| Volksschule Grasdorf |
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Im Jahre 1894 beginnt der Lehrer L.
Christmann mit dem Schreiben
der Schulchronik der Volksschule
Grasdorf.
Nach seinen Angaben gehörten damals zur Schulgemeinde die
Ortschaften Grasdorf, Teich und Thesingfeld, die zum Kirchspiel
Veldhausen gehörten. Es ist nicht bekannt, ab wann in diesem
Bereich eine Schule betrieben wurde. Der ursprüngliche
Standort der Schule lag in Teich. Sie war einklassig. Die genaue Lage
ist jedoch nicht bekannt.
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1821 - Die
Schule Grasdorf wird
erstmals in einer Armenrechnung der Kirchengemeinde Veldhausen
erwähnt. Im Jahre 1821 erhält der Schulmeister von Grasdorf, G. Lambers, für
die armen Kinder in der Schule an Schulgeld und für
Bücher 11 Stüber und 4 Deut (Umrechnung: 1 Gulden = 20
Stüber; 1 Stüber = 8 Deut). (Quelle: Auszug aus der
Armenkasse, von Gerhard Plasger bereitgestellt).
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1828 - Im
Jahre 1828 unterrichtet in
der Schule Grasdorf ein Lehrer Volkers 30 Schulkinder
(nach Angaben von Pastor Stiasny "Aus Veldhausens kirchlicher
Vergangenheit und Gegenwart, unveröffentlichtes Manuskript).
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1840 - Der
Chronist berichtet,
das 1840
die Schule an der Stelle, wo die alte Schule stand, neu erbaut wird.
Lehrer an der Schule ist ein Lehrer Veldjans aus Esche.
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1846-1867 - Lehrer Veldjans wird
wegen
geistiger Unfähigkeit aus dem Schulamt entlassen. Ihm folgt 1847
Lehrer Geerds aus
Veldhausen, der 1852 nach Osterwald berufen wird.
1853 wird der Lehrer F.W.Naber
aus Veldhausen in Teich angestellt, der
jedoch nach kurzer Wirkungszeit an Schwindsucht stirbt. Danach
erhält der Präparant J.W.Zweers, ebenfalls aus
Veldhausen,
die Schulstelle. Er stirbt 1867 ebenfalls an Schwindsucht. Sein
Nachfolger ist der Lehrer G.
Leemhuis, der vom Königlichen
Oberkirchenrat zu Nordhorn im Juni 1867 mit der Verwaltung der
Schulstelle betraut wird.
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1894 - Nach
längerem Leiden
stirbt
Lehrer Leemhuis im
August 1894 ebenfalls an Schwindsucht. Am 15. April
wird der Schulamtsbewerber L.
Christmann mit der Vertretung des
erkrankten Lehrers beauftragt. Er wird dann ab 1. Oktober 1894 von der
Königlichen Regierung zu Osnabrück mit der Verwaltung der
Schulstelle beauftragt.
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Über die Schulaufsicht schreibt der
Lehrer Christmann in
der
Schulchronik: Bis zum Jahre 1872 standen die Schulen der Grafschaft
Bentheim unter der Aufsicht des Herrn Oberschulinspektors Fokke zu
Neuenhaus. Nach dessen Tode wurden der Herr Schulrat Hasse, dann Herr Müller
und dann Herr Kietz
schulkundige Mitglieder des
Oberkirchenrates zu Nordhorn. Nach Aufhebung des Königlichen
Oberkirchenrates zu Nordhorn 1885 ging die Schulverwaltung an die
Königliche Regierung zu Osnabrück über. Mit der
Schulaufsicht wurde der Seminardirektor Schulrat Dierke beauftragt.
Seit April 1886 wurden für die Grafschaft Kreisschulinspektoren
berufen, für die Niedergrafschaft Herr Pastor Nyhuis zu Arkel.
Pastor Nyhuis
inspizierte die Schule zum ersten Male am 15. September
1886.
