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Grundschule
Lage
seit
1643, ab 1967 Grundschule
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Im Jahre 1894 begann der Lehrer J. Götker mit dem
Schreiben der Schulchronik. Er
geht im 1. Abschnitt auf die Schulgemeinde bis zur
Gegenwart, im 2. Abschnitt auf die Schule bis zur Gegenwart ein, um
dann fortlaufend Eintragungen zur Gemeinde und zur Schule
vorzunehmen. Lage ist als Ansiedlung bei der Burg Lage entstanden. Im
17.
Jahrhundert kaufte der Droste von Twente, J. von Raesfeld, Herr von
Twickel die Herrlichkeit Lage, die seine Nachkommen bis zur
französischen Herrschaft (1812) als freie und unabhängige
Herrlichkeit besaßen.
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1614 - Im Staatsarchiv in
Osnabrück befindet sich ein fünfseitiges
Schreiben, das offenbar den Schulmeister J. Meiners betrifft. Es ist
unterzeichnet am Petritage von 4 Bürgermeistern der Stadt
Neuenhaus, u. a. Krull. Möglicherweise hatte Meiners gar nichts
mit Lage zu tun.
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1643 - Nach
Aufzeichnungen des Pastors J.
G. Sluyter wurde der erste
Lehrer in
Lage im Oktober 1643 angestellt. In diesem Jahr wurde Lage vom Grafen
Eustachius von Croy, der mit einer Tochter Wilhelm von Kettelers
verheiratet war, an Johann
von Raesfeld zu Twickel, verkauft. Nach
Aussagen von J. Götker
fehlen
über die ursprüngliche Schule in Lage alle Nachrichten.
Bekannt ist aber, dass hier bereits im Jahre 1643 ein gewisser Meynert
Laeman als Lehrer tätig ist. Er scheint hier wohl als
erster
Lehrer von dem Herrn von
Raesfeld angestellt worden zu sein.
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1656 - Den
scholmeister bewoont den Steen garde und iß von .. Ketteler
bestimmert (Der Schulmeister bewohnt den Steingarten und das ist von
.. Ketteler bestimmt.)
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1661 - Die Classis von Overyssel
bemüht sich sehr,
die Lehre der Reformation durch den Schulunterricht fortzupflanzen. Sie
bewirkt bei den Ständen der Provinz Overyssel, dass einige
schlecht
dotierte Schulstellen wie Denekamp, Losser, Tubbergen, Weerselo und
auch
Lage 50 Gulden jährlich aus dem Rentamte des aufgehobenen
Klosters
Albergen zugewiesen bekommen. Der Lehrer zu Lage erhält diese 50
Gulden
laut Quittung im Jahre 1661. Die Summe wird in jedem Jahr bis zur
französischen Herrschaft (1806) gezahlt. Außerdem
erhält
der Lehrer von jedem Kind wöchentlich einen Stüver; für
Kinder,
die am Rechenunterricht teilnehmen, muss das Doppelte gezahlt werden.
Für
Kinder, die am gesonderten Religionsunterricht teilnehmen, kann der
Lehrer
ebenfalls 2 Stüver verlangen (20 Stüver = 1 Gulden).
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1691 - Bei dem
nebenstehenden Gebäude
handelt es sich um die erste Schule
in Lage, die 1691 errichtet wird,
nachdem im Mai 1690 Amadea
von Flodorff van Raesfeldt, die auch schon
die evangelisch-reformierte Kirche im Jahre 1687 hat bauen lassen, der
Gemeinde neben einem Geistlichen auch die Einstellung eines Lehrers
zusagt. In einer entsprechenden Urkunde verpflichtet sich die
Gräfin, neben Pastor und Lehrer auch eine Schule zu finanzieren.
Bedingt durch den Einfluss der niederländischen Grafenfamilie, als
Eigentümer der "Herrlichkeit", wird Lage ein im kulturellen
Bereich fortschrittliches Gemeinwesen.
Die Schule liegt an der Nordwestseite der Kirche und wird 1791
erneuert. Sie wird bis zum Jahre 1858 als Schule genutzt und dient
später als Konfirmandensaal.
Sie wird sowohl von Katholiken als auch von Protestanten besucht. Das
Bild zeigt die Schule von 1691 am Tage ihres Abbruchs
1960.
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1692 - Anstellung
des Lehrers, Küsters und Organisten Hermannus Schradere durch Jacob,
baanderheer van en tot Wassenaar, heer van Opdam am 31. 12.
1692. Es wird erwartet, dass er aufrichtig und vertrauensvoll seinen
Dienst verrichtet und sich besonders der Jugend und den Schulkindern
widmet. Er soll sich im Sommer wie im Winter mit Fleiß
bemühen,
sie in Lesen, Schreiben, Singen und Beten gewissenhaft zu
unterrichten; außerdem soll er sie mittwochs und sonnabends mit
dem Lesen des Katechismus beschäftigen. ... Darüber hinaus
muss er sonntags vor der Predigt das Morgengebet sprechen und nach
Rücksprache mit dem jeweiligen Prediger fünf Hauptstücke
oder ein Kapitel aus der Bibel vorlesen, Kirche und Orgel sauber
halten und Uhrwerk und Glocke stets kontrollieren; mittags um
zwölf
und abends um neun Uhr läuten. Außerdem muss er sich stets
so führen, wie es sich für einen getreuen und
verantwortungsbewussten Lehrer, Küster und Organisten gehört.
Entsprechend seinen
Aufgaben soll er für seine Dienste ein festes jährliches
Gehalt genießen, ein freies Leben in der Gemeinde führen
und auch von Bürgerdiensten frei sein. Jedes Kind soll
wöchentlich einen Stüber an Schulgeld bezahlen. ...
Und schließlich
ist festgelegt, dass der derzeitige Küster, Lehrer und Organist
zu Lage jährlich zu Ostern den Schlüssel der Kirche, Schule
und Orgel an die Kirchentür hängen muss, damit der Herr von
Lage die Arbeit des Küsters, Lehrers und Organisten prüfen
kann, und damit entscheiden kann, ob er in seinem Dienst bleiben kann
oder auch nicht.
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1694 - Akte
über das Gehalt des
Organisten, Lehrers und Küsters zu
Lage, Hermannus Schrader
durch Jacob,
baanderheer van en tot
Wassenaar, heer van Opdam am 5. November 1694 : „...Für all
diese Dienste soll er, solange er angestellt ist, ein jährliches
festes Gehalt genießen, keine Belastungen seitens der Gemeinde
haben und auch von Bürgerdiensten frei sein; und jedes Kind muss
wöchentlich an Schulgeld einen Stüver bezahlen.
Außerdem
erhält er noch fünfzig carl. Gulden ( Anmerkung: =
Caroligulden nach Kaiser Karl V., in den Niederlanden wurde 1679 ein
Silbergulden eingeführt zu 20 Stüvern), die die Provinz
Overijssel für den Unterhalt des Lehrers in Lage beiträgt.
Auch
aus folgenden Kapitalien genießt er eine jährliche
Zuwendung:
Zu
Lasten des Erben Gerligs zu Denekamp ... -- 51 Gulden --
Aus
einem Kapital von 150 Gulden zu Lasten von Hartger aus Hilten gegen 5
Prozent -- 7. Gulden 10 Stüver
Der
slop tiende von Nienhuis aus Tübbergen bringt jährlich
sechs Scheffel Roggen und sieben Scheffel Gerste
Zusammen
125 Gulden – 1 Stüver – ½ Deute (?)
Dies
und darüber hinaus soll er die Ehre haben und genießen die
freie Wohnung und den Gebrauch meines Hauses und Hofes gelegen an der
Kirche, außer dem Dachboden des Hauses, der mir zur
Verfügung
steht. ...
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1703 - Anstellung
des Gerrit Martens
als Lehrer, Küster und
Organisten für
Lage durch Jacob,
baanderheer van en tot Wassenaar, heer van Opdam am
13. Dezember 1703
,
... ist darüber informiert, dass durch den Fortgang von Hermannus Schrader
die Dienststelle des Lehrers, Küsters und
Organisten in Lage vakant geworden ist. Somit ist es notwendig
geworden, für Kirche und Schule für diese Dienste wieder
eine passende Person einzustellen. Hochwohlgeborene Excellenz hat aus
Lage über Führung und Lebenswandel des Gerrit Martens Gutes
erfahren, und ist bereit, ihn als Lehrer, Küster und Organisten
für Lage anzustellen, in der Erwartung, dass er die Jugend in
der reformierten Religion, im Lesen, Schreiben, Katechisieren und
Rechnen mit Fleiß unterweist. Außerdem, dass er an
Glocken, Uhrwerk und Orgel gebührend seinen Dienst tut; mittags
und abends um neun Uhr muss geläutet werden, außerdem
während der Winterzeit morgens um fünf Uhr und während
des Sommers morgens um vier Uhr. Ferner muss er sich in jeder
Hinsicht so führen, wie es sich für einen treuen Lehrer,
Küster und Organisten gehört. Sollten über seine
Arbeitsweise Klagen laut werden, so würde er aus seinem Dienst
entlassen.
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1724 - Nach
dem Schulreglement für Lage
vom Jahre
1724 und 1754 erstreckt sich der Schulunterricht über die
fünf Hauptstücke der christlichen Lehre, über Lesen,
Schreiben, Rechnen und Singen. Der Unterricht findet vom 1. September
bis zum 1. Juni täglich morgens von 9 - 11 und nachmittags von 2 -
4 Uhr, außerdem für die größeren Kinder mittwochs
und sonnabends von 11 - 12 Uhr in
Religion statt. Die Kosten für die 9 Monate betragen 1 Gulden, 9
Stüver
und 2 Deute (1 Stüver = 10 Deute). Von altersher haben die
Prediger und Richter nach dem Schulreglement
für Lage 1724 die inneren und äußeren Angelegenheiten
der Schule zu ordnen. Dies gilt bis 1823. Von 1823 bis 1884 hat der
Königliche Oberkirchenrat der Grafschaft Bentheim in Verbindung
mit dem Königlichen Konsistorium zu Aurich die Aufsicht über
die Schule. 1884 wird die Schule unter
die Leitung der Königlichen Regierung zu Osnabrück
gestellt.
