| Kooperative
Gesamtschule Neuenhaus |
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In Neuenhaus vereinigen
sich zum 1. August 1971 die bis dahin selbstständigen Schulformen
Hauptschule,
Realschule
und Gymnasium (bis Klasse 10)
zu
einem Schulversuch "Kooperative
Gesamtschule" (zunächst:
"Additive Gesamtschule") .
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Als der "ureigene
Initiator" der KGS Neuenhaus gilt bei vielen der
damalige Stadtdirektor Sinus
Lefers aus Neuenhaus. Nach der Teilnahme
an
einem Wochenendseminar in Münster unter Leitung von Frau Renate
Laurin im Sommer 1968, in dem Leitlinien für Schulversuche
dargestellt wurden, richtet Herr
Lefers am 11.10.1968 eine
entsprechende
Anfrage an den Niedersächsischen Kultusminister. Nach positiven
Signalen aus Hannover beschließt der Rat der Stadt Neuenhaus am
11.12.1968 einen Schulversuch für das "Schulzentrum Neuenhaus",
der
nach dem Beschluss vom 16.12.1968 noch um einen Schulkindergarten
ergänzt werden soll. Nach Ankündigung im Mai 1969, dass die
Genehmigung einer "Additiven Gesamtschule in Neuenhaus" im Schuljahr
1969/70 in Aussicht genommen sei, erfolgt diese mit Erlass vom 24. Juni
1969 mit Wirkung vom 1. August 1969. Sie kommt für die beteiligten
Schulen völlig überraschend und wird nicht von allen mit
"Beifall" bedacht. So fürchtet man besonders in der Realschule um
die künftige Substanz, wenn es zu einer weitergehenden
Zusammenarbeit zwischen den Schulen kommen sollte. Man befürchtet
in diesem Fall die Sogwirkung des Gymnasiums. Die Hauptschule nimmt
wegen dringenderer Probleme von der neuen Entwicklung eher
beiläufig Kenntnis.
Die Schulleiter unterstützen jedoch die Planungen für den
Schulversuch und erleichtern dadurch der offiziellen Planungsgruppe der
Schulträger die
Entscheidungen. Die bisherige Schulbauplanung für das Schul- und
Sportzentrum wird einvernehmlich mit den beteiligten Schulen und
Schulträgern grundlegend geändert und die Nutzung der
Schulgebäude unter Berücksichtigung des Schulversuchs
völlig neu geordnet. Die Baukosten des Schulzentrums werden im
März 1970 vorläufig auf rd. 8,7 Mill. DM geschätzt
(nach. Sinus Lefers:
"Wie die KGS nach Neuenhaus kam. Ein Beitrag zur regionalen
Entwicklung." In: "25 Jahre KGS Neuenhaus", KGS-Info 34; 12/96, Seite
8).
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Vorangetrieben wird der Aufbau der Gesamtschule vom neuen
Leiter des
Gymnasiums Neuenhaus, Herrn Oberstudiendirektor Hans-Georg Rusch. Zusammen
mit dem Verwaltungschef von Neuenhaus überzeugt er die politische
Führung im Landkreis und in der Landesregierung davon, eine
Gesamtschule im ländlichen Raum einzurichten. Herr Rusch ist der Motor
für die inhaltliche Gestaltung der Schulgründung, der dann
vom neuen Leiter der Realschule Neuenhaus, Herrn Realschulrektor Jan Kortmann,
unterstützt wird.
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1970 -
Am 15. Dezember 1970 konstituieren sich die Planungsgruppe für die
inhaltliche Gestaltung des Schulversuchs und am 26. Januar 1971
der "Ständige
Pädagogische Planungsausschuss" (SPPA), dem
zunächst je drei Mitglieder der Hauptschule, der Realschule und
des Gymnasiums angehören. Die wissenschaftliche Begleitung des
Schulversuchs erfolgt durch das Staatliche Studienseminar in
Meppen. Bei der Planung geht es konkret darum, die
"Bildungsbeteiligung" der Bevölkerung zu verändern. Bisher
lag das Bildungsniveau mit etwa 80 % Volksschulabschlüssen
erheblich unter dem Landesdurchschnitt. Dazu kam eine große
Unsicherheit in Bezug auf die Wahl der für ein einzelnes Kind
sinnvollen Schulform. Die Unsicherheit betraf sowohl Eltern als auch
abgebende Grundschulen.
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Um die Durchlässigkeit zu
gewährleisten, werden folgende Maßnahmen
geplant:
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Die Schulzweige der KGS bauen
zunächst auf die "Kooperative
Eingangs-
und Förderstufe" (KEF) auf. Nach diesem
Modell für die Schuljahrgänge 5 und 6 werden neben den reinen
HS-, RS- und Gy-Klassen sogenannte Zwischenklassen H/R- und R/G-
Klassen gebildet. Dadurch soll die Prognosesicherheit verstärkt
werden. In den reinen Schulformklassen sollen Kinder sitzen, denen man
zutraut, dass sie den von den Grundschulen in ihren Gutachten
erwarteten
Abschluss erreichen können, in den "Zwischenklassen" zwischen zwei
Schulformen die Kinder, deren weitere Schulform noch offen erscheint.
Bei Beginn des Unterrichts am 9. September 1971 in der "Additiven
Gesamtschule" (nach einem Erlass des Kultusministers im Dezember 1971:
"Kooperative Gesamtschule") mit 287 Schülern in 11 Klassen
des 5. Schuljahrgangs gibt es 3 Gy-Klassen mit 84 Schülern, 2
R/G-Klassen mit 47 Schülern, 2 RS-Klassen mit 60 Schülern, 2
H/R-Klassen mit 46 Schülern und 2 HS-Klassen mit 50 Schülern.
Die endgültige Zuweisung zu den Schulzweigen
soll nach Klasse 6 erfolgen. Ab 1973 wird die KEF als
"schulformbezogene Orientierungsstufe" durch die in Niedersachsen
verbindlich vorgesehene "schulformunabhängige Orientierungsstufe"
ersetzt, was von vielen bedauert wird. (Siehe auch. GN, 13.3. 1971)
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Die Dreigliedrigkeit
der Schule
bleibt grundsätzlich
erhalten, indem die Schulzweige in der KGS räumlich und
organisatorisch sichtbar bleiben.
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Gemeinsames
Lernen für
Schüler aller Schulzweige
findet in den Fächern des Ästhetischen Bereichs (Kunst,
Musik, Gestaltendes Werken), in Religion und in Sport statt
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Arbeitsgemeinschaften
und
Schulveranstaltungen werden
Schülern aller Schulzweige angeboten.
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Die inhaltliche
Planung des Unterrichts erstreckt sich über einen
längeren Zeitraum in der Anfangsphase der Schule. Im Februar 1974
legt die KGS Neuenhaus die "Planung für das Modell
der Sekundarstufe I - in der Fassung vom 18.12.1973 -" vor. Da die KGS
die einzige Gesamtschule in der Grafschaft Bentheim ist, wird die
Planungsgrundlage zur Information unter KGS-Planung
vollständig abgedruckt. Fast alle Neugründungen von
Kooperativen Gesamtschulen haben in ihren Planungsanträgen die
Formulierungen des Neuenhauser Strukturmodells wörtlich
übernommen.
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Parallel zu der inhaltlichen Planung wird die Schulverfassung der KGS
Neuenhaus entwickelt:
Die Kooperative Geamtschule erhält eine kollegiale Schulleitung.
Das Leitungskollegium besteht aus den Leitern der Schulzweige OS,
HS, RS und Gy und dem Didaktischen Leiter. Der Schulleiter und sein
erster Stellvertreter sind zugleich Leiter eines Schulzweiges. Die
übrigen Mitglieder der Schulleitung sind weitere Stellvertreter
des Schulleiters. An der KGS werden alle höherwertigen Ämter
mit zeitlicher Begrenzung übertragen. Dies ist in einer
"Besonderen Ordnung der Kooperativen Gesamtschule Neuenhaus nach §
34 NSchG" festgelegt, die der Nds. Kultusminister mit Erlass vom
7.3.1975 zur Erprobung genehmigt.
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Das Verfassungsmodell
von Neuenhaus
ist einmalig in Niedersachsen. Alle
anderen niedersächsischen Gesamtschulen haben einen Schulleiter,
einen
Stellvertreter und einen Didaktischen Leiter, die nicht an einen
Schulzweig gebunden sind, daneben vier Schulzweigleiter. Der Gedanke,
dass ein Schulzweigleiter jeweils für drei Jahre die
Leitung der KGS übernehmen soll, so dass ein rotierendes System
entsteht, wird dann dadurch hinfällig, dass im
Landesbesoldungsanpassungsgesetz von 1977 festgesetzt wird, dass alle
auf Zeit übertragenen Ämter den Mindestzeitraum von 9 Jahren
haben.
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Schulzweigleiter
sind zunächst Oberstudiendirektor Hans-Georg
Rusch (Gymnasium),
Realschulrektor Jan Kortmann
(Realschule), Rektor Johann
Holthuis
(Hauptschule), Realschullehrer Walter Hönig
(Orientierungsstufe). Herr
Rusch ist zunächst "Geschäftsführer", dann
Schulleiter der KGS, sein
1. Stellvertreter Herr
Kortmann. Didaktischer
Leiter wird ab 1977 Studienrat Jörg Leune, der ab
1972 im
Gymnasium Neuenhaus tätig ist.
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Alle Gremien, Konferenzen, Elternvertretung
und Schülervertretung
sind für die ganze Schule zuständig.
