schulbezirk
endgültig festgelegt. Er umfasst die Gemeinden Emlichheim,
Kalle-Bahne, Kleinringe, Volzel, Vorwald und Echteler.
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1854 - Am
31.1.1854 wird
Lehrer Oldiges im
Alter von 23
Jahren bei der Katholischen
Volksschule Emlichheim angestellt. In einem
Schreiben an den damaligen Lokalschulinspektor, Vikar Schröder in Hoogstede
(Die Pfarrei in Emlichheim ist zu diesem Zeitpunkt vorübergehend
verwaist) gibt er von sich selbst an: "geb. 7. Januar 1831, katholisch.
Vor meiner Seminarzeit habe ich etwa zwei Jahre die Nebenschule in
Bramhar, Kirchspiel Bokeloh, Kreis Meppen versehen, 2 Jahre Seminarzeit
in Osnabrück. Der Seminarkurs dauerte 3 Jahre, indes nach Ablauf
des 2ten Seminarjahres wurde mir die Hauslehrerstelle auf Gut Hange bei
Freren übertragen. Etwa 2 Jahre später wurde ich als Lehrer
in Emlichheim angestellt. Meine Anstellungsurkunde datiert vom 31.
Januar 1854".
Lehrer Oldiges ist
34 1/2 Jahre als Lehrer, Schulkassenwalte, Organist und Küster in
Emlichheim
tätig.
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1858 - Da
die Zahl der
kath. Kinder stark ansteigt und
das alte Haus nicht mehr den schulischen Anforderungen entspricht,
plant man eine Schule mit Lehrerwohnung. Sie soll auf der Stelle der
alten Schule entstehen. Diese wird 1858 auf Abbruch verkauft und an
ihrer Stelle ein neues
Schulgebäude errichtet. Der Klassenraum ist
7 x7,3 qm groß. Daneben entsteht eine Junggesellenwohnung mit
drei Räumen für den nicht verheirateten Lehrer Oldiges. Der
Pausenhof der Kinder sind die Straße und die
Nachbargrundstücke. Hinter der Schule befindet sich der
Dienstgarten des Lehrers.
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1888
- Etwas Wichtiges hat man beim Neubau der Schule vergessen, was
Kreisschulinspektor Mense
bei seiner Revision 1888 feststellt: "Pissoir für Jungen fehlt"
Nachdem der Lehrer Oldiges schwer
erkrankte und im Oktober 1888 sein Entlassungsgesuch
einreichte,
wird der Schulamtskandidat Carl
Uthof mit seiner Vertretung beauftragt.
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1893 - Nach
dem Tode von
Lehrer Oldiges am 20.
Juni
1893 wird die Lehrerstelle Hermann
Hermes aus Lathen, der
vorher in Neuringe tätig war, übertragen.
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1894 - Die
Junggesellenwohnung wird zur
Familienwohnung
erweitert und erhält auch eine Diele für
die "Landwirtschaft"
des Lehrers.
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1908 - Nach
dem
preußischen
Schulunterhaltungsgesetz von 1908 wird die kath. Schule
säkularisiert und muss von der
kath. Kirchengemeinde in das Eigentum des neu gegründeten
Gesamtschulzweckverbandes, dem auch die ev. Volksschule
angehört, übergeben werden. Damit wird auch die
Einkommensgrundlage des Organisten und des Küsters der
Kirchgemeinde mit enteignet, welches offensichtliche Unrecht sich sehr
nachteilig auf die Finanzlage der Kirchgemeinde auswirkt.
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1917-1924 -
Im Jahre 1917 hat
die Schule 67 Kinder. Nach dem
1. Weltkrieg steigt die Kinderzahl sprunghaft an und überschreitet
bald die Zahl 100. Nach wiederholter Ablehnung durch den Schulvorstand
wird die zweite Lehrerstelle endlich 1924 eingerichtet. Die Schule
besitzt jedoch nur einen Klassenraum aus dem Jahre 1858.
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1930 -
Lehrer Hermes
tritt in den Ruhestand.
Nachfolger
wird zunächst Lehrer Johannes
Lukas (1930 - 1933),
dann Lehrer Josef Nolte
(1933 - 1936).