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1748 - Anstellung
von Jan Arent ten Bosch
als Küster, Lehrer und Organist
nach dem
Tode des Gerrit Martens
am 26. August 1648
„Auf
Grund guter Zeugnisse, die wir bekommen haben, über
Fähigkeiten
und guten Lebenswandel des Jan
Arent ten Bosch, haben wir ihn für
dieses Amt berufen und angestellt als Lehrer, Küster und
Organist für Kirche und Schule unserer Herrlichkeit Lage. Wir
erwarten und vertrauen darauf, dass derselbe seine Aufgaben mit
gebührendem Fleiß und Aufmerksamkeit wahrnimmt und
besonderen Wert darauf legt, dass die Jugend in der Wahrheit der
christlichen reformierten Religion erzogen wird und ebenso in Lesen,
Schreiben und Rechnen. Weiter soll derselbe stets auf Glocke, Uhrwerk
und Orgel acht geben und alles in Ordnung halten. Ferner hat er das
Läuten zu übernehmen und zwar: mittags um zwölf und
abends um neun Uhr; außerdem während der Winterzeit
morgens um fünf und während des Sommers morgens um vier
Uhr. Weiter möge er sich in jeder Hinsicht so führen, wie
man es von einem guten und getreuen Lehrer, Küster und
Organisten erwartet.
Für
all diese Dienste soll derselbe ein entsprechendes jährliches
Gehalt bekommen, und auch noch Bezüge und Vorteile genießen
können, die für diese Dienste anfallen. Der Boden seiner
Wohnung bleibt uns zur Verfügung. All diese Dienste sind an eine
korrekte Ausführung gebunden; sollten unverhofft begründete
Klagen laut werden, so kann derselbe aus seinem Dienst entlassen
werden.
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1769 - Anstellung
von Jan Hendrik ten Bosch als Küster,
Lehrer und Organist nach
dem Tode des Jan Arent ten
Bosch am 8. September 1769. J. H. ten
Bosch war damals 21 Jahre alt.
„Wir Jacob
Jan ...
geben bekannt, dass durch das Sterben des Jan Arent ten
Bosch das Amt des Lehrers, Küsters und Organisten vakant
geworden ist, und dass es dadurch notwendig ist, diese Stelle wieder
mit einer passenden Person wieder zu besetzen.
Da
wir über die Person Jan
Hendrik ten Bosch gute Beurteilungen
über seinen Lebenswandel und seine Eignung für diese Stelle
erhalten haben, wollen wir ihn, berufen und anstellen als Lehrer,
Küster und Organisten für Kirche und Schule unserer
Herrlichkeit Lage. In Erwartung und Vertrauen darauf, dass derselbe
seinen Dienst mit gebührendem Fleiß und Gewissenhaftigkeit
wahrnimmt, besonders in der Unterweisung der Jugend in der Wahrheiten
und Pflichten der christlichen reformierten Religion, als auch im
Lesen, Schreiben und Rechnen. Außerdem muss derselbe die
Glocke, das Uhrwerk und Orgel gewissenhaft pflegen und alles in
Ordnung halten: des Mittags um zwölf und des Abends um neun Uhr
läuten und zur Winterzeit morgens um fünf und während
des Sommers morgens um vier Uhr. Ferner muss er sich in jeder
Hinsicht so führen, wie es sich für einen guten und
getreuen Lehrer, Küster und Organisten gehört.
Für
all diese Dienste soll er ein entsprechendes jährliches Gehalt
bekommen, und seinem Dienst entsprechend noch einige Vorteile
genießen. All dies festgesetzt und besiegelt
Lage,
den 8. September 1769
Das
Gehalt besteht aus fl. 108. Außerdem ein freies Haus und Hof.
Die Auszahlung erfolgt über das Rentamt Lage.
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1821 - Lehrer Jan Hendrik ten Bosch
bittet am 27. März 1821 die Gräfin
van Wassenaer, ihn in den Ruhestand
zu versetzen. J. H. ten Bosch
hat
seine Ämter 52 Jahre ausgeübt und ist mittlerweile 73 Jahre
alt.
„Der
unterschriebene Lehrer von Lage gibt sehr ehrerbietig Ihrer
Hochgräflichen Excellenz zu verstehen, dass er wegen seines
hohen Alters und den dazu kommenden körperlichen Gebrechen, sich
genötigt sieht, aus diesen Gründen um seinen Ruhestand zu
bitten. Er bittet gleichzeitig demütigst darum, dass ihm für
das Alter eine jährliche finanzielle Zuwendung gewährt
wird, die den Kosten für Lebensunterhalt bezüglich Kost und
Kleidung und auch für gewisse Annehmlichkeiten und
Notwendigkeiten für das Alter entspricht, und damit für ihn
mit 73 Jahren keine finanziellen Schwierigkeiten auftreten können.
Dieses
schrieb J. H. ten Bosch."
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Rentmeister
Mellink gibt am 14. Juni 1821 öffentlich bekannt, dass für
Lage die Stelle eines Lehrers,
Küsters und Organisten frei wird:
„Der
Lehrer von Lage erhält jährlich vom
Rentamt f 50,--, über
das Kirchenamt zu seinem Gehalt f 40,--, zum
Gehalt ?? f 21.--, für
die Glockenpflege f 3,--, für
Brot und Wein beim Nachtm. f 9,-- =
f
120,--
(Anmerkung:
genau f 123,--)
„Die
Stelle des Schulunterweisers, Küsters und Organisten in der
Herrlichkeit Lage, Grafschaft Bentheim, ist vakant. Hiermit werden
Interessenten, die dieser Stelle zugeneigt sind und die erforderliche
Fähigkeit haben, in hochdeutscher und niederländischer
Sprache zu unterrichten und Orgel spielen können, aufgerufen,
sich schriftlich bis zum 1. August zu melden bei dem Prediger der
genannten Herrlichkeit oder beim Rentmeister von Twickel bei Almelo.
Darauf wird dann ein Tag für die Vorstellung festgelegt.
Das
jährliche Gehalt beträgt 108 niederländische Gulden
und freies Haus und Wohnung, außerdem das Gehalt für den
Unterricht an der Schule und für die Arbeit als Küster.“
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Anstellung
des Jan Hendrik Bauer
als Lehrer, Küster und Organist
nach der
Pensionierung des Jan
Hendrik ten Bosch.
„Wir, Maria Cornelia
Gräfin von Wassenaer, Frau von Lage, etc. etc.
geben bekannt, dass durch die Entlassung des Jan Arend ten Bosch das
Amt des Lehrers, Küsters und Organisten in Lage vakant wird, und
dass es dadurch notwendig wird, dieses durch eine passende Person
wieder zu besetzen.
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Wir
haben nun gute Beurteilungen
bekommen über Leistungen und guten
Lebenswandel des Jan Hendrik
Bauer. Wir wollen nun diesen berufen und
anstellen als Lehrer, Küster und Organisten für Kirche und
Schule in unserer Herrlichkeit Lage; in Erwartung und mit Vertrauen,
dass er für die Zukunft seinen Dienst mit gebührendem
Fleiß
und Umsicht wahrnimmt; und dies besonders bei der Unterweisung der
Jugend in den Wahrheiten und Pflichten des christlichen
Gottesdienstes und außerdem im Sprach-Unterricht in der
hochdeutschen und niederländischen Sprache, neben Lesen,
Schreiben und Rechnen usw. Außerdem soll er das Uhrwerk, die
Glocke und die Orgel pflegen, prüfen und in Ordnung halten.
Mittags muss um zwölf und abends um neun Uhr geläutet
werden, außerdem während des Winters morgens um fünf
und während des Sommers morgens um vier Uhr.
Ferner
muss er sich in jeder Hinsicht so führen, wie es sich für
einen Kirchendiener und treuen Lehrer gehört. Für all diese
Dienste soll er in den Genuss eines festen jährlichen Gehaltes
kommen von einhundertacht niederländischen Gulden, freies Wohnen
und einem Garten hinter dem Haus. Außerdem die Schulgelder (die
für jedes Schulkind gezahlt werden müssen) und Einnahmen,
die durch den Küsterdienst anfallen.
...
Niedergeschrieben
Haus Twickel, den vierundzwanzigsten September achtzehnhundert
einundzwanzig.
Gez. M.C. Gräfin van
Wassenaer“
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1826 - Gebührenzahlung
für Prüfung des H.
Zwitzers als Lehrer, Küster und
Organist
„Die
Gebühren und Auslagen des Königlichen Oberkirchenraths
für
die vorschriftsmäßige Prüfung und Bestätigung
des Heinrich Zwitzers
zum Schullehrer, Küster und Organisten zu
Lage betragen insgesamt 9 Rthlr. 10 Stüber, 4 ct.
Holländisch,
welche binnen vier Wochen zu berichtigen sind.
Nordhorn,
den 5ten May 1826
Der
ObKT ... (Unterschrift)
Obige
9 Rthlr. 10 Stüber, 4 ct. Sind heute richtig bezahlt.
Schultz,
Oberkirchenrath
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1830 - Gegenüber
der Kirche auf der Bleiche wird
durch den Patron von Lage 1830 eine neue
Schule gebaut. Als sich
herausstellt, dass die Lage zu feucht ist, wird sie 1854 (nach W.
Friedrich: 1858) zur Dorfmitte
verlegt, wo sie dann 1885 umgebaut wird. Sie ist Eigentum des
Schulpatrons und wird bis 1932 benutzt. Von 1932 bis 1940 wird sie als
Gemeindehaus genutzt und nach dem Kriege als Wohnhaus umgebaut, heute:
Haus Even. Die katholischen Kinder haben von ihrer Schulbehörde
die
Erlaubnis, bis zum 8. Lebensjahr (das 1. und 2. Schuljahr) die Schule
in Lage zu besuchen, um dann nach Neuenhaus zu
gehen.
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1833 - Der
Lehrer H. Zwitzers wechselt als Lehrer von
Lage nach Nordhorn
„Wohl
Edler Herr,
Gestern
Morgen erhielt ich den Bericht, dass man mich nach Nordhorn als
Adjunkt-Lehrer und Organisten berufen hat, und mich drängt,
möglichst bald zu kommen. Da
verschiedene Gründe mich anspornen dieser Berufung zu folgen, so
nehme ich mit die Freiheit, den Herrn Baron von Twickel hierüber
Kenntnis zu geben; unter Beifügung, dass ich vorhabe, mich zu
Beginn des folgenden Jahres dorthin zu begeben. Meinen
Schwager Roskott möchte ich bei dieser Gelegenheit Eurer Gunst
empfehlen.
Euer
untertänigster Diener Lage,
den 16. November 1833 H.
Zwitzers
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Anstellung
des Lehrers Verbeck-Borggreve
durch die Gräfin van Wassenaer.
