|
Grundschule Ringe
|
|
Es kann davon ausgegangen werden, dass die
Kinder aus Ringe seit Beginn
des 17. Jahrhunderts in der damaligen Kirchspielschule
Emlichheim
unterrichtet wurden. Der Unterricht fand nur in den Wintermonaten
statt. Um etwa 1700 erfolgte der Unterricht zunächst für die
unteren Jahrgänge (ab 10 Jahre), bald jedoch für alle Kinder
in Nebenschulen, die in
Kleinringe und Großringe entstanden. Die Lehrer waren meist
Schafhirte,
die im Winter nicht benötigt wurden. Die Gebäude waren
kümmerlich und enthielten neben der Schule auch die Lehrerwohnung.
Das Schulgeld betrug für jedes Kind jährlich 1 Thaler.
Lokalschulinspektor war einer der Prediger aus Emlichheim (nach: Eberhardt).
In
Großringe wurde
um 1845 an der heutigen Raiffeisenstraße ein neues
Schulgebäude
errichtet. Hierfür wurde beim Oberkirchenrat und der Landdrostei
in
Osnabrück Beihilfen beantragt, die im Juni 1847 bzw. im Januar
1848
abgelehnt wurden. Die Ablehnung erfolgte, weil beide Gemeinden nicht
bereit
waren, eine gemeinsame Schule zu errichten. Es bestand zwischen beiden
Gemeinden
eine Feindschaft, die bei der Generalteilung der Ringer Mark entstanden
sein dürfte. Erst nach langen Verhandlungen konnten die
"Uneinigkeiten
zwischen beiden Gemeinden" beseitigt werden (nach: Gerrit Jan Zager).
|
|
1853 - Um die Schulen
leistungsfähiger zu machen,
schließen sich Groß- und Kleinringe endlich im Jahre 1853
zu einer Schulgemeinde
zusammen. Auf der Grenze, dem jetzigen Standort
der Schule, wird eine einklassige Schule für 73 Kinder gebaut, die
bis zum Jahre 1940 benutzt wird. Die Schule besuchen auch die Kinder
aus
den Klein- und Großringer Weusten. Lehrer Giesbers, der vorher in
Großringe tätig war, wird der erste Lehrer der neuen Schule.
Er gibt jedoch bald den Lehrerberuf auf, um das elterliche Erbe bei
Gildehaus
anzutreten. Als Nachfolger wird Lehrer Stroeve berufen.
|
|
1861 - Lehrer Stroeve
geht als Pastor nach Uelsen,
später nach Emlichheim. Ihm folgt sein Namensvetter, Lehrer Hindrik Stroeve aus
Neerlage. Die Schule besuchen in dieser Zeit 110
Schüler.
|
|
1877-1880 - Lehrer Stroeven
stirbt 1877. Nach mehrmaligem
Lehrerwechsel kommt 1878 Lehrer Neyenhuis, der in Aurich
seminaristisch
vorgebildet wurde, an die Schule. 1880 heiratet er. Die Gemeinde baut
jetzt eine Lehrerwohnung. Es wird jetzt die Halbtagsschule (Oberstufe
vormittags, Unterstufe nachmittags) eingeführt. Da der Lehrer an
einem Halsleiden erkrankt ist und nirgends Heilung finden kann, muss er
bald
den Lehrerberuf aufgeben und bezieht jährlich eine Pension von 265
Mark.
|
|
1886-1887 - Wegen der
großen Schülerzahl in
Großringe wird die Schulgemeinde
Alexisdorf gegründet. Die
Schule Großringe erhält durch Anbau einen neuen Klassenraum.
Schulleiter wird Lehrer Wieferink,
der 1887 aus dem Bereich Stade
kommt. Er lässt auf dem Boden des Lehrerhauses für den
zweiten Lehrer eine Kammer ausbauen. Wie in der Schulchronik
ausgeführt wird, wechseln die 2.