Neben der Gesamtkonferenz tagt der schon oben genannte
"Ständige Pädagogische
Planungsausschuss" (SPPA) als Beratungsgremium zwischen den Sitzungen
der Gesamtkonferenz. Ihm gehören die Mitglieder der Kollegialen
Schulleitung (ohne Stimmrecht), 8 Lehrkräfte, 4 Elternvertreter
und 4 Schülervertreter (mit Stimmrecht) an. Den Vorsitz hat je
nach Tagesordnung der Schulleiter oder der Didaktische Leiter.
Zur Gesamtkonferenz gehören u.a. je 15 stimmberechtigte
Eltern- und Schülervertreter. In einer Besonderen Ordnung wird die
Zusammensetzung der Konferenzen und Ausschüsse bestimmt, die die
Bezirksregierung mit Verfügung vom 12.09.1978 beschließt.
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Der Ausbau
der KGS erfolgt in der Zeit von 1968 bis 1975:
1. Bauabschnitt: Gymnasium 1968 (jetzt: Naturwissenschaften).
2. Bauabschnitt: Gymnasium, Realschule, Hauptschule, Forum etc. 1970 -
1972,
3. Bauabschnitt: Kunsttrakt 1972/73, Turnhalle 1971/72,
4. Bauabschnitt: Schwimmhalle 1974/75.
In das bisherige Realschulgebäude zieht die Orientierungsstufe, im
bisherigen Gebäude der Mittelpunktschule verbleibt die
Grundschule. Die Fachräume für Hauswirtschaft und Werken
im Grundschulgebäude werden von der KGS genutzt.
Hier finden Sie drei Ansichten von der KGS Neuenhaus:
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1972 - Für das Schuljahr 1972/73
werden in den 5. Jahrgang 280
Schüler aufgenommen. Davon werden 92 Schüler für
die Realschule und 124 Schüler für das Gymnasium angemeldet.
Aufgrund der Gutachten und Zeugnisse und nach Rücksprache mit den
Eltern werden die Schüler in folgende Klassen der Kooperativen Eingangs- und
Förderstufe (KEF) eingewiesen:
64 Schüler in zwei H-
Klassen,
24 Schüler in eine H/R-
Klasse,
58 Schüler in zwei R-
Klassen,
40 Schüler in zwei R/G-
Klassen und
94 Schüler
in drei G- Klassen, zusammen
280 Schüler in zehn
Klassen.
Insgesamt wird die KEF im Schuljahr
1972/73 in den Jahrgangsstufen 5 und 6 zusammen 21 Klassen haben.
Es stehen jedoch nur 16 Klassenräume in dem früheren
Realschulgebäude zur Verfügung. Deshalb werden einige der 6.
Klassen in der Realschule bzw. im Gymnasium unterrichtet werden
müssen. Die Versorgung der KEF mit Lehrerstunden wird noch
Schwierigkeiten bereiten. In der Realschule stehen einem Stunden-Soll
von 652 Unterrichtsstunden 555 Lehrerstunden gegenüber (Protokoll
der RS-Konferenz vom 23.6.1972).
Die Kooperative Gesamtschule
Neuenhaus,
die erste kooperative Gesamtschule Niedersachsens, von
Oberkreisdirektor Dr. Terwey treffend als "Schulstadt" bezeichnet, wird
am 6. Oktober 1972 im Beisein zahlreicher Ehrengäste festlich
ihrer Bestimmung übergeben. Mit ihr wurde eine Einrichtung
geschaffen, die nach den Darlegungen der Festredner neue
Bildungsperspektiven für das Landkind der Niedergrafschaft
eröffnet und beispielgebend und richtungsweisend für
ähnliche Systeme in Niedersachsen und darüber hinaus sein
wird. Die Kooperative Gesamtschule Neuenhaus gewährleistet ein
Höchstmaß an Variablität und Flexibilität. an
ihrem Zustandekommen haben nicht nur die drei Schulträger,
Landkreis Grafschaft Bentheim, Stadt Neuenhaus und
Realschulzweckverband, sondern auch die Direktoren der Hauptschule,
Realschule und des Gymnasiums mit ihren Lehrerkollegien entscheidend
beigetragen. Hinzu kommt die tatkräftige Unterstützung und
Förderung durch die zuständigen Stellen in Osnabrück,
Hannover und Bonn (GN, 7.10.1972).
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1973 - Im
Rahmen
grenzüberschreitender Maßnahmen im EUREGIO-Raum wird ab 1973
ein Schüleraustausch
zwischen der MAVO Ootmarsum
und dem
Realschulzweig der KGS Neuenhaus durchgeführt. Alljährlich
kommt es in den Osterferien zu einer Begegnung zwischen
niederländischen und deutschen Schülern, bei der die
Jugendlichen wechselseitig für drei bis vier Tage zu Gast bei
Familien im Nachbarland sind. Während dieser Zeit läuft immer
ein Programm ab, das ausgefüllt ist durch längere Fahrten,
Sportveranstaltungen, Besichtigungen und eine sogenannte
"Mittelveranstaltung", bei der in einem Freizeitpark alle am
Schüleraustausch beteiligten Jugendlichen aus den
Mitgliedsgemeinden der EUREGIO zusammentreffen. Jede Begegnung wird
einige Monate später durch eine gemeinsame Berlinfahrt
fortgeführt, bei der die Gruppen eine Woche lang zusammen sind
(KGS-Info 3, 3/81).
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1975 - Es
beginnt ein
Schüleraustausch zwischen der KGS Neuenhaus und der CES-Oberschule
in Boussy. Der Ort ist 25 km von Paris entfernt und zählt
rund
6000 Einwohner. Die Turnhalle der KGS erhält später den Namen
"Boussy St. Antoine-Turnhalle". 1990 schließen dann die Stadt
Neuenhaus und Boussy-Saint Antoine eine Städtepartnerschaft ab
(GN,29.5.90; KGS-Info 22, 12/90).
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1977 - Der Leiter des Schulzweiges
Hauptschule, Rektor Johann
Holthuis, wird nach Erreichen der
Altersgrenze nach 42 Jahren beruflicher Tätigkeit in den Ruhestand
verabschidet (GN, 29.1.1977). Sein Nachfolger wird Ulrich Weiß,
der vorher Konrektor in Veldhausen war, ab 1.2.1977 in Neuenhaus
tätig ist und im Oktober 1977 in sein Amt eingeführt wird
(GN,19.10.1977).
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Zum Schuljahrsende 1976/77 werden zum ersten
Mal 212 Schüler aus
der KGS entlassen, die in den Schulzweigen HS, RS und Gy die
gesamte
Sekundarstufe I (5. - 10. Schuljahr) durchlaufen und ein
Sekundarstufen I- Abschlusszeugnis erhalten haben. Von 47
Schülern, die die 10. Klasse an der Hauptschule besuchten,
erhalten 36 den Realschulabschluss und 3 den Erweiterten
Sekundarabschluss I, von 81 Realschülern erhalten 24 und von 84
Gymnasiasten 79 den Erweiterten Sekundarabschluss I. Dieser
berechtigt zum Übergang in die Klasse 11 der gymnasialen Oberstufe
(GN, 23.6.1977).
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1978 -
Zum
1. Februar 1978 erfolgt ein Wechsel
in der Schulleitung.
Herr Jan Kortmann,
der bisherige 1.
Stellvertreter, löst Herrn Rusch als
Schulleiter ab, der 1.
Stellvertreter wird Herr Ulrich
Weiß,
der Schulzweigleiter der
Hauptschule. Herr Rusch
bleibt Leiter des Gymnasialzweiges und
Schulleiter des Gymnasiums mit den Klassen 11 - 13.. Die
Amtseinführung von Herrn
Kortmann und Herrn
Weiß erfolgt im
Juli 1978 (GN, 27.7.1978). Nach der bisherigen dreijährigen
Amtsübertragung erhalten Herr Kortmann und Herr Weiß eine
Amtsübertragung von 9 Jahren.
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Nach einer Statistik im Oktober 1978 besuchen
die KGS 1.336
Schüler in 45 Klassen, davon die OS 509 Schüler in 17
Klassen, die HS 263 Schüler in 9 Klassen, die RS 268 Schüler
in 9 Klassen und das Gy (7 - 10) 296 Schüler in 10 Klassen. Die
Gesamtzahl der Lehrer (einschl. Sek. II) beträgt 97, davon nach
Lehrämtern (bezogen auf den Sekundarbereich I) 37 % Hauptschule,
35 % Realschule, 16 % Gymnasium und 12 % Sonstige. (KGS-Info 10/78).
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Der Sprecher der CDU-Fraktion im Nds. Landtag besucht
die KGS. Er
begrüsst, dass die KGS Neuenhaus sich klar von der Integrierten
Gesamtschule abgrenzt und betont, dass das Modell Neuenhaus bei der
gesetzlichen Gestaltung der Kooperativen Gesamtschulen in Niedersachsen
wesentlich berücksichtigt werde (GN, 21.12.1978).
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1979 -
Zum
Schuljahresende 1978/79 wird
der Leiter der Orientierungsstufe,
Walter Hönig;
in den
Ruhestand versetzt (GN, 30.7.1979). Er stirbt am 18. August 2005 in
Nordhorn. Sein Nachfolger wird Klaus Garde,
der seit 1973 an der OS tätig ist und sich erfolgreich als
Fachkonferenzleiter für Ev. Religion eingesetzt hat (GN,
1.9.1979).
