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Marienschule
1927
Außenstelle der Burgschule; 1932
Marienschule; 1980 Abtrennung der Hauptschule und
Verbleib der Grundschule
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Zur
Vorgeschichte
Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte die erste Ansiedlung westlich der
Bahnlinie. Nach und nach wurde eine Reihe von Häusern an der
Denekamper Straße gebaut. Durch das Anwachsen der Textilindustrie
kamen ab
1927 viele Bergarbeiterfamilien aus dem Ruhrgebiet nach Nordhorn. Zum
größten Teil waren es kinderreiche katholische Familien, die
schon seit langer Zeit arbeitslos und der öffentlichen
Fürsorge anheim gefallen waren. Für diese Familien wurden
rechts der
Denekamper
Straße in dem sich weit ausdehnenden Gelände bis zum
Ootmarsumer
Weg mehrere hundert Siedlungshäuser gebaut.
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1927 - Durch die
Besiedelung des ersten Teils der neuen
Siedlung erhält die katholische Burgschule einen Zuwachs von 130
Kindern. Diese können in den vorhandenen Klassenräumen nicht
untergebracht werden. Außerdem herrschen sehr schlechte
Wegverhältnisse und die Burgschule ist für die Kinder zu weit
entfernt. Deshalb werden am 11. Oktober 1927 im Saale des Gasthofes
"Berliner Hof" (Denekamper Straße) zunächst für die
jüngsten Jahrgänge zwei
Klassen mit 80 Kindern eingerichtet,
die von den Lehrern Borgmann
und Barlage aus
der Burgschule unterrichtet werden. Die älteren Schüler
müssen weiter zur Burgschule gehen.
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1928 - Dieser Notbehelf
erweist sich aufgrund der
weiteren Bebauung ganzer Straßenzüge schon bald als nicht
ausreichend. Deshalb wird Ostern 1928 eine große Holzbaracke mit
3 Räumen auf dem Gelände des jetzigen Marienschulhofes
bezogen. Hierin werden 4, später 5 Klassen untergebracht. Lehrer Borgmann wird
mit der vorläufigen Leitung der Notschule, die eine
Außenstelle der Burgschule bleibt, beauftragt. Schulleiter ist
Rektor Hawighorst von
der Burgschule. Das ständige Anwachsen der schulpflichtigen Kinder
in der
"Siedlung" macht jedoch den Neubau einer Schule erforderlich. Es wird
die Errichtung einer 20-klassigen katholischen Volksschule an der
Schlieperstraße beschlossen, deren Bau aber wegen Geldmangels
erst nur zur Hälfte zur Ausführung kommen soll.
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1929 - Am 12. April 1929
wird der erste Bauabschnitt
mit 10 Klassenräumen eingeweiht und von 7 Klassen bezogen,
während 2 Klassenräume vorübergehend von der ev.
Frensdorfer Schule
benutzt werden. Die Schulbaracke wird von der St. Augustinusgemeinde
angemietet und dient von 1930 bis 1935 als Notkirche, bis der Steinbau
der Marienkirche erstellt ist. Nach dem Kriege wird sie bewohnt und
etwa 1950/51 abgerissen.

Der Eingang zur Marienschule
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1932 - Die Marienschule
wird von der Burgschule
abgetrennt. Schulleiter wird Rektor Dr. Hugo Reiring aus Lingen. Er
bemüht
sich um eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus,
veranstaltet Sportfeste und Elternabende und macht dadurch die neue
Schule bekannt (Nordhorner Anzeiger, 31.12.1933).
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1933 - 1934 - Die Kinderzahl beträgt im
Schuljahr 1933/34
531 Kinder, die in 11 Klassen von 11 Lehrern unterrichtet werden.
Aus Lehrermangel werden 1934 Kinder aus dem Bereich der jetzigen
Friedrich-Ebert-Straße zur Burgschule umgeschult. In der
Marienschule verbleiben 436 Schüler in 9 Klassen. Es entwickelt
sich eine gute Zusammenarbeit mit der Marienkirche, deren
Grundsteinlegung 1934 erfolgt. Zwei Lehrerinnen gründen eine
katholische Jugendgruppe, singen und spielen mit den Mädchen und
unternehmen Radausflüge.
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1938 - Die Schülerzahl
ist bis auf 639 Kinder angestiegen, die von 12 Lehrern
unterrichtet werden.
Die Marienschule wird in eine Gemeinschaftsschule
umgewandelt. Sie wird in "Dietrich-Eckart-Schule"
umbenannt.
Rektor Dr. Hugo Reiring
wird versetzt. An seine Stelle tritt Matthias
Niebrügge aus Wellingholzhausen.
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1939 - 1944 - Während des 2. Weltkrieges ist
die
Unterrichtsversorgung mangelhaft; Laienlehrkräfte müssen die
Lücken schließen. Der Unterricht wird häufig durch
Fliegeralarm unterbrochen. 1944 besuchen 728 Kinder die Schule.
In
den letzten Kriegsjahren werden in den unteren Klassenräumen
Jagdflieger untergebracht, die in Klausheide stationiert sind. Ab
Herbst 1944 ruht der Unterricht. Die Schule dient zur Aufnahme von
Schwerstkranken und als Auffanglager für Flüchtlinge.
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1945 - 1946 - Der
Unterricht
wird im Herbst 1945 wieder
aufgenommen. Die Militärregierung lässt zunächst nur
Gemeinschaftsschulen zu. Die Schule erhält den Namen "Volksschule
West".
Erst 1946 wird sie wieder katholische Bekenntnisschule und erhält
ihren alten Namen "Marienschule". Durch den Zuzug von Flüchtlingen
und Heimatvertriebenen steigt die
Zahl der Schüler stark an und beträgt 1002 Kinder, die von 14
Lehrkräften unterrichtet werden. Es fehlen Räume, Möbel,
Anschauungsmaterialien, Bücher und Hefte. Da Lehrer fehlen, die
zum Teil noch entnazifiziert werden müssen, zum Teil noch nicht
aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt sind, kann der
Unterricht nur in
den Hauptfächern erteilt werden. Es muss Schichtunterricht
durchgeführt
werden. 4 Klassen werden in die jetzige Waldschule am Ootmarsumer Weg
ausgelagert. Im Winter 1946 muss die Schule wegen starken Frostes und
fehlender
Heizmaterialien vorübergehend geschlossen werden.
