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Elisabethschule
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Begeistert schwärmten alte Nordhorner, wenn sie
von der
früheren Blanke erzählten: "Mit ihren weiten Sand- und
Heideflächen, mit den zahlreichen
Wasserlöchern war die Blanke das
Paradies unserer Kindheit. Konnte
es irgendwo ein Gelände geben, das für unsere Spiele besser
geeignet war? Das wohl kaum! Das versicherten uns auch die zahlreichen
Wildenten und Kiebitze, die wir immer wieder antrafen. Und kam dann
endlich
der Winter, dann wurde aus der weiten Wasserfläche mit dem blanken
Wasser - daher der Name "Blanke" - über Nacht eine ideale
Eisbahn,
auf der wir auf unsere Art nach der schwarzen Holzscheibe jagten."
(Festschrift 1977, Seite 7).
1927 erwarb die Stadt
Nordhorn dieses Gebiet vom
Fürsten von
Bentheim und ließ es 1928 vom "Freiwilligen Arbeitsdienst"
entwässern. Die ersten
Ansiedlungen erfolgten ab 1928; ab 1934
wurden an der Oberen Blanke und an der Unteren Blanke (heute:
Marienstraße) durch den "Deutschen Siedlerbund" 31 Häuser
gebaut. Im Kriege entstanden für Fremdarbeiter und später
für Kriegsgefangene am heutigen Gildehauser Weg drei
Barackenlager. Nach dem Kriege wurde die Blanke ab 1948
Siedlungsgebiet, hauptsächlich für Flüchtlinge. Der
Stadtteil hatte 1951
4000 bis 5000 Einwohner.
Um die schulische Versorgung der Kinder zu
gewährleisten,
beschloss der Rat der Stadt Nordhorn am 15.2.1951, in der Blanke zwei
Volksschulen errichten zu lassen, die Elisabethschule für die
katholischen Kinder und die Blankeschule
für die evangelischen
Kinder. Der erste Spatenstich erfolgte am 1.7.1951. Genau ein Jahr nach
dem ersten Spatenstich war die
Elisabethschule fertig.
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1952
- Obwohl das
Gebäude Ostern 1952 noch nicht
fertig ist, beauftragt die Regierung den Konrektor der Marienschule, Josef Kappe,
zum 1.4.1952 mit der kommissarischen
Wahrnehmung der
Rektorstelle an der Elisabethschule. Mit 250 Schülern aus
der
Blanke, die bisher die Marienschule besuchten, wird die Elisabethschule
eröffnet. Der Unterricht findet vorerst noch in den Räumen
der Marienschule statt. Nach Festlegung
des Schulbezirks kommen noch 50
Schüler, die bis dahin die Burgschule und die Schule
Frensdorferhaar besuchten, hinzu. Der Unterricht im neuen Gebäude
beginnt nach den Sommerferien mit der Einweihungsfeier am 4.8.1952. Die
Schule ist ein zweistöckiger Bau, der neben 8 Klassenräumen
je einen Physik- und Werkraum, zwei Gruppenräume, je ein Rektor-
und ein Lehrerzimmer, zwei Lehrmittelräume und ein Brausebad
enthält.
Da
die vorhandenen Räume mit 302
Schülern in 7 Klassen nicht
voll ausgelastet sind, müssen 2 Klassenräume auf
Ratsbeschluss der Ev. Blankeschule zur Verfügung gestellt werden,
die total überfüllt ist.
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1953
- In der Schule wir
das Fach Verkehrserziehung
eingeführt. Am 3.3.1953 besucht das Puppentheater "Verkehrskasper"
auch die Elisabethschule.
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1954
- Es erfolgt die
Einführung der Ganzwortmethode.
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1955
- Die Schule
besuchen 341 Schüler in 10
Klassen. Sie erhält die an die Ev. Blankeschule
"ausgeliehenen"
Klassenräume zurück.
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1957
- Da sich die
Unfälle auf dem Gildehauser
Weg häufen, übernehmen nach den Sommerferien Schüler der
Elisabethschule und der Ev. Blankeschule nach vorheriger Einweisung
durch
die Polizei die Schulwegsicherung
an der Elisabethkirche.
