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Aufbau
eines 3.
Schulzentrums in der Innenstadt von Nordhorn
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2003 - Der
Verwaltungsausschuss der
Stadt Nordhorn beschließt im Herbst 2003 mit den Stimmen der SPD
und der Grünen, die Frensdorfer
Hauptschule und die Freiherr-vom-Stein-Realschule
in einem 3. Schulzentrum
zusammenzufassen. Die Verwaltung wird beauftragt, entsprechende
Pläne zu erstellen, um dieses Schulzentrum zweier
eigenständiger Schulen in Innenstadtnähe zu verwirklichen.
Dieses Zentrum soll ab Schuljahr 2005/06 auf dem Gelände der
Fr.-v.-Stein-RS angesiedelt werden. Nach den aktuellen Zahlen werden
die Frensdorfer Schule rund 360, die Fr.-v.-Stein-RS etwa 540
Schüler besuchen. Hierfür werden insgesamt 37 allgemeine
Unterrichtsräume benötigt, so dass noch 15 Klassenräume
fehlen, die in einem neuen Schulgebäude auf dem benachbarten
Tennisplatz gebaut werden sollen. Für die künftige Nutzung
der Frensdorfer Schulgebäude soll die Verwaltung ein Konzept
erarbeiten, wenn der Rat den Plänen zustimmt (GN, 12.3.2004).
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2004 - Zu
Beginn des Jahres stellt die SPD-Mehrheit im Rat der Stadt die Aufgaben der Zukunft
dar. Im GN-Bericht vom 17.1.2004 heißt es
zum Schulzentrum:
"Wichtige Weichen werden 2004 auch in der Schulpolitik gestellt. Mit
der
Zusammenführung von Frensdorfer Schule und vom-Stein-Realschule zu
einem dritten Schulzentrum will die SPD bis August 2005 "optimale
Verhältnisse für Haupt- und Realschüler schaffen". Nur
ein Schulzentrum könne die erwünschten zusätzlichen
Ganztagsangebote möglich machen, die in anderen CDU-regierten
Regionen wie etwa dem Emsland selbstverständlich seien."
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Nach
dem Arbeitsauftrag des Rates
an die Verwaltung im Mai 2004 sollen
unverzüglich Verhandlungen zum Erwerb zweier Grundstücke
aufgenommen werden, die eine Tennisanlage und ein Restaurant umfassen
und an das Schulgelände angrenzen. Auf den Flächen soll u.a.
ein zusätzliches Schulgebäude entstehen. Die konkreten
Planungen sollen die erforderliche Anzahl der Klassen- und
Fachräume ausweisen, ein ausreichendes Sportangebot sicherstellen
und die baulichen Voraussetzungen für ein Ganztagsangebot
schaffen, das Haupt- und Realschule umfasst. Schließlich ist ein
konkretes Finanzierungskonzept vorzulegen (GN, 8.5.2004).
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Etwa
25 Anlieger des vorgesehenen Schulzentrums schließen sich zu
einer Interessengemeinschaft
zusammen und sammeln mehr als 150
Unterschriften gegen ein Schulzentrum
in ihrem Wohngebiet. Sie
befürchten durch den zusätzlichen Verkehr eine
Beeinträchtigung der Wohnqualität. Außerdem
bemängeln sie die zu kleine Fläche der neuen Frensdorfer
Schule und die zu hohen Baukosten (GN, 17.5.2004). Diese Vorwürfe
werden von der Stadt zurückgewiesen (GN, 21.5.2004). In
zahlreichen Leserbriefen wird das Vorhaben überwiegend
abgelehnt. Dies zeigt sich auch in einer Informationsveranstaltung der
Stadt, an der 150 Interessierte teilnehmen (GN, 19.6.2004). Neben den
Anliegern sprechen sich auch die Personalvertretungen der Frensdorfer
Schule, der Fr.-v.-Stein-RS und der Waldschule gegen das 3.