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1936 - Am
1.4.1936
übernimmt der Lehrer Josef
Evers die Leitung der zweiklassigen Schule.
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1938 - Die
kath. und die
ev. Schule werden zum
Schuljahrsbeginn 1938/39 vom NS-Staat zwangsweise zur
Gemeinschaftsschule
vereinigt. Die Elternschaft versammelt sich, um
einen stillen Protest zu bekunden. Der Religionsunterricht wird nach
Konfessionen erteilt. Leiter der Simultanschule wird Hauptlehrer Wüppen. Die
Schule besuchen 410 ev. und 108 kath. Kinder.
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1943 - Nach
der
Pensionierung von Hauptlehrer Wüppen
zieht Lehrer Evert in
die Dienstwohnung bei der Ev.
Volksschule. Die Dienstwohnung bei der Kath. Volksschule wird
anderweitig belegt.
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1945 - Die
kath. Schule
erlebt gleich zu Beginn der
Besetzung Emlichheims durch die Kanadier Plünderungen durch die
eigene
Bevölkerung. Die alte Schulchronik, Klassen- und Zensurenlisten
sowie
die Hauptverzeichnisse werden sinnlos und restlos zerstört.
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1946 - Bei
der Abstimmung
der Elternschaft stimmen 481
für die Konfessionsschule
und 37 für die Simultanschule. Nach
8-jähriger Unterbrechung wird wieder die Konfessionsschule
eingeführt. Die kath. Schule besuchen ab 13.8.1946 108 Kinder.
Lehrer Evers ist
wieder Schulleiter der Kath. Volksschule Emlichheim.
Das Bild zeigt die
katholische Schule in ihrem Zustand vom Jahre 1946 (bis 1950). Die
Bretterverschalung rechts ist der Windschutz zum "Haupt"-Eingang zum
Klassenzimmer. Inmitten des Gebäudes ist die Haustür zur
Lehrerwohnung und ganz links die Dielentür für die
"Lndwirtschaft" des Lehrers. Die Gestalt hat die Schule durch die
Erweiterung der Lehrerwohnung im Jahre 1894 erhalten.
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1948-1950 -
Durch den Zuzug
von Heimatvertriebenen und
Flüchtlingen steigt die Zahl der kath. Kinder stark an und
beträgt Ende 1948 bereits 141. Da der eine Klassenraum nicht
ausreicht, wird der Schule die ehemalige Elektrizitätszentrale,
die
in der NS-Zeit als Hitlerjugendheim diente, als Klassenraum zur
Verfügung gestellt. Hier wird die Unterstufe unterrichtet. Diese
Notlösung entspricht ganz und gar der damaligen Notzeitund ist nu
unter diesem Gesichtspunpt tragbar.
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Die
Lehrerwohnung bei
der Kath. Volksschule, die seit 1943 anderweitig
belegt war, wird 1949 - 1950 geräumt und gründlich
instandgesetzt. Lehrer Evert
zieht wieder in die Wohnung.
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Im
Rahmen der Grenzlandhilfe stellt die Bundesregierung dem
Schulverband Emlichheim-Volzel zum Bau
neuer Schulen 135.000 Mark zur
Verfügung. Im November 1949 wird mit dem Bau der neuen kath.
Schule begonnen, die im Dezember 1950 eingeweiht wird. Sie hat nur 2
Klassenräume und ist für die vorhandene Schülerzahl
schon viel zu klein. Im
alten Schulraum findet der Unterricht der Landwirtschaftlichen
Berufsschule
statt, der von Landwirtschaftslehrer Moeken erteilt wird.
Besondere Verdienste erwarb sich der
paktische Arzt Dr. med. Grochowiak,
der nimmermüde keinen Weg und keine Verhandlung und auch kein
energisches Wort scheute, um den Bau durchzusetzen, die Arbeiten
voranzutreiben und nicht zu ruhen, bis die Schule fertig war.
