| Orientierungsstufe
Emlichheim |
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1973 - Zum
1.8.1973
werden in den drei Gemeinden
Emlichheim, Uelsen und Neuenhaus selbstständige
Orientierungsstufen eingeführt. Einzugsbereich ist die jeweilige
Samtgemeinde. Die drei Orientierungsstufen arbeiten bei der Planung der
Schulform eng zusammen. Es gibt Absprachen bei der Planung der
Unterrichtsinhalte.
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Nach Aussagen in der Schulchronik wollen die
Elternschaft und der
Schulträger mit der Neuorientierung des Emlichheimer Schulwesens
noch bessere Möglichkeiten für die Kinder dieses Raumes
schaffen. Sie betrachten die Orientierungsstufe als Grundstufe eines
vollen Sekundarstufenzentrums I, auf das die drei weiterführenden
Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium aufbauen. Die
Hauptzielrichtung der Orientierungsstufe ist die Förderung der
Schüler, nicht
die Auslese, wobei jedoch die Lenkungsfunktion der OS ihren wichtigen
Platz hat.
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Die Einführung der Orientierungsstufe
(OS) bedeutet für
Emlichheim:
1. Die Kath. Volksschule wird auf die Klassen 1 - 4 eingeschränkt,
die als Kath. Grundschule in das Grundschulzentrum an der Berliner
Straße umzieht.
2. Die Klassen 6 - 9, ab 1974 die Klassen 7 - 9, der katholischen und
der Mittelpunktschule werden im Einvernehmen mit der Elternschaft
beider Schulen zusammengelegt. Die Schule heißt fortan
„Hauptschule Emlichheim“. Die Schule besuchen 1973 306
evangelische und 108
katholische, zusammen 414 Schüler.
3. Die OS-Klassen des 5. Schuljahrgangs werden im bisherigen
Schulgebäude der Katholischen Volksschule untergebracht.
4. Rektor August Kösters,
der bisherige Leiter der Kath.
Volksschule Emlichheim, wird Leiter der OS Emlichheim.
5. Das Lehrkräfte der Kath. Volksschule werden zum Teil zur
Kath. Grundschule, zum Teil an die OS Emlichheim versetzt.
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Der Unterricht beginnt am 23. August 1973. Die
für die OS
vorgesehenen Lehrkräfte sind durch Kurse darauf vorbereitet
worden. Der Schulleiter nahm im März 1973 an einem
Vorbereitungslehrgang in Braunlage teil.
Der Beginn der Orientierungsarbeit ist nicht leicht, weil 330
Schüler des 5. Schuljahrgangs mit 10 Klassen in 8
Klassenräumen und 2 Fachräumen (Physik und Werken)
unterzubringen sind. Die Schüler kommen aus 18 Wohnorten, aus 11
Schulorten und aus 14 verschiedenen Schulen. Sie
müssen sich an neue Lehrer gewöhnen. 220 Schüler sind
Fahrschüler. Die Klassen werden so eingeteilt, dass keine
Freundschaften auseinander gerissen werden.
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1974 -
Die OS besetzt die
Fachkonferenzleiterstellen
für Sprachen (Herr Wevel),
Mathematik (Herr Wiesler)
und
Gesellschaft (Herr Taube,
gleichzeitig Vertreter des Schulleiters).
Außerdem werden 13 Fachkonferenzen gebildet.
Zu den 330 Schülern in 10 Klassen des 6. Schuljahrgangs kommen
im August 1974 im 5. Schuljahrgang 256 Schüler in 9 Klassen dazu.
Diese werden im neuen Realschultrakt und in der alten Lehrerwohnung
sowie
in Räumen des ev. und des kath. Gemeindehauses untergebracht. Das
ständige Wandern behindert die tägliche Unterrichtsarbeit
sehr
stark.
Die vom Landkreis Grafschaft Bentheim in Emlichheim errichtete
Großsporthalle wird am 14.11.1974 ihrer Bestimmung übergeben.
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1975 - Es
bürgert
sich ein, dass alle Klassen
während ihrer Orientierungsstufenzeit einen
Schullandheimaufenthalt
und eine eintägige Klassenfahrt durchführen, um andere
Gegenden kennen zu lernen. Ziele des ersten
Schullandheimaufenthaltes vom 9. - 14. 6. 1975 sind Bodenwerder,
Altenau, Clausthal-Zellerfeld, Torfhaus, Horn-Bad Meinberg,
Georgsmarienhütte und die Insel Juist.