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1980 - In
einer Podiumsdiskussion in
Neuenhaus bekräftigt der CDU-Bildungsexperte
Horrmann,
dass die
KGS Neuenhaus sich um ihren Fortbestand keine Sorgen machen
müsse. Schuleiter Kortmann
stellt mit "tiefer Bestürzung"
fest, dass der "Schulversuch Kooperative Gesamtschule Neuenhaus" zu
scheitern drohe, weil die vorgesehene Schulgesetznovelle einiges
gravierend verändern werde. Die Schule habe sich als
organisatorische und pädagogische Einheit hervorragend
bewährt (GN, 18.1.1980). Dies wird auch in einer schriftlichen
Stellungnahme bekräftigt (GN, 14.2.1980), die der
SPD-Landtagsabgeordnete Arens
unterstützt (GN, 21.5.1980,
Leserbrief vom 24.5.1980).
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In einem Beschluss des "Ständigen
Pädagogischen
Planungsausschusses SPPA" wird festgelegt, etwa dreimal jährlich
in unregelmäßigen Abständen eine Informationsschrift
herauszugeben. Hinter diesem Vorhaben steht der Gedanke, dass Schule
sich nicht hinter verschlossenen Türen abspielen sollte;
Schüler, Eltern und Lehrer sollen sich informieren können
über Fragen der Organisation und Planung von Unterricht, über
außerunterrichtliche Veranstaltungen, über personelle
Veränderungen in der Lehrerschaft, über
Unterrichtsversorgung, über wichtige Konferenzbeschlüsse,
insbesondere aber auch über Ziele, Aufgaben und Möglichkeiten
einer Kooperativen Gesamtschule. Das KGS-Info enthält u.a.
regelmäßig folgende Themenbereiche:
1. Mitteilungen der Schulleitung: Unterrichtsversorgung,
Veränderungen im Lehrerkollegium, Schulabschlüsse, Termine
u.a.,
2. Mitteilungen des Elternrates,
3. Vorstellung eines Faches (ab KGS-Info 3): Religion (3), Deutsch (4),
Kunst (5), Technik (6), Betriebspraktikum (6), Hauswirtschaft
(7), Arbeitsgemeinschaften (8), Musik (9),
Arbeit-Wirtschaft-Technik (11), Biologie (12), Geschichte (13),
Niederländisch (14), Erdkunde (15), Englisch (16), Chemie (17),
Französisch (18), Sport (19), Sprache/Sprachförderung (20),
Physik (20), Sozialkunde (21), Gestaltendes Werken (22), Technik (23),
Latein (24), Maschinenschreiben (24). Die Darstellungen, die von den
Fachbereichsleitern und Fachlehrern erstellt sind, sind sehr
ausführlich und geben einen guten Einblick in die unterrichtliche
Arbeit des jeweiligen Faches.
Die Informationsschriften geben einen guten Einblick in die Arbeit der
KGS und können als Schulchronik der Schule angesehen werden.
Aussagen aus den KGS-Infos sind im Text gekennzeichnet.
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1981 - Im
Schuljahr 1981/82 besuchen 70
Schüler die 10. Klassen im
Hauptschulzweig der KGS in 3 Klassen.
Die Schüler kommen aus der ganzen Grafschaft, da dies das einzige
Bildungsangebot ist. In den 10. Klassen ist zu beobachten, dass die
Lern- und Leistungsbereitschaft vieler Schüler erheblich gestiegen
ist. Das zeigt sich im Willen der Schüler, über das Maß
hinausgehende Anforderungen zu erfüllen. Auch im Rahmen des
allgemeinen Schullebens (Schülervertretung, Schulveranstaltungen
u.a.) sind insgesamt positive Ansätze fstzustellen. Ein besonderes
Motiv für den Erwerb des Sekundar-I-Abschlusses ist auch darin zu
sehen, dass als Eingangsvoraussetzungen in den Beruf immer
häufiger höherwertige Bildungsabschlüsse verlangt
werden. Neben dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 kann der
Realschulabschluss und der Erweiterte Sekundarabschluss I erworben
werden. Neben einem von 6 Leistungsprofilen ist die erfolgreiche
Teilnahme an einem Abschlussverfahren (Kolloquium) Voraussetzung. Im
Kolloquium soll der Schüler nachweisen, dass er in der Lage ist,
aus dem von ihm gewählten Fachthema nicht nur angeeignetes Wissen
wiederzugeben, sondern Denkleistungen zu erbringen, die über die
Ebene der reinen Reproduktion hinausgehen (GN, 10.9.1981; KGS-Info 4,
11/1981).
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Zum 10-jährigen
Bestehen der KGS Neuenhaus haben die Schüler
eine umfangreiche Ausstellung aufgebaut. Kultusminister Remmers, der
die Festrede hält, führt aus, dass die Schule in den letzten
10 Jahren Modellcharakter bekommen habe (GN, 15.9.1981).
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An der KGS sind zwei Beratungslehrer tätig. Aufgaben
der
Beratungslehrer sind:
1. Allgemeine Aufklärung über die verschiedenen Wege im
Schulsystem sowie individuelle Beratung einzelner Schüler und
ihrer Eltern,
2. Hilfe bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten und bei
Verhaltungsauffälligkeiten,
3. Zusammenarbeit mit anderen Beratungsstellen (Berufsberatung,
Schulpsychologie, Erziehungsberatung) (KGS-Info 4, 11/81).
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1982 - An
der KGS sind folgende Schulassistenten
tätig:
- Karl-Heinz Liese,
Schulzweig RS, seit 1970,
- Gerhard Wüppen,
Schulzweig HS, seit 1970,
- Peter
Mews, unterrichtstechnologischer Bereich,seit 1974,
- Johannes Voigt,
Schulzweig OS, seit 1974, später: Frau Behrens,
Versetzung von der G/H Veldhausen nach Versetzung von Herrn Voigt nach
Nordhorn,
- Charlotte Kühne,
Gy und Schulzweig Gy, seit 1970 (KGS-Info 3/82).
Sekretärinnen
sind:
- Frau Lippert, Gy
und Schulzweig Gy, seit 1975,
- Frau Lukowski, KGS
seit 1975 (KGS-Info 6).
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1983 - Am
18. Februar 1983 besuchen der
SPPA sowie weitere Vertreter der KGS, Eltern und Schüler die
holländische "schoolengemeenschap"
in Hoogesand in der Nähe
von Groningen. Durch den Besuch erhalten die Teilnehmer einen genauen
Einblick in den Aufbau der Schule, die Unterrichtsorganisation und den
Unterricht (KGS-Info 7, 5/83). Der Gegenbesuch erfolgt am 20. Januar
1984 mit einem intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch mit 25
Lehrkräften, Eltern-, Schüler- und Gemeindevertretern (GN,
23.1.1984; KGS-Info 9, 5/84). Die damit begonnene Schulpartnerschaft
wird zum Bedauern der KGS zum Jahresende 1987 von holländischer
Seite beendet. Die dortige Schule ist zu der Überzeugung gekommen,
dass der Kontakt im Kollegium zu wenig mitgetragen würde. Der
Schulleiter bedauert in einem Schreiben, dass seine und die
Bemühungen der Neuenhauser Seite nicht zu einem besseren Ergebnis
geführt hätten (KGS-Info 17, 5/88).
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1984 - Am
31.1. und 1.2.1984 findet
für alle Lehrkräfte, interessierte Schüler und Eltern
eine Pädagogische Klausurtagung
unter dem Rahmenthema "Was sollen
Schüler können? Was sollen Schüler lernen?" statt. Im
Mittelpunkt stehen Ziele und Methoden der einzelnen Fächer,
besonders im Hinblick auf den Jahrgang 6 und den Übergang
nach Klasse 7 und die Jahrgänge 9 und 10 des Schulzweiges HS
(KGS-Info 8, 12/83). Ein Ergebnis ist, dass der Unterricht in einer
anderen Form als bisher stattfinden soll. Ziel soll es sein, den
Hauptschülern einen Unterricht zu erteilen, der dem jeweiligen
Leistungsvermögen der Schüler entspricht und sie sowohl in
ihrer persönlichen Entwicklung als auch in der Vorbereitung auf
den Berufsweg fördert (KGS-Info 9, 5/84). Nach einem Bericht im
KGS-Info 11, 5/85 ist der Versuch einer Neuorganisation der 7. Klassen
der HS erfolgreich abgelaufen.
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Im Sportabzeichenwettbewerb
der Schulen auf Bezirksebene ist die KGS
als Sieger ihrer Gruppe hervorgegangen und erhält einen Preis von
500 DM zur Gerätebeschaffung (KGS-Info 9, 5/84).
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1985 - Im Wettbewerb "Jugend
trainiert
für Olympia" erringt die KGS in der Wettkampfgruppe
Schwimmen III
1 Mädchen auf Bezirksebene den 1. und auf Landesebene den 3.
Platz (KGS-Info 11, 5/85). Im Juli 1985 führt die OS das Musical
"Piraten" auf, die von den
AG´s "Theater" und "Jazz" realisiert wurde (KGS-Info 12, 12/85).
Ein weiteres Musical "Wer klaut denn hier?" folgt 1986 (KGS-Info 13,
6/86, GN, 3.9.1986).
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1986 -
Der Schulzweigleiter der OS,
Rektor Klaus Garde,
verlässt die KGS und wird ab 1.2.1986
Schulleiter der Grund- und Hauptschule Veldhausen (GN, 25.1.1986).
Nachfolger wird der Realschullehrer Christian Petras, der aus
Ostfriesland kommt und eine zwölfjährige Schulerfahrung
mitbringt (GN, 3.5.1986).
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Beginnend zum Schuljahresende 1985/86 soll
nach dem Beschluss der
Gesamtkonferenz alle drei Jahre ein Schulfest
stattfinden. Ein
Ausschuss aus jeweils 8 Eltern-, Schüler- und
Lehrervertretern und der Kollegialen Schulleitung soll die
Beiträge koordinieren. Das erste Schulfest findet am 1. Juli 1986
statt (KGS-Info 13, 6/86).
