| Volksschule
Esche |
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1821 - Über die Entstehung der
Volksschule Esche ist nichts bekannt. Die Schule Esche wird erstmals in
einer Armenrechnung der Kirchengemeinde Veldhausen erwähnt. Im
Jahre 1821 erhält der Schulmeister von Esche, H. Hölter, für
die armen Kinder in der Schule an Schulgeld und für
Bücher 2 Gulden und 17 Stüber (Umrechnung: 1 Gulden =
20 Stüber; 1 Stüber = 8 Deut). (Quelle: Auszug aus der
Armenkasse, von Gerhard Plasger bereitgestellt).
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1828 - Im Jahre 1828 unterrichtet in
der Schule Esche ein Lehrer Dobben
40 Schulkinder (nach Angaben von Pastor Stiasny "Aus Veldhausens
kirchlicher Vergangenheit und Gegenwart, unveröffentlichtes
Manuskript).
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1851 - Als das aus früheren Zeiten
vorhandene Schulhaus alt und baufällig ist, wird es abgebrochen.
1851 wird am selben Platz eine neue Schule gebaut. Die Schule liegt
ungefähr in der Mitte der Bauernschaft, etwas abseits von der
Straße. Die meisten Kinder wohnen in der Nähe der Schule.
Nur wenige Kinder haben einen weiten Schulweg von einer dreiviertel
Stunde. In früheren Jahren wurden für jedes Kind, das die
Schule besuchte, wöchentlich acht Pfennig bezahlt. Unterricht war
nur im Winter. Später betrug das Gehalt des Lehrers 90 Thaler oder
270 Mark. Das Schulgeld betrug für jedes Kind im Vierteljahr 63
Pfennig. Das übrige Geld kam von der Schulgemeinde.
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1869 - Am 1. Oktober 1869 tritt
Lehrer Kwade die
Stelle in Esche an. Davor waren in Esche die Lehrer Timmer, Hartger und Geerling tätig.
Die Schule besuchen 36 Kinder. Früher sollen es wesentlich mehr
gewesen sein, weil auch die Kinder aus den umliegenden Bauernschaften
dazukamen. Die Schule ist einklassig. Wöchentlich werden 26
Unterrichtsstunden erteilt.
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1872 - Nach den allgemeinen
Bestimmungen wird die Wochenstundenzahl auf 30 erhöht. Die Lehrer
werden von der Schulgemeinde gewählt. Die Wahl muss vom
Königlichen Oberkirchenrat bestätigt werden. Die Aufsicht
über die Schulen führt der Kreisschulinspektor der
Niedergrafschaft.
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1882 - Die Schülerzahl wächst
bis 1882 von 36 auf 48, später auf 52 Kinder. Das Diensteinkommen
des Lehrers beträgt im Jahr 750 Mark nebst Wohnung. Besondere
Ferien gibt es nicht. Schulfreie Tage sind des Kaisers Geburtstag (27.
Januar) und der Sedantag (2. September).
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1888 - Am 14. Februar 1888 fällt
der Schornstein der Schule nach unten auf den Fußboden. Er wird
durch einen "russischen Schornstein" (Begriff unbekannt) ersetzt. Die
Mädchen der Mittel- und Oberstufe erhalten jetzt im Sommer und
Winter wöchentlich zwei Stunden Handarbeit.
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1894 - Lehrer Kwade beginnt mit dem
Schreiben der Schulchronik und gibt zunächst einen Rückblick
auf die Vergangenheit der Schule, wie sie oben dargestellt ist. Das
Brennmaterial der Schule, der Torf, der bisher von den Kindern
mitgebracht wurde, wird jetzt von der Schulgemeinde gekauft.
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1898 - Auf Drängen der
Regierung in Osnabrück wird in Esche im Frühjahr 1898 eine
neue, geräumige Lehrerwohnung gebaut, die in der Nähe der
Schule in einem Schulgarten liegt.
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Lehrer Kwade stirbt jedoch vorher
an Schlagfuß, so dass er die Erfüllung seines lang gehegten
Wunsches nach einer neuen Lehrerwohnung nicht mehr erlebt. Er war fast
29 Jahre in Esche tätig. Nach Vertretung aus Haftenkamp,
Scheerhorn und Hoogstede wird die Stelle am 1. November 1898 mit dem
Lehrer Nonne de Vries
wieder besetzt.