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1959
- Nachdem die
Schülerzahl 1958 auf 442
angewachsen war, wird die Schule um 4 Klassenräume und 2
Gruppenräume erweitert. Eine Pausenhalle verbindet Alt- und Neubau
miteinander. Die feierliche Einweihung
ist am 10.4.1959. Aufgeteilt
sind die mittlerweile 494 Kinder zu dieser Zeit in 13 Klassen. Die
Nachfolge von Konrektor Woltenmaate,
der 1955 von der Marienschule kam, übernimmt Hermann Weckenbrock.
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1961
- 1961
übersteigt die Zahl der
Schulneulinge erstmals 100: Es sind 103
Neuaufnahmen zu verzeichnen.
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1962
- Das 9. Schuljahr
wird eingeführt. Die
Klasse umfasst 16 Jungen und 24 Mädchen. Die Schülerzahl der
Schule
erhöht sich auf 646 in 18 Klassen. Da nur 12 Klassenräume
vorhanden
sind, bewilligt der Stadtrat den Anbau von 2 Klassenräumen, eines
Physiktraktes und einer Schulküche. Vorgesehen wird auch die
Errichtung einer Turnhalle. Wegen fehlender finanzieller Mittel
müssen die Baumaßnahmen vorerst verschoben werden. Dagegen
protestieren der Schulelternratsvorsitzende und der Schulleiter in
einer Pressekonferenz (GN und GT, 28.6.1963).
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1963
- 1964 - Nach den
Plänen der Stadt seit 1961 (GN,
19.12.1961) wird 1963 in der
Südblanke ein Schulgebäude
zunächst mit 4 und 1964 mit weiteren 4 Klassenräumen
errichtet, von denen die Ev. Blankeschule und die Elisabethschule je 4
erhalten.
Im Mai 1964 wird mit dem Anbau bei der Elisabethschule begonnen, 2
Monate später auch mit dem Bau der Turnhalle (GN, 20.3. und
23.5.1964). Die Einweihung der Bauten ist am 3. Dezember 1965.
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1965
- Nach den
Osterferien 1965 übernimmt Josef
Fritsch, der vorher in Dissen bei Osnabrück tätig war,
die Schulleitung und
wird am 8.5.1965 zum Rektor ernannt.
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1966
- Als erste
katholische Volksschule Nordhorns
erhält die Elisabethschule die Förderstufe.
Die Schüler
des 5. und 6. Schuljahres sind so zu unterrichten, dass diejenigen von
ihnen, die gute Leistungen bringen, ohne Schwierigkeiten in die 7.
Klasse einer weiterführenden Schule (Realschule, Gymnasium)
überwechseln können. In einer Versammlung der Pfarrgruppe St.
Elisabeth richtet Rektor Fritsch
an die Eltern den dringenden Appell,
ihre Kinder unter allen Umständen eine weiterführende Schule besuchen
zu lassen, wenn die Befähigung dazu vorhanden ist (GT, 28.1.1966).
Um
den Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich stärker
an der Gestaltung des Schullebens zu beteiligen, konstituiert sich die Schüler-Mitverwaltung.
Auf
Anregung des Schülerrates wird eine Lumpen- und
Altpapiersammlung durchgeführt. Der Erlös von 605,05
DM wird
dem "Verein Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind"
gespendet. Hierfür kauft die Lebenshilfe u.a. eine Sprossenwand
für die Tagesbildungsstätte (GN, 11.1.1967).
Die
Kurzschuljahre
1966/67 bringen enorme Schwierigkeiten:
Einschulungen sind in dieser Zeit Ostern 1966, Dezember 1966 und Sommer
1967. So erfolgt die Umstellung des Schuljahresbeginns von Ostern auf
den 1. August eines jeden Jahres.
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1967
- Es erfolgt die Umstrukturierung
der
Klassen 7 - 9 zur Hauptschule. Die Schüler
erhalten 15 Stunden Kernunterricht (Klassenunterricht) in den
Fächern Muttersprache, Sachkunde, Arbeitslehre und Religion.