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Neun Schülerlotsen
aus dem 8. Jahrgang des Schulzweiges HS
übernehmen nach gründlicher Ausbildung ihren Dienst,
besonders für die Grundschüler. Bei ihrer Arbeit werden
sie von einer Lehrkraft und der Polizei unterstützt. Jedes Jahr
dürfen sie an einer Schülerlotsenfahrt teilnehmen und
erhalten nach ihrem Ausscheiden eine Dankesurkunde (KGS-Info 13, 6/86).
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1987 -
Die Schachgruppe der
KGS wird in
der Wettkampfgruppe III (bis Klasse 8) auf Bezirksebene 1. Sieger, auf
Landesebene 3.- 4. Sieger (KGS-Info 15, 5/87).
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1988 - Die Pädagogische
Klausurtagung im Januar beschäftigt sich mit dem Thema
"Leistungsbewertung - konkret" (KGS-Info 18, 11/88)
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1989 -
Von
der Schulzweigkonferenz der
OS wird am 14.3.1988 eine "Konzeption
für den Projektunterricht" beschlossen . Die Projekttage
der OS
haben
1989 das Thema "Früher". Themenbeispiele sind Ahnenlisten,
Omas Kochrezepte, Mode früherer Jahre, Heimatmuseum, aber
auch: Atlantis, Zeit der Ritter und ihre Burgen, Römer,
Ägypter, Wikinger. An der Projektwoche nehmen über 300
Schüler in 25 Gruppen teil. Die Projektwoche findet bei den
Schülern, Lehrern und der Schulleitung viel Anklang (GN,18.3.1989,
KGS-Info 19, 6/89). 1990 ist das Thema "Umwelt",
1991 "Leben in Neuenhaus". Ab 1992 haben die einzelnen Klassen
unterschiedliche Themen.
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Der bisherige Leiter
der KGS, der Gesamtschuldirektor Jan Kortmann,
wird
in den Ruhestand verabschiedet. Herr Kortmann war fast 20 Jahre in
Neuenhaus tätig. Als Gründungsmitglied hat er entscheidend am
Aufbau der Kooperativen Gesamtschule mitgewirkt. Von 1974 bis 1978 als
stellvertretender Leiter der KGS und vom 1.2.1978 bis zum 19.7.1989 als
Schulleiter der KGS hat er zusammen mit der Kollegialen Schulleitung,
den Lehrern und Elternvertretern die Schule zu einem Bildungsinstitut
gemacht, das aus der schulischen Landschaft der Samtgemeinde nicht mehr
wegzudenken ist (KGS-Info 19, 6/89 und 20, 12/89).
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Der Nachfolger
von Herrn
Kortmann als neuer Direktor der Gesamtschule
und Schulzweigleiter der Realschule wird Günther Itterbeck, der
zuvor seit 1977 die Realschule Uelsen und davor die Mittelpunktschule
Uelsen geleitet hat. (GN, 7.9.1989).
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1991 - An
der KGS sind 10
Fachbereichsleiter eingesetzt: Ästhetik, Deutsch, Religion,
Sprache/Sprachförderung, Mathematik, Arbeit/Wirtschaft/Technik,
Naturwissenschaften, Arbeitsgemeinschaften/Projekte, Englisch,
Gesellschaft. Die Dauer der Amtsübertragung beträgt wie beim
Schulleiter, seinem Stellvertreter, dem Didaktischen Leiter und dem
OS-Leiter 9 Jahre.
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Die Zahl der
Schüler beträgt in der OS 317 in 12 Klassen, in
der HS 183 in 9 Klassen, in der RS 243 in 10 Klassen und im
Gymnasialzweig 197 in 8 Klassen, zusammen 940 Schüler in 39
Klassen (Stand: 11.4.1991).
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Am 24. April besuchen Bildungspolitiker und
Schulaufsichtsbeamte aus den Ländern
Portugal, Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande, England, Italien
und Deutschland die KGS Neuenhaus und hospitieren in verschiedenen
Klassen. In der anschließenden Aussprache werden u. a.
Möglichkeiten von Schulpartnerschaften, des
Schüleraustausches und des Kontaktes mit europäischen
Ländern angesprochen (KGS-Info 23, 5/91).
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Mit Beginn des Schuljahres 1991/92 wird an der
KGS der 2.
unterrichtsfreie Sonnabend eingeführt. Schon zehn Jahre
vorher
wurde ein entsprechender Antrag gestellt, der jedoch vom Schulelternrat
abgelehnt wurde.(KGS-Info 23, 5/91).
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Auf Beschluss des Nds. Landtages wird zum
Schuljahr 1991/92 die Lernmittelfreiheit
- in der KGS beginnend mit der 7. Jahrgangsstufe -
eingeführt. In der Regel werden die Bücher im Leihverfahren
zur Verfügung gestellt.
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Im Schuljahr 1991/92 besuchen die Schulzweige
OS 312, HS 185, RS 240
und Gy (7 - 10) 194, zusammen 931
Schüler. Die Klassenfrequenz
beträgt in der OS 26,3, HS 20,2, RS 24,4 und im Gy I 24,9
Schüler. Schulzweigübergreifender Unterricht wird in Sport,
Religion, Ästhetik (Kunst, Musik, Gestaltendes Werken/ Textiles
Gestalten) und in den Arbeitsgemeinschaften erteilt (KGS-Info 24, 1/92).
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Bei einem Besuch des schulpolitischen
Sprechers der FDP im Nds. Landtag
in Neuenhaus erklärt dieser, dass die KGS Neuenhaus ein
mustergültiges Beispiel dafür sei, wie schulzweigspezifischer
und gesamtschulspezifischer Unterricht in einer Schule praktiziert
werden kann (GWaS, 15.9.1991).
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Es erfolgen gegenseitige Besuche von
Schulleitungsmitgliedern der KGS
und der 6. Oberschule Neustrelitz in
Mecklenburg. Ziel ist es, die
Schule in Neustrelitz bei der dort vorgesehenen Umstrukturierung des
Schulwesens nach der Wende zu beraten.
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An der 1.
EUREGIO-Agrarmesse in Isterberg
nehmen über 5000
Schüler aus den Grafschafter Schulen, davon 900 Schüler in 38
Klassen von der KGS teil. Die Klasse 8A aus dem Hauptschulzweig gewinnt
bei dem Schülerwettbewerb den 1. Preis, verbunden mit einer
Wochenendreise nach Reichenbach (KGS-Info 24, 1/92).
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1992 -
Zum
Jahresanfang ist die erstinstanzliche
Aufsicht
über die Kooperativen Gesamtschulen in
Niedersachsen von den Schulaufsichtsämtern auf die
Bezirksregierungen übergegangen. In einer kleinen Abschiedsfeier
danken der Gesamtschuldirektor Itterbeck und die
Vorsitzenden des
Personalrates und des Schulelternrates dem bisher zuständigen
Schulrat Heinz Ragnitz
für seine engagierte und durch hohe
Sachkompetenz
gekennzeichnete Arbeit zugunsten der KGS Neuenhaus (GN, 22.2.1992).
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Der Schüleraustausch
zwischen dem
Schulzweig Realschule und der
MAVO Ootmarsum findet Ostern 1992 zum 20. Male statt (GN, 7.5.1992;
KGS-Info 25, 9/92).
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Während einer Versammlung ist ein "Verein
zur Förderung der
Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Neuenhaus" gegründet
worden.
Ziel des Fördervereins ist es, Geldmittel zu sammeln, mit denen
die innerschulischen Investitionen und Vorhaben finanziell
unterstützt werden können (GN, 30.10.1992).
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1993 - In
mehreren Klassen des
Hauptschulzweiges wird als neue Unterrichtsmethode die "Wochenplanarbeit"
erprobt. Dadurch tritt der Lehrer im Unterricht
zurück; statt dessen wird die Eigeninitiative und Aktivität
der Schüler gefördert. Ihnen wird mehr Verantwortung für
ihr eigenes Lernen übertragen. Der Lehrer berät die
Lernenden, korrigiert ihre Arbeiten und bespricht mit der Klasse die
Gesamtplanung (KGS-Info 26, 2/93).
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1994 -
Der Leiter des Gymnasiums
Neuenhaus und des Schulzweiges Gymnasium der KGS, Herr
Oberstudiendirektor Hans-Georg
Rusch, tritt in den Ruhestand. Im Rahmen
einer viereinhalbstündigen Feier wird Herr Rusch auch als einer
der "Motoren" der KGS Neuenhaus gewürdigt. Dass dieser
"Schulversuch Neuenhaus" seinerzeit bundesweit Anerkennung und
Nachahmung fand, sei besonders ihm zu verdanken,
der in den ersten Jahren nach Gründung der KGS in dieser damals
neuen
Schulform die Leitung übernahm und die Grundlagen für das
heute "friedliche Miteinander" der verschiedenen Schulzweige geschaffen
habe (GN, 31.1.1994; GWaS, 30.1.1994; KGS-Info 29,7/94; GW,2.2.1994).
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Nachfolger
von Herrn Rusch
als Leiter des Gymnasiums und
Schulzweigleiter Gymnasium in der KGS wird Oberstudiendirektor Gerhard
Herrenbrück, der vorher im Kultusministerium mit der
Lehrerausbildung befasst war (GN, 14.9.1994).