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1901 - Bei der Revision der Schule 1899
wird - wie schon früher auch - auf die Mangelhaftigkeit des
Schullokals hingewiesen. Besonders ist die Decke morsch und die
Dachkappe sehr reparaturbedürftig. Die alte Lehrerwohnung wird auf
Abbruch verkauft. Die Reparatur erfolgt in den Sommerferien 1901. Es
entsteht ein schönes, freundliches Schulzimmer.
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Die finanzielle Kraft der Schulgemeinde Esche
ist sehr angespannt. Von der Gemeinde werden 75 % der Staatssteuern als
Schulsteuer (800 Mark) aufgebracht. Sie erhält von der Regierung
widerrufliche "Staatsbeihülfen" (damalige Schreibweise), so 1902
und 1904 jeweils 300 Mark (für die Erneuerung des Schulmobiliars).
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1906 - Das Grundgehalt des Lehrers wird
von 1000 auf 1100 Mark jährlich erhöht. Die Regierung
gewährt der Schulgemeinde zur Deckung dieser Mehrkosten
jährlich 100 Mark zusätzlich, insgesamt 400 Mark. Zur
Reparatur der Giebelwand der Lehrerwohnung bewilligt die Regierung eine
weitere Beihülfe von 200 Mark.
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1907 - Esche wird Bahnstation. Durch
den Eisenbahnbau gehen der Schule 20 Ar (= 2.000 qm) Schulland
verloren. Der Eisenbahnbetrieb zwischen Neuenhaus und Emlichheim wird
im Dezember 1909 eröffnet.
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1908 - Nach dem Inkrafttreten des neuen
Volksschulunterhaltungsgesetzes bildet Esche einen Einzelschulverband.
Für die katholischen Schüler, die die Kath. Schule in
Neuenhaus besuchen, ist für jedes Kind jährlich ein Betrag
von 26 Mark an den Gesamtschulverband Neuenhaus zu zahlen. Der
Staatszuschuss beträgt 625 Mark.
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Nach dem Lehrerbesoldungsgesetz, das am 1.
April 1908 in Kraft tritt, beträgt das Grundgehalt der Lehrer
1.400 Mark; die Alterszulagen steigen bis auf 1.900 Mark an. Dadurch
werden die bisherigen großen Unterschiede in den Gehältern
zwischen Stadt- und Landlehrern beseitigt. Erstmalig erfolgt am 14.
August ein Schulausflug mit der Eisenbahn von Neuenhaus nach
Bentheim, an dem auch mehrere Erwachsene teilnehmen.
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1910 - Nach Teilnahme des Lehrers an
Spielkursen werden für die Schule ein Faustball und ein Schlagball
angeschafft, so dass Korbball und Hetzball, aber auch Tauziehen,
Wettlauf u.a. Spiele in den Turnunterricht Eingang finden. Die dritte
Turnstunde und das tägliche Pausenturnen werden eingeführt.
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Am 16. Juli wird eine Gedächtnisfeier zum
100sten Todestages der Königin Luise veranstaltet. Am 7.
November wird des 100sten Geburtstages von Fritz Reuter gedacht, indem
u.a. Gedichte aus "Läuschen und Riemels" vorgelesen werden.
Weitere Gedächtnisfeiern werden für die Kaiserin Auguste am 23.9.1911 und
für Friedrich den
Großen anlässlich seines 200sten Geburtstages am
24.1.1912 abgehalten. Das Jahr 1913 ist bedeutsam durch die vielen
Gedenktage von 1813 und mehrere Jubiläumstage des Kaiserhauses.
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Zum 25-jährigen Jubiläum der
Regierungszeit des Kaisers heißt es in der Schulchronik: "
Der 16. Juni war nun auch für die Escher
Jugend ein wahrer Festtag. Schon am vorhergegangenen Sonnabend war der
Karl Büssemakersche Garten, der zum Festplatz ausersehen war,
festlich eingerichtet. In der Schule war das Fest durch Einüben
patriotischer Lieder und Gedichte hinreichend vorbereitet. Um die
Mittagszeit des 16. Juni trat die mit Eichenlaub geschmückte
Schuljugend auf dem Schulplatze bei der Kaisereiche, die im
Frühjahr dieses Jahres hier zum Andenken gepflanzt wurde, zum
Abmarsche an. Unter kräftigem Marschgesang, mit fliegenden Fahnen
wurden die Hauptteile der Bauerschaft durchzogen. Darauf gings zum
Festplatz, wo die Kinder, denen der Schweiß von der Stirn triefte
(denn es war ein heißer Junitag), mit Limonade und Kuchen
hinreichend bewirtet wurden. Nachdem sich die Kinder, denen helle
Freude auf dem Angesicht leuchtete, sich erquickt und gelabt hatten,
entstand bald ein fröhliches Leben und Treiben auf dem Festplatz.