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Über das Schulgebäude in Teich
schreibt der Chronist u.a.:
Obwohl die Schule noch nicht sehr alt ist, ist ihr Zustand mangelhaft.
Die Mauern reißen an verschiedenen Stellen, das Dach ist
schlecht, von den Fenstern lässt sich nur noch eins öffnen.
Das Schulgebäude ist 8 m lang und 5 m breit. Auf dem Boden der
Schule befindet sich der Torfraum. 1893 wurde neben der Schule ein
Abort
erbaut. Zu Schutz gegen den Ostwind wird im Dezember 1894 eine
Windtür vor der Schule angebracht.
Das Gebäude wurde von 1840 bis 1896
als Schule genutzt.
Danach wohnten in dem Gebäude die Familien Lüken und
Handlögten,
heute Heinz-Alfred Denkena, Nordhorner Str. 33
(Bild und Auskünfte von Herrn Titz, Landkreis)
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Am weitesten von der Schule entfernt ist
Grasdorf. Der Schulweg dauert
bis zu einer Stunde. Da die Kinder im Sommer oft auf dem Felde helfen
müssen, ist ihr Schulbesuch unregelmäßig.
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Die Unterrichtsgegenstände sind Bibl.
Geschichte, Bibellesen,
Kirchenlied, Katechismus, Deutsch, Schreiben, Rechnen, Raumlehre,
Geschichte, Geographie, Naturgeschichte, Naturlehre, Singen, Handarbeit
für die Mädchen und im Sommerhalbjahr Turnen für die
Knaben.
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1895 - Ostern
1895 wird ein
Sprachlehrbuch von der Schürenstiftung in der Schule
eingeführt. Die Rechenbücher folgen nach und nach.
Schon seit längerer Zeit schweben Verhandlungen über den
Neubau einer Schule nebst Lehrerfamilienwohnung.
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1896 - Lehrer Christmann wird
Ostern
1896 mit der Verwaltung der Schulstelle in Georgsdorf beauftragt. An
seine Stelle tritt Lehrer Freesemann
aus Leer. Am 14. April findet die Einweihung der Kreisbahn in Neuenhaus
statt, an
der auch die Schüler teilnehmen, um das Dampfross zu sehen, das
den
meisten unbekannt ist. Die erste Fahrt erfolgt im Sommer bei einem
Ausflug nach Fernliegen.
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1897 - Im
Herbst 1896 beschließt
der Schulvorstand, den Schulbau an der Westseite der Nordhorner
Straße etwa 300 m hinter Thesingfeld in der Gemeinde Grasdorf zu
errichten. Mit dem Bau wird im März 1897 begonnen. Von den Kosten
von 12.200 Mark übernimmt die Regierung 6.500 Mark. Die
Fertigstellung erfolgt im September 1897. Die Längsseite des
Hauses ist 20 m lang und 5 m von der Straße entfernt. Der
Klassenraum ist 8 x 6 m groß und wird mit 16 neuen
Schulbänken ausgestattet. Der Spielplatz liegt südlich vor
dem Klassenraum. Im übrigen Teil des Gebäudes ist die
Lehrerwohnung untergebracht, ebenfalls im Obergeschoss. Die
Einweihungsfeier erfolgt am 29. Oktober mit vielen Gästen. Die
alte Schule in Teich wird verkauft und zu einer Wohnung umgebaut.
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1899 - Lehrer Freesemann wird
auf
Antrag am 1. Oktober 1899 aus dem hiesigen Bezirk entlassen. Sein
Nachfolger in Grasdorf wird Lehrer Bleumer aus Uelsen.. Ostern
1899
beträgt die Zahl der Schüler 59.
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1906 - Die
Zahl der Schüler ist
auf 82 angestiegen. Es wird deshalb die Halbtagsschule eingerichtet.
Die Ober- und Mittelstufe erhalten 20, die Unterstufe 12 Wochenstunden.