Nach dem Besuch der 6. Klassen wird 153 Schülern (46,0 %) der
Besuch der Hauptschule, 121 Schülern (36,3 %) der Realschule
und 59
Schülern
( 17,7 %) des Gymnasiums empfohlen. Das Gymnasium Emlichheim wird zum
1.8.1975 als Gymnasium im Sekundarbereich I ab Klasse 7 aufsteigend neu
errichtet.
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Mit
Schuljahrsbeginn 1975/76 kann endlich
das neu erbaute OS-Gebäude bezogen werden. In drei Geschossen sind
16 Klassenräume und 4 Gruppenräume untergebracht. Hinzu kommt
die Schulverwaltung.
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Das Bild zeigt das
Orientierungsstufengebäude zu
einer späteren Zeit.
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1977 -
Mit Beginn des
Schuljahres 1977/78 stehen die
musischen Räume im "Sechseck" für die Schulen des
Schulzentrums für den Unterricht zur Verfügung. Das Sechseck
beherbergt
die Fächer Hauswirtschaft, Kunst, Textiles Gestalten und
Gestaltendes Werken; im Keller ist ein Fotolabor eingerichtet.
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1978 -
Der
naturwissenschaftliche Trakt wird bis zum
15.3.1978 fertig gestellt und steht für Unterrichtszwecke aller
Schulen des Schulzentrums zur Verfügung
(GN, 11.2.1978). Er enthält 6 Übungsräume für
Biologie, Physik, Chemie, einen Hörsaal, große
Sammlungsräume, eine Werkstatt und einen Lehrerstützpunkt.
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Am 7.12.1978 findet zum ersten Mal ein
Elterninformationsabend für
Eltern der 6. Klassen durch die weiterführenden Schule statt. Etwa
50 Eltern folgen der Einladung. Die drei Schulleiter Hensen (HS), Lindenberg (RS)
und Krüger (Gy)
informieren über die
Zielsetzungen ihrer Schulen und stellen sich den Fragen der Eltern.
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Am 21. Juli 1978 feiert die OS ihr erstes
Schulfest. Jede Klasse ist
für ihren Stand zuständig. Seitens der Lehrer und der
Schüler sind
große Arbeitsanstrengungen nötig. Das Schulfest ist ein
großer
Erfolg. Der Reingewinn beträgt mehr als 3.000,- DM, wovon die
Elternkasse
und das Kinderheim Gildehaus jeweils die Hälfte erhalten. Es wird
beschlossen, Schulfeste alle 2 Jahre im Wechsel mit der Grundschule
durchzuführen.
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1979 -
Durch Erlass des
Kultusministers wird
festgelegt, dass die Eltern frei entscheiden können, welche
Schulform ihr Kind
nach der OS-Zeit besuchen soll, auch entgegen der Empfehlung der OS. Es
zeigt sich in Emlichheim, dass nicht mehr als einzelne Eltern gegen die
Empfehlung handeln. Dies wird als Beweis angesehen, dass die Eltern den
Empfehlungen der OS vertrauen.
Die Eltern wirken zusammen mit Lehrkräften aktiv bei der
Schulhofrandbepflanzung und Gestaltung des Schulhofes mit Sitz- und
Spielgeräten mit und leisten dabei an Nachmittagen und Samstagen
180 Arbeitsstunden.
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1980 -
Nachdem am
1.9.1979 die Partnerschaft zwischen
Genemoiden (Holland) und Emlichheim mit der Unterzeichnung der
Partnerschaftsurkunde besiegelt worden ist, findet am 19. März
1980 das erste Schülertreffen zwischen Schülern aus
Genemoiden und der OS Emlichheim statt, das sich in den folgenden
Jahren zu einer festen, jährlich wiederkehrenden Einrichtung
entwickelt.
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1981 - Im
22.
Vorlesewettbewerb des deutschen
Buchhandels 1980/81 unter dem Motto "Lesen macht Spaß" für
die 6. Klassen
wird der Schüler Mathias
Huisken Bezirkssieger und nimmt am
Landeswettbewerb teil (GN, 31.3.1981).
Große Spannung und Freude herrscht immer wieder, wenn es zur
Eissporthalle nach Nordhorn geht. So auch am 13. Februar 1981. Es wird
wie immer fleißig gelaufen. Die Fahrtkosten der Busse
übernimmt der Landkreis. Auch in den folgenden Jahren heißt
es einmal jährlich: "Wir fahren zum Schlittschuhlaufen nach
Nordhorn".