Knaben und Mädchen maßen sich im fröhlichen Wettkampf,
hier die Knaben im "Sacklaufen", und dort vergnügten sich die
Mädchen, mit verbundenen Augen mittelst der Scheren Zuckerwaren,
die mit Bindfaden an einem ausgespannten Seil hingen, abzuschneiden.
Überall Freude, munteres Lachen und Jauchzen.
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Dann hielt der Lehrer eine Ansprache, worin er
der großen Verdienste unseres lieben "Friedenskaisers" gedachte.
Darauf sprachen Knaben und Mädchen patriotische Gedichte, die in
wohldurchdachter Anordnung uns die hehre Zeit von 1813 lebhaft vor
Augen führten. Dann ertönte wiederum fröhlicher Gesang
der in sichtlicher Begeisterung lodernden Jugend. So brach der Abend
eher herein, als die jugendliche Schar es vermutete. Unter
fröhlichem Gesang verließen sie in einzelnen Gruppen den
Festplatz, um der elterlichen Wohnung zuzueilen mit dem erhabenen
Gefühle, einen herrlichen Tag verlebt zu haben."
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1921 - Zum Kriegsausbruch im August
1914 schreibt der Chronist, Lehrer de Vries: "
Als ich am 30. Juli 1914, von Osnabrück
kommend, in Esche eintraf, da standen überall die Landleute in
Gruppen beieinander, und jedem las man die Frage vom Gesicht: "Was
wird's werden?" Daß es zum Kriege kommen sollte, wurde uns schon
am folgenden Tage zur Gewißheit durch die Erklärung des
Kriegszustandes für den Bezirk des X. Armeekorps (31. Juli, von
Emmich).
Der Schuljugend bemächtigte sich eine
große Begeisterung. Mit größter Spannung wurden die
ersten Nachrichten vom Kriegsschauplatz erwartet. Bald verkündeten
uns Böllerschüsse aus Neuenhaus und Festgeläute (sogen.
Beiern) von Veldhausen die herrlichen Erfolge unserer tapferen,
heldenhaften Armee sowohl im Westen als im Osten. Täglich brachten
Extrablätter, die täglich vor Beginn des Unterrichts
vorgelesen und besprochen wurden, neue Meldungen von den großen
Siegen.
Um den im Felde stehenden Angehörigen unserer Gemeinde eine Freude
zu bereiten, veranstalteten die Kinder unter Anleitung des Lehrers
Geldsammlungen, kauften Tabak, Cigarren, Chokolade u.s.w. und schickten
diese Liebesgaben mit eingelegtem Brief ins Feld. Die Mädchen
strickten eifrig Strümpfe, Pulswärmer, verfertigten
Leibbinden u.a.m., die dann ebenfalls mit Brief ins Feld geschickt
wurden. Groß war dann immer die Freude, wenn die Dankschreiben
verlesen werden konnten."
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1915 - Die Osterferien werden um 14
Tage verlängert, damit die Schüler bei der
Frühjahrsbestellung helfen können, weil der Mangel an
Arbeitskräften in der Landwirtschaft erheblich ist. Lehrer de Vries muss
Vertretungsunterricht in Grasdorf, später in Haftenkamp erteilen,
wodurch der Unterricht in Esche auf 20 Wochenstunden gekürzt
werden muss.
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1917-1919 - Vom 1. Juni 1917 bis 30.
Dezember 1918 ist Lehrer de
Vries eingezogen. In Esche werden 12
Unterrichtsstunden von Grasdorf und Haftenkamp aus vertreten. Bei
den Schülern zeigen sich große Wissenslücken. Bis
1919 steigt die Schülerzahl bis auf 92 an. Am 1. Oktober 1919 wird
die 2. Lehrerstelle eingerichtet und mit dem Schulamtsbewerber A.
