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Ernst-Moritz-Arndt-Schule
- 1941
Ev.
Volksschule; ab 1983 Grundschule
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Ab 1937 bereitete die Stadt den Bau einer neuen Volksschule vor. Als
Standort wurde das Grundstück des Bauern Rigterink zwischen
Markt-, Rasen- und Mittelstraße gewählt. Nach einem
Gutachten, das am 5.3.1938 in den Grafschafter Nachrichten abgedruckt
war, wird die geplante Lösung im ganzen für einwandfrei und
vorbildlich gehalten. Abschließend heißt es: "Das neue
Schulhaus wird harmonisch das Heimatbild bereichern und ein
klar-deutsches Meisterwerk werden!" Die zu errichtende Schule sollte
mit Genehmigung des
Regierungspräsidenten vom 7.5.1938 "Ernst-Moritz-Arndt-Schule"
heißen. Am 17. Dezember 1940 wurde der Schulneubau, wie es in
einem Jahresrückblick für das Kriegsjahr 1940 zu entnehmen
ist, "trotz aller Schwierigkeiten" seiner Bestimmung übergeben.
Der neue Schulkomplex enthielt neben 10 Klassenräumen eine
Schulküche, eine Turnhalle, einen Schulgarten und ein eigenes Haus
für den Hausmeister. Das
Schulgebäude der
Wasserturmschule, das zur Frensdorfer Schule
gehörte, wurde an die Firma Niehues & Düting (später
NINO) verkauft.
Zu "Ernst Moritz
Arndt": (* 26.
Dezember 1769
in Groß Schoritz auf Rügen,
damals Schwedisch-Pommern; † 29.
Januar 1860
in Bonn )
war ein deutscher Schriftsteller und Abgeordneter der Frankfurter
Nationalversammlung.
Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die
Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der
bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege. Eine
ausführliche Darstellung seines Lebens und Wirkens finden Sie
unter Wikipedia "Ernst Moritz
Arndt"
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1941
- Der Unterricht in
der neuen Schule beginnt nach
den Weihnachtsferien im Januar 1941. Am 17.4.1941 wird die Schule von
der Frensdorfer Schule abgetrennt.
Als
erster Schulleiter ist Herr Hermann
Arends aus Bentheim
vorgesehen.
Da er und auch Konrektor Kohsiek
sich im Kriegseinsatz befinden, wird
der Lehrer Albert Hanker
mit der Schulleitung beauftragt.
Die
Schule besuchen 388 Schüler
der Jahrgänge 1 - 7 in 8
Klassen. Die durchschnittliche Klassenfrequenz beträgt somit 48
Schüler. Der Unterricht wird von 3 Vollzeitlehrern und einer
Teilzeitlehrerin mit 18 Wochenstunden erteilt. Das Verhältnis
Schüler : Lehrer beträgt 108 : 1.
Die
Schulneulinge
werden nach den Sommerferien am 28. August
eingeschult. Der Schulbesuch in den Kriegsjahren ist geprägt
durch Fliegeralarm, Altstoffsammlungen und Heilkräutersammlungen.
Die Lehrkräfte müssen einen Teil ihrer Ferien für den
Ernteeinsatz opfern.
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1942
- Rektor Hermann Arends
wird aus
Krankheitsgründen aus der Wehrmacht entlassen und übernimmt
im November die Schulleitung.
Lehrer Hanker wird
nach Klausheide
abgeordnet.
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1943
- Die Schule wird am
27.10.1943 für
Lazarettzwecke der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt.
Der Unterricht
findet ab 1.11.1943 in der Frensdorfer Schule (damals
Hans-Schemm-Schule), zum Teil am Nachmittag, statt.