Im KGS-Info Nr. 30 vom Dezember 1994 schreibt Herr Herrenbrück:
"Vorab allen Leserinnen und Lesern des KGS- Info einen herzlichen
Gruß! Ich heiße Gerhard Herrenbrück und bin zum
Schuljahrswechsel als Leiter des Gymnasiums nach Neuenhaus
gekommen. Zuvor war ich in der Region Braunschweig - Salzgitter -
Hannover als Lehrer und zugleich auch in verschiedenen Funktionen in
der Lehrerausbildung tätig, insgesamt fast 20 Jahre lang. Meine
Stammschule war das Gymnasium in Salzgitter-Bad, einem Stadtteil von
Salzgitter, wo meine Familie zur Zeit noch wohnt, bis unsere Wohnung
hier in Neuenhaus fertig ist.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Ostfriesland; Frau Herrenbrück
stammt aus der Grafschaft. Auch einer meiner Brüder hat hier lange
gelebt und sein Brot verdient (als Pastor in Uelsen) und dabei
übrigens auch hier in der Schule Religionsunterricht erteilt.
So hat also die berufliche Veränderung nach Neuenhaus durchaus
ihre privaten Hintergründe: Sie bedeutet nicht nur die
Übernahme einer neuen Aufgabe, auf die ich mich freue (nicht
zuletzt auf die anregenden vielfältigen Möglichkeiten der
speziellen schulischen Verhältnisse hier in Neuenhaus), sondern
zugleich auch die Rückkehr in eine Region, die Frau
Herrenbrück und mir seit langem bekannt und vertraut ist. Das
wiederum ist mir wichtig für meine Arbeit und hat
Rückwirkungen auf sie: Lehrerinnen und Lehrer unterrichten nicht
nur Deutsch und Mathematik, Fächer also, sondern zuerst einmal
Schülerinnen und Schüle! Wer angemessen Schule halten und
gestalten will, kann Land und Leute nicht ignorieren.
Natürlich und zum Glück gibt es auch für mich ein Leben
nach und neben der Schule! Darin spielen meine beiden Jungen, sechs und
acht Jahre alt, eine beachtliche Rolle. Außerdem gibt´s da
sehr viel Literatur, klassische Musik, Spaziergänge und Radtouren
in der Grafschaft und anderswo, ab und zu auch mal ein anständiges
Fußballspiel, aktiv und passiv, und sonst noch so allerlei!"
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Nach der Besonderen
Ordnung der KGS von 1975
besteht die Schulleitung
aus 5 Personen, wobei der Schulleiter und sein Stellvertreter
gleichzeitig Schulzweigleiter sind: Herr Itterbeck gleichzeitig
Schulzweigleiter der RS, Herr Weiß
gleichzeitig Schulzweigleiter
der HS. Mit Novellierung des Nds. Schulgesetzes werden alle bisherigen
Besonderen Ordnungen zum 31.7.1994 aufgehoben Obwohl ein Dezernet des
Kultusministeriums empfohlen hat, sich dem Regelmodell, dem
Siebener-Modell, anzuschließen, beschließt die
Gesamtkonferenz am 21.2.1994, eine Besondere Ordnung weiterhin mit dem
Fünfer-Modell zu beantragen. Außerdem beschließt sie,
die Aufgaben der Schulleitungsmitglieder nicht auf Lebenszeit, sondern
weiterhin nur für einen Zeitraum von 9 Jahren mit der
Möglichkeit der Verlängerung zu vergeben. Dieses Modell
bleibt weiterhin einmalig in Niedersachsen (KGS-Info 29, 7/94).
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Für ein "besonders
gelungenes Beispiel
suchtpräventiver
Arbeit" in niedersächsischen Schulen wird die KGS Neuenhaus
für die Arbeit der "Akrobatik-AG" ausgezeichnet. In der
Arbeitsgemeinschaft erproben 20 Schülerinnen und Schüler im
Alter von 13 bis 21 Jahren aus HS, RS und Gy alternative
Möglichkeiten des Turnunterrichts. Durch dieses Projekt wird
bereits im Vorfeld einer tatsächlichen Sucht den Sucht- und
Drogengefahren entgegengewirkt. Die Schüler üben sich in
verschiedenen Formen der Akrobatik, zu der Mini-Trampolin-Aktionen und
Jonglieren ebenso gehören wie Gaukeleien und Einradfahren (GN,
28.11.1994).
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1995 - Aus
gesundheitlichen Gründen
wird der Direktorstellvertreter der
KGS und Schulzweigleiter der
Hauptschule, Ulrich
Weiß, im Alter von 56 Jahren in den vorzeitigen Ruhestand
versetzt. Nach Ablegung der Reifeprüfung am Gymnasium Nordhorn
1960 studierte er an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg. 1970
wurde er zum Konrektor der Volksschule Veldhausen und 1978 zum
"Studiendirektor als Leiter des Hauptschulzweiges" der KGS Neuenhaus
ernannt. Herr Weiß erfüllte an der KGS viele Aufgaben, alle
mit großem Verantwortungsbewußtsein (GN, 29.8.1995;
KGS-Info 32 12/1995). Außerschulisch setzte sich Ulrich Weiß
für die Wiederherstellung der
Windmühle in Veldhausen ein. Zusammen mit Zuschüssen
des Landkreises und der Stadt Neuenhaus sowie des Landes wird die
Windmühle in den Jahren 1985 bis 1987 für mehr als eine halbe
Million Mark restauriert. Seinerzeit agierte man als "Arbeitskreis
Windmühle" im VVV Neuenhaus. Spätestens mit der Errichtung
des Müllerhauses 1998 und den weiteren Gebäuden wie dem
Backhaus, der Schmiede und dem Bijhuus erfolgte die Gründung eines
eigenen Vereins, des Mühlenvereins
Veldhausen, um mit den Mitgliedern den Mühlenhof zu pflegen
und durch Veranstaltungen mit Leben zu füllen. Ulrich Weiß
übernahm den Vereinsvorsitz.
2010 zieht er zusammen mit seiner Frau zu seiner Tochter und gibt den
Vereinsvorsitz ab (GN, 18.8.2010). Für seine Verdienste
erhält er die Bürgermedaille der Stadt Neuenhaus (GN,30.10.2010)
Sein Nachfolger
an der KGS in
beiden Funktionen wird Achim
Röder, der seit Anbeginn im
Hauptschulzweig tätig war und den bisherigen Amtsinhaber
während seiner Erkrankung kommissarisch vertreten hat (GN,
3.12.97;
KGS-Info 32, 12/95 und 36, 2/98).
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Die Gesamtkonferenz fasst am 22. März drei wichtige
Beschlüsse:
1. Ab Schuljahr 1995/96 wird im 9. Schuljahr des
Hauptschulzweiges ein Praxistag
eingeführt. Die Schüler
werden zwischen den Herbstferien und Weihnachten einen Tag die Schule
verlassen und stattdessen in einem Betrieb arbeiten.
2. Neben dem Wahlpflichtunterricht in den Sprachen der RS und des
Gy ab Klasse 7 und im musisch-kulturellen Bereich der HS/RS ab Klasse 8
sollen Schüler des 10. Jahrgangs ein Fach wählen,
in dem sie zusätzlich zum Pflichtunterricht einen eigenen
Schwerpunkt setzen. Solche
schulzweigübergreifende Wahlpflichtkurse sollen für die
Fächer Biologie, Chemie, Physik, Geschichte, Erdkunde, Sozialkunde
und Informatik angeboten werden.
3. Die Schulhofflächen
sollen verschönert werden.
(KGS-Info 31, 7/95).
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Schüler aus dem Gymnasialzweig der KGS
übernehmen für
ein Jahr die Leitung des
Heimatmuseums Neuenhaus. Die Betreuung
übernimmt der Lehrer Eckhard
Woide. Im April wird von ihnen eine
Sonderausstellung "Uhren aus vier Jahrhunderten" aufgebaut, in der 60
Uhren aller Art, darunter 35 Wanduhren, gezeigt werden, die Kunst und
Können der Uhrmachermeister vergangener Jahrhunderte deutlich
machen (GN, 1.5.1996, KGS-Info 33, 6/96).
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Mit Unterstützung des Fördervereins
gestalten 44 Schüler
des Hauptschulzweiges ihren Schulhof um
(GN,
28.9.95).
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1996 - In
Niedersachsen wird die Fünf-Tage-Woche
eingeführt.
Im Spätherbst 1996 feiert die KGS mit unterhaltsamen und
informativen Veranstaltungen für Lehrer, Schüler und Eltern
ihr 25-jähriges Bestehen.
Dazu wird auch eine
Jubiläumsschrift herausgegeben (KGS-Info 34,12/96). Sie
enthält nach einem Vorwort des Schulleiters Günther Itterbeck
u.a. Beiträge von Jan
Kortmann (ehem. Schulleiter und
Schulzweigleiter RS), Sinus
Lefers (ehem. Stadt- und
Samtgemeindedirektor), Hans-Georg
Rusch (ehem. Schulleiter und
Schulzweigleiter Gy), Heinz
Ragnitz (ehem. für die KGS
zuständiger Schulrat), Hannelore
Gedenk (ehem.
Schulelternratsvorsitzende), Johann Holthuis (ehem.
Schulzweigleiter HS), Achim
Röder (Stellv. Schulleiter und
Schulzweigleiter HS), Heidi
Roolfs, geb. Magritz (ehem.
