Grafschafter Schulgeschichte

Stadtschule 

Nordhorn 1865

Volksschule 

Bakelde 1953

Burgschule

2006

Volksschule

Hestrup 1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Anne-Frank

Schule 1973

 Schulen in Nordhorn

Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd

2010 - Gründung der neuen Schule
Die Schule wird zum 1.2.2010 aus der bisherigen Elisabeth-Hauptschule und der bisherigen Gerhart-Hauptmann- Realschule zusammengefasst. Sie trägt zunächst den vorläufigen Namen "Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd". Bis Anfang 2011 soll nach Aussage des Schulleiters ein "nachhaltiger Name" gefunden werden.

Einführung der neuen Schulleitung
Am 12. Mai 2010 werden in ihre Ämter an der neuen Schule eingeführt: André Mülstegen als Schulleiter, Cäcilie Zeidler als Konrektorin und Norbert Peinert als Konrektor der Realschule. Regierungsschuldirektor Udo Tiemann geht bei der Einführung auf die Gründe der Zusammenlegung der beiden bisherigen Schulen ein und spricht von der Chance einer individuellen Schulentwicklung für die HRS, von vielen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Optimierung von Stunden- und Lehrerressourcen. Herr Tiemann spricht die Hoffnung aus, dass die Kollegien bald zusammenwachsen und die Schule gemeinsam gestalten werden.
.Der neue Rektor André Mülstegen kommt von außerhalb. Studiert hat er in Osnabrück die Fächer Mathematik, Physik und Biologie. Nach dem zweiten Staatsexamen unterrichtete er zunächst an der Kooperativen Gesamtschule Neuenhaus, bis er 2006 in Folge der Auflösung der KGS zur Realschule Neuenhaus wechselte. Diese Erfahrungen in unterschiedlichen Stationen, sollten – so Tiemann – sehr hilfreich für die neue Aufgabe sein.
Die neue Konrektorin Cäcilia Zeidler lehrte unter anderem an der Pestalozzi-Sonderschule in Lingen und an der Haupt- und Realschule in Wietmarschen-Lohne. Dort war sie, bis zur Auflösung der Schulform, auch drei Jahre als Leiterin der Orientierungsstufe tätig. 2004 wurde Zeidler an die Elisabeth-Hauptschule versetzt. Zeitgleich trat sie dort das Amt der Konrektorin an. Nach dem Ausscheiden des bisherigen Rektors war sie ab 2008 kommissarische Leiterin der Hauptschule.
Den Dienstposten des zweiten Konrektors besetzt Norbert Peinert. Erfahrungen hat er unter anderem als Dozent für Erwachsenenbildung an einem Privatinstitut und als Lehrer an der Eylardusschule in Gildehaus gesammelt. Seit 2001 unterrichtete er an der Gerhart-Hauptmann-Realschule. Als Vertrauens- und Beratungslehrer sei Peinert von Schülern und Lehrkräften gleichermaßen hoch geschätzt, betont Tiemann.
Abschließend bedankte sich Mülstegen für die „herzliche Begrüßung“ und das Zutrauen, das ihm schon vor Dienstantritt entgegengebracht worden sei. Die Führung der neuen Haupt- und Realschule Nordhorn Süd sei für ihn eine Herausforderung, aber auch eine Chance. Gemeinsam mit dem Lehrerkollegium hoffe er, eine angemessene Förderung der Real- und Hauptschüler zu gewährleisten. (GN, 14.5.2010)


Dies ist der Plan zur Umgestaltung des Atriums (Quelle: Homepage der Schule: www.erstestun.de; dort finden Sie auch erste Fotos der Neugestaltung)