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1944
- 1945 - Vom November 1944
bis August 1945 bleiben alle
Schulen geschlossen. Zum Wiederbeginn melden sich 579 Kinder und
7
Lehrer. Der Unterricht findet jedoch wieder in der Frensdorfer Schule
statt, weil die E.M.A.-Schule zuerst von den Briten besetzt ist und
dann als Hilfskrankenhaus für Flüchtlinge verwendet wird. Es
fehlen jedoch Schulbücher, Hefte, Bleistifte, Tinte usw. Es
herrscht großes Elend, vor allem bei
den Flüchtlingskindern aus der Blanke. Der Schulbesuch ist sehr
unregelmäßig.
Rektor
Arends
wird
Leiter der Nordhorner Mittelschule. Rektor Wilhelm
Lange von der Frensdorfer Schule übernimmt ab August 1945
die Schulleitung.
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1946
- 1948 - Ab 25.8.1946
findet der Unterricht wieder im Gebäude
der
E.M.A.-Schule statt. Sie wird evangelische
Bekenntnisschule. Rektor Lange
beklagt die vielen Störungen des
Unterrichts durch übertrieben viele Sammlungen, Vorstellungen,
Filmvorführungen, Vorträge u.a.. Es gibt keinen Koks für
die Zentralheizung, so dass die Weihnachtsferien verlängert werden
müssen; danach läuft der Unterricht in 4 "Schichten" von 8 -
18 Uhr. 1948 werden die ersten Elternvertretungen gewählt. Die
Schüler werden bei Bauern zum Kartoffelkäfersuchen eingesetzt.
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1949
- 1951 - Rektor Lange
tritt
nach über 40 Jahren
Schuldienst in den Ruhestand.
Sein Nachfolger wird Rektor Dr.
Wilhelm
Friedrich, der vorher Mittelschullehrer in Bramsche war. Die
Schülerzahlen steigen weiter. Da zu wenig Räume da sind,
ist Nachmittagsunterricht erforderlich. Der Elternabend mit dem
Märchenspiel "Die zertanzten Schuhe" ist
sehr erfolgreich und muss siebenmal aufgeführt werden. Bei einem
Sängerwettstreit in Holland erzielt die Schule den 1. Preis.
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1952
- Nachdem die
Schülerzahl kurzfristig auf
über 900 Kinder angewachsen war, wird im April 1952
schließlich die Evangelische
Blankeschule gegründet, die
ihren Unterrichtsbetrieb jedoch vorerst getrennt (wechselweise
vormittags und nachmittags) in der E.M.A.-Schule aufnimmt. Etliche
Lehrkräfte werden an die Ev. Blankeschule abgeordnet. 392 Kinder
wechseln zur neuen Schule, 467 verbleiben an der E.M.A.-Schule.
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1953
- Auf Beschluss des
Schulausschusses, der aber
vorher nicht bekannt war, werden 76 Kinder aus der Stadtmitte zur
Altendorfer Schule überwiesen. Ein Teil der Elternschaft
verweigert die Umschulung und verlangt die Entscheidung der Regierung.
In zwei Befragungen bringen die
Eltern ihren Unmut dermaßen zum Ausdruck, dass man sich dazu
entschließt, den Eltern die Entscheidung über den
Schulbesuch zu überlassen.
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1954
- Im Frühjahr erkranken
viele
Lehrkräfte,
u.a. auch der Schulleiter, Dr.
W. Friedrich, so dass durch den
gehäuften Vertretungsunterricht ziemliche Unruhe entsteht.
Am
15.4.1954 scheidet Dr. W.
Friedrich aus dem Volksschuldienst aus
und übernimmt eine Mittelschule im Bezirk Hannover. Er verstirbt
dort
im Januar 1955. Die kommissarische
Leitung der E.M.A.-Schule
übernimmt bis April 1955 der Konrektor Heinrich Wippermann von der
Altendorfer Schule. Von den 342 Kindern der Schule sind 75 Voll- und
Halbwaisen. Davon
haben 54 ihren Vater durch Kriegs- und Nachkriegsereignisse verloren.
