| Realschule
Neuenhaus vorher: Latein-
und Rektorschule, dann Mittelschule |
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1616 -
Nach einer Schrift
von Rektor Specht aus
dem
Jahre 1932 entbehrten die gräflichen Beamten und auch die
Pfarrer der Niedergrafschaft nach der Reformation für ihren
Nachwuchs eine Lateinschule. Für die Gründung setzten sich
Graf Arnold Jost und
der Oberkirchenrat ein. 1615 beschließen
dann die vier damals "ambtierenden Bürgermeistere", ab 1616 eine
Lateinschule in Neuenhaus einzurichten. In Bentheim und Schüttorf
besaß man bereits seit 1613 solche Lateinschulen. Zu dem
Deutschlehrer tritt nun der Lateinlehrer. Die neue Lateinschule ist nur
für Knaben vorgesehen. Die Stadt gibt für den Unterhalt der
Schule 30 Reichstaler oder 75 Gulden. Außerdem wird sie
finanziell vom Grafen unterstützt. Angesehene Bürger
müssen mit einem Sammelbuch durch die angrenzenden Städte und
Gemeinden der Niederlande und der deutschen Nachbargebiete reisen, um
Unterstützung für den guten Zweck zu erreichen. Die
Verwaltung des Schulvermögens erfolgt durch die Stadt, die auch
das
Recht hat, die Einkünfte des Lateinlehrers festzulegen.
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Die Privat- oder Lateinschule hat in den
nächsten 250 Jahren im
Wechsel einen oder zwei Lehrer. Sie ist immer in Privathäusern
untergebracht.
Weitere Einzelheiten aus dieser Zeit sind nicht bekannt.
(Siehe auch: Heinrich Specht, Die
Gründung der Neuenhauser Latei- und Rektorschule 1616 und
Georg Kip, Von der
Lateinschule zur Rektorschule in Neuenhaus)
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1867 - Die Chronik der
Realschule beginnt damit, dass
die Privat- oder Lateinschule, wie es dort heißt, am 8. Mai 1867
durch
den Lehrer Lüppe
neu begründet wird. Sie umfasst 60
Schüler
und Schülerinnen in drei Klassen. Neben dem Leiter Lüppe
unterrichten
weitere drei Lehrer an der Schule. Der Pastor Lucahsen übernimmt
den
Religionsunterricht. Der Unterricht findet zunächst im Haus
Brünnemann
am Seifendamm statt, später im Haus an der Ecke
Marktplatz/Hauptstraße.
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1974 - Es erfolgt der Bau
einer Schule mit 4
Klassenräumen hinter dem alten Rathaus (heute abgebrochen). Sie
verdankt ihre Entstehung einer Stiftung. Auf einer Steintafel
heißt es: "Den Herren Landphysikus Dr. med Köhler in
Neuenhaus und Conrad
Roeslingh in Bremen verdankt die
Stadt diese Schule - 1874" (siehe unten!).
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In diesem
Gebäude, das
später um 2 Klassenräume
erweitert wird, sind bis 1957 die Volksschule und die Rektorschule
untergebracht.
Rechts: Zeichnung
von Bernd
Andreas Knoop
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1875 - Erster Rektor der
Schule wird im Oktober 1875
Hauptmann Staehle.
Über ihn und den Mittelschullehrer Fritz van den
Bosch schreibt Georg
Kip in einem Aufsatz über die Mittelschule:
"Es kamen immer nur die Besten
auf auswärtige höhere Schulen, und sie verblüfften dort
dann
meistens durch ihr breites Allgemeinwissen und die Sonderkenntnisse in
ihren
Lieblingsfächern. Die Rektorschule hatte sich unter Staehle und
van
den Bosch, der vor allem ein glänzender Mittler deutscher
Literatur war,
allenthalben einen guten Namen erworben. Übrigens war ihr Ansehen
so,
daß in der kleinsten Rektorschule des Kreises damals oft genug
Schüler
aus der Ober- und Mittelgrafschaft ihre Wissensgrundlage zu verbreitern
suchten."
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1904 - Am 28.10.1904 wird
die Privatschule in eine
städtische Rektorschule umgewandelt. Sie erhält durch
Magistratsbeschluss erstmalig genaue Statuten, die von der Regierung in
Osnabrück genehmigt werden. Hierin heißt es: "Die
städtische Rektorschule soll Knaben und Mädchen
nach Maßgabe vom 15. Oktober 1872 enthaltenen Lehrplans für
die
Mittelschule eine über die Volksschule hinausgehende und in sich
abgeschlossene
Bildung geben. Daneben erhalten Knaben, welche später ein
Gymnasium
besuchen sollten, eine so weitgehende Vorbildung, dass sie unter
Zurhilfenahme
von Privatunterricht im Griechischen in die Obertertia (heute Klasse 9)
eines
Gymnasiums aufgenommen werden können. Der Magistrat ist Patron und
Vertreter
der Schule. Das Schulgeld wird vierteljährlich im voraus erhoben.
Vorsitzender
der Schulkommission ist der Bürgermeister. Die Wahl der
Lehrpersonen
geschieht durch die Schulkommission. Der Magistrat, gez. Fr. Schey, Dr.
Harger, F.L.Harger."
Das aufgestellte Statut enthält insgesamt 16 Paragraphen.
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1907 - Rektor Staehle wird 1907
krankheitshalber
pensioniert. Seine Nachfolger sind zunächst Dr. Ehr bis zu seiner
Pensionierung und dann ab 1921 Dr.
Arends.
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1921 - Die Schule droht
einzugehen. Zwei
Lehrkräfte unterrichten nur noch 83 Schüler. Der bauliche
Zustand der Schule ist besorgniserregend; Lehrmittel sind kaum
vorhanden.