Ferner werden alle Aufgaben aufgeführt, die er außer
Schulunterricht noch übernehmen muss: Kirche, Orgel,
Küsterdienst und Reinigung der Kirche und der Schule
„Wir,
Marie Cornelia Gräfin van Wassenaer, van Lage etc. etc. geben
bekannt:
Also
durch den Fortgang von Henrik
Zwitzers nach Nordhorn ist die Stelle
des Lehrers, Küsters und Organisten vakant geworden. Daher ist
es notwendig, dass diese Stelle wieder durch eine angenehme Person
besetzt wird. Aus guten Zeugnissen, die mir anvertraut wurden, habe
ich ersehen, dass ein Hendrik Verbeck – Borggreve einen guten
Lebenswandel führt und einen angenehmen Eindruck hinterlässt.
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Daraufhin
habe ich ihn berufen und angestellt als Schullehrer, Küster und
Organisten der Kirche und Schule der Herrlichkeit Lage.
In
Erwartung und Vertrauen, dass er die angeführten Pflichten mit
gebührendem Fleiß und Eifer wahrnimmt. In Sonderheit auch
durch das Unterweisen der Jugend in Wahrheiten und Pflichten des
christlichen Gottesdienstes und mit gutem sprachkundigen Unterricht
in der holländischen und deutschen Sprache; und dass er wohl
während des Sommers als auch während des Winters morgens
drei Stunden und nachmittags drei Stunden ohne Unterbrechung
unterrichten muss. Ferner muss er auf das Uhrwerk, die Glocke, Orgel
sowie auf die Totenbahre stets gebührend acht geben und alles in
Ordnung halten.
Läuten
muss er mittags um zwölf und abends um neun Uhr, außerdem
während der Winterzeit morgens um fünf und während des
Sommers morgens um vier Uhr. Zusätzlich muss er das Verläuten
von Toten übernehmen zu entsprechender Zeit. Jede Woche soll er
einmal Kirche und Schule gründlich fegen. Ferner muss er sich in
jeder Hinsicht so führen, wie es sich für einen
Gottesdiener und einen treuen Lehrer gehört.
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Für
all diese Aufgaben kommt er in den Genuss eines jährlichen
Gehalts von einhundertacht niederländischen Gulden, dazu
freie
Wohnung und einen Garten hinter dem Haus, ferner die Schulgelder und
Einnahmen, die ihm für die Arbeiten als Küster in der
Gemeinde zustehen.
Alles
nach den bekannten Bestimmungen aufgestellt unter Beachtung des
zweiten Teils des § 5 der Schulordnung vom 24. September
1824. Festgelegt
auf Schloss Twickel M. C. Gräfin von
Wassenaer
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Zeugnis
für Lehrer Verbeck –
Borggreve
„Hendrikus
Verbeck Borggreve, Sohn von H. Borggreve und Anna Maria Verbeck wird
zum Lehrer der Jugend ernannt, hat dafür auch die notwendigen
Schulen besucht und von seinen Lehrern die besten Zeugnisse erhalten.
Nach Beendigung der Ausbildung ist er nach Lage gekommen und hat hier
fast drei Jahre den Posten eines Unter-Lehrers bekleidet. Er hat auch
privat Unterricht gegeben und nicht selten den Dienst als Organist in
der Kirche angenommen.
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In jeder Hinsicht hat er seinen Dienst so
ausgeführt, dass die
Kinder unter seiner Anleitung gute
Fortschritte machten, ihm Achtung
und Zuneigung schenkten und gerne zu ihm in den Unterricht gingen.
Auch die Eltern verlangten nicht nach einem besseren Lehrer. Die
ganze Gemeinde urteilte in Einstimmigkeit, dass H. Verbeck-Borggreve
ein sehr guter Lehrer für die Jugend ist, und auch Anerkennung
für seinen Kirchendienst verdient. Der Genannte führt ein
vorbildliches Leben in Stille und Bescheidenheit, so dass er den
Kindern Tugend und gute Sitten durch Unterweisung lehrte, aber auch
durch eigenes Tun und Handeln.
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Wie
gerne der Unterzeichnete auch sieht, dass der Genannte hier in der
Gemeinde bleibt .... (?) ... so fühlt er sich verpflichtet, ihm
ein Zeugnis, wie es in diesem Schriftstück beschrieben ist, mit
vollster Überzeugung auszustellen.
Emlenkamp,
den 29. Oktober 1833 G. Groon
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Zeugnis
für H. Verbeck Borggreve
für einen einjährigen Dienst
an der Schule in Emlichheim
„Dass H. V.-Borggreve
mir während reichlich eines Jahres im
Unterrichten der Jugend mit Eifer und Fleiß beigestanden hat,
und sich gut geführt hat, bezeuge ich durch Unterschrift.
..(Unterschrift)
... Lehrer der Jugend zu Emlichheim - Abgegeben
den 30. Oktober 1833
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Der
Amtsvogt Brill stellt
dem Lehrer Verbeck Borggreve
ein gutes Zeugnis
aus über die private Betreuung
seiner Kinder
„Dem
hiesigen Unterlehrer Herrn Borggreve
gebe ich auf Verlangen hiermit
gern das Zeugnis, dass er während meines hiesigen häuslichen
Aufenthalts seit einem Jahre meine Kinder sowohl in öffentlicher
Schule als auch in besonderen Stunden im Lesen, Schreiben, Rechnen
und in den Regeln der holländischen und deutschen Sprache mit
allem Fleiß und zu meiner völligen Zufriedenheit
unterrichtet hat.
Emlichheim,
den 29. Oktober 1833 Brill,
Amtsvogt
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1834 - H.
Verbeck Borggreve wird nach
Lehrerprüfung für Lage vom
Oberkirchenrat als Lehrer, Küster und Organist angestellt.
„In
Erwiderung meines Schreibens vom 8. July d. j. benachrichtigen wir
Euer Hochwohlgeboren, dass wir für die erledigte Schul-,
Küster-
und Organistenstelle zu Lage gewählten Schul-Expertant Heinrich
Verbeck Borggreve aus Emlichheim gesetzlicher Vorschrift
gemäß
einer Prüfung unterworfen und ihn hinreichend tüchtig
befunden haben, und dass derselbe auf ordnungsgemäße
Präsentation von der Königlichen Landdrostei zu der
gedachten Stelle ernannt worden ist.
Neuenhaus,
d. 25. August 1834
Königlich
Großbritannisch – Hannoverscher Oberkirchenrath der
Grafschaft Bentheim (Unterschrift)
Benachrichtigung
für die Patronats-Herrschaft von Lage, Herrn Baron van Heeckeren
zu Twickel
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1852 - Der
Herr von Lage schenkt einem Schulfonds
unter
dem Namen "Wassenars Schulfonfs" 1.000 Gulden, aus welchem die
Schulbedürfnisse (Bücher, Hefte usw.) der Kinder bezahlt
werden sollen. Als dieser Fonds nicht ausreicht, fügt Pastor J.G.Slüyter
anläßlich seines 50-jährigen
Dienstjubiläums dem Kapital noch 200 Taler hinzu.
Außerdem schenkt er den Katholiken, die ein Viertel der
Bevölkerung von Lage ausmachen, noch 50 Taler.
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1854 - Der
Oberkirchenrat der Grafschaft Bentheim
genehmigt im Einverständnis mit der Königlichen Landdrostei
zu Osnabrück, dass preußisch
Brecklenkamp mit dem
Schulverband Lage vereinigt wird. Außerdem wird mehreren
Bauern
aus Grasdorf genehmigt, dass sie ihre Kinder nach Lage zur Schule
schicken.
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1871 - Brecklenkamper
Kinder gehen nach Lage zur Schule, obwohl die Gemeinde kirchlich
zu
Uelsen gehört. Daher soll auch die Schule Lage einen Teil der
Gelder erhalten, die vorher zur Schulförderung in voller Summe
nach Uelsen gingen.
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1884 - Lehrer H. Verbeck-Borggreve
bittet die Familie van
Wassenaer um Entlassung
in den Ruhestand nach 50jährigem Dienst an der Schule Lage.
„Lage,
den 28. März 1884
An
die Hochwohlgeborene Familie des Hauses Twickel
Der
hochwohlgeborenen Familie von Twickel erlaube ich mir untertänigst
vorzutragen
Folgend
einer Akte vom 24. Dezember 1833 hat mich der Hochwohlgeborene Herr
von Twickel, Lage usw. zum Lehrer, Küster und Organist der
Herrlichkeit Lage ernannt.
Im
Monat August d. J. sind also 50 Jahre seit meiner amtlichen
Anstellung als Lehrer von Lage vergangen. Ich bin froh darüber,
dass ich bezeugen kann, dass ich allezeit mit Lust und Liebe meinen
Dienst in der Gemeinde Lage verrichtet habe.
Ich
bin geboren am 29. November 1809, stehe also im 75sten Jahr meines
Lebens. Obwohl ich mich körperlich noch wohl befinde, sehe ich
mich doch wegen meines hohen Alters genötigt, um Entlassung zu
bitten zum 1. Oktober d. J.; da ich doch die Gebrechen des Alters
spüre und auf Dauer nicht mehr imstande bin, meinen Pflichten
gegenüber der Schule nachzukommen.
Es
ist für mich sehr beschwerlich, eine Beziehung beenden zu
müssen, der ich hier im Orte über ein halbes Jahrhundert
herzlich verbunden war.
Ich
nehme mir daher die Freiheit bei der bevorstehenden Entlassung meine
Beziehungen in die Gunst der hochwohlgeborenen Familie van Twickel
stellen zu wollen, in der Hoffnung und mit dem Vertrauen, meinen
Wunsch auf Ruhestand wohlwollend annehmen zu wollen.
Zum
Schluss erlaube ich mir, noch erwähnen zu dürfen, dass ich
auch bei dem Königlichen Oberkirchenrat der Grafschaft Bentheim
zum 1. Oktober d. J. um meine Entlassung gebeten habe.
Mit
dem Gefühl der vollkommenen Hochachtung habe ich die Ehre mich
zu nennen
Der
hochwohlgeborenen Familie des Hauses Twickel
Untertänigster
Diener H. Verbeck-Borggreve,
Lehrer.
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Lehrer Johann Götker
bewirbt sich bei Pastor Brink
um die frei
gewordene Lehrer-Stelle in Lage
„Holthausen,
den 13. August 1884
Sr.