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1948 - Die Schule hat
jetzt etwa 1.035 Schüler.
Zur Unterbringung der Schüler wird auf dem Schulhof eine
Steinbaracke gebaut. Es ist jedoch weiterhin Schichtunterricht
erforderlich.
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1949 - Zum
1. Dezember 1949 wird Lehrer Kappe
Konrektor der
Schule.
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1951 - Nach langen
Diskussionen wird das Schulgebäude
endlich um 6 Klassenräume erweitert, so dass
jetzt 16 Klassenräume vorhanden sind. Außerdem sind einige
Fachräume und Verwaltungsräume, auch ein Schulbad, erstellt
worden. In der Schule sind jetzt 23 Klassen und eine Hilfsschulklasse.
3 Klassen werden noch in der Baracke unterrichtet. Die Marienschule ist
jetzt die größte Schule in Nordhorn.
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1952 - Nach Fertigstellung der
Elisabethschule in der
Blanke gehen 251 Schüler in die neue Schule über. Dadurch
tritt eine räumliche Entlastung ein. Der bisherige Konrektor Kappe
wird Schulleiter der Elisabethschule. Neuer Konrektor der Marienschule
wird Lehrer Keil.
Zwei Klassen von der "Hilfsschule West" (mit Hauptlehrer Richter)
werden im Gebäude der
Marienschule untergebracht.
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1956 - Rektor Niebrügge stirbt am
22.1.1956 aus
Krankheitsgründen. Sein Nachfolger wird der Hauptlehrer Cassellius
von der Pestalozzischule. Konrektor Keil wechselt zur
Fr.-vom-Stein-Mittelschule. Lehrer Eichner wird Konrektor.
Die Marienschule hat jetzt 521 Schüler und 13 Lehrer.
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1957 - In der Nacht zum
26. Juni zerstört ein Brand
den Dachstuhl
der Marienschule. Die vermutliche Brandursache ist
ein defektes Filmvorführgerät. Bis zur Beseitigung der
Schäden
und Errichtung eines neuen Dachstuhls ist für ein halbes
Jahr wieder Schichtunterricht erforderlich.
Bei der Nordhorner Schulfußballmeisterschaft,
die zum
fünften Mal ausgetragen wird, erringt die Marienschule erstmals
den ersten Platz.
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1960 - Die halb
zerfallene Steinbaracke auf
dem
Schulhof wird abgerissen. Der Platz wird in die Grünanlage mit
einbezogen.
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1962 - Die Marienschule
erhält nach langer Wartezeit, eine neue Turnhalle, die am 16.
November 1962 eingeweiht wird. Die Kosten betragen 526.000 DM. Es ist
die größte Turnhalle in Nordhorn. Bisher stand für den
Turnunterricht nur ein 6 x 8,7 Meter großer Kellerraum zur
Verfügung.
Die Turnhalle
bei der Marienschule (Foto: privat, 21.8.2009)
Ostern 1962 wird das 9. Schuljahr
eingeführt. Es
ist eine reine
Mädchenklasse, da die Jungen zur Pestalozzischule abgeschult
werden. Zum Ausgleich kommen deren Mädchen und die der kath.
Volksschule aus Neuenhaus zur Marienschule. Für die
Schülerinnen ist Gemeinschaftskunde das interessanteste
Unterrichtsfach.
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1964 - Am Ende des
Schuljahres 1963/64 tritt Herr Cassellius aus
Altersgründen in den Ruhestand
(GN, 21.3.1964).
Sein Nachfolger wird Herr Bochen,
der vorher Konrektor der
Pestalozzischule war (GN und GT, 11. 4. 1964).
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1965 - Die Schülerzahl steigt
auf 602 an. Es
werden 16 Klassen gebildet. Außerdem werden in dem Gebäude
noch 5 Sonderschulklassen unterrichtet.
Die 9. Klasse weilt zu einem Schullandheimaufenthalt
in
Schleswig-Holstein und und unternimmt von hier aus Fahrten nach
Dänemark. Außerdem fährt sie auf Einladung des Nds.
Landtages nach Hannover und nimmt an einer Landtagssitzung teil. Es
erfolgen mehrere Besuche des Altenheims in Wietmarschen, um die alten
Menschen durch Gesang und kleine Gaben zu erfreuen.
Den
Weg zu den weiterführenden
Schulen wählen 33
Schüler. Erstmals entfällt der Probeunterricht, so dass
Gutachten und Zeugnisse der abgebenden Schule erhöhte Bedeutung
gewinnen.
Zum
1.8. wird die Förderstufe
eingeführt. Voraussetzung für eine
erfolgreiche Förderstufenarbeit in den 5. und 6. Schuljahren ist
mindestens die Zweizügigkeit, die an der Schule gewährleistet
ist. Die Elternschaft der 3. und 4. Klassen wurde vorher über die
Förderstufenarbeit im Rahmen einer Elternversammlung informiert.
In
der praktischen Förderstufenarbeit bedeutet es, dass eine
äußere Leistungsdifferenzierung in den Fächern
Mathematik und Englisch erfolgt, wobei Englisch nun für alle
Schüler obligatorisch wird. Nach Auffassung des Schulleiters liegt
die
Aufgabenstellung der Förderstufe lediglich darin, Unterbau der
künftigen Hauptschule zu sein. Sie erfülle nicht die Aufgabe,
Erprobungsstufe für die Schüler zu sein, die nicht nach
Klasse 4, sondern erst nach Klasse 6 zu weiterführenden Schulen
wechseln wollen.
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1966
- Die beiden Kurzschuljahre,
die
wegen der Umstellung auf den Schuljahrsbeginn zum 1.8. eingeführt
werden, sieht die Schule als unerfreulich an, weil dadurch
organisatorische Schwierigkeiten auftreten.
Erstmals
werden 143 Schulanfänger
eingeschult, für die 4
Klassen eingerichtet werden. Insgesamt umfasst die Schule 19
Schülerklassen, 13 in der Grundschule, 6 in der Hauptschule. Den
19 Klassen stehen nur 13 Klassenräume und der Physikraum zur
Verfügung.
