| Katholische
Volksschule Laar
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1855
- Bis
zum Jahre 1855 wurden die
katholischen Kinder in der reformierten Schule unterrichtet. Den
Religionsunterricht erteilte der örtliche kath. Pfarrer in der
Kirche. Ab 1855 erhalten die kath. Kinder ihren eigenen Unterricht.
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Erste Schritte zur Gründung einer kath. Schule erfolgen schon
1853, wie aus einem Schreiben des Kosistorialrates Mehler aus Alfhausen
vom 30. Mai 1853 hervorgeht. Auch liegt ein Schreiben des Pfarrers Weyer (1833 -
1883 als Pfarrer in Laar tätig) an den
Generalvorstand des Bonifatiusvereins vom 7. Juni 1853 vor, worin um
Zulage zum Lehrergehalt in Höhe von 55 Thalern nachgesucht wird,
was jedoch ohne Erfolg bleibt. Dies berichtet die Schulchronik der
Kath. Volksschule Laar. Nach Einschaltung des Bischofs von
Osnabrück 1854 werden dann 1855 Verhandlungen
geführt über die Bildung einer Schulgemeinde,
Feststellung des Schulgeldes, Beitragssatz zu den sonstigen
Schullasten, Ermittelung eines Bauplatzes, Aufstellung eines Baurisses
und Kostenanschlages sowie Ermittelung eines Interimslokals.
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Die Schulgemeinde wird durch Verfügung des Kath. Konsistoriums zu
Osnabrück vom 31. Oktober 1855 zusammengesetzt. Zu ihr
gehören Laar, Achterhorn, Eschebrügge und Heesterkante. Sie
zählt 34 Familien mit reichlich 30 schulpflichtigen Kindern.
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Der erste Lehrer ist Joseph
Nadorf. Ihm folgt ein Lehrer Richtering,
der bis 1863 bleibt. Weitere Lehrer sind Vornholt von 1863 bis 1866,
dann Georg Klemp von
1866 bis 1874, während seiner Reise nach
Nordamerika vom Herbst 1871 bis 1872 Cl. Vulhop, dann Anton Eckholt von
1874 bis 1879, Philipp
Kostall von 1879 bis 1885, Christoph Wolfram von
1885 bis 1888, Karl Ahrens
vom 1. November 1888 bis 1. November 1892
und J.Hm. Koops vom
1. November 1892 bis 1. Mai 1897.
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Das Einkommen der Schulstelle besteht anfänglich aus einer
Staatszulage von 60 Thalern und dem Schulgeld von 30 Thalern. Es wird
1861 durch eine Gemeindezulage von 15 Thalern auf 105 Thaler
erhöht. Der Lehrer übernimmt, zunächst ohne
Vergütung, den Kirchendienst. Im Laufe der Zeit steigt das
Lehrergehalt zunächst auf 222 Thaler. Durch Verfügung
des Konsistoriums vom 4. Januar 1882
wird eine Schulkasse eingerichtet. Die Einnahmen des Lehrers werden auf
750 Mark festgesetzt.
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1874
- Die
Schule wird reichlich mit
Lehrmitteln ausgestattet. Pfarrer Weyer schenkt der Schule
hierfür
71,60 Mark. Der früher hier angestellte Lehrer Nadorf, jetzt
Papenburg, schenkt der Schule 1881 21 Exemplare seines Rechenbuches. Es
erfolgen weitere Geschenke der Königlichen Regierung zur
Anschaffung von Lesebüchern, Anschauungsbildern zur
Naturgeschichte und Wandkarten von Palästina und Deutschland. Es wird ein regelmäßiger Handarbeitsunterricht für
Mädchen eingerichtet.
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1875
- Die
Kinder aus Heesterkante
können die Schule häufig im Winter, namentlich bei hohem
Wasser, nicht besuchen. Im Winter 1875/76 muss der Unterricht 14 Tage
ausgesetzt werden, weil Laar vom Wasser überschwemmt ist.
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1880
- Das
Dach der Schule ist
baufällig geworden und muss durch ein neues ersetzt werden.
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1894
- Im
Jahre 1894 wird mit dem
Schreiben der Schulchronik begonnen, die die Grundlage für den
Bericht über die Schule bildet. In der Schulchronik wird auch auf
die Schulgemeinde und die bisherige Geschichte der Schule eingegangen.
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Nachdem bei der Schulgründung 1855 etwa 30 Schüler die
Schule besuchten, waren es in den 80er Jahren immer etwa 40
Schüler, ab 1990 sinkt die Zahl unter 30 und erreicht im Sommer
1894 20 Kinder, um dann wieder anzusteigen.