Hochehrwürden Herrn Pastor Brink in Lage
Eure
Hochehrwürden wollen mir eine freundliche Bitte an Sie zu
richten gestatten. Am verflossenen Donnerstage war ich mit dem Pastor Hesse zu
Brandlecht nach Lage gekommen, um mich Ihnen vorzustellen
und um Ihr freundliches Fürwort bei der Wiederbesetzung der dort
bald vakant werdenden Schulstelle zu bitten. Leider trafen wir Sie
nicht zu Haus, und das der Montag wieder beginnende Unterricht einen
nochmaligen Besuch in der nächsten Zeit mir nicht mehr
gestattet, so nehme ich mit die Freiheit, auf diesem Wege mich Ihrem
freundlichen Wohlwollen zu empfehlen. Auf Veranlassung des Herr
Pastor Hesse habe ich auch auf der gräflichen Rentei unter
Anlage meines in Abschrift hierbei zur gefälligen Einsicht
angefügten Zeugnisses mich zu empfehlen erlaubt.
Wegen
meiner Herkunft und sittlichen Verhaltens dürfte ich mich auf
den Herrn Pastor Langen
und Herrn Pastor Voget
zu Holthausen
beziehen. Sollten Sie ein persönliches Herüberkommen
wünschen, so würde ich auf gefälligen Bericht dazu
gern bereit sein.
In
Hoffnung freundlicher Gewährung meiner ergebensten Bitte
verharre ich mit besonderer Hochachtung
Euer
Hochehrwürden ergebenster J. Götker
Abschrift
Prüfungs-
Zeugnis
Der
Seminarist Johann Götker,
geboren den 4. Januar 1861 zu
Brandlecht, Sohn des Landwirts Johann Götker zu
Brandlecht Amt
Bentheim hat nach vollendetem dreijährigen Cursus am hiesigen
Königlichen Schullehrer-Seminar von Ostern 1879 bis Ostern 1882
die Entlassungsprüfung bestanden und in derselben, sowie nach
Maßgabe seiner Leistungen während der Seminarzeit
folgendes Zeugnis erlangt:
I Fleiß
und Führung: sehr gut
II Lehrprobe
und Lehrbefähigung:
Lehrprobe: gut
Lehrbefähigung: genügend
III Leistungen
1.
Pädagogik: genügend
2.
Religion genügend
3.
Deutsch: genügend
4.
Geschichte: gut
5.
Rechnen/Raumlehre: genügend
6.
Naturbeschreibung/Physik/Chemie: genügend
7.
Geographie: gut
8.
Zeichnen: gut
9.
Schreiben: sehr gut
10.
Turnen: gut
11.
Musik
a)
Clavierspiel b) Orgelspiel c) Harmonielehre d) Violinspiel e)
Gesang: gut
12.
Fremde Sprachen:
a)
Latein -
b)
Französisch -
c)
Englisch -
13.
Bemerkungen: -
Aurich,
den 14. März 1882
Die Königliche
Prüfungs-Commision
Spieker
(Provinzschulrat) Müller
(Regierungsschulrat)
G.
van Senden, Gerdes,
H. Brandes,
E. Lemke, Eiben, W. Hering, T.A.Hoffmann
Aurich,
den 6. April 1882
Auf
Grund des vorstehenden Zeugnisses wird hierdurch bescheinigt, dass
der Johann Götker
zur provisorischen Verwaltung eines
Elementar-Schulamtes befähigt ist.
Hinsichtlich
der Bedingungen für die definitive Anstellung wird derselbe auf
§ 15 ff der Prüfungsordnung für Volksschullehrer vom
15. Oktober 1872 verwiesen.
Königlich
Preussisches Consistorium Abteilung für Volksschulsachen
Brandes
Die
Richtigkeit der vorstehenden Abschrift des Prüfungs-Zeugnisses
sowie die Genehmigung zur provisorischen Anstellung im
Elementar-Schulamte wird hierdurch beglaubigt.
Der
Ortsvorsteher D. Dirtisen
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Schreiben
von Pastor Brink an
den Baron van Wassenaer,
in dem er den Lehrer Götker
vorschlägt für die Stelle des Lehrers, Küsters
und Organisten für Lage
„Lage,
28. August 1884
...
Nachdem ich von sechs Lehrern Antwort erhalten habe, wende ich mich
an UWEd (?) um mitzuteilen, dass sich ein Götker aus
Ostfriesland bereit erklärt hat, die Stelle als Lehrer
anzunehmen. Dies hat er auch bereits mit einem Schreiben dem
Rentmeister Bitter
mitgeteilt: ich nehme an, das UWEd darüber
auch Kenntnis erhalten haben. Außer ihm, Götker, hat sich
noch ein anderer angeboten, hier eine „Lehrprobe“ abzulegen,
allerdings ohne sein Interesse an Lage zu erläutern. Der
genannte Wieferink
aus Bimolten hat vortreffliche Zeugnisse, und, so
wie ein mir bekannter Lehrer urteilt, würde dieser wohl alle
anderen, die eine Lehrprobe ablegen würden, wohl übertreffen.
Seine Zeugnisse sind auch besser als die von Götker, aber ob er
für Lage der geeignete Mann ist, wage ich, auf Grund dessen, was
ich über ihn weiß und erfahren habe, zu bezweifeln. Ob
aber Götker der
Mann ist, den wir haben müssen, kann ich
allerdings auch nicht sagen, da ich ihn auch weiter nicht kenne.
Seine Kenntnisse sind, wie ich bereits schon erwähnte, nicht so
wie die von Wieferink;
im übrigen aber höre ich über
ihn nur Gutes, und für ihn spricht, wenn ich mir erlauben darf,
dies zu erwähnen, dass er gern nach Lage möchte, so dass
wir hoffen dürfen, mit ihm einen guten Lehrer für Lage zu
bekommen, und der wohl auch von Lage nicht so schnell fortzieht, so
bald ihm eine bessere Stelle (ich meine bezüglich seines
Gehalts) angeboten wird. Da ich Götker im Ganzen nicht
genügend
kenne, möchte ich UWEd in aller Bescheidenheit das Nachfolgende
vorschlagen, wenn UWEd nicht schon selbst eine Entscheidung getroffen
haben. Ich würde gern in Gesellschaft von Bitter (den ich für
einen geschickten Mann halte, um auf vorsichtige Weise Informationen
einzuziehen bei den Einwohnern von Holthusen, wo Götker
augenblicklich angestellt ist) nach Ostfriesland zu reisen und dort
die Schule besuchen an der Götker unterrichtet, wodurch wir
über
seine Weise zu unterrichten ein besseres Urteil bekommen als bei
einer so genannten Lehrprobe. Wir würden das ebenso mit Bimolten
machen und ich würde dann gern das Resultat dieser Anhörung
UWEd mündlich mitteilen, es sei hier in Lage, wie UWEd es uns zu
unserer Freude bereits halb zugesagt haben, oder irgendwo anders, wo
UWEd es gerne besprechen möchten; doch mündlich geht es
besser als mit Feder und Tinte. Soll dann noch eine Lehrprobe in Lage
abgehalten werden, so kann dies natürlich geschehen, und ich
sollte von dieser meiner ursprünglichen Vorstellung nicht
abweichen, da es noch nicht darum geht, um über die Person der
beiden Lehrer zu entscheiden, die doch die ersten Stellen bei dieser
Entscheidung einnehmen. Die anderen vier Bewerber haben abgesagt, der
eine, da er erst kurze Zeit an seiner gegenwärtigen Dienststelle
angestellt ist, die anderen drei, da ihnen die Besoldung in Lage –
zumindest vorläufig – zu klein ist.
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Darf
ich derhalben UWEd ersuchen, mir mitzuteilen, wie UWEd über die
Angelegenheit denken, dass wir dann an einem bestimmten Ort ein
Treffen zur Besprechung vereinbaren und danach dann unsere Reise
einrichten können.
Den
letzten Brief von UWEd vom 19. August habe ich nicht gleich
beantwortet, da ein Teil des Inhaltes schon beantwortet wurde, mein
Schreiben, das ich gerade abgeschickt hatte und ich gerne erst die
Antworten der angeschriebenen Lehrer abwarten wollte.
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Bis
dass ein neuer Lehrer hier angestellt ist, was hoffentlich bis zum 1.
Oktober erreicht wird, wird wohl Borggreve in seinem Amt
bleiben; es
sei denn, dass der Oberkirchenrat es nicht gut findet, da B. zum 1.
Oktober um seinen Ruhestand gebeten hat, und ihm dann noch für
die Zeit der Vakanz die Unterweisung der Kinder aufgetragen wird.
Ferien können wir nicht geben, und das würde ich auch nicht
für gut halten, selbst wenn die Behörde es erlauben
würde,
damit Oktober die beste Zeit zum Lernen beginnt.
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Das Jubiläum
von Borggreve
hat hier in Lage viel Freude und
Aufregung verursacht. Die Schule, in der ein früherer Schüler
von ihm gesprochen hat, und die Kirche, in der ich den Festablauf
geleitet habe, waren beide dicht gefüllt mit Menschen. Im Ganzen
ist das Fest ein Schulfreudenfest gewesen, und UWEd haben nicht das
Wenigste dazu beigetragen. Ich war gerade beim Lehrer, als der Bote
von Twickel ankam. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass Sie
selbst Zeuge gewesen wären über die Freude die das kostbare
Geschenk und noch mehr der Brief von UWEd auslösten. Mit ..(?)..
ist dann später auch am Festtisch auf die Gesundheit UWEd
angestoßen worden.
Doch
ich muss jetzt schließen, da ich bis hierher noch keinen
Augenblick Zeit gehabt habe, um ...(?)... ...
Hochwohlgeborener
Herr UWEd Diener Brink
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Baron
van Heeckeren van Wassenaer hat sich
entschieden, Johann
Götker
als Lehrer für die Schule Lage
anzustellen
Wir Rodolphe
Frederik Baron
van Heeckeren van Wassenaer auf dem Hof Dieren, zugleich im
Namen des Grafen
W.C.P.O. Bentinck, auch als
Herren von Lage erklären:
Nachdem
dem Lehrer H.
Verbeck-Borggreve der Ruhestand gewährt wurde, ist
nun die Stelle des Lehrers, Küsters und Organisten in Lage
vakant geworden und muss nun durch eine tüchtige Person wieder
besetzt werden.
Wir
haben dann Erkundigungen eingeholt, um eine passende Person für
die Stelle als Lehrer, Küster und Organist zu finden, und haben
nun beschlossen, Johann
Götker aus Holthausen anzustellen. Das
Gehalt für diese Anstellung beträgt, einschließlich
eines Beitrags vom Reiche, jährlich neunhundert Mark, beginnend
am 1. November 1884.
Wir
ersuchen hiermit den Oberkirchenrat diese Benennung zu bekräftigen.
