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2008 -
Dank Zuwendungen des Fördervereins
und der Samtgemeinde in Höhe von jeweils 500 € werden acht
Konzertgitarren gekauft. Damit ist der Grundstock für ein
Gitarrenensemble gelegt worden (GN, 7.4.2008).
2009 - Die
Realschule Neuenhaus soll zum nächsten Schuljahr ein Ganztagsangebot
erhalten. Sie soll ihren fast 500 Schülern ein
regelmäßiges, offenes Nachmittagsangebot bereitstellen. Mit
diesem einstimmigen Beschluss des Rates der Samtgemeinde hat nach den
Schülern, ihren Eltern sowie den Lehrern auch der Schulträger
den Plänen der Schule zugestimmt. Die
Samtgemeinde wird sich damit befassen müssen, den
notwendigen Raum für eine Mensa und einen Freizeitbereich zur
Verfügung zu stellen. Das Ganztagsangebot soll vorsehen, dass die
angemeldeten Schüler an vier Nachmittagen in der Woche in der
Schule sind. Die Teilnahme ist freiwillig, nach der Anmeldung
jedoch verpflichtend. Die Schüler erhalten ein Mittagessen. Der
zusätzliche Unterricht mit Hausaufgabenhilfe, Förderstunden,
Vorbereitungskursen und Freizeitangeboten endet um 15.45 Uhr. Die
Realschule hat bereits eine Vielzahl von möglichen
Nachmittagsangeboten in Aussicht genommen (GN, 27.3.2009).
An der Realschule ist die Errichtung
einer Mensa, einer
Schulküche und einer Aula vorgesehen. Der neue
Komplex soll sich räumlich an den bestehenden Werk-, Textil- und
Kunsttrakt angliedern, der in diesem Zusammenhang energetisch saniert
wird. Die Verwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 600.000 Euro.
Davon sollen 232.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II fließen. Die
restlichen 368.000 Euro müssen von der Samtgemeinde bezahlt werden
(GN, 28.5.2009).
Der Leiter der Realschule, Christian
Petras, feiert sein 40-jähriges
Dienstjubiläum und erhält von Schulrat Udo Tiemann die
Dankesurkunde der Landesschulbehörde. Nach Abitur, Studium und
Tätigkeit in Ostfriesland kam der Jubilar im Oktober 1982 zu
seinem dritten Schulstandort nach Neuenhaus. Hier leitete er 23 Jahre
lang den Schulzweig Orientierungsstufe an der KGS Neuenhaus. Nach einer
Übergangsphase baute er die Realschule mit auf. Er führte die
eigenverantwortliche Schule ein und bereitete die offene Ganztagsschule
vor, die zum 1. August 2009 starten soll. "Dabei haben Sie immer in
allen Positionen selbstbewusst, engagiert und bestimmt Ihre Position
und die Ihrer Schule vertreten. Sie sind eine Persönlichkeit, die
keine einfachen Lösungen und Antworten liebt", bescheinigt ihm Tiemann (GN, 19.6.2009).
Mit Schuljahrsbeginn startet an der Realschule der freiwillige Ganztagsbetrieb, der
montags bis donnerstags um 12.55 Uhr nach der 6. Stunde beginnt. Er
besteht aus drei Hauptangeboten: Dem Mittagessen, das die Schüler
der Jahrgangsstufen fünf und sechs in der Grundschule, die
übrigen Schüler in der Hauptschule einnehmen, der
Hausaufgabenhilfe und den Freizeitangeboten. Das Essen kostet 3,20
Euro, wovon die Samtgemeinde einen Euro übernimmt.Die
Hausaufgabenhilfe für die Schüler der fünften und
sechsten Klassen übernehmen ältere Realschüler und
Gymnasiasten. Die übrigen Schüler werden von
Oberstufenschülern des Gymnasiums betreut. Die 7,50 Euro
Stundenlohn bezahlt die Realschule aus den zusätzlichen
Landesmitteln. Außerdem bieten Lehrer sogenannte Lift-Kurse an.
Sie richten sich an Realschüler, die nach der 10. Klasse an das
Gymnasium wechseln wollen. Die 25 Freizeitangebote reichen von Rudern,
Ballspielen und Tennis über das Herstellen von Silberschmuck und
archäologische Experminte bis Tastschreiben, einen
Mofa-Führerscheinkurs und einen Popchor. Der Ganztagsbereich endet
um 15.45 Uhr (GN, 22.8.2009).