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1983 -
Die OS Emlichheim
besuchen 431 Schüler,
davon 197 in 7 5. Klassen und 234 in 8 6. Klassen. Die
Schüler kommen aus 18 Wohnorten, allerdings aus den 4 politischen
Gemeinden Emlichheim (218 Schüler), Laar (79), Ringe (64) und
Hoogstede (70).
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1984 -
Zum Thema "Dritte
Welt" findet ein
dreiwöchiger fächerübergreifender Projektunterricht
statt. Die Ergebnisse werden in einem Elternabend am 1. März 1984
vorgestellt, an dem 300 Eltern
beteiligt sind. Der Abend umfasst einen Dia-Vortrag, ein
Handpuppenspiel
zur Situation in Peru, Lieder und Gedichte zum Thema "Not in der
Dritten
Welt" und die Vorstellung eines der ärmsten Länder der
Sahelzone,
Obervolta. Besonderen Anklang findet ein Laienspiel "Barnabas" und die
Essenausgabe
von typischen Gerichten der Dritten Welt. Spenden in Höhe von fast
900,- DM gehen an "Brot für die Welt" und
"Misereor".
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In Niedersachsen findet eine Bestandsaufnahme
der Orientierungsstufen
statt, an der auch die OS Emlichheim beteiligt ist. In einem
48-seitigen Bericht an den Nds. Kultusminister stellt die OS Emlichheim
ihre Arbeit dar. Es
werden folgende Bereiche angesprochen: Einzugsbereich,
Unterrichtsversorgung,
Unterrichtsausfälle und Verlagerungen, Schulgebäude,
Unterrichtsräume,
Konferenzen und Unterrichtsorganisation, Unterricht in den einzelnen
Fächern,
Findungsprozess zur Schullaufbahnempfehlung, Elternberatung,
Schulleben,
Zusammenarbeit.
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Zum Abschluss des Berichtes schreibt der
Schulleiter, Rektor Kösters,
u. a.: "Manches hat die Orientierungsstufe durchaus
erreicht: Sie hat die
Bildungschancen verbessert. Unbestritten ist, dass ein Teil der
Schüler
bereits nach der Grundschule zielsicher zu einer der
weiterführenden
Schulen empfohlen werden könnte. Aber die Prognosesicherheit im
breiten
Bereich derjenigen, die weder zur absoluten Leistungsspitze noch zu den
extremen
Lernschwachen gehören, ist durch die Arbeit der Orientierungsstufe
belegbar
größer geworden. Auch die Eltern unserer Schule finden in
der
Mehrzahl die jetzige, fundierte und aufgeschlüsselte Empfehlung
hilfreicher.
Nicht dass es auch an unserer Schule zu hohe Erwartungshoffnungen der
Eltern
gibt, aber sie sind selten, das beweist ja auch die Tatsache, dass man
den
Empfehlungen bis auf wenige Prozente (5%) folgt. Interessant ist bei
uns
ja auch die Tatsache, dass wir viele Eltern motivieren müssen, ihr
Kind
doch beim Gymnasium anzumelden, und das in ganz eindeutigen
Fällen. Ohne die Orientierungsstufe wäre nicht nur der
Übergang vom
Primar- in den Sekundarbereich abrupter und für die Schüler
unvorbereiteter, auch der missbräuchlichen Gleichschaltung der
sozialen Stellung der
Erziehungsberechtigten mit der Schullaufbahn ihrer Kinder würde
wieder
Tür und Tor geöffnet. Die Orientierungsstufe braucht
natürlich wie wahrscheinlich alle
anderen Schulformen auch mehr Raum, Platz und Zeit für
übendes und einprägendes Lernen. Zu starke
Verwissenschaftlichung und Überfrachtung der Lehrpläne bringt
Kindern dieses Alters nicht mehr an Wissen ein; Sprache muss wieder
einfacher, verständlicher werden. Den Grundtechniken muss wieder
mehr Raum gegeben werden, übendes Lernen wieder mehr
Unterrichtsprinzip".
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Am 13. und 14. 11.1984 findet in der Schule
die erste pädagogische
Klausurtagung statt. Themen sind:
1. "Innere Differenzierung im Englischunterricht der
Orientierungsstufe",
2. "Das Verhältnis von gemeinsamer Planung und individueller
Gestaltung des Unterrichts in der Orientierungsstufe".
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1985 -
Eine Projektwoche
vom 20. - 24. 5. 1985 befasst
sich mit dem Rahmenthema "Unsere Heimatgemeinde früher und heute".