Festgelegt
auf dem Hof zu Dieren am 11. Oktober 1884
Gez. R. F. Baron van
Heeckeren van Wassenaer
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1885 - Der Oberkirchenrat
beanstandet die Einrichtung der Schule
und hält
eine Renovierung für nötig. Außerdem prüft er
die Leistungen der Schüler
„Nordhorn,
den 12. Mai 1885
Durch
die breite Gruppierung der Subsellien (Tische – Bänke) ist die
Beherrschung und einheitliche Führung der Klasse erschwert, ja
fast unmöglich gemacht. Die Subsellien sind deshalb umzustellen,
nachdem die Fenster von der Ostseite des Hauses nach der Nordseite
verlegt worden sind.
Der
mit Steinen gepflasterte Fußboden des Schullokales war ganz von
Nässe durchzogen, so dass ein längerer Aufenthalt in dem
Raume nachteilig auf die Gesundheit der Kinder wirken muss. Eine
Dielung mit gespundeten und in Leinöl getränkten Brettern
darf deshalb nicht weiter hinausgeschoben werden. Getrennte Aborte
für beide Geschlechter und ein Pissoir mit gesonderten
Ständen
für die Knaben fehlen gänzlich.
Die
älteren Subsellien müssen mit Rückenlehnen versehen
werden.
Die
Lehrmittel sind durch die notwendigsten Turngeräte (Reck,
Sprungständer mit Sprungbrett, Barren, Schwungseil und eine
genügende Anzahl von Stäben zu Stabübungen) zu
ergänzen.
Die
biblische Geschichte von Petri Heilung des Lahmen konnten die Kinder
erzählen und erklären; der Lehrgehalt derselben war aber
noch nicht erschlossen.
Lese-,
Schreib- und Singfertigkeit genügen, es muss aber die richtige
Körperhaltung beim Schreiben überwacht und der Neigung zum
Schreien beim Gesange entgegengewirkt werden.
Die
Stilübung war nicht vollständig aufgefasst und nicht
fehlerfrei wiedergegeben worden. Die zusammenhängende
Darstellung erzählter Stoffe und die unausgesetzte Pflege einer
fest geordneten orthographischen Bildung darf deshalb nicht weiter
versäumt werden.
Die
Hefte der Kinder gaben zu Ausstellungen keinen Anlass. In der
Heimatkunde befriedigten die Kenntnisse.
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Den
vorstehenden Extract aus dem Berichte unseres Kommissares,
Regierungs- und Schulrat Rietz,
über die am 11. d. M. zu Lage
abgehaltene Schulrevision übersenden wir Ew. Hochwohlgeboren
ganz ergebenst zur gefälligen Kenntnisnahme und Abstellung der
monierten baulichen Mängel an den Subsellien und dem ...(?).
Königlicher
Oberkirchenrat (Unterschrift)
An
Herrn Baron van Heeckeren
van Wassenaer Hochwohlgeboren Twickel
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1886 - Die Diensteinkünfte
der reformierten
Schulstelle zu Lage betragen jährlich 981 Mark. Sie setzen sich
aus dem Schulgeld (108 Gulden), aus Pachtgeldern (21 Gulden) und aus
freiwilligen Beiträgen des Herrn von Lage zusammen.
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1894 - Die Reihenfolge der bisherigen
Lehrer zu Lage
lautet:
- Meynert Laeman
1643 - ?
- Hermannus Schrader
5.11.1694 - ?
- Gerrit Martens
13.12.1705 - 1748
43 Jahre
- Jan Arend ten Bosch
26.8.1748 - 1769
21 Jahre
- Jan Hendrik ten Bosch
8.9.1769 - 27.3.1821
52 Jahre
- Jan Hendrik Bauer
24.9.1821 - 14.4.1826
5 Jahre
- Heinrich Zwitzers
5.5.1826 -
16.11.1833
7 Jahre
- Hendrikus Verbeck Borggrewe
24.12.1833 -
1.12.1884 51
Jahre
- J. Götker
ab 1. 12. 1884
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Der Lehrer J.Götker beschreibt die Schule
in der Schulchronik:
"Die Schule liegt fast mitten im Dorf. Sie ist in einem guten Zustande.
Das eigentliche Klassenzimmer ist 10,50 m lang und 6,35 m breit. Das
Licht kommt durch 5 große Fenster von der Nord- und Westseite
herein. Die am weitesten von
der Schule in Brecklenkamp wohnenden Kinder haben täglich einen
Weg
von 30 - 45 Minuten zu machen. Der hiesige Schulverband zählt 412
Einwohner;
es nehmen 76 Kinder am Unterricht teil. ... Der jetzige Schulinspektor
heißt
unser Pastor M. Brink
und der Kreisschulinspektor J.H.Nyhuis,
Pastor zu
Arkel".
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1895 - Auf
Anordnung des Kreisschulinspektors wird
wegen der großen Kinderzahl die Halbtagsschule
eingerichtet.
Nach Fertigstellung der Bentheimer Kreisbahn machen die Kinder
erstmalig einen Ausflug nach Bentheim,
an dem auch mehrere Erwachsene
teilnehmen.
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1913 - Lehrer Götker
bittet um seine Pensionierung
auf Grund seiner
Schwerhörigkeit
„Lage,
den 11. Februar 1913
Sehr
geehrter Herr!
Es
ist Ihnen gewiß nicht unbekannt geblieben, dass ich jetzt nicht
mehr unterrichte, und dass ein Vertreter für mich nun seit drei
Wochen hier angestellt ist; aber es würde sehr undankbar sein
von mir, wenn ich hierüber Ihnen keine Mitteilung machte, weil
ich doch durch Sie von dem Hause Twickel viel Gutes empfangen habe.
Da ich nun schon mit 52 Jahren von meinem Amte scheiden muß, so
tue ich es doch mit der inneren Beruhigung, dass solches nicht durch
meine Schuld, sondern durch Gottes Fügung also geschieht.
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Wohl
konnte ich in den letzten Jahren nicht mehr gut hören, allein
das war mir nicht sehr hinderlich; die Schwerhörigkeit aber nahm
zu, so dass ich jetzt leise Sprache in geringer Entfernung nicht mehr
verstehen kann und also die Arbeit in der Schule mir so erschwerte,
dass ich jetzt, wie zwei ärztliche Atteste bezeugen, hochgradig
nervös bin und mir das Unterrichten verbieten, und da ich ferner
für dauernd dienstunfähig erklärt worden bin, weil
meine Gehörschwäche als unheilbar bezeichnet worden ist, so
habe ich ein Gesuch um Pensionierung zum 1. April des Jahres bei der
Königlichen Regierung zu Osnabrück eingereicht. Eine
Antwort wird erwartet.
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Sollte
nun mit dem 1. April d. J. die hiesige Schulstelle durch einen
reformierten Lehrer ordnungsgemäß besetzt werden, so
käme
meine jetzige Wohnung dabei in Frage. Es ist mit gewiß zu
verzeihen, wenn ich dieselbe nur schmerzlich verlassen könnte,
die Wohnung, welche meine Frau und ich so sauber bewahrt haben, wie
unsere eigene. Ich wage deshalb die gehorsamste Bitte, die
Schulstelle durch einen unverheirateten Lehrer zu besetzen, der dann
bei uns wohnen könnte und uns also die Möglichkeit
verschaffte, in dem uns lieb gewordenen Hause auch ferner bleiben zu
können.
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Große
Elternfreude haben wir an unserem ältesten Sohne, der mit guten
Geistesgaben, aber auch durch eigenen Fleiß und gute Führung
sich selbst eine Lehrerstelle erworben hat. Unser jüngster Sohn,
jetzt 12 Jahre alt, ebenfalls mit gutem Verstande ausgerüstet
und der gerne lernt, möchte sich auch dem Lehrerberufe widmen.
Leider wird meine Einnahme durch die Pensionierung geringer und das
Studium des jüngsten Sohnes würde uns zu viel Geld kosten;
allein war tun Eltern nicht alles für ihre Kinder! Habe ich nun
durch Ihre werte Vermittlung bisher freie Wohnung sowie eine
persönliche Zulage von jährlich 200 Mark gehabt, so bitte
ich recht herzlich, mir dies auch fernerhin gewähren zu wollen.
Ich
würde diese Bitten nicht wagen auszusprechen, wenn ich nicht 28
Jahre im Dienste des wohlwollenden Hauses von Twickel als Lehrer in
Lage gestanden hätte, von welchem Posten mich Gott durch
Krankheit nun abruft; darf es aber um so mehr tun, da ich weiß,
dass ich in Ihnen einen wahren Freund habe, der meine Interessen in
jeder Beziehung würdig vertritt.
In
dankbarer Erinnerung bin ich Ihr ergebenster J.
Götker, Lehrer
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Nach
fast 30 Jahren in Lage tritt Lehrer J.
Götker zum 1. Mai 1913 in den Ruhestand. Der Lehrer Ludwig Sager (L-C-Sager)
aus Uelsen, gebürtig aus Schüttorf, wird vom Baron mit
Zustimmung der Königlichen Regierung, des Konsistoriums und des
Schulvorstandes zum Lehrer und
Organisten ernannt. Am 2.Juni 1913 wird
er von Pastor Busse
in sein Amt eingeführt.
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Die
Königliche Regierung
in Osnabrück bestätigt die
Einstellung des Lehrers Ludwig
Sager für die Schule Lage
„Wir
übertragen Ihnen hierdurch im Einverständnis mit dem
Königlichen Konsistorium in Aurich und dem Patron, Baron van
Heeckeren van Wassenaer, die mit dem Organistendienst organisch
verbundene Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule in Lage,
Kreis Bentheim, vom 1. Juni d. Js.
Eine
Ernennungsurkunde liegt an.
Zugleich
werden Sie verpflichtet, auf Verlangen gegen eine angemessene, im
Streitfalle von uns festzusetzende Entschädigung bis
wöchentlich
vier Unterrichtsstunden an den im Schulbezirk vorhandenen oder noch
zu errichtenden Fortbildungsschulen zu übernehmen.
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Mit
Ihrer Einführung ist der Ortsschulinspektor,
Herr Pastor Busse,
bei dem Sie sich vorher zu melden haben, beauftragt worden. Innerhalb
6 Wochen nach Ihrem Dienstantritte haben Sie sich dem Herrn
Vorsitzenden des Schulvorstandes vorzustellen.
Vor
Ihrem Weggange aus Ihrer jetzigen Stelle wollen Sie sich von Ihrem
Herrn Ortsschulinspektor verabschieden. Nach einer etwaigen Trennung
des vereinigten Amtes steht Ihnen nur das gesetzliche
Lehrergrundgehalt nach § 3 des Lehrerbesoldungsgesetzes vom 26.