Buddenberg aus Melle besetzt. Da kein zweiter Klassenraum
vorhanden ist, erfolgt der Unterricht für die Klasse II
(Grundschule) am Nachmittag.
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1920 - Nachdem die geistliche
Schulaufsicht zum Jahresende 1919 aufgehoben ist, wird Lehrer de Vries vom 1. Januar bis
1. Juli 1920 mit der Kreisschulaufsicht der Niedergrafschaft betraut.
Es folgt dann als hauptamtlicher Schulrat für die ganze Grafschaft
Bentheim Rektor Valentin
aus Osnabrück.
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1921 - Lehrer Buddenberg scheidet
für einige Monate aus dem Schuldienst aus und wird durch Lehrer Lahmann aus Scheerhorn
ersetzt. Im Winterhalbjahr 1921/22 wird wieder eine ländliche
Fortbildungsschule eingerichtet, die von 12 Schülern besucht wird.
Während in den meisten Gemeinden die Schülerzahlen infolge
der Kriegsjahre stark sinken, ist in Esche nur ein geringer
Rückgang von 92 auf 86 zu verzeichnen.
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1923 - Durch die ungeheure
Geldentwertung durch die Inflation können für die Schule kaum
Anschaffungen gemacht werden. Unter Anleitung des Lehrers schreiten die
Schüler zur Selbsthilfe, indem sie Lumpen und Eisen sammeln und
für den Erlös Lehrmittel, u.a. Wandkarten sowie biblische und
kulturhistorische Bilder kaufen.
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1926 - Durch die Überschwemmung
der Vechte ist die Schule ringsum von Wasser umgeben. Der Schulweg zur
Straße steht kniehoch unter Wasser. Der Unterricht muss für
einige Tage ausgesetzt werden. Nach Drängen ab 1925 wird bis zum
Herbst 1926 der Neubau eines zweiten Klassenzimmers fertiggestellt und
eingerichtet. Über dem Klassenraum ist eine Wohnung für einen
unverheirateten Lehrer mit Wohnzimmer, Schlafstube und Küche
entstanden.
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1927 - Schule und Lehrerwohnungen
erhalten elektrisches Licht.
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1933 - Das Jahr 1933 steht voll und
ganz unter dem Eindruck der gewaltigen politischen Ereignisse,
beginnend mit der Machtergreifung Adolf Hitlers. Von der Schule aus
werden alle Begebenheiten mit lebhaftem Interesse verfolgt.
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Der Beginn des neuen Schuljahres wird auf den
1. April festgelegt; die Ferien werden bis zum 1. Mai verlängert.
Am 1. Mai, dem Tag der nationalen Arbeit, nimmt die Schuljugend an dem
Festzug in Veldhausen teil. Bei der Sonnenwendfeier am 24. Juni werden
auf dem Spielplatz an der Vechte Turn- und Wettspiele veranstaltet. Am
5. Juli fährt die Schuljugend nach Bentheim zur
Freilichtbühne, um der Aufführung von "Wilhelm Tell"
beizuwohnen. Wie alljährlich wird zu Weihnachten eine
Christbaumfeier in der Schule veranstaltet, an der sich auch viele
Erwachsene beteiligen.
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1934 - Der Lehrer Adolf Buddenberg, der seit
1919 in Esche tätig war, wird auf seinen Wunsch nach
Bimolten versetzt. An seine Stelle am 1. Mai der Lehrer August Fryen aus
Osnabrück.
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1936 - Der Lehrer Nonne de Vries tritt zum 1.
April 1936 nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand. Er war 37
1/2 Jahre in Esche tätig.. Der Lehrer August Fryen wird
gleichzeitig mit der vertretungsweisen Wahrnehmung der 1. Lehrerstelle
beauftragt.
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Am 15. April erhält der Schulamtsbewerber
W. Buddenberg
(siehe: L-C-Buddenberg)
aus
Neuenhaus einen Lehrauftrag nach Esche. Vom 1.4. bis 1.5. 1936 ist der
Lehrer Fryen wegen
einer Operation beurlaubt, vom 18. Mai bis 16. Juli zum Heeresdienst
einberufen. Die Vertretung übernimmt W.