Schulzentrum aus. Auch in einer intensiven Diskussion in einer
Schulausschusssitzung, an der sehr viele Zuhörer teilnehmen, ist
das Schulzentrum strittig (GN, 15.9.2004). Nach Vorträgen der
Schulleiter aus dem Schulzentrum Deegfeld und weiteren Diskussionen
spricht sich der Schulausschuss dann mit 7 zu 6 Stimmen für die
Errichtung des Schulzentrums aus (GN, 27.10.2004). Zahlreiche
Leserbriefe mit ablehnenden Stellungnahmen folgen.
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Am
4. November 2004 entscheidet der Rat
nach mehrstündiger
Diskussion mit 23 zu 19 Stimmen für den Ausbau des 3.
Schulzentrums
(GN, 5.11.2004). Auch nach der Entscheidung des Rates gibt es viele
ablehnende Leserbriefe. Am 3. Schulzentrum zerbricht auch die
Gemeinsamkeit der Parteien bei der Haushaltsdebatte, wie in der Presse
ausgeführt wird. Der Haushalt 2005 wird nach
fünfstündiger Diskussion von der CDU abgelehnt (GN,
9.12.2004).
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2005 -Die
Frensdorfer Schule wird im Jahre 2005 75 Jahre alt. Aus
Protest gegen die Zusammenlegung zu einem Schulzentrum Mitte fällt
die Feier aus. Auf einem Transparent am Schulgebäude heißt
es: "75 Jahre - Ende in
Sicht - Wir feiern nicht:" Der Schulleiter führt aus:
" Mit der geplanten Verlagerung an den Ootmarsumer Weg "verlieren die
Lehrer einen Teil ihrer Identität" (GN, 30.4.2005).
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Für
den geplanten Neubau stehen vier Architektenentwürfe
zur
Verfügung. Ein Auswahlgremium, das
aus Politikern, Vertretern der Verwaltung, Lehrern und externen
Architekten besteht, entscheidet sich für den Entwurf des Teams
Johann Bouws, weil die zweigeschossige Planung sich gut in die
"Maßstäblichkeit" der umliegenden Bebauung einpasse. Die
inhaltliche Raumaufteilung mit einer großzügigen
Flurgestaltung im Obergeschoss lasse eine gute Aufenthaltsqualität
in den Pausen erwarten. Um langfristig Energiekosten zu sparen, strebt
die Verwaltung einen Passivhausstandard an (GN, 4.4.2005). Der
Schulausschuss und der Verwaltungsausschuss stimmender baulichen
Konzeption des Schulzentrums mit Mehrheit zu (GN, 8. und 9.9.2005).
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Der
Antrag der CDU bei
den 9-stündigen Haushaltsberatungen 2006,
die Finanzmittel für die Restfinanzierung des 3. Schulzentrums aus
dem Haushalt zu streichen, wird mit 22 Stimmen abgelehnt (GN,
15.12.2005).
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Eine
Gruppe von Anliegern will das geplante dritte Schulzentrum vor
Gericht verhindern. Das soll über eine Klage gegen die
Baugenehmigung für das geplante Erweiterungsgebäude
an der
Taunusstraße erreicht werden (GN, 27.5.2005). Nach der Erteilung
der Baugenehmigung legen zwei Anlieger der Schulstraße vor dem
Verwaltungsgericht Osnabrück gegen die am 18.4.2006 erteilte
Baugenehmigung Widerspruch ein. Sie machen geltend, dass sich das
dritte Schulzentrum nicht in die Eigenart der näheren Umgebung
einfüge, sondern rücksichtslos gegenüber der
Nachbarbebauung sei. Die zu erwartende Lärmbelästigung durch
den motorisierten Schülerverkehr sei unzumutbar. Für ein
solches Bauvorhaben hätte die Stadt zuvor ein
Bebauungsplanverfahren einleiten müssen. In einem Eilverfahren
entscheidet das Verwaltungsgericht, dass der Bau des 3.Schulzentrums
nicht die Rechte von Anliegern verletze und ein Bebauungsplanverfahren
vor Erteilung der Baugenehmigung nicht erforderlich sei (GN,27.6.2006).
