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Situation unserer Schule
Auf Beschluss der Stadt
Nordhorn entstand zum 01.02.2010 die Haupt- und Realschule
Nordhorn-Süd(vorläufiger
Arbeitsname) aus der organisatorischen und pädagogischen Zu-
sammenlegung der Elisabeth
Hauptschule und der Gerhart-Hauptmann-Realschule im
Nordhorner Stadtteil Blanke.
Sie ist in Nordhorn zurzeit die einzige kombinierte Haupt- und
Realschule.
Nach der Zusammenlegung
erfolgte der Beschluss der Schulleitung aus pädagogischen,
organisatorischen und auch
baulichen
Gründen, eine räumliche Konzentrierung am Standort
der ehemaligen
Gerhart-Hauptmann-Realschule voran zu treiben. Aufgrund fehlender
räum-
licher Kapazitäten
werden die
Gebäude der Elisabeth-Hauptschule in Teilen weiter genutzt.
Dies erschwert derzeit die
organisatorische und pädagogische Arbeit. Im Moment sind die
die Jahrgänge 5 und 6
sowohl des
Hauptschulzweiges als auch des Realschulzweiges kom-
plett am Standort
Zamenhofstraße (ehem. Gerhart-Hauptmann-Realschule)
untergebracht,
die Jahrgänge 7-10 des
Schulzweiges Hauptschule sind weiterhin am Standort Friedrich-
Runge-Straße
disloziert. Schon
jetzt zeigen sich positive Auswirkungen bei den Schülern des
Jahrgangs 5 und 6 und auch
die Kollegen
empfinden die Situation als erleichternd. Immer
mehr Schwierigkeiten zeigen
sich durch
die Entfernungen, die zwischen beiden Standorten
vorherrschen, insbesondere
bei
Kollegen und Klassen die Vormittags die Standorte wech-
seln. Auch ist es aufgrund
der
Unübersichtlichkeit des großen Geländes schwierig,
die Auf-
sicht zu gewährleisten.
Als Ziel sollen alle Klassenräume der HRS Nordhorn-Süd ihren
Standort an der
Zamenhofstraße
haben, Fachräume, wie z.B. die Küche, ein naturwissen-
schaftlicher Fachraum und
ein Technik-
und Werkraum im Zwischengebäude am Sportplatz
sollen auch in Zukunft
nutzbar bleiben. Für die Schüler ist die Konzentration auf
einen
Standort von Vorteil, da
kürzere
Wege da sind, „man sich kennt“ und somit Konfliktsituatio-
nen weniger entstehen, bzw.
auch
einfacher gelöst werden können.
Interessant zu beobachten
ist zurzeit,
wie viele Schüler das Forum nutzen, dem Veranstal-
tungsort, indem im Regelfall
nur
Tisch-Bank-Garnituren stehen und welches wenig Aufent-
haltsqualität
vermittelt.
Insbesondere nach der Öffnung der Schulhöfe und der freien
Beweg-
lichkeit für
Schüler auf
beiden Schulhöfen wird die Aula von Schülern in der ersten
Stunde
genutzt, wenn diese erst zur
zweiten
Stunden Unterricht haben, aber auch in der sechsten
Stunde, in der die
Schüler
eigentlich nach Hause gehen könnten. Dieses zeigt einmal mehr
die Notwendigkeit einer
Ganztagsschule
und damit verbunden mit auf Ganztag ausgerichte-
ten Räumlichkeiten
für diese
Schüler.
Neben dem Schulzentrum
Deegfeld und dem Schulzentrum Mitte handelt es sich um das
dritte schulische Zentrum in
Nordhorn
mit derzeit 554 Schülern in den beiden Schulzweigen.
Die hier beschäftigten
47 Lehrkräfte unterrichten 27 Klassen, 11 Klassen im Schulzweig
Hauptschule und 16 Klassen
im Schulzweig Realschule. 20 Klassen(445 Schüler) sind
Standort an der
Zamenhofstraße
untergebracht, 7 Klassen(109 Schüler) werden am Standort
an der Friedrich Runge
Straße
beschult.
Die Schülerschaft
stammt
überwiegend aus den Nordhorner Stadtteilen Blanke und Oorde.
Im Schulzweig Realschule
kommen Schüler aus dem Bereich Brandlecht–Hestrup hinzu.