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1951 -
Durch den Zuzug
von Flüchtlingen aus den
Ostgebieten ist die Schülerzahl
bis auf 133 angewachsen. Am
1.8.1951 wird die 3. Lehrerstelle
eingerichtet und besetzt. Der
alte Schulraum, der als Berufsschulraum genutzt wird, muss wieder in
den Unterricht der kath. Schule einbezogen werden, obwohl sein Zustand
katastrophal ist. An drei Tagen kann der Raum vormittags von der kath.
Schule genutzt werden, an den übrigen drei Tagen muss
Nachmittagsunterricht erteilt werden.
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1952 - Da
die Schule
dreiklassig ist, wird Herr Evers
am 1. Oktober 1952 zum Hauptlehrer
ernannt.
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1954 - Zum
1. Januar 1954
wird Hauptlehrer Evers
wegen
schwerer Erkrankung in den Ruhestand
versetzt. Er stirbt am 15.12.1956.
Der Lehrer Johannes Zimmer
wird einen Monat später am 2.2.1954 zum
Hauptlehrer ernannt und mit der Leitung der Schule beauftragt. Er
stammt aus Dresden und wurde 1948 Lehrer in Niedersachsen.
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1955 - Am
28. Februar
1955 findet in der
Schule ein Elternabend statt,
der nach Aussage des Tageblattes vom
1.3.1955
als wohlgelungen bezeichnet werden kann. Mit dem Elternabend verbunden
ist
eine Ausstellung von Kinderarbeiten
der Unterstufe sowie Hand- und
Werkarbeiten der Mittel- und Oberstufe.
Die Schule wird um einen
Klassenraum und ein Lehrmittelzimmer
erweitert. Im Dachgeschoss wird eine Hauptlehrer-Dienstwohnung
ausgebaut. Nach dem Entwurf von Hauptlehrer Zimmer wird auch der
hundertjährige Klassenraum zu einer modernen Schulwohnstube
umgebaut. Die Schule erhält erstmalig eine Hauswasserversorgung.
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1956 - Die
Schule wird
vierklassig
geführt:
Klasse 1: 1. Schuljahr - 29 Kinder; Klasse 2: 2. Schuljahr
- 23 Kinder;
Klasse 3: 3.-5. Schuljahr - 40 Kinder; Klasse 4: 6.-8. Schuljahr - 34
Kinder, zusammen 126 Kinder.
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Die
von Schulrat Portheine
angeregte Schulumgrünung
erfolgt unter
Anleitung von Gärtnermeister Oldekamp. Ab Juli 1956 wird
eine
Schülerbeförderung
von Oeveringen und Oeveringerfeld
eingerichtet. Der Gesamtschulverband Emlichheim-Volzel wird
aufgelöst. Die Schulgebäude gehen in das Eigentum der
Gemeinde über, die die Verwaltung der
schulischen Belange übernimmt und einen Schulausschuss einsetzt.
Von der Gemeinde wird ein Pachtvertrag für eine Turn- und
Spielwiese neben dem Lehrergarten abgeschlossen.
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1958 -
Hauptlehrer Zimmer
beantragt im
Schulausschuss
den Neubau eines Schulgebäudes,
weil die Schülerzahlen in den
nächsten Jahren um rund 100 ansteigen werden. Der Anbau eines 4.
Klassenraumes allein würde nicht ausreichen. Im Mai 1958 siedelt
die Berufsschule in ihr neues Gebäude
über, so dass die alte Schule nach Umbau wieder voll von der kath.
Schule genutzt werden kann. Die Einweihung des 4. Klassenraumes erfolgt
im Oktober 1958 (GT, 10.10.1958).
Erstmalig in der Geschichte der
Schule unternimmt Hauptlehrer Zimmer
mit dem 7./8. Schuljahr eine dreitägige Wanderfahrt ins
Osnabrücker Land.
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1959 -
Ostern 1959 wird
die seit langem beantragte
vierte Lehrerstelle
genehmigt. Die Schule besuchen 162 Schüler,
die in 5 Klassen unterrichtet werden.
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Da kein Sportplatz vorhanden ist, konnte die
Schule bisher keinen
Sportunterricht erteilen. Nach mehreren Gesprächen mit der
Regierung und dem Schulrat wird angeordnet, dass der Sportunterricht
auf dem Schulhof der ev. Volksschule erfolgt. Erstmals wird ein
Schulsportfest durchgeführt.