Lehrer in den Folgejahren häufig.
|
|
1912-1913 - Im Jahre 1912 muss
Lehrer Wieferink
krankheitshalber nach 25 Jahren in Großringe seinen Dienst
niederlegen. Er stirbt
am 17. Juni 1913. Ostern 1913 werden an der Schule 3 Klassen
eingerichtet, weil die Schülerzahl für 2 Klassen zu
groß geworden ist. Am 1. Oktober 1913 wird Lehrer Boegel Leiter
der Schule.
|
|
1914-1918 - Bei Kriegsausbruch
werden beide Lehrer
eingezogen, so dass der Unterricht zunächst ganz ausfallen muss.
Anfang 1915
wird Lehrer Hartmann
aus Veldhausen abgeordnet. Lehrer Boegel
fällt
1917 in Flandern. Die ganze Schularbeit leidet durch den Krieg. Fast
die Hälfte
der Kinder ist zeitweise bis zu einem halben Jahr beurlaubt, um in der
Landwirtschaft mitzuhelfen.
|
|
1919-1920 - Am 1. Januar wird
Lehrer Hartmann, der
in den
Kriegsjahren den Unterricht in den 3 Klassen fast allein versehen hat,
nach Hasbergen bei Osnabrück versetzt. Die Leitung der Schule
übernimmt Lehrer Anfurth,
der vor dem Kriege an der Schule als 2.
Lehrer tätig war. Ostern 1920 wird er nach Georgsmarienhütte
versetzt. An seine
Stelle tritt Lehrer Schomburg.
|
|
1925-1926 - Im Jahre 1925
werden die Fußböden und
Fenster in beiden Klassenräumen erneuert, im Herbst 1926
die Lehrerwohnung.
Diele und Stallungen werden zu Flur und zwei Zimmer
umgebaut.
|
|
1930 - Die Schule
erhält elektrisches Licht;
die
Wände und Decken der Schule werden neu verputzt.
|
|
1932 - An die Stelle von
Lehrer Schomburg, der
versetzt
wird, tritt Lehrer Otto
Milzner aus Bramsche.
|
|
1934 - Es wird ein "Staatsjugendtag"
eingerichtet.
Im Amtlichen Schulblatt von 1934 (Seite 287) heißt es: "Für
die Erziehung im nationalsozialistischen Staate sind Schule,
Reichsjugendführung (Hitler-Jugend) und Elternhaus nebeneinander
berufen. Der Sonnabend jeder Woche wird als "Staatsjugendtag" bestimmt.
Jungvolk und Jungmädel
sind für diesen Tag vom Unterricht befreit. Sie haben ihren
Dienst".
Am 1. Dezember 1934 wird der Elternbeirat aufgelöst. Es wird die
Schulgemeinde geschaffen. An die Stelle des Elternbeirates treten die
"Jugendwalter"
der Schulgemeinde.
|
|
1936 - Die Volksschule
Großringe besuchen zum
Jahresbeginn 1936 insgesamt 136 Kinder.
Durch einen Unglücksfall
fällt Herr Miltzner
mehrere Monate aus und muss vertreten werden.
|
|
1940 - Im Jahre 1939 wird
in unmittelbarer Nähe
der alten Schule eine neue zweiklassige
errichtet, die 1940 bezogen
wird. Die Lehrer Milzner
und Wüppen
beziehen Wohnungen in der neuen Schule. Sie ist nach Aussagen der
Schulchronik die schönste des
Kreises.
Das Kapital erhielt der Schulverband überwiegend aus
Staatszuschüssen. Die alte Schule und die alte Lehrerwohnung
werden verkauft. Lehrer Wüppen
wird 1940 zum Kriegsdienst eingezogen. Fast während der ganzen
Kriegszeit ist Lehrer Milzner
für
etwa 100 Kinder der einzige Lehrer.
|
|
1946 - Im Rahmen der "Storchaktion"
waren mehrere
Kinder und eine Lehrerin aus Berlin nach Groß- und Kleinringe
gekommen.
Die Lehrerin unterrichtet hier. Am 1. Mai 1946 kehren sie wieder nach
Berlin zurück. Im Oktober 1946 nimmt Lehrer Fritz
Wüppen nach Rückkehr aus
russischer Gefangenschaft seinen Dienst an der Schule wieder auf, bevor
er im Mai 1947 als Schulleiter nach Hoogstede versetzt wird.
