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B. Projekt:
Berufsorientierung für
Nordhorner Schulen im BTZ des Handwerks (VL-51/2010)
Das Projekt
wurde in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus
am 16.3.2010 vorgestellt:
"Jugendliche,
die nach dem Ende ihrer
Schulzeit einen Ausbildungsberuf ergreifen wollen,
benötigen
vor allem eine
realistische Vorstellung über die Berufswelt sowie über
ihre eigenen
Fähigkeiten.
Eine frühzeitige,
in der Regel ab der Klasse 8 einsetzende, individuelle
Berufsorientierung
erleichtert es auch
den Betrieben, rechtzeitig qualifizierten
Fachkräftenachwuchs
zu gewinnen.
Schulamt
und Wirtschaftsförderung
der Stadt Nordhorn haben sich verstärkt mit dieser Thematik
auseinandergesetzt
und beschlossen,
aktiv zu agieren und unterstützend zu wirken. Als
zuständige
Schulträgerin hat
die Stadt Nordhorn daraufhin gemeinsam mit dem Nordhorner BTZ
des
Handwerks sowie in Kooperation mit
dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für
alle
städtischen allgemein
bildenden Schulen, vorrangig Hauptschulen, ein auf zwei Jahre
angelegtes
Pilotprojekt zur
Berufsorientierung in überbetrieblichen
Berufsausbildungsstätten
aufgelegt.
Dieses Angebot wurde den
Schulleiter(n)/innen aller Nordhorner Haupt- und
Realschulen
vorgestellt. Im nächsten
Schritt wurde in Gesprächen mit den Schulen der Bedarf
ermittelt.
Die HS Frensdorf sowie die
HS Elisabeth meldeten einen Bedarf von rund 240
Schüler/Innen
an. Vereinbart wurde
ein Projektzeitraum vom 01.01.2009 bis 31.12.2010.
Ziel
des Projektes ist es, Jugendlichen
den Übergang von der Schule in eine duale
Berufsausbildung
zu erleichtern und
damit einen wirksamen Beitrag zur Verringerung der Zahl der
Schulabgänger
ohne Schulabschluss,
die sicherlich wenig Aussicht auf einen Ausbildungsplatz
haben,
zu leisten. Die
Berufsorientierungsmaßnahmen geben Jugendlichen die
Gelegenheit, für
zwei
Wochen im BTZ Erfahrungen in
berufsspezifischen Werkstätten zu machen. Unter Anleitung
eines
Ausbilders erproben sie bei
praktischer Arbeit Eignung und Neigung zu wahlweise drei
Berufen.
Die Werkstätten im BTZ
Nordhorn bieten dazu die folgenden Berufsfelder: Metall-
Blechverarbeitung,
Schweißen,
Elektroinstallateur, Hochbau (Maurer, Trockenbau, Zimmerer)
Maler,
Lackierer, Friseur/in, Holz
(Tischler), Heizung/Sanitär/Klima. Die Berufsorientierung
schließt
mit
einer Zertifizierung ab, die
Schülern wie potenziellen Lehrherren als Entscheidungshilfe
für
die
Berufswahl
bzw. die Übernahme in
ein Ausbildungsverhältnis dienen soll.
Pro
Maßnahme und Schüler/in
werden Ausgaben in Höhe von € 600 veranschlagt. Finanziert
wird
die
Maßnahme zu 50% aus Mitteln
des Bundesministeriums, zu 20 % aus Mitteln des ESF-
(Europäischer
Sozialfonds), zu 20
% durch Eigenleistungen der Schulen sowie zu 10% aus
Wirtschaftsfördermitteln
der Stadt
Nordhorn.
In
2009 haben die ersten Maßnahmen
statt gefunden. Folgend der Evaluationsbericht des BTZ zur
Kenntnisnahme:
Die
Berufsorientierung hat vom 06.05. –
15.05.2009 und vom 02.11. – 13.11.2009 stattgefunden.
Im
Mai haben sich an der
Berufsorientierung insgesamt 56 Schüler/innen beteiligt:
Elisabethschule (insgesamt 28
Schüler/innen)
Klasse
8a (16 Schüler/innen)
Klasse
8b (12 Schüler/innen)
Frensdorferschule (insgesamt 28
Schüler/innen)
Klasse
8a (18 Schüler/innen)
Klasse
8b (10 Schüler/innen)
Im
November haben sich an der
Berufsorientierung 88 Schüler/innen beteiligt:
Elisabethschule (insgesamt 31
Schüler/innen)
Klasse
8a (16 Schüler/innen)
Klasse
8b (15 Schüler/innen)
Frensdorferschule (insgesamt 57
Schüler/innen)
Klasse
8a (20 Schüler/innen)
Klasse
8b (20 Schüler/innen)
Klasse
8c (17 Schüler/innen)
Die
Berufsorientierung ist so
konzipiert, dass an den ersten beiden Tagen ein theorethisches
Profiling
stattfindet, in dem
zahlreiche Einzel- und Gruppenübungen eine große Rolle
spielen. Die
Schüler/innen
wurden von insgesamt
8 ausgebildeten Pädagogen betreut. Im Anschluss an das
theorethische
Profiling sind in einem
individuellen Einzelgespräch mit jedem Schüler die in Frage
kommenden
Werkstätten erarbeitet
worden, in denen im Anschluss an die theorethische
Eignungsfeststellung
die praktische
Erprobung stattgefunden hat. Die Schüler hatten also die
Möglichkeit,
sich in drei
Berufsfeldern auszuprobieren.
Die
Lehrer/innen waren an jedem Tag der
Berufsorientierung für einige Stunden anwesend. Die
Rückmeldung
ergab, dass diese mit
dem Ablauf der Berufsorientierung sehr zufrieden waren und
die
Maßnahme für sinnvoll
und empfehlenswert halten. Die Lehrkräfte begrüßten
die
Herangehensweise
und die klare
Grenzsetzung, zudem seien positive Veränderungen im Arbeits-
und
Sozialverhalten bei den
Schüler/innen erkennbar gewesen.
Die
Schüler zeigten sich
interessiert und waren mit Engagement bei der Sache. Positiv
beurteilt
wurde
auch die Aufteilung der
Teilnehmer in gemischten Gruppen. Die zwei Profiling-Tage wurden
von
einigen Schüler/innen als
langweilig empfunden. Des Weiteren wurden die langen
Arbeitszeiten
von den Schüler/innen
kritisch beurteilt.
Insgesamt
waren auch die Meister des
BTZ mit der Berufsorientierung zufrieden. Der zweite
großer
körperlicher
Anstrengungen und „mädchenuntypischen“ Berufen, in den
Werkstätten sehr
positiv
beurteilt worden.
Die Maßnahme wird wie beschrieben
in 2010 fortgesetzt.
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