Schülerin), Jörg
Leune (Didaktischer Leiter), ein Auflistung
sämtlicher Lehrkräfte der KGS seit 1971 und die 1971 in den
5. Jahrgang eingeschulten Schüler.
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1998 - Im
Schuljahr 1997/98 befasst
sich der Ständige
Pädagogische Planungsausschuss (SPPA) mit
folgenden Themen:
- Unterrichtssituation im Schuljahr 1997/98
- Schulfahrten
- Unterrichtsausfall bei Glatteis und großer Hitze
- Weiterentwicklung der KGS Neuenhaus (Schulprogramm):
a) Die Schulzweige und die Schule,
b) Ausbilden für das 21. Jahrhundert,
c) Ein Schulprogramm für die KGS Neuenhaus "Wie ich
mir die Schule in fünf Jahren wünsche"
- Projektunterricht
- Vorbereitung der Gesamtkonferenz
- Integrationsklasse
- Raumbedarf im Fach Musik.
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Seit 1971 hat es 371 Sitzungen gegeben. In
einer Sitzung wird
überlegt, wie man die SPPA-Arbeit verbessern kann. Das Ergebnis
ist:
1. Der SPPA muss weniger diskutieren und mehr entscheiden.
2. Die Arbeit des SPPA muss innerhalb der Schule besser bekannt werden.
3. Die Mitarbeit der Schüler lässt zu wünschen
übrig. Sie fehlen bei den Sitzungen und verzichten damit auf das
ihnen zustehende Stimmrecht. Gerade bei Fragen der zukünftigen
Entwicklung ist aber der
Beitrag der Schüler unverzichtbar.
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Nach langen Verhandlungen gelingt es, den
Besuch einer niederländischen
Schule in Terneuzen durchzuführen. Terneuzen
liegt ganz im Süden der Niederlande, in der Provinz Zeeland,
südlich der Schelde. An dem Besuch nehmen nehmen 16 Schüler
aus den 10. Klassen des Realschulzweiges teil. Durch diesen Besuch
sollen die deutsch-niederländischen Schulbeziehungen wiederbelebt
werden (KGS-Info 37; 7/98). Die nächste Austauschfahrt folgt im
April 1999 (KGS-Info 39; 1/00).
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Schüler der AG Museum der KGS erarbeiten
eine kleine Ausstellung,
die die Situation der Kinder in der Zeit des 30jährigen Krieges
beleuchtet (KGS-Info 37; 7/98).
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1999 -
Die Foto-AG der KGS
nimmt am
Foto-Wettbewerb zum Thema "Das Kloster Frenswegen und die Kirchen in
der Grafschaft" teil und gewinnt den Jugendpreis (KGS-Info 39; 1/00).
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2000 - 23
niederländische
Schüler aus Terneuzen
kommen zu einem Gegenbesuch nach Neuenhaus.
Neben Unterrichtsbesuchen stehen Besichtigungsfahrten nach
Osnabrück und Nordhorn (Eissporthalle, Anne-Frank-Ausstellung) auf
dem Programm (GN, 29.01.00; KGS-Info 40; 7/00). Der Gegenbesuch
nach Terneuzen erfolgt im November 2000 (KGS-Info 41; 12/00).
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Beim Wettbewerb
der Grafschafter Nachrichten
"Meine Welt 2020 -
Reportagen aus der Zukunft" gewinnen zwei Schülergruppen je
einen
1. Preis:
- "Seniorcity - Der ultimative Kick für ältere Generationen"
- "Polizei setzt Telepathie ein" und "Cogitativ wird abgeschafft"
(KGS-Info 40; 7/00).
Die Abschlussveranstaltung findet im September auf der Expo in Hannover
statt (GN, 15.9.00; KGS-Info 41; 12/00).
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Schüler der AG Museum stellen im Vorraum
des neuen Rathauses
Grabungsfunde aus, die sie nach der Öffnung des Stadtgrabens
entdeckten (GN, 25.02.00; KGS-Info 40, 7/00). Ihre Arbeit am Jahresende
beendet die AG mit einer Mappe mit dem Titel "Bodenfunde aus der Stadt
Neuenhaus". Die Veröffentlichung der Arbeit wird von der
Sparkassenstiftung unterstützt (KGS-Info 41; 12/00).
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Zum Schuljahresende wird der Leiter der KGS,
Gesamtschuldirektor Günther
Itterbeck in den Ruhestand versetzt. Der gebrtige Neuenhauser
studierte nach dem Besuch der Volksschule Grasdorf, der Mittelschule
Neuenhaus und des gymnasiums Nordhorn an der Pädagogischen
Hochschule Osnabrück. Anfang der sechziger Jahre trat er seinen
Dienst in Bad Bentheim anund wurde 1965 Schulleiter der einklassigen
Volksschule Hestrup. 1979 wird er Schulleiter der Mittelpunktschule
Uelsen und 1977 der Realschule Uelsen. Herrn Itterbeck, der seit
Juli 1989 Leiter der KGS war, wird "persönliches Geschick und
kooperativer Führungsstil" bescheinigt. Er hat es immer
verstanden, "mit leisen Tönen und mit Humor andere Menschen zu
überzeugen". Seine besonderen Eigenschaften sind
"Pünktlichkeit, Akuratesse und Perfektion" und das bei einem
ausgeprägten "Leistungswillen" (GN, 13.7.2000; KGS-Info 41 12/
00). Die kommissarische
Leitung übernimmt zunächst Herr Röder (KGS-Info 41;
12/00).
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Im Rahmen der Partnerschaft
des Landkreises
Grafschaft Bentheim mit dem Landkreis
Slawsk im ehemaligen
nördlichen Ostpreußen (Kaliningrader Gebiet) nimmt die
Schule vom 03.09. - 17.10.2000 sechs Jugendliche im Alter von 14 - 17
Jahren und ihre Lehrerin auf. Die Jugendlichen hospitieren im
Unterricht des Gymnasiums, in der Orientierungsstufe und in der
Vorschule. Besonders hat ihnen der Musikunterricht in der OS gefallen
(KGS-Info 41; 12(00).
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2001 - Nach
langen Diskussionen beschließt der Samtgemeinderat eine Umstrukturierung des
Schulwesens in Neuenhaus, die nachstehende
Änderungen bringt:
- Das Gymnasium, das bislang nur als reines Oberstufengymnasium mit den
Jahrgangsstufen 11 -13 existierte, wird - beginnend mit der
Jahrgangsstufe 7 - auch im Sekundarbereich I (mit den Jahrgangsstufen 7
- 10) ausgebaut. Schulträger ist der Landkreis Grafschaft Bentheim.
- Die KGS Neuenhaus behält weiterhin die Schulzweige OS, HS, RS
und Gymnasium (Kl. 7 - 10). Schulträger des Schulzweiges Gy ist
jetzt - wie auch der übrigen Schulzweige - die Samtgemeinde
Neuenhaus.
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Hintergrund der Entscheidung ist die Forderung
der Bezirksregierung, die in Niedersachsen einmalige Struktur der KGS
Neuenhaus zu ändern. Das neue Schulleitungsmodell,
das die
Bezirksregierung favorisiert, sieht ein Schulleitergespann an der
Spitze und vier untergeordnete Schulzweigleiter sowie den Didaktischen
Leiter vor. Nach Ansicht aller Beteiligten würde ein solches
Modell zu einer Stärkung der Integration der Schulzweige
führen, die bislang nur in wenigen Bereichen kooperiert haben
(GN,27.6.2001).
Mt der Nr. 43 vom Dezember 2001 endet
die Herausgabe des KGS-Info, das 1980 vom damaligen Schulleiter
der KGS, Jan Kortmann,
eingeführt wurde und in dieser Zeit ausführlich über die
Ereignisse an der KGS Neuenhaus berichtete.
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2002 - Zum
1. August 2002 gibt es in Neuenhaus aufgrund der beschlossenen
Strukturänderung für die Schüler des 7.
Schuljahrgangs zwei gymnasiale
Angebote. Die Eltern haben die Wahl
zwischen einem klassischen Gymnasium, dessen Ziel es ist, die
Schüler auf die Oberstufe vorzubereiten und zum Abitur
hinzuführen, und dem gymnasialen Zweig der KGS, der - wie bisher -
noch ein weiteres Ziel verfolgt: Neben der Vorbereitung auf die
gymnasiale Oberstufe soll schulzweigübergreifender Unterricht
erfolgen. Ein Angebot im Schulzweig Gymnasium ist die sogenannte
Klassenstunde, in der die Schüler Lerntechniken und soziales
Verhalten lernen sollen. Auf dem Lehrplan stehen freies Sprechen,
Auswendiglernen, Konzentrationsübungen, Recherche und Benimmkurse
(GN, 7.6. und 8.6.2002).
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Schüler, Lehrer und Eltern sammeln 399
Kochrezepte und stellen sie rechtzeitig vor Weihnachten zu einem
Sammelband zusammen. Es sind nicht nur typische Gerichte aus der
Grafschaft Bentheim, sondern auch Leckereien aus deutschen Landen und
vor allem aus dem Ausland, aus Afrika, den Niederlanden, Dänemark,
Russland, Bosnien und Großbritannien. Die Vielfalt spiegelt die
internationale Zusammensetzung der Schülerschaft wider. Der
Verkaufserlös der KGS-Kochbücher wird für
gemeinschaftsfördernde Schulprojekte verwendet (GN, 17.12.2003).
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2003 -
Studiendirektor Jörg
Leune, seit 1977 Didaktischer
Leiter der KGS, gibt zum 1.2.2003
dieses Amt auf eigenen Wunsch ab, lässt sich an das
Gymnasium Neuenhaus versetzen und übernimmt hier als Mitglied der
Schulleitung zunächst das Amt des Koordinators für
schulfachliche Fragen (GN, 19.02.2003), ab 1.8.2004 die Leitung der neu
errichteten Außenstelle des Gymnasiums in Uelsen.