Insgesamt behandeln die Gruppen 17 verschiedene Themen. Zur Vorstellung
der Ergebnisse erscheinen rund 60 Eltern (GW, 19.6.1985).
Am 25. Juni 1985 belegt eine Mädchenmannschaft im Tischtennis beim
Bezirksentscheid für "Jugend trainiert für Olympia" einen 1.
Platz und nimmt am Landesentscheid teil (GN, 2.7.1985). Dort belegt sie
einen 2. Platz.
Wie jedes Jahr besuchen auch am 4. September 1985 42 Kinder aus
Genemoiden mit ihren Lehrern die OS. Höhepunkte sind eine
Wanderung durch die Wilsumer
Berge und Spaß und Spiel im Schwimmbad. Der Gegenbesuch von 42
Kindern
der 6. Klassen erfolgt eine Woche später.
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1986 - Ingo
Wiesler, der 13 Jahre als
Lehrer,
Fachkonferenzleiter und zeitweilig als Konrektor an der OS tätig
war, wird am 20.11.1986 als Rektor der Grundschule Emlichheim in sein
Amt eingeführt.
Kultusminister Oschatz
kündigt an, dass zur Weiterentwicklung der
inneren Struktur der OS ein neuer Grundsatzerlass in die Anhörung
gegeben wird. Eine Reform der äußeren Struktur soll die
Möglichkeit bringen, als zusätzliches schulisches Angebot
eine Orientierungsstufe mit schulformbezogenen Klassen einzurichten
(GN, 18.12.1986). Der neue Grundsatzerlass tritt zum nächsten
Schuljahrsbeginn in Kraft. Besonders begrüßt wird von der
Schule, dass die Fachlehrer in Deutsch, Mathematik und Englisch
jeweils eine Wochenstunde nur 50 % der Schüler unterrichten. Das
zusätzliche schulische Angebot wird nicht in das Schulgesetz
aufgenommen.
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1987 -
Beim
Bezirksentscheid für "Jugend trainiert
für Olympia" belegt eine Mädchen-Volleyballmannschaft den 1.
Platz
und qualifiziert sich für den Landesentscheid (GN, 28.2.1987). Die
Schachspieler
der OS Emlichheim werden in der Gruppe der "Mädchen bis Klasse 6"
Landesmeister und in der Gruppe der "Schüler bis Klasse 6"
Landesvizemeister (GN, 17.6.1987).
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Für die Projektwoche vom 10. - 16.6.1987
wird das Thema "Unsere
Schule" gewählt. Beim anschließenden Elternabend werden
Bändertänze, Sketsche und Musiktheaterstücke gezeigt. Es
werden Hinweise zum richtigen Pausenfrühstück gegeben. Die
Eltern erhalten Gelegenheit, verschiedene Arten eines richtigen
Pausenfrühstücks auszuprobieren.
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Von 173 Kindern erhalten am Ende der Klasse 6
nur 25 (14,5 %) die
Empfehlung für das Gymnasium. Es kann nur eine Gymnasialklasse
eingerichtet werden.
Herr van Münster
wird Beratungslehrer der Schule und legt die
Prüfung am 22.9.1987 ab. Eltern nehmen die Einrichtung gut in
Anspruch. Im Oktober erstellt eine Schüler-Arbeitsgemeinschaft die
erste Schülerzeitung der Schule mit Namen "Dicky", die
reißenden Absatz findet.
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1989 -
Die
Volleyballerinnen der OS Emlichheim siegen
beim Landesentscheid von "Jugend trainiert für Olympia" (GN,
16.3.1988).
Im Landesfinale 1988 im Schulschach verteidigt eine
Mädchen-Vierermannschaft der OS Emlichheim ihren Titel aus dem
Vorjahr und wird zum zweiten Male "Landesmeister im Schulschach" (GN,
24.6.1988).
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In allen Grundschulen finden
Informationsabende über die Arbeit
der OS statt. Dies wird vom Schulleiter der OS begrüßt:
"Einer der wenigen vernünftigen Vorschläge im neuen Erlass!"
Die Schüler besuchen am vorletzten Tag vor den Sommerferien
ihre "neue" Schule, wodurch zweifellos Ängste abgebaut werden.
Durch die Gespräche zu Beginn des neuen Schuljahres zwischen
OS-Lehrer und Grundschullehrer werden Vorurteile abgebaut und
Begründungen für Schülerverhalten und Informationen
über ihre häusliche Umwelt gegeben.