Gleichzeitig im Oktober 1946 wird der Schulleiter Milzner nach 14
Jahren als Hauptlehrer in den Kreis Melle versetzt. Sein Nachfolger
wird der Lehrer Wilhelm
Buddenberg (siehe: L-C-Buddenberg),
der vorher als 2. Lehrer tätig
war.
|
|
1947 - Im Herbst 1947 beschließt der Schulvorstand die
Einrichtung der 3. Lehrerstelle.
Es stehen jedoch nur 2
Klassenräume zur Verfügung, so dass jede Klasse an 2 Tagen
der Woche Nachmittagsunterricht hat, bis im Obergeschoss die
vorgesehene Schulküche zu einem kleinen Behelfs-Klassenraum
umgebaut wird.
|
|
1955 - Hauptlehrer Buddenberg
wird Ostern 1955 als Rektor an die Ernst-Moritz-Arendt-Schule in
Nordhorn versetzt. Die Schulleitergeschäfte
werden zunächst
von Lehrer Hermann
Meinders, dem 2. Lehrer, nach seiner Versetzung nach
Bookholt/Nordhorn von Lehrer Genzink
aus Esche wahrgenommen.
|
|
1956 - Die Schulleiterstelle
wird endgültig mit dem
Lehrer Heinrich Eberhardt
besetzt, der vorher in Emlichheim-Weusten tätig war. Er sorgt
alsbald dafür, dass die Lehrerwohnungen, die lange Jahre von
schulfremden Personen bewohnt waren, nach Renovierung wieder für
die Lehrer zur Verfügung stehen. Auch die Schulräume werden
neu eingerichtet.
|
|
1958 - Die Großringer Schule
wurde vor dem
letzten Krieg 1939 errichtet und schon damals mit einem Vorgarten
versehen. 1958 wird die Anlage neu gestaltet und erweitert, nachdem sie
stark ausgewintert war. Die Schule ist mit den unter einem Dach
liegenden Lehrerwohnungen einheitlich und allseitig umgrünt.
|
|
|
|
Quelle:
T. Portheine,
Wie die Nachkriegsforderung nach allseitiger Schulumgrünung
bei
Grafschafter Schulen verwirklicht wurde, Jahrbuch 1959, Seite 121.
|
|
1961-1962 - Die Schule
erhält einen dritten Klassenraum
mit Gruppenraum, die mit dem alten Gebäude durch eine Pausenhalle
verbunden sind, sowie neue Toilettenanlagen; außerdem werden ein
Lehrerzimmer im Eingangsbereich und die 3. Lehrerwohnung für einen
unverheirateten Lehrer im bisherigen Behelfs-Klassenraum ausgebaut.
|
|
Im Zuge der Einführung des 9. Schuljahres
ist vom Schulvorstand
geplant, diese Klasse Ostern 1962 mit den Schülern aus
Neugnadenfeld, Großringe und Neuringe in Neugnadenfeld
einzurichten und 1963 bzw. 1964 das 7. und 8. Schuljahr in
Großringe als jeweilige Jahrgangsklassen zusammenzulegen (GN,
30.3.1962). Es ist jedoch von der Schulbehörde vorgesehen, dass
das 9. Schuljahr für die ev. Schüler in Hoogstede
eingerichtet wird. Hiergegen legt der Schulvorstand Einspruch ein und
erreicht, dass das 9. Schuljahr für die Schüler aus
Neugnadenfeld, Großringe und Neuringe in Neugnadenfeld
untergebracht wird.
|
|
1964-1965 - Die Schülerzahl
ist auf 142 angestiegen.
Dadurch wird die Einrichtung einer 4.
Lehrerstelle erforderlich.
In der Diskussion um die Einrichtung der Mittelpunktschule war
dem Schulvorstand zunächst fest zugesagt worden, diese nach Ringe
zu bringen. Er sollte sich jedoch für einen Standort,
Großringe oder Neugnadenfeld, entscheiden. Er kann sich jedoch in
langen Verhandlungen nicht auf einen Standort einigen. Da
Mittelpunktschulen inzwischen zweizügig geführt werden
sollen, entscheidet sich die Regierung 1965 für den
Standort Hoogstede.