Zum
Jahresende sterben durch ein schlimmes
Explosionsunglück durch
Karbidbüchsen und Feuerwerkskörper beim Spielen in der
Marktstraße 3 Schüler der Schule; 5 werden schwer
verletzt. Rundfunk und
Tageszeitungen berichten hierüber (GN, 30.12.1954; Grafschafter
Tagespost,
31.12.1954).
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1955
- Es kommt zu
monatelangen Auseinandersetzungen
um die Zukunft der Schule. Wegen sinkender Schülerzahlen
sollen
die
Schüler der E.M.A.-Schule auf benachbarte Schulen verteilt werden.
Das Gebäude soll als Mittelschule eingerichtet werden. Nach einer
einstimmig gefassten Resolution der Elternschaft (GN und GT, 27.1.1955)
beschließt der Stadtrat den Erhalt der Schule. Für die
Mittelschule
wird ein neues Schulgebäude gebaut.
Am
15.4.1955 übernimmt Hauptlehrer Wilhelm Buddenberg (Siehe: L-C-Buddenberg)
aus
Großringe die Schulleitung.
Er wird am 12.9.1955 zum Rektor
ernannt. Die Schule beteiligt sich an der Ausbildung von
Aushilfslehrern und
-lehrerinnen.
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1962
- Das 9. Schuljahr
wird eingeführt. Es werden
2 Klassen mit 55 Schülern aus Bookholt, Brandlecht, Hestrup, der
Frensdorfer Schule und der eigenen Schule, später auch aus
Klausheide, gebildet.
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1964
- Günter Henrichs
wird Konrektor der
Ernst-Moritz-Arendt-Schule. Schulrat Thielke überreicht ihm
die Ernennungsurkunde. Zum Werdegang
des Konrektors: Jahrgang 1925, Schulausbildung, Erfüllung der
Arbeitsdienst- und Wehrpflicht, Teilnahme am zweiten Weltkrieg, Studium
in Oldenburg, 1948 erste Lehrerprüfung, Schulamtsbewerber in Laar,
1951 zweite Lehrerprüfung, Lehrer in Bakelde, ein Jahr
Sonderschule, seit 1953 an der EMA, Fachlehrer für Sport, aktive
Mitgestaltung des 9. Schuljahres (GT, 24.6.1964).
27 Schüler
bestehen die Radfahrprüfung
mit "sehr gut" (GN, 16.11.1964).
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1967
- 1968 - Herr Buddenberg,
der 1964 zum Bürgermeister
der Stadt Nordhorn gewählt worden war, wird 1967 in den Nds.
Landtag gewählt und aus diesem Grunde am 8.6.1967 in den einstweiligen Ruhestand
versetzt. Sein Nachfolger wird Günter
Henrichs, der seit 1953 als Lehrer, ab 1964 als Konrektor, an
der
Schule tätig war.
Die
Förderstufe in
den Schuljahrgängen 5/6 wird
eingeführt, anschließend die Hauptschule in den
Schuljahrgängen 7 - 9.
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1971
- Am 31.3.1971
erfolgt ein Brandanschlag in
der
Schule, der einen großen Schaden durch Rauchentwicklung
verursacht
und zu 2 Tagen Unterrichtsausfall führt.
Die
Schulgebäude werden um 4
Pavillonklassen erweitert, trotzdem
bleiben Raumnot und Wanderklassen.
Aus Lehrermangel und durch
Erkrankung können in Hauswirtschaft,
Kunst, Musik, Werken, Textilarbeit und Religion keine Zensuren erteilt
werden.
Der Turnunterricht fällt teilweise aus, da die Turnhalle renoviert
und
die Spielwiese angelegt werden.
Die
in Mathematik neu eingeführte Mengenlehre
bereitet nicht nur
den Schülern Probleme, sondern auch Lehrern und Eltern, so dass
Fortbildungskurse angeboten werden müssen. Nach dem Legasthenieerlass
werden anerkannte Legastheniker durch Testverfahren
ermittelt und von der Rechtschreibzensur befreit.