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2006 - Eine
weitere Diskussionsrunde erfolgt im Zusammenhang mit dem Pestel-Gutachten.
Das Pestel-Institut hatte der Stadt Modellrechnungen
zur Entwicklung der Bevölkerungszahl und -struktur, dem
Wohnungsbedarf und der Baulandnachfrage bis zum Jahre 2020 vorgelegt.
Dazu wird von der Stadt mitgeteilt: Nach Aussagen des Schulamtes seien
die Schülerzahlen rückläufig. Dies treffe jedoch nicht
für den Schulbezirk zu, dem das zukünftige 3. Schulzentrum
angehöre. Vorrangige Gründe seien geplante Baugebiete in
diesem Bezirk bzw. die zugehörigen Grundschulen mit nach wie vor
starkem Schülerpotential. Nach dem derzeitigen
Berechnungsschlüssel würden im zukünftigen 3.
Schulzentrum mindestens bis zum Schuljahr 2011/12 keine allgemeinen
Unterrichtsräume frei stehen. Das Pestel-Gutachten zur
demografischen Entwicklung sei für die Entscheidung zum 3.
Schulzentrum nicht relevant (GN und GW, 8.6.2006).
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2007 - Baubeginn
ist im Juli 2007. Der Neubau soll 23 Klassenräume und 5
Fachräume mit den erforderlichen Nebenräume umfassen. Der
Neubau soll vornehmlich als Hauptschultrakt genutzt werden. Er steht
aber auch für den Unterricht der Realschule zur Verfügung
(GN,
2.7.2007).
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Zur
Kostenentwicklung des 3.
Schulzentrums erfolgt in den Grafschafter
Nachrichten vom 14.7.2007 folgende Auflistung:
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Nach den ersten Angaben der
Stadtverwaltung soll die Schule
zunächst 2,7 Mill. € kosten. Diese Zahl aus dem Jahre 2004 gibt
indessen nicht die Gesamtkosten an, sondern die reinen Netto-Baukosten
für den Neubau, ermittelt auf der Basis einer vorläufigen
Kostenschätzung. Diese Zahl wird wenig später auf 3,06 Mill.
€ korrigiert.
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Nicht enthalten in dieser Summe sind die
erheblichen Nebenkosten
für die Sanierung des ehemaligen Tischtennisgeländes und die
Entsorgung der Rotschlacke, den Abbruch des alten Schulpavillons an der
OS, den Umbau der früheren Gaststätte zu einer Schulmensa,
den Bau des Schulhofes, den Bau von Parkplätzen und
Fahrradständern, die Umgestaltung des Vorplatzes des KTS (?) und
die Umsetzung der Lehrküche von der Frensdorfer Schule ins
Schulzentrum; Kostenpunkt: 497.000 €.
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Auf Wunsch der Schulen werden im Herbst
2005 weitere 325.000 €
nachfinanziert, um Fachräume für Biologie, Physik und Chemie
zu ermöglichen. Gesamtprojektkosten: 3.879 Mill. €.
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Nach Änderung der Planungen 2006
sollen die Schulneubauten
den sogenannten Passivhausstandard erreichen. Kostensteigerung um
594.000 €, davon als Zuschuss der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
von knapp 248.000 €.
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Durch Preissteigerungen und die
Erhöhung der Mehrwertsteuer
erhöhen sich die Kosten 2007 um 350.000 € zu einer Gesamtsumme von
4,823 Mill. €
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Die Kosten für benötigte
Grundstücke betragen
540.000 €, so dass die Gesamtkosten des Schulbauprojektes 5,363 Mill. €
betragen.