Die Brandlechter
Hauptschüler
besuchen das Schulzentrum Mitte. Der Anteil der Fahrschüler
beträgt mit 110
Personen annähernd
20%. In unmittelbarer Nähe der Schule befinden sich 2
Bushaltestellen. Die
Schulanfangs- und
Endzeiten sind den öffentlichen Fahrplänen ange-
passt. Die Schule beginnt um
7.55 Uhr
und endet um 13.15 Uhr.
Eine Besonderheit dieses
Standortes ist die Tatsache, dass sowohl die Elisabeth-
Hauptschule als auch die
Gerhart-Hauptmann-Realschule als Halbtagsschulen geführt wur-
den. Die Hauptschulen und
Realschulen in Nordhorn-Mitte bzw. auf dem Deegfeld wurden
hingegen als offene
Ganztagsschulen
geführt. Dieses ermöglichte umfangreiche Schülerbe-
wegungen über die
Schulbezirksgrenzen hinweg zu anderen Schulen. Das Wort „Ganztags-
betreuung“ auf dem Antrag
über
Ausnahmegenehmigung des Besuches einer Schule in ei-
nem anderen Schulbezirk
reichte aus,
um einen Schulwechsel zu vollziehen. Dieses führte
insbesondere an der
Gerhart-Hauptmann-Realschule dazu, dass die Schülerzahlen im
Schulbezirk, der eigentlich
eine gute 3-Zügigkeit zuließ, sich verringerten und dass
insbe-
sondere in den letzten
Einschulungsjahren immer Schülerzahlen heraus kamen, die laut
Klassenbildungserlass
zwischen 2-Zügigkeit (<65 Schüler) und 3-Zügigkeit
(>65 Schüler)
pendelten und so wenig
Planungssicherheit zuließen. Hieraus ergibt sich dann auch
manchmal die Notwendigkeit,
bereits
gebildete Klassen nach zwei Jahren wieder aufzulösen
und neu zu bilden, mit all
den
negativen Begleiterscheinungen, die eine solche Klassenum-
bildung immer wieder mit
sich bringt.
Zurzeit werden über alle Jahrgänge hinweg 59 Real-
schüler und 10
Hauptschüler
unseres Schulbezirkes an anderen Schulen beschult. Rechnete
man diese zu unseren hinzu,
so lägen
wir bei ca. 620 Schülern und hätten stabile Klassen.
Weiterhin problematisch ist
die
Grenze „540 Schüler“. Nach derzeit geltendem Schulrecht
habe nur Schulen mit mehr
als 540
Schülern ein Anrecht auf den zweiten Konrektor. Diese
Position ist an der HRS
immer in
Gefahr, jedoch bei einer Schule dieser Größe unabdingbar!
In der Perspektive rechnet
der
Schulträger für den Schulzweig Realschule mit stabilen
Schü-
lerzahlen in der
Größenordnung
380-400 Schüler, am Schulzweig Hauptschule werden stetig
sinkende Schülerzahlen
von zurzeit 170 in den nächsten 6 Jahren auf unter 100
Schüler
prognostiziert. Die
Prognosesicherheit
ist am Schulzweig Hauptschule aus Erfahrung jedoch
eher als niedrig zu
bewerten, da diese
Familien häufiger als andere den Wohnsitz und auch
den Schulbezirk wechseln.
Der Nordhorner Stadtteil
Blanke bietet
durch seine ältere Bausubstanz gerade jungen Fami-
lien jeder Nationalität
und
Familien mit niedrigen Einkommen, aber auch Familien die Trans-
fereinkommen nach SGB II
erhalten,
günstigen Wohnraum. Auch findet man hier vermehrt
alleinerziehende Eltern, die
natürlich
sich durch die Offenen Ganztagsschule Entlastung er-
hoffen.
In den im Stadtteil Oorde
entstandenen
Neubaugebieten leben in erster Linie Familien der
Mittelschicht mit ihren
Kindern. Die
Stadtteile Brandlecht und Hestrup sind eher ländlich ge-
prägt. Alles in allem
existiert
eine von Heterogenität geprägte Schülerschaft, die
unterschied-
lichste Ansprüche an
das
Lehrpersonal stellt. Am Schulzweig Hauptschule wird die erzieheri-
sche Verantwortung für
die Kinder in vielen Fällen der Schule überlassen, hier
finden sich
auch viele Schüler mit
Migrationshintergrund aus unterschiedlichsten Nationalitäten
wieder.
Die Elternarbeit bereitet
große
Schwierigkeiten, da man in den Elternhäusern nicht immer
Ansprechpartner antrifft,
die die deutsche Sprache beherrschen. Gerade auch vor einem
solchen Hintergrund braucht
man Zeit
mit Schülern, Zeit, die in der Offenen Ganztagsschule
eingeräumt werden kann
und die
helfen kann, die Bildungschancen der Kinder zu verbes-
sern.