Daneben werden Fachleistungskurse in Mathematik und Englisch
eingerichtet. Die Schüler werden je nach ihrem
Leitungsvermögen bzw. -stand in A-, B- und C-Kursen aufgeteilt.
Erstmals müssen alle an einer zweistündigen
Arbeitsgemeinschaft teilnehmen. Im musischen und
naturwissenschaftlichen Bereich werden Wahlpflichtkurse eingerichtet.
Um Erfahrungen zu sammeln, gilt diese Umstrukturierung zunächst
nur für die drei Klassen des 9. Schuljahrgangs. Englisch muss
zunächst unterbleiben, weil die entsprechenden Lehrkräfte
fehlen. Erstmalig absolvieren 40 Schüler der Abschlussklasse ein
Betriebspraktikum bei der Firma NINO.
Für
680 Schüler stehen 15,2 Lehrer zur Verfügung: Das Lehrer-Schüler-Verhältnis
beträgt 1:43.
Die
Entlassschüler haben das Schauspiel
von Max Frisch "Biedermann
und die Brandstifter" einstudiert und führen es am Abend
ihrer Entlassung am 16.3.1967 auf, was viel Anklang findet (GN,
18.3.1967).
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1968
- Portugiesische
Kinder kommen an die Schule. Bis
1972 ist ihre Zahl bis auf 93 angeschwollen. Nach Rezession und
Arbeitslosigkeit sinkt sie bis 1977 wieder auf 66. Ab 1971 werden die
Schüler auch
in portugiesischer Muttersprache und Landeskunde unterrichtet.
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1969
- Zum Schuljahresende 1968/69 geht Konrektor Hermann Weckenbrock in Pension; Nachfolger
wird Klemens
Tietmeyer, der bis dahin an der Pestalozzischule tätig war.
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1972
- Unter Leitung von Willi
Veen wird
im
Frühjahr 1972 ein Schulchor
gegründet. Der Chor beteiligt
sich u.a. an der
Gestaltung von Schulgottesdiensten. Anlässlich der Woche der
Blinden
tritt er erstmals öffentlich im Konzert- und Theatersaal auf.
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197
3 - Erstmals nehmen
Schüler- und
Elternvertreter an den Gesamtkonferenzen
der Schule teil. 1974
wählen die Lehrkräfte erstmals einen Personalvertreter.
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1974
- Es erfolgen
Diskussionen und Elternbefragungen
zur Errichtung einer Schule in
kirchlicher Trägerschaft. Von 85
Elternpaaren in der Blanke stimmen 67 für die Errichtung. Eine
Entscheidung wird nicht gefällt. Später wird die
Einführung einer Schule in kirchlicher Trägerschaft vom Rat
der Stadt abgelehnt.
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1977
- Die
Elisabethschule feiert ihr 25-jähriges
Jubiläum (GN, 11.5. und 14.5.1977).
Die Schule besuchen 543 Schüler in 22 Klassen. Sie werden von
18 hauptamtlichen und 7 nebenberuflichen Lehrkräften unterrichtet.
Die
Zahl der Zurückstellungen vom
Schulbesuch hat stark
zugenommen. Während es 1966 nur 4 Zurückstellungen und 2
Ausschulungen gab, besuchen im Schuljahr 1976/77 allein 13 Kinder der
Schule den Schulkindergarten.
Nach
Aussagen des Schulleiters zeigt sich eine immer größere
Zahl der Kinder verhaltensgestört.
Sie sind aggressiv, leiden
unter Versagenserlebnissen und haben eine übersteigerte
Bewegungsunruhe. Die auf 9 Jahre ausgedehnte Schulzeit macht manchem zu
schaffen, der mit der
Lernunlust nicht fertig wird.
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1979
- Die Orientierungsstufe
wird am Standort der Blanke-Schule eingerichtet. Die
Elisabethschule wird in eine Grundschule
als Katholische
Bekenntnisschule und eine Hauptschule
als Gemeinschaftsschule getrennt,
die auch die Hauptschüler aus der Blanke-Schule aufnimmt.