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Die reinen Gebäudebaukosten haben
sich von 2,7 Mill. € auf
gut 3,1 Mill. € erhöht. Dafür werden diese Neubauten jedoch
in einem höherwertigen Energiestandard errichtet (GN, 14.7.2007).
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Der
Bund der Steuerzahler
bittet in einer Anfrage an die Stadt
Nordhorn
um eine Stellungnahme, "wie sich unter Berücksichtigung der
aktuellen Entwicklung die
Kosten seit Beginn der Planung entwickelt haben ... " (GN, 25.7.2007).
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Zur
künftigen Verwendung
des Gebäudes der Frensdorfer Schule
wird ausgeführt:
Bei der Vorstellung des Konzepts der Verwaltung für ein 3.
Schulzentrum bei der Schulausschusssitzung im März 2004
heißt es: "Für die künftige Nutzung der Frensdorfer
Schulgebäude soll die Verwaltung ein Konzept erarbeiten" (GN,
12.3.2004). Dazu heißt es im Bericht über die Ratssitzung in
den Grafschafter Nachrichten vom 8.5.2004: "Offen ist bislang noch, was
bei einem Umzug aus dem Gebäude an der
Friedrich-Ebert-Straße werden soll, in dem bislang die
Frensdorfer Schule untergebracht ist. Vertreter aller Fraktionen
betonten in der Ratssitzung, dass dafür eine Nachfolgenutzung
gefunden werden müsse. Ansonsten sei es der Öffentlichkeit
nicht zu vermitteln, dass viel Geld in einen Neubau investiert wurde".
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Im
Laufe der weiteren Entwicklung werden verschiedene
Vorschläge
in Erwägung gezogen. Nach den Vorstellungen der SPD im November
2004 müsse die Montessori-Schule,
die ja Kindern aus ganz Nordhorn
offen stehe, an einem zentralen Ort im Stadtgebiet angesiedelt werden.
Dazu biete sich das Gebäude der Frensdorfer Schule an, die
spätestens zum Februar 2006 geräumt sein würde. Auch die
Außenstelle der
Vechtetalschule, die bei der Pestalozzischule
untergebracht ist, könnte in die Frensdorfer Schule verlegt
werden, meinen SPD und Grüne (GN, 11/2004). Dagegen argumentieren
die CDU und die Junge Union: "Wenn die Schule nun von
Grundschülern genutzt würde, würde das
Finanzierungskonzept fürs Schulzentrum hinfällig, die Stadt
würde auch weitere Schulden für eine optimale Einrichtung
für Grundschüler aufnehmen (GN,10.12.2004). Über
die weitere Entwicklung der Montessori-Schule siehe: Montessori.
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Das
Gebäude der Frensdorfer Schule kommt 2006 erneut ins
Gespräch, als es um die Raumfrage
für das Ev. Gymnasium geht.
Die Stadt Nordhorn wäre bereit, die Frensdorfer Schule dem
Landkreis in einem Mietvertrag unentgeltlich zur Verfügung zu
stellen (GN, 1., 18. und 21. 7.2006). Nachdem der Landkreis die
Raumfrage des Ev. Gymnasiums anders geregelt hat, wird von der SPD die
Verlagerung der Volkshochschule
in die Frensdorfer Schule ins
Gespräch gebracht (GN, 5.7.2007)
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Bis
zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist noch keine Regelung bekannt,
was mit den Gebäuden der Frensdorfer Schule passiert, wenn die
Schule ins Schulzentrum umzieht.