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1960 -
Ostern 1960 geht
Hauptlehrer Zimmer
aus
familiären
Gründen als Konrektor an eine Schule in
Osnabrück. Nach Vertretung durch die Lehrerin Hüdepohl
übernimmt ab
1.10.1960 Hauptlehrer Aloysius
Neumann, zuletzt Mittelschullehrer in Lathen,
die Leitung der Schule.
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1961
- Die katholische Volksschule kann in diesem Jahre auf 125
Jahre ihres Bestehens zurückblicken. Hierüber
berichtet
Konrektor Johannes Zimmer
aus Osnabrück in der GN- Beilage "Der
Grafschafter". An
der Schule sind zu der Zeit (Pfingsten 1961) tätig: Hauptlehrer Aloysius Neumann, Lehrerin Dorothea Hüdepohl,
Lehrer August Kösters
und Lehrerin Cäcilia
Geburek (später: Frau Küter-Luks). Dazu
kommt noch als Laienlehrkraft für weibliche Handarbeiten die Witwe
des um die katholische Volksschule Emlichheim so hoch verdienten
praktischen Arztes Dr. med Grochowiak,
Frau Clementine Grochowiak.
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1962 - Das
9. Schuljahr
wird eingeführt. In die
Klasse kommen auch die Schüler der kath. Volksschulen Laar und
Hoogstede. In einer Versammlung der Kolpingfamilie, zu der auch Eltern
der Gemeinde eingeladen sind, berichtet im Vorfeld der Einführung
des 9. Schuljahres Hauptlehrer Neumann ausführlich
über deren
Ziele und die Schwierigkeiten bei der Planung und Durchführung des
Unterrichts im 9. Schuljahr (GN, 27.11.1961).
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Die alte
Lehrerwohnung wird zu einem
Klassenraum, Flur, Lehrerzimmer,
Lehrmittelzimmer und 2 Aborte mit Wasserspülung umgebaut. Es wird
eine Ölheizung eingebaut. Die Schule erhält einen
Fernsprechanschluss.
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1964 - Das
7. und 8.
Schuljahr von der Kath.
Volksschule Laar wird umgeschult. Das 7./8. Schuljahr hat jetzt
41
Schüler. Die Klasse kann nicht geteilt werden, da keine Lehrkraft
zur Verfügung steht.
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1966 -
Ostern 1966 wird
der Schule die 6. Lehrkraft
zugeteilt. Die Schule besuchen 222 Schüler in 7 Klassen. Wegen der
Umstellung des Schuljahrsbeginns auf den 1. 8. werden in
Niedersachsen
2 Kurzschuljahre eingerichtet: 1.4. - 30.11. 1966 und 1.12. 1966 -
31.7.1967.
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1967 - Im
April
erhält die Schule die 7.
Lehrerstelle. Die 9. Klasse führt erstmals ein
Berufspraktikum
durch.
Zum Schuljahrsbeginn 1967/68 im August kommen auch die kath.
Schüler ab Klasse 5 aus Laar und Hoogstede dazu. Es werden 9
Klassen gebildet. Da die beantragten zwei weiteren Lehrer nicht
zugewiesen werden, muss der Unterricht gekürzt werden.
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Die neue
Katholische Volksschule
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Am
1. Dezember 1967 wird die neuerbaute
kath. Schule eingeweiht, die schon seit März 1967 benutzt
wird.
Sie liegt am Rande des Ortskerns in der Nähe des Friedhofs und hat
acht Klassenräume, zwei technische Räume und eine
Schulverwaltung. Mit den Baumaßnahmen wurde schon 1966 begonnen
(GT, 2.6.1966). In den Räumen der alten Schule wird ab
1.8.1967 eine Sonderschule eingerichtet.
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Am Sonntag, dem 17.12.1967, werden die Eltern
zu einem Elternnachmittag
eingeladen. Sie erhalten Gelegenheit, die neue Schule zu besichtigen.
Eine Ausstellung mit Werkarbeiten ist aufgebaut worden. Außerdem
findet die Wahl des Elternrates statt.