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1922 - Die Schule
lässt den bis dahin erteilten
Unterricht in Latein fallen. Es gibt nur noch Fremdsprachenunterricht
in Französisch
und Englisch. Eine Schülerbibliothek wird am 6.3.1922 aus
freiwilligen Beiträgen der Kinder gegründet. Sie wird mit
einem Bestand von 45 Bänden eröffnet.
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In den Sommerferien 1922 macht Dr.
Ahrends in Begleitung seiner
Frau mit 12 Schülern eine Wanderung über den Teutoburger Wald
von Ibbenbüren nach Detmold. Dauer 8 Tage. Übernachtung in
Jugendherbergen.
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1923-1924 - In der
Inflationszeit ab 1922 steigt das Schulgeld gewaltig an:
1. Januar 1923: Einheimische monatlich, 1 Sprache 800 M, 2 Sprachen 900
M, Auswärtige 100 M mehr.
1. Oktober 1923: Einheimische monatlich, 1 Sprache 10 Milliarden M., 2
Sprachen 12 Milliarden M., Auswärtige 2 Milliarden M. mehr.
Infolge des
allgemeinen Übergangs zur
Goldmarkrechnung wird das Schulgeld neu festgelegt, und zwar
ab 1. November 1923: 2 RM für Einheimische, 2,50 RM für
Auswärtige im Monat,
ab 1. November 1924: 5 RM für Einheimische, 6 RM für
Auswärtige im Monat.
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Es werden umfangreiche Renovierungsarbeiten
des gesamten
Schulgebäudes eingeleitet.
In den Sommerferien 1923 unternimmt die ganze Schule eine
dreitägige Fahrt zur Insel Juist.
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Am 2. September 1923 finden in Neuenhaus die
Reichsjugendwettkämpfe statt, an der auch die Rektoratsschule
teilnimmt und verschiedene Siege davonträgt. Sie finden auch in
den folgenden Jahren statt.
Am 1.4.1924 verlässt Dr. Ahrends die Schule und wird Leiter der
Mittelschule in Naugard (Pommern). Dr. Voigt
übernimmt die Leitung der Schule.
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Die
Schülerzahl steigt in den folgenden Jahren (bis 1927) auf 152
Schüler und Schülerinnen.
Davon kommen 77 aus den umliegenden Gemeinden. An der Schule
unterrichten fünf Lehrkräfte.
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1926 - Durch Erlass des
Ministers für
Wissenschaft, Kunst und Volksbildung erfolgt im Schuljahr 1926/27 die
Anerkennung der Rektorschule als vollausgebaute Anstalt. Sie führt
fortan den Namen "Öffentliche Mittelschule in Neuenhaus". Heinrich Schepers berichtet
im "Der Grafschafter" Nummer 2/1998 über eine Klassenfahrt als
Schüler "Reise zu den
Nibelungen" und zur Schulsituation
in Neuenhaus in den zwanziger Jahren.
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1929 - Nach der
Errichtung der Oberrealschule in
Nordhorn 1925 wechseln Schüler der Mittelschule, die die
Reifeprüfung erwerben wollen, bereits nach Abschluss der Quarta
(Klasse 7) in die Oberrealschule. Dies führt zu einer gewissen
Rivalität, weil die Mittelschule dadurch ihre fähigsten
Schüler verliert.
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Stolz ist die Schule jedoch darauf, dass alle
sechs Untersekundaner
(Abschluss der Klasse 10) die Aufnahmeprüfung für die
Oberstufe in Nordhorn bestehen und in die Obersekunda (Klasse 11)
übergehen dürfen.
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Bis 1933 geht die Schülerzahl wieder bis
auf 87 zurück:
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Schuljahr
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Schüler
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Jungen
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Mädchen
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Auswärtige
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1926/27
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152
|
83
|
67
|
75
|
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1927/28
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136
|
72
|
64
|
66
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1928/29
|
133
|
69
|
64
|
60
|
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1929/30
|
120
|
65
|
55
|
55
|
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1930/31
|
101
|
58
|
43
|
42
|
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1931/32
|
94
|
52
|
42
|
40
|
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1932/33
|
87
|
50
|
37
|
34
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Die Zahl der
Kinder bewegt sich dann in den Schuljahren 1933 bis 1938 zwischen
75
und 85.
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1938 - Am 12. März
1938 wird die Mittelschule in
eine vierklassige Hauptschule mit Aufbauklassen umgewandelt und
gleichzeitig der eingerichteten Gemeinschaftsschule Neuenhaus
zugeordnet. Auf zwei Klassenräume beschränkt unterrichten
zwei Lehrkräfte die vier unteren Klassen. Nach einigen Monaten
wird der Beschluss wieder rückgängig gemacht, da er nicht die
ministerielle Genehmigung findet. Dieses dauernde Experimentieren
zerstört das Vertrauen der Elternschaft zur Schule. 1939 besuchen
nur noch 45 Schüler die Schule. Rektor Dr. Voigt lässt sich
nach Osnabrück versetzen. Ein weiterer Lehrer, Dr. Tibbe, nimmt
eine Lehrerstelle in Dissen bei Osnabrück an. Mit der Leitung der
Schule wird Werner Hasenow
von der Mittelschule Bentheim beauftragt.
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1944-1945 - Durch die
Kriegsereignisse geht mit vielen
Schulakten auch die Schulchronik verloren. Deshalb liegen über die
Kriegszeit kaum Angaben vor.
Sie sind nachträglich in Kurzform aufgelistet worden.
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Ab Mitte 1944 leidet der Unterricht sehr durch
den häufigen
Fliegeralarm. Ab November werden die Fahrschüler und viele Kinder
aus der Umgebung zu den betreffenden Volksschulen beurlaubt. Die
Mittelschule besuchen nur noch 13 Schüler.