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1967 - Am 1.4.1967
verlässt die Sonderschule
die
Marienschule. Konrektor Eichner
scheidet mit Ablauf des Schuljahres aus dem Dienst. Seine Nachfolgerin
wird zu Beginn des Schuljahres 1968 Frau Durschlag, die seit 1953 an
der Schule tätig ist.
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1968 - Auf dem Schulhof
werden zwei Pavillons mit 4
Klassenräumen aufgestellt. Die Schule hat 23 Klassen und 29
Lehrkräfte.
Später kommen noch 4 weitere mobile Klassenräume hinzu
(GN,13.3.1970).

Im Hintergrund sind die Pavillons zu sehen (Foto, privat, 21.8.2009)
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1971 - Die
Schülerzahl erreicht einen Höchststand:
831 Schüler in 26 Klassen. Die
Marienschule ist weiter die größte Volksschule Nordhorns.
Die Grundschule ist vierzügig, die Oberstufe zweizügig. Da
nur 24 Klassenräume zur Verfügung stehen, sind 2 Klassen
Wanderklassen.
Im
1. Schuljahr wird die "Mengenlehre" eingeführt.
Es gibt
Anfangsschwierigkeiten. Lehrer und Eltern besuchen Fortbildungskurse.
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1972
- Die Marienschule wird
Stadtmeister im Hallenhandball
der Abschlussklassen der
Nordhorner Volksschulen.
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1973 - Es erfolgen erste
Diskussionen über die Orientierungsstufe
und die mögliche Einführung einer "Freien
Schule in kirchlicher Trägerschaft. Als ein möglicher
Standort wird die Marienschule angesehen. Eine Befragung der kath.
Elternschaft der Kinder der 3. Schuljahre ergibt eine
überwältigende Zustimmung zu der Möglichkeit der
Einrichtung einer "Schule in kirchlicher Trägerschaft"
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1975 - Die Schülerzahl
sinkt nach 6 Jahren wieder
unter 700. Eine rückläufige Tendenz bahnt sich an.
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1976 - An der Schule wird
ein unterrichtsfreier
Sonnabend im Monat eingeführt.
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1978
- Nach dem Erlass
"Zeugnisbestimmungen in der
Grundschule" erhalten die Schüler am
Ende des 1. Schuljahres und im 2. Schuljahr keine Benotung ihrer
Leistungen. Im Zeugnis werden nur die Lernstände beschrieben.
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1979 - In Nordhorn wird
die Orientierungsstufe
eingeführt. Nach vielen Diskussionen in den letzten Jahren mit
zahlreichen Leserbriefen ist das Vorhaben der Errichtung einer "Freien
Schule in kirchlicher Trägerschaft", die als Möglichkeit
für Nordhorn im Schulgesetz vorgesehen ist, endgültig
gescheitert. An der
Marienschule laufen die 5. und 6. Klassen aus. Die Schüler
besuchen die Freiherr-vom-Stein-Orientierungsstufe. Der
Schulkindergarten der Waldschule wird wegen des dortigen
Platzmangels in einem Pavillon der Marienschule untergebracht.
Nachdem
im Jahre 1972 noch 106 Einschulungen
in das 1. Schuljahr
erfolgten, ist die Zahl der Einschulungen 1979 auf 48 gesunken.
Für die kommenden Jahre wird mit einer Zweizügigkeit der
Grundschule gerechnet. Durch besondere Ansprache der Eltern soll
verhindert werden, dass eine größere Zahl der
Schulanfänger bei der Waldschule (Gemeinschaftsschule) angemeldet
wird.
Drei
neue Erlasse
beeinflussen die bisherige Arbeit in der Schule:
1. Förderung von Schülern mit besonderen Schwierigkeiten
beim Erlernen des Lesens und der Rechtschreibung vom 26.6.1979,
2. Schriftliche Arbeiten in den allgemeinbildenden Schulen vom
22.8.1979,
3. Empfehlungen zur Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule vom
27.9.1979.
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1980 - Bei den
Stadtmeisterschaften der Abschlussklassen der Nordhorner Hauptschulen
im Hallenhandball setzt sich
die Marienschule mit 6 : 0 Punkten und 26
: 7 Toren durch (GN, 25.6.1980).
Die
Marienschule wird in eine katholische
Grundschule und eine Hauptschule für Schüler aller
Bekenntnisse
getrennt. Nach dem
Nds. Schulgesetz von 1974
darf es im Sekundarbereich keine Bekenntnisschulen mehr geben. Die
kath. Grundschulen dürfen nur maximal 11 ev. Schüler
aufnehmen.
Rektor
Bochen
scheidet nach 16-jähriger Tätigkeit aus
seinem Amt aus und tritt in den Ruhestand.
Schulleiterin der Grundschule wird die bisherige 1. Konrektorin Christa Durschlag.
Schulleiter der
Hauptschule wird der bisherige 2. Konrektor der Marienschule, Bernhard
Korte (GN, 29.11.1980). Konrektorin der Grundschule wird
die Lehrerin Margret Jabusch,
die seit 1972 an der Schule tätig ist.
Es
erfolgt eine Sanierung der
Unterrichtsräume und ihrer
Verteilung nach folgendem Konzept: Grundschule 9 Klassenräume,
davon 6 Pavillonklassen, Hauptschule 6 Klassenräume, Anbau und
Ausstattung des Werkbereichs, eines naturwissenschaftlichen Bereichs
(Physik, Chemie, Biologie) und einer Küche. Diese drei Bereiche
werden im Erdgeschoss angesiedelt. Der gemeinsame Geschäftsbereich
beider Systeme liegt im 1. Stock, ferner je ein Schulleiterzimmer und
getrennte Lehrerzimmer. Ambulanz- und Elternsprechzimmer sind ebenfalls
vorgesehen. Es wird als betrüblich angesehen, dass die seit Jahren
erforderliche Schulhofsanierung aus finanziellen Gründen nicht
durchgeführt werden kann.
Der
weitere Bericht bezieht sich auf die Grundschule Marienschule. Zur
Hauptschule Marienschule siehe: HS Marienschule!