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1907 - Lehrer Bleumer wird zum
1. April
1907 nach Papenburg versetzt. An seine Stelle tritt Lehrer Christmann
aus Georgsdorf, der schon von 1894 bis 1896 hier tätig war.
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1908 - Die
Schule besuchen 94
Schüler. Durch das neue Schulunterhaltungsgesetz werden die
Familien der Gemeinde Grasdorf rechts der Vechte dem Schulverband
einverleibt. Die Schüler besuchen jedoch weiter die Schule
Veldhausen. Der Schulverband hat für jedes Kind 15 Mark Schulgeld
jährlich zu zahlen. Der Besitzer des Bochtschen Kolonats an der
Dinkel erhält die Vergünstigung, seine Kinder nach Lage zu
schicken.
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1913 - Das
Jahr 1913, 100 Jahre nach
den Befreiungskriegen, ist reich an vaterländischen Gedenktagen.
Besonders wird am 18. Oktober dankbar der großen
Völkerschlacht bei Leipzig gedacht.
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1914-1917 - Vom
9. Dezember 1914 bis Ende
Juli 1917 ist der Lehrer Christmann
zum
Militärdienst einberufen. In dieser Zeit wird
Vertretungsunterricht
durch sieben Lehrer aus Neuenhaus und Lage erteilt. Lehrer Christmann
muss danach Vertretungsunterricht in Esche erteilen. Dadurch leidet der
Unterricht in Grasdorf sehr. Außerdem ist der Schulbesuch nicht
regelmäßig, weil die Kinder viel in der Landwirtschaft
helfen müssen.
Die Verordnung, dass die Kinder während des Krieges zur Aushilfe
in der
Landwirtschaft beurlaubt werden können, wird von den meisten
Leuten
weidlich ausgenutzt.
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1918 - Mit
Beginn des 4. Quartals
fällt die Vertretung in Esche nach
Entlassung des dortigen Lehrers aus dem Militärdienst weg, so dass
wieder voller Unterricht erteilt werden kann.
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1919-1920 - Die
Schule wird in diesem
Schuljahr von 92 Kindern besucht. Am 24.
August 1919 stirbt nach kurzer heftiger Krankheit (Karbunkel am Hals)
der Lehrer Christmann.
Bis Februar 1920 erteilt der Lehrer H.
Wildberger Vertretungsunterricht. Die Stelle wird dann am 1. März
1920
dem Lehrer Georg Varwig
aus Erpen (Kreis Iburg) übertragen. Da am
gleichen Tage wegen der hohen Schülerzahl die 2. Lehrerstelle
eingerichtet wird, verbleibt Lehrer Wildberger als 2. Lehrer an
der
Schule. Der Unterricht muss in einem Klassenzimmer erteilt werden.
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Am
7. März 1920 wird erstmalig der Elternbeirat gewählt. Am
1. Juli
1920 wird ein langjähriger Wunsch der Lehrerschaft erfüllt.
Die
hauptamtliche Fachaufsicht wird Herrn Rektor Valentin, dem bisherigen 1.
Vorsitzenden des Bezirkslehrerverbandes Osnabrück,
übertragen, der zum
1. Januar 1921 zum Kreisschulrat ernannt wird.
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Im
September 1920 besuchen 99 Kinder die Schule. Wegen des fehlenden
zweiten Klassenzimmers können im Winter von den zwei
Lehrkräften
einschl. Handarbeit nur 48 Wochenstunden erteilt werden. Wegen der
anhaltenden Teurung besteht keine Aussicht auf Bau eines zweiten
Klassenraumes.
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1922 - Eine
Beschlussfassung über
den Bau eines zweiten Klassenzimmers wird
vom Schulvorstand bei Anwesenheit der Gemeindevertretungen von
Grasdorf, Teich und Thesingfeld sowie des Landrates nach langer
Beratung
vorläufig vertagt, da die Kosten von 150.000 Mark als zu hoch
angesehen
werden. (Ein Jahr später kann man für diesen Betrag infolge
der
Inflation nur noch 30 Pfund Butter kaufen.)
