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Anne-Frank-Schule
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1937 Hilfsschule, 1958 Sonderschule
für Lernbehinderte; 1999 Förderschule für Lernhilfe
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1937
- 1940 - Auf
Anordnung des Schulrates Schweer
im
Frühjahr 1937 melden die Schulen des Schulverbandes Nordhorn hilfsschulbedürftige
Schüler. Aufgrund der Ergebnisse der
Überprüfung werden
21 Schüler in eine Hilfsschulklasse eingewiesen. Unterrichtsbeginn
ist am 22.6.1937 in der Wasserturmschule. Den Unterricht übernimmt
der Hilfsschullehrer Gustav
Richter, der 1926 die
Hilfsschullehrerprüfung abgelegt hatte und seit 1932 Lehrer an der
Marienschule war. Nach den Sommerferien 1938 wird die Hilfsschulklasse
dann in einer Baracke gegenüber der
damaligen Waldschule (heute: Fr.-vom-Stein-OS) untergebracht. 1939
steigt
die Schülerzahl auf 39 Schüler. Im Februar 1940 muss sie
jedoch
aufgelöst werden, weil der Lehrer Richter zum Wehrdienst
eingezogen
wird.
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1949
- Nach
einem Erlass des Niedersächsischen
Kultusministers vom 2.2.1949 sollen an allen Schulorten mit mehr als
800 Schulkindern
eine Hilfsschule oder
Hilfsschulklassen eingerichtet werden. In
Nordhorn
können Ostern 1949 vier Hilfsschulklassen mit 151 Schülern
gebildet
werden, die getrennt nach Konfessionen in der Altendorfer Schule
(Lehrerin Crispin, 40
Schüler), der Burgschule (HiL Brieske, 32
Schüler),
der Frensdorfer Schule (HiL Ruwe,
44 Schüler) und der Marienschule (HiL Richter, 35
Schüler) untergebracht werden. Unterrichtsbeginn
ist der 26. April 1949. Im Unterricht werden hauptsächlich
Kulturtechniken
und Sachkunde vermittelt, Musisches und Sport kommen zu kurz. Es
besteht
ein Mangel an Lehr- und Lernmitteln und an Schulbüchern. Ab Herbst
1949 nehmen die Nordhorner Hilfsschullehrer regelmäßig an
den
heilpädagogischen Tagungen in Osnabrück teil. Sie werden
Mitglied
im Verband deutscher Hilfsschulen.
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1950
- Frau Crispin
bemüht sich im Alleingang -
ohne Wissen der Kollegen - bei kirchlichen Stellen und bei dem
Fabrikanten Niehues
um Unterstützung betr.
Raum- und Gebäudebeschaffung.
Sie schrieb u.a. in die Chronik:
"Anläßlich
der
goldenen Hochzeit des Fabrikherrn Bernhard
Niehues wagte die Lehrerin der Altendorfer Hilfsschulklassen
folgenden
Bittbrief:
Nordhorn, d.
26.9.50
Sehr geehrter Herr Niehues!.
Bei den Feierlichkeiten anläßlich Ihrer Goldenen Hochzeit
hörte
ich viel von den liebevoll bedachten hochherzigen Spenden, die Sie
großzügig
für gemeinnützige Zwecke gegeben haben, da kam mir der
Gedanke,
Ihre Aufmerksamkeit auf eine besondere Gruppe unserer Schulkinder zu
lenken,
auf die gehemmten, zum Teil durch ihr Schicksal so schwer
benachteiligten
Kinder der Hilfsschulklassen Nordhorns, die leider noch kein eigenes
Schulhaus
haben, wie es für sie im Interesse einer wahrhaft fördernden
Betreuung und Erziehung notwendig ist, sondern getrennt in 4 x 2
Klassen
als Anhängsel 4 großer Schulsysteme ein sehr
stiefmütterliches
Dasein führen. Es sind in der Mehrzahl Kinder von Fabrikarbeitern
in
elenden Verhältnissen, und diese Kinder gilt es dahin zu bringen,
daß
sie einmal selbst ihren bescheidenen Lebensunterhalt erwerben
können
und nicht der Allgemeinheit zur Last sein müssen. Ich wage hiermit
die große Bitte auszusprechen, durch eine besondere Spende den
Bau
einer Hilfsschule ermöglichen zu wollen. Verzeihen Sie mir bitte,
daß
ich Sie so anzubetteln wage! Die Not dieser Kinderseelen ist so
groß,
daß ich mir den Mut dazu nahm. Ich bin natürlich gern
bereit,
Ihnen im Interesse dieser Angelegenheit im gewünschten Falle Rede
zu
stehen.
Nehmen
Sie meine besten Wünsche zur Goldenen Hochzeit für
Ihre ganze Familie und Sie selbst mit all den dankbaren Wünschen
der Sie hoch Schätzenden dahin, sehr geehrter Herr Niehues!
Ich
bin mit
vorzüglicher Hochachtung
Ihre Elisabeth Crispin
Lehrerin der Hilfsschulklassen Altendorf,
Stadtring 41 III"
Die
Bemühungen der Lehrerin bei den
verschiedenen Stellen blieben erfolglos.
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1952
- Aus
den vier Hilfsschulklassen werden zwei
selbstständige Hilfsschulen gebildet:
- die "Hilfsschule West" mit den Standorten Marienschule und
Frensdorfer Schule (4 Klassen, 4 Lehrer, 88 Schüler,
Leiter: Herr Richter),
- die "Hilfsschule Ost" mit den Standorten Altendorfer Schule und
Burgschule (3 Klassen, 3 Lehrer, 60 Schüler, Leiter:
Herr Ruwe).
Es tritt kein wesentlicher Fortschritt ein: Die Schüler bleiben
weiterhin nach den beiden Konfessionen getrennt, statt eine Gliederung
nach Jahrgängen einzuführen. Es besteht weiterhin Raumnot.
Die
Schulen haben keine Werk- , Gruppen- und Sporträume.
Nach
damaliger Aussage mangelt es bei den zuständigen Stellen
zumindest an einem gemeinsamen Willen, die Raum- und Gebäudefrage
sowie die leidige konfessionelle Frage zu lösen. Auch die
Lehrerschaft
der beiden Schulen zieht nicht an einem Strang.
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1958
- Von
1952 bis 1958 sinkt die
Schülerzahl von
148 auf 112 Schüler, die Zahl der Lehrer von 7 auf 5.
Am 30.9.1958 tritt der Schulleiter der Hilfsschule West, Hauptlehrer Richter in den
Ruhestand. Wegen Lehrermangels unterrichtet er jedoch
nebenamtlich mit halber Stundenzahl weiter.
Auf
Anordnung des Schulrates Kollmann
werden die beiden Schulen danach
im Herbst 1958 zusammengelegt.
Seine schriftlichen Informationen an die
Vertreter der Konfessionen sowie seine mündliche Unterrichtung in
Elternzusammenkünften bewirken, dass Verständnis für die
Maßnahme aufgebracht wird. Gleich am ersten Tage kann der Leiter
der
neuen Schule, Hauptlehrer Ruwe,
melden, dass alle Schüler sich in
der
Frensdorfer und in der Marienschule, so wie sie bestellt waren,
eingefunden
haben.
Der
Unterricht wird
nicht mehr getrennt nach Konfessionen, sondern nach Schuljahrgängen
getrennt, erteilt. Der Sitz des Schulleiters
wird die Marienschule. Er darf das Konrektorzimmer mit benutzen. Hier
stehen 3 Behelfsklassenräume und ein kleiner Lehrmittelraum, in
der Frensdorfer Schule zwei Klassenräume für die 5 Klassen
mit 112 Schülern zur Verfügung. Sie werden von 4 vollen und
einer halben Lehrkraft (Herr Richter)
unterrichtet. Ab 1958 erhält die Hilfsschule in Niedersachsen
offiziell die
Bezeichnung "Sonderschule".
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1961
- Das
Lehrerkollegium hatte schon 1959 bei der
Stadt Nordhorn beantragt, der Sonderschule ein eigenes Gebäude zur
Verfügung zu stellen. Aber erst im August 1961 wird in einer
Ratssitzung darüber gesprochen. Die Stadt hat vor, die
Gebäudefrage der Sonderschule erst nach dem Neubau der
Berufsschule zu lösen. Der Schulleiter Ruwe weist auf die Gefahr
hin, dass die Sonderschule sich rückwärts entwickeln
könne
- zum Schaden der Kinder, die einer Sonderausbildung bedürfen,
- zur Belastung der Volksschulen,
- zum Nachteil der öffentlichen Hand.
Hauptlehrer Ruwe erklärt: "Kinder, die in einer für sie nicht
geeigneten Schule in acht langen Jahren täglich in drei bis
fünf Stunden erleben, dass sie weniger leistungsbereit sein
können zu schulischer Leistung als 30 bis 40 Mitschüler und
die acht lange Jahre mehr oder weniger offen unter Nichtrespektierung
seitens ihrer Altersgenossen leiden, müssen seelisch unfreie und
charakterlich fehlgeleitete Jugendliche werden" (GN, 12.8.1961).
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1962
- Die
Schule hat 150 Schüler,
die in 7
Klassen unterrichtet werden. Es stehen jedoch nur 6 Klassenräume
zur Verfügung - ein Raum kommt in der Marienschule hinzu. Es
mangelt weiter an Werk-
und Sporträumen, Gruppen- und Nebenräumen. Musisches und
körperliche Ertüchtigung kommen zu kurz. Auf einen Lehrer
kommen 34 Schüler.
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1965
- Am
1.4.1965 übernimmt Hans
Hey, die Leitung der
Sonderschule. Herr Hey
legte 1952 sein Lehrerexamen an der Päagogischen Hochschule in
Lüneburg ab und war vorher Konrektor an der Sonderschule in
Verden. Er wird
Nachfolger von Herrn Ruwe,
der seit 1949 in Nordhorn
Sonderschüler unterrichtete, ab 1952 die Sonderschule Ost und ab
1958 die Sonderschule Nordhorn leitete.
Die
Stadt hat die Absicht, die Sonderschule
im alten
Mittelschulgebäude auf der Alten Maate unterzubringen. In
einem
Gutachten hierzu kommt Prof. Dr. Schomburg, der Leiter des
Heilpädagogischen Instituts Hannover, zu dem Ergebnis, dass der
erforderliche heilpädagogische Unterricht nur in einem
entsprechend gestalteten Neubau erfolgreich
durchgeführt werden
kann. Bei einer voraussichtlichen Schülerzahl von 200 ( 5 %
von 40.000 Einwohnern) werden 10 bis 12 Klassenräume und eine
Vielzahl
von Nebenräumen benötigt (GN, 8.9.1965). Auch die
Schulräte
Thielke und Kollmann setzen sich für den Neubau einer Sonderschule
ein (Thielke: GN, 21.8.1964; Kollmann: GN, 4.12.1965).
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1966
- Der Rat der Stadt beschließt, dass die Sonderschulfrage endgültig nur
durch einen Neubau gelöst
werden kann. Der Verwaltungsausschuss wird beauftragt, die
Verwirklichung und Finanzierung des Vorhabens zu prüfen und dem
Rat entsprechende Empfehlungen vorzulegen (GN und GT, 25. 2. 1966).
Seit
Schuljahrsbeginn findet der
Sonderschulunterricht für zwei Klassen im Gemeindesaal der
reformierten Kirche an der Friedrich-Ebert-Straße statt
(GN, Mai
1966).
Ein
14-jähriger Sonderschüler rettet einen16-jährigen
Jugendlichen aus der Gefahr des
Ertrinkens aus dem Nordhorn-Almelo-Kanal, als dieser den Kanal
durchschwimmen wollte (GN,
11.5.1966).
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1967
- Die
Sonderschule zieht in das alte Schulgebäude
der
Mittelschule auf der Alten Maate um, das jedoch
schon wieder zu klein ist. Vor allem fehlen die erforderlichen
Spezialräume (GT, 7.7.1967).
Der
erste Nordhorner
Sonderschullehrer, der Sonderschulhauptlehrer i.
R. Gustav Richter,
der 1937 seine Arbeit in einer Sonderschulklasse
begann, 1958 offiziell pensioniert wurde und 9 Jahre noch weiter mit
halber Stundenzahl an der Sonderschule unterrichtete, wird von Schulrat
Kollmann
endgültig in den Ruhestand verabschiedet (GT, 14.9.1967).
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1973 - Am
31.10.1973 wird an der
von-Behring-Straße die neue Anne-Frank-Schule
eingeweiht. Das
Schulgebäude entspricht voll den Anforderungen, die für einen
erfolgreichen sonderpädagogischen Unterricht Voraussetzung sind.
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Das Bild
zeigt den Eingangsbereich der neuen Anne-Frank-Schule.
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1978
- Die
Anne-Frank-Schule führt einen "Tag
der
offenen Tür" durch und bietet zahlreiche
Schülerarbeiten zum
Verkauf an. Dadurch bemühen sich der "Verein zur
gemeinnützigen Förderung der Sonderschüler e.V." in
Nordhorn und die Anne-Frank-Schule, die in der Öffentlichkeit
vielfach vorhandenen negativen Urteile gegenüber lernbehinderten
Kindern abzubauen (GN,22.6.1978).
Prof.
Dr. Ernst Westphal,
Universität Oldenburg, spricht zur
Eröffnung
über das Thema: "Lernbehinderung - eine Herausforderung
öffentlicher
und privater Verantwortlichkeit" (GN, 26.6.1978).
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1980
- Das "Berufsvorbereitungsjahr"
(BVJ), das ab 1980
an den Berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, gibt den
Sonderschülern nach Aussagen in den Grafschafter Nachrichten eine
gute Chance, auf diesem Wege den Grundstein für eine berufliche
Ausbildung zu legen. Nach dem Besuch des BVJ sind die Chancen
wesentlich größer, das Berufsbildungsjahr erfolgreich
abzuschließen und eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden (GN,
25.10.1978).
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1987
- Ein
neuer Erlass regelt den Einsatz von
Sonderschullehrern an Grundschulen mit dem Ziel, möglichst
frühzeitig Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten
bei Schulkindern zu erkennen und durch entsprechende
Fördermaßnahmen zu mildern oder ganz zu beheben (GN,
22.6.1987).
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1989
- Nach
24 Jahren in Nordhorn wird der Sonderschulrektor
Hans Hey
mit Erreichen der Altersgrenze in den
Ruhestand verabschiedet (GN, 20.7.1989).
Herr
Hans Hey
wurde am 1.4.1965 Schulleiter der
damaligen Sonderschule Nordhorn, an der er erfolgreiche Arbeit
leistete. 1967 zieht die Schule in das alte Schulgebäude der
Mittelschule auf der alten Maate um, die jedoch zu klein ist und keine
Spezialräume besitzt. Durch seinen Einsatz wird das Schulgebäude an der
van-Behring-Straße errichtet, das alle Voraussetzungen
für einen erfolgreichen sonderpädagogischen Unterricht
besitzt. 1973 kann das Gebäude bezogen werden. Die Schule
erhält den Namen
"Anne-Frank-Schule".
Neben dem Aufbau und der inhaltlichen Gestaltung der Schule ist Herr Hey auch kommunalpolitisch aktiv. Von 1968
bis 1991 war er Mitglied des Rates
der Stadt Nordhorn, von
1972 bis 1991 im Verwaltungsausschuss der Stadt. Von 1972 bis 1974 und von 1986 bis 1991 war er
Stellvertretender Bürgermeister. Anschließend wurde
er zum Ehrenbeigeordneten der Stadt ernannt.
Herr Hey gehörte
von 1976 bis 1991 dem Kreistag des
Landkreises Grafschaft Bentheim
an und war Mitglied zahlreicher Kreistagsausschüsse. Er bekleidete
ab 1968 viele kirchliche
Ehrenämter und war viele Jahre Mitglied des
Kirchenvorstandes der ev.-luth.
Kreuzkirchengemeinde und der Synode der
Ev. luth.
Landeskirche. Er gehörte dem Kuratorium des Klosters
Frenswegen an.
Herr Hey ist
Träger des Verdienstkreuzes
am Bande der Bundesrepublik Deutschland und Träger des Ehrenringes der
Stadt Nordhorn.
Nach längerer Krankheit stirbt Herr
Hans Hey
am 25. Dezember 2009. Einen Nachruf über sein Lebenswerk von
Thomas Kriegisch aus den Grafschafter Nachrichten finden Sie unter L-C-Hey.html.
Sein
Nachfolger nach
seinem Eintritt in den Ruhestand wird der
bisherige Konrektor der Schule, Ludwig
Hofmann, der im November 1989 zum Sonderschulrektor ernannt und
in sein
neues Amt eingeführt wird (GN, 28.11.1989).
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1994
- Im
Schuljahr 1993/94 hat die Schule 130
Schüler in 14 Klassen. Es stehen 16 Klassenräume, 9
Fachräume und eine dreiteilige Turnhalle zur Verfügung.
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1998
- Durch die Initiative "PC in
die Schulen"
der Grafschafter Sparkassenstiftung erhalten fünf Schulen einen
Klassensatz mit je 11 neuen Computern. Ziel der Aktion ist es, die
Schüler besser auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten,
wo Computeranwendungen zunehmend an Bedeutung gewinnen. An der
Anne-Frank-Schule sollen nach der Einrichtung eines neuen
Computerraumes
Fortbildungen für Lehrer angeboten werden, die von kompetenten
Lehrern geleitet werden (GN,22.7.1998).
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1999
- Gemeinsam
mit der Burgschule in Neuenhaus beantragt die
Anne-Frank-Schule die Teilnahme am sonderpädagogischen Projekt
"Lernen unter einem Dach". In diesem Schulversuch werden
teilnehmende
Grundschulen mit einem festen Kontingent an
Förderschullehrerstunden versorgt. Im Rahmen dieser
"Sonderpädagogischen Grundversorgung" sollen Kinder mit
sonderpädagogischem Förderbedarf an der zuständigen
Grundschule bleiben und hier sonderpädagogisch gefördert
werden. Eine Umschulung an die Förderschule soll erst nach der
Grundschulzeit erfolgen. Teilnehmende Grundschulen sind: Grundschule
Blumensiedlung, Grundschule Pestalozzischule, Grundschule Klausheide.
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2005
- Die Sonderpädagogische
Grundversorgung wird auf weitere Grundschulen ausgedehnt:
Grundschule Marienschule, Grundschule Brandlecht,
Grundschule Burgschule.
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2006
- Unter
der Leitung von Fußball-Lehrwart Helmut Loeks treten 50
Schülerinnen und Schüler der Schule an, um das DFB-Abzeichen
zu erwerben. Die zehn- bis sechzehnjährigen Schüler
müssen sieben Übungsstationen bewältigen. Alle
absolvieren die Übungen mit Begeisterung und Engagement und
erhalten zur Belohnung neben einer Urkunde Sachpreise. Die Schule
bietet nun schon zum fünften Mal den Erwerb des DFB-Abzeichens an
(GN, 18.10.2006).
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2007
- Zum
Schuljahrsende 2006/07 tritt der Schulleiter der Schule, Ludwig Hofmann, in den
Ruhestand. Er wird von Herrn Regierungsschuldirektor Heinrich Gerdes in einer
Feierstunde verabschiedet. Konrektor Georg Nau charakterisiert
ihn als einen Vorgesetzten, der "sich die Zeit nahm, mit den Kollegen
Probleme zu besprechen oder bei Entscheidungen zu helfen". Ludwig Hofmann trat seinen
Dienst 1969 an der Anne-Frank-Schule an, wurde 1975 Konrektor und war
seit 1989 Schulleiter der Schule. Er hat maßgeblich am Aufbau und
an der Entwicklung der Schule mitgearbeitet. In seinen letzten
Amtsjahren setzte er sich besonders für den Schulversuch
"Regionales Integrationskonzept" ein, der zum neuen Schuljahr in einen
unbefristeten Regelzustand umgewandelt wird. Am 1. August tritt Josef Lakeberg, derzeit
Schulleiter der Förderschule Meppen, die Nachfolge von Herrn Hofmann an (GN, 21.7.2007).
Förderschulrektor Josef
Lakeberg
wird dann am 23.11.2007 offiziell in sein Amt eingeführt. Er hat
schon seit 1981 fast 20 Jahre lang an der Schule unterrichtet, bevor er
2000 nach Meppen ging. Die zuständige Dezernentin der
Landesschulbehörde, Frau Ursula
Hertrampf-Müller, würdigt ihn als innovativen und
qualifizierten Pädagogen. Als engagierter Lehrer habe er
wesentlichen Anteil an der konzeptionellen Weiterentwicklung der
Sonderschulpädagogik. Sein bisheriges Wirken lasse viele neue
wertvolle Ideen zu Weiterentwicklung der Schule erwarten (GN,
24.11.2007).
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2008
- Die Anne-Frank-Schule wird auf Antrag
zum Schuljahr 2008/2009 Ganztagsschule.
Nach langer Vorbereitung und
intensiver Diskussion wurde der Antrag im November 2007 gestellt. Die
Genehmigung erfolgte im Frühjahr 2008. Die Schule erhält von
der Landesregierung zusätzliche Lehrerstunden, die kapitalisiert
werden müssen. Mit diesem Geld müssen Kooperationspartner
bezahlt werden, die im Rahmen der Ganztagsbetreuung
Freizeitaktivitäten anbieten. Zusätzlich bietet die Schule
eine Mittagsverpflegung und eine Hausaufgabenbetreuung an. Der
Landkreis unterstützt die Schule durch bauliche Maßnahmen
und Zuschüsse für die Ausstattung.
Mit
Beginn des Schuljahres
2008/2009 wird die Sonderpädagogische
Grundversorgung ausgeweitet:
Die Grundschule Lohne,
die Sünte-Marien-Schule in Wietmarschen
und die Grundschule Stadtflur nehmen
auf Antrag an dem Vorhaben teil. Im Einzugsbereich der
Anne-Frank-Schule nehmen bis auf eine Schule inzwischen
alle Grundschulen teil.
2009 - Die Kreissparkasse Grafschaft
Bentheim zu Nordhorn hat erneut die Förderung heimischer
Schüler übernommen. Dadurch kann die Anne-Frank-Schule die Keyboard-Klasse mit zehn
Schüler- und einem Lehrer-Keyboard ausstatten. Noch in diesem Jahr
soll es die ersten gemeinsamen Aufführungen zu verschiedenen
Anlässen wie Schulentlassungs-, Einschulungs- oder
Weihnachtsfeiern geben (GN, 5.5.2009).
Die
Schule hat für die Computerarbeit im Unterricht neue Notebooks als kompletten Klassensatz
aus Mitteln des Konjunkturpaketes II der Bundesregrung
angeschafft. Die Geräte können im Unterricht zum Beispiel
für das übende Lernen oder die Arbeit mit der
Textverarbeitung eingesetzt werden. Die Schüler können auch
vom Klassenzimmer aus auf das Internet zugreifen (GN, 1.10.2009).
Fünfzehn
namhafte Nordhorner Betriebe spendeten insgesamt 2.500 Euro, um den
Sportunterricht der Schule durch neue
Sportgeräte zu
fördern. Die Schüler der Klasse 6 b versammelten sich in der
Nordhorner Innenstadt, um Herrn Paul Scholand, der als
Stellvertreter der 15 Sponsoren die Geräte übergab, für
die großzügige Spende zu danken. Der Sportobmann der Schule Manfred Schneider
schließt sich dem Dank im Namen der Schule an (GW, 7.10.2009).
83
Schüler von drei Nordhorner Schulen, der Frensdorfer Schule, der
Elisabethschule und der Anne-Frank-Schule, nehmen an einer vertieften
Berufsorientierung für zwei Wochen in den Werkstätten
des BTZ (Berufsbildungs- und
Technologiezentrrum des Handwerks) teil.
Während einer theoretischen
Eignungsfeststellung an den ersten
beiden Tagen werden vorhandene soziale Fähigkeiten und Kompetenzen
von
qualifizierten Sozialpädagogen getestet und beurteilt. Danach geht
es
in drei ausgewählte Werkstätten, die jeweils an zwei
bzw. zweieinhalb
Tagen durchlaufen werden. So müssen die Schüler in der
BTZ-Metallwerkstatt mit Metall, Feile und Hammer, in der Bauhalle mit
Steinen und Mörtel und bei den Malern und Lackierern mit Pinsel
und
Farbe arbeiten. Weiterhin können sie sich als Friseure,
Elektroniker,
Tischler ausprobieren oder als Anlagenmechaniker mit dem Bereich
Sanitär - Heizung - Klima auseinander setzen.
BTZ- Geschätsführer Tilman
Stürmer zeigt sich überzeugt, dass das Handwerk auf
diese Weise guten Nachwuchs bekommen kann. Durch die vom Bundesinstitut für Berufsbildung
(BIBB) und der Stadt Nordhorn
geförderten
Maßnahme würden "bei den Schülern die realistischen
Vorstellugen von
der Arbeitswelt sowie von den eigenen Fähigkeiten und Interessen
gefördert",erläutert Projektmanager Rainer Spiekmann.
Ein weiteres Ziel liege darin, die Motivation für einen guten
Schulabschluss zu steigern und damit die Aussichten auf einen
Ausbildungsplatz zu erhöhen. Weitere Informationen im Internet
unter: www.btz-handwerk.de
. (GN,24.11.2009)
2010
- Niederländisch-Unterricht
Schüler der Anne-Frank-Schule bekommen jetzt die Möglichkeit,
Niederländisch zu lernen. Sprachtrainer, die das erfolgreiche
Sprachenkonzept von "Englandhouse Sprachschulen" in der
freien Wirtschaft unterrichten, bekommen jetzt eine Schulung, damit
sie das für Schüler speziell entwickelte Konzept umsetzen
können. Die Schüler können jetzt professionell mit
Spaß und viel Geduld die niederländische Sprache erlernen.
(SZ, 14.2.2010)
DFB-
Sportabzeichen-Wettbewerb
40
Schüler der Schule beteiligen sich am DFB-
Sportabzeichen-Wettbewerb.
Bei der Siegerehrung werden alle Schüler mit Urkundengeehrt.
Acht Schüler erringen die Bronzemedaille
des DFB. (SZ,
13.6.2010)
2011
- "Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2010"
Rund 60.000
Schüler der 5. bis 11. Jahrgangsstufen nahmen am "Schülerwettbewerb zur politischen
Bildung 2010" teil. Als einzige Klasse der Grafschaft
konnte sich die 8 a der
Anne-Frank-Schule einen Preis der Ausschreibung sichern
und erhielt einen der 4. Preise für die 5. bis 8. Klassen.
(GN, 25.3.2011)
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Weitere Informationen
zur Anne-Frank-Schule finden Sie im Internet:
Quellen:
- Hermann Ruwe,
Auszüge aus der Schulchronik der Sonderschule
Nordhorn, 1962
- Informationen
des
Schulleiters Lakeberg, 2008
- Artikel aus der
örtlichen Presse, Fundstellen im Text
angegeben
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