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Grundschule
Marienschule
In einer ersten Konferenz beschließt das
Kollegium der
Marien-Grundschule, dass das Musische
wieder mehr in den Vordergrund
gerückt werden soll. Der seit Jahren bestehende Flötenchor
bereitet gemeinsam mit dem Kinderchor der Mariengemeinde den Kranken
des Marienhospitals eine besinnliche Stunde am 4. Advent. Auch der
Nachmittagsgottesdienst am Heiligabend wird von dieser Gruppe
mitgestaltet. Diese Aktivitäten erfolgen auch in den folgenden
Jahren.
Alle vier Wochen werden Schulmessen veranstaltet. Jeweils eine Klasse
übernimmt die Ausgestaltung.
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1982
- Zur 50. Wiederkehr der
"Verselbstständigung der Marienschule" 1932
feiern die Grundschule und die Hauptschule am 18. September 1982 ein
Schulfest. Hierzu wird auf dem Schulhof ein großes Zelt
aufgestellt. Die zahlreichen Schülerdarbietungen reichen vom
Gesang über Instrumentalspiel und lustige Vorführungen zum
Schulalltag und zur Freizeit bis hin zum Tanz der 3. und 4. Klassen
(GN, 20.09.1982; einen Bericht über die Geschichte der Schule
veröffentlichen die GN am 17.9.1982, das GW am 15./16.1982). Am
folgenden Sonntag schließt sich ein Ehemaligentreffen mit einer
Fotoausstellung und anderen Aktivitäten an.
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1984
- Erstmals
führen die beiden 4. Klassen Schullandheimaufenthalte
in Rulle
durch. Auch in den folgenden Jahren fahren die 4. Klassen nach Rulle.
Nach
den Sommerferien werden 2 Wochenstunden Sprachheilunterricht und 2
Wochenstunden Schulsonderturnen
erteilt. Zur Beratung der Lehrer bei
der Durchführung des Einzelförderunterrichts bei
Teilausfällen einzelner Schüler wird eine Lehrkraft mit 2
Wochenstunden von der Anne-Frank-Sonderschule abgeordnet. Das für
2 Jahre geplante Projekt wird leider aus Lehrermangel vorzeitig
abgebrochen.
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1985
- Alle
Schüler fahren auf Kosten des Landkreises zu einer Freilichtbühnenaufführung nach
Bad Bentheim.
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1987
- Das Schulfest, das
jedes Jahr im Sommer durchgeführt wird, ist in
diesem Jahr ein besonders großer Erfolg. Wegen des wechselhaften
Wetters findet es in der Turnhalle statt und wird
sportlich-tänzerisch gestaltet, wobei auch die Eltern mit
einbezogen werden.
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1988 - Frau Christa Durschlag, die
ihren Dienst 1953 an der Marienschule antrat, 15 Jahre später
Konrektorin wurde und seit Schuljahrbeginn 1980/81 die Leitung der
Grundschule übernahm, wird in
den Ruhestand
versetzt (GN, 16.6.1988). Ihre Nachfolgerin als Schulleiterin wird die
bisherige Konrektorin, Frau Margret
Jabusch (GN, 27.8.1988).
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1989 - Als Konsequenz der
Raumnot an der Waldschule und
der "Aufnahmesperre" für evangelische Kinder an der katholischen
Konfessionsschule Marienschule wird im Gebäude der Marienschule
eine
zweite Grundschule als Gemeinschaftsschule eingerichtet, die den Namen
"Grundschule Blumensiedlung"
(siehe: B29!
) erhält (GN, 24.2. und 15.4.1989,
Leserbriefe
10.2.1989). Die neue Grundschule beginnt zum Schuljahrsbeginn 1989/90
mit der Eingangsklasse. Kommissarische Schulleiterin ist bis zum
vollständigen
Ausbau der Schule bis Klasse 4 Frau Jabusch.
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1991 - Im Rahmen der
Neugestaltung des Schulhofes
erhält die Marienschule einen Verkehrsgarten,
der in der
Grafschaft Bentheim
einmalig ist.
Die Hauptschule Marienschule,
die bisher im Gebäude untergebracht
war, wird aufgelöst. Die Schüler werden zur Frensdorfer
Schule
umgeschult.
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1993 - Das
Kultusministerium genehmigt, dass an der
Schule ab Februar 1993 schrittweise die Volle Halbtagsschule
eingeführt wird (GN, 9.1.1993). Im Vorfeld gab es Proteste, weil
zunächst nur die Genehmigung für die Grundschule
Blumensiedlung ab Schuljahrsbeginn 1992/93 erteilt wurde (GN,
6.6.1992).
Damit gibt es in Nordhorn 4 Volle Halbtagsschulen, und zwar die
Grundschulen Blanke, Südblanke, Blumensiedlung und Marienschule.
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1994 - Nach Rückgang
der Schülerzahlen von
186 im Schuljahr 1989/90 besuchen die Marien-Grundschule im Schuljahr
1993/94 117 Schüler in 7 Klassen.
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2002
- Nachdem die
Marien-Grundschule in den letzten
Jahren zweizügig war, wird ab Schuljahr 2001/02 nur noch eine
Klasse eingeschult. Aufgrund des Geburtenrückgangs
ist zu
befürchten, dass die Schule auf eine Einzügigkeit absinkt. Es
ist ferner davon auszugehen, das in den nächsten Jahren
eine Umwandlung der Vollen Halbtagsschule in eine "Verlässliche
Grundschule" erfolgt. Die Schule ist am Projekt "Lernen unter einem
Dach" beteiligt.
Die Schulleiterin Margret
Jabusch verlässt
zum Schuljahresende
2001/02 die Schule und wird Rektorin der Grundschule Lohne.