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Die
Anmeldezahlen für die
5. Klassen im Schuljahr
2007/08 weisen aus, dass von den 623 Schülern 287 (46,1 %) ins
Gymnasium, 238 in die Realschule (38,2 %) und nur 98 (15,7 %) in
die Hauptschule übergehen. 2003 waren es noch 195
Hauptschüler (30,0 %). Damit hat sich die Zahl der
Hauptschüler halbiert. Es werden jetzt 3 Klassen im Deegfeld und
je eine Klasse in den beiden anderen Hauptschulen gebildet. Als Grund
für den starken Zulauf zum Deegfeld wird vom Schulamt der Stadt
das dortige Ganztagsangebot gesehen. Es ist jedoch davon
überzeugt, "dass sich die Anmeldezahlen mit Eröffnung des
zusätzlichen Ganztagsangebots im neuen Schulzentrum Mitte anders
verteilen werden (GN, 27.7.2007).
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Bei
einer Schulbegehung des Neubaus
im Schulzentrum Mitte im November
2007 wird
erklärt, dass der Schulneubau im "Passivhausstandard" errichtet
wurde. Dadurch kommt es zum Einsparen von Heiz- und Stromkosten. Diese
Maßnahme erfolgte mit Unterstützung der Deutschen
Bundesstiftung Umweltschutz (DBU), die das Projekt mit bis zu
247.535 € oder 50 % der förderfähigen Gesamtkosten
unterstützt. Hierzu erklärt der Stadtbaurat: Die Wärme
von bis zu 30 Menschen pro Klassenraum wird über
Wärmetauscher und eine kontrollierte Lüftung mit zum "Heizen"
genutzt. Außerdem spielt die hervorragende Dämmung eine
Rolle, die im Winter die Kälte draußen lässt und im
Sommer die Hitze "aussperrt". Außerdem wurde das Gebäude
schlicht und zweckmäßig konzipiert, um die Reinigungs- und
Renovierungskosten möglichst gering zu halten (GN, 8.11.2007; GW,
14.11.2007). Es wird beanstandet, dass die Klassenräume zu klein
konzipiert wurden.
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Nach
den Herbstferien 2007 ziehen fünf Klassen der
Freiherr-vom-Stein-Realschule in das neue Schulgebäude. Der Umzug
der Frensdorfer Schule ist zum Februar 2008 vorgesehen.
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2008 - Am
4. Februar ziehen 237 Schüler der Frensdorfer Schule mit ihren
Lehrern in das neue Gebäude im Schulzentrum Mitte ein. Sie legen
den Weg von der alten zur neuen Schule zu Fuß zurück und
werden von den Schülern und Lehrern der Vechtetalschule, die seit
drei Jahren mit der Frensdorfer Schule kooperieren und bereits in die
neue Schule umgezogen sind, mit einer Girlande, Luftballons und einem
bunten Willkommensgruß empfangen. Die Schulleitung der
benachbarten Realschule erscheint erst später zur
Begrüßung im Lehrerzimmer der Hauptschule. Vom
Schulträger erscheint kein Vertreter (GN, 24.1. und 5.2.2008).
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Die
Bushaltestelle des
Schulzentrums Mitte wird nach
Auseinandersetzungen und Gegenvorschlägen der Eltern an der
Einmündung Ootmarsumer Weg/ Wilhelm-Raabe-Straße gebaut. Die
Elternvertreter werfen der Stadt eine Missachtung des Elternwillens vor
(GN, 22.2. ud 13.3.2008).
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Das
Schulzentrum Mitte wird am 4. April mit einer Feierstunde offiziell
eröffnet. Der bereits bestehende Standort der Realschule ist um
einen Hauptschultrakt mit insgesamt 28 Klassen- und Fachräumen
sowie den erforderlichen Nebenräumen zu einem Schulzentrum
erweitert worden. In dem auffälligen zweigeschossigen Neubau an
der Schulstraße ist auf einer Gesamtnutzfläche von 2.176 qm
Platz für rund 600 Schüler. Das neue Schulgebäude
besteht aus zwei Baukörpern, die über eine ungeheizte
Eingangshalle miteinander verbunden sind. Im Obergeschoss belichtet in
jedem Baukörper ein Atrium die Flurbereiche. Ein Glasdach in der
Decke des Erdgeschosses versorgt zudem hier die Flure mit
natürlichem Licht. Die Flure enden in einer großzügigen
und offenen Verglasung. Die hellen Flurzonen laden die Schüler zum
Verweilen ein und schaffen über die Sichtbeziehung in den
Außenbereich eine gute Orientierung
(GN-Sonderveröffentlichung vom 3.4., GN, 5.4., und GW, 9.4.2008).