Die Schulen versuchten
bisher, die
entsprechenden Begabungs- und Interessenprofile unter
anderem durch differenzierte
Wahlpflichtangebote (Französisch / Niederländisch / Sport /
Hauswirtschaft etc.),
Teilnahme an Schülerwettbewerben und Wettkämpfen,
Schulpartner-
schaften und
Arbeitsgemeinschaften
aufzufangen. Wir glauben aber, dass das Erreichen der
der pädagogischen
Globalziele
Persönlichkeitsentwicklung, Anleitung zu eigenverantwortlich
geführten Leben,
Stärkung der
Sozialkompetenz und Anbahnung eines aktiven Freizeitver-
haltens durch die
Einrichtung einer
Ganztagsschule wesentlich und günstig beeinflusst wird.
„Alltags“qualifikationen
wie Tischsitten werden in der Gruppe als
sinnvoll erlebt; die Teilnah-
mepflicht nach Anmeldung
fördert das Durchhaltevermögen in einem nicht-zensierten Be-
reich. Die Angebotsvielfalt
und die
teilweise Parallelstruktur der Angebote legen die Notwen-
digkeit umfassender
Vorabinformationen und begünstigen bewusste
Entscheidungsgänge.
Die Angebote fördern,
fordern und
wecken Interesse oder stärken vorhanden Fähigkeiten.
Hier hat unsere
Bedarfserhebung (s.
Anlage) auch gute Ergebnisse zu Tage gefördert: Der
Wunsch nach
vielfältigen
zusätzlichen Sportangeboten ist ebenso deutlich, wie auch die
Be-
tätigung im
musisch-kulturellen
Aufgabenfeld oder auch Hauswirtschaft. Dieses macht deut-
lich, dass solche Angebote
hier auf
fruchtbaren Boden fallen können.
Situation der Schule und
Personalorganisation
An der Schule arbeiten
zurzeit 47
Lehrkräfte, eine Sozialpädagogin und eine Jahresprakti-
kantin der
Sozialpädagogik.
Weiterhin besteht eine Zusammenarbeit mit der Anne-Frank-
Schule, Honorarkräfte
arbeiten bereits jetzt als Lesepaten, in der Sprachförderung oder
in
vereinzelten AG´s des
Schulzweiges Hauptschule. Hier findet auch eine Hausaufgabenbe-
treuung statt, die durch die
engagierte
Sozialpädagogin Frau Griffin organisiert wird.
Die Unterrichtsversorgung
liegt im
Bereich 96%, eine Planstelle mit dem Fach Musik konnte
nicht besetzt werden. In den
Hauptfächern, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissen-
schaften können die
Vorgaben der
Stundentafel erfüllt werden, Mängel ergeben sich im mu-
sisch-künstlerischen
Bereich, aber
auch im Bereich Hauswirtschaft.
Überlegungen zur
Gestaltung des
Nachmittags führten zu folgenden Ergebnissen:
1. Angebote im
schulfachlichen
Bereich (Hausaufgabenbetreuung, Lehren und Lernen)
sollen in der Hand von
Lehrkräften liegen. Die Poolstunde pro Klasse lassen zumin-
dest eine Teilverwendung in
diesem
Bereich zu, aber auch Stunden, die aus einer
punktuellen
Überversorgung durch
Fächer wie Deutsch resultieren.
2. Angebote im
sozialpädagogischen
Bereich werden von der der sozialpädagogischen
Fachkraft geleitet.
3. Kooperationen mit der
städtischen
Jugendarbeit: Auf dem Gelände ist der „Jugend-
treff Blanke“ angesiedelt.
Der Leiter
Dirk Weusting bekundet großes Interesse an ei-
ner Mitwirkung im
Nachmittagsbereich.
Hier werden demnächst Gespräche über eine
konzeptionelle Einbindung
beginnen.
4. Angebote im sportlichen
Bereich: Hier muss es zu Kooperationen kommen, aber
auch unter Rückgriff
auf
Honorarkräfte sollen hier Angebote entstehen.
5. Angebote im musisch /
kulturellen / handwerklichen Bereich können auch extern ge-
leitet werden und werden
durch
Honorarkräfte abgedeckt werden.
6. Bestehende
Arbeitsgemeinschaften
werden fortgesetzt.