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2003
- Nachfolgerin
von Frau Jabusch wird
am 1. Februar
2003 Frau Brigitta Kaiser.
Sie wird am 21. März in ihr Amt als Rektorin der Grundschule
Marienschule eingeführt. Frau Kaiser begann nach einer
Ausbildung zur Bürokauffrau und einer Familienphase 1991 ihr
Studium in Vechta. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Nordhorner
Schulen wurde sie 1999 an der Grundschule Südblanke fest
eingestellt. Als Schwerpunkt ihrer Arbeit will sie an der Marienschule
ein Schulprogramm entwickeln und sich für ein Schulprofil
einsetzen. Die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen
Elternvertretung, Kirche und Kindergarten ist ihr wichtig (GN,
27.3.2003)
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2005
- 2006 - Der
geplante "Familienservice"
der Marienschule sieht eine qualifizierte und verlässliche
Betreuung der Grundschüler bis 15 Uhr in Kooperation mit dem
Kindergarten St. Marien vor. Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben
kann an Spiel- und Bastelaufgaben teilgenommen werden. Das
Modellprojekt existiert bislang nur auf dem Papier. Bereits seit Anfang
2004 bietet der Marien-Kindergarten ein Mittagessen an. Geplant ist,
dass ein bis zwei ausgebildete Erzieherinnen des Kindergartens die
Schülerinnen und Schüler über Mittag betreuen. Die
Eltern tragen die Kosten für das Mittagessen, das vom
Marienkrankenhaus geliefert wird. Geplant ist auch, dass sich die
Eltern anteilmäßig an der Finanzierung der
Betreuungskräfte beteiligen. Prognosen für die Teilnahme
besagen, dass 40 Eltern der zukünftigen Klasse 1 sehr interessiert
sind. Die Marienschule geht von einer Zahl von etwa 20 Kindern aus .
Der Schulausschuss des Rates der Stadt Nordhorn spricht sich dafür
aus, dass die Stadt das Modellprojekt der Marienschule zur
Mittagsbetreuung mit 3.000 Euro im Jahr fördert (GN, 13.7.2005)
Bei
einem Sponsorenlauf zu Gunsten
der Schulbücherei erbringen 59
Schüler rund 2.000 Euro einschl. der Erlöse aus dem
Kuchenverkauf und dem Bücherflohmarkt (GN, 19.9.2005). Nach den
Sommerferien 2006 wird der Erstbestand der Bücherei mit
Unterstützung der Eltern mit einer Initiative unter dem Motto "100
Kinder - 100 Bücher" wesentlich aufgestockt. Die Schule besuchen
rund 110 Kinder (GN, 25.7.2006).
Neun
Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen (5
Mädchen und 4 Jungen) sind sechs Wochen lang zu "Lesefüchsen"
ausgebildet worden und anschließend in der Euregio-Bücherei
geprüft worden. Regelmäßig montags lesen die
"geprüften Lesefüchse" im Kindergarten Geschichten vor. Die
Aktion soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden (GN, 21.12.2005).
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2007
- 15
Grundschulen beteiligen sich mit ihren dritten Klassen an der zweiten
Nordhorner "Lese-Regatta".
Zunächst werden in den Schulen die
jeweils besten Leser ermittelt, bevor sie dann zur Endausscheidung in
der Euregio-Bücherei antreten. Den ersten Platz belegt Levin Zare Isfahani von der
Marienschule (GN, 11.5.2007).
Im
September 2007 feiert die Marienschule ihr 75-jähriges
Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums soll die
Schulgeschichte aufgearbeitet werden. Diese Aufgabe übernehmen die
Schulleiterin, Brigitta
Kaiser, und die ehemalige Schulleiterin der Grundschule
Blumensiedlung, Frau Hildegard
Schulten (GN, 29.6.2007). Das Jubiläum wird am 15. und 16.
September gefeiert. Höhepunkte sind ein "Schulstunde im Busch" und
eine Schulstunde wie vor 75 Jahren, die besonders die erwachsenen
Besucher anzieht. Ergänzt wird die Feier durch eine Ausstellung
mit Bildern und Zeitungsausschnitten aus 75 Jahren Schulgeschichte. Der
Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst, der von den Schülern
aus allen Klassen 1 - 4 gestaltet wird. An der heutigen Grundschule
unterrichten acht Lehrer sechs Klassen mit 103 Schülern (GN, 6.9.
und 18.9.2007).
"Kino
im Kopf"
Sechs Lesefüchse der Marienschule und der Grundschule
Blumensiedlung haben eine CD mit 15 Märchen aufgenommen. Die
Aufnahmen haben ihnen Spaß gemacht, meinen sie. Die Märchen
können im Internet unter: www.lesefuechse.de
kostenlos zur Probe angehört oder als CD für 9,95 € gekauft
werden (GN, 9.10.2007)
2009 -
Die Kinder der
Grundschule
Blumensiedlung und der Marienschule erhalten an jedem zweiten
Mittwoch ein besonderes
Frühstück: Eltern servieren ihnen in der großen
Pause Obst und Gemüse (GN, 19.1.2010). Für dieses Projekt
haben die Schulen jetzt eine Auszeichnung
vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhalten. Dort gibt es eine
Förderaktion, die nennt sich: "Wir
mögen´s frisch! Mehr Obst und Gemüse für
Niedersachsens Schulen."
Mehr als 130 Schulen haben sich mit eigenen Projekten um den
Förderpreis beworben. Und 30 Schulen haben es geschafft: In
Hannover
gab es Urkunden von der Ministerin. Außerdem erhalten die
Siegerschulen
Sachmittel in Höhe von 500 Euro. Die Nordhorner Schulen sind
übrigens
die einzigen Schulen in der Grafschaft, die ausgezeichnet wurden (GN,
23.11.2010).
Zum 1.
August 2009 wollen vier weitere Grundschulen in
Nordhorn Offene Ganztagsschulen
werden: die Grundschule am Roggenkamp,
die Pestalozzischule, die Marienschule und die
Grundschule
Blumensiedlung. Die Schulen stellen ihre Konzepte im Schulausschuss der
Stadt vor.
Die Marienschule und die
Grundschule Blumensiedlung, die in einem Gebäude untergebracht
sind, wollen gleichzeitig offene Ganztagsschulen werden. Bei einer
Bedarfanalyse haben 79 Eltern Interesse an dem Ganztagsangebot
angemeldet. Die beiden Schulleiterinnen Brigitta Kaiser und Heike Elsmann betonen, dass
die Einrichtung einer Ganztagsschule am Standort Blumensiedlung
dringend notwendig ist. Sie übernehme immer stärker
Aufgabenbereiche der Eltern, die häufig wegen Berufstätigkeit
oder aus anderen Gründen für die Betreuung ihrer Kinder am
Nachmittag nicht zur Verfügung stehen können oder wollen.