Mai 1909 zu.
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An
den Lehrer Herrn Sager
in Uelsen, Kreis Bentheim.
Abschrift
zur Kenntnisnahme (Unterschrift)
An
den Herrn Baron van
Heeckeren van Wassenaer, Twickel (Holland)
Königliche
Regierung Abteilung für Kirchen und Schulwesen
Osnabrück,
den 29. März 1913
Auf
das Rundschreiben vom 20. d. Mts. Nr. 3389 wirdhingewiesen:
Wir
ersuchen den Patron von Lage, Herrn Baron van Heeckeren van
Wassenaer, umgehend darauf aufmerksam zu machen, dass die
Besetzung
der Lehrerstellen, auch soweit sie mit kirchlichen Ämtern
organisch verbunden sind, durch das Volksschulunterhaltungsgesetz vom
28. Juli 1906 geändert worden ist. Dem Patron steht nach §
62 nur noch ein Mitwirkungsrecht zu und zwar mit Rücksicht auf
das kirchliche Amt. Es wäre wünschenswert gewesen, wenn das
Königliche Konsistorium, welches ein Einvernehmen des Patrons
mit der für die Lehrerstelle in Aussicht genommenen Person
herbeiführen sollte, den Patron von der beabsichtigten
Pensionierung eingangs verständigt hätte. Indes ist dies in
den einleitenden Worten mit enthalten.
Wir
haben, da weitere Meldungen nicht eingegangen sind, den Lehrer Sager
zu Uelsen als durchaus geeignet in Vorschlag gebracht. Die Besetzung
der Stelle zum 1. Mai ist dringend erwünscht.
Gez. Gärtner
An
den Herrn Landrat in Bentheim
Der
Landrat Bentheim, den 31. März 1913
Abschrift
übersende ich zur gefälligen Kenntnis
(Unterschrift) An
Herrn Baron van Heeckeren
van Wassenaer zu Schloss Twickel
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Dem
Lehrer Götker
werden seine Bitten abgeschlagen
An
Herrn Lehrer Götker,
Lage
Twickel,
20. Mai 1913
Bezug
nehmend auf Ihr Schreiben vom 11. Februar beehre ich mich Ihnen
mitzuteilen, dass zum 1. Juni 1913 der Lehrer J. L. Sager aus Uelsen
zum Lehrer und Organisten von Lage ernannt ist, und bitte ich Sie
daher im Auftrag des Herrn Patrons die Lehrerwohnung gegen den 22.
Mai zu räumen, um sie für den neuen Lehrer zur Verfügung
stellen zu können.
Zugleich
bin ich beauftragt, Ihnen zur Kenntnis zu bringen, dass die
persönliche Zulage von jährlich M 200 mit Ihrer
Pensionierung aufhört.
Der
Rentmeister vom Gut Lage W.
Bitter
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An
der Feier des 25.
Regierungsjubiläums S.M. des Kaisers,
verbunden mit der Gedenkfeier
an die preußisch-deutsche Erhebung
vor 100 Jahren 1813, nehmen am 16. Juni 1913 neben der Bevölkerung
auch sämtliche Schulkinder teil, die anschließend mit Kuchen
und Limonade reichlich bewirtet werden.
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1914-1918 - Während
des Weltkrieges ist Lehrer Sager
zeitweise
zum Kriegsdienst eingezogen.
Er wird von einem Lehrer aus Bramsche
vertreten. Er kann seinen Dienst in Lage am 1. Dezember 1918 wieder
antreten.
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1919-1920
- Im
Schuljahr 1919/20 besuchen 39 Knaben und 34
Mädchen die Lager Schule. Im März 1919 finden die ersten Wahlen
zum Elternbeirat statt. Am 1.7.1920 wird Rektor Valentin der neue Kreisschulrat.
Damit geht ein jahrzehntelanger Wunsch der Lehrerschaft in
Erfüllung:
"Die von dem Ortspfarrer geführte kirchliche Schulaufsicht ging zu
Ende.
Sie wurde in die Hände eines Schulmannes - also des Staates -
gelegt". Im Herbst 1920 erhält Lage - auch die Schule -
elektrisches Licht,
das in der Wassermühle erzeugt wird.
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1921 - Der
Vorschlag der Regierung, bei 82 Kindern eine 2. Lehrerstelle zu
beschließen, wird vom Schulvorstand gegen die
Stimme des Lehrers abgelehnt, weil die Besoldung teilweise von der
Gemeinde zu
tragen ist.
In hochherziger Weise hat der Patron der Schule, Herr von Heekeren von Wassenaer
auf Twickel dem Lehrer 1.000 Mark für eine Wanderfahrt
in
die Berge zur Verfügung gestellt, die zur Porta Westfalica
führt.
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Herr Sager
klagt sehr
über den schlechten Zustand des
Klassenzimmers. In den Wintermonaten ist trotz zeitigen Heizens
die
Temperatur bei Schulbeginn selten über 4 Grad Celsius. Diese
Mängel sind verursacht durch
die großen, nicht allzu dichten Fenster, durch die hohe Decke und
durch die ungünstige Lage des Raumes nach
Norden.
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1922 - Am
1.4.1922 tritt das Grundschul-Gesetz
in
Kraft. Die Grundschule umfasst die ersten vier Jahrgänge und ist
von allen
Schülern zu besuchen. Die Vorklassen der Gymnasien werden
abgeschafft.
Nach den Richtlinien steht in allen Fächern das Arbeitsprinzip im
Vordergrund.
Die alte "Lernschule" soll abgeschafft werden.
Der erneute Versuch in Gegenwart des Kreisschulrates, eine 2.
Lehrerstelle zu beschließen, wird vom Schulvorstand wieder
abgelehnt.
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1923 - Im
April 1923 kommen wegen der Ruhrbesetzung
durch die Franzosen etwa 250 Schüler in die Grafschaft
Bentheim, davon 8 nach Lage, die hier auch die Schule besuchen. Lehrer Sager bittet um Trennung des
Kirchendienstes vom Lehreramt
Lage,
den 18. Juli 1923
Sehr
geehrter Herr Rentmeister!
Wie
ich von Herrn Bitter
hierselbst höre, wünschen Uw.
Wohlgeboren in der Angelegenheit der Trennung des Kirchendienstes vom
Lehreramte die Veranlassung zu erfahren, die zu diesem Vorgehen
führte.
Das
Volksschullehrer-Dienst-Einkommengesetz sagt in § 17: „Die
organische Verbindung zwischen Kirchen- und Schulamt ist zu lösen!
Die Trennung wird demnächst auf Grund eines in Bearbeitung
befindlichen Ausführungsgesetzes allgemein sein, sie kann aber
auf Antrag bereits jetzt schon erfolgen. Dies ist vielfach geschehen,
z. B. in Uelsen und Nordhorn.
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Die
Aufgabe des kirchlichen Amtes war zunächst nicht meine Absicht,
ich suchte mich vielmehr aus einem Verhältnis frei zu machen,
das meiner Stellung nicht entsprach. Ich bin der Ansicht, dass Kirche
und Schule Hand in Hand gehen müssen, allerdings unter voller
Wahrung der Rechte des Lehrers und des Organisten. Seitens des
Kirchenrates schien mit die letzte Auffassung nicht zu herrschen. –
Die Vergütung für den Kirchendienst war infolge der
Geldentwertung auf Null gesunken. Umso mehr hätte der
Kirchenrat, bzw. dessen Vorsitzender Anlass gehabt, in verschiedenen
Dingen mehr Rücksicht auf den Organisten zu nehmen, der seinen
Dienst gewissermaßen ehrenamtlich – d. h. ohne Bezahlung
ausübte. - - Es ist den meisten Mitgliedern des Kirchenrates
bekannt, dass ich mich seit Jahren bemühe, etwas Land zu
bekommen. Die Not zwingt mich dazu. Ähnliche Stellen sind in
Deutschland meistens reichlich dotiert; es ist mir nicht bekannt
geworden, dass der Kirchenrat sich jemals für meine Wünsche
eingesetzt hat und damit selbst zur Stützung des kirchlichen
Nebenamtes beitrug. Wenn ich auch nicht offiziell den Antrag stellte,
lag die Lösung doch nahe. Schon vor 3 ½ Jahren habe ich
den Gemeinde-Ausschuss darauf aufmerksam gemacht, leider ohne Erfolg.
Da ich nirgends Entgegenkommen fand, hielt ich mich für frei in
meinen Entschlüssen, und beantragte auf Grund des Gesetzes die
Trennung der genannten Ämter. Unter dem 31. 5. d. J. ist diese
von der Regierung ausgesprochen. Ich erklärte bei den
Verhandlungen, dass ich die Gemeinde nicht im Stich lassen würde,
falls man für das Kirchenamt keinen Ersatz fände.
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Diese
Angelegenheit, sowie die Übernahme des Vorsitzes im
Schulvorstande hätte ich gern mit Ew. Wohlgeboren bei Ihrer
letzten Anwesenheit in Ootmarsum persönlich besprochen, doch
sagte Herr Bitter mir
morgens, dass es fraglich sei, ob Sie, geehrter
Herr Rentmeister, selbst anwesend seien. Herr Bitter riet mir, die
Aussprache auf den Herbst zu verschieben, da Sie alsdann nach Lage
kämen.
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Ich
halte eine persönliche Aussprache in der Sache für
zweckdienlicher und bin dazu auf Wunsch stets bereit. Vielleicht ist
es Ihnen, sehr geehrter Herr Rentmeister, möglich, mir dazu
Gelegenheit zu verschaffen, und bitte ich gegebenenfalls um gütige
Nachricht.
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Allgemein
bedauere ich, dass die Grenzschwierigkeiten die persönliche
Fühlungnahme so sehr erschweren.
Zum
Schluss möchte ich den Dank aussprechen für die
Überweisung
des Geldes des Schulfonds in Guldenwährung. Es ist damit der
Schule jetzt in Zeiten der Not ein wesentlicher Dienst getan, da ich
Neuanschaffungen von Büchern in größerem Umfange
vornehmen konnte.
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Ich
möchte Sie, geehrter Herr Rentmeister, ergebenst bitten, bei der
Berichterstattung S. H. dem Herrn Baron den Dank der Schule und
respektvollen Gruß zu übermitteln.
Mit
dem Ausdruck vollster Hochachtung bin ich Ew. Wohlgeboren ergebenster
L. Sager
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1929 - Zum 1.
Januar 1929 wird erstmalig ein 2.
