Schulprojekt "Nederlandse Taal"
Rund
50 % der niederländischen Kinder mit Wohnsitz in der Grafschaft
Bentheim besuchen niederlänische Schulen. Das ist nach dem
Niedersächischen Schulgesetz nicht erlaubt. Es besteht aber ein
weiteres Problem: Ein Schulbesuch in den Niederlanden führt zu
einer Isolierung der Kinder in ihren neuen Heimatorten. Um dieser
Entwicklung zu begegnen, wurde Mitte 2006 die "Stiftung für niederländische
Sprache und Kultur in der niedersächsischen Grenzregion" (NTCN)
unter Beteiligung deutscher Kommunen, der Landesschulbehörde,
Schulleitungen und niederländischer Stiftungen gegründet. Die
wichtigsten Ziele der Stiftung sind:
- die Förderung
der niederländischen Muttersprache in Wort und Schrift,
- die
Integration niederländischer Kinder in deutsche Schulen und
die deutsche Gesellschaft,
- dezentrale
Unterrichtsangebote in der niedersächsischen Grenzregion zu den
Niederlanden,
- für die
Zukunft der Kinder eine Erleichterung von Ausbildung, Studium oder
Arbeit in den Niederlanden.
Der NTC-Unterricht wird
derzeit in der Grafschaft (Stand: 2011) an
Schulen in Bad Bentheim/ Gildehaus, Uelsen, Emlichheim, Laar, Nordhorn
und Neuenhaus/Veldhausen angeboten. Hinzu kommen drei Standorte im Emsland,
nämlich Rhede, Walchum und Haren. . Der
Unterricht umfasst vier
Unterrichtsstunden pro Woche und findet fast
ausschließlich im Rahmen des nachmittaglichen Unterrichts in Ganztagsschulen
statt. Die Muttersprache der Lehrkräfte ist
niederländisch. Für die Eltern entstehen pro Jahr Kosten in
Höhe von 60 Euro für Bücher und
Arbeitsmaterialien.
Auch anfallende Fahrtkosten müssen sie übernehmen. Die
niederländischen Lehrkräfte sowie weitere Ausgaben
werden über die Stiftung finanziert. Das Geld stammt
überwiegend
von der "NBO Nederlands", die wiederum vom niederländischen
Staat unterstützt wird.
Insgesamt unterrichten die
Lehrkräfte rund 120 Schüler
- weit überwiegend im
Grundschulalter. Bei einer entsprechend großen Teilnehmerzahl
ist aber auch der Unterricht in Real- und Hauptschulen sowie in
Gymnasien und Kindergärten möglich.
Für weitere
Informationen dazu steht der Stiftungsvorsitzende Steffan Glüpker
zur Verfügung:: E-mail Gluepker@te-online.de
oder Telefon 05921/ 32 600
(GN,
17.9.2011).