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1974
- Für ausländische
Schüler wird
Unterricht in ihrer Muttersprache angeboten.
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1976
- Es erfolgt die
Einführung eines unterrichtsfreien
Sonnabends im Monat.
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1978
- Es ist ein Anstieg
der Schülerzahlen ab
1973 bis auf 578 im Schuljahr 1977/78 (20 Klassen, 28 Lehrkräfte)
zu verzeichnen. Der große Raummangel erfordert die Einrichtung
von Wanderklassen. Die Zahl der ausländischen Schüler
wächst auf 72, die der Fahrschüler auf 103.
Der neue
Vorbereitungsdienst
für Lehreranwärter mit
Unterricht in eigener Verantwortung und Ausbildungsunterricht bereitet
stundenplantechnisch große Schwierigkeiten.
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1979
- Bei
Einführung der Orientierungsstufe
gehen
die Schüler nach dem 4. Schuljahr in die Frensdorfer Schule und in
die Orientierungsstufe Blanke über. Der Schulträger
beschließt, die Hauptschule "auslaufen" zu lassen, so dass die
E.M.A.-Schule reine Grundschule werden soll.
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1983
- Der letzte 9.
Schuljahrgang verlässt
die Schule, so dass nur die Schuljahrgänge 1 - 4 verbleiben. Die
Pavillonklassen werden von der Volkshochschule genutzt.
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1988
- Herr Henrichs
wird
in den Ruhestand versetzt.
Die kommissarische Leitung bis zur Wiederbesetzung der
Hauptlehrerstelle
wird der dienstältesten Lehrerin Hindrike Stegemann
übertragen.
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1989
- Ab 1.8.1989
wird Uta Hillner,
die vorher
Konrektorin der Elisabeth-Hauptschule war, zur Hauptlehrerin der
E.M.A.-Schule ernannt.
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1991
- Die Schule feiert
im Februar 1991 ihr 50-jähriges
Jubiläum.
In Nordhorn werden die Schulbezirke eingeführt.
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1992
- Im Rahmen eines
städtischen Modellprojektes
wird an der Schule eine ökologische
Schulhofgestaltung in die Wege
geleitet (GN, 1.4.1992).
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1994
- Nach Rückgang
der Schülerzahlen in den
vorhergehenden Schuljahren bis auf 160 in 6 Klassen besuchen im
Schuljahr 1993/94 wieder 178 Schüler in 8 Klassen die Schule.
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2001
- Mit einem
Jubiläumsschulfest feiern Kinder,
Eltern und Lehrer am 19.5.2001 das 60-jährige
Bestehen ihrer
Schule (GN, 19.5.2001).
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2002
- Die Schule wird
von 175 Schülern in 8
Klassen besucht. Auch in der weiteren Entwicklung ist die
Zweizügigkeit der Schule gewährleistet. Die Schule wird als "Verlässliche
Grundschule" geführt. Die 4 Pavillonklassen
werden noch immer außerschulisch durch die
Volkshochschule genutzt.
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2005
- Mehr
als 5.000 € haben die 101
Schüler sowie einige Lehrkräfte der Schule bei einem Sponsorenlauf
gesammelt. Einen Teil des Geldes wollen die Jungen und
Mädchen zum Kauf eines Tandems für einen blinden
Mitschüler an der Schule verwenden. Der andere Teil ist für
ein pädagogisches Zirkusprojekt gedacht (GN, 7.5.2005).
Was
es im Alltag heißt, behindert
zu sein, erfahren
Viertklässler bei ihrem Selbstversuch, den größere
Schüler des Gymnasiums begleiten. Sie erleben, wie es ist, blind
oder behindert im Rollstuhl durch die Nordhorner Innenstadt zu kommen.