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In einem Projekt wird der reguläre
Musikunterricht der Schuljahrgänge 5 und 6 ergänzt, in
dem Schüler im Klassenverband oder in einer Arbeitsgemeinschaft Blasinstrumente
spielen lernen. Das Geld stammt aus Mitteln der
VR-Stiftung der Niedergrafschafter Volksbanken, mit dem die Musikschule
Blasinstrumente angeschafft hat. Ein Ziel dabei ist der Aufbau eines
Schulorchesters (GN, 31.1. und 7.2.2003).
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Seit Beginn des Schuljahres treffen sich 15
Jugendliche in einer Arbeitsgemeinschaft im Schulzweig Realschule, um
ein Musik-Festival der Ortsgruppe von
"amnesty international" (ai)
vorzubereiten (GN, 7.3.2003).
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Bislang war die Schulküche, die von der
KGS genutzt wurde, in der Grundschule Neuenhaus untergebracht. Da diese
veraltet war und die Grundschule Schulraum benötigte, ist auf dem
Gelände der KGS in einem Gebäudekomplex von 140 qm
Größe eine neue
Schulküche errichtet worden, die am
9.5.2003 feierlich ihrer Bestimmung übergeben wird (GN, 9.5. und
12.5.2003).
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Nach drei Jahren Vakanz wird Realschullehrerin
Annette Harnitz
als Gesamtschuldirektorin in
ihr Amt eingeführt. Sie war vorher
als Fachbereichsleiterin an der KGS und als Seminarleiterin im
Ausbildungsseminar Nordhorn tätig. Frau
Harnitz ist die erste Schulleiterin ohne zeitliche Begrenzung,
die nicht gleichzeitig einen Schulzweig leitet. Herr Röder hat die
Schule als Stellvertretender Gesamtschuldirektor drei Jahre lang
kommissarisch geleitet (GN, 5.7.2003).
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Schulzweigleiter
der KGS sind: Gymnasium: Herr
Udo
Sander, Realschule: Frau
Ulrike
Arends, Hauptschule: Herr
Ernst-Dieter Oehler, der nach 14 Jahren als Rektor der OS Blanke
in Nordhorn an die KGS zurückkehrt, an der er bereits von 1981 bis
1989 als Fachbereichsleiter Arbeit-Wirtschaft-Technik gearbeitet hat
(GN, 10.9.2003). Nach Auflösung der Orientierungsstufe soll Herr Petras, der den
Schulzweig OS seit 1985 leitet, Didaktischer Leiter der KGS werden.
Herr Petras tritt die
Nachfolge von Jörg
Leune an, der das Amt des Didaktischen Leiters seit
Gründung der KGS ausübte (GN, 25.8.2003).
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Auf neue Wege begeben sich Schüler der 5.
Jahrgangsstufe der KGS. Im Rahmen des Kunstunterrichts
sind sie an
Lernorten außerhalb der Schule unterwegs und sammeln Erfahrungen
bei Ausstellungen im Alten Rathaus, im "esscafé augenblick" und
im Kunstverein sowie in einem Künstleratelier des Malers Henry Busy. Hierdurch
inspiriert erstellen die Schüler eine eigene Ausstellung, in der
sie ihre Eindrücke von einer Klassenfahrt nach Helgoland
verarbeiten (GN, 23.6.2003).
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Die Schüler der 9. Klassen gestalten eine
Ausstellung "Stadt - Land-
Fluss" im Marienkrankenhaus Nordhorn (GN,
25.6.2003).
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Im Rahmen einer Projektwoche unter dem Motto
"Kreative Woche" beschäftigen sich 16 verschiedene Projektgruppen
mit Musik, Tanz, Schauspiel, Hörspiel, Theater, Kostümem und
Bühnenbau, die von mehreren Experten unterstützt werden.
Highlights sind eine abendliche Bühnenshow mit fast 500 Besuchern,
bei der das "Schwarze Theater" mit den Szenenbildern "Tanzendes
Gesicht", "Turner", "tennisspielendes Gespenst" und Skeletttanz" eine
besondere Rolle spielt, außerdem ein von der Ems-Vechte-Welle
gesendetes Hörspiel (GN, 18.7.2003 und 18.2.2004).
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Der Samtgemeinderat regelt das Verhalten auf
den Schulhöfen nach Schulschluss durch eine Verordnung.
Danach
dürfen keine gefährlichen Gegenstände und Hunde
mitgeführt, alkoholische Getränke getrunken und private
Feiern durchgeführt werden. Es dürfen nur Kinder bis zu 16
Jahren auf dem Schulhof spielen (GN, 18.9.2003).
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In den Abschlussklassen wird eine "Reihe
Berufsfindung" eingeführt und im Stundenplan verankert.
Hierzu
werden Vertreter der Berufsbildenden Schulen und von örtlichen
Firmen eingeladen (GN, 6.12.2003).
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Nach dem Schulzentrum Deegfeld in Nordhorn
beginnt die KGS mit der Ausbildung von 14 Streitschlichtern aus den
Schuljahrgängen 7 - 9. Ein Schlichter ist ein Schüler, der
die Streitenden zu einem Gespräch einlädt und ihnen helfen
soll, Lösungen zu finden (GN, 18.12.2003). Die Streitschlichter
beginnen ihre Tätigkeit im Juni 2004 (GN, 29.6.2004).
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2004 - 36
Lehrkräfte der Gymnasien Nordhorn, Bad Bentheim und Emlichheim
sowie der KGS Neuenhaus nehmen für drei Tage an einem Einführungsseminar
"Erwachsen werden" von Lions Quest Deutschland
in der KGS teil, das die KGS und der Grafschafter Lions Club
mitfinanziert haben. Im Mittelpunkt steht die Förderung sozialer
Kompetenzen in der Schule. Das 1984 in den USA entwickelte Programm
will Schüler dabei unterstützen, "ihr Selbstvertrauen und
ihre kommunikative Kompetenz zu stärken, Kontakte und Beziehungen
aufzubauen und zu pflegen, Konflikt und Risikosituationen in ihrem
Alltag zu begegnen und für Probleme, die gerade die Pubertät
gehäuft mit sich bringt, konstruktive Lösungen zu finden"
(GN, 6.2.2004).
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Die Projektgruppe
"Schwarzes Theater"
führt das Stück "Der Regenbogenfisch" auf. Dazu wurden neun
Klassen aus der Grundschule und der Sonderschule beteiligt, die
Mobiles, Bilder und Plastiken herstellten, die ergänzend zur
Aufführung gezeigt werden (GN, 9.3.2004).
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Ab 1. August 2004 läuft der Schulzweig
Orientierungsstufe der KGS wie alle Orientierungsstufen in
Niedersachsen aus. Nach Entscheidung des Nds. Kultusministers sollen
die Schüler aus der Orientierungsstufe und aus den 4. Klassen der
Grundschulen in die 5., 6. und 7. Klassen der weiterführenden
Schulzweige Hauptschule, Realschule und Gymnasium bzw. in das Gymnasium
Neuenhaus übergehen. Bei der Trendbefragung der Eltern im Februar
2004 ergibt sich, dass der gymnasiale Schulzweig der KGS nur mit 4
Schülern in der 5. Klasse, mit 11 Schülern in der 6. Klasse
und mit 14 Schülern in der 7. Klasse rechnen kann. Hierzu
erklärt die Bezirksregierung, dass mit diesen Zahlen keine
Klassenbildung möglich sei. Nur wenn in zwei aufeinanderfolgenden
Jahrgängen insgesamt 30 Schüler zusammenkämen,
könne man dort Kombiklassen einrichten. Diese Voraussetzung sei an
der KGS nicht gegeben. Wenn es aber an der KGS keinen Gymnasialzweig
mehr gebe, dann fehle eine Voraussetzung für die KGS. Der
Elternrat lädt deshalb zu einer Informationsveranstaltung ein und
führt eine erneute Elternbefragung mit einem von ihm entwickelten
Fragebogen durch, wodurch jedoch keine wesentlichen Veränderungen
in den Anmeldezahlen eintreten. Der Wunsch des Elternrates, die
endgültigen Anmeldezahlen abzuwarten, wird nicht akzeptiert.
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Der Samtgemeinderat
beschließt vielmehr
auf Vorschlag der Samtgemeindeverwaltung, dass die KGS ab Schuljahr
2004/05 keine neuen Schüler mehr aufnimmt und die KGS zum
1.8.2007 aufgehoben wird. In der dreijährigen
Übergangszeit
werden die jetzigen KGS-Schüler in den Jahrgängen 8, 9 und 10
weiter unterrichtet. Weiter beschließt der Samtgemeinderat, ab
August 2004 beginnend mit den Jahrgängen 5, 6. und 7 eine
selbstständige Hauptschule und eine selbstständige Realschule
einzurichten (GN, 5.5., 7.5., 17.5. und 18.5.2004).
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Ab 1.8.2004 stellt sich die Situation der
Schulleitungen so dar: Schulleiterin der KGS ist Frau
Harnitz; Herr
Röder hat sein Amt als Stellvertretender Schulleiter
aufgegeben. Die Funktion wird von Herrn Lachmann kommissarisch
wahrgenommen, der gleichzeitig kommissarischer Leiter des HS-Zweiges
ist. Leiterin des RS-Zweiges ist Frau
Arends, Leiter des Gy-Zweiges Herr
Sander. Die Aufgaben des Didaktischen Leiters werden von Frau Harnitz wahrgenommen.
Kommissarischer Schulleiter der Hauptschule ist Herr Oehler, der Realschule
Herr Petras.