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Im Winter wird Ganztagsunterricht erteilt: morgens von 1/2 9 bis 12
Uhr, nachmittags von 1/2 2 bis 1/2 4 bzw. 4 Uhr, im Sommer
Halbtagsunterricht: von 7 - 10 Uhr Klassen I und II, von 1/2 11 bis 1/2
1 Uhr Klasse III.
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Es gibt folgende Ferien: Osterferien 7 Tage, Ernteferien 14 Tage,
Herbstferien 36 Tage, außerdem Kirchenpatronsfest 1 Tag,
vor Pfingsten und Weihnachten je 1 Tag, die letzten
Chorwochentage (?) 3 Tage, Pfingstferien 5 Tage, zusammen 68
Tage. Als besondere schulfreie Tage kommen des Kaisers Geburtstag am
27. Januar und der Sedanstag am 2. September hinzu. Diese Tage werden
durch einen sogenannten "Schulaktus" gefeiert. Es werden einige Worte
über die Bedeutung dieser Tage gesagt, wobei entsprechende
patriotische Lieder gesungen werden.
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In den Ernteferien 1894 vom 15. bis 29 Juli wird das Schulgebäude
umgebaut: An der Westseite werden die Fenster zugemauert, an der
Südseite werden aus bisher zwei jetzt drei Fenster eingesetzt, um
den Klassenraum heller zu machen.
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1897-1905
- Lehrer
Koops wird nach
Borgloh
versetzt. In rascher Folge wechseln die Lehrer durch Versetzung an
andere Schulen und Neueinstellung von Schulamtsbewerbern. Wegen
längerer Erkrankung eines Lehrers fällt der Unterricht vom
12. Januar bis 28. Februar 1901 vollständig aus.
Anschließend übernimmt Pfarrer Eick den Unterricht, weil
eine andere Vertretung nicht zu ermöglichen ist. Ab 1. Mai 1901
wird ein Lehrer Mecklenburg nach
Versetzung des erkrankten Lehrers in
die Stelle eingesetzt, der bis 1906 bleibt.
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1906
- Danach
übernimmt ab 1. Juni
1906 Lehrer B. Hasekamp
die Stelle. Da die Schule sich als zu klein
erweist - Ostern 1906 besuchen 54 Schüler die Schule - und die
Lehrerwohnung nicht mehr bewohnbar ist, zieht der Schulvorstand den Bau
einer Schule nebst Lehrerwohnung in Erwägung. Als Bauplatz wird
eine Wiese neben dr bisherigen Schule in Aussicht genommen.
Unterstützung findet die Planung durch die Schulbehörde, die
die Schule zu einer Revision am 5. Juli 1907 besucht. Am 1. April 1908
geht die Kath. Volksschule in den Gesamtschulverband Laar-Agterhorn
über. Es wird ein neuer Schulvorstand gewählt, der die
Schulbaupläne weiter verfolgt. Im April 1909 kann mit dem Bau
begonnen werden, der am 18. Oktober 1909 in Benutzung genommen werden
kann.
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1911
- Zum
1. April 1911 verlässt
Lehrer Hasekamp die
Schule. Es treten wieder häufige Lehrerwechsel
ein. Laar bildet mit Emlichheim und Hoogstede eine Lokalkonferenz, der die
drei kath. Pastoren und die kath. Lehrer angehören.
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1913
- Der
Schulverband Laar setzt sich
aus den Gemeinden Laar und Agterhorn zusammen. Heesterkante gehört
noch
nicht ganz zum Schulverband: Die kath. Kinder besuchen die hiesige
Schule, die ev. Kinder sind geteilt zwischen Laar und Echteler. Es
bestehen Bestrebungen, Heesterkante ganz nach Laar einzuschulen.
Eschebrügge gehört nicht mehr zum Schulverband Laar. Die Kath. Schule besuchen 25 Kinder aus Laar, 6 aus
Agterhorn, 11 aus
Heesterkante und 3 gastweise aus Holland, zusammen 45 Schüler.
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1915-1918
- Am
1. Mai 1915
überträgt die Königliche Regierung die Schulstelle der
Schulamtsbewerberin Katharina
Praute.
Der Weltkrieg macht sich dadurch bemerkbar, dass die Schüler
verstärkt zu landwirtschaftlichen Arbeiten herangezogen werden und
hierfür Urlaub beantragen. Im Laufe der Sommermonate
betätigen sich die Schulkinder an den Brennnessel- und
Obstkernsammlungen.