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1923 - Lehrer Varwig wird zum
Schuljahrsbeginn 1923 als Hauptlehrer nach
Lüstringen bei Osnabrück versetzt. Seine Stelle
übernimmt Lehrer Vennebrügge
aus Nordhorn.
Im Gegensatz zu anderen Gemeinden kommen aus dem Ruhrgebiet wegender
Ruhrbesetzung nur 4 Kinder nach Grasdorf, von denen 2 bald wieder
zurückgehen.
Erstmalig geht der diesjährige Schulausflug über die Grenzen
der Grafschaft hinaus bis nach Tecklenburg.
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1924 - Nach
Ende des Krieges und der
Inflation kann nach zehn Jahren wieder
etwas für die Unterhaltung der Schule und des Schulhauses getan
werden.
So werden der Anstrich außen und innen erneuert und ein neuer
Brunnen
angelegt, da das Wasser im alten Brunnen wegen seiner dunkelbraunen
Farbe nicht mehr zu brauchen ist. Der Schulplatz wird
vergrößert,
aufgefahren und eingezäumt. Außerdem wird ein Bauplatz
für das zweite
Klassenzimmer gekauft.
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1926-1927 - Nach
Zusagen der Regierung und
des Landkreises auf großzügige
finanzielle Unterstützung werden im Laufe des Sommers 1926 ein
neuer
Klassenraum, eine Lehrerwohnung für einen unverheirateten Lehrer
und
dahinter ein freistehendes Abortgebäude gebaut. Die Gesamtkosten
belaufen sich auf 16.000 Mark. Der Klassenraum ist erst am 15. Januar
1927, die Lehrerwohnung erst am 15. April bezugsfertig. Die Schule ist
jetzt dreiklassig mit zwei Lehrern. Jede Klasse hat getrennten
Unterricht außer in Sport und Singen, in denen Ober- und
Mittelstufe
kombiniert sind. Herr Vennebrügge
hat die Oberstufe, Herr Wildberger
die Mittel- und Unterstufe.
Im Laufe des Schuljahres erhält die Gemeinde Grasdorf elektrisches
Licht. Beide Schulräume und Lehrerwohnungen werden angeschlossen.
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1929 - Im
Monat Februar tritt eine
solche Kälte (unter - 20 Grad) ein, dass
etwa eine Woche lang fast kein Kind zur Schule kommen kann, der
Unterrichtsbeginn wird auf 9 Uhr gelegt, aber auch dann noch ist der
Schulbesuch ungenügend. Etwa drei Wochen lang wird der Unterricht
durch
die Kälte fast ganz lahmgelegt.
Ostern 1929 werden Teich nach Neuenhaus und Thesingfeld nach Grasdorf
eingemeindet. Da Neuenhaus zunächst keine
Unterbringungsmöglichkeit
hat, bleiben die Kinder aus Teich in der Grasdorfer Schule. Im Laufe
des Schuljahres steigt die Schülerzahl immer stärker an und
erreicht
Ostern 1930 104 Schüler, davon 34 gastweise aus Teich. Nach
Umschulung
dieser Schüler nach Neuenhaus hat Grasdorf zu Beginn des
Schuljahres
1930/31 noch 71 Schüler.
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1930 - Lehrer Wilderer
verunglückt
Ende Oktober mit seinem Motorrad und
fällt 5 Wochen aus. Durch Masern erkranken mehr als die
Hälfte aller
Schüler.
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1931-1932 - Zum
1. November 1931 wird Lehrer Wilderer,
der
mehr als 12 Jahre in
Grasdorf tätig war, auf seinen Wunsch nach Aschen, Kreis Burg,
versetzt. Sein Nachfolger, Herr Düsterer aus
Osnabrück, bleibt nur
vier Monate hier. Am 1. März 1932 kommt Herr Göttin, ebenfalls aus
Osnabrück. Innerhalb eines halben Jahres wechselt somit ein
großer Teil
der Kinder dreimal den Lehrer. Da sich die wirtschaftliche Lage auf dem
Lande sehr verschlechtert und
besonders die "kleinen Leute" unter Geldmangel leiden, kann im Sommer
1932 kein größerer Ausflug gemacht werden.