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Im Oktober 1945 ist die Schülerzahl
bereits wieder auf 227
angestiegen. Dafür stehen nur fünf Räume zur
Verfügung, drei im Hauptgebäude in der Altstadtschule, ein
Raum in der Neustadtschule (Kath. Schule) und der
Konfirmandensaal.
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1946-1947 - Zum 1. Februar
1946 wird der Schulleiter Hasenow
versetzt. Der Mittelschulkonrektor Dr. Christian Tibbe aus
Dissen
übernimmt
nach einem Monat am 1. März 1946 die kommissarische Leitung
der
Schule. Er war schon von 1921 bis 1928 an der Volksschule Neuenhaus,
anschließend
bis 1938 an der Mittelschule Neuenhaus tätig und wurde dann
nach
Dissen versetzt.
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Die Schule ist durch kanadische Soldaten, die
hier eine Zeitlang
untergebracht waren, ziemlich verkommen. Bücher, Klassenunterlagen
und die Schulchronik sind verbrannt. Durch persönlichen Kontakt zu
den Handwerkern und zu Papier-Firmen gelingt es Dr. Tibbe, dass die
schlimmsten Übelstände alsbald beseitigt werden. Um
Heizmaterial zu besorgen, fährt Dr. Tibbe mit einer
Schülergruppe in das Wietmarscher Moor, um dort Torf zu stechen.
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In den folgenden Jahren bis zur Pensionierung
von Dr. Tibbe im
Jahre
1953 steigt die Schülerzahl von 148 bis auf 400 Schüler an.
Da keine Lehrkräfte vorhanden sind, muss zunächst auf
Hilfskräfte zurückgegriffen werden. Die Zahl der
hauptamtlichen Lehrkräfte steigt dann aber von
3 auf 9 an. Die Hilfskräfte werden wieder
entlassen.
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Große Schwierigkeiten bereitet die
Bereitstellung von
Unterrichtsräumen. Das alte Schulgebäude und die über
ganz Neuenhaus verteilten Klassenräume und Behelfsräume
machen eine konstruktive Ausbildung auf die Dauer unmöglich. Im
Volksmund nennt man die Mittelschullehrer "Langstreckenläufer",
weil sie in den Pausen von einem Schulraum zum anderen laufen
müssen (Hinweis in den GN, 29.3.1957). Erst als die Ev.
Volksschule 1950 ihr neues Gebäude auf der Burg bezieht,
verbessern sich die Raumverhältnisse.
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1949 - Nachdem in den ersten
Nachkriegsjahren
Wanderfahrten noch nicht möglich waren, weil die Verpflegung
Schwierigkeiten bereitete und es kaum Unterkunftsmöglichkeiten
gab, können in den Sommerferien 1949 erstmalig 40 Schüler
acht
Tage auf "Tour" in den Teutoburger Wald nach Dissen reisen, wo die
Mittelschule großzügig Räumlichkeiten zur
Verfügung stellt und ein gutes Strohlager bereitet. In den
nächsten Jahren wird das Verlangen, in die Welt zu fahren, immer
größer.
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1953 - Am 31. März
1953 scheidet der Schulleiter Dr.
Tibbe aus
dem Schuldienst aus. Auf seinen Wunsch findet keine
offizielle Verabschiedung
statt. Dr. Tibbe
stirbt am 18.9.1965.
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Über die Frage des Nachfolgers herrscht
im Stadtrat keine
Einigkeit. Die Mehrheit entscheidet sich für Rektor Jan Harm Kip
aus Bentheim und gegen Mittelschulkonrektor Stern von der eigenen
Schule. Die Einführung des Schulleiters erfolgt am 14.April 1953.
Herr Kip ist in
Bookholt geboren. Er war Lehrer in Georgsdorf und nach
dem Kriege in Alte Piccardie. Er wurde 1949 Rektor der Ev. Volksschule
Bentheim.
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1955-1956 - Da
die
Mittelschule nur von 25 % Neuenhausern
und 75 % Kindern aus Niedergrafschafter Gemeinden besucht wird, kommt
es 1955 auf Veranlassung von Mittelschulrektor Kip zu einer Versammlung
der Stadt mit den 32 Niedergrafschafter Bürgermeistern zur Frage
der künftigen Schulträgerschaft. Nach langen Verhandlungen
wird dann 1956 ein Schulzweckverband "Mittelschule Niedergrafschaft"
gegründet. Schwierig ist die Lösung
der verkehrstechnischen Probleme für die Räume Adorf,
Georgsdorf
und Itterbeck/Wielen.
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Die Verbandsversammlung beschließt
einstimmig, den 1.
Bauabschnitt eines erweiterungsfähigen zweigeschossigen
Mittelschulbau neben der kath.
Schule auf dem Bosthorst zu erstellen.
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Ein Blick zurück:
Dies ist die alte Volksschule und Mittelschule. Der Baubeginn war 1874.
Das Gebäude wird nach
der Fertigstellung der neuen Mittelschule Anfang der 70 er Jahre
abgerissen. Es stand hinter dem Rathaus. Quelle: Archiv der KGS
Neuenhaus.
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1958 - Nach der
Grundsteinlegung im März 1957 (GN,
29.3.1957) kann die neue Mittelschule mit acht modernen
Klassenräumen
am 6. Mai 1958 nach 13-monatiger Bauzeit feierlich eingeweiht werden
(GN,
6.5. und 7.5.1958). 1960 folgt die städtische Turnhalle.
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1960 - Nach starken
Regenfällen im Dezember 1960
treten Vechte und Dinkel über die Ufer. Teile der Stadt und auch
der Schulsportplatz werden überflutet.
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1961 -
In Emlichheim wird ebenfalls eine Mittelschule errichtet.