|
|
1967 - Da keine
einvernehmliche Lösung erzielt
werden kann, verordnet die Regierung am 3. August 1967 den Zusammenschluss des
Schulzweckverbandes Groß- und Kleinringe mit
der Gemeinde Hoogstede-Bathorn zu einer gemeinsamen
Schulträgerschaft in den Volksschuljahrgängen 5 - 9, sofort
beginnend mit dem Unterricht im Jahrgang 7 in Hoogstede,
mit den übrigen Jahrgängen nach Fertigstellung der
Erweiterungsbauten in Hoogstede. Die Eltern aus Großringe und
Neugnadenfeld weigern sich jedoch, ihre Kinder nach Hoogstede zu
schicken, und legen Widerspruch gegen die Abschulung ein. Von 39
Schülern erscheinen am ersten Schultag,
dem 18.8.1967, nur 9 Schüler aus Neuringe. Da der Widerspruch nach
Entscheidung des Verwaltungsgerichts aufschiebende Wirkung erhält,
besuchen die Kinder aus Großringe und Neugnadenfeld die 7. Klasse
in Neugnadenfeld. In Prozessen vor dem Verwaltungsgericht in
Osnabrück
und dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg wird letztendlich 1969
entschieden,
dass die Abschulungsverfügung zu Unrecht besteht. Damit ist der
Schulstreit
zunächst beigelegt. Die Schüler bleiben, wo sie sind (vgl.
hierzu
GN-Artikel von 1967 - 1969, bei Eberhardt aufgeführt,
Seiten 56 -
69).
|
|
1968 - Am 1.4.1968
verlässt Hauptlehrer Heinrich
Eberhardt nach 12 Jahren Großringe und wird Rektor der
Mittelpunktschule Wilsum. Maßgeblich für seinen Fortgang ist
der Streit um die Abschulung
der Schüler. Er macht dem
Schulvorstand den Vorwurf, daß er sich nicht auf einen Standort
für die Mittelpunktschule einigen konnte. Der Lehrer Jürgen
Stapenhorst, der seit 1964 an der Schule tätig ist, wird
sein
Nachfolger. Die Schule besuchen 163 Kinder in 6 Klassen, die von 6
Lehrern unterrichtet werden.
|
|
1970 - Im Frühjahr
1970 erhalten die Eltern des 6.
Schuljahres in Großringe und Neugnadenfeld erneut die
Aufforderung, ihr Kind im August nach
Hoogstede abzuschulen. Nachdem
Groß- und Kleinringe auf ihren Antrag nach Abstimmung in den
Gemeinden seit dem 1.1.1970 zur
Samtgemeinde Emlichheim gehören, beantragt der Schulzweckverband
die
Abschulung nach Emlichheim und die Einführung von zwei Vorklassen
in
Großringe und Neugnadenfeld. Wegen der geplanten Einführung
der
Orientierungsstufe, die in Hoogstede wegen zu geringer
Schülerzahlen nicht realisierbar ist, wird der Abschulungserlass
nach Hoogstede nicht mehr umgesetzt.
|
|
1973 - Die Orientierungsstufe
wird in Emlichheim
eingeführt. Das 9. Schuljahr
wechselt nach Neugnadenfeld. An der
Grund- und Hauptschule Großringe bleiben nur drei
Lehrkräfte. Die Hauptschule besteht nur noch aus einer Klasse.
|
|
1974 - Die beiden
Gemeinden Groß- und Kleinringe
werden am 1.3.1974 zur Einheitsgemeinde Ringe zusammengeschlossen, die
zur Samtgemeinde Emlichheim gehört. Die Schulträgerschaft
geht
vom Schulzweckverband Groß- und Kleinringe auf die Samtgemeinde
Emlichheim über.
|
|
1977 - Hauptlehrer Jürgen
Stapenhorst
wird am
1.3.1977 auch mit der Wahrnehmung der
Schulleitergeschäfte der
Grundschule Alexisdorf-Neugnadenfeld beauftragt, weil der dortige
Schulleiter Helmut Kamps
Rektor der Grundschule Neuenhaus wird.
|
|
Am
1.8.1977 werden die Grundschulen in Großringe und in
Alexisdorf-Neugnadenfeld zur Grundschule
Ringe
zusammengelegt. Die beiden Schulorte sind 5 km voneinander
entfernt.