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1933-1945 - Auf
Befehl der britischen
Militärregierung im Jahre 1945 sind die
Eintragungen der Schuljahre 1933/34 bis 1944/45 aus der Schulchronik
herausgetrennt worden, so dass über diese Zeit nicht berichtet
werden
kann.
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1945 - Nach
der Besetzung durch die
britischen Truppen am 2. April beginnt der
Unterricht wieder am 29. August. Sämtliche Lehrer wurden auf ihre
politische Tätigkeit überprüft. Sämtliche
Schulbücher wurden eingezogen.
Bei Unterrichtsbeginn haben die Schüler nur etwas Schreibmaterial
in
ihren Büchertaschen. Das Grenzgebiet zu den Niederlanden - bis zur
Straße Neuenhaus
-Nordhorn - muss auf Anordnung der Militärregierung geräumt
werden.
Hiervon sind fast 30 Familien betroffen, die in Nachbargemeinden
Unterkunft finden. Dadurch fällt die Schülerzahl um 23 auf
87. Lehrer in Grasdorf sind Herr Vennebrügge
und Frau Hargens-Klotz.
Wegen
des Lehrermangels in Neuenhaus muss jedoch die Lehrerin Frau Hargens-Klotz
dort aushelfen. Die Schule bleibt - wie es die ganzen
Kriegsjahre über war - einklassig.
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1946 - Nach
dem Schuljahrsbeginn
ab 1941 im August wird er jetzt wieder auf
Ostern verlegt. Ostern 1946 besuchen 101 Kinder die Schule. Sie
führt
wieder ihre alte Bezeichnung Ev. Volksschule Grasdorf. Die katholischen
Schüler gehen wieder nach Neuenhaus in die Kath. Volksschule
Neuenhaus. Wegen des außergewöhnlich starken Winters werden
die
Weihnachtsferien
bis zum 16. Januar 1947 verlängert. Wegen der großen
Kälte fehlen danach
auch noch sehr viele Kinder.
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1947 - Durch
die Versetzung von
Zollbeamten und die Umquartierung einiger
Flüchtlingsfamilien fällt die Schülerzahl auf 85. Nach
vielen Jahren
wird wieder ein Tagesausflug mit der Eisenbahn in die Obergrafschaft
gemacht.
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1949 - Die
Schulpflicht wird für
alle Kinder, die während der Nazizeit im
Hebst eingeschult wurden, um ein halbes Jahr verlängert. So kommt
es, dass Osten 1949 kein Kind entlassen wird.
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1951 - Wegen
einer Englandreise wird
die Lehrerin Hargens-Klotz
für ein halbes
Jahr vom 1.7. - 31.12.1951 beurlaubt. Die Vertretung übernimmt der
Rektor i.R. W. Krause,
vorher in Alexisdorf tätig. Im Herbst werden sämtliche Giebel
der alten Schule erneuert, da
sämtliche Holzteile vollständig morsch geworden waren.
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1953 - Da
sich die Inneneinrichtung der
alten Schule schon seit Jahren in einem
sehr schlechten Zustand befand, wird sie vollständig mit Tischen
und
Stühlen, einem Lehrertisch und einem Schrank erneuert.
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1956-1957 - Im
Dezember 1956 wird der Lehrer Hermann
Vennebrügge, der fast 34 Jahre
die Volksschule Grasdorf leitete, in den Ruhestand versetzt Er verzieht
nach Bramsche. Er stirbt dort am 25. Februar 1973. Am 1. Januar 1957
übernimmt der Lehrer Wilhelm
Snippe die Leitung der Schule. Er ist seit
1957 im Schuldienst und war bisher an der zweiklassigen Volksschule in
Alexisdorf tätig.