Entwicklung eines Leitbildes
Die Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd besuchen 400 Realschüler, die nach wie vor im Gebäude der Gerhart-Hauptmann-RS beschult werden, und 150 Hauptschüler in der Elisabeth-Hauptschule. Auf Beschluss der Gesamtkonferenz wird eine Steuergruppe aus Lehrern, Schülern und Eltern gebildet. Ihre Aufgabe ist es, ein Leitbild der neuen Schule zu entwickeln, durch das die beiden Schulzweige stark miteinander verzahnt werden. Nach den Sommerferien werden die 5. und 6. Klassen beider Schulzweige gemeinsam in der Gerhart-Hauptmann-RS untergebracht. Auf Dauer soll der ehemalige Realschulstandort ausgebaut und im Gebäude der Elisabeth-HS kein Unterricht mehr erteilt werden. Nach Ansicht des Schulleiters soll das sprachliche Profil der Schule gestärkt werden. Neben einer Verstärkung des Niederländisch- und Französisch-Unterrichts soll eine Spanisch-AG eingerichtet werden. Deutsch und Englisch sollen als Wahlpflichtfächer den Haupt- und Realschülern die Möglichkeit geben, sich intensiver mit diesen Sprachen zu befassen. Außerdem wird die Einrichtung eines offenen Ganztagsbereichs ins Auge gefasst. Der Jugendtreff "Auf der Blanke" im Gebäude der Gerhart-Hauptmann-RS und die Elisabeth-HS könnten beim Aufbau des Ganztagsangebotes wichtige Funktionen übernehmen. (GN, 1.6.2010)

Kooperationsverträge
Die Deutsche Bank und die H/R Nordhorn-Süd unterzeichnen einen Kooperationsvertrag im Rahmen der Initiative "Finanzielle Allgemeinbildung". Geplant sind mindestens zwei Unterrichtsbesuche im Jahr, die ein Mitarbeiter der Deutschen Bank in Absprache mit dem verantwortlichen Lehrer gestaltet. Die Schule ist bereits eine Partnerschaft mit der Firma RKW in Nordhorn eingegangen, die den Bereich Dienstleistungen abdeckt. (GN, 19.6. und SZ, 20.6.2010)

Planspiel "Kinderstadt NOHhausen"
Schon jetzt einmal erleben, wie es in der "Welt der Großen" zugeht, konnten 90 Nordhorner Kinder im Rahmen des Planspiels "Kinderstadt NOHhausen" erleben. Sie bauten sich ihre eigene Stadt auf, wählten Rat und Bürgermeister und erlebten wirtschaftliche Zusammenhänge hautnah. Bereits zum zweiten Mal hat die Stadt Nordhorn das Planspiel im Schulzentrum Süd organisiert. Viele Kinder aus der Blanke nahmen am Angebot teil, aber auch Teilnehmer aus anderen Stadtteilen Nordhorns waren unter den Bewohnern HOHhausens vertreten. (GN, 19.10.; GW, 20.10.2010)

Einrichtung einer "Offenen Ganztagsschule"
Mit Zustimmung der Gesamtkonferenz der Schule, des Schulvorstandes, des Schulelternrates, der Schülervertretung und der Stadt Nordhorn wird der Antrag auf Einrichtung einer "Offenen Ganztagsschule" bei der Haupt- und Realschule Süd in Nordhorn dem Niedersächsischen Kultusministerium zugeleitet. Auf die eigentlich notwendigen Lehrerstunden wird dabei verzichtet. Schulleiter Mühlstegen stellt im Schulausschuss das geplante Konzept vor und führt neben pädagogischen auch strukurelle Gründe an. Zugleich behält sich die Gesamtkonferenz jedoch alternativ eine Option auf die Umwandlung  in eine Oberschule vor. Der Bericht von Schulleiter Mühlstegen vor dem Schulausschuss ist als Einzelbericht beigefügt. (GN, 2.12.2010; siehe auch: Homepage der Schule

Schulsozialpädagoginnen
Gewaltbereitschaft und Aggressionen nehmen zu, Toleranz und Respekt hingegen ab. Diese Entwicklung stellen die Schulsozialpädagoginnen an den Schulzentren Deegfeld, Mitte und Süd bei Teilen der Hauptschüler fest. Von einer Zunahme der "Verhaltensauffälligkeiten" und einer Verrohung der Gesellschaft ist die Rede. Umso mehr Bedeutung kommt so der Arbeit der Sozialpädagoginnen zu, die Kindern und Jugendlichen soziale Fähigkeiten und Kompetenzen als Grundlage für Ausbildungsfähigkeit und Berufsreife vermitteln sollen. Eine Broschüre informiert über die Arbeit der Sozialpädagoginnen an Nordhorns Hauptschulen. Sie ist im Schulamt, im Rathaus und an den Schulen erhältlich. (GN, 3.12.; GW, 8.12.2010)