Einzugsbereich ist die Gemeinde Ringe, Schulträger die
Samtgemeinde Emlichheim. Schulleiter bleibt nach Ausschreibung der
Stelle der Hauptlehrer Jürgen
Stapenhorst. Der Unterricht wird so
durchgeführt, dass der eine Zug in Neugnadenfeld, der andere Zug
in Großringe erfolgt. Falls bei künftigen
Einschulungsjahrgängen nur eine Klasse gebildet werden kann, soll
die Klasse dort unterrichtet werden, woher die meisten Kinder kommen.
|
|
Zum
August 1977 werden 40 Kinder eingeschult.
Die Schule besuchen 149
Schüler in 8 Klassen, davon 70 Schüler (4 Klassen) in
Großringe und 79 Schüler (4 Klassen) in Neugnadenfeld. An
der Schule sind 5
hauptamtliche Lehrer tätig. Der Schwimm- und Sportunterricht
findet
in Emlichheim, der Sportunterricht später auch in Hoogstede statt.
Da in den folgenden Jahren immer wieder Versetzungen erfolgen, muss die
volle Unterrichtsversorgung durch Abordnungen von anderen Schulen
sichergestellt
werden.
|
|
1980 - Die Schülerzahlen
gehen
deutlich
zurück. Es können nicht mehr durchgehend zwei Klassen
pro
Jahrgang gebildet werden. Es wird beschlossen, bei Bildung nur einer
Klasse das 1. und 2. Schuljahr in Großringe und das 3. und 4.
Schuljahr in Neugnadenfeld zu führen. Es ist eine
Schülerbeförderung erforderlich.
|
|
1983 - Die
Schülerzahlen unterschreiten die
Zahl
100. Die Schule ist durchgehend einzügig. Dies bereitet
große Schwierigkeiten bei der Stundenplangestaltung und der
Aufstellung des Busfahrplanes.
|
|
1985 - An der Schule wird Sprachsonderunterricht
eingeführt, der von der Lehrkraft der Sonderschule Emlichheim
erteilt wird. Er endet 1989 aus Lehrermangel an der Sonderschule.
Für ein Jahr kann auch Schulsonderturnen eingerichtet werden.
|
|
1994 - Auf Vorschlag des
Gemeinderates in Ringe
beschließt der Schulträger, dass die Schule eine eigene
Turnhalle am Standort Großringe erhalten soll. 56 % der
Grundschüler kommen aus dem Bereich südlich des
Coevorden-Piccardie-Kanals und 44 % aus dem Bereich nördlich
davon. Die bei der Schule vorhandenen Flächen reichen aus. Die
Idee, am Kanal eine Turnhalle und eine neue Schule zu bauen, wird aus
finanziellen Gründen nicht weiter verfolgt.
|
|
1995 - Die 1853 erbaute
und 1887 um einen Klassenraum
erweiterte alte Schule ist von der Gemeinde renoviert worden und steht
der Bevölkerung für Feiern und Versammlungen, aber auch
für Krabbelgruppen und Musikschulkinder, zu Verfügung (GN,
23.11.1992, Der Grafschafter 3/1995, GN, 17.8. und 22.8.1995).
|
|
1998 - Die neue Turnhalle
ist fertig gestellt und wird
am 19. März 1998 ihrer Bestimmung übergeben. Der
Samtgemeinderat beschließt, am Standort Großringe einen Schulneubau unter
Verwendung der alten Bausubstanz zu errichten, der
acht Klassenräume, einen Werkraum, einen Gruppenraum,
Lehrmittelräume, Lehrerzimmer mit Verwaltung und
Toilettenräume innen und außen umfassen soll. Nach Abschluss
der Bauarbeiten soll der Standort Neugnadenfeld für schulische
Zwecke
aufgehoben werden. (GN, 9.3.1998).
|
|
2000 - Mit Beginn des
Schuljahres 2000/01 ziehen alle
Klassen in das neue Schulgebäude
am Standort Großringe ein.