Beide Schulen verbleiben in dem Gebäude. Die Lehrkräfte
dürfen entscheiden, an welche Schule sie versetzt werden wollen.
Die Leitung der beiden Schulen übernimmt zunächst Rektor Fritsch, nach
seiner Beurlaubung kommissarisch der Konrektor Klemens
Tietmeyer. Die Turnhalle an der Südblankeschule wird in
Betrieb genommen.
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1981
- Schulleiter
der Grundschule wird Gottfried
Ollendiek.
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1989
- In der
Südblanke entsteht eine selbstständige
Grundschule für Schüler aller
Bekenntnisse, die Grundschule
Südblanke.
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1991
- Der
Schulträger erwägt den Umzug
der
Elisabeth-Grundschule zur Klarastraße. Die Elisabethschule
soll
zusammen mit den Räumlichkeiten der Gerhart-Hauptmann-Realschule
zusammengelegt werden. Dies wird durch
massive Elternproteste und eine -demonstration verhindert.
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1992
- Die Schulen feiern
ihr 40-jähriges
Jubiläum. Am 12.6.1992 spricht im Rahmen eines Festaktes Dr.
Sührig, Hildesheim, über das Thema: "Veränderte
Kindheit
bedingt veränderte
Pädagogik" (GN, 11. und 13. Juni 1992).
Hierzu
schreiben die
Grafschafter Nachrichten: "Die Veränderungen
in der Gesellschaft machten auch vor dem schulischen Alltag nicht
halt. Die Schule von 1952 war anders als die Schule des Jahres 1992
ist: Neue Unterrichtsverfahren tragen einem neuen Verständnis in
der Pädagogik Rechnung. Partnerschaft kennzeichnet das
Lehrer-Schüler-Verhältnis. Die strenge Schulzucht von einst
ist dem Anspruch eines schülergerechten und -orientierten
Schullebens gewichen. Freie Arbeit, Arbeitsgemeinschaften, Projekttage,
Gruppenarbeit, Partnerarbeit, flexible Unterrichtsgestaltung,
Praktikum, Wahlpflichtkurse etwa sind Begriffe, die das verdeutlichen."
(11.6.1992).
Nach
der Pensionierung von Herrn Ollendiek
und der
kommissarischen
Leitung der Grundschule durch Frau Uphaus wird Herr Gregor Niemeyer Rektor der
Elisabeth-Grundschule (GN, 22.8.1992).
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1993
- Zum
1. Februar 1993 wird die 5-Tage-Woche
eingeführt. Die
Unterrichtsstunden vom Samstag werden auf die Woche verteilt.
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1994
- Im Schuljahr
1993/94 hat die Grundschule 141
Schüler in 8 Klassen.
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1998
- In
den Schuljahren 1998/99 und 1999/2000 wird seitens der Stadt Nordhorn
vorwiegend für die Klassen 1 und 2 eine Randstundenbetreuung
angeboten. Die Kinder können freiwillig bis 13 Uhr in der Schule
bleiben. Zur Betreuung werden Erzieherinnen eingestellt. Die
Maßnahme ist jedoch für die Eltern kostenpflichtig.
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2000
- Seit
Beginn des Schuljahres 2000/01 wird die katholische Grundschule als "Verlässliche
Grundschule" geführt und nimmt außerdem
am Projekt "Lernen unter einem Dach"
teil. Sie schafft Bedingungen
für die pädagogische Weiterentwicklung in einem für
Kinder und Familien festen Zeitrahmen. Dieser Rahmen umfasst
täglich 5 Zeitstunden. Die Kinder der 1. und 2. Klassen erhalten
wöchentlich 20 Unterrichtsstunden plus 60 Minuten Betreuung auf
freiwilliger Basis. Zur Betreuung werden durch die Schule in der Regel
Erzieherinnen eingestellt. Für die 3. und 4. Klassen werden
wöchentlich 26 Unterrichtsstunden erteilt, davon 2 Stunden
Englischunterricht. Um Unterrichtsausfall zu vermeiden,
erhält jede Schule eine 5 %ige Vertretungsreserve, die aber oft
nicht ausreicht. Jede Schule soll genügend Lehrerstunden bekommen,
um den Unterricht gemäß Stundentafel zu 100 % erteilen zu
können.