Mit dem Aufbau und der Leitung der neuen Mittelschule wird Gerrit
Warsen beauftragt, der vorher an der Mittelschule Neuenhaus
tätig
war.
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Konrektor Stern wird
aus dem Schuldienst verabschiedet. Er unterrichtet jedoch noch als
Aushilfskraft weiter und feiert 1965 sein 50-jähriges
Dienstjubiläum. Er unterrichtet noch bis Schuljahrsende 1967 und
stirbt am 9. November 1967. In das Amt des Mittelschulkonrektors wird
Herr Stahlmann im
April 1961 eingewiesen. Nach seinem Fortgang als Mittelschulrektor nach
Georgsmarienhütte wird das Amt 1962 von Geert Holsmölle
übernommen.
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1964 - Nach dem Beschluss der
Verbandsversammlung im Juni 1963 wird die Mittelschule um 5
Normalklassen und 4 technische Räume erweitert (GN, 6.2.1964). Die
feierliche Übergabe des
Erweiterungsbaus findet am 17. November 1964 statt (GT, 18.11.1964).
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Im Jahre 1955 wurden in der Neuenhauser
Mittelschule 429 Kinder
unterrichtet. 1964 sind es 387 und in der im Aufbau begriffenen
Mittelschule Emlichheim 210.
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Während der Übergabe des
Erweiterungsbaus schlägt Rektor Kip in seiner
Ansprache vor, im kommenden Jahr während der Feier des
350-jährigen Bestehens der Schule ihr einen Namen zu geben. In der
Heimatbeilage der Grafschafter Nachrichten "Der Grafschafter"
vom Dezember 1964 schlägt L. Sager vor, die Mittelschule
Neuenhaus, die seit 1956 den Namen "Mittelschule Niedergrafschaft"
führte, nachdem in Emlichheim auch eine Mittelschule errichtet
worden ist, den Namen "August-Fokke-Schule" zu geben. Sie solle sich
nach einem Manne nennen, der zur engeren Heimat Beziehungen gehabt hat
und der für das Schulwesen bedeutungsvoll gewesen ist.
Ober-Schulinspektor August
Fokke gründete 1851 in Neuenhaus eine pivate
Präparande, die sowohl als Vorschule für die
Seminarausbildung der Lehrer in Osnabrück oder Aurich als auch als
Ausbildungsstätte für Lehrer mit bescheidnen Ansprüchen
gedacht war, die in zwei Jahreskursen zu Hilfslehrern ausgebildet
wurden. Die Lehrerausbildungsstätte schloss 1872 mit dem Tode von
Herrn Fokke. Er ist
in der "Biographie Grafschafter Lehrerinnen und Lehrer" aufgenommen.
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1965-
Es erfolgt jedoch keine Namensgebung. Die Schule trägt weiterhin
den Namen "Mittelschule Neuenhaus".
Die Mittelschule erhält den Namen "Realschule".
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1967 - Mit
Schuljahrsbeginn 1967/68 nimmt das
Niedergrafschafter Gymnasium in Neuenhaus den Unterricht auf. Aus
diesem Grunde findet im Feierraum der Realschule eine Feierstunde
statt. Die 2 Klassen 5 und 7 mit 72 Kindern aus 14 Gemeinden werden
zunächst in der Realschule untergebracht. Zum 1.8.1967 werden die
Schuljahrgänge 5 und 6 als Eingangsstufe
eingeführt. Parallel dazu entsteht in der Volksschule die
Förderstufe.
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1968 - Am 1.7.1968 wird
Herr Realschulrektor Jan
Harm
Kip zum kommissarischen Schulrat des Schulaufsichtskreises
Nordhorn/Obergrafschaft ernannt. Er leitete die Realschule Neuenhaus
seit April 1953 mehr als 15 Jahre.
Durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Schule hat er in
diesen
Jahren große Verdienste erworben.
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Mit der kommissarischen Leitung der Schule
wird der Realschulkonrektor Geert
Holsmölle
beauftragt. Herr Holsmölle
kam 1955 an die
Schule und wurde 1962
Realschulkonrektor.
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1969 - Erstmalig wird in
der Schulchronik von einem Schulzentrum Neuenhaus und
von einem Schulversuch "Additive Gesamtschule" geschrieben.
Herr Holsmölle
schreibt: "Für Neuenhaus wird ein
Schulversuch
Additive Gesamtschule genehmigt. Über die wissenschaftliche
Begleitung
ergeht eine besondere Verfügung´. So lautete die kurze
Nachricht
aus dem Kultusministerium in Hannover. Zunächst gab es viel
Aufregung
im Kollegium, weil niemand richtig informiert war, was nun eigentlich
mit
dem Schulversuch gemeint war. Auf Drängen der Schulleitung und des
gesamten
Kollegiums fanden dann alle weiteren Besprechungen in dieser
Angelegenheit
unter unserer Beteiligung statt. Im August/September fanden im
Kollegium
mehrere Konferenzen statt. Ferner sechs Besprechungen mit der Stadt
Neuenhaus,
dem Landkreis und den beteiligten Architekten Krieger und Rammelkamp.
Von
schulischer Seite nahmen der Schulrat und Vertreter der drei
Neuenhäuser
Schularten teil. Von schulischer Seite nahmen der Schulrat und
Vertreter der 3 Neuenhauser Schularten teil. Von unserer Schule wurde
ein Ausschuss gebildet, dem folgende Kollegen angehörten: Herr
Hönig, Herr Jansen, Herr Kraaibeck, Herr Holsmölle.
"
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Nach 17-monatiger
kommissarischer Schulleitung
durch Realschulkonrektor Holsmölle
wird am 1. Dezember 1969 der
neue Schulleiter, Herr Jan
Kortmann, bisher Rektor der
Mittelpunktschule Gildehaus, in sein Amt
eingeführt.