2010 - Beschluss des Samtgemeinderates
"Der Rat der Samtgemeinde Neuenhaus
fasst
in seiner Sitzung am 15. Februar 2010 folgende
Beschlüsse:
-
Die Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen wird
gemäß § 106 Abs. 1. Niedersächsisches Schulgesetz
(NSchG) zum 1.August 2010 um den Schulzweig Hauptschule
eingeschränkt und als Grundschule Veldhausen fortgeführt.
-
Der Schulzweig Hauptschule der
Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen und die Hauptschule
Neuenhaus werden gemäß § 106 Abs. 1 NSchG zum 1. August
2010 zu einer Schule zusammengelegt.
-
Die Hauptschule und die Realschule
Neuenhaus werden gemäß 3 106 Abs. 5 NSchG zum 1.
August 2010 organisatorisch zusammen gefasst und als Schulzweig
Hauptschule und Schulzweig Realschule dieser neuen Schule
geführt".
(Bekanntmachung in den GN, 19.2.2010)
Schüleraustausch
Zum siebten Mal
haben die Realschule
Neuenhaus und die "Koninklijke
Schoolengemeenschap (KSG) Apeldoorn " einen Schüleraustausch mit ihren
neunten Klassen organisiert. Die Deutschschüler aus Apeldoorn
wohnten für vier Tage bei Niederländischschülern in
Neuenhaus und Umgebung. Im Juni erfolgt der Gegenbesuch in Apeldoorn.
(GN, 6.5.2010)
Verabschiedung
Realschulrektor Christian
Petras
wird von Schulrat Udo Tiemann
in die Freistellungsphase der
Altersteilzeit verabschiedet. Er erinnert an
seine Stationen seit seiner Einstellung an der KGS Neuenhaus am 21.
Oktober 1982. 1985 übernahm er die
Leitung des Schulzweiges
Orientierungsstufe. Von 2002 bis 2004 war er außerdem
stellvertretender KGS-Leiter und ab 1. August 2004 Leiter der neu
gegründeten Realschule, deren Geschichte jetzt nach nur sechs
Jahren als selbstständige Realschule endet. Nach Ansicht von
Samtgemeindebürgemeister Johann
Arends
hat Herr Petras ein überzeugendes
Schulprofil entwickelt. In den letzten Monaten sei er zum "Architekten der neuen Schule"
geworden, indem er als Vorsitzender der Projektgruppe den Start der
neuen Haupt- und Realschule professionell vorbereitet habe. Nach
Aussagen von Christian Petras biete eine Verabschiedung die Chance,
noch einmal unverblümt seine Meinung zu sagen. Er hat diese
Gelegenheit genutzt, um in aller Öffentlichkeit an die Kernaufgabe von Schule zu erinnern:
Die einzige Konstante sei der Schüler in seiner
Individualität. Der Schüler sei sozial gerecht zu behandeln,
zu guten Leistungen vor allem in Deutsch und Mathematik zu führen
und allgemeinbildend zu wirken. "Alls andere muss sich diesem Ziel
unterordnen", forderte Petras. Schüler bräuchten
Kontinuität und Verlässlichkeit. Während der vergangenen
zehn Jahre sei in Neuenhaus dagegen die Veränderung die einzige
Konstante gewesen - personell, strukturell und baulich. Das es jetzt
zur Vereinigung zu einer Haupt- und Realschule komme, entspreche dem
bundesweiten Trend zu einem zweigleisigen Schulsystem. Dabei müsse
jedoch die Durchlässigkeit zwischen den Schulzweigen beachtet
werden. (GN, 26.6.2010)
Baumaßnahmen
für die Haupt- und Realschule Neuenhaus
Mit Ferienbeginn
hat der Umbau des Kunst- und Werktrakts zum Mittelpunkt der neuen
Haupt- und Realschule
begonnen. Herzstück der neuen Schule ist
die Mensa, die auf einem Teil des Realschulhofs entsteht.
Die nach außen
klare kubische Architektur des Neuenhauser Schulzentrums erweist sich
im Inneren als ein wahres Labyrinth aus Hallen, Fluren, Gängen,
Treppenhäusern, Klassen- und Fachräumen, Büros,
Lehrerzimmern, Gruppenräumen, Abstellkammern, Küchen und
Putzmittelräumen. Beeindruckend ist die Vielzahl der Toiletten –
vom geräumigen Schüler-WC bis zum kaum einen Quadratmeter
kleinen stillen Örtchen. Doch damit soll nun Schluss sein.
Im
Zuge des Baus der Mensa für die neue Haupt- und Realschule hat
sich die Samtgemeinde nach den Worten von Bürgermeister Johann
Arends vorgenommen, das Raumlabyrinth zu entwirren. Wände
werden herausgerissen. Neue, großzügige Klassen- und
Gruppenräume entstehen. Hintergrund der heute
größtenteils
überflüssigen Räume sind die wechselnden Nutzungen der
Gebäude seit 1970. So gab es früher in der Kooperativen
Gesamtschule vier Schulzweige mit den entsprechenden Lehrern und
Verwaltungen, die alle für sich Räume beanspruchten.
Ab
1. August nutzen nur noch zwei Schulen den verwinkelten
Gebäudekomplex am Bosthorst: das Lise-Meitner-Gymnasium und die
neue Haupt- und Realschule.
Das
Herz der Haupt- und Realschule soll künftig genau zwischen den
beiden Schulgebäuden im Kunst- und Werktrakt schlagen. Das Erdgeschosses nimmt
die Küche, Toiletten und das neue gemeinsame
Lehrerzimmer auf. In einem ehemaligen, 110 Quadratmeter großen
Textilraum werden künftig die rund 50 Lehrer ihre Pausen und
Freistunden verbringen. Für die Küche ist der zweite
Textilraum geopfert worden. Ersatz für das Fach „Textiles
Gestalten“ schafft die Samtgemeinde im Realschulgebäude am
Neumarkt.
Die Verwaltung der Haupt- und Realschule
zieht ein
Stockwerk höher in den bisherigen Kunstpräsentationsraum
ein. Rektorin Ulrike Arends, ihre Konrektoren und
Sekretärinnen
residieren in einem durch Fenster, einen neuen Anstrich und
Bodenbelag modern und freundlich gestalteten, 110 Quadratmeter
großen
Verwaltungstrakt.
Um den Lehrern
während der kurzen Pausen
lange Wege zum Hauptlehrerzimmer zu ersparen, werden in den
Schulzweiggebäuden so genannte Lehrerstationen
eingerichtet –
kleine Aufenthaltsräume mit Teeküche. Im
Hauptschulgebäude
wird für die Lehrerstation etwa die ehemalige Lehrertoilette mit
dem Archivraum zusammengelegt. Außerdem dürfen sich die
Lehrer über einige neue Parkplätze
hinter dem Kunst- und
Werktrakt freuen.
Unterdessen hat im
Außenbereich der Bau
der Mensa begonnen. Der Speiseraum in Form eines Dreiecks wird
quasi
in das Gebäude hineingeschoben. Johann Arends hofft auf eine
Inbetriebnahme nach den Osterferien 2011. Die Kosten in Höhe von
1,15 Millionen Euro trägt die Samtgemeinde größtenteils
selbst. Lediglich 140000 Euro werden aus dem so genannten
Konjunkturpaket zwei und 43000 Euro aus Fördertöpfen des
Landes und des Bundes für die allgemeine Schulinfrastruktur
erwartet.
Die derzeitigen
Arbeiten sind jedoch noch längst
nicht die letzten. „So wie der Landkreis seine werden auch wir
unsere Gebäude in den kommenden Jahren energetisch sanieren
müssen“, kündigt Samtgemeindebürgermeister Arends
an. So benötige zum Beispiel für das Hauptschulgebäude
ein neues Dach.
Und Johann Arends hat noch andere Ideen: Er könne
sich vorstellen, das Gebäude der
Burgschule abzureißen und
auf dem Grundstück eine weitere
Sporthalle zu bauen. Die Schüler
der Burgschule gehen ab dem Schuljahr 2011/2012 in Emlichheim zur
Schule. Allerdings gehört das in den 1950er Jahren errichtete
Gebäude dem Landkreis. (GN, 9.7.2010)
Ende
der selbstständigen Realschule
Zum 1.8.2010 werden die Hauptschule und
die Realschule zur Haupt-und Realschule Neuenhaus als neue Schule
vereinigt. Damit endet die Geschichte der Realschule Neuenhaus.
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