Durch
das Projekt "Lernen unter einem Dach" soll erreicht werden, dass
alle Kinder mit Schwierigkeiten im Lernen, im Verhalten und in der
Sprachentwicklung nach Möglichkeit Förderung in der
Grundschule erhalten. Sonderpädagogische Angebote werden in der
Grundschule gemacht; auch Kinder, bei denen ein
sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt worden ist,
sollen möglichst in der Grundschule verbleiben, bevor sie bei
nicht ausreichendem Erfolg ab Klasse 5 in die Sonderschule
übergehen. Der zusätzliche Förderunterricht wird von
Sonderschullehrern übernommen. Dafür stehen der Schule zwei
Stunden je Klasse zur Verfügung.
Im
August 2000 führt die Bäckerei Busche einen Malwettbewerb
durch. Für jedes abgegebene Bild erhält die Schule 0,50 DM.
Insgesamt kommen bei dieser Aktion 118 DM zusammen. Von dem Geld werden
Pausenspiele für die Kinder angeschafft.
Zusammen
mit der Musiklehrerin Marlene
Aubreville
studieren die Grundschüler 20 Lieder ein, die als CD produziert
wird. Die Lieder spiegeln den ganzen Jahreslauf wider und handeln u. a.
auch vom Nikolaus und von Weihnachten. Auch auf den multikulturellen
Aspekt hat Rektor Niemeyer
dabei geachtet. Der "Bruder Jacob" ertönt gleich in sieben
Sprachen, nämlich in Englisch, Französisch, Portugisisch,
Türkisch, Niederländisch, Polnisch und Russisch. So
international ist die Grundschule besetzt (GN, 29.11.2000).
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2001
- Seit
dem Frühjahr 2001 stehen der Grund- und der Hauptschule ein
gemeinsam zu nutzender, gut eingerichteter Computerraum mit 12
Arbeitsplätzen zur Verfügung. Dadurch haben die Schüler
die Möglichkeit, sich mit den neuen Medien vertraut zu machen.
Im
Oktober 2001 wird während einer Gesamtelternversammlung ein Förderverein
gegründet. Mitgliedsbeiträge und evtl.
Spenden sollen verwendet werden für:
-
die Mitfinanzierung von pädagogisch wertvollen
Lehr- und Lernmitteln,
-
Zuschüsse für Lehrveranstaltungen wie
Fahrten zur Freilichtbühne, Theatervorstellungen etc.,
-
Zuschüsse für Projekte wie Schulfeste,
Projekttage o.ä.,
-
Mitgestaltung des Schulhofes und der schulischen
Anlagen wie z.B. Spielgeräte.
Der
Jahresbeitrag beträgt 12 €.
Erste
Aktivitäten finden auf dem Weihnachtsmarkt
auf dem
Blankeplatz im Dezember 2001 statt: Der Verkauf von
Neujahrskuchen, die einen Reinerlös von 450 € bringen. Auch der
Grundschulkinderchor tritt bei dieser Veranstaltung auf.
Bereits
seit mehreren Jahren beteiligen sich die die Kinder an der Weihnachtsaktion "Georgien".
Alle Klassen packen Pakete mit haltbaren
Nahrungsmitteln, um damit der notleidenden Bevölkerung Georgiens
zu helfen.
An
den Grundschul- Fußballturnieren
nimmt die Schule bereits seit
Jahren mit wechselnden Erfolgen teil. Im Jahre 1993 konnte die
Mannschaft erstmals dieses Turnier für sich entscheiden, ebenso
das im Jahre 2000 zum ersten Mal ausgetragene
Grundschul-Handballturnier. Auch an den jährlichen
Leichtathletikveranstaltungen im Deegfeld nehmen regelmäßig
Kinder der Schule teil. Herr Strieker
als verantwortlicher Sportlehrer hat hier besonders zu den Erfolgen
beigetragen.