Lehrer
an die Lager Schule versetzt. Die Regierung drängt auf den Bau
eines 2. Klassenraumes. Sie ist bereit, den Bau in der
Hauptsache zu
finanzieren. Wegen der eigentümlichen Rechtsverhältnisse, die
in dem Vertrag des Schulpatrons mit der Gemeinde festgelegt sind,
verzögert sich jedoch die Bauausführung. Vorübergehend
wird der Schule vom Kirchenrat das Konfirmandenhaus zur Verfügung
gestellt, so dass alle Jahrgänge am Vormittag unterrichtet werden
können.
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1930 - Lehrer Sager wird nach
17 Jahren erfolgreicher
Arbeit in Lage zum 1. April 1930 als Hauptlehrer
nach Neuenhaus
versetzt.
Sein Nachfolger wird Lehrer Heinrich
Kip.
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Im Herbst 1930 teilt der Patron mit, dass er
die Absicht habe, den mit
der Gemeinde Lage abgeschlossenen Vertrag zum 1.4.1932 zu
kündigen.
Dadurch wird der Bau eines
zweiklassigen Schulhauses mit Lehrerwohnung
immer
dringlicher.
Da der Kirchenrat der Schule das Konfirmandenhaus in den Wintermonaten
nicht mehr überlassen will, muss die Mittelstufe wieder
nachmittags
unterrichtet werden. Dies ist bei den weiten und schlechten Wegen ein
unhaltbarer
Zustand, da manche Kinder erst in der Dunkelheit nach Hause kommen.
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1932 - Der Schulneubau wird
wegen der geringen
Leistungsfähigkeit der Gemeinde überwiegend von der Regierung
bezahlt. Die Einweihung
findet unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am 3.
November
1932 statt. Die alte, einklassige 1854 erbaute Schule, die
Eigentum
des Barons ist, ist nunmehr verwaist. Sie wird bis 1940 als
Gemeindehaus
verwendet und nach dem Kriege als Wohnhaus umgebaut. Aus finanziellen
Gründen
hat der Neubau ein Flachdach. Das Erdgeschoss enthält einen
großen
Flur und zwei Klassenräume. Im Obergeschoss befindet sich die
Wohnung
des 1. Lehrers. Das Gebäude ist völlig unterkellert.
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1933-1945 - Die
Seiten von 1933 bis 1945 wurden
zunächst auf Anweisung der Militärregierung aus der
Schulchronik entfernt und dann 1963 wieder eingeklebt.
Bei der Volksabstimmung am 29.3.1936 stimmen alle erschienenen
Stimmberechtigten mit "Ja!" Die Kinder beteiligen sich immer
wieder an Geldsammlungen
und Sammlungen von Naturalien für die NSV. Die jetzt vom Lehrer
und
den Schülern durchgeführten Elternabende werden als
"Schulgemeinschaftsabende" bezeichnet. Ihr Sinn ist, den Eltern einen
Einblick in die Arbeit und Aufgabe der Schule des 3. Reiches zu geben.
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Mit Beginn des Schuljahres 1938/39 werden auch
die katholischen
Schüler, die bislang vom 3. Schuljahr an die Katholische
Volksschule in Neuenhaus
besuchten, in die Gemeinschaftsschule
Lage eingeschult.
Um den Mehrverbrauch an Seide (für Fallschirme) während des
Krieges zu decken, wird an allen Schulen Seidenraupenzucht betrieben.
Da in Lage
von 500 Maulbeerpflanzen (als Futter für die Seidenraupen) nur
wenige
angegangen sind, kann die Zucht nicht betrieben werden.
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In der Schulchronik wird vom Lehrer Kip ausführlich auf
die Auswirkungen des Krieges
in der Grafschaft und in Lage eingegangen.
Auf Anordnung der Regierung beginnt der Unterricht für die unteren
4 Jahrgänge nach dem Einmarsch der alliierten Truppen wieder am
29. August
1945.
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1946-1947 - Kurz
vor Ostern 1946 kommen mehrere Flüchtlinge
hauptsächlich aus Schlesien nach Lage. Die Schülerzahl steigt
stark an und beträgt zum Schuljahrsbeginn 1947/49 95 Kinder.
Erst zum 1. Dezember 1947 wird die 2.
Lehrerstelle wieder besetzt, so
dass
dann wieder normaler Unterricht möglich ist.
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1949 - Vorübergehend
muss Lehrer Kip nach
Versetzung der 2. Lehrerin wieder alle
Kinder allein unterrichten. Er
schreibt darüber: "Das war aber dadurch bedeutend erschwert, dass
in der Mittel- und Oberstufe 81 Kinder waren, die nicht in einem
Klassenraum unterrichtet werden konnten. Es blieb keine andere
Wahl, als die Mittelstufe nachmittags zu unterrichten."
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1950 - Als
das große Ereignis eines jeden
Schuljahres wird der große Ausflug
mit dem Omnibus angesehen, der
jedes Jahr zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten führt. 1950
führt er im
Sauerland zur Möhnetalsperre und zur Dechenhöhle, auf der
Rückfahrt
noch zum Zoo in Münster. Herr Kip schreibt dazu: "Wenn
auch
infolge
der langen Anfahrtstrecke ein solcher Ausflug eine Anstrengung
bedeutet,
so kann man seine Berechtigung nur bejahen. Viele neue Eindrücke
können
den Unterricht befruchten und unklare Vorstellungen werden zu
Begriffen."
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1954 - Im
Schuljahr 1954/55 geht die Schülerzahl
auf 49 zurück, seit 60 Jahren die geringste Schülerzahl.
Ostern
1956 steigt sie wieder auf 62 Schüler, so dass die 2. Lehrerstelle
wieder besetzt werden kann. Wegen der schlechten Wohnverhältnisse
erfolgt
in den kommenden Jahren ein häufiger Wechsel des 2. Lehrers.
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1960 - Die älteste Schule von
Lage, die 1691
erbaut und 1791 erneuert wurde, wird abgerissen. Sie diente bis zum 2.
Weltkrieg
als Konfirmandensaal und beherbergte nach dem Kriege Flüchtlinge.
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1962 - Die Schulpflicht wird
von 8 auf 9 Jahre
erhöht. Die Lager Schüler absolvieren das 9. Schuljahr in
Neuenhaus.
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1964-1965 - Im
Sommer 1964 feiert Lehrer Kip
sein 40-jähriges
Dienstjubiläum, zu dem die Regierung, der
Schulrat sowie die Schul-
und Kirchengemeinde herzlich gratulieren. Ebenfalls im Sommer
1964
wird der neue Sportplatz
seiner Bestimmung übergeben. In Sitzungen
des
Gemeinderates und der Elternschaft erfolgt nach lebhaften
Aussprachen
die Zustimmung, dass die Schüler des 7. und 8. Schuljahres die
Mittelpunktschule
in Neuenhaus besuchen. Vorausgesetzt wird, dass es Fahrgelegenheiten
mit
dem Schülerbus gibt. Zum Ende des Schuljahres 1964/65 wird Lehrer Kip aus gesundheitlichen
Gründen nach 35-jähriger Schulleitertätigkeit in Lage
vorzeitig in den Ruhestand
versetzt
(GN, 8.7.1965). Sein Nachfolger
wird der Lehrer Manfred
Zander, der seit 1953 als Lehrer an der Volksschule Neuenhaus
tätig
war.
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1967 - Auf
Beschluss der Elternversammlung werden die Schüler des 5.
Schuljahres ab 1. April 1967 nach Neuenhaus
abgeschult
Damit behält die Schule nur die Schuljahrgänge 1 - 4
und
wird somit reine Grundschule. Die Schule besuchen nur noch 58
Schüler. Nach der Anschaffung von neuem Gestühl schreibt
Lehrer Zander:
"Durch
speziell angewandte pädagogische
Unterrichtsmethoden und mit
Einsatz gezielter Arbeitsmaterialien wird ein 100%ige Förderung
der
Schüler möglich sein, um eine Leistungsdifferenz
gegenüber
dem vollausgebauten Schulsystem in Neuenhaus auszugleichen.".
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1971 - Erstmals
erhalten die katholischen Kinder in der
Schule Katholischen
Religionsunterricht durch Pastor Lukas und brauchen
nicht mehr nachmittags nach Neuenhaus, zuletzt nach Uelsen zu fahren.
Der
Evangelische Religionsunterricht wird von Pastor Lange
erteilt.
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1974-1976 - Die
Schülerzahl der Schule ist 1974 auf 83
gestiegen. Dadurch ergibt sich eine räumliche
Enge in beiden
Klassenräumen: 1./2. Schuljahr: 46 Schüler und 3./4.
Schuljahr 37 Schüler. Erst im Schuljahr 1976/77 gelingt es, einen
Klassenraum in der gegenüberliegenden Gastwirtschaft, die schon
seit Jahren geschlossen ist, und eine 3. Lehrkraft aus Neuenhaus zu
erhalten. Die Verteilung ist: 1./2. Schuljahr: 38 Schüler, 3.
Schuljahr: 23 Schüler und 4. Schuljahr: 21 Schüler.
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1987-1980 - Lehrer Zander wird
durch einen Autounfall
dienstunfähig und im Januar 1980 vorzeitig in den Ruhestand
versetzt (GN, 30.1.1980).
Der Lehrer Wilhelm Snippe,
seit 1957 Schulleiter in Grasdorf, wird
zunächst ab Januar 1979 mit 10 Wochenstunden nach Lage abgeordnet
und im Laufe des Schuljahres 1979/80, nachdem die Grundschule
Grasdorf Außenstelle
der Grundschule Neuenhaus geworden ist, als Schulleiter nach Lage
versetzt.
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1981 - Nach Auszug
der Familie Zander
wird die
Lehrerwohnung im Obergeschoss zu zwei Klassenräumen, Lehrerzimmer
und Lehrmittelraum umgebaut.
Es werden eine neue Treppe und neue
Toilettenanlagen geschaffen; im Keller wird eine neue Gasheizung
eingebaut. Jede Jahrgangsklasse hat
jetzt einen eigenen Klassenraum.
Das Bild zeigt den Eingang zur Schule nach dem Umbau.
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1985 - Im
April 1985 nimmt die Grundschule Lage am Wettbewerb "Schüler
lesen Platt" teil, an dem sich 130
Schüler aus der Grafschaft beteiligen. In der Gruppe 3./4.
Schuljahr erringt eine Schülerin aus Lage den 2. Preis.
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1986 - Der
Lehrer Wilhelm Snippe
feiert sein 40-jähriges
Dienstjubiläum.