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1918
- Nach
Versetzung der Lehrerin Praute
tritt
Lehrer Weber am 10.
März 1919 die Schulstelle an. In
der Schulchronik geht er auf die Verluste durch den Krieg ein und
stellt die Nachkriegssituation dar. Aus Lehrerkreisen wurde seit langem die Aufhebung der
Ortsschulinspektoren gefordert. Dies erfolgt 1919. Der nächste
Schulaufsichtsbeamte ist der Kreisschulrat (vorher:
Kreisschulinspektor). Außerdem wird begrüßt, dass die
Aufsichtsbeamten künftig pädagogische Fachleute sind.
Kreisschulrat im Nebenamt ist zunächst für die kath. Schulen
Hauptlehrer Barlage
in Nordhorn. An seine Stelle tritt später der
Kreisschulrat Egert,
gleichzeitig zuständig für den
Aufsichtskreis Lingen. Nach dem Tode von Herrn Egert im Oktober 1928
wird ab 1.1.1929 Herr Meyer
der neue Schulrat.
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1926
- Aufgrund
der starken
Regenfälle steigt die Vechte im Januar 1926 so stark an, dass der
Deich bricht. Das Wasser steigt stellenweise auf der Straße bis
zu 60 cm an. Sie ist bis zu 8 Tage gesperrt. Auch die Schule und der
Spielplatz stehen tief unter Wasser. Der Unterricht fällt für
8 Tage aus. Im März herrscht in Laar die Grippe. Der ganze Ort ist in ein
Lazarett verwandelt. Fast zwei Wochen lang sind durchschnittlich nicht
mehr als 6 Schüler in der Schule.
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1927
- Das
Dorf und die Schule erhalten
elektrisches Licht. Besonderes Misstrauen gegen diese Neuerung
haben jedoch die alten Leute.
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1931
- Im
Juni 1931 erhält die
Schule zusammen mit der ev. Schule einen Radioapparat. Es wird jedoch
auch Kritik an den Schulfunkprogrammen geübt, die in den meisten
Fällen nicht passend für die Landschulen sind.
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1933
- Der
Lehrer Weber
verlässt
am 1. Mai 1933 Laar und geht nach Spelle, Kreis Lingen. Nachfolger wird
Schulamtsbewerber Spangemacher.
Er übernimmt die Schule mit 37
Kindern. Der erste Schultag ist der Tag der nationalen Arbeit. Er
beginnt mit einem Festgottesdienst. Anschließend wird Herr Spangemacher von
Pastor Eick in
sein Amt eingeführt. Danach
beginnt eine Schulfeier mit einer Übertragung des Aufmarsches der
Berliner Jugend.
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1934
- Die
Seiten in der Schulchronik
über die Zeit des Nationalsozialismus von 1934 bis 1945 fehlen, so
dass hierüber in der Schulchronik keine Aussagen vorliegen.
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1938
- Zur
Einführung der
Gemeinschaftsschule finden an allen Orten, an denen noch konfessionell
getrennte Schulen bestehen, am 14. März öffentliche
Versammlungen unter freiem Himmel statt, in denen die Bevölkerung
über Wesen und Wert der Gemeinschaftsschule aufgeklärt wird.
Nach langen Verhandlungen beschließt der Schulvorstand die
Einführung der Gemeinschaftsschule ab 1. April. Der
Religionsunterricht bleibt konfessionell gebunden. Die Volksschule Laar
entsteht als vierklassiges System mit 3 Lehrkräften. Die
Schülerzahl steigt auf 125. Der größte Teil der
Elternschaft ist mit der Gemeinschaftsschule nicht einverstanden. Es
werden Einzel- und Sammelproteste an das Landratsamt Bentheim
geschickt, eine Beschwerdeschrift größeren Umfangs von
Pastor Struntz von
der reformierten Kirchengemeinde. Alle Beschwerden
sind jedoch ohne Erfolg (nach Aussagen in der Schulchronik der Ev.
Volksschule Laar). Damit ist die Kath. Volksschule Laar zunächst aufgelöst.
(Aussagen über die Zeit von 1938 bis 1945 siehe: D03)
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1946
- Am 15.
August 1946 wird die Kath.