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2002
- Die
Elisabeth-Grundschule hat im Schuljahr
2001/02 101 Schüler in 6 Klassen,
darunter Kinder aus Holland,
Türkei, Bosnien, Jugoslawien, Portugal, Griechenland, Albanien,
Russland und Polen. An der Schule unterrichten 7 Lehrkräfte, dazu
zwei Betreuungslehrkräfte und eine Vertretungslehrkraft In der
weiteren Entwicklung ist
zu erwarten, dass die Grundschule ein- bis zweizügig sein wird.
Die
Schulhofsanierung
beschäftigt die Schule schon seit den 80er
Jahren. Ab 1993 begannen dann die Planungen. Im Jahre 1994 hieß
es dann von Seiten der Stadt, dass die Finanzierung nicht gesichert
sei. Erst im Herbst beschließen Rat und Verwaltung der Stadt, im
folgenden Jahr mit der Sanierung zu beginnen, und zwar als
Beteiligungsprojekt. Unter Beteiligung von zwei Moderatoren aus Vechta
wird von den Schülern zusammengetragen, wie ein neu gestalteter
Schulhof aussehen soll. In einem zweiten Abschnitt werden in der
Zukunftswerkstatt die Ideen der Schüler in Modelle umgesetzt. In
einer weiteren Phase können auch Lehrkräfte Vorschläge
einbringen. In einer Sitzung, zu der auch Eltern eingeladen sind, wird
abgewogen, welche Ideen verwirklicht werden können. Anfang Januar
2002 liegt dann ein erster
Entwurf vor. Im Jahre 2002 feiern die Grundschule und die Hauptschule
ihr
50-jähriges Bestehen und erstellen hierzu eine
Jubiläumsschrift.
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2005
- Bei
der Nordhorner Schulmeisterschaft im Dreikampf
und beim Biathlon-Wettkampf,
die zum achten Mal vom Leichtathletikclub Nordhorn
ausgerichtet wurden, nehmen 130 Mädchen und Jungen mit Kindern der
3. und 4. Klassen aus 11 Nordhorner Grundschulen teil. Nordhorner
Grundschulmeister wird die Elisabeth-Grundschule (GN, 2.3.2005).
2008 - Für
die Schulausschusssitzung der Stadt Nordhorn am 2. Juli 2008 ist
folgender Tagesordnungspunkt vorgesehen:
"Schulentwicklungsplanung
der Schulen in städtischer Trägerschaft unter
Berücksichtigung des demografischen Wandels". Einzelheiten finden Sie unter:
Schulentwicklungsplanung in Nordhorn.
Der Beschlussvorschlag
lautet:
"Die Verwaltung wird beauftragt, folgende Maßnahmen vorzubereiten:
1) ...
2) Die
Grundschule Elisabeth (Konfessionsschule) wird künftig in
die Grundschule Blanke integriert. Dabei sind folgende Varianten
zu prüfen:
a) Die Grundschule Elisabeth verliert ihren
Konfessionsstatus und geht in die Grundschule Blanke auf.
b) Die Grundschule Elisabeth behält ihren
Konfessionsstatus und wird räumlich in die Grundschule Blanke
integriert.
3) ...
Begründung:
- Die Raumkapazität für beide Varianten zur Aufnahme der
Elisabeth-Grundschule an der Grundschule Blanke ist gegeben, sofern
dortige derzeitige Fremdbenutzer ganz oder teilweise aus dem
Gebäude ausziehen.
- Der Schulweg für die betroffenen Schüler ändert sich
nur geringfügig.
- Erforderliche bauliche Investitionen an der Elisabeth-Grundschule
würden entfallen.
In einer Klausurtagung am 7. November heißt es zur
Elsabeth-Grundschule.
- Grundschule
Elisabeth und
Grundschule Blanke: Ernsthafte Standortsuche für eine
verbleibende kath. Grundschule in Nordhorn.