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Was geschieht sonst an der KGS mit den
Schuljahrgängen 8 - 10? Rund 250 Schülerinnen und
Schüler der KGS sehen das Theaterstück
"Durch dick und
dünn". Ebenso beeindruckend ist das anschließende
Gespräch mit den Schauspielerinnen über Magersucht und andere
Essstörungen. Ursachen hierfür sind z.B. Probleme in der
Familie, Leistungsstress in der Schule, Mobbing oder Missbrauch (GN,
11.11.2004).
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2005 - Den Abschluss des Projektes
"Zeitgenössische Musik in der Schule" bildet ein
großes
Konzert, das von 13 Schülern der Musik-AG der KGS und 10 Studenten
der Hochschule für Musik und Theater in Hannover gestaltet wird.
Seit November 2004 hatten sich rund 50 Schulen in ganz Niedersachsen an
dem von der Nds. Sparkassenstiftung und dem Kultusministerium
initiierten Projekt beteiligt. Dabei wurden die Schüler in die
Musik zeitgenössischer Komponisten eingeführt und konnten
ungewöhnliche Instrumente und Kompositionsformen selbst
ausprobieren. Während des Abschlusskonzertes in Neuenhaus bieten
die Schüler und Studenten eine interessante Mischung aus
Xylophonmusik, rhythmischen Sprechgesang und fetziger Trommelmusik (GN,
11.3.2005).
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Die Musik-AG der KGS nimmt dann am Abschlusskonzert des
Projektes in Hannover teil. Sie ernten dort viel
Lob. Als einzige Schlagzeugertruppe im Programm ziehen sie die
Aufmerksamkeit des fachkundigen Publikums und der beteiligten Gruppen
auf sich (GN, 9.7.2005)
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2006 - Die Theater-AG bringt ein
Märchenspiel auf die Bühne: "Das Gauklermärchen", ein
Stück in sieben Bildern nach Michael Ende (GN, 4.7.2006) Im
Schuljahr 2006/07 umfasst die KGS Neuenhaus nur noch den 10.
Schuljahrgang.
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2007 - Nur dreieinhalb Jahre nach ihrer
Einführung wird die Gesamtschuldirektorin
der KGS Neuenhaus, Frau Annette
Harnitz, aus Neuenhaus
verabschiedet. Sie übernimmt zum 1. Februar 2007 die Leitung der Sophie-Scholl-Schule in
Wenningsen bei Hannover, ebenfalls eine Koopertive Gesamtschule.
Die
kommissarische Leitung der KGS Neuenhaus wird bis zum
vorgesehenen Ende im Juli 2007 vom Stellvertretenden Leiter Joachim Lachmann
wahrgenommen.
Frau Harnitz hatte am 1. Juli
1973 ihren Dienst in Neuenhaus begonnen und unterrichtete
überwiegend am Schulzweig Realschule der KGS. Sie war hier als
Fachbereichsleiterin und zusätzlich als Fachseminarleiterin am
Ausbildungsseminar Nordhorn tätig. Am 4. Juli 2003 übernahm
sie die Leitung der KGS, die zuvor drei Jahre vakant gewesen war.
Der Gesamtschuldirektorin wird bei ihrer
Verabschiedung bescheinigt, dass sie souverän das Auslaufen der
KGS begleitet habe. Es sei ihr ein Anliegen gewesen, die Schule
attraktiver zu gestalten. Die Schülervertretung habe sich bei ihr
stets mit ihren Problemen ernst genommen gefühlt. Frau Harnitz führt aus,
dass die Gesamtschularbeit ihrer tiefen pädagogischen
Überzeugung entspreche. An ihre langjährige Heimat Neuenhaus
werde sie überwiegend positive Erinnerungen behalten (GN,
31.1.2007).
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Am 5. Juli 2007 verabschiedet die Kooperative
Gesamtschule Neuenhaus ihren letzten Jahrgang und stellt damit
ihren
Betrieb ein. Zum neuen Schuljahr gibt es in Neuenhaus nur noch die
eigenständige Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium (GN,
6.7.2007).
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Woran ist die
KGS Neuenhaus gescheitert?
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Als Kernpunkte
der KGS wurden unter der
Federführung ihrer Gründerväter Hans-Georg
Rusch und Jan Kortmann
formuliert (vgl. auch KGS-Planung): Die
Schulzweige bauen auf einer Kooperativen Eingangs- und Förderstufe
(KEF), später Orientierungsstufe, auf. Die Dreigliedrigkeit der
Schule bleibt grundsätzlich erhalten, indem die Schulzweige
räumlich und organisatorisch sichtbar bleiben. Gemeinsames Lernen
findet in den Fächern Religion, Kunst, Musik, Werken und Sport
statt. Arbeitsgemeinschaften und Schulveranstaltungen werden
Schülern aller Schulzweige angeboten. Als Erfolge werden der
schulzweigübergreifende Lehrereinsatz und die Fachkonferenzen
genannt, in denen OS-, Hauptschul-, Realschul- und Gymnasiallehrer
sitzen. Im "Ständigen Pädagogischen Planungsausschuss
(SPPA)" haben Lehrer, Schüler und Elternvertreter aller
Schulzweige an der inhaltlichen Weiterentwicklung der KGS
mitgearbeitet. Die Schule hat sozial integriert. Die Erfolge kommen
jedoch auch in einer Vielzahl von Projekten zum Ausdruck: Ab 1973
fahren Schüler erstmals und dann immer wieder nach Frankreich. Es
entstehen Partnerschaften mit Schulen in den Niederlanden. Auch
Schulfeste der KGS, Ausstellungen, die Theater-AG und zahlreiche
Erfolge bei Musik-, Sport- und Schulwettbewerben zeugen von den
vielfältigen Aktivitäten in der KGS. Soweit die Kernpunkte!
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Während Gesamtschulen andernorts als
Alternative zu den herkömmlichen Schulen neu gegründet
wurden, hat die Stadt Neuenhaus einfach drei bestehende Schulen in
einen Rahmen gezwängt:
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Aus der Volksschule Neuenhaus wurde die
Oberstufe zum Schulzweig Hauptschule der KGS, die Unterstufe eine
eigenständige Grundschule.
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Auch das Gymnasium wurde organisatorisch
zweigeteilt. Die Mittelstufe (Jahrgänge 7 -10) wurde zum
Schulzweig Gymnasium, die Oberstufe (Jahrgänge 11 bis 13) ein
eigenständiges Gymnasium. Die Klammer erfolgte dadurch, das der
Leiter des Gymnasiums gleichzeitig der Schulzweigleiter Gymnasium der
KGS wurde.
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Die Schulträgerschaft war zweigeteilt:
Der Landkreis war neben dem Gymnasium auch zuständig für den
Schulzweig Gymnasium der KGS, die Samtgemeinde Neuenhaus für die
übrigen Schulzweige der KGS.
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Während alle übrigen Kooperativen
Gesamtschulen in Niedersachsen eigenständige Schulleiter und
Stellvertreter hatten, wurden diese Ämter in Neuenhaus jeweils einzelnen
Schulzweigleitern für drei Jahre übertragen. Dieser
Plan der rotierenden Schulleitung scheiterte jedoch bereits, als die
neue Besoldungsordnung die neunjährige Amtsübertragung
vorschrieb, die erstmals bei Direktor Kortmann zum Tragen kam.
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Von der Bezirksregierung wurde immer wieder
die Angleichung des Neuenhauser
Modells an das landesweit übliche
Modell angestrebt, besonders die Einsetzung eines
selbstständigen
Schulleiters und seines Stellvertreters und die Vereinheitlichung des
Gymnasiums von Klasse 7 bis 13, was die Schule, die Elternschaft und
die beiden Schulträger immer wieder ablehnten. Auf Veranlassung
der Bezirksregierung beschlossen beide Schulträger dann
schließlich, das Gymnasium Neuenhaus ab 2002 um die Mittelstufe -
beginnend mit dem 7. Schuljahrgang - zu erweitern. Schulträger
blieb der Landkreis Grafschaft Bentheim. Die KGS Neuenhaus behielt
weiterhin die Schulzweige OS, HS, RS und Gymnasium (Kl. 7 - 10).
Schulträger des Schulzweiges Gy wurde jetzt - wie auch der
übrigen Schulzweige - die Samtgemeinde Neuenhaus. Ab 2003
wurde Frau Annette
Harnitz als selbstständige Schulleiterin ohne
Schulzweigleitung eingesetzt. Da die Anmeldezahlen für den
Schulzweig Gymnasium ab 2004 jedoch nicht mehr ausreichten,
durfte die KGS nach Weisung der Bezirksregierung keine Schüler
mehr aufnehmen, was 2007 zur Aufhebung der KGS führte.
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Zum Abschluss erfolgt im GN-Journal am
Wochenende vom 7.7.2007 ein Bericht "Die
Unverstandene in Neuenhaus.
Kooperative Gesamtschule stellt nach 36 Jahren den Betrieb ein",
dem sich zwei Leserbriefe "Hans-Georg Rusch war der eigentliche Motor"
(GN, 13.7.2007) und "An der KGS viel gelernt" (GN, 17.7.2007)
anschließen.
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Quellen:
- KGS-Infos, Nummern im
Text angegeben,
- "25 Jahre Kooperative
Gesamtschule Neuenhaus" mit zahlreichen
Beiträgen, als KGS-Info 34, 12/96
- Artikel aus der
örtlichen Presse, Fundstellen im Text angegeben.
- Informationen von Frau
Annette Harnitz, Leiterin der KGS
- GN-Journal
am
Wochenende vom 7.7.2007: "Die
Unverstandene in Neuenhaus. Kooperative
Gesamtschule
stellt nach 36 Jahren den Betrieb ein"
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