Buddenberg. Zum 1. August wird W. Buddenberg nach
Brandlecht versetzt. Lehrer Lahmann,
der schon 1921 einige Monate in Esche war, wird mit der Verwaltung der
1. Lehrerstelle beauftragt.
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1937-1938 - Auch diese Jahre leiden
durch häufigen Lehrerwechsel. Am 1. April wird der Lehrer August Fryen auf Wunsch
nach Osnabrück versetzt. Er ist später Schulrat des
Kreises Melle-Wittlage. Der Lehrer Fr. Holtmeyer, der vorher
in Kalle tätig war, bleibt nur vom 1. - 24. April, um dann an
einem 9-monatigen Werklehrerkurs in Hildesheim teilzunehmen. Am
3. Mai kommt die Schulamtsbewerberin G.
Michel, die vorher schon in Uelsen unterrichtet hat. Sie wird
aufgrund eines Magenleidens am 6.12 beurlaubt und nach ihrer Genesung
in Borgloh eingesetzt. Infolge Lehrermangels bleibt die 2. Lehrerstelle
unbesetzt.. Sie wird erst am 1. Juli 1938 mit der österreichischen
Schulamtsbewerberin Maria
Hubinger aus Hausbrunn in Nieder-Donau wieder besetzt, nachdem
im März 1938 Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen
wurde.
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Ostern 1938 wird die Schule Esche
Gemeinschaftsschule. Die katholischen Kinder besuchten bisher die
katholischen Schulen in Neuenhaus und Hoogstede. Die Schule besuchen
jetzt 87 Kinder.
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Die Schule feiert nach den Herbstferien "mit
Begeisterung die Befreiung der Sudetendeutschen vom tschechischen
Joch". Ab Herbst 1938 sind die neuen Leistungsstufen in den Zeugnissen
zur Anwendung zu bringen:
Schulbesuch:
regelmäßig, ziemlich regelmäßig,
unregelmäßig;
Betragen,
Fleiß
und Aufmerksamkeit: Sehr gut, gut, genügend, ausreichend,
mangelhaft;
Leistungen:
1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 =
mangelhaft, 6 = ungenügend.
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Der Besuch der Ländlichen Berufsschulen
wird ab 1. Oktober 1938 für die 14- bis 17-jährigen
verpflichtend. Die Schule besuchen 20 Schüler am Dienstag und
Freitag von 18 - 21 Uhr.
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1939 - Der bisherige unterrichtsfreie
"Grafschafter Buß- und Bettag" am 1. Februar wird wegen der
katholischen Kinder in der Gemeinschaftsschule abgeschafft. Am 12. und
13. Juli erfolgt ein Busausflug nach Borkum mit Übernachtung in
der Jugendherberge in Emden. Dies ist der erste mehrtägige Ausflug
der Schule. Vom 15. August bis 23. September ist die Lehrerin Hubinger erkrankt. Die
Vertretung übernimmt der Lehrer Lahmann. Es wird
Halbtagsunterricht erteilt.
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1940 - Vom 13. Februar bis zum
Einmarsch nach Holland am 10. Mai hat Esche Einquartierung. Ganz
besonderes Interesse für das Soldatenleben bekunden die
Schüler, die bei allen Übungen auf dem Schulplatz vertreten
sind. Vom 6. Mai bis zum 3. Juli erteilt Lehrer Lahmann an drei Tagen der
Woche Vertretungsunterricht in Hoogstede, weil dort sämtliche
Lehrkräfte zum Kriegsdienst einberufen sind.
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1941-1945 - Der Schuljahrsbeginn wird
von Ostern auf den 1. August verlegt. Die Schulen leiden unter
Lehrermangel. Lehrer Lahmann
wird am 14.5.1941 mit der Verwaltung der Volksschule Veldhausen
beauftragt, da der dortige Hauptlehrer Pfeiffer eingezogen wurde.
Die Beauftragung endet am 19.6.1942, weil Hauptlehrer Pfeiffer wieder
zurückkehrt. Lehrer Lahmann
muss jedoch ab 23.6.1942 für jeweils 3 Wochentage in Alexisdorf
vertreten. Vom 4. bis 15.9. 1942 erkrankt die Lehrerin Hubinger an Diphterie. Am
5. 9. werden beide Klassenräume desinfiziert. Ab 1943 fällt
der Unterricht durch "Fliegeralarm" fast täglich aus. Die
Schüler müssen in den Bunker. Ab 1. Mai 1943 vertritt Lehrer Lahmann dann in Alte
Piccardie, bis Lehrerin Hubinger
nach den Sommerferien dorthin versetzt wird und Lehrer Lahmann in Esche beide
Klassen unterrichtet. Vom 15.2. - 1.3.1945 wird Lehrer Lahmann zum Volkssturm
einberufen und muss Schanzarbeiten in Neerlage verrichten. Der
Unterricht in Esche fällt aus. Am 9. April wird Esche von
kanadischen Truppen besetzt.