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Weder der Bau der Realschule in Emlichheim
noch die Errichtung des
Gymnasiums in Neuenhaus gefährden die Existenz der Realschule . Im
Jahre 1969
umfasst die Schule 13 Klassen (ein
Jahrgang dreizügig) mit 435 Schülern, davon 94 Schüler
aus Neuenhaus und die übrigen aus den Landgemeinden. Der
Unterricht wird von 15 hauptamtlichen und 2 nebenamtlichen
Lehrkräften erteilt. Neben 12 Klassenräumen stehen 5
Fachräume für Physik/ Chemie, Werken, Handarbeit,
Schreibmaschinenschreiben und Zeichnen zur Verfügung. Der
Lehrplan bietet neben dem verbildlichen Klassenunterricht und Englisch
als Pflichtfremdsprache folgende Wahlfächer und
Arbeitsgemeinschaften an: Französisch, Maschinenschreiben,
Stenografie und Schulchor.
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1970 - Vor Beginn der
Sommerferien 1970 wird mit den
Bauarbeiten für das Schulzentrum Neuenhaus begonnen. Es entstehen
folgende Baukörper:
- Hauptschule (Kl. 7 - 9) mit 6 Klassenräumen,
- Realschule (Kl. 7 - 10) mit 12 Klassenräumen,
- Gymnasium (Kl. 7 - 13) mit 15 Klassenräumen
(jeweils mit den dazugehörenden Nebenräumen).
- Naturwissenschaftliche Räume werden im bestehenden Trakt des
1968
erbauten Gymnasiums eingerichtet, die von allen Schulen benutzt werden
sollen.
- Ein Baukörper zwischen der neuen Realschule und dem Gymnasium
wird das Sprachlabor mit Nebenräumen, einen Hörsaal und das
Forum aufnehmen.
- Im bisherigen Realschulgebäude sollen die Schuljahrgänge 5
und 6 untergebracht werden.
- Das Volksschulgebäude soll nach Fertigstellung des Schulzentrums
die Grundschule aufnehmen.
Die Kosten der Baumaßnahmen betragen etwa 9 Millionen DM. Sie
werden
vom Landkreis Grafschaft Bentheim, der Stadt Neuenhaus und dem
Realschulverband
getragen.
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Innerhalb der Additiven Gesamtschule in
Neuenhaus, in der Gymnasium,
Realschule und Hauptschule zusammenarbeiten, wird im Schuljahr 1970/71
die "Kooperative Eingangs- und Förderstufe (KEF)" eingerichtet.
Sie will in einer zweijährigen Beobachtungszeit die einzelnen
Schüler soweit wie möglich fördern und den Übergang
zu den weiterführenden Schulen erleichtern.
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1971 - Mit Beginn des
Schuljahres 1971/72 wird die
Kooperative Gesamtschule Neuenhaus (KGS) gegründet, die die
Schulzweige Orientierungsstufe, Hauptschule, Realschule und Gymnasium
(Klassen 7 - 10) umfasst.
Damit endet die Geschichte der selbstständigen Realschule
Neuenhaus, die 1616 als Lateinschule entstand, nach 355 Jahren.
Zur Schulgeschichte der KGS Neuenhaus siehe: E18.
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Die
Angaben über den Schulzweig Realschule in der Zeit des Bestehens
der KGS Neuenhaus stehen unter E18.
Die folgenden Angaben
beziehen sich auf die
Zeit nach der Wiedererrichtung der Realschule Neuenhaus ab 2004.
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Realschule Neuenhaus
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2004 - Wie
bei der KGS Neuenhaus ausgeführt ist, beschließt der
Samtgemeinderat, dass die KGS ab August 2004 keine neuen Schüler
mehr
aufnimmt und zum 1.8.2007 aufgehoben wird. In der Übergangszeit
werden
die vorhandenen Jahrgänge 8, 9 und 10 weiter unterrichtet. Weiter
beschließt der Samtgemeinderat, ab August 2004, beginnend mit den
Jahrgängen 5, 6 und 7, eine selbstständige Hauptschule und
eine selbstständige Realschule einzurichten. Kommissarischer
Leiter der Realschule wird Herr Christian Petras, seit 1986
Leiter der
Orientierungsstufe bei der KGS Neuenhaus.
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Nach dreißig Jahren kehrt die Realschule
wieder in ihr
ursprüngliches Gebäude am Neumarkt zurück. Da im
Lehrerzimmer künftig 35 statt wie bisher 25 Lehrer ihre Pausen
verbringen, ist eine Vergrößerung des Lehrerzimmers
zwingend. Der vergrößerte Raum erhält eine
Grundrenovierung. Außerdem ist eine Neuausstattung des
naturwissenschaftlichen Bereichs erforderlich (GN, 19.7.2004).
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2005 - Der
Sanierungsschwerpunkt 2005 liegt bei der Realschule,die in das
ehemalige OS-Gebäude eingezogen ist. Die überdachte und fast
uneinsehbare Nische zwischen dem Realschulgebäude und den
Außentoiletten war vor allem an den Wochenenden ein beliebter
Treffpunkt für Jugendliche. Wegen Sachbeschädigungen
lässt die Samtgemeinde nun eine Wand einziehen, hinter der die
Nische verschwindet. Die von der Realschule gewünschte Einrichtung
eines Fachraumes für Chemie ist Ostern noch nicht genehmigt, so
dass weiterhin der Chemieraum des Gymnasiums genutzt werden muss (GN,
8.3.2005). Erst im Herbst ist ein neuer Physik-/Chemieraum
fertiggestellt (GN, 5.11.2005).