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1968 - Im
April 1968
kommt endlich die 8. Lehrkraft,
so
dass die kombinierte Klasse 7/8 mit 48 Schülern endlich geteilt
werden kann.
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Zum Schuljahrsschluss 1967/68 tritt
Hauptlehrer Aloysius Neumann
in den
Ruhestand. In
seiner Zeit ab 1960 wurde aus der fünfklassigen eine
neunklassige kath. Volksschule.
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Zu Beginn des folgenden Schuljahres wird der
Lehrer August
Kösters, der seit 1959 an der Schule tätig und ab 1964
zur
Mittelschule versetzt war, Rektor der
Kath. Volksschule Emlichheim (GN,
2.9.1968). Er schreibt zu Beginn seiner Schulleitertätigkeit
in die Schulchronik: "Mein Wunsch ist es, immer zu einer echten und
aufrichtigen Zusammenarbeit im Kollegium als auch mit allen anderen
Schulen, der Kirchengemeinde, der politischen Gemeinde und besonders
auch der Elternschaft zu gelangen".
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Da die neu zugewiesene Lehrkraft wegen
Fortsetzung seines Studiums den
Dienst an der Schule nicht antritt, unterrichtet Herr Neumann
nebenamtlich mit 13
Wochenstunden bis Oktober 1968 weiter.
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Die Schülerzahl
steigt auf 256 Kinder,
ein Jahr später auf
281. An der Schule wird zum 1. Dezember 1968 eine Konrektorstelle
eingerichtet.
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1969 - Wie
in den
Vorjahren nehmen die Schüler
der Klassen 9 und 9s an einem sportlichen
Vergleichskampf der
Niedergrafschafter Schulen teil. Sie erringen diesmal den 1. Platz und
erhalten den Wanderpokal des Landkreises, der im folgenden Jahr
erfolgreich verteidigt werden kann.
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1970-1972 -
Zum
Schuljahresbeginn 1970/71 besuchen 276
Schüler die Schule. Es sind 11 Klassen gebildet, die von 10
Lehrkräften unterrichtet werden.. Es besteht weiterhin ein
großer Bedarf an Lehrerstunden. Von 300 Lehrerstunden können
60 nicht erteilt werden; ein Ausfall von 20 %. Nach dem tragischen
Unfalltod einer Lehrerin steigt das Fehl im folgenden Schuljahr weiter
an. Außerdem gibt es mehrere Mutterschaftsurlaube. Die schlechte
Unterrichtsversorgung setzt sich auch im Schuljahr 1972/73 fort.
Zeitweilig müssen 8 Lehrer 12 Klassen versorgen.
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1973 - In
Emlichheim wird
die Orientierungsstufe
eingeführt, die Änderungen im gesamten Schulwesen
Emlichheims, besonders jedoch für die kath. Schule mit sich
bringt. Im einzelnen:
- Die Katholische Volksschule Emlichheim wird zur "Katholischen
Grundschule Emlichheim" mit den Jahrgängen 1 - 4
eingeschränkt. Sie zieht mit 125 Schülern in das
Grundschulgebäude an der
Berliner Straße. Sie kooperiert mit der dortigen Grundschule
Emlichheim, bleibt aber selbstständig.
- Die Jahrgänge 5 und 6 gehen in die "Orientierungsstufe
Emlichheim", die zunächst im Gebäude der kath. Schule
untergebracht wird.
- Die Jahrgänge 7 - 9 werden ein Teil der "Hauptschule
Emlichheim".
Frau Elisabeth Hegemann
wird Hauptlehrerin der Kath.
Grundschule
Emlichheim. Rektor August
Kösters wird Leiter der
Orientierungsstufe. Die Lehrer werden zwischen der Kath. Grundschule
und der Orientierungsstufe aufgeteilt.
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1977-1979 -
Die Grundschulen
erhalten im Oktober
1977 die lang erwünschte Turnhalle.
Sie steht auch den
Grundschulen in Laar und Großringe zur Verfügung (GN,
12.10.1977). 1979 folgt dann das Hallenschwimmbad.