Die Erfahrungen, die sie machen, sollen ihnen helfen, behinderte
Menschen besser zu verstehen (GN, 18.10.2005)
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2006
- Beim 16. Juniorenpressepreis
2005 in Niedersachsen und Bremen erzielt die
Schülerzeitung der EMA-Schule den 1. Platz in der Kategorie
Grundschule. Die Schule hat sich gleichzeitig für den bundesweiten
Schülerzeitungswettbewerb 2006 unter der Schirmherrschaft des
Bundesratspräsidenten qualifiziert (GN, 8.3.2006)
Zum
zweiten Mal seit 2002 veranstaltet die Schule ein Zirkusprojekt.
Die Zirkusfamilie Sperlich übt mit den Schülern eine Woche
lang die zu erlernenden Kunststücke, Tierdressuren und
Clownsnummern
ein. In einem 300 Zuschauer fassenden, beheizbaren Zirkuszelt finden
vier Vorstellungen statt, die von den Kindern gestaltet werden und von
Schulen und Kindergärten besucht werden. Das Projekt wird vom
Förderverein der Schule nachhaltig unterstützt (GN, 20.4. und
2.5.2006).
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2007
- Die
Schüler eröffnen in der Euregio-Bücherei eine
Ausstellung unter dem Titel "Gesichter
einer Stadt" mit vielen bunten
Bildern und Skulpturen. So haben die Kinder u.a. aus Pappmaché
Bunte Bentheimer Landschweine gebastelt, - also etwas, das für
unsere Region typisch ist (GN, 19.6.2007)
Mit
einem überraschenden Erfolg für die EMA-Schule endet die
18. Auflage des Nordhorner
Grundschul-Cups um den Johann-Nyhuis-Preis.
Die Grundschulen Stadtflur und Waldschule hatten das Nachsehen.
Höhepunkt der Veranstaltung war das Endspiel zwischen dem
letztjährigen Finalisten Waldschule und der EMA-Schule (GW, 13.6.
und 1.7.2007).
Die
Schule will eine pädagogische
Nachmittagsbetreuung anbieten
und stellt an die Stadt einen Antrag. Es sind eine tägliche
Hausaufgabenbetreuung sowie verschiedene Freizeitangebote bis um 16 Uhr
vorgesehen. Beim Küchendienst erhält sie die
Unterstützung von mehreren Müttern. Das Betreuungsangebot
wird von 25 Kindern wahrgenommen. Der Betreuungsschlüssel der
Stadt beträgt 3.000 € jährlich (GN, 13.9.2007). Die Schule
veranstaltet einen Flohmarkt. Mit dem Erlös werden die
Kosten für das Mittagessen von Kindern aus sozial schwachen
Familien unterstützt. Die Schule stellt einen Antrag auf
Genehmigung einer offenen Ganztagsschule ohne zusätzliche
Lehrerstunden in der Hoffnung, irgendwann doch mehr Unterstützung
vom Land zu erhalten (GN, 28.11.2007).
Der
inzwischen pensionierte Werklehrer von der
Ernst-Moritz-Arendt-Schule, Dieter
Bauknecht, stellt seit 20 Jahren - auch jetzt nach
seiner Pensionierung - im Werkraum der Schule mit Unterstützung
von Kindern hübsche Holzfiguren her, die Eltern und Schüler
der Schule auf dem Weihnachtsmarkt in
der Nordhorner Hauptstraße
verkaufen. Das Geld wird für wohltätige Zwecke verwendet, um
die Not von Kindern in anderen Ländern zu lindern. Die Arbeit
begann, als ein Kollege, der zu der Zeit in Chile lebte, von dem
dortigen Waisenhaus berichtete, das jede Menge Unterstützung
gebrauchen konnte. Jedes Jahr entstehen neue Weihnachtsfiguren, die
immer sehr viel Anklang finden. Bisher sind so 77.000 € für
wohltätige Zwecke zusammengekommen (GN, 24.12.2007).
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2008
- Die Schule führt eine einheitliche
Schulkleidung in den Farben rot, hell- und dunkelblau ein. Auf
der
Vorderseite des Schulshirts prangt außerdem das neue Logo der
EMA-Schule. Ziel ist es, dass möglichst alle Kinder die
einheitliche Schulkleidung tragen (GN, 27.8.2008).