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2006 - Im Rahmen einer Projektwoche
unter dem
Motto "Schul- und Schulhofverschönerung", (Schülertitel:
"Pimp
my school"), gestalten die etwa 500 Schüler der 5. bis 10. Klassen
ihr Schulgebäude und den Schulhof neu. Ganz oben auf der
Dringlichkeitsliste steht die Umgestaltung des Schulhofes. Die
Schüler legen Blumenbeete an, erneuern die Basketballkörbe
und das Fußballtor und renovieren die Tischtennisplatten.
Außerdem wird ein Freiluftklassenzimmer geschaffen. Auch die
Inneneinrichtungen der Schule werden erneuert und ein Computerraum
eingerichtet. Mit einer Cafeteria soll im nächsten Jahr nach
Planungsarbeiten einer Gruppe ein neuer Anlaufpunkt geschaffen werden.
Das Projekt wird durch tatkräftige Hilfe von
Familienangehörigen und durch zahlreiche Geld- und Sachspenden
lokaler Geschäfte und Betriebe realisiert. Es folgt ein "Tag der
offenen Tür" (GN, 2.3.2006).
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Nachdem Herr Heinz
Christian Petras schon seit
21 Monaten die neu gegründete Realschule Neuenhaus kommissarisch
geleitet hat, wird er im April 2006 zum Realschulrektor ernannt. Nach
den Worten von Herrn Schulrat Tiemann
ist Herr Petras
"der richtige Mann für den Aufbau
der Realschule Neuenhaus". Achim
Röder, der frühere
stellvertretende KGS-Leiter nimmt die Gäste der
Einführungsfeier auf eine Reise in die Geschichte der Real-,
Mittel- und Lateinschule Neuenhaus mit (GN, 29.4.2006).
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Als Konrektorin der Realschule Neuenhaus wird
Frau Ulrike Arends in
ihr neues
Amt eingeführt. Vorher leitete sie drei Jahre lang den
Realschulzweig der KGS Neuenhaus. Frau Arends ist gebürtige
Neuenhauserin (GN, 2.12.2006).
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2007 - Im Rahmen der Schulpartnerschaft
zwischen der mittelfranzösischen Kleinstadt Saucerre und Neuenhaus
erfolgt der 11. Austausch, an dem 29 Schüler teilnehmen. Die
Betreuung der Gastschüler übernehmen Realschulkonrektorin Ulrike Arends
und Christiane
Thies. Auf deutscher Seite
nehmen 35 Schüler der Realschule und des Gymnasiums teil. Der
Gegenbesuch ist für Anfang Juni geplant (GN, 9.5.2007).
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Ein Antrag für eine Ganztagsschule soll
von der Resonanz auf die
inzwischen zehn Arbeitsgemeinschaften an der Schule abhängig
gemacht werden. Seit kurzem gibt es eine Hausaufgabenbetreuung. Dabei
helfen Zehntklässler den Realschulneulingen. Die Betreuung
könnte schrittweise auch auf andere Jahrgänge ausgeweitet
werden, meint der Schulleiter Christian
Petras. Eine Schulspeisung ist derzeit noch kein Thema. Es
müsste dann gebaut werden (GN,20.11.2007).
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Die Realschule plant den Aufbau einer
Schülerruderriege mit
zunächst 15 bis 20 Aktiven. Für das Training sind mindestens
zwei Doppelvierer, ein Doppelzweier und ein Einer erforderlich. Die
Kosten betragen etwa 11.000 €. Die Leitung wird die Sportlehrerin Kathrin Jahnke
übernehmen, die schon in Lüneburg Jugendliche trainiert und
auf Regatten begleitet hat (GN, 22.11.2007).
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Beim Schülerwettbewerb "Tierische
Technik" der VME-Stiftung, eine
Stiftung der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland, an
dem 70 Schüler der Haupt-, Real- und Förderschulen der
Grafschaft Bentheim teilnahmen, gewinnen die Schüler der
Realschule Neuenhaus einen Technik-Sonderpreis im Wert von 500 €
für die Schule (GW, 28.11.2007).
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2008 -
Dank Zuwendungen des Fördervereins
und der Samtgemeinde in Höhe von jeweils 500 € werden acht
Konzertgitarren gekauft. Damit ist der Grundstock für ein
Gitarrenensemble gelegt worden (GN, 7.4.2008).
2009 - Die
Realschule Neuenhaus soll zum nächsten Schuljahr ein Ganztagsangebot
erhalten. Sie soll ihren fast 500 Schülern ein
regelmäßiges, offenes Nachmittagsangebot bereitstellen. Mit
diesem einstimmigen Beschluss des Rates der Samtgemeinde hat nach den
Schülern, ihren Eltern sowie den Lehrern auch der Schulträger
den Plänen der Schule zugestimmt. Die
Samtgemeinde wird sich damit befassen müssen, den
notwendigen Raum für eine Mensa und einen Freizeitbereich zur
Verfügung zu stellen. Das Ganztagsangebot soll vorsehen, dass die
angemeldeten Schüler an vier Nachmittagen in der Woche in der
Schule sind. Die Teilnahme ist freiwillig, nach der Anmeldung
jedoch verpflichtend. Die Schüler erhalten ein Mittagessen. Der
zusätzliche Unterricht mit Hausaufgabenhilfe, Förderstunden,
Vorbereitungskursen und Freizeitangeboten endet um 15.45 Uhr. Die
Realschule hat bereits eine Vielzahl von möglichen
Nachmittagsangeboten in Aussicht genommen (GN, 27.3.2009).
An der Realschule ist die Errichtung
einer Mensa, einer Schulküche und einer Aula vorgesehen. Der neue
Komplex soll sich räumlich an den bestehenden Werk-, Textil- und
Kunsttrakt angliedern, der in diesem Zusammenhang energetisch saniert
wird. Die Verwaltung rechnet mit Kosten in Höhe von 600.000 Euro.