Volksschule Laar wieder eröffnet. Ehe der Schulraum bezogen werden
kann, muss er renoviert werden. Die Schule lag vorher in der Sperrzone
und war mit Besatzungstruppen belegt. Von den 30 Jungen und 35 Mädchen kommen 32 aus Laar, 12 aus
Agterhorn, 16 aus Heesterkante, 2 aus Vorwald und 3 aus
Eschebrügge. Die Lehrerstelle übernimmt die Lehrerin Katharina Wiechert
aus Rößel/Ostpreußen.
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1949
- Mit
Hilfe der Eltern werden der
Klassen- und der Vorraum in der Schule renoviert. Die Schülerzahl
ist zwischenzeitlich auf 75 angestiegen. Gemeinsam mit der ev. Schule
unternehmen die Schüler der Oberstufe eine zweitägige
Wanderfahrt nach Osnabrück, zum Hermannsdenkmal und nach Bad
Oeynhausen. In den folgenden Jahren erfolgen regelmäßig
Wanderfahrten mit Bussen, der Eisenbahn oder mit Fahrrädern. Am 1. Oktober 1949 wird der Lehrer Leo Spangemacher nach
Durchführung seiner Entnazifizierung wieder als Lehrer in Laar
eingestellt. Frau Wiechert
wird nach Nordhorn versetzt.
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1951
- Jedes
Jahr findet gemeinsam mit
der Ev. Schule und Vorwald ein Schulsportfest in Vorwald statt. In Laar
steht hierfür kein entsprechender Platz zur Verfügung.
Außerdem findet jedes Jahr eine Weihnachtsfeier statt. Es werden weitere Reparaturarbeiten an Schule und Lehrerhaus
durchgeführt. Die Erneuerung des undichten Daches muss aus
Geldmangel aufgeschoben werden.
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1953
- Lehrer Spangemacher
erkrankt
Anfang Januar 1953 schwer an Gelbsucht und fällt bis August aus.
Es werden Vertretungslehrer eingesetzt.
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1956
- Die vorgesehene Einstellung
einer zweiten Lehrkraft scheitert daran, dass Lehrkräfte fehlen.
Der Vorschlag, die 2. Lehrkraft von der Ev. Schule mit halber
Stundenzahl zur Unterrichtserteilung im 1. und 2. Schuljahr abzuordnen,
wird von der Elternschaft mit 32 von 33 Stimmen abgelehnt.
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1957
- Die Dächer von Schule und
Lehrerhaus werden endlich neu eingedeckt. Da durch Landtausch bei der
Schule ein größerer Platz geschaffen wird, finden die
Bundesjugendspiele erstmals hier statt.
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1960
- Im August 1960 wird endlich die
2. Lehrerstelle besetzt. Die Schule besuchen 62 Schüler, davon 26
in Klasse I (5. - 8. Schuljahr) und 36 in Klasse II (1. - 4.
Schuljahr). Da ein zweiter Klassenraum fehlt, muss zunächst
Schichtunterricht erteilt werden. Es wird jedoch alsbald ein zweiter
Klassenraum geschaffen, der nach den Weihnachtsferien bezogen werden
kann. Dazu muss auch das Lehrerhaus umgebaut werden. Am 8. Dezember 1960 wird
Laar nach Deichbrüchen überschwemmt. Davon ist auch die Kath.
Schule betroffen. Am 9. und 10. Dezember fällt die Schule aus.
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Die beiden Bilder zeigen die Schule, die nur
über einen Steg
erreicht werden kann. Im Vordergrund auf dem 2. Bild Lehrer Spangemacher.
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1962
- Fünf Schüler besuchen
das 9. Schuljahr an der Kath. Volksschule in Emlichheim. Dazu wird eine
Schulbuslinie eingerichtet.
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1964
- Der Plan, in Agterhorn eine
Mittelpunktschule für die Gemeinden Laar, Agterhorn, Vorwald,
Eschebrügge und Echteler zu errichten, wird von der kath.
Elternschaft abgelehnt, da dies eine Gemeinschaftsschule sein
würde. Sie wollen, dass ihre Kinder die Kath. Volksschule in
Emlichheim besuchen. Da ohne kath. Kinder die Schülerzahl nicht
ausreicht, ist der Plan nicht realisierbar.
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Ab Ostern 1964 besuchen alle Kinder ab 7. Schuljahr die Kath.
Volksschule in Emlichheim. Da der Schulbus viele Haltestellen hat, ist
es für diese Schüler jetzt bequemer, die Schule zu erreichen.