2009 - In der Schulausschusssitzung am 29. Januar
2009 heißt es in der Beschlussvorlage:
Für
die Elisabeth-Grundschule
schlägt die Verwaltung vor, dass zum Schuljahrsbeginn 2009/10 ein
gemeinsamer Schulbezirk für die GS Blanke und die Elisabeth-GS
eingerichtet wird. Alle Kinder besuchen die GS Blanke. Zum 1. Februar
2010 wird die Elisabeth-GS mit dem Eintritt des Schulleiters in den
Ruhestand aufgelöst. Für Schüler, die eine
Konfessionsschule besuchen wollen, besteht die Möglichkeit der
Einschulung in die kath. Marienschule. Das Bistum Osnabrück ist
mit der Aufhebung der Elisabeth-GS als kath. Bekenntnisschule
einverstanden
Der Schulelternrat der
Elisabeth-GS
spricht sich dagegen für den
Fortbestand der Schule als Gemeinschaftsschule mit einem
vergrößerten Schulbezirk bis zur Denekamper Straße
aus. Es erfolgen eine Unterschriftenaktion mit mehr als 1000
Unterschriften und ein Protestzug mit rund 80 Eltern, Schülern und
Lehrern durch die Innenstadt. Da die Einrichtung einer
eigenständigen Gemeinschaftsschule aus rechtlichen Gründen
nicht möglich ist, wären die Eltern mit einer
Außenstelle der GS Blanke am Standort der Elisabeth-GS
einverstanden. Der Bürgermeister sagt eine Überprüfung
dieser gewünschten Regelung zu (GN, 20.1. und 28.1.2009).
In der Schulausschusssitzung
am 26.
März werden wichtige Weichen für die weitere
Schulentwicklung
in Nordhorn gestellt. Es werden u.a. folgende Beschlussempfehlungen
ausgesprochen:
Die Grundschule Elisabeth
soll zum nächsten Schuljahr 2009/10 aufgelöst werden. Die
Schüler wechseln zur Grundschule Blanke. Die Klassenverbände
bleiben bestehen. Es fehlt jedoch noch die Abstimmung der Eltern zur
Aufhebung der Konfessionsschule, die jedoch inzwischen ihr
Einverständnis signalisiert haben.
In
der Unterrichtungsvorlage der Stadt Nordhorn für die
Schulausschusssitzung am 20.8.2009 heißt es:
"Genehmigung der
Landesschulbehörde Osnabrück zur Zusammenlegung der
Elisabethschule (Grundschule für SchülerInnen des
katholischen Bekenntnisses) mit der Grundschule Blanke
Der Bürgermeister unterrichtet:
Mit Schreiben vom 10.07.2009 hat die Landesschulbehörde
Osnabrück aufgrund des Antrags der Stadt Nordhorn vom 25.05.2009
die Zusammenlegung der Grundschule Elisabeth (Grundschule für
SchülerInnen des katholischen Bekenntnisses) mit der Grundschule
Blanke mit Wirkung vom 01.08.2009 gemäss § 106 Abs. 7 in
Verbindung mit § 135 Abs. 3 Nds. Schulgesetz (NSchG) genehmigt. In
der Begründung heisst es u.a.:
Der Landkreis Grafschaft Bentheim als Träger der
Schulentwicklungsplanung und als Träer der
Schülerbeförderung hat den o.g. Maßnahmen zugestimmt.
Auch der Stadtelternrat sowie das Katholische Büro Niedersachsens
in Hannover haben keine Bedenken geäußert."

Ab 1. 8. 2009 besuchen keine Grundschüler die Grundschule
Elisabethschule mehr (Foto privat, 21.8.2009)
Die
Geschichte der Grundschule Elisabethschule ist beendet.
2010 - 15 frühere Schüler
der Elisabethschule feiern im 50. Jahr der Schulentlassung das Goldene Klassentreffen. Die weiteste
Anreise haben zwei Ehemalige aus Hannover (GN, 22.5.2010).
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Quellen:
- Josef Kappe,
Auszüge aus der Schulchronik der
Elisabethschule, 1962
- Festschrift zum
25-jährigen Bestehen der
Elisabethschule Nordhorn, Nordhorn 1977
- Festschrift zum
50-jährigen Bestehen der Elisabethschule, Nordhorn 2002
- Zeitungsartikel
aus der
örtlichen Presse,
im Text angegeben.
- Vorlagen aus
Schulausschusssitzungen der Stadt Nordhorn
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