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1946 - Die 2. Lehrerstelle wird
zunächst von der Lehrerin Gröninger, dann ab 1.
Mai 1946 von der Lehrerin E.
Kösters besetzt. Nach den Sommerferien wird Esche wieder
eine ev. Bekenntnisschule. Die kath. Schüler besuchen wieder die
kath. Schulen in Neuenhaus oder Hoogstede.
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1948 - Alle Kinder, die ab 1941 nach
den Sommerferien eingeschult wurden, werden nach einer
Regierungsverfügung verpflichtet, die Schule 8 1/2 Jahre zu
besuchen. Sie werden im Herbst automatisch ein Jahr
zurückversetzt. Nach einem Erlass des Kultusministers werden am 4.
Februar 1948 Elternvertretungen gewählt.
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1949 - Die Lehrerin E. Kösters wird auf
eigenen Wunsch am 1. Oktober 1949 an die Pestalozzischule in Nordhorn
versetzt. Ihr Nachfolger ist Gerrit
Jan Genzink aus Agterhorn, der bislang in Echteler tätig
war.
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1951 - Im August 1951 unternimmt die
Schule einen Ausflug an die Porta Westfalika. Es schließen sich
weitere Schulfahrten an, 1953 nach Norderney, 1954 ins Sauerland, 1955
nach Amsterdam, 1956 ins Rheinland (Köln, Bonn,
Königswinter), 1957 nach Borkum und 1958 in den Teutoburger Wald.
Auch in den folgenden Jahren erfolgen Wanderfahrten zu
unterschiedlichen Zielen.
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1958 - Nach Planungen ab 1955 wird 1957
mit dem Neubau einer zweiklassigen Schule begonnen, der Anfang Oktober
1958 vollendet ist. Die Einweihung erfolgt am 23. Oktober 1958. Die
Gesamtkosten einschl. Gartenanlage betragen 127.222 DM, die
Einrichtungskosten 17.116 DM.
Eine Studentin der Pädagogischen
Hochschule Osnabrück absolviert im August/ September erstmalig in
Esche ihr Landschulpraktikum. Weihnachten wird in der Schule eine
Tannenbaumfeier veranstaltet. Vorträge, Wechselgespräche und
kleine Aufführungen werden von den zahlreich erschienenen
Erwachsenen mit Beifall aufgenommen.
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1960 - Der Schulleiter Lambert Lahmann tritt nach
Erreichen der Altersgrenze am 1. April 1960 in den Ruhestand. Er war
fast 24 Jahre ohne Unterbrechung in Esche als Lehrer tätig. Sein
Nachfolger ist der Lehrer Carl-Heinz
Wernecke aus Schüttorf, der am 1. April 1960 durch den
Schulrat Kollmann in
die Planstelle des 1. Lehrers eingewiesen wird. Am 1. Juni wird der 2.
Lehrer Gerrit Jan Genzink
als Schulleiter an die Volksschule Achterberg versetzt. Seine
Nachfolgerin wird die a.p. Lehrerin I. Lahmann von der PH
Osnabrück ab 11.8.1960. Außerdem absolviert in diesem und in
den folgenden Jahren ein Student der PH Osnabrück in Esche sein
Landschulpraktikum.
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1961 - Die alte Schule wird verkauft.
Der 1851 erbaute Teil der alten Schule wird abgerissen, der 1926
erbaute Teil wird zu einer Wohnung umgebaut. Zur Erinnerung wird der
Sandsteinbalken der alten Schule mit der Inschrift "Gebouwd 1851" in
den Grünanlagen der neuen Schule aufgestellt. Von dem Erlös
der alten Schule werden neben der neuen Schule zwei Lehrerwohnungen
gebaut, die am 5. November 1962 bezogen werden können.
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1962 - In Niedersachsen wird das 9.