2009 - Seit zwei
Jahren gibt es an der Ernst-Moritz-Arnedt-Schule eines Schülerrat. Er trifft sich
regelmäßig mit zwei Lehrern. Hier besprechen die
Schüler ihre Probleme. Sie erreichten, dass ein Basketballkorb und
ein neues Klettergerüst aufgebaut wurden. Ein Schülerdienst
sorgt dafür, dass es bei den Toiletten sauber bleibt.
Außerdem setzte sich der Schülerrat dafür ein, dass an
der Schule eine einheitliche Schulkleidung eingeführt wurde, Er
nimmt an allen Konferenzen der Schule teil (GN, Leserbriet vom
27.6.2009).
2010 - Verteidigung des Volken-Cup
Die EMA-Schule verteidigt den
Volken-Cup: Wie im
Vorjahr hat das Team diesmal mit einem 2 :1 - Finalsieg über die
Grundschule Stadtflur den Wanderpokal gewonnwn (GN, 27.1.; SZ,
31.1.2010).
AG
"Zukunftswerkstatt"
Die
Schüler aus der AG
"Zukunftswerkstatt" sind aufgefordert, Verbesserungsvorschläge für ihre
Schule zu benennen. Unter anderem vermissen sie Spielgeräte
auf dem Schulhof, einen Kiosk und einen Kuschelraum, in den sich Kinder
nach der Schule zurückziehen können. Der soll nach dem
Vorschlag der Kinder im Keller eingerichtet werden (GN, 23.2.2010).
Ablehnung
der Umbenennung der
Ernst-Moritz-Arndt-Schule
Die
"Grüne Jugend" ind die "Initiative Ge-Recht" fordern eine Debatte
über die Umbenennung der
Ernst-Moritz-Arndt-Schule. "Die Werke von Arendt sind
durchzogen von Rassismus, völkischen Nationalismus, Antisemitismus
und Frankophobie", kritisiert der Sprecher der "Grünen Jugend"
Grafschaft Bentheim (GN, 12.3.2010).
Zu Ernst- Moritz-Arndt (* 26.
Dezember 1769
in Groß Schoritz auf Rügen,
damals Schwedisch-Pommern; † 29.
Januar 1860
in Bonn ) ist oben
ausgeführt: Ernst-Moritz-Arndt war ein deutscher Schriftsteller und
Abgeordneter der Frankfurter
Nationalversammlung.
Er widmete sich hauptsächlich der Mobilisierung gegen die
Besatzung Deutschlands durch Napoleon. Er gilt als einer der
bedeutendsten Lyriker der Epoche der Freiheitskriege. Eine
ausführliche Darstellung seines Lebens und Wirkens finden Sie
im Internet unter Wikipedia "Ernst Moritz
Arndt".
Nach einem Beschlussvorschlag der Stadt Nordhorn
(VL-162/2010) lehnt die Verwaltung in Absprache mit der
Schulleitung eine Namensänderung der Schule aus folgenden
Gründen ab:
"Erhält die
Ernst-Moritz-Arndt-Schule einen neuen Namen, so beraubt man sie ihrer
komplexen
Geschichte
und die SchülerInnen der Chance, sich mit dieser Geschichte stets
aufs Neue
auseinanderzusetzen.
Gerade so ein widersprüchlicher Charakter wie der Namenspatron
"Ernst-
Moritz-Arndt"
zwingt dazu, darüber nachzudenken, wie ein und dieselbe Person
derart
widersprüchliche
Aussagen machen konnte. Er war leidenschaftlicher Franzosenhasser und
auch
Anti-Semit.
Gleichzeitig schrieb er Kirchenlieder, die noch heute
uneingeschränkt gesungen
werden,
trat für die Abschaffung der Leibeigenschaft ein, kämpfte
für die politische Einheit
Deutschlands
und war ein früher Umweltbewegter.