An der Kath. Volksschule in Laar verbleiben 48 Schüler des 1. bis
6. Schuljahres.
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An den diesjährigen Bundesjugendspielen in Vorwald, an denen nur
die 5. und 6. Schuljahre beteiligt sind, nehmen auch Echteler und
Echtelerfeld teil.
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1965
- Schulleiter Spangemacher
tritt nach Erreichen der Altersgrenze am 31. März 1965 in den
Ruhestand. Er war 32 Jahre in Laar tätig. Der Schulrat hebt
besonders seine Verdienste um die Wiederherstellung des
schwerbeschädigten Schulgebäudes nach dem letzten Krieg
hervor. Herr Spangemacher
unterrichtet nebenamtlich 13 Wochenstunden an
der Schule weiter und erteilt im 5./6. Schuljahr Rechnen, Raumlehre,
Geschichte, Erdkunde, Naturkunde und Musik. Die Leitung der Schule wird kommissarisch dem Schulleiter der Ev.
Volksschule, Herrn Trabant,
übertragen.
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1967
- Nach der Pensionierung von Herr Trabant
übernimmt sein Nachfolger, Herr Albert Arends die Leitung
der Schule. Herr Spangemacher
gibt seine nebenamtliche Tätigkeit auf. Das 5. und 6.
Schuljahr wird zur Kath. Volksschule Emlichheim abgeschult, so dass die
Kath. Schule eine reine Grundschule wird.
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1968
- Das Jahr 1968 ist gekennzeichnet
durch Planungen
für die Zukunft des Schulwesens in Laar und Umgebung:
In mehreren Elternversammlungen wird u.a. über die
Vereinigung der Ev. und der Kath. Schule verhandelt. Hierüber
besteht grundsätzlich Einvernehmen. Gefordert wird, dass es eine
christliche Gemeinschaftsschule werden soll. Der Religionsunterricht
soll mit 3 Wochenstunden voll gewährleistet werden, den auch eine
kath. Lehrkraft mit der "missio canonica" erteilt. Von der kath.
Elternschaft wird gefordert, dass in jedem Klassenraum ein Kreuz (ohne
Corpus) hängt. Dagegen wehrt sich jedoch die ev. Elternschaft.
Diese ist lediglich bereit, einmalig an geeigneter Stelle im
Schulgebäude ein Kreuz (ohne Corpus) anzubringen, versehen mit
einem Wort Heiliger Schrift. An diesem Punkt scheitert 1968 das
Vorhaben.
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1969
- Trotz vieler Gespräche
kommt keine Einigung über die Ausstattung der Klassenräume
einer künftigen Schule mit christlichen Symbolen zustande. In
einer Gesamtabstimmung stimmen dann Zweidrittel aller Eltern gegen das
Kreuzsymbol in allen Klassenräumen. Alle Eltern bejahen das
Kreuzsymbol mit einem Bibelspruch einmal an geeigneter Stelle im
Gebäude.
Am 23.8.1969 stellt der Schulvorstand an den Landkreis den Antrag zum
Bau einer vierklassigen Grundschule mit Nebenräumen. Ein
günstig gelegenes Baugelände von 2 ha Größe steht
zur Verfügung. Mit der Fertigstellung des Gebäudes wird
im August 1971 gerechnet.
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1970
- Ab Ostern 1970 beginnt der
gemeinsame Unterricht für alle Kinder Laars.
Zunächst wird die ehem. kath. Schule, ab August 1970 der Lehrsaal
der
reformierten Gemeinde als 3. Klassenraum benutzt.
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Ab 1. August 1970 werden auch alle ev. Schüler nach Klasse 4 nach
Emlichheim abgeschult. Die Schule in Laar ist jetzt eine reine
Grundschule. Schulträger ist der Schulzweckverband Laar-Agterhorn.
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Erstmalig werden ev. und kath. Kinder gemeinsam
eingeschult. Mit 32 Kindern ist die Zahl sehr hoch.
Es werden Jahrgangsklassen gebildet: 1. Schuljahr: 32 Kinder, 2.
Schuljahr: 28 Kinder, 3. Schuljahr: 26 Kinder, 4. Schuljahr: 21 Kinder,
zusammen: 107 Kinder. Den Unterricht erteilen 3 Lehrkräfte.
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Damit endet die Geschichte der Katholischen Volksschule Laar, die 1855
gegründet wurde, nach 115 Jahren. Die alte kath. Schule nimmt den
Kinderspielkreis auf.
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Quellen:
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Schulchronik der Kath.
Volksschule Laar, Band I, 1894 -
1934, Band II, 1946 - 1966
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Andere Unterlagen
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