Schuljahr eingeführt. Die Schüler aus Esche gehen zur
Volksschule Veldhausen. Der Chronist schreibt hierzu: "Damit ist der
erste Schritt zum Abbau der sogen. `Zwergschulen` getan. Im `Zeitalter
der Vermassung` glaubt man, das ländliche Bildungswesen durch die
Zentralisierung in Mittelpunktschulen zu leistungsfähigen Systemen
entwickeln zu können."
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1964 - Die Abschulung der 7. und 8.
Jahrgänge zur Mittelpunktschule Veldhausen wird von der
Elternschaft bei Anwesenheit von Schulrat Thielke und Rektor Stech
aus Veldhausen abgelehnt. Auch 1965 wird die generelle Abschulung nach
Veldhausen abgelehnt. Lediglich einige Eltern erklären sich nach
Einzelgesprächen zur Abschulung ihrer Kinder bereit. Die
Abschulung aller Schüler des 7. und 8. Schuljahrgangs erfolgt dann
Ostern 1966.
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1965 - Die Lehrerin Lahmann wird auf ihren
Antrag am 1. August 1965 nach Düsseldorf - ihrer Heimat -
versetzt. In ihre Stelle wird die Lehrerin z. A. Helma Gründler
eingewiesen.
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1966 - Nach der vollständigen
Abschulung des 7. und 8. Schuljahres nach Veldhausen wird folgende
Gliederung der Jahrgänge vorgenommen: Klasse I umfasst die
Jahrgänge 1 - 3, Klasse II die Jahrgänge 4 - 6. Durch
die Umstellung des Schuljahrsbeginns vom 1.4. auf den 1.8. werden
in Niedersachsen zwei Kurzschuljahre eingeführt: 1. 4. bis 30.11.
1966 und 1. 12. 1966 bis 31.7. 1967. Diese
Maßnahme wurde vom Kultusminister gegen eindringliche Proteste
der Lehrerschaft, die für ein Langschuljahr plädierte,
vorgenommen. Da am 1.12.1966 keine Einschulungen erfolgen, entsteht in
den nächsten acht Jahren zwischen den Schuljahren eine Lücke.
Außerdem muss von Dezember bis Ostern jeweils eine Klasse 9 s
eingerichtet werden.
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1967 - Nach der Fertigstellung des
Schwimmbades und der Turnhalle in Osterwald fahren die Schüler der
Klasse II jeden Samstag zum Schwimmen und Turnen nach Osterwald.
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1968 - Zum 27. 8. 1968 übernimmt
der 1. Lehrer Carl-Heinz
Wernecke auf seinen Antrag die Leitung der Mittelpunktschule
Georgsdorf. Mit der Versetzung von Herrn Wernecke endet die
vorliegende Abschrift der Schulchronik von Esche. Zur weiteren
Geschichte der Schule Esche wird nachgetragen: Nachfolger von Herrn Wernecke wird der Lehrer Willi vom Baur.
1969 - Dr. Ernst Kühle
schreibt über Esche (Quelle: Der Grafschafter, August 1969, Seite
637): "Eine Schule im Grünen mit elektrischer Heizung und
Parkettfußboden,1960, und die Möglichkeit, Turnhalle und
Schwimmbecken im benachbarten Osterwald zu nutzen, haben die
Grundausstattung der Gemeinde verbessert; neue Straßen und
Vechtebrücken im Anschluss an die Flussregulierung kamen der
Verkehrslage zugute. Einwohner, die ihre Jugend im Dorfe verlebten,
durch ihren Beruf aber verziehen mussten, finden, wie Terwey-Jost, ihren
Heimatort schöner geworden. Sie, die früher im Sommer nur auf
sandigen , im Winter auf grundlosen Wegen zum Kirchort gelangen
konnten, sehen ihre Gemeinde mit festen Straßen zu jedem Hof
ausgestaltet".
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1972 - Am 1. 8.1972 wird der Lehrer Willi vom Baur zum
Konrektor der Ev. Grundschule Emlichheim ernannt. Es wird davon
ausgegangen, dass die Schule Esche zu diesem Zeitpunkt aufgelöst
wird. Nach den Aussagen in den Jahrbüchern des Heimatvereins wird
Herr vom Baur von
1969 bis 1972 als Schulleiter der Schule Esche aufgeführt.
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Quellen: Schulchronik der Volksschule Esche
1894 - 1968, Abschrift von Herrn Achim Röder,
Neuenhaus, zur Verfügung gestellt.
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