Mittagessen
Die Schüler der Offenen
Ganztagsschule HRS Nordhorn-Süd werden eine Mittagsverpfle-
gung erhalten. Hierbei wird
auf das
„Know-How“ des Schulträgers und den durch den Schul-
träger gestellten
Caterer zurückgegriffen werden können. Das Angebot der Stadt
umfasst
Mittagessen für ca. 3
Euro, für
Leistungsbezieher nach SGB II für 1 Euro. Dieses ist auch
notwendig, da die Konkurrenz
durch den sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen
Verbrauchermarkt „K&K“
sowie
durch einen „1-Euro-Grill“ ernst zu nehmen ist und über
Er-
folg oder Misserfolg der
Mittagsverpflegung mit entscheidet.
Die Stadt Nordhorn
entwickelt hierbei
ein Bezahlsystem, was nicht erkennen lassen soll, ob
man für ein Euro Essen
kauft oder für drei Euro (Vermeidung von „Labeling“). Weiterhin
ist
es wichtig,
Möglichkeiten für
die Kinder zu finden, die mit ungedeckten Bezahlkarten zur Es-
sensausgabe kommen und so
nichts
bekommen dürften.
Die räumlichen
Ressourcen müssen
hierfür geschaffen werden, für eine Übergangszeit wird
man auf
überzählige Räumlichkeiten am Standort
Friedrich-Runge-Straße zurückgreifen
müssen.
Räumliche Ausstattung
Die Räumlichkeiten der
HRS
Nordhorn-Süd setzen sich zusammen aus denen der ehemali-
gen HS-Elisabethschule
(Standort Friedrich-Runge-Str.) und der ehemaligen Gerhart-
Hauptmann-RS (Standort
Zamenhofstr.).
Unser pädagogisches
Konzept sieht vor, dass alle Klassen gemeinsam am Standort
Zamenhofstr. unterrichtet
werden
können.
Während des Prozesses
der
Zusammenlegung werden die Hauptschulklassen schrittweise
in das Gebäude der
ehemaligen RS
überführt. Im laufenden Schuljahr sind folgende Klassen
dort zu finden: alle 16
Realschulklassen und 4 Hauptschulklassen. An diesem Standort wer-
den somit 20 Allgemeine
Unterrichtsräume (AUR) genutzt. Die restlichen 2 AUR, die dieser
Standort noch zu bieten hat,
werden im
Moment anderweitig genutzt (siehe beigefügte Liste
des vorhandenen
Schulraumes).
Im ehemaligen
Hauptschulstandort haben
im laufenden Schuljahr 7 Hauptschulklassen ihren
Klassenraum. Weitere AUR
werden fremd genutzt durch die Vechtetal-Schule und den
Schachclub (siehe
beigefügte
Liste).
Beim derzeitigen Stand von
27 Klassen
ist am Standort Zamenhofstr. ein Fehl von 5 AUR zu
verzeichnen. Auch die an
diesem Standort vorhandenen Fachunterrichtsräume (FUR) rei-
chen bei einer
Überführung
aller Klassen nicht aus. Die AUR und FUR des Standortes Fried-
rich-Runge-Str. müssen
also
übergangsweise noch genutzt werden. Auf Grund der baulichen
Substanz ist dies nur
zeitlich
begrenzt möglich. Die Schaffung neuer AUR und FUR für den
erforderlichen Unterricht am
Standort
Zamenhofstr. ist deshalb unerlässlich.
Räumliche
Anforderungen durch
die Ganztagsschule
Ein Teil der
Arbeitsgemeinschaften, die
Hausaufgabenhilfe und der Förderunterricht können
in den Klassenräumen
stattfinden, andere Arbeitsgemeinschaften in den entsprechenden
Fachräumen. Für
Sportangebote
stehen der Sportplatz, zwei Turnhallen und die Schwimm-
halle zu Verfügung. Die
Nutzung durch Vereine müsste zeitlich verschoben werden, der
Sportplatz genügt in
keinster
Weise den Anforderungen für Schulsportunterricht.
Einrichtungen wie die Mensa
und Räumlichkeiten für Freizeit und Aufenthalt fehlen. Als
Übergangslösung
kann auf
Räumlichkeiten der ehemaligen HS zurückgegriffen werden.
Dies
kann aber nur
vorübergehend sein,
da dort die Räumlichkeiten dafür zu klein und nicht ge-
eignet sind. Außerdem
entstehen
Aufsichtsprobleme.
In Kürze wird sich der
„Bauausschuss“ der Schule zusammensetzen, um ein Raumkonzept
für die Schule zu
entwickeln.