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1958 - Im
Frühjahr 1958 werden
umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten an der Lehrerwohnung
durchgeführt. Der Chronist berichtet über vielfältige
Ausflugsfahrten, die
jährlich
mit den verschiedenen Schülergruppen durchgeführt werden. Die
jährlich
stattfindenden Elternabende finden bei den Besuchern großen
Anklang. Zu
Weihnachten sammeln die Schüler für das Heimkehrerlager in
Friedland und
schicken Pakete mit Kulturbeuteln und Kleidung.
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1959 - Ein
Student der
Pädagogischen Hochschule Osnabrück absolviert zwischen
Sommer- und Herbstferien sein Landschulpraktikum an der Schule. Dies
erfolgt auch in den folgenden Jahren.
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1963 - Die
Umschulung der beiden oberen
Jahrgänge Ostern 1963 nach Neuenhaus scheitert am Widerstand der
Eltern.
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1964 - Im
Laufe des Sommers 1964 werden
eine Pausenhalle und Toilettenräume fertiggestellt und in Betrieb
genommen. Im Sommer 1964 wird von der Schule ein
Schülerlotsendienst
eingerichtet.
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1966 - Ostern
1966 werden der 7. und 8.
Schuljahrgang zur Mittelpunktschule
Neuenhaus abgeschult. An der Volksschule Grasdorf verbleiben nur noch
die Jahrgänge 1 - 6. Wegen der Umstellung auf den Schuljahrsbeginn
im August wird die Zeit
vom 1. April 1966 bis zum 1. August 1967 in zwei Kurzschuljahre
aufgeteilt. Zum 1. Dezember 1966 finden Versetzungen, aber keine
Neuaufnahmen statt. Es wird eine neue Lehrerdienstwohnung gebaut. Der
Schulleiter kann
damit
aus dem 1896 gebauten alten Schulgebäude ausziehen. Der Umzug
erfolgt
am 3. Dezember 1966. Die Gesamtkosten betragen 90.341 DM.
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1967 - Nach
einem Beschluss der
Elternschaft und des Gemeinderates wird das 5.
Schuljahr zum 1.8.1967 nach Neuenhaus zur Mittelpunktschule abgeschult,
da dort die Förderstufe eingerichtet wird Seit 1967 besuchen die
Schüler aus Grasdorf jede Woche das
Schwimmbad
und die Turnhalle in Osterwald. Die Fahrtkosten werden von der Gemeinde
übernommen.
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1968 - Im
Sommer 1968 startet der
letzte größere Ausflug mit dem 4. und 6.
Schuljahr zu einer Schiffsrundreise über die Schleusen bei Minden
und
zur Porta Westfalica.
Ab August 1968 ist die Schule Grasdorf eine reine Grundschule. Da Herr
Snippe in den Schuljahren 1968/69 und 1969/70 jeweils nur ein 3. bzw.
ein 4.
Schuljahr unterrichtet, wird er mit 10 Wochenstunden nach Neuenhaus
abgeordnet
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1969 - Nach
einem schweren
Schülerunfall am 12. November 1969 ruft der Elternrat der
Schule zu einem eintägigen Warnstreik am 21. November auf. Es wird
die
umgehende Schaffung eines Radweges an der Bundesstraße 403
gefordert.
Nach den Weihnachtsferien können die Schüler der Schule
Grasdorf mit
einem Bus zur Schule fahren. Die Kosten betragen pro Woche und Familie
3,50 DM. Den Rest der Fahrtkosten übernimmt die Gemeinde.
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1970 - Ab
April 1970 werden die
Gemeinden Grasdorf, Hilten und Veldhausen zur
Einheitsgemeinde Neuenhaus vereinigt. Schulträger der Grundschule
Grasdorf ist die Stadt Neuenhaus.