                            Foto: Meistermann, GW
Das Foto zeigt die drei Schulsozialpädagoginnen
Maike Körnig, Friedegard Kraske und Jaqueline Griffin
mit der Fachbereichsleiterin Kultur und Schulen, Cornelia Baumann (von rechts).

2011 - 40-jähriges Dienstjubiläum
Die beiden Realschullehrer Germund Kähler und Rainer Kumlehn feiern ihr 40-jähriges Dienstjubiläum. Schulleiter Andre Mühlstegen überreicht ihnen die Dankesurkunden des Landes Niedersachsen. (GN, 4.1.2011)

Ablehnung der Neuregelung der Schulbezirke für die Haupt- und Realschulen
Die SPD-Mitglieder in der Schulausschusssitzung der Stadt lehnen den Vorschlag der Stadtverwaltung zur Neuregelung der Schulbezirke für die Haupt- und Realschulen ab.  Sie richten sich besonders dagegen, dass der Schulbezirk für das Schulzentrum Süd  so verändert werden soll, dass dort weniger Schüler zur Schule gehen als in den anderen beiden Schulzentren Mitte und Deegfeld. Es dürfe im Bildungsbereich nicht ausschließlich um die optimale Auslastung von Raumkapazitäten und einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise gehen. Wichtiger sei, dass optimale Lernbedingungen für alle Schüler vorliegen. Durch den Vorschlag der Verwaltung würden die Kinder aus der Blanke benachteiligt werden, weil durch geringere Schülerzahlen z.B. das Angebot der AG´s und der Wahlpflichtfächer verkleinert werden würde  (GW, 2.3.2011). Der Schulausschuss spricht sich geschlossen gegen die Vorlage der Verwaltung aus.

Start des Ganztagsbetriebes
Pünktlich zum kommenden Schuljahr startet an der HRS der Ganztagsbetrieb. Das Nachmittagsangebot wird drei Säulen umfassen: Da werde es zum einen das Mittagessen geben, zum zweiten individuelle Förderung durch Hausaufgabenhilfe und Förderkurse, bei denen die Kinder gezielt in kleinen Gruppen lernen könnten. Als dritte Säule geplant sei das Angebot an Arbeitsgemeinschafteten, bei denen die Schüler ihren Neigungen nachgehen könnten. Das bereits bestehende Nachmittagsangebot am Schulzweig Hauptschule werde mit in das Ganztagsangebot einfließen. (GN, 1.6,2011)

Schulpastorales Projekt
Die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen, aber auch Zeit und Raum für Meditation und Gebet soll ein neuartiges Projekt ermöglichen, das ab August an der HRS beginnt.  Das vom katholischen Bistum Osnabrück getragene schulpastorale Projekt steht hier unter ökomenischen Vorzeichen, denn die dort eingesetzte Projektlehrerin ist die evangelische Religionslehrerin Christine Dembeck. An dem Projekt sind neun Schulen beteiligt, darunter die HRS als einzige Schule in der Grafschaft Bentheim. GN, 9.6.2011)