Der Pausenhof wird
von Eltern und Lehrern an Wochenenden freiwillig
gestaltet. Turn- und Spielgeräte werden aufgestellt. Die Gemeinde
stellt Fahrzeuge und das notwendige Material zur Verfügung.
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1994 - Die
Emlichheimer
Grundschuleltern befassen sich
weiter mit der Neugestaltung des
Schulhofes. Ein "multimediales"
Spielgerät im Wert von 16.000 Mark wird aufgestellt und den
rund 360 Kindern beider Grundschulen übergeben.
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1997 - Die
beiden
Grundschulen an der Berliner
Straße feiern ihr 25-jähriges
Jubiläum, die Grundschule
kam 1971 , die Kath. Grundschule 1973 zur Berliner Straße. Im
Mittelpunkt der Feierlichkeiten, zu denen viele Gäste gekommen
sind, steht das Theaterstück "Schule gestern - Schule morgen" (GN,
19.11.1997).
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1998 - Die
Eltern klagen
in einer Podiumsveranstaltung
mit den Parteien, dass die Lage an den Grundschulen unbefriedigend
sei, weil zu viele Unterrichtsstunden ausfallen. Bei Krankheiten von
Lehrern ständen nur selten Ersatzkräfte zur Verfügung
(GN, 14.2.1998). Mit Beginn des neuen Schuljahres nimmt die
Randstundenbetreuung an den
beiden Grundschulen ihre Arbeit auf. Trägerverein ist der
Förderverein der evangelischen und katholischen Grundschule.
Hierfür stellt die Schule einen Raum zur Verfügung, der von
den Eltern während der Sommerferien gestaltet wird (GN, 12.9.1998).
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1999 - Ab
Schuljahrsbeginn 1999/2000 sind die Ev. und
die Kath. Grundschule "verlässliche
Grundschulen". Die Kinder der
1. und 2. Klassen haben garantiert fünf Zeitstunden
Unterricht oder Betreuung in der Schule. Die Unterrichtsversorgung
erfolgt zu 100 %. Die Schüler der Klassen 3 und 4 haben
wöchentlich zwei Stunden Englischunterricht. (GN, 15.6.1999).
Für die Kinder der Grundschulen ohne Englischunterricht ergeben
sich keine Nachteile in der Orientierungsstufe (GN, 10.7.1999).
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2003 -
Nach Abstimmungen
der Elternschaften beider
Schulen mit ca. 80 % Zustimmung und Beschluss des Samtgemeinderates
werden die Evangelische Grundschule und die Katholische Grundschule
mit Beginn des Schuljahres 2003/04 zu einer "Grundschule für
Schüler aller Bekenntnisse" vereinigt. Die Schulleiter
der beiden
Schulen,
Rektor Ingo Wiesler
und Hauptlehrerin Elisabeth
Hegemann, werden zum
Ende des Schuljahres 2002/03 in den Ruhestand versetzt. Damit endet die
Geschichte der Katholischen Volksschule Emlichheim, die
1835 gegründet wurde und 1973 zur Katholischen Grundschule
Emlichheim eingeschränkt wurde, nach 168 Jahren ihres Bestehens
(GN, 2.11.2002).
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Quellen:
-
Schulchronik der Kath.
Volksschule Emlichheim, Band 2
(1946 - 1955) und Band 3 (1956 - 1973); der 1. Band wurde bei der
Besetzung Emlichheims 1945 vernichtet.
-
Johannes Zimmer, 125
Jahre
katholische Volksschule
Emlichheim, GN- Beilage "Der Grafschafter", Folgen 9, 10 und 11/1961,
-
Alois Neumann,
Auszüge
aus der Schulchronik, 1962,
-
Albert Rötterink,
Chronik der
Gemeinde Emlichheim, 1970
-
Heinrich Eberhardt,
Emlichheim im Spiegel der
Schulchroniken, 1992, Seiten 151 - 181; darin auch mit verarbeitet:
Johannes Zimmer, 125 Jahre katholische Volksschule Emlichheim,
GN-Beilage "Der Grafschafter",
-
Artikel aus der
örtlichen
Presse, im Text angegeben.
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