Die Planung und Realisierung des Neubaus wurde begleitet durch ein von
der Deutschen Stiftung Umweltschutz gefördertes Forschungsprojekt
unter dem Titel "Neubau des
Schulzentrums Mitte in Nordhorn in einem dem Passivhausstandard
angenäherten Energiestandard unter besonderer
Berücksichtigung der Raumluftqualität". Auf diese
Weise erhielten die Themen Raumluftqualität und Wärmebedarf
eine besondere Aufmerksamkeit. Die Sicherung der Raumluftqualität
über eine Lüftungsanlage wurde dabei gekoppelt mit der
Wärmekraftreduzierung auf Passivhausstandard. So werden die
Unterhaltskosten verglichen mit einem Standardneubau nach
Energieeinsparverordnung erheblich gesenkt. Die Einsparungen für
Strom und Gas betragen bei derzeitigen Energiepreisen mehr als 10.000,-
Euro pro Jahr.
(Quelle: Michael
Müller und Christian Schlüter, Architekten BDA, Schulzentrum
Mitte in Nordhorn: Anmerkungen zu Raumluftqualität und zum
Passivhausstandard in Schulbauten, 2008, Stadt Nordhorn, Hochbauamt
Eine
Außenansicht des neuen
Gebäudes der Frensdorfer Schule im Schulzentrum Mitte
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Die
Kostenentwicklung
des Schulzentrums Mitte veranlasst Teile des
Rates zu massiver Kritik. Bemängelt wird, dass der Rat über
die Kostenentwicklung nur unzureichend informiert worden und die
Berechnung des Projektes unsolide gewesen sei. Die Kritik gipfelt in
den Vorwürfen, dass die Schule mit Hilfe der Verwaltung als
"rot-grünes Prestigeobjekt durch Täuschung und Vertuschung
schön gerechnet" und durchgesetzt wurde (GN, 12.4.2008).
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In
einer Schulausschusssitzung wird diskutiert, ob das Schulzentrum
einen gemeinsamen anderen Namen
oder weiter als "Schulzentrum Mitte "
firmieren soll (GN, 7.5.2008).
2009 - Die Lärmwerte in der Mensa des
neuen Schulzentrums Mitte werden
von der CDU-Fraktion im Nordhorner Stadtrat kritisiert. Dort gebe es
Belastungen für Schüler und Lehrkräfte, die nicht
akzeptabel seien und dringend abgemildert werden müssten (GN,
28.1.2009).
Der
millionenschwere Neubau für das Schulzentrum Mitte bleibt Zankapfel im Nordhorner Rat. Nach
dem Auftauchen einer verwaltungsinterner E-Mail aus dem Jahre 2005
erhält die Gruppierung "Pro Grafschaft" im Nordhorner Rat jetzt
auf Antrag Akteneinsicht. Selbst die CDU, ebenfalls Gegner des
Schulneubaus, hält das für wenig hilfreich. Alle Akten seien
bereits vom Rechnungsprüfungsamt geprüft und der
Prüfbericht vom Rat gebilligt worden, heißt es im Rat. Die
Behauptung vom Fraktionssprecher Klaus Lübke, dass dem
Rat zu Beginn der Planungen "geschönte" Zahlen vorlagen, wird vom
Bürgermeister Hüsemann
und Stadtbaurat Schreinemacher
zurückgewiesen (GN, 16.5. und 20.6.2009).
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Quellen:
- Zahlreiche Artikel aus
den Grafschafter
Nachrichten (GN) und dem Grafschafter Wochenblatt (GW) (im Text
angegeben)
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