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Heinrich
Schepers, ein ehemaliger Mittelschüler von 1924 bis 1928 in
Neuenhaus,
schreibt im "Der Grafschafter", Nummer 2/ 1998, zur Schulsituation in
Neuenhaus in den zwanziger Jahren:
"Neben der dreiklassigen evangelisch-reformierten Volksschule besuchten
Kinder aus katholischen Familien - nicht nur aus Neuenhaus - die
katholische Volksschule in der Neustadt. Als weiterführende Schule
stand die städtische Rektorschule auch Schülern aus der
Niedergrafschaft offen. Die einstmals aus einer Lateinschule
hervorgegangene Lehranstalt wurde durch Erlaß des
Preußischen
Kultusministers ab 1927 in den Rang einer Mittelschule erhoben. Damit
hatte die Niedergrafschaft erstmals die Möglichkeit, daß
Kinder das
Zeugnis der Mittleren Reife wie in den Städten Nordhorn, Bentheim
und
Schüttorf erwerben konnten. Generationen vorher mußten sie
ab der
Untersekunda Schulen außerhalb des Kreises aufsuchen.
Während am Ende
des Schuljahres 1927 erstmals drei Schüler das Zeugnis der
Mittleren
Reife erhielten, konnte zu Ostern 1928 eine ganze Klasse aus der
Untersekunda entlassen werden. Es war der Anstalt gelungen, in nur
knapp drei Jahren das Lehrangebot so zu verbessern, daß nicht nur
die
starke Klasse insgesamt das Klassenziel erreichte, vielmehr bestanden
sieben Abgänger die Aufnahmeprüfung für die Obersekunda
der
Aufbauschule, heute Gymnasium Nordhorn. Das war mehr als die
drei anderen Mittelschulen des Kreises zusammen vermelden konnten.
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