Direkt vor der Schule wird eine
Druckampel installiert. So wird mehr
Sicherheit für die Schulkinder im Straßenverkehr
gewährleistet (GN,
27.9.1986).
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1988 - Am
13. Juni 1988 wird der Schulleiter Wilhelm
Snippe in einer Feierstunde aus dem Schuldienst verabschiedet
und in
den Ruhestand versetzt, Nach dem Studium in Wuppertal wurde er 1950
Lehrer in Alexisdorf und ab 1952 Schulleiter der dortigen Schule. 1956
wechselte er zur
Volksschule Grasdorf, wo er 23 Jahre Schulleiter war, bis er 1979
Schulleiter
in Lage wurde (GN, 15.6.1988).
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Seine Nachfolgerin
wird die Lehrerin Beatrice Wangenmacher, die
schon
seit 1979 an der Grundschule Lage tätig ist. Sie ist die erste
Schulleiterin im Bereich der Samtgemeinde Neuenhaus und an der
Grundschule Lage. Ihre
besondere Vorliebe gilt der musischen Erziehung (GN, August 1988).
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1993-1996 - Da
das alte Grundschulgebäude einen
reibungslosen Schulbetrieb nicht mehr erlaubt, plant die Samtgemeinde
Neuenhaus, beim
Dorfgemeinschaftshaus ein neues
Schulgebäude zu errichten. Es soll
über vier Klassenräume verfügen, mit einer erweiterbaren
und vielfältig nutzbaren Pausenhalle ausgestattet werden und
ausreichend
Platz für die Lehrer sowie für Lernmittel, Bücherei und
Werkunterricht
bieten. Die neue Schule soll 2,1 Millionen DM kosten (GN, 18.5.1993).
Die
Realisierung scheitert jedoch an den fehlenden Finanzen. Nachdem
sich
die Mehrheit des Neuenhauser Rates für den Wiederaufbau des
Osterwalder
Hallenbades entschieden hat, mahnen der Elternrat und die Schulleiterin
den Neubau der Grundschule Lage in einem Artikel des GN vom 23.7.1994
an.
Der Kritik von Eltern und Lehrern widerspricht ein Mitglied des
Samtgemeinderates,
indem er ausführt, dass die Wiedereröffnung des Hallenbades
in
Osterwald nicht den Schulneubau in Lage gefährde (GN, 29.7. und
Gegendarstellung
der Schulelternratsvorsitzenden der Grundschule Lage vom 30.7.1994).
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Nach
der Entscheidung des Rates, dass das Hallenbad nicht wieder
geöffnet wird, und einer Bedarfszuweisung durch die
Bezirksregierung in Höhe
von 500.000 DM soll das alte
Schulgebäude umgebaut und erweitert
werden
(GN, 23.12.1994 und 19.1.1995). Mit dem Umbau wird im September 1995
begonnen. Der Altbau soll ausreichend Platz für 4
Klassenräume bieten. Im Vorderbereich des dahinterliegenden
Neubaus werden Lehrerzimmer, Sekretariat und sanitäre Anlagen
untergebracht. Im hinteren Bereich entstehen eine Pausenhalle, ein
Werkraum und eine Schulbibliothek neu. Eine mobile Trennwand soll
wechselnde Nutzungen zulassen (GN, 19.8. und 30.9.1995). Nach
einjähriger Bauzeit wird das neue Grundschulgebäude feierlich
von den Schülern und Lehrern in Besitz genommen (GN, 3.9.1996).
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1999 - Nach
einem von der Sonderschule Neuenhaus
erarbeiteten Integrationskonzept
"Lernen unter einem Dach" verbleiben
alle Kinder mit
Problemen beim Lernen, im Verhalten, in der Sprache und beim Sprechen
in
der Grundschule und werden hier unter Einschaltung von
Sonderschullehrern
entsprechend gefördert. In Lage wird die sonderpädagogische
Grundversorgung
ab 1.8.1999 sofort für alle vier Jahrgänge bereitgestellt
(GN,
10.7.1999).
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2001 - Die
Einführung der "Verlässlichen
Grundschule" erfolgt in den Grundschulen Neuenhaus, Veldhausen,
Georgsdorf und Osterwald zum 1. August 2000, in der Grundschule Lage
jedoch nach Entscheidung der
Gesamtkonferenz erst ein Jahr später. Die Einführung der
Verlässlichen
Grundschule bedeute eine einschneidende strukturelle und
pädagogische
Veränderung. Deshalb sei eine gründliche und umfassende
Vorbereitung
erforderlich. Um pädagogische Konzepte zu entwickeln, Kontakt zur
Orientierungsstufe aufzunehmen und die Entwicklung des Schulversuchs an
anderen Schulen zu
beobachten, brauche die Grundschule Lage noch das Jahr 2000, schreibt
die
Schulleiterin an die Samtgemeinde (GN, 15.7. und 2.12.1999).
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2003 - Die
Schüler der Klasse 4 der Grundschule
Lage beteiligen sich an der Aktion der Grafschafter Nachrichten zur Behandlung
der Zeitung im Unterricht (GN,.21.3.2003).
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2007 - Aus persönlichen
Gründen gibt
die Rektorin Beatrice
Wannenmacher die Leitung der
Grundschule Lage, die sie seit 19
Jahren geleitet hat, zum Schuljahrsende 2006/07 ab. In einer
bewegenden Abschiedsfeier danken ihr Schüler, Lehrer und Eltern
und alle sonst an der Schule Beteiligten für ihre engagierte
Arbeit für die Schule. Ihr ist es zu danken, dass die Schule 1996
saniert und erweitert wurde. Vor allem im neuen Mehrzweckraum konnte
die studierte Musiklehrerin die Kinder mit ihrer Begeisterung fürs
Singen und Tanzen, Musizieren und Theaterspielen anstecken. Die
kommissarische Leitung der Schule übernehmen zunächst Frau Elke Britzke und Frau Elke Staelberg. Frau Wannenmacher führt
aus, dass sie das Gefühl habe, ihre Aufgabe in Lage erledigt zu
haben. Es sei gelungen, eine "beseelte Atmosphäre" und einen
"Lebensraum Schule" zu schaffen, in dem Lernen
Freude macht (GN,14.7.2007).
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2008 - Der PC-Raum der Grundschule Lage
erhält eine neue Ausstattung. Neben dem PC für die Lehrkraft
werden zehn Schülerarbeitsplätze neu eingerichtet. Die
Hälfte der Kosten in Höhe von 10.000 € übernimmt die
Samtgemeinde. Die andere Hälfte finanzieren die Firma Erfo,
die Gemeinde Lage und die Grafschafter Volksbank (GN, 18.3.2008).
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Eine
Ausstellung in
der Grundschule erinnert an die wechselvolle und einzigartige
Geschichte der "Herrlichkeit Lage". Mit Unterstützung des
ehemaligen Lehrers an der Grundschule Lage und späteren
Schulleiters der Grundschule Wilsum Alois Brei haben Mitglieder
der Dorf-, Burg- und Mühlenfreunde in privaten und
öffentlichen Archiven nach Zeugnissen der Geschichte Lages
geforscht. Ein Glücksfall war dabei das Archiv in Twickel, wo die
meisten historischen Dokumente lagern. An einer Tafel haben die
Schüler der 4. Klasse ihre Suche nach geschichtlichen Zeugen in
ihrem Heimatort beschrieben. Weitere Themen sind die Geschichte der
Burg bis zu ihrer Zerstörung 1626, des Herrenhauses, der
Mühle und der Kirche. Alte Hausansichten aus der Zeit um 1900
zeigen den Alltag der Menschen. Ein Kapitel beschäftigt sich mit
der Schule, wobei die Lehrer Ludwig
Sager und Heinrich Kip
zu den verlässlichsten Chronisten gehören (GN, 27.6.2008).
Nach fünfjähriger Arbeit stellt der Verein dann kurz vor
Weihnachten die mehr als 300 Seiten umfassende Dorfchronik "Lage - Geschichte und
Geschichten" (siehe Internet) der Öffentlichkeit
vor (GN, 23.12.2008).
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Die
neue Schulleiterin,
Frau Elfriede
Funk, ist seit Schuljahrsbeginn 2008/09 an der Schule Lage
tätig und wird jetzt durch Schulrat Tiemann offiziell
in ihr Amt eingeführt. Frau Funk ist 59 Jahre alt. Nach
ihrem Studium in Osnabrück war sie ab 1972 an der Stadtflurschule
tätig. Es folgten 1976 die Anne-Frank-Sonderschule, 1981 die
Altendorfer Schule und 1995 die Burgschule, alle in Nordhorn. Sie hat
das Montessori- Diplom erworben und sich besonders im
musisch-kulturellen Bereich weitergebildet (GN, 15.11.2008).
2010 - GN-Projekt KLASSE-KIDS
Einen bunten
Frühlingsstrauß haben
Schüler der 4. Klasse der Grundschule Lage bei ihrem Besuch
in der GN-Druckerei mitgebracht. Sie bedanken sich für die
Teilnahme am GN-Projekt KLASSE-KIDS. (GN, 30.3.2010)

2011
- Zirkus
Die Grundschule und der Kindergarten aus Lage beteiligen sich an einem Zirkusprojekt. Die Kinder haben
gemeinsam mit einem Team des
Kulturzentrums "Burantino" aus Ostfrriesland ein Zirkusprogramm
einstudiert, das sie ihren präsentieren (GN, 13.5.2011).
Nachruf
Wilhelm Snippe,
der ehemalige Schulleiter von
Grasdorf und Lage, ist am 17. Novenber 2011 im Alter von 85
Jahren gestorben. Nach seiner Berufstätigkeit ist er am 31. Juli
1988 in den Ruhestand getreten. Etliche Schülergenerationen
durften ihn als fürsorlichen Lehrer erleben. (GN, 18. und
24.11.2011)
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Weitere Informationen
finden Sie im Internet:
www.grundschule-lage.de
Die Adresse
lautet. Grundschule Lage. Dorfstr. 69. 49828 Lage -
Telefon: 05941 - 783.
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Quellen:
- Manfed Zander,
Auszüge
aus der Schulchronik, 1962
- Heinrich Eberhardt,
Lage im
Spiegel der
Schulchronik, nicht veröffentlicht
- Willy Friedrich, Lage
"setzte
einen Meester",
Der Grafschafter, Nr.1/1997
- Artikel in der
örtlichen
Presse, im Text
angegeben
- Ausführliche
Ergänzungen durch Alois Brei mit Unterlagen aus dem Archiv in
Twickel, 1614 - 1923, im Jahre 2008
- Dofchronik: "Lage -
Geschichte und Geschichten", 2008
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