Konzept zur Einbindung
sozialpädagogischer Mitarbeiter/innen in die Ganztagsschule
Aufgrund des
gesellschaftlichen
Wandels ist es erforderlich, den Standort Schule nicht mehr
nur als Ort der
Wissensvermittlung zu
betrachten, sondern ihm zunehmend auch als Ort des
sozialen Lernens zu
begegnen.
Immer mehr Kinder wachsen in
Familien auf, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind und /
oder in Armut leben. Kinder
leben zunehmend in Ein-Eltern-Familien oder in Patchwork-
Familien. Sie sind Gefahren
wie
Überforderung der Eltern, unkontrollierter Mediengebrauch,
Suchtproblematik und Gewalt
in Familien
und unter Gleichaltrigen ausgesetzt.
Die neuen Entwicklungen
haben oft eine
Überforderung der Kinder und gleichzeitig zuneh-
mend eine
Vernachlässigung
traditioneller Wertevermittlung und Erziehung zur Folge.
Diese wachsenden Probleme
und
Herausforderungen tragen Kinder auch in Schulen, so-
dass diese eine neue
gesellschaftliche
Rolle einnehmen müssen. Eine leistungsorientierte
Wissensvermittlung reicht
nicht mehr aus. Lehrer und Lehrerinnen sehen sich mehr und
mehr mit den häuslichen
und
sozialen Problemen der Schülerinnen und Schüler
konfrontiert,
so dass die
Unterstützung durch
eine Sozialpädagogin / einen Sozialpädagogen unumgäng-
lich geworden ist.
Durch die veränderten
gesellschaftlichen Strukturen bekommt der Lernort Schule eine neue
Bedeutung. Hier geht es
nicht mehr nur
um Wissensvermittlung und Leistung, sondern auch
um die Stärkung der
Persönlichkeit, die Verbesserung der Ausbildungsfähigkeit
wie auch um
die Steigerung des
Selbstvertrauens.
Schülerinnen und Schüler werden durch Förderunter-
richt und Ag’s am Nachmittag
individuell unterstützt. Durch eine Ausweitung des Nachmit-
tagsbereichs bekommen
Schülerinnen und Schüler vermehrt sinnvolle Angebote, die
ihre
Entwicklung fördern.
Die
Schulsozialpädagogik bietet
zur Erlangung der o.g. Ziele verschiedene Angebote an:
Hausaufgabenbetreuung
Soziales Kompetenztraining
(SOKO)
zur Stärkung der Persönlichkeit und zum Erler-
nen des respektvollen
Umgangs mit
anderen Menschen
Krisenintervention
Schnelle Einzelfallhilfe
und
Beratung bei schulischen wie auch häuslichen Schwie-
rigkeiten
Elternberatung
Lehrerberatung
Individuelle Begleitung im
schulischen und beruflichen Werdegang
Gewaltprävention
Programm zum Umgang in
Gewalt- und Konfliktsituationen in Zusammenarbeit mit
dem katholischen
Jugendbüro
Zusammenarbeit mit dem
Jugendtreff
„Blanke“
Lesehilfe zur
individuellen
Leseförderung
Dazu gehört die
Kooperation mit
verschiedenen Einrichtungen wie Institutionen zur berufli-
chen Orientierung,
Beratungsstellen,
die Polizei, andere Schulen und Schulformen und die
Zusammenarbeit mit Vereinen,
kirchlichen Einrichtungen, Beratungsstellen, Jugendämtern,
Kinder- und
Jugendpsychologen, Ärzten
und Psychiatern.
Zurzeit finden die o.g.
Angebote
vormittags und z.T. auch nachmittags für die Schüler des
Hauptschulzweiges statt. Um
diesen Bereich der Sozialpädagogik ausweiten zu können
(insbesondere auch für
die
Schülerinnen und Schüler des Realschulzweiges), ist die
Auswei-
tung in den Nachmittag im
System
Ganztagsschule und die Einstellung einer weiteren sozi-
alpädagogischen
Fachkraft
notwendig.
Diplom-Pädagogin
Jaqueline Griffin
Zeitkonzept
Stunde Uhrzeit
Inhalt Tage
1. 07:55 - 08:40
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
2. 08:45 - 09:30
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
Große Pause
3. 09:50 - 10:35
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
4. 10:40 - 11:25
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
Große Pause
5. 11:40 - 12:25
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
6. 12:30 - 13:15
Pflichtunterricht
Mo.-Fr.