Mit
einer Namensänderung wäre die Chance verloren, einen
Namensgeber nicht gedankenlos als
"Vorbild"
zu begreifen, sondern als Herausforderung, selbst zu denken.
Auf
vielen homepages der unzähligen Ernst-Moritz-Arndt-Schulen wird
deutlich, dass sich die
jeweilige
Schule der Widersprüchlichkeit ihres Namensgebers bewusst ist und
dies nutzt, um mit
den
SchülernInnen darüber zu diskutieren. So haben sich
beispielsweise die EMA-Grundschule in
Rodenkirchen,
das EMA-Gymnasium in Remscheid oder die EMA-Universität in
Greifswald mit
besagter
Namensthematik beschäftigt und sich für die Beibehaltung des
Namens entschieden.
Letztendlich
wäre mit einer Namensänderung auch das Privileg verloren,
sich
generationsübergreifend
seiner alten Schule, der EMA eben, verbunden zu fühlen."
Das Diskussionspapier der "Grünen Jugend
Grafschaft Bentheim" und der "InitiativeGeRecht" ist dem
genannten Beschiussvorschlag der Stadt Nordhorn beigefügt (Siehe: www.nordhorn.de unter:
Ratsinformationssystem).
Wiedersehensfeier
nach 60 Jahren
60 Jahre nach ihrer
Schulentlassung
aus der Ernst-Moritz-Arendt-Schule trafen sich 26 ehemalige Schüler des Entlassungsjahrgangs 1950 in
Nordhorn wieder. Zehn weitere ehemalige Klassenkameraden waren
verhindert, 13 sind inzwischen verstorben. Ein Teil der Teilnehmer war
von weit angereist, sogar aus den USA. (GN, 13.4.2010)
Zirkus
Gerd Sperlich in der Schule
In der Projektwoche
gastierte zum dritten Mal der Zirkus
Gerd Sperlich an der Schule. Als einziger bisher zertifizierter
Zirkus in Deutschland hat sich die Familie Sperlich auf die Arbeit mit
Kindergärten und Schulen spezialisiert. Bis zu den
öffentlichen Auftritten mussten die Jungen und Mädchen in
ihre Rollen als Akrobaten, Clowns, Fakire, Feuerspucker,
Seiltänzerinnen und Dompteure hineingewachsen sein. Auch
Tierdressuren mit Ponys, Ziegen und Tauben gehörten zum Programm.
Insgesmt fanden vier Veranstaltungen statt. Während einer
Veranstaltung überreichte der Rotary
Club Bentheim dem Schüler Suleyman Hasan das 250.000.
Exemplar des Kinderbuches "Spaß
im Zirkus Tamtini", mit dem Rotary Clubs bundesweit die
Leseförderung an Grundschulen unterstützen. (GW, 14.4.; GN,
13. und 17.4.; SZ, 25.4.2010)
Versetzung
der Schulleiterin Uta Hillner in den Ruhestand
Die Schulleiterin der EMA, Uta Hillner,
wird Ende September 2010 aus
Krankheitsgründen vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Sie
wird von der zuständigen Schulrätin, Frau Beate Pophanken,
verabschiedet. Ihre pädagogische Laufbahn begann Uta Hillner nach
dem Studium in Osnabrück 1973 als Referendarin an der Ev.