Sammlung für den Volksbund  Deutscher Kriegsgräberfürsorge
Aus sechs Schulen kamen die engagierten Jugendlichen, die sich auf ihre Art für die Volkerverständigung eingesetzt haben. Die 150 Sammler, die 2010 in der Grafschaft Bentheim "von Haus zu Haus " gegangen waren, sammelten mehr als 13.000 Euro für den Volksbund  Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Unter den Sammlern waren - wie auch in den vergangenen Jahren - zahlreiche Schüler aus der H/R Süd in Nordhorn, des Lise-Meitner-Gymnasiums Neuenhaus, der RS Emlichheim, des Schulzentrums Lohne, der Freiherr-vom-Stein-RS Nordhorn und des Burg-Gymnasiums Bad Bentheims. Zu Beginn der Ehrung im Sitzungssaa des Landkreises wurde der Nordhorner Wolff-Rüdiger Kopper mit der Spinoza-Medaille ausgezeichnet. Kopper, der dem Volksbund  seit mehr als 20 Jahren verbunden ist, hatte als Leiter der Freiherr-vom-Stein-RS über viele Jahre hinweg die Sammlung der Schüler organisiert und begleitet. "Wir brauchen solche engagierten Leute wie Sie", machte abschließend Landrat Kethorn deutlich. "Seien Sie auch in  Zukunft weiter dabei", so lautete sein Schlussappell an die Schülerinnen und Schüler (GN, 11.6.2011). In einem weiteren Zeitungsartikel berichtet die Klasse 8 e der  Haupt- und Realschule Norhorn-Süd, dass sie über 700 Euro für die Kriegsgräberfürsorge sammelte, als es um die Finanzierung einer Klassenfahrt nach Hamburg und den Besuch des Musicals "König der Löwen ging". (GW, 22.6.2011)

"Kinderstadt NOHhausen"
In der ersten Woche der Herbstferien führt die Stadt Nordhorn , Abteilung Jugendarbeit und Jugendschutz, das erlebnisorientierte Planspiel "Kinderstadt NOHhausen" durch. Die Veranstaltung vom Dienstag bis Freitag findet in der H/R Nordhorn-Süd statt.
Die Kinderstadt bietet rund 80 Kindern des 4- bis 6. Jahrgangs die Möglichkeit, sich ihre eigene Stadt spielerisch aufzubauen, in ihr zu leben, Freunde zu treffen, sich politisch zu engagieren und in verschiedenen Betrieben zu arbeiten. Arbeitsbereiche sind u.a. das Arbeitsamt, die Post, der Zirkus, das Radio oder verschiedene Handwerksbetriebe. Die Kinder gestalten sich ihre eigenen Einrichtungen und bauen sich so eine Stadt im Kleinen auf. Sie wählen eine Bürgermeisterin bzw. einen Bürgermeister, den Rat der Stadt und können zudem das Stadtleben aktiv mitgestalten. Am Freitag findet am späten Nachmittag ein großes Stadtfest statt. (SZ, 2.10.2011) Zur Kinderstadt gehört auch eine eigene Zeitungsredaktion. (GN, 18.10.2011)
Vier Tage lang haben Kinder aus Nordhorn ihre eigene Stadt betrieben: "NOHhausen" hatte 85 Einwohner, eine eigene Bürgermeisterin, viele Einkaufsmöglichkeiten - und einen Bombenleger. Die Polizei der Kinderstadt sorgte aber schnell wieder für Sicherheit und Ordnung. So konnten die Kinder mit vielen Gästen das Stadtfest ungestört feiern.
Das Stadtfest war der Höhepunkt der Woche in NOHhausen. Hier zeigten die Einwohner den Besuchern, was sie alles - mit HIlfe von Jugendlichen und Erwachsenen - aufgebaut hatten. Für das Geld der Kinderstadt- 10 Noh, das eingetauscht werden konnte, konnten die Gäste Zeitungen oder ein Werk aus dem Kunstatelier kaufen. Oder sie gingen zur Entspannung in die "Wellnes-Oase" und ließen sich verwöhnen. Wer sich nicht ganz wohl fühlte, bekam kostenlose Hilfe in der Station des Roten Kreuzes. Die Kinder hatten viel zu tun: Die Schweinegrippe drohte in NOHhausen auszubrechen. Aber mit einer "Smarties"-Impfung für alle ging nochmal alles gut. Zum Schluss konnte Bürgermeisterin Chiara de Cegli auch eine gute Nachricht verkünden: "In den vier Tagen gab es in NOHhausen allein zehn Hochzeiten". (GN,25.10.; GW, 26.10.2011)

Quellen
  • Presseveröffentlichungen, im Text angegeben

Weitere Informationen zur Haupt- und Realschule Nordhorn-Süd  finden Sie im Internet unter: www.erstestun.de