Mittagspause
7. 14:00 - 14:45
Hausaufgabenhilfe
/ Förderunterricht / Vorbereitungskurse für Oberstufe
Mo.-Do.
8. 14:45 - 15:30
Pädagogische
ausgerichtete Freizeitangebote im Rahmen der Ganztagsschule
Mo.-Do.
9. 15:30 - 16:15
Pädagogische
ausgerichtete Freizeitangebote im Rahmen der Ganztagsschule
Mo.-Do.
Angebote im
Nachmittagsbereich
Aufgrund der Antragstellung
nach §8.2.
des NSchG muss ein Angebot vorgehalten werden,
bei dem Honorarkräfte
die
Gestaltung mit übernehmen. Die Aufgabe, Honorarkräfte zu
ge-
winnen, steht jetzt, nachdem
die
Entscheidung gefallen ist, an und wird vorangetrieben wer-
den.
Angebote in der 7.
Stunde:
Hausaufgabenhilfe im
Hauptschulzweig (Griffin, Lukas, Langele, zurzeit vorhanden),
Ausweitung auf Realschule
Arbeitsgemeinschaften im
weiteren
Nachmittagsbereich: 8. + 9. Stunde:
Diese AGs werden momentan
nur von
Honorarkräften im Hauptschulbereich durchgeführt!
Sport – AG (Karkoszka,
Student)
Türkisch (Kampolat)
Portugiesisch (Da Silva)
Boxen (Blömker)
Benimmkurs (Lange)
Angebote für
Arbeitsgemeinschaften durch Lehrkräfte in der 8. + 9. Stunde:
Dabei handelt es sich um
geplante AGs.
Fußball – AG, Jungen
(Rosen)
Schulband (Kemper)
Badminton (Kähler,
G.)
Basketball, Mädchen
(Böttick)
Afrikanisches Trommeln
(Kumlehn)
Biogarten (Dembeck)
Mofa – AG (Schelling)
Ferner sollen
auswärtige
Honorarkräfte für die 8. + 9. Stunde gewonnen werden.
Streitschlichterausbildung
(Wilde)
Hauswirtschaft (durch die
Landfrauen: „Meisterinen im Bereich der
landwirtschaftlichen
Hauswirtschaft“)
Einrichtung eines offenen
Treffs
(Weusting)
Ruder – AG (Vermittlung
durch
Böttick)
Reit – AG (Vermittlung
durch
Scholten)
Entscheidungen und Beschlüsse
1.9.2010 Beschluss des
Schulvorstandes:
Durchführung einer
Bedarfserhebung zum Thema „Ganztag“
Gründung der
Arbeitsgruppe
Ganztag „AGGata“
5.10.2010 Beschluss des
Schulvorstandes über einen Zeitplan zur Ganztagsschule
1.11.2010
Informationsveranstaltung
für die Schülervertretung
4.11.2010
Gesamtelternversammlung mit
Referenten aus verschiedenen Ganztagsschulen in
Nordhorn und
Neuenhaus
11.11.2010 Schulelternrat:
Beschluss über die
Einführung
der Offenen Ganztagsschule zum 1.08.2011
Von 21 anwesenden
Elternvertreter (bei
27 Klassen) stimmen 20 mit Ja, 1 Enthaltung
15.11.2010
Schülervertretung:
Beschluss über die
Einführung
der Offenen Ganztagsschule zum 1.08.2011
Von 22 anwesenden
Schülervertretern
stimmen 16 mit Ja, 4 mit Nein, 2 Ent-
haltungen.
18.11.2010 Gesamtkonferenz:
Beschluss über die
Einführung
der Offenen Ganztagsschule zum 1.08.2011:
40 Ja, 14 Nein, 4
Enthaltungen
23.11.2010 Beschluss des
Schulvorstandes über die Einführung der Offenen Ganztags-
schule zum 1.08.2011
Am 26.10.2010 wird das neue
schulpolitische Konzept „Oberschule“ der niedersächsischen
Landesregierung vorgestellt.
Die
Oberschule soll nach ersten Ankündigungen ein teilgebun-
den Ganztagsschule werden,
die von
Beginn an mit Lehrerstunden für den Nachmittag ver-
sorgt werden soll. Dieses
Konzept
bestimmt mit die Diskussionen über die Einführung der
Offenen Ganztagsschule. Im
Ergebnis
steht die Schule steht dem Konzept „Oberschule“ of-
fen gegenüber, will
aber vor einer
möglichen Einführung erst die genauen Rahmenbedin-
gungen kennen und
diskