| Volksschule
Hohenkörben |
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Abbildung in der
Dorfchronik Hohenkörben, Seite 184
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Einzugsbereich
der Volksschule
Hohenkörben waren die Bauerschaften Hohenkörben V (zum
Kirchspiel Veldhausen gehörig) Hohenkörben N (zum
Kirchspiel Nordhorn gehörig). Im Jahr 1515 entstand im Osterwald
der Hof "de Honcorve", woraus der Ortsname abgeleitet ist. Um 1560
wurde in der Bimolter Mark ein erster Siedler ansässig. Durch
weitere Ansiedlungen entwickelten sich dann die zwei oben genannten
Bauerschaften, die auch zu verschiedenen Gerichtsbezirken
gehörten. 1656 gab es in Hohenkörben V sechs, in
Hohenkörben N 12 Höfe und Hofstellen unterschiedlicher
Größe. Die Zahl stieg seitdem nur unwesentlich. Die
Flächengröße betrug 1871 im Veldhauser Teil 341 ha, im
Nordhorner Teil 383 ha. Die Einwohnerzahl lag zu dieser Zeit in beiden
Landgemeinden jeweils bei etwas über 100 Einwohnern.
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1810 - Vom 1. August 1806 bis zum
1. September
1824 gehört
Hohenkörben mit Bookholt und Bimolten zu Wietmarschen. Die
Franzosen, die jahrelang das Sagen im Lande haben, bilden
Verwaltungs- und Gemeindebezirke nach ihrem Muster. So heben sie die
Selbstständigkeit der kleinen Landgemeinden auf, um sie mit
Wietmarschen zu einer Samtgemeinde, damals Mairie genannt,
zusammenzulegen. Der Bürgermeister der neuen Großgemeinde
ist Lagemann, der
sich Maire (Bürgermeister) nennt. 1810
berichtet der Maire Lagemann, dass im Sommer kein Schulunterricht
stattfindet. Nur in den Wintermonaten würden vor allem Schreiben
und
Religion gelehrt,aber kaum Rechnen und Naturkunde. In
Hohenkörben
bekommt der Lehrer von jedem Kind wöchentlich 10 Centimes
(kleinste franz. Währungseinheit), wozu es
noch freie Kost am Reihentisch bei den Bauern gibt. (Dorfchronik,
a.a.O,
Seite 147; siehe auch: Clemens
Honnigfort, Wietmarschen, Heimatverein
Wietmarschen, 1994, Seite 183). Näheres, wo dieser Unterricht in
Hohenkörben stattfindet und wer ihn erteilt, ist nicht bekannt.
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1834 - In
einem Gesuch des Vorstehers von
Hohenkörben H. Scholte
vom 30. November 1834 an den Fürsten von Bentheim, bittet er
diesen
um die Überlassung von "einigen
abgängigen Bäumen zum
Schulbau". In einem zweiten Schreiben vom 18. Januar 1835 an den
Fürsten, das von beiden Vorstehern H. Scholte und G. Dobben unterzeichnet
ist, erläutern sie, dass die Einwohnerschaft ihrer Schulgemeinde
"wegen der ganz abgelegenen Lage nicht zu einer anderen Schulgemeinde
kann hingewiesen werden", sondern eine eigene
Schule benötige. Die
Schulgemeinde umfasse nur wenige Bauern, die überdies "keine Mark
und kein Gemeinheits-Holtz" besäßen, so dass sie um
Unterstützung ihres Vorhabens bäten. Die
Überprüfung
ergibt, dass "die alte Schule zu klein und ganz verschlissen" ist. Der
Fürst gewährt der Gemeinde daraufhin eine Zuweisung an
"abgängigem Holze" im Wert von 25 bis 30 Gulden. Über die
Größe der neuen Schule ist nichts bekannt. Entnehmen
läßt sich dem Kostenvoranschlag des Zimmermeisters nur, dass
das Schulhaus einen steinernen Fußboden und einen sandsteinernen
Sockel gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit erhalten soll. (Nach:
Heinrich Voort, Der erste Schulneubau in Hohenkörben, Der
Grafschafter 10/2007).
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1836 - In einem Bericht des
Unter-Consistoriums
der reformierten Gemeinde zu Nordhorn an den Königlich
Großbritanischen Hannoverschen Oberkirchenrat der Grafschaft
Bentheim vom 23. August 1836 heißt es, dass der Schullehrer zu
Hohenkörben Jan Kleve
heißt, 23 Jahre alt ist, als
Gehalt 16 Reichsthaler und 16 Gute Groschen aus der Bauerschaft und 10
Gulden aus dem geistlichen Rentamt erhält und dabei freie Kost und
Wohnung hat. Unter Bemerkungen heißt es: "Das Gehalt ist freilich
nur gering, doch
hat derselbe noch
wohl einige Unterstützung aus dem elterlichen Hause."
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1840 - Die
Aufzeichnungen in der
Schulchronik, die Lehrer Terwey
im Jahre 1888 beginnt, reichen in das Jahr 1840 zurück. An der
Schule unterrichten 1840 Lehrer Kleve aus Samern, ab 1845
Lehrer Hoegen aus
Frensdorf und ab 1857 Lehrer Lehmhuis
aus Grasdorf, der 1867 nach Grasdorf geht.
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1867 - Am
15. Juli 1867 wird Lehrer Terwey
durch Pastor Brandes
aus Nordhorn in
sein Amt eingeführt.
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1873 - In
einer gemeinsamen Prediger-
und Lehrerkonferenz in Isterberg, die von Schulrat Hasse aus Aurich geleitet
wird, werden die "Allgemeinen
Bestimmungen vom 15. Oktober 1872"
besprochen, nach denen die Evangelischen Schulen der Grafschaft
Bentheim ab April 1873 verfahren. Das Gehalt des Lehrers erhöht
sich von 360 auf 510 Mark einschl.
Wohnung. Ab Ostern 1873 ist der Unterricht in den weiblichen
Handarbeiten für Mädchen vom 8. oder 9. Lebensjahr an
obligatorisch.
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1876 - Nach
dem Tode von
Oberschulinspektor Fokke
aus Neuenhaus 1872 wird die Schule zum ersten
Mal durch den Regierungs- und Schulrat Hasse aus Aurich
inspiziert. Die
Schulchronik listet auch die weiteren Inspektionen in den folgenden
Jahren auf.
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1879 - Der
Ober-Präsident
erlässt eine Ferienordnung
für die Volksschulen der Provinz
Hannover, nach welcher die Ferien auf 63 Tage beschränkt werden.
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1880 - Ab
Ostern 1880 muss die
Orthographie in der Schule
nach dem Regelbuch "Regeln und
Wörterbuch für die deutsche Rechtschreibung zum Gebrauch in
preußischen Schulen" erteilt werden
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1882 - Das
Einkommen des Lehrers
wird
auf 750 Mark einschl. Wohnung erhöht.
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1883 - Seit
1883 wird nach dem "Lehrplan
der einklassigen Volksschule" von Pastor J.H. Nyhuis aus Arkel
unterrichtet. Auf das "Gebot unseres edlen glaubensstarken Kaisers und
Königs"
wird der Schule das Bild "Dr. Martin Luther im Kreise seiner
Mitarbeiter
die Heilige Schrift verdeutschend" geschenkt.
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1886 - Zum
25. Jubiläum der
Thronbesteigung des Kaisers und Königs Wilhelm am 2. Januar
1861
wird eine Schulfeier veranstaltet, die mit Gesang und Gebet begonnen
wird. Es folgt eine Ansprache des Lehrers, in welcher "die großen
und denkwürdigen Ereignisse der Regierungszeit Sr. Majestät
und die ruhmreichen Thaten des Krieges, als auch die bedeutungsvollen
Werke des Friedens hervorgehoben" werden. Die Feier schließt mit
Deklamationen und Gesängen der Schüler. Seit 1873 werden
jährlich die Geburtstage des Kaisers und der
Sedanstag durch eine Schulfeier bedacht. Die Schüler erhalten
jedes Mal ein in Bezug auf den Tag verfasstes Büchlein geschenkt.
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1888 - Im
Drei-Kaiser-Jahr
gibt es
besonders viele Anlässe zu Feierstunden: Des toten Kaisers wird
gedacht, sein Leben noch einmal ausführlich gewürdigt, der
neue Kaiser mit allerlei Vorschusslorbeeren anläßlich seiner
Thronbesteigung bedacht. Die Schulchronik berichtet ausführlich
von der Feierstunde nach dem Tode Kaiser Friedrichs, der nur 14 Wochen
regierte. Im Dezember herrschen die Masern. Von 45 Kindern sind 35
erkrankt. Es
ist jedoch kein Todesfall zu verzeichnen.
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1890 - Der
Schulvorstand
beschließt den Neubau einer
Lehrerwohnung, die im November
fertigestellt ist und von Lehrer Terwey bezogen wird. Das
Baukapital in
Höhe von 8.000 Mark wird als Kredit zu 4 1/2 % aufgenommen und
soll am 1. Mai 1930 (!?) getilgt sein.
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1893 - Nach
Krankheit ab 1892 und
Vertretung durch einen Präparanden verstirbt Lehrer Terwey
am 16.
Oktober 1893. Zum 1. November wird die Stelle dem Lehrer Menebröker
aus Veldhausen übertragen.
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1897 - Am
22. März wird der 100.
Geburtstag des Kaisers Wilhelm I festlich begangen. Am
Nachmittag
findet in Nordhorn ein Kindergottesdienst für alle Kinder des
Kirchspiels statt.
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Bei einer Revision
der Schule durch Schulrat Dierke wird "die alte
Schule als ungesund und zu klein" erklärt. Der gewünschte
Neubau wird jedoch vom Schulvorstand verworfen.
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Nach erneuter
Besichtigung durch die Regierung und Zusage einer Staatsbeihilfe von
3.800 Mark kann der Bau am 23. Mai
1898 eingeweiht werden. Die
Baukosten
betragen mit Inventar 4.100 Mark. Durch den Verkauf der alten Schule
können die Kosten vollständig gedeckt werden. Quelle des
Bildes: Dorfchronik, a.a.O. Seite 220
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1902-1918 - Lehrer Menebröker
wird nach
Wengsel versetzt. In den folgenden Jahren tritt ein ständiger
Wechsel der Lehrkräfte ein, die alle unverheiratet sind.
Zunächst kommt Lehrer Schwenke
aus Osnabrück, der dann 1903
nach Gildehaus versetzt wird. Es folgen Lehrer Sandmeyer aus Hess.
Oldendorf, Kreis Rinteln, dann ab Ostern 1905 Schulausfall und
Vertretungsregelungen, ab Oktober 1905 Lehrer Bode aus Osnabrück,
ab Ostern 1907 Lehrer Kwade
aus Esche, ab 1910 Lehrer Boek
aus Hameln, der dann versetzt wurde, weil er heiraten musste,
deshalb zwischenzeitlich Lehrer auf
der Haar, dann ab 1911 Lehrer Sievers aus
Osnabrück, ab 1912 Lehrer Edler aus Osnabrück,
ab 1913 Lehrer Harms Ensing,
ab
1914 Lehrer Klages
und nach seinem Eintritt in den
Kriegsdienst ab 1915 als Vertretung aus Wilsum Lehrer Leesmann gemeinsam für
Hohenkörben und Bimolten.
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Die Schule wird 1902 von 28 Kindern (10
Oberstufe, 8 Mittelstufe und 10
Unterstufe) besucht. Die Zahl ändert sich in den
nächsten Jahren kaum und steigt dann ab 1908 auf 35 bis 40,
teilweise über 40 Schüler an.
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Neben den üblichen Schulfeiern, die jedes
Jahr erwähnt
werden, ändert sich laut Schulchronik kaum etwas. Auf Weisung der
Regierung muss neben der Schule ein Pissoir angebracht werden.
Bei einer Erhebung zur Kinderarbeit in der Landwirtschaft geht es um
die
"Hütekinder".
Im August 1911 gibt es wegen der unerträglichen
Hitze schon morgens um 9 Uhr "hitzefrei". Im Oktober/November des
Jahres besuchen teilweise nur sechs Kinder die Schule, 27 sind an
Masern und Diphtherie erkrankt, ein Schüler stirbt. Ab Weihnachten
1911 finden in der Schule unter reger Beteiligung der Bevölkerung
Weihnachtsfeiern statt. Während des Krieges fallen sie aus.
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Die patriotische
Begeisterung, mit der die
Soldaten ab 1914 in den
Krieg ziehen, durchzieht auch die Schulchronik. Die Kinder sollen diese
große Zeit eindrucksvoll miterleben. Im Dezember 1915 werden die
Schulen von der Schulbehörde aufgefordert, im Geschichtsunterricht
der beiden oberen Jahrgänge die bisherigen Kriegsereignisse zu
behandeln und besonders eingehend die Ursachen und die Entstehung des
Weltkrieges darzustellen sowie die von den gegnerischen Truppen
verwendeten zu verabscheuenden Mittel zu benennen. Die von den
Schülern durchgeführten Goldsammlungen bringen trotz ihres
Eifers nur geringe Beträge. Die Kräuter- (Brennnesseln,
Weißdornfrüchte, Wollgras) und Metallsammlungen bringen
dagegen gute Ergebnisse.
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1919 - Lehrer Leesmann wird
zum 1. Januar
1919 wieder nach Wilsum zurückversetzt.
Mit der Verwaltung der
Schulstelle wird der Lehrer Ernst
Beineke beauftragt. Ihm wird zunächst das "Kosthaus", das
heißt der
Mittagstisch, den es sonst für unverheiratete Lehrer gibt,
verweigert. Erst nach einer Beschwerde bei der Regierung wird es ihm
bewilligt. Die Geburtstagsfeier des Kaisers am 27. Januar, die bisher
in jeder Schule festlich begangen wurde, findet nicht mehr statt. Dies
wird in der Schulchronik wehmütig vermerkt. Die Kaiserbilder
müssen aus dem Schulzimmer entfernt werden.
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Im Schuljahr 1919/20 besuchen 46 Schüler
die Schule, davon 9 die
Oberstufe, 16 die Mittelstufe und 21 die Oberstufe; 23 kommen aus
Hohenkörben N, 15 aus Hohenkörben V, 6 aus Bimolten und 2 aus
Osterwald.
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Am 16. Dezember 1919 wird erstmalig ein
Elternbeirat mit
fünf
Mitgliedern gewählt. Die erste Weihnachtsfeier nach dem Weltkrieg
wird in der Schulchronik ausführlich beschrieben.
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1920 - Die
bisherige geistliche Orts-
und Kreisschulinspektion wird aufgehoben. Zunächst werden
nebenamtliche Kreisschulinspektoren ernannt. Für Hohenkörben
ist Rektor Südhof von der Frensdorfer Schule zuständig.
Endgültig wird Schulrat Valentin aus Osnabrück berufen.
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Zum 1. April wird Lehrer Beineke
nach Bersenbrück abgeordnet. Dafür wird der Lehrer Fr. Cord endgültig
angestellt, der 16 Jahre an der Schule verbleibt. Nach
freiwilliger
Kriegsteilnahme und dreimaliger Verwundung besuchte er bis Juli 1919
weiterhin das Lehrerseminar Osnabrück und war dann zunächst
als 2. Lehrer in Georgsdorf tätig. Er und seine Frau werden
beim Einzug in die Dienstwohnung von der Gemeinde "nach Grafschafter
Sitte" festlich empfangen.
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Zur Erinnerung an die 150. Wiederkehr des
Geburtstags Ludwig van
Beethovens findet eine Feier in der Schule statt.
Durch eifrige Sammeltätigkeit für "Vertriebene
Auslandsdeutsche" und "Kinder in Not" erwirbt sich Lehrer Cord eine
Auszeichnung.
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1921 - Da
die Handarbeitslehrerin wegen
Heirat ausscheidet, übernimmt die Lehrersfrau den Unterricht. Im
Winter 1921/22 besuchen 55 Kinder die Schule, davon 29 die Unterstufe.
Während in den Nachbargemeinden die Weihnachtsfeier als
"Götzendienst" gepredigt wird, findet die Feier in
Hohenkörben sehr viel Anklang, so dass sich der Schulraum als zu
klein erweist. Theaterstücke, Vorträge und Gesänge
wechseln einander ab. In den weiteren Jahren finden in Hohenkörben
keine Weihnachtsfeiern mehr statt.
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1923 - Bedingt
durch die Inflation wird
die alte Sitte wieder eingeführt, dass jedes Kind einen Torf mit
zur Schule bringt. Bei einem Fußballspiel gegen eine Wietmarscher
Mannschaft gewinnt Hohenkörben 6 : 0.
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1925 - Bei
den Reichsjugendspielen auf
dem Spielplatz der Osterwalder Schule erringen die Hohenkörbener
Schüler 2 Ehrendiplome und 11 Kränze. Im Oktober findet eine
kreisärztliche Untersuchung der Jahrgänge 1, 3, 5 und 7
statt. Es wird kein Ungeziefer gefunden.
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1926 - Die
älteren Schüler
machen einen Ausflug nach Bentheim
und sehen auf der
Freilichtbühne das Schauspiel "Wilhelm Tell". Der Neuzeit
entsprechend werden die Kinder mit Autos befördert. Im Juli findet
in Osterwald für die Schulen des Bezirks ein
Schülergesangsfest
statt.
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1927 - Am
27. Januar, "Kaisers
Geburtstag", erhält Hohenkörben N einschl. der Schule, die
auf Veldhauser Gebiet liegt,
elektrisches Licht.
Es herrscht große Freude! "1927/28 - ein
Baujahr unserer
Schulgemeinde!"
Die Schule erhält eine neue Abortanlage, das Schulgebäude und
das Lehrerhaus
einen neuen Anstrich. Das Dach der Lehrerwohnung muss nach einem
gewaltigen Sturm erneuert werden.
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1928 - Der
Winter ist überaus
streng. Das Eis auf dem Nord-Süd-Kanal ist über 3/4 m
dick,
der Erdboden bis nahezu ein Meter tief gefroren. Der Unterricht wird
von der Regierung auf eine spätere Uhrzeit verlegt. Er
erfährt manche Störungen. Die Kleinen müssen "zum Teil
regelrecht erst am Ofen aufgetaut werden".
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1929 - Nach
langem Hin und Her wird im
Winterhalbjahr erstmals eine Fortbildungsschule
für
Schulentlassene eingerichtet, die der
Kreis durch Übernahme der persönlichen Kosten
ermöglicht.
Elf freiwillige Schüler erhalten wöchentlich an zwei Abenden
jeweils zwei Stunden Unterricht.
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1930 - Am
1. Juli findet eine
Schulfeier zum
Andenken an die Befreiung der Rheinlande statt, bei der
der Lehrer erstmalig sein Radio in der Schule vorführt. Die Kinder
hören u.a. den Reichspräsidenten von Hindenburg. Das
Deutschlandlied singen sie begeistert mit.
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Wie jedes Jahr findet diesmal ein
größerer Ausflug,
diesmal
nach
Münster statt. Vier Wagen bringen die Kinder zum Bahnhof nach
Lingen. Dann folgt die erste Eisenbahnfahrt. Besonders wird auch der
Besuch des
zoologischen Gartens hervorgehoben. Auch er ist für die Landkinder
unvergesslich.. Als zweiter Schulausflug findet eine Dampferfahrt nach
Denekamp statt.
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Sonst geht das Schulleben seinen normalen Gang
mit Ausflügen,
Reichsjugendspielen, Revisionen
des Schulrates, Lehrerkonferenzen und schulärztlichen
Untersuchungen. Die Schulchronik geht aber auch auf Ereignisse in der
Schulgemeinde und der Umgebung ein.
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1933 - Durch
die Machtübernahme
der Nationalsozialisten treten auch an der Volksschule
Hohenkörben
Veränderungen ein. So heißt es:
- Anlässlich des "Sieges der Nationalen Front" ist schulfrei
(5.3.1933)
- Beflaggung des Schulgebäudes auf Anordnung der Reichsregierung
(13. - 15.3.1933)
- Schulfeier anlässlich der Reichstagseröffnung (21.3.1933)
- Nationalfeiertag: Morgens Schulfeier, nachmittags Umzug in Veldhausen
(1.5.1933)
- Schulfeier zum wiederkehrenden Todestages A. L. Schlageters
(27.5.1933)
- Sonnenwendfeier (24.6.1933)
- 86. Geburtstag Hindenburgs (16.10.1933)
- Reichsgründungsfeier (18.1.1934) usw.
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1934 - Die
Lehrpersonen werden auf den
Führer und Reichskanzler Adolf
Hitler vereidigt.
Über diese Zeit an der Volksschule
Hohenkörben schreibt Jutta
Schreur, geb. Nordholt, in der Dorfchronik
von Hohenkörben
(Seite
224):
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"Patriotische Themen nahmen im Unterricht viel
Raum ein. "Wilhelm Tell"
auf der Freilichtbühne und im "Pflichtfilm" war besonders beliebt.
Aber auch Lehrfilme über Palästina und Indien sehen sich die
Schüler an. Der Muttertag wurde mit einer eigenen Schulfeier
gewürdigt, das nationalsozialistische Familienideal so
befördert. Zugleich freut sich der Lehrer, dass bei einer
Untersuchung auf Ungeziefer die Hohenkörbener Schule und ihre
Schüler als besonders sauber gelobt werden. Der alte und der neue
Alltag vermischen sich, vieles bleibt wie bisher, aber immer mehr
schleicht sich nationalsozialistisches Gedankengut auf vielerlei Weise
in alle Lebensbereiche, in die Sprache, in die Institutionen. Beinahe
unmerklich werden alle auf Linie gebracht. Da werden die
Elternbeiräte (1935) aufgehoben und durch "Jugendwalter" ersetzt,
und ein Lehrgang für Flugmodellbau sollte dazu dienen, "dass auch
in unseren Landschulen der Ausspruch unseres Ministerpräsidenten
Hermann Göring Wahrheit werde, dass `Deutschland wird ein Land von
Fliegern sein´. Mehr als über die Begeisterung beim
Modellbau freut sich aber Lehrer Cord über etwas
anderes: "Hurra,
wir haben einen Filmapparat", kann er 1936 verkünden, lange haben
die Kinder schon dafür Beiträge gezahlt".
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Es bleibt mit Jutta Schreur
für jeden, der nicht dabei war, zu
fragen, wie viel eigene Überzeugung in den politischen Parolen
steckt, die in der Schulchronik zum Ausdruck gebracht wurden.
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1936 - Auf
Wunsch wird der Lehrer Friedrich
Cord
nach Hörne bei Osnabrück
versetzt. Er
begründet seinen Wunsch mit seinen
Familienverhältnissen. Herr Cord war 16 1/2 Jahre, vom
1. April 1920 bis zum 30. September 1936, in Hohenkörben
tätig. Er ist nur ungern von Hohenkörben fortgegangen. Ebenso
ungern haben die Kinder und die Gemeinde ihren Lehrer Fritz Cord scheiden sehen.
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Sein Nachfolger
wird der Lehrer Thomas de
Vries aus Wilsum
(ebenfalls auf Wunsch). Er und seine Familie werden unter einem von der
Nachbarsjugend festlich geschmückten Ehrenbogen von den Nachbarn
und den Gemeindevertretern herzlich begrüßt.
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Die Verhältnisse
in Hohenkörben ab
1936 und seinen
Schulbesuch ab 1940 schildert der Sohn des Lehrers de Vries, Nonno de Vries, der
spätere Schulleiter der Hauptschule Schüttorf und Landrat des
Landkreises, sehr anschaulich und mit vielen Einzelheiten in der
Dorfchronik (a.a.O, Seiten 169 - 191).
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Zum ersten Mal seit 1921 findet in der Schule
wieder eine
"Tannenbaumfeier"
statt, an der jedoch nur die Kinder teilnehmen, von
denen
viele noch nie einen festlich geschmückten Tannenbaum gesehen
haben, weil in der großen Mehrzahl der Häuser kein
Tannenbaum aufgestellt wird.
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1937-1938 - Ober-
und Mittelstufe
unternehmen eine Radtour zum
RAD-Lager nach Georgsdorf. Der
Reichsarbeitsdienst ist eingesetzt, um die Moorgebiete in der
Niedergrafschaft zu kultivieren.
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Ein besonderes Ereignis ist eine
Zweitagesfahrt
(erstmalig, mit den
Nachbarschulen Alte Piccardie und Bimolten) nach Borkum. Geschlafen
wird in der Jugendherberge. Im folgenden Jahr erfolgt wieder eine
Zweitagesfahrt, diesmal nach Porta Westfalica, zum Hermannsdenkmal und
zum Tiergarten in Münster.
In den Sommerferien werden in der Schule zahlreiche
Umänderungsmaßnahmen
durchgeführt. Der Lehrer legt mit
den Schülern in den Wintermonaten einen großen Obstgarten
an. Das Pflanzen der Bäume übernimmt ein Gärtnermeister.
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In der Schulchronik gibt es kaum Hinweise auf
politische Ereignisse.
Dagegen wird über Ausflüge, Sportfeste, Kinobesuche und
Weihnachtsfeiern berichtet.
Im Dezember 1938 nimmt der Lehrer an einem Luftschutzkurs von einer
Woche teil. Der Unterricht fällt aus.
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1939-1945 - Nach
dem Kriegsausbruch hat der
Lehrer auch die einklassige Schule in Alte Piccardie mit zu
versorgen, so dass an beiden Standorten jeweils drei Tage Unterricht
stattfindet. Ober- und Mittelstufe haben wöchentlich 12, die
Unterstufe 6 Stunden Unterricht. Viele Unterrichtsstoffe bleiben
unberücksichtigt. Hauptunterrichtsgegenstände sind Rechnen,
Deutsch und die Behandlung der Kriegereignisse. Eine Weihnachtsfeier
findet nicht mehr statt. Nach einer Sammlung zu Weihnachten 1939 werden
Päckchen
an die 21 Soldaten aus Hohenkörben geschickt. Es folgen 1940
Osterpäckchen.
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Die Schüler werden beim Sammeln von
kriegswichtigen Altmaterialien
und Heilkräutern eingesetzt. An den Lehrer werden fast
sämtliche
Ämter der Gemeinde vergeben: Kassenverwaltung von Schule und
Gemeinde, Reichsluftschutzbund, Winterhilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz,
Austeilung der Lebensmittelkarten und vieles andere.
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Der Einmarsch
der deutschen Truppen nach
Holland wird von den
Schülern nach Einquartierungen im Ort in der Schule interessiert
mit verfolgt.
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Bei einer zentralen Prüfung von
Schülern des 4. Jahrgangs zur
Aufnahme in die neue Hauptschule schneiden sie schlecht
ab, eine Folge des mangelhaften Unterrichts in den Kriegsjahren.
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Das Gehalt des
kinderreichen Lehrers de
Vries mit fünf
Kindern beträgt nach einer Gehaltsmitteilung von 1943 brutto
510,16 RM und netto 449,81 RM. Die Gehälter der Lehrer stiegen im
Laufe der Jahre durch Aufsteigen in höhere Dienstaltersstufen und
Gehaltserhöhungen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung
kontinuierlich an. So hat sich das Gehalt eines anderen Lehrers in
gleicher Position vom Januar 1933 mit 238,86 RM bis Oktober 1944 mit
533,17 RM mehr als verdoppelt
(Schulchronik, Seite 172).
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Im April 1943 wird Lehrer de
Vries zum Kriegsdienst
eingezogen. Lehrer Witt
aus Wietmarschen
übernimmt vertretungsweise an drei Tagen den Unterricht. Ab Januar
1944 wird die Lehrerin Heidi
Uver
mit voller Stundenzahl in Hohenkörben tätig. Die Schule
besuchen 50 Schüler. Sie heiratet dann Anfang 1945 und heißt
dann Heidi
Meyerhoff. Ihr Antrag aus Entlassung aus dem Schuldienst wird
zum 1. März genehmigt. Schon ab 7. Februar wird deshalb die
Laienlehrkraft Lore Hankel
aus Osnabrück in Hohenkörben tätig. Sie kehrt dann beim
Einmarsch der englischen Truppen wieder nach Osnabrück zurück.
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1945 - Nach
dem Einmarsch der
englischen Truppen fällt der Unterricht zunächst in
allen
Schulen aus. Am 1. Juli wird in Verbindung mit der Kirche der
Religionsunterricht in der Oberstufe wieder eingeführt, der vom
Lehrer Jan Harm Kip
von der Volksschule Alte Piccardie am Nachmittag
mit 2 Stunden erteilt wird. Trotz Genehmigung des Unterrichtsbeginns ab
Ende Juli für die Grundschulen kann in Hohenkörben kein
Unterricht erteilt werden, weil keine genehmigte Lehrkraft zur
Verfügung steht. Nach Eröffnung der Oberstufen am 25. Oktober
übernimmt der holländische Lehrer Hidding den Unterricht.
Nach Ausscheiden von Lehrer Hidding
ab Februar 1946 übernimmt der
Lehrer Jan Harm Kip
bis Ende März die Vertretung an drei Tagen. In
Alte Piccardie sind 81, in Hohenkörben 69 Kinder.
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1946-1950 - Mit
Beginn des Schuljahres
1946/47 übernimmt der
Lehrer Harms-Ensing
ab 6. April
vertretungsweise den vollen Unterricht. Alle Kinder sind mit ihren
Kenntnissen weit
zurück, so dass Ostern keine Versetzungen
stattfinden. Die Schulpflicht erhöht sich auf 8 1/2 Jahre.
Schulbücher sind kaum vorhanden, wodurch der Unterrichtsbetrieb
gerade in der einklassigen Schule sehr erschwert wird.
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Im Juli 1946 kehrt Lehrer de
Vries aus der Gefangenschaft
zurück
und übernimmt nach Erteilung der Unterrichtserlaubnis durch die
Militärregierung am 1. September wieder den Unterricht. Lehrer Harms-Ensing
wird nach Kalle versetzt..
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Das neue Schuljahr 1947/48 beginnt mit 70
Kindern, was die
Unterrichtsarbeit sehr
erschwert, da zu wenig Platz im Schulraum zur
Verfügung steht. Nach dem Wegzug von Flüchtlingsfamilien und
der teilweisen Aufhebung von Gastschulverhältnissen aus den
Gemeinden Bimolten und Osterwald sinkt die Schülerzahl bis 1950
auf 56 Kinder.
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1950 - In
den Osterferien wird der
Lehrer de Vries nach
Wilsum zurückversetzt.
Dort wird er 1953
Hauptlehrer der Schule. Mit der Verwaltung
der Schulstelle wird der
Junglehrer Dietrich Janssen
beauftragt. Er stammt aus Esche und war
nach Studium in Göttingen ab 1948 im Bereich Schaumburg-Lippe und
dann in Brandlecht tätig.
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Zum Schuljahrsbeginn besuchen wieder 66
Schüler die Schule, da 5
Gastschulkinder aus Osterwald und 7 aus Bimolten aus
Krankheitsgründen wegen der weiten Entfernung zur Stammschule
wieder aufgenommen werden mussten.
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Durch den Anbau
eines Gruppenarbeitsraumes
soll die Raumnot gelindert
werden. Der Landkreis will sich auch für einen Zuschuss aus
Mitteln der Grenzlandhilfe einsetzen. Der Anbau verzögert sich
jedoch.
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1952 - Am
1. April 1952 wird der
Junglehrer Janssen an die neue Schule in Wielen versetzt. Nachfolger
wird der Lehrer Heinz
Nordholt, der vorher in Laar tätig war.
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Der geplante Anbau eines Gruppenraumes ist
immer noch nicht
ausgeführt, weil das Geld fehlt. Der Landkreis lehnt einen
Zuschuss ab. Der Anbau entfällt auch künftig.
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1953 - In
den Sommerferien wird die
Schule renoviert:
Sie wird innen und außen gestrichen, ein neuer
Fußboden wird gelegt und die Bänke werden vollkommen
überholt.
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1954 - Aus
Anlass der Schulentlassungen
veranstaltet die Schule einen Elternabend.
Nach Begrüssungsworten
durch Lehrer Nordholt
folgt ein buntes Programm mit Gedichten, Liedern und
Vorführungen. Den Höhepunkt bildet das
Märchenspiel
"Die drei Haare des Teufels". Nach einer Pressenotiz spenden die Eltern
stürmischen Beifall. In allen folgenden Jahren werden immer wieder
Elternabende durchgeführt, die sehr viel Anklang finden.
Außerdem bürgert es sich ein, im Dezember eine
Weihnachtsfeier zu feiern.
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Nach dem Plan des Schulrats Portheine
werden um die Schule Grünanlagen
angelegt. Es entsteht eine
der berühmten "Schule im
Grünen", durch die der Schulrat sehr
bekannt wird.
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Die Oberstufe unternimmt zusammen mit der
Schule Bimolten einen Ausflug
nach Bremen. Auch diese Ausflüge werden zu einer
ständigen
Einrichtung, wodurch die Kinder ihr Heimatland kennen lernen.
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1955 - Mit
dem Lehrer Heinz Nordholt
kehrt in die
Schule Hohenkörben wieder
Kontinuität ein. Er bleibt an der
Schule von 1952 bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1976. Es ist nicht
von großen Ereignissen zu berichten, sondern von
Veränderungen, die jedoch das Schulleben mehr oder weniger
beeinflussten.
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1960 - Es erfolgt der Umbau des
Lehrerhauses. Es erhält eine
Wasserleitung, ein Badezimmer und eine Heizung mit Warmwasserbereitung.
1962 erhält die Schule als neues Gestühl 20 Zweiertische und
40 Stühle. Vorab gab es die viersitzigen Bänke. Die
Schüler sind begeistert.
In diesem Jahr wird das 9. Schuljahr
eingeführt. Die vier
Schüler des achten Schuljahres müssen nach Georgsdorf fahren.
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1964 - Am 21. April 1964
erscheint in den Grafschafter Nachrichten der
folgende Artikel:
"In Hohenkörben herrscht seit Jahr und Tag eine akute Raumnot! 46
Kinder hocken gegenwärtig in einem 40 Quadratmeter großen
Klassenzimmer. Sie gehören acht verschiedenen
Geburtsjahrgängen an, wie es in einer einklassigen, kleinen
Landschule üblich ist.Über einen fünf Quadratmeter
großen Flur kann man den Unterrichtsraum erreichen.
Außerdem ist noch ein ebenfalls knapp fünf Quadratmeter
messender Lehrmittelraum vorhanden. Die Schule selbst stammt aus den
neunziger Jahren. Damals und bis vor wenigen Jahrzehnten mochte sie den
Anforderungen entsprechen. Heute jedoch brauchen die beiden Ortsteile
von Hohenkörben, die in einem Schulzweckverband
zusammengeschlossen sind, dringend ein neues, modernes
Schulgebäude! Das Beispiel Hohenkörben zeigt sehr
eindrucksvoll, dass es neben dem vielen Licht auf schulbautechnischem
Gebiet in der Grafschaft auch noch Schattenseiten gibt". (Dorfchronik,
a.a.O., Seite 326).
Über ihre Erinnerungen an ihre
Grundschulzeit in Hohenkörben
schreibt die Tochter des Lehrers Nordholt im Grafschafter
einen Bericht: Grundschulzeit
in Hohenkörben.
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Eine Gruppe von
Schulkindern auf dem Schulhof beim Kreisspiel im Jahre 1964,
Quelle des
Bildes: Dorfchronik, a.a.O., Seite 124
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1965 - 1965 werden die
Schüler vom 7. Schuljahr
an zur
Mittelpunktschule nach
Veldhausen abgeschult. Der Wunsch der Eltern,
die Kinder auch nach Georgsdorf zu schicken, kann wegen des dortigen
Schulraummangels nicht realisiert werden. In Hohenkörben
verbleiben 40 Schüler der Jahrgänge 1 - 6.
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1967 - Ab 1967 erfolgt der
Schuljahrsbeginn am 1. August.
Vorher
werden zwei
Kurzschuljahre durchgeführt: 1.4. bis 30.11.1966 und
1.12.1966 bis
31.7.1967.
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1968 - Ab Schuljahr 1968/69 wird
der Leselehrgang nicht mehr nach der
Ganzwortmethode,
sondern wieder nach der synthetischen Methode
durchgeführt.
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1969 - Die Schule erhält
endlich einen Fahrradstand.
Auch die
Toiletten werden erneuert, was dringend nötig war.
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1972 - Im Schuljahr 1972/73 wird
im Mathematikunterricht die Mengenlehre
verbindlich eingeführt. Heute ist sie schon längst wieder
vergessen.
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1973 - Zum 1.8.1973 wird in der
Niedergrafschaft die Orientierungsstufe
eingeführt. Die Schüler gehen nach Klasse 4 zur OS bei der
Kooperativen Gesamtschule Neuenhaus über. Hohenkörben wird ab
1.8.1974 ein reine Grundschule.
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1974 - Nach der Gemeindereform ab
1. 3.1974 werden Hohenkörben N nach
Nordhorn und Hohenkörben V nach Osterwald eingemeindet, das zur
Samtgemeinde Neuenhaus gehört.
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1976 - Nachdem
Lehrer Nordholt schon
ab
1.8.1975 mit 10 Wochenstunden an die Grundschule
Osterwald abgeordnet
war, wird er zum 1.8.1976 an diese Schule versetzt und zum Schulleiter
ernannt. Er war 24 Jahre an der Volksschule Hohenkörben tätig.
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Gleichzeitig wird die Grundschule
Hohenkörben auf Beschluss der
Schulträger der Schule, der Stadt Nordhorn und der Samtgemeinde
Neuenhaus von der Bezirksregierung in Osnabrück nach mehr als 140
Jahren ihres Bestehens aufgelöst.
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Nach der offiziellen Verabschiedung des
Lehrers und der Auflösung
der Schule findet das Abschiedsfest mit Musik und Tanz, Essen
und
Trinken auf einem Bauernhof statt. Herr Nordholt, der das
Lehrerhaus
kaufte, lebt weiterhin, auch nach dem Tode seiner Frau, in
Hohenkörben und hält zu den Bewohnern eine gute
Nachbarschaft. Das Schulgebäude wird als Wochenendhaus verkauft
(GN, 17.12.1976).
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1991
treffen sich 130 von 172 ehemaligen
Schülern, die in der Zeit
zwischen 1952 und 1975 die
einklassige Schule besucht hatten und dort
von Lehrer Nordholt
"auf das Leben vorbereitet worden waren", wie es in der örtlichen
Presse heißt (Schulchronik, a.a.O.,Seite 328).
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Anlässlich eines Dorffestes mit der
Vorstellung der Dorfchronik
findet am 20. Oktober 2007 ein Treffen der ehemaligen Schüler der
Schule Hohenkörben statt, zu dem rund 300 Personen erschienen
sind. Der mit 38 Jahren jüngste Teilnehmer war gerade eingeschult,
als die Schule 1976 aufgelöst wurde. Die älteste Teilnehmerin
ist 93 Jahre alt. Unter den Ehemaligen befinden sich die ehemaligen
Lehrer Dietrich Janssen
und Heinz Nordholt
(GN, 23.10.2007).
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Quellen:
- Schulchronik der Volksschule
Hohenkörben, 1888 -
1976
- Dorfchronik Hohenkörben,
Nordhorn 2007; besonders:
- Jutta Schreur, Schulchronik, Seiten
220 - 231
- Nonno de Vries, Eine Kindheit in
Hohenkörben,
Seiten 168 - 191
- Willy Friedrich, Der "Fall
Hohenkörben": Kleine Landschule wurde
geschlossen, Zwischen Burg und Bohrturm 1976, S. 37
- Heinrich Voort, Der erste Schulneubau
in Hohenkörben, Der
Grafschafter 10/2007, Seiten 37 - 38
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Diese
Seiten sind Teil des Projekts "Die Grafschaft Bentheim im Unterricht"
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