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1975 - Die
Lehrerin Hargens-Klotz
wird zum Ende
des Schuljahres 1974/75 in den
Ruhestand versetzt. Sie stammt aus Erfurt und war seit dem 1. April
1937 in Grasdorf tätig. Sie behält ihre Wohnung über der
2. Klasse der
Schule bei.
Die 2. Lehrerstelle wird mit der Lehrerin Gerda Hagmann besetzt. Sie
wurde in Haftenkamp geboren und war bisher an der
Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Nordhorn tätig.
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1976 - Frau Hagmann hat vom
7.1. bis
2.4.1976 Mutterschaftsurlaub. Die
Vertretung übernehmen der Lehrer Volker Pahnke aus
Veldhausen mit 15
Wochenstunden und die Lehrerin Elisabeth Tuente aus Hilten
mit 10
Wochenstunden. Zum Ende des Schuljahres wird Frau Hagmann an die
Sonderschule Neuenhaus versetzt.
Mit jeweils 19 Wochenstunden werden die Lehrerinnen z.A. Heike Droste
und Elisabeth Bührig
zum Schuljahrsbeginn 1976/77 in Grasdorf
eingesetzt.
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1977 - Zum
1. Februar 1977 wird die
Lehrerin z.A. Bührig
nach Bad Laer versetzt. Gleichzeitig wird der Lehrer Hans-Jürgen Binder mit
14
Wochenstunden, ab 1. August mit voller Stundenzahl von der
Orientierungsstufe Neuenhaus nach Grasdorf abgeordnet. Frau Droste
erteilt ab 1. 8.1977 bis zu ihrer 2. Prüfung nur noch 8 Stunden
Unterricht.
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1978 - Nach
ihrer 2. Prüfung am
21.4.1978 ist Frau Droste
arbeitslos. Sie erhält zum 1.8.1978 eine Stelle in Hannover.
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1979 - Am
1.8.1979 verlässt der
bisherige Schulleiter Snippe
die Schule und übernimmt die Leitung des Grundschule in Lage.
Damit endet die Schulchronik der Grasdorfer Schule. Grasdorf wird eine
Außenstelle der Grundschule Neuenhaus.
Im Bericht über die Grundschule Neuenhaus (siehe: E14) heißt es: Die
bisherigen Grundschulbezirke Neuenhaus, Grasdorf und Hilten werden ab
1. August 1979 zu einem Grundschulbezirk zusammengefasst. Gleichzeitig
tritt aber als Übergangsregelung in Kraft, dass einstweilen in den
beiden Schulen Grasdorf und Hilten als Außenstellen der
Grundschule Neuenhaus weiter unterrichtet wird. Dort verbleiben die
Kinder aus dem 1. und 2. Schuljahr des bisherigen Einzugsbezirks. Dabei
wird vorausgesetzt, dass es mindestens 18 Schüler in einer
kombinierten Klasse, jeweils 15 Schüler bei Bildung von 2 Klassen
in Hilten sind (GN, 29.3. und 20.7.1979).
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1988 - Nachdem
die Zahl der Schüler an der Außenstelle Grasdorf auf 14
abgesunken ist, wird die Außenstelle geschlossen. Die Kinder
besuchen künftig den Hauptstandort der Schule in Neuenhaus.
Dagegen werden Proteste angemeldet (GW, 26.8.1987, und GN, 6.2.1988).
2010 - 19 ehemalige
Schüler der Entlassjahrgänge
1958 bis 1961 der früheren Volksschule Grasdorf feiern ein
fröhliches Klassentreffen. Der Gang durch die alten
Schulräume weckt Erinnerungen. Der Unterricht fand in der kleinen
Dorfschule in einer Klasse statt (GN, 17.9.2010).
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Quellen:
- Schulchronik der Volksschule Grasdorf,
1894 -1979, Abschrift von Herrn Achim Röder, Neuenhaus, zur
Verfügung gestellt.
- Artikel
aus der örtlichen Presse,
Fundstellen im Text angegeben
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