Damit "endet ein Jahrzehnte währendes Provisorium mit einer
Grundschule an zwei Standorten". Die Kosten für den Um- und Ausbau
des 1939 errichteten Gebäudes betrugen rund 4 Millionen Mark (GN,
7.10.2000).
|
|
2003 - Nach
35 Jahren als Schulleiter
in Ringe wird Jürgen
Stapenhorst zum Ende des Schuljahres 2002/03 in den Ruhestand
verabschiedet (GN, 9.7.2003). Seine Nachfolgerin
ist Frau Ursula Topka,
die vorher
seit 1997 an der Grundschule Neuenhaus tätig war (GN,
30.9.2003).
|
|
2004 - Im
Rahmen eine Projektes zur Belebung
des Pausenspiels
werden Spiele aus alter Zeit
zusammengetragen, die bei einem Spielefest mit Schülern, Eltern
und Lehrern aufgeführt werden (GN, 12.5.2004).
|
|
2008 - Die
niederländische Stiftung
NTCN (Nederlandse Taal en Cultur in Niedersachsen) sorgt dafür,
dass
niederländische Kinder und Jugendliche, die mit ihren Familien
nach
Deutschland gezogen sind und deutsche Schulen besuchen, Niederländischunterricht
erhalten. Der Unterricht, dessen
Teilnahme
freiwillig ist und der von Honorarkräften gehalten wird, erfolgt
nach
den normalen Schulstunden in vier Wochenstunden und eignet sich
besonders für Ganztagsangebote. Das Angebot wird von knapp 200
Schülern
an 14 Grafschater Schulen genutzt. Der Unterricht steht unter der
Aufsicht der niederländischen Schulinspektion und wird aus Mitteln
der
niederländischen Stiftung für niederländischen
Unterricht im Ausland
und der niederländischen Sprachunion finanziert. Die Stiftung NTCN
hat
die Grundschulen Laar, Ringe, Uelsen und Emlichheim mit einer Plakette
ausgezeichnet, die darauf hinweist, dass in den Schulen
niederländische
Sprache und Kultur vermittelt werden (GN, 11.7.08).
2010 - Wiedersehen
nach 60
Jahren
Am 15. März 1950
entließ Hauptlehrer Wilhelm
Buddenberg 14 Mädchen und Jungen aus der Volksschule
Großringe. 60 Jahre später
trafen sich neun von ihnen wieder. Sie waren 1941 eingeschult worden
und achteinhalb statt acht Jahre zur Schule gegangen. Da in den
Kriegsjahren wegen des häufigen Fliegeralarms der Unterricht
jedoch des öfteren ausfiel, war die um sechs Monate längere
Schulzeit ein guter Ausgleich für die entgangenen Schulstunden.
Mit Hilfe des Klassenbuchs vom Entlassjahrgang 1949/50 und der Ringer
Schulchronik brachte Gerrit-Jan
Koopsingraven einige Aspekte der Schulzeit ins Gedächtnis
zurück. Zu der Zeit wurde in Ringe in zwei Gruppen unterrichtet:
Die Klassen eins bis vier und die Klassen fünf bis acht hatten
gemeinsam Unterricht, wobei die älteren Jahrgänge aus 61
Kindern bestanden. "Der Lernstoff war für alle gleich und ging
kontuniierlich weiter; so konnte es sein, dass zum Beispiel in
Mathematik das Bruchrechnen gleichzeitig den Kindern der fünften
und der achten Klasse vermittelt wurde, berichtete Koopsingraven (GN,
17.4.2010).
25-jähriges Dienstjubiläum
Ursula Topka,
Schulleiterin der Grundschule Ringe, feiert ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.
Bevor sie 2003 nach Ringe kam, sammelte sie an den Grundschulen in
Itterbeck, Uelsen, Osterwald und Neuenhaus berufliche Erfahrungen (GN,
21.6.2010).
2011 - Wechsel in der Schulleitung
Nachdem Frau Ursula Topka
ihre Entbindung von der Schulleitung
und Versetzung nach Nordhorn beantragt hat, übernimmt Jan Lübbermann ab
1.8.2011 die Leitung der Schule. Er war bisher Konrektor an der G/H
Wietmarschen, an der die Stelle nach der Abschulung der Hauptschule
aufgelöst wurde (GN, 9.7.2011).
Wiedersehen nach 60 Jahren
Im März 1951 wurden acht Mädchen und zwei Jungen von ihrem
Lehrer Wilhelm Buddenberg
aus der Volksschule Ringe entlassen. Jetzt trafen sich sieben von
ihnen zu einer Wiedersehensfeier im Alten Landhaus Buddenberg.
