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2010
- Gründung
der neuen Schule
Die
Schule wird zum 1.2.2010 aus der bisherigen Elisabeth-Hauptschule
und der
bisherigen Gerhart-Hauptmann- Realschule
zusammengefasst. Sie trägt zunächst den vorläufigen
Namen "Haupt- und Realschule
Nordhorn-Süd". Bis Anfang 2011 soll
nach Aussage des Schulleiters ein "nachhaltiger Name" gefunden werden.
Einführung
der neuen Schulleitung
Am 12. Mai 2010 werden in ihre
Ämter an der neuen Schule eingeführt: André Mülstegen
als Schulleiter, Cäcilie Zeidler als Konrektorin und Norbert Peinert als Konrektor der Realschule.
Regierungsschuldirektor Udo
Tiemann geht bei der Einführung auf
die Gründe der Zusammenlegung der beiden bisherigen Schulen ein
und spricht von der Chance einer individuellen Schulentwicklung
für die HRS, von vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und
der Optimierung von Stunden- und Lehrerressourcen. Herr Tiemann spricht
die Hoffnung aus, dass die Kollegien bald zusammenwachsen und die
Schule gemeinsam gestalten werden.
.Der
neue Rektor André
Mülstegen kommt von außerhalb. Studiert hat er in
Osnabrück die Fächer Mathematik, Physik und Biologie. Nach
dem zweiten Staatsexamen unterrichtete er zunächst an der
Kooperativen Gesamtschule Neuenhaus, bis er 2006 in Folge der
Auflösung der KGS zur Realschule Neuenhaus wechselte. Diese
Erfahrungen in unterschiedlichen Stationen, sollten – so Tiemann – sehr hilfreich
für die neue Aufgabe sein.
Die neue Konrektorin Cäcilia Zeidler lehrte
unter anderem an der Pestalozzi-Sonderschule in Lingen und an der
Haupt- und Realschule in Wietmarschen-Lohne. Dort war sie, bis zur
Auflösung der Schulform, auch drei Jahre als Leiterin der
Orientierungsstufe tätig. 2004 wurde Zeidler an die
Elisabeth-Hauptschule versetzt. Zeitgleich trat sie dort das Amt der
Konrektorin an. Nach dem Ausscheiden des bisherigen Rektors war sie ab
2008 kommissarische Leiterin der Hauptschule.
Den Dienstposten des
zweiten Konrektors besetzt Norbert
Peinert. Erfahrungen hat er unter anderem als Dozent für
Erwachsenenbildung an einem Privatinstitut und als Lehrer an der
Eylardusschule in Gildehaus gesammelt. Seit 2001 unterrichtete er an
der Gerhart-Hauptmann-Realschule. Als Vertrauens- und Beratungslehrer
sei Peinert von Schülern und Lehrkräften gleichermaßen
hoch geschätzt, betont Tiemann.
Abschließend
bedankte sich Mülstegen
für die „herzliche Begrüßung“ und das Zutrauen, das ihm
schon vor Dienstantritt entgegengebracht worden sei. Die Führung
der neuen Haupt- und Realschule Nordhorn Süd sei für ihn eine
Herausforderung, aber auch eine Chance. Gemeinsam mit dem
Lehrerkollegium hoffe er, eine angemessene Förderung der Real- und
Hauptschüler zu gewährleisten. (GN, 14.5.2010)

Dies ist der Plan zur Umgestaltung des Atriums (Quelle: Homepage der
Schule: www.erstestun.de; dort
finden Sie auch erste Fotos der Neugestaltung)
Entwicklung
eines Leitbildes
Die Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd besuchen 400
Realschüler, die nach wie vor im Gebäude der
Gerhart-Hauptmann-RS beschult werden, und 150 Hauptschüler in der
Elisabeth-Hauptschule. Auf Beschluss der Gesamtkonferenz wird eine
Steuergruppe aus Lehrern, Schülern und Eltern gebildet. Ihre
Aufgabe ist es, ein Leitbild der
neuen Schule zu entwickeln, durch das die beiden Schulzweige
stark miteinander verzahnt werden. Nach den Sommerferien werden die 5.
und 6. Klassen beider Schulzweige gemeinsam in der Gerhart-Hauptmann-RS
untergebracht. Auf Dauer soll der ehemalige
Realschulstandort ausgebaut und im Gebäude der Elisabeth-HS
kein Unterricht mehr erteilt werden. Nach Ansicht des Schulleiters soll
das sprachliche Profil der
Schule gestärkt werden. Neben einer Verstärkung des
Niederländisch- und Französisch-Unterrichts soll eine
Spanisch-AG eingerichtet werden. Deutsch und Englisch sollen als
Wahlpflichtfächer den Haupt- und Realschülern die
Möglichkeit geben, sich intensiver mit diesen Sprachen zu
befassen. Außerdem wird die Einrichtung eines offenen Ganztagsbereichs ins Auge gefasst.
Der Jugendtreff "Auf der Blanke" im Gebäude der
Gerhart-Hauptmann-RS und die Elisabeth-HS könnten beim Aufbau des
Ganztagsangebotes wichtige Funktionen übernehmen. (GN, 1.6.2010)
Kooperationsverträge
Die Deutsche Bank und die H/R
Nordhorn-Süd unterzeichnen einen Kooperationsvertrag im Rahmen der
Initiative "Finanzielle Allgemeinbildung". Geplant sind mindestens zwei
Unterrichtsbesuche im Jahr, die ein Mitarbeiter der Deutschen Bank in
Absprache mit dem verantwortlichen Lehrer gestaltet. Die Schule ist
bereits eine Partnerschaft mit der
Firma RKW in Nordhorn eingegangen, die den Bereich
Dienstleistungen abdeckt. (GN, 19.6. und SZ, 20.6.2010)
Planspiel
"Kinderstadt
NOHhausen"
Schon jetzt
einmal erleben, wie es in
der "Welt der Großen" zugeht, konnten 90 Nordhorner Kinder im
Rahmen des Planspiels "Kinderstadt
NOHhausen" erleben. Sie bauten sich ihre eigene Stadt auf,
wählten Rat und Bürgermeister und erlebten wirtschaftliche
Zusammenhänge hautnah. Bereits zum zweiten Mal hat die Stadt
Nordhorn das Planspiel im Schulzentrum Süd organisiert. Viele
Kinder aus der Blanke nahmen am Angebot teil, aber auch Teilnehmer aus
anderen Stadtteilen Nordhorns waren unter den Bewohnern HOHhausens
vertreten. (GN, 19.10.; GW, 20.10.2010)
Einrichtung
einer "Offenen Ganztagsschule"
Mit Zustimmung
der Gesamtkonferenz der
Schule, des Schulvorstandes, des Schulelternrates, der
Schülervertretung und der Stadt Nordhorn wird der Antrag auf Einrichtung einer "Offenen Ganztagsschule" bei
der Haupt- und Realschule Süd in Nordhorn dem
Niedersächsischen Kultusministerium zugeleitet. Auf die eigentlich
notwendigen Lehrerstunden wird dabei verzichtet. Schulleiter Mühlstegen stellt im
Schulausschuss das geplante Konzept vor und führt neben
pädagogischen auch strukurelle Gründe an. Zugleich
behält sich die Gesamtkonferenz jedoch alternativ eine Option auf
die Umwandlung in eine Oberschule vor. Der Bericht von
Schulleiter Mühlstegen vor dem Schulausschuss ist als Einzelbericht beigefügt. (GN,
2.12.2010; siehe auch: Homepage
der Schule
Schulsozialpädagoginnen
Gewaltbereitschaft
und Aggressionen nehmen zu, Toleranz und Respekt hingegen ab. Diese
Entwicklung stellen die Schulsozialpädagoginnen
an den Schulzentren Deegfeld, Mitte und Süd bei
Teilen der Hauptschüler fest. Von einer Zunahme der
"Verhaltensauffälligkeiten" und einer Verrohung der Gesellschaft
ist
die Rede. Umso mehr Bedeutung kommt so der Arbeit der
Sozialpädagoginnen zu, die Kindern und Jugendlichen soziale
Fähigkeiten
und Kompetenzen als Grundlage für Ausbildungsfähigkeit und
Berufsreife
vermitteln sollen. Eine Broschüre informiert über die Arbeit
der
Sozialpädagoginnen an Nordhorns Hauptschulen. Sie ist im Schulamt,
im
Rathaus und an den Schulen erhältlich. (GN, 3.12.; GW, 8.12.2010)
Foto:
Meistermann, GW
Das Foto zeigt die drei Schulsozialpädagoginnen Maike Körnig, Friedegard Kraske und Jaqueline Griffin
mit der Fachbereichsleiterin Kultur und Schulen, Cornelia Baumann (von
rechts).
2011
- 40-jähriges
Dienstjubiläum
Die beiden
Realschullehrer Germund
Kähler und Rainer
Kumlehn feiern ihr 40-jähriges
Dienstjubiläum. Schulleiter Andre Mühlstegen
überreicht ihnen die Dankesurkunden des Landes Niedersachsen. (GN,
4.1.2011)
Ablehnung
der Neuregelung der
Schulbezirke für die Haupt- und Realschulen
Die
SPD-Mitglieder in der
Schulausschusssitzung der Stadt lehnen den Vorschlag der
Stadtverwaltung zur Neuregelung der
Schulbezirke für die Haupt- und Realschulen ab. Sie
richten sich besonders dagegen, dass der Schulbezirk für das
Schulzentrum Süd so verändert werden soll, dass dort
weniger Schüler zur Schule gehen als in den anderen beiden
Schulzentren Mitte und Deegfeld. Es dürfe im Bildungsbereich nicht
ausschließlich um die optimale Auslastung von
Raumkapazitäten und einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise
gehen. Wichtiger sei, dass optimale Lernbedingungen für alle
Schüler vorliegen. Durch den Vorschlag der Verwaltung würden
die Kinder aus der Blanke benachteiligt werden, weil durch geringere
Schülerzahlen z.B. das Angebot der AG´s und der
Wahlpflichtfächer verkleinert werden würde (GW,
2.3.2011). Der Schulausschuss spricht sich geschlossen gegen die
Vorlage der Verwaltung aus.
Start des Ganztagsbetriebes
Pünktlich
zum kommenden Schuljahr
startet an der HRS der Ganztagsbetrieb.
Das Nachmittagsangebot wird drei
Säulen umfassen: Da werde es zum einen das Mittagessen geben, zum zweiten individuelle Förderung durch
Hausaufgabenhilfe und Förderkurse, bei denen die Kinder
gezielt in kleinen Gruppen lernen könnten. Als dritte Säule
geplant sei das Angebot an Arbeitsgemeinschafteten,
bei denen die Schüler ihren Neigungen nachgehen könnten. Das
bereits bestehende Nachmittagsangebot am Schulzweig Hauptschule werde
mit in das Ganztagsangebot einfließen. (GN, 1.6,2011)
Schulpastorales
Projekt
Die Auseinandersetzung
mit Glaubensfragen, aber auch Zeit und Raum für Meditation und
Gebet soll ein neuartiges Projekt
ermöglichen, das ab
August an der HRS beginnt. Das vom katholischen Bistum
Osnabrück getragene schulpastorale Projekt steht hier unter
ökomenischen Vorzeichen, denn die dort eingesetzte Projektlehrerin
ist die evangelische Religionslehrerin Christine Dembeck. An dem
Projekt sind neun Schulen beteiligt, darunter die HRS als einzige
Schule in der Grafschaft Bentheim. GN, 9.6.2011)
Sammlung
für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge
Aus
sechs Schulen kamen die engagierten Jugendlichen, die sich auf ihre
Art für die Volkerverständigung eingesetzt haben. Die 150
Sammler, die 2010 in der Grafschaft Bentheim "von Haus zu Haus "
gegangen waren, sammelten mehr
als 13.000 Euro für den Volksbund Deutscher
Kriegsgräberfürsorge. Unter den
Sammlern
waren - wie auch in den vergangenen Jahren - zahlreiche Schüler
aus der H/R Süd in
Nordhorn, des Lise-Meitner-Gymnasiums
Neuenhaus, der RS
Emlichheim, des Schulzentrums
Lohne,
der Freiherr-vom-Stein-RS
Nordhorn und
des Burg-Gymnasiums Bad
Bentheims. Zu Beginn der
Ehrung im Sitzungssaa des Landkreises wurde der Nordhorner Wolff-Rüdiger
Kopper mit der Spinoza-Medaille ausgezeichnet. Kopper,
der dem Volksbund seit mehr als 20 Jahren verbunden ist, hatte
als Leiter der Freiherr-vom-Stein-RS über viele Jahre hinweg die
Sammlung der Schüler organisiert und begleitet. "Wir
brauchen solche engagierten Leute wie Sie", machte abschließend Landrat Kethorn deutlich.
"Seien
Sie auch in Zukunft weiter dabei", so lautete sein
Schlussappell an die Schülerinnen und Schüler (GN,
11.6.2011). In einem weiteren Zeitungsartikel berichtet die Klasse 8
e der Haupt- und Realschule Norhorn-Süd, dass sie über 700 Euro
für die
Kriegsgräberfürsorge sammelte,
als es um
die Finanzierung einer
Klassenfahrt nach Hamburg und den Besuch des Musicals "König
der Löwen
ging". (GW,
22.6.2011)
"Kinderstadt NOHhausen"
In der ersten Woche der Herbstferien
führt die Stadt Nordhorn , Abteilung Jugendarbeit und
Jugendschutz, das erlebnisorientierte
Planspiel "Kinderstadt NOHhausen" durch. Die Veranstaltung vom
Dienstag bis Freitag findet in der H/R Nordhorn-Süd statt.
Die Kinderstadt bietet rund 80 Kindern des 4- bis 6. Jahrgangs die
Möglichkeit, sich ihre eigene
Stadt spielerisch aufzubauen, in ihr zu leben, Freunde zu
treffen, sich politisch zu engagieren und in verschiedenen Betrieben zu
arbeiten. Arbeitsbereiche sind
u.a. das Arbeitsamt, die Post, der Zirkus, das Radio oder verschiedene
Handwerksbetriebe. Die Kinder gestalten sich ihre eigenen Einrichtungen
und bauen sich so eine Stadt im Kleinen auf. Sie wählen eine
Bürgermeisterin bzw. einen Bürgermeister, den Rat der Stadt
und können zudem das Stadtleben aktiv mitgestalten. Am Freitag
findet am späten Nachmittag ein großes Stadtfest statt. (SZ,
2.10.2011) Zur Kinderstadt gehört auch eine eigene
Zeitungsredaktion. (GN, 18.10.2011)
Vier Tage lang haben Kinder aus Nordhorn ihre eigene Stadt betrieben: "NOHhausen" hatte 85 Einwohner, eine
eigene Bürgermeisterin, viele Einkaufsmöglichkeiten - und
einen Bombenleger. Die Polizei der Kinderstadt sorgte aber schnell
wieder für Sicherheit und Ordnung. So konnten die Kinder mit
vielen Gästen das Stadtfest
ungestört feiern.
Das Stadtfest war der Höhepunkt der Woche in NOHhausen. Hier
zeigten die Einwohner den Besuchern, was sie alles - mit HIlfe von
Jugendlichen und Erwachsenen - aufgebaut hatten. Für das Geld der Kinderstadt- 10 Noh, das
eingetauscht werden konnte, konnten die Gäste Zeitungen oder ein
Werk aus dem Kunstatelier kaufen. Oder sie gingen zur Entspannung in
die "Wellnes-Oase" und ließen sich verwöhnen. Wer sich nicht
ganz wohl fühlte, bekam kostenlose Hilfe in der Station des Roten Kreuzes. Die
Kinder hatten viel zu tun: Die Schweinegrippe drohte in NOHhausen
auszubrechen. Aber mit einer "Smarties"-Impfung für alle ging
nochmal alles gut. Zum Schluss konnte Bürgermeisterin Chiara de Cegli auch eine
gute Nachricht verkünden: "In
den vier Tagen gab es in NOHhausen allein zehn Hochzeiten".
(GN,25.10.; GW, 26.10.2011)
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