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1975 - Im
Landesentscheid
"Jugend trainiert für
Olympia" kann eine Gruppe der OS Emlichheim den Titel eines
Landessiegers im Volleyball erfolgreich verteidigen (GN, 25.3.1989).
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Zum ersten Mal wird zum Schuljahrsbeginn
1989/90 an der OS eine
Kleinlerngruppe gebildet. Die Arbeit in dieser Gruppe mit lernschwachen
Schülern gestaltet sich positiv. Die Eltern bestätigen, dass
die Kinder wieder gern in die
Schule gehen. Schon in der Grundschule gab es für diese Kinder
Frustrationsprobleme.
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1990 -
Rektor Kösters
wird von der
Kreisverkehrswacht besonders ausgezeichnet. Seit 16 Jahren
beaufsichtigt er morgens vor Schulbeginn und mittags nach Schulschluss
den Busbahnhof und die Radfahrschüler und
kontrolliert die Verkehrssicherheit der Fahrräder (GE, 1.2.1990).
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1994 - Im
Überschwemmungsgebiet der Vechte
baut der Schulträger in der Nähe des Schulzentrums eine
große Schulsporthalle, die 1,9 Millionen DM kosten wird. (GN,
29.3.1994). Richtfest ist im September 1994 (GN, 10.9.1996). Die
Eröffnung erfolgt am
27.6.1997 (GN, 24.6.1997).
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1996 -
Rektor August
Kösters, seit Errichtung der
Orientierungsstufe im August 1973 ihr Leiter, seit 28 Jahren
Schulleiter in Emlichheim und seit 37 Jahren im Schuldienst in
Emlichheim, tritt zum Schuljahresende 1995/96 in den Ruhestand (GN,
29.6.1996). Auch nach seiner Pensionierung blieb August Kösters
aktiv. Als er 1959 nach Emlichheim kam, trat er sogleich in den Kirchenchor der Katholischen Kirchengemeinde
ein.Er übernahm dann kurze Zeit später die Leitung des
Chores. Seitdem dirigierte er über 40 Jahre lang die
Sängerinnen und Sänger von St. Cäcilia der St,
Josefskirche. Im Januar 2010 feierte er sein 50-jähriges
Chorjubiläum (GN, 6.1.2010).
Sein Nachfolger wird Detlef Garde, der vorher an
der
Realschule Uelsen tätig war (GN, 14.9.1996).
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1997 -
Vom
30.6. - 4.7.1997 findet an der Schule
eine Projektwoche unter dem Leitthema "Kinder der Welt - am Beispiel
Südamerika" statt. Die Ergebnisse werden wieder den Eltern am
Präsentationstag vorgestellt. Der Reinerlös von 5.000,- DM
unterstützt das Kinderbetreuungsprojekt "Verde Vida" (Grün
ist Leben) von Pater
Beda in Carto/ Nordbrasilien (GN, 11.7.1997).
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Das Bild zeigt den Schulleiter und den
Schulassistenten bei der
Übergabe des Spendenschecks an Pater Beda.
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1998 -
Als
unabhängige Initiative von Eltern,
Lehrern und anderen Förderern wird am 5. Mai 1998 der
"Förderverein der Orientierungsstufe Emlichheim" als
gemeinnütziger Verein gegründet, der mit Hilfe zahlender
Mitglieder und durch Spenden der Schule bei der Bewältigung ihrer
Aufgaben helfen will. Vorher gab es schon eine Elternkasse, die die
Schule bei der Anschaffung von zusätzlichen Lernmitteln
unterstützte.
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Nach längerer Zeit führt die Schule
am 19. und 20. Mai 1998
eine schulinterne Lehrerfortbildung durch. Themen sind:
1. Einsatz der "Neuen Technologien" im Englischunterricht,
2. Schriftliche Lernkontrollen in Deutsch,
3. Außerschulische Lernorte,
4. Einsatz "Neue Technologien" im Mathematikunterricht.
Am 2.10.1998 feiert die OS Emlichheim ihr 25-jähriges
Bestehen mit einem "kleinen offiziellen Festakt" (GN, 6.10.1998).
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1999-2000 -
In einer
gemeinsamen Pflanz- und Pflasteraktion
treffen sich Lehrer, Eltern und Schüler an vielen Wochenenden, um
den Schulhof neu zu gestalten und einen Baum- und Strauchlehrpfad
anzulegen. Ortsansässige Betriebe stellen kostenlos Maschinen und
Material zur Verfügung. Das Projekt wird von "Bingo-Lotto"
gesponsert (GN,
29.10.1999).