Während die meisten in der Grafschaft geblieben sind, war Sinus Büter aus dem
ostfriesischen Oldersum angereist. Arno Ewert ist nach der
Schulzeit nach Kanada ausgewandert und lebt in der Nähe von
Vancouver in Britisch Columbia. Ihm war die Reise zu beschwerlich, denn
er hätte eine sechszehnstündige Flugreise auf sich nehmen
müssen. Nach dem Kaffeetrinken machen die Ehemaligen einen
Abstecher zum Ort ihrer früheren Schule, die 1940 neu gebaut
worden war und damals als schönste Schule in der Grafschaft galt.
An ihrer Stelle steht inzwischen eine moderne Schule mit Turnhalle (GN,
26.7.2011).
Besuch
der Samtgemeindebürgermeisterin
Zu
einer Vorlesestunde kam Frau Samtgemeindebürgermeisterin Daniela
Kösters zu den 45 Erst- und
Zweitklässlern der Grundschule Ringe. Anschließend besuchte
sie auch die
anderen
Grundschulen in der Samtgemeinde.
(Foto: Meppelink/ GN, 19.11.2011)
Einführung
des Schulleiters
Jan
Lübbermann, der seit Beginn des
Schuljahres bereits in Ringe tätig ist, erhielt seine offizielle Ernennung zum Rektor.
Nach den Worten von Schulrat Udo
Tiemann hat er sich ganz bewusst für Ringe entschieden und
wird nach sechseinhalb Jahren Dienstjahren mit 36 Jahren Schulleiter
einer Grundschule. Das ist ein beachtliche und imponierendes Tempo. Der
neue Rektor ist ein Baden-Württemberger
mit Niedergrafschafter Wurzeln. Seine Eltern stammen aus Ringe.
Geboren und aufgewachsen ist er in Heilbronn. Nach dem Studium in
Heidelberg und Schwäbisch-Gmünd legte er 2003 das erste
Staatsexamen ab. Nach dem Besuch des Lehrerseminars in Nürtingen
war seine este Tätigkeit im Schuldienst ab Schuljahr 2005/06 in
Metzingen-Neuhausen südlich von Stuttgart und dann ab 2008 als Konrektor der Sünte-Marien-Schule in
Wietmarschen, wo er bis zum Ende des Schuljahres 2010/11 blieb,
um dann nach Ringe zu gehen. Er sei froh, hier zu sein und fühle
sich schon wie zu Hause. Die Ausstattung und die Atmosphäre des
Gebäudes seien mit ausschlaggebend für seine
Entscheidung gewesen. (GN, 13.12.2011)
Renovierungs-
und
Bauarbeiten
Die Samtgemeinde
Emlichheim plant auch im kommenden Jahr
größere Renovierungs- und Bauarbeiten an den Schulen.
Dafür will die Kommune etwa 565.000
Euro ausgeben. Weitere 130.000
Euro sind für Anschaffungen
vorgesehen.
In
der GS Ringe sollen 2012 Anschaffungen im Wert von 25.000 Euro
erfolgen. Die Schulleitung hat einen Farbkopierer,
einen Rollwagen
mit 16 Laptops sowie
stationäre Computer und Beamer
für
alle fünf Klasenräume beantragt. Im Rathaus hält man
die Anschaffungen für vertretbar, weil die GS Ringe in den
vergangenen Jahren nur in geringem Maße Wünsche
geäußert
hat. (GN, 14.12.2011)
|
|
Quellen:
-
Heinrich Eberhardt,
Auszüge aus der
Schulchronik, 1962
-
Heinrich Eberhardt,
Chronik
der Ringer Schulen,
1989, Seiten 26 - 72 (Grundschule Großringe), Seiten 130 - 152
(Grundschule Ringe, von
Jürgen Stapenhorst)
-
Gerrit Jan Zager, Alte
Schule
in Ringe mit neuen
Aufgaben, Der Grafschafter 3/1995,
-
Gerrit-Jan Zager,
Ringe, Bad
Bentheim 1998, Die Schulen, Seiten 231 - 237
-
Artikel in der
örtlichen
Presse, im Text
angegeben.
|