Beide Schulen haben bereits mit einem Vertrag besiegelt, dass sie im
Rahmen der Ganztagsschule zusammenarbeiten wollen, indem sie
nachmittags gemeinsame Angebote machen. Angewiesen sind sie dabei
ebenfalls auf außerschulische Kooperationspartner. Einer davon
wird das städtische Jugendzentrum sein, das Projekte für die
Kinder der dritten und vierten Klassen organisieren wird. Weiter
ausgebaut werden soll zudem der Familienservice, den die Marienschule
bereits zusammen mit dem Kindergarten St. Marien entwickelt hat.
Geplant sind u.a. die Einrichtung eines Eltern-Cafés,
Deutschkurse für zugewanderte Mütter und Väter oder auch
eine Beratung von Eltern in Notsituationen (GN, 5.2.2009).
Das Schulgebäude, in dem die Marienschule und
die Grundschule Blumensiedlung untergebracht sind
- vom Schulhot aus gesehen - (Foto: privat, 21.8.2009)
In
Nordhorn besaßen seit den 90er Jahren fünf
Grundschulen den
Status als "Volle Halbtagsschulen":
die Grundschulen Blanke (seit 1990) und Südblanke (seit 1990
bis 2007), Blumensiedlung (seit 1992), Marien (seit
1993) und Pestalozzi
(seit 1999). In ihnen ist eine Unterrichtszeit von 8 bis 13 Uhr
abgesichert. Sie verfügen über deutlich mehr Lehrerstunden.
Der Vorteil
ist, dass die Lehrer flexibel und nach pädagogischem Bedarf
entscheiden
können, wie und wann Förder- und Betreuungszeiten in den
Unterricht
eingebaut werden. Ursprünglich war die landesweite Einführung
vorgesehen. Dies wurde jedoch aus Kostengründen gestoppt.
Stattdessen
wurde die Verlässliche Grundschule eingeführt. Auch hier gibt
es feste
Unterrichtszeiten, allerdings eine Randstundenbetreuung durch
pädagogische Hilfskräfte. Nachdem noch 2003 durch die
Landesregierung
der Bestandsschutz der Vollen Halbtagsschulen bekräftigt wurde,
ist
jetzt die Umwandlung der bisher noch bestehenden etwa 90 Vollen
Halbtagsschulen in Niedersachsen in Verlässliche Grundschulen zum
Ende
des Schuljahres 2009/10 vorgesehen. Die Schulleiter und die Eltern
protestieren gegen die vorgesehene Maßnahme, die zunächst
schon zum
Schuljahrsbeginn 2009/10 geplant war, da dies zu einer Reduzierung der
Lehrerstunden (mit Versetzungen von Lehrern an andere Schulen) und
somit zu einer Verschlechterung der bisherigen Unterrichtssituation
führen wird (GN, 16. und 18. 3. 2009).
Auf
dem Grundstück der Grundschulen Marienschule und Blumensiedlung
ist ein dreigeschossiger Anbau
an das bestehende Schulgebäude geplant. Nach Fertigstellung des
Anbaus im Sommer 2010 sollen die Pavillon-Klassen auf dem Schulhof
abgerissen werden.
Im Erdgeschoss des Anbaus sind mit Blick auf das Ganztagskonzept der
beiden Schulen ein Speise- und Betreuungsraum, die mit einer
großen Tür verbunden sind, geplant. Außerdem wird dort
ein "Familienbüro" für Besprechungen und Beratungen mit
Eltern eingerichtet. In der zweiten und dritten Etage entstehen
jeweils zwei Klassenräume und ein Gruppenraum. Jeder Raum soll
eine zeitgemäße Medienausstattung mit EDV- und
Internet-Anschluss erhalten. Die Kosten werden rund eine Million Euro
betragen. Davon erhält die Stadt eine Zuwendung aus dem
Konjunkturpaket des Bundes in Höhe von 456.000 Euro
(GN,22.7.2009).
Der
erste Spatenstich
für den Neubau erfolgt am 8. September. Nach Aussagen von
Bürgermeister Hüsemann
sei der Neubau für den Stadtteil Blumensiedlung eine bedeutende
Investition. "Mitten in einem Wohngebiet gelegen haben die Grundschulen
einen besonderen Standort, den es in jedem Fall zu pflegen und zu
fördern gilt. Der gesamte Stadtteil erhält somit eine
attraktive Erneuerung", meint der Bürgermeister (GN, 10.9.2009).
Die Klasse 3b der GS Blumensiedlung hat ein Baustellentagebuch
erstellt. Sie finden dies in der Homepage der Schule
Zur Zukunft der Konfessionsgrundschule
Marienschule unterrichtet der Bürgermeister den
Schulausschuss am 23.6.2009:
"Im Rahmen der Neuordnung der Nordhorner Schullandschaft vor dem
Hintergrund sinkender Schülerzahlen wurde im Konsens mit allen zu
beteiligenden Gremien beschlossen, die Konfessionsgrundschule Elisabeth
zu schließen. Nicht zuletzt soll mit diesem Beschluss die
verbleibende Konfessionsschule Marienschule gestärkt werden. Die
Schulstiftung des Bistums Osnabrück ist bereit, als
Kooperationspartner des Schulträgers, der Stadt Nordhorn, zu
fungieren, um damit auch langfristig den Bestand der Grundschule
Marienschule zu sichern. Würde eine verbindliche Kooperation
zwischen dem Bistum Osnabrück und der Stadt Nordhorn vereinbart
werden, würde die Grundschule Marienschule nicht mehr als
Bekenntnisschule sondern als Schule in freier Trägerschaft
geführt werden. Die Schulstiftung ist derzeit Träger
von fünf Grundschulen in Niedersachsen. Die schulfachliche
Begleitung bei der Weiterentwicklung des Schulprofils sowie der
Qualität der entsprechenden Schulen erfolgt durch die
Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats. Die Kirche hat
in ihrer langen Tradition unter Beweis gestellt, dass sie Schule
gestalten und innovativ weiterentwickeln kann. Seitens des Bistums
würde für Nordhorn eine Zweizügigkeit angestrebt."
Quelle:
Vorlage zur Schulausschusssitzung am 23.6.2009
2010
- Konzept "Brückenjahr"
Über ihr Konzept für eine engere Zusammenarbeit zwischen
Kindergärten
und Grundschulen informieren die Waldschule, die Marienschule und die
Grundschule Blumensiedlung die Eltern aus dem Einzugsbereich der
Blumensiedlung. Gemeinsam mit dem Christus-Kindergarten, der
Kindertagesstätte St. Marien und dem Kindergarten Sonnenwald haben
die
drei Grundschulen ein Konzept für das sogenannte "Brückenjahr" - das letzte
Kindergartenjahr vor der Einschulung - entwickelt. (GN,
12.1.2010)
Besonders
Frühstück
Die Kinder der Grundschule Blumensiedlung und der
Marienschule erhalten an jedem zweiten Mittwoch ein besonderes Frühstück:
Eltern servieren ihnen in der großen Pause Obst und Gemüse
(GN, 19.1.2010).
Schulschach
36
Schüler aus sechs Nordhorner Grundschulen ermittelten die besten Schachspieler ihrer Klassen.
In allen Gruppen wurden fünf Partien absolviert. Klassensieger
wurden
in Klasse 1: Julian Plascher, GS
Südblanke
in Klasse 2: Sven ter Stal, GS
Marienschule
in Klasse 3: Steffen Pieper, GS
Südblanke
in Klasse 4: Jonas Nykamp, GS Bookholt
Den Pokal der besten Schule
erhielt die GS Bookholt (GN, 12.5.2010).
Wiedersehen des Entlassungsjahrgangs 1960
Der
Entlassungsjahrgang 1960 der Marienschule feiert "Goldene Schulentlassung". Die
ehemalige Lehrerin Hildegard
Schulten präsentiert auf dem Flur vor dem ehemaligen
Klassenraum einem ausführlichen Bericht über die Schule
früher und heute mit viel Liebe zum Detail und Fotos aus der alten
Zeit. Viele alte Erinnerungen wurden dabei wach. Der inzwischen
verstorbene Lehrer Franz
Eigner ist bei allen in sehr guter und dankbarer Erinnerung.
Ohne Ohrfeigen und Stock hat er den Schülern Wissen vermittelt und
den Weg ins Berufsleben geebnet. (GW, 15.9.2010)
Schulanbau
Rechtzeitig
zu Beginn des neuen Schuljahres wird der Anbau der Grundschule
Blumensiedlung und der Marienschule fertig. Das
Millionenprojekt, das
die alten Schulpavillons ersetzt, ist zu fast 50 Prozent aus
Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II finanziert. Der
dreigeschossige Neubau schafft im Erdgeschoss einen kombinierten
Speise- und Betreuungsraum für das Ganztagskonzept der beiden
Grundschulen, in den beiden Obergeschossen jeweils zwei
Klassenräume
und einen kleineren Gruppenraum. Großer Wert wurde auf eine
funktionale und behindertengerechte Ausstattung des Neubaus gelegt
GN, 27.7.2010). In
einer Feierstunde wird der
Neubau am 16. September offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Stadtbaurat Lothar
Schreinemacher betont, dass der Zeitplan und selbst
das Baukostenbudget noch geringfügig unterschritten worden
seien. (GN,
18.9.2010 einschl. Sonderveröffentlichung; GW, 22.9.2010)

Die
Fassade des Anbaus (Fotos: Eigene Aufnahmen)
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Der
Durchgang vom Altbau zum Neubau
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Ein Blick
in den Speise- und Betreuungsraum
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Ein
Ausstellung beim Tag der offnen Tür am 18. September
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2011
- "Positive Konfliktschulung in
Bewegung"
heißt ein Schulprojekt,
das
alle Schüler der Grundschulen Blumensiedlung
und Marienschule erfahren. Ziel ist es, den Kindern gewaltfreie
Problemlösungen zu vermitteln. Mit einer Spende über 2.700
Euro unterstützt die Grarfschafter Sparkassenstiftung dieses
Gemeinschaftsprojekt. Weitere 1.000 Euro spendet die Krankenkasse
DAK. Den Kindern werden Fähigkeiten zur Selbstbehauptung im
Schulalltag vermittelt und Handlungsmöglichkeiten gezeigt, mit
deren Hilfe sie sich körperlicher Bedrängnis gewaltfrei
entziehen können. Darüber hinaus lernen sie in
fröhlichen
Spielen bejahend zusammen zu wirken und faire Regeln für den
respektvollen Umgang miteinander einzuhalten. In Rollenspielen werden
positive Verhaltensmuster eingeübt. (GN, 29.1.; GW, 2.2.2011)
"Sportfreundliche
Schule"
Durch die Zusammenarbeit mit der HSG Nordhorn
schärfen Nordhorner Grundschulen ihr Profil als "sportfreundliche
Schule". Und der Handball-Zweitligist erfüllt eine Anforderung
für das Jugendzertifikat des Deutschen Handball-Bundes. Der
21-jährige Liron Bergman,
der seit September ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der
HSG Nordhorn absolviert, leitet seit dem Herbst in vier
Grundschulen sowie im Schulzentrum Deegfeld mehrere Handball- bzw.
Fußball-AGs. Die gut angelaufene Kooperation von Verein und
Grundschulen wurde offiziell besiegelt. Vertreter der
Grundschulen Stadtflur und Blumensiedlung, der Marienschule
und der
Waldschule sowie der HSG-Vorsitzende Thomas Kolde
unterzeichneten entsprechende Kooperationsverträge
(GN, 10.2.2011).
Sieger
im Leichtathletik-Sportfest
Bei der 15. Aulage des Leichtathletik-Sportfestes für
Nordhorner Grundschulen setzte sich erstmals die Marienschule
durch. Veranstaltungsleiter Dennis
Dreiskämper schickte die Jungen und Mädchen von zehn
Teams von acht Grudschulen in den Dreikampf in der Deegfeld-Sporthalle.