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Bei den Bundesausscheidungen für das
Fahrradturnier des ADAC wird
die Schülerin Anne
Oudehinkel, Klasse 5 b, 3. Bundessiegerin.
Außerdem nehmen Mannschaften der Schule beim Schachwettbewerb,
bei den Ausscheidungen für "Jugend trainiert für Olympia" in
Tischtennis und Volleyball teil und erringen Siege auf Bezirksebene
(GN, 9.3.2000); die Volleyballerinnen werden Landessieger (GN,
20.4.2000).
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2001 - Die
Mädchenmannschaft der OS Emlichheim
wird beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" erneut
Landessieger im Volleyball (GN, 9.5.2001).
Wie im Vorjahr wird auch im Schuljahr 2001/02 eine Kleinlerngruppe
eingerichtet, an der 12 Schüler beteiligt sind. Das gilt auch
für die folgenden Schuljahre.
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2002 -
Durch die
gemeinsamen Anstrengungen von Eltern,
Schülern, Förderverein, Samtgemeinde und den Einsatz
schulischer Eigenmittel kann der Computerraum der OS neu
ausgerüstet werden. Dadurch ist es möglich, auch moderne
Programme im Unterrichteinzusetzen.
Die Übergänge der 195 Schüler zum Schuljahresende
2001/02
zeigen folgendes Bild:
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Empfehlungen
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Übergänge
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Gymnasium
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28,7 %
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31,8 %
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Realschule
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31,8 %
|
33,8 %
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Hauptschule
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39,5 %
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34,4 %
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Der Prozentsatz der
Übergänge in das Gymnasium liegt
über der Durchschnittsquote der Übergänge der letzten
Jahre.
Wie im vergangenen Jahr finden an der Schule vom 19. - 21. August
wieder Verkehrserziehungstage statt. Bei Kindern soll das Bewusstsein
für Gefahren und Risiken im Straßenverkehr geweckt und
vorausschauendes Verhalten gefördert werden (GN, 13.8.2002).
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Im Schuljahr 2002/03 besuchen den 5.
Schuljahrgang 188 Schüler in
8 Klassen (davon eine Kleinlerngruppe), den 6. Schuljahrgang 170
Schüler in 7 Klassen (davon eine Kleinlerngruppe), zusammen 358
Schüler in 15 Klassen.
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Nach einem Landtagsentwurf für die
Novellierung des Schulgesetzes
soll die OS abgeschafft und durch eine neue Förderstufe ersetzt
werden. Die Förderstufe wird angebunden an eine Grundschule oder
eine weiterführende Schule wie HS, RS und Gy. Die jetzige
Aufteilung in A-, B- und C-Kurse wie an der OS soll wegfallen und durch
eine Differenzierung innerhalb der Lerngruppe ersetzt werden. Die
Defizite einzelner Schüler sollen durch Förderstunden
ausgeglichen werden. In einer Diskussion, an der rund 300 Eltern
teilnehmen, informieren der
Schulrat Udo Tiemann
und der Leiter der OS, Detlef
Garde, über die neue Schulreform. Eine Mutter
äußert in der Diskussion: "Die OS läuft doch gut! Das
Neue kann nichts werden, weil wir es alle nicht begreifen!" Mit dieser
Aussage erntet die Mutter viel
Beifall.
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2003 - Eine
Sponsorenaktion der OS
erbringt 20.000 €. Bei dieser Aktion zahlen die Sponsoren für jede
von den Schülern gelaufene Runde. Insgesamt kommen 4.777 Runden
zusammen, das entspricht 1.910.800 Metern. Das Geld kommt Kindern im
Irak zugute und geht an Unicef und an die Kirchen. Außerdem wird
ein Patenkind auf den Philippinen weiter gefördert (GN, 12.7.2003)
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2004 - Nach
Entscheidung der neuen CDU/
FDP-Landesregierung wird die OS zum 31.7.2004 aufgelöst.
Künftig besuchen die Schüler nach Klasse 4 die Hauptschule,
die Realschule oder das Gymnasium. Die Lehrkräfte werden an diese
Schulen versetzt. Rektor Detlef
Garde wird Schulleiter der Realschule Uelsen.
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Quellen:
- Schulchronik der
Orientierungsstufe Emlichheim, Band 1:
1973 - 1984; Band 2: 1984 - 1990; Band 3: ab 1996.
- Heinrich Eberhardt,
Emlichheim im Spiegel der
Schulchroniken, 1992, Seiten 197 - 206,
- Artikel aus der
örtlichen Presse, im Text angegeben.
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