Blankeschule. Nach dem 2. Staatsexamen war sie an der benachbarten
Elisabethschule tätig, wo sie ab Oktober 1979 die kommissarische
Vertretung der Schulleiterin übernahm und 1980 zur Konrektorin der
Schule befördert wurde. Vo dort aus wechselte sie am 1. August
1989 als Schulleiterin zur Ernst-Moritz-Arendt-Schule, zunächst
als Hauptlehrerin, dann ab Oktober 1995 als Rektorin. "Sie haben
unzähligen Kindern das Rüstzeug für die Bewältigung
des Lebens gegeben", lobt Frau Pophanken die scheidende
Schulleiterin. Uta Hillner
habe als Teamspielerin, als "Lehrerin aus Leidenschaft" und als
Ideengeberin überzeugt. Sie habe sich intensiv um die
Integration ausländischer und benachteiligter Kinder bemüht
und besondere Projekte angestoßen. In ihrer Abschiedsrede
äußert Frau Hillner
deutlche Kritik an der Überlastung von Grundschulpädagogen
durch zunehmende soziale Probleme und aufgebürdete
Verwaltungsaufgaben. Die Politik müsse sich entscheiden, ob sie
der voranschreitenden "sozialen Verwahrlosung" weiter zusehen oder
endlich genügend Geld für eine umfassende über die
Schule hinausgehende Bildungspolitik bereitstellen wolle. (GN,
2.10.2010)
145 Briefe an
Kultusminister Dr. Bernd
Althusmann
Rund 150 Kinder
und Eltern der
EMA-Schule und der Grundschule Blumensiedlung treffen sich beim
Hauptpostamt, um gemeinsam ein Paket und insgesamt 145 Briefe an Kultusminister Dr. Bernd
Althusmann aufzugeben. In den Briefen wird der Kultusminister
noch einmal auf die angespannte Situation an den Schulen angesprochen.
Die Schulleiterin der EMA-Schule ist kürzlich aus gesundheitlichen
Gründen vorzeitig in den Ruhestand getreten. Und die Grundschule
Blumensiedlung wird voaussichtlich im nächsten Jahr ohne
Schulleitung sein. Damit sind dann vier
Grundschulen in Nordhorn ohne Schulleitung. Die Gründe
dafür liegen, so die Eltern, in der stetig steigenden
Verwaltungsarbeit, die von den Schulleitern geleistet werden
müssen. Die Schulen müssen Unterstützung bekommen, damit
sich die Schulleiter wieder auf ihre pädagogischen Aufgaben
konzentrieren können. Auch die Kinder haben ihren Beitrag
geleistet. Viele haben Bilder gemalt oder gebastelt und ihre Werke in
das Paket gepackt. (GN, 7.10.2010)
2011
- Besuch des
Verkehrssicherheitsberaters
Der Verkehrssicherheitsberater der Polizei Nordhorb, Edgar
Eden,besuchte die Schule in "tierischer Begleitung" und
unterrichtete die beiden ersten Klassen zum Thema Verkehrssicherheit.
Neue
Rektorin
In einer Feierstunde wird Frau Brigitte Kaiser offiziell
in ihr Amt als Schulleiterin
eingeführt, die seit Schuljahrsbeginn schon an der EMA-Schule
tätig ist.. Sie tritt damit die Nachfolge
von Uta Hillner an, die 21
Jahre die Schule geleitet hat und vor einem Jahr aus
Krankheitsgründen in den Ruhestand versetzt wurde. In der
Vakanzzeit wurde die Schulen kommissarisch von Simone Schulz geleitet. Den
beruflichen Werdegang der
49-jährigen Schulleiterin umriss Landesschuldirektorin Beate Pophanken. Die
gebürtige Nordhornerin hat erst nach kaufmännischer
Tätigkeit und Familienphase in Vechta ein Lehramtsstudium
aufgenommen. 1994 legte sie die erste und 1996 die zweite
Lehrerprüfung ab. Ihre erste feste Stelle hatte sie an der
Grundschule Südblanke, seit Februar 2003 war sie Rektorin der
katholischen Marienschule. (GN, 8.10.2011)
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Quellen:
- Wilhelm Buddenberg,
Auszüge aus der
Schulchronik der Ernst-Moritz-Arndt-Schule, 1962
- Schulchronik der
Ernst-Moritz-Arndt-Schule (Abschrift)
- Festschrift zum
50-jährigen Bestehen der
Ernst-Moritz-Arndt-Schule, Nordhorn 1991
- Zeitungsartikel der
örtlichen Presse, im
Textteil angegeben.
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