Ein 35-m-Sprint, Schlagballwurf und Weitsprung waren von den
Schülern der 3.und 4. Klassen als Einzeldisziplinen zu
absolvieren. Der Biathlonwettkampf, bestehend aus Lauf und Zielwurf mit
eingebauten Strafrunden, beendete das Sportfest. Zweiter in der
Teamwertung wurde die GS am Roggenkamp vor der GS Stadtflur. (GN,
23.3.2011)
"Zukunftswerkstatt
Schulhof"
Karger Beton und
Bauzäune
prägen momental das Schulhofbild der Grundschule Blumensiedlung
und der Marienschule. Im Zuge der "Zukunftswerkstatt
Schulhof" soll sich dies ändern. Die Schüler stellten
vor einige Tagen Vertretern der Stadt und anwesenden Eltern fünf
Modelle vor. Ergebnis der Klassen waren Plakate, auf denen die
Schüler Kritik am Schulhof und ihre Wünsche äußern
konnten. (GN,26.3.2011)
Umwandlung der Marienschule als katholische
Privatschule
Die Schulstiftung
des Bistums Osnabrück möchte die Marienschule in eine Privatschule umwandeln. Wie
groß das Interesse an einer solchen Schule ist, will das Bistum
mit einer Befragung ermitteln. Das Bistum möchte die Schule in
katholischer Trägerschaft zum 1.8.2012 gründen. Vorteil einer
konfessionellen Stiftungsschule ist, dass diese beliebig viele Kinder
nicht-katholischen Glaubens aufnehmen kann. Sie ist zudem
Angebotsschule , damit nicht an Schulbezirke gebunden und kann
Schüler aus dem ganzen Stadtgebiet aufnehmen. In der benachbarten Grundschule Blumensiedlung herrscht
angesichts dieser Pläne erhebliche Unruhe. Es wird
befürchtet, dass die Schule geschlossen werden soll. Die Rektorin
der Marienschule wird im Sommer die Leitung einer anderen Grundschule
übernehmen. Die Kollegien der Blumensiedlung und der Marienschule
sollen für eine Zusammenlegung
beider Schulen plädiert haben. (GN, 5.3.2011)
Nach den Ergebnissen der Befragung wäre eine
einzügige katholische Grundschule möglich. 31 Eltern haben
den
Besuch ihrer Kinder ab Schuljahr 2012/13 signalisirt. Es
wird jedoch andererseits zum Ausdruck gebracht, dass eine
Entcheidung beim Rat der Stadt Nordhorn liegt (GN, 24.3.2011).
Nach einer Information aus der Statistik besteht die Schulstiftung des
Bistums seit 10 Jahren und umfasst 27 Schulen mit 832 Lehrern und mehr
als 11.600 Schülern. (GN, 26.3.2011)
Gegen die Umwandlung sprechen sich die DKP
(GN, 3.5.2011) und die GEW
(GN, 27.5.2011), wobei einerseits der Schulfrieden am Standort
Blumensiedlung mit senen zwei Schulen als gefährdet angesehen
wird, - was auch die Bündnis-Grünen
nach den Erfahrungen mit der Montissorischule in der Pestalozzischule
zm Ausdruck bringen (GN, 30.5.2011) - andererseits die Verbesserung und
Optimierung des staatlichen Schulwesens Vorrang vor weiterer
Privatisierung haben sollte. Die Junge Union und die Schülerunion
sprechen sich dafür aus, das Angebot
der Kirche zu nutzen (GN, 27.5.2011). Ein großer Vorteil
der freien Schule sei, dass sie pädagogische Arbeit durch ein starkes eigenes Profil prägen
könnten. Zum Thema erscheinen mehrere Leserbriefe.
Nachdem eine Schulausschusssitzung abgesagt worden war, da mehr Zeit
für Gespräche gebraucht wurden (GN, 11.5.2011), schlägt
die Verwaltung für die folgende Schulausschusssitzung vor, die
Pläne des Bistms abzulehnen, wobei sie sich besonders auf das Votum der Primarschulleiterrunde
beruft, die sich für den Fortbestand der Marienschule als
katholische Bekenntnisschule ausspricht. Da die Stiftungsschule
unbegrenzr nichtkatholische Schüler aus allen Schulbezirken
aufnehmen könne, seien die Schülerzahlen für die
öffentlichen Schulen schlechter prognostizierbar als bisher (GN,
7.6.2011).
In der Schulausschusssi5tzung sprechen sich alle Mitglieder bei
Enthaltung der CDU dafür aus, die Marinschule
als kathoische Bekenntnisschule in der Trägerschaft der Stadt
Nordhorn zu behalten. (GN, 18.6.2011)
Wiedersehen
nach 60 Jahren
Nach ihrer Entlassung 1951 haben sich 33 Ehemalige der früheren
katholischen Volksschule wieder getroffen. Sie hatten in schwieriger
Zeit in Nordhorn die Schulbank gedrückt. 1942 eingeschult, wuchsen
sie in Kriegs- und Nachkriegszeit mit ihren Nöten auf. Der
Jahrgang umfasste damls drei Klassen mit jeweils 40 Schülern.
Viele Schüler entstammten den zugewanderten Familien, die das
Aufblühen der Textilindustrie seit Mitte der 20er Jahre vor allem
aus dem Ruhrgebiet nach Nordhorn geführt hatte. Viele katholische
Familien siedelten sich in der entstehenden Siedlung Neuberlin und in
der Blumensiedlung an. Da die Entfernung zur katholischen Burgschule zu
groß war, entstand 1928 die Marienschule. (GN, 13.10.2011)
Jugendkulturpreis der Stadt Nordhorn
"Flatrate ... ohne Limit"
lautete das Thema des diesjährigen Jugendkulturpreises. Den ersten
1. Preis erhielt eine Gruppe von Kindern der Grundschulen Blumensiedlung und Marienschule.
Die Erst- und Zweitklässler haben unter der Anleitung der
Dozentin Hanna Harmsen
von der städtischen Kunstschule
als Farbforscher gearbeitet und einen "Flatrate-Menschen"gebaut.
(GN,20.12.2011)
Weitere Informationen
zur Marienschule Nordhorn finden Sie im Internet: www.marienschule-nordhorn.de
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Quellen:
- Festschrift "Zum
50-jährigen Bestehen der
Marienschule, Nordhorn 1982
- Ferdinand Cassellius,
Auszüge aus der
Schulchronik der Marienschule, 1962
- Frau Borgmann,
Übersicht
"Entwicklung der Marienschule in
Nordhorn" (1927 - 1980)
- Schulchronik der
Marienschule, Beginn 1956 bis 1980 (Die erste
Schulchronik ab 1927 ist verlorengegangen.)
- Schulchronik der
Grunschule
Marienschule 1980 - 1990 (Eine
Fortführung der Schulchronik unterbleibt.)
- Artikel aus der
örtlichen Presse, im Text
angegeben.
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