Davon sollen 232.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II fließen. Die
restlichen 368.000 Euro müssen von der Samtgemeinde bezahlt werden
(GN, 28.5.2009).
Der Leiter der Realschule, Christian
Petras, feiert sein 40-jähriges
Dienstjubiläum und erhält von Schulrat Udo Tiemann die
Dankesurkunde der Landesschulbehörde. Nach Abitur, Studium und
Tätigkeit in Ostfriesland kam der Jubilar im Oktober 1982 zu
seinem dritten Schulstandort nach Neuenhaus. Hier leitete er 23 Jahre
lang den Schulzweig Orientierungsstufe an der KGS Neuenhaus. Nach einer
Übergangsphase baute er die Realschule mit auf. Er führte die
eigenverantwortliche Schule ein und bereitete die offene Ganztagsschule
vor, die zum 1. August 2009 starten soll. "Dabei haben Sie immer in
allen Positionen selbstbewusst, engagiert und bestimmt Ihre Position
und die Ihrer Schule vertreten. Sie sind eine Persönlichkeit, die
keine einfachen Lösungen und Antworten liebt", bescheinigt ihm Tiemann (GN, 19.6.2009).
Mit Schuljahrsbeginn startet an der Realschule der freiwillige Ganztagsbetrieb, der
montags bis donnerstags um 12.55 Uhr nach der 6. Stunde beginnt. Er
besteht aus drei Hauptangeboten: Dem Mittagessen, das die Schüler
der Jahrgangsstufen fünf und sechs in der Grundschule, die
übrigen Schüler in der Hauptschule einnehmen, der
Hausaufgabenhilfe und den Freizeitangeboten. Das Essen kostet 3,20
Euro, wovon die Samtgemeinde einen Euro übernimmt.Die
Hausaufgabenhilfe für die Schüler der fünften und
sechsten Klassen übernehmen ältere Realschüler und
Gymnasiasten. Die übrigen Schüler werden von
Oberstufenschülern des Gymnasiums betreut. Die 7,50 Euro
Stundenlohn bezahlt die Realschule aus den zusätzlichen
Landesmitteln. Außerdem bieten Lehrer sogenannte Lift-Kurse an.
Sie richten sich an Realschüler, die nach der 10. Klasse an das
Gymnasium wechseln wollen. Die 25 Freizeitangebote reichen von Rudern,
Ballspielen und Tennis über das Herstellen von Silberschmuck und
archäologische Experminte bis Tastschreiben, einen
Mofa-Führerscheinkurs und einen Popchor. Der Ganztagsbereich endet
um 15.45 Uhr (GN, 22.8.2009).
2010 - "Der Rat der Samtgemeinde Neuenhaus fasst
in seiner Sitzung am 15. Februar 2010 folgende
Beschlüsse:
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Die Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen wird
gemäß § 106 Abs. 1. Niedersächsisches Schulgesetz
(NSchG) zum 1.August 2010 um den Schulzweig Hauptschule
eingeschränkt und als Grundschule Veldhausen fortgeführt.
-
Der Schulzweig Hauptschule der
Carl-van-der-Linde-Schule Veldhausen und die Hauptschule
Neuenhaus werden gemäß § 106 Abs. 1 NSchG zum 1. August
2010 zu einer Schule zusammengelegt.
-
Die Hauptschule und die Realschule
Neuenhaus werden gemäß 3 106 Abs. 5 NSchG zum 1.
August 2010 organisatorisch zusammen gefasst und als Schulzweig
Hauptschule und Schulzweig Realschule dieser neuen Schule geführt"
(Bekanntmachung in den GN, 19.2.2010).
Zum siebten Mal haben die Realschule
Neuenhaus und die "Koninklijke
Schoolengemeenschap (KSG) Apeldoorn " einen Schüleraustausch mit ihren
neunten Klassen organisiert. Die Deutschschüler aus Apeldoorn
wohnten für vier Tage bei Niederländischschülern in
Neuenhaus und Umgebung. Im Juni erfolgt der Gegenbesuch in Apeldoorn
(GN, 6.5.2010).
Realschulrektor
Christian Petras
wird von Schulrat Udo Tiemann
in die
Freistellungsphase der
Altersteilzeit verabschiedet. Er erinnert an
seine Stationen seit seiner Einstellung an der KGS Neuenhaus am 21.
Oktober 1982. 1985 übernahm er die
Leitung des Schulzweiges
Orientierungsstufe. Von 2002 bis 2004 war er außerdem
stellvertretender KGS-Leiter und ab 1. August 2004 Leiter der neu
gegründeten Realschule, deren Geschichte jetzt nach nur sechs
Jahren als selbstständige Realschule endet. Nach Ansicht von
Samtgemeinde Johann Arends
hat Herr Petras ein überzeugendes
Schulprofil entwickelt. In den letzten Monaten sei er zum "Architekten der neuen Schule"
geworden, indem er als Vorsitzender der Projektgruppe den Start der
neuen Haupt- und Realschule professionell vorbereitet habe. Nach
Aussagen von Christian Petras biete eine Verabschiedung die Chance,
noch einmal unverblümt seine Meinung zu sagen. Er hat diese
Gelegenheit genutzt, um in aller Öffentlichkeit an die Kernaufgabe von Schule zu erinnern:
Die einzige Konstante sei der Schüler in seiner
Individualität. Der Schüler sei sozial gerecht zu behandeln,
zu guten Leistungen vor allem in Deutsch und Mathematik zu führen
und allgemeinbildend zu wirken. "Alls andere muss sich diesem Ziel
unterordnen", forderte Petras. Schüler bräuchten
Kontinuität und Verlässlichkeit. Während der vergangenen
zehn Jahre sei in Neuenhaus dagegen die Veränderung die einzige
Konstante gewesen - personell, strukturell und baulich. Das es jetzt
zur Vereinigung zu einer Haupt- und Realschule komme, entspreche dem
bundesweiten Trend zu einem zweigleisigen Schulsystem. Dabei müsse
jedoch die Durchlässigkeit zwischen den Schulzweigen beachtet
werden (GN, 26.6.2010).
Baumaßnahmen
für die Haupt- und Realschule Neuenhaus
Mit Ferienbeginn
hat der Umbau des Kunst- und Werktrakts zum Mittelpunkt der neuen
Haupt- und Realschule
begonnen. Herzstück der neuen Schule ist
die Mensa, die auf einem Teil des Realschulhofs entsteht.
Die nach außen
klare kubische Architektur des Neuenhauser Schulzentrums erweist sich
im Inneren als ein wahres Labyrinth aus Hallen, Fluren, Gängen,
Treppenhäusern, Klassen- und Fachräumen, Büros,
Lehrerzimmern, Gruppenräumen, Abstellkammern, Küchen und
Putzmittelräumen. Beeindruckend ist die Vielzahl der Toiletten –
vom geräumigen Schüler-WC bis zum kaum einen Quadratmeter
kleinen stillen Örtchen. Doch damit soll nun Schluss sein.
Im
Zuge des Baus der Mensa für die neue Haupt- und Realschule hat
sich die Samtgemeinde nach den Worten von Bürgermeister Johann
Arends vorgenommen, das Raumlabyrinth zu entwirren. Wände
werden herausgerissen. Neue, großzügige Klassen- und
Gruppenräume entstehen. Hintergrund der heute
größtenteils
überflüssigen Räume sind die wechselnden Nutzungen der
Gebäude seit 1970. So gab es früher in der Kooperativen
Gesamtschule vier Schulzweige mit den entsprechenden Lehrern und
Verwaltungen, die alle für sich Räume beanspruchten.
Ab
1. August nutzen nur noch zwei Schulen den verwinkelten
Gebäudekomplex am Bosthorst: das Lise-Meitner-Gymnasium und die
neue Haupt- und Realschule.
Das
Herz der Haupt- und Realschule soll künftig genau zwischen den
beiden Schulgebäuden im Kunst- und Werktrakt schlagen. Das
Erdgeschosses nimmt
die Küche, Toiletten und das neue gemeinsame
Lehrerzimmer auf. In einem ehemaligen, 110 Quadratmeter großen
Textilraum werden künftig die rund 50 Lehrer ihre Pausen und
Freistunden verbringen. Für die Küche ist der zweite
Textilraum geopfert worden. Ersatz für das Fach „Textiles
Gestalten“ schafft die Samtgemeinde im Realschulgebäude am
Neumarkt.
Die Verwaltung der Haupt- und Realschule
zieht ein
Stockwerk höher in den bisherigen Kunstpräsentationsraum
ein. Rektorin Ulrike Arends, ihre Konrektoren und
Sekretärinnen
residieren in einem durch Fenster, einen neuen Anstrich und
Bodenbelag modern und freundlich gestalteten, 110 Quadratmeter
großen
Verwaltungstrakt.
Um den Lehrern
während der kurzen Pausen
lange Wege zum Hauptlehrerzimmer zu ersparen, werden in den
Schulzweiggebäuden so genannte Lehrerstationen
eingerichtet –
kleine Aufenthaltsräume mit Teeküche. Im
Hauptschulgebäude
wird für die Lehrerstation etwa die ehemalige Lehrertoilette mit
dem Archivraum zusammengelegt. Außerdem dürfen sich die
Lehrer über einige neue Parkplätze
hinter dem Kunst- und
Werktrakt freuen.
Unterdessen hat im
Außenbereich der Bau
der Mensa begonnen. Der Speiseraum in Form eines Dreiecks wird
quasi
in das Gebäude hineingeschoben. Johann Arends hofft auf eine
Inbetriebnahme nach den Osterferien 2011. Die Kosten in Höhe von
1,15 Millionen Euro trägt die Samtgemeinde größtenteils
selbst. Lediglich 140000 Euro werden aus dem so genannten
Konjunkturpaket zwei und 43000 Euro aus Fördertöpfen des
Landes und des Bundes für die allgemeine Schulinfrastruktur
erwartet.
Die derzeitigen
Arbeiten sind jedoch noch längst
nicht die letzten. „So wie der Landkreis seine werden auch wir
unsere Gebäude in den kommenden Jahren energetisch sanieren
müssen“, kündigt Samtgemeindebürgermeister Arends
an. So benötige zum Beispiel für das Hauptschulgebäude
ein neues Dach.
Und Johann Arends hat noch andere Ideen: Er könne
sich vorstellen, das Gebäude der
Burgschule abzureißen und
auf dem Grundstück eine weitere
Sporthalle zu bauen. Die Schüler
der Burgschule gehen ab dem Schuljahr 2011/2012 in Emlichheim zur
Schule. Allerdings gehört das in den 1950er Jahren errichtete
Gebäude dem Landkreis (GN, 9.7.2010).
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Quellen:
- Schulchronik:
Die Anfänge der Schule (1867 - 1946)
- Schulchronik:
Die Mittelschule von 1946 bis 1953
- Jan Harm Kip,
Auszüge
aus der Schulchronik, 1962
- Heinrich Eberhardt,
Chronik
der Schulen von Neuenhaus, 1994, Seiten
108 - 134
- Artikel aus der
örtlichen Presse, im Text angegeben
Weitere
Informationen zur Realschule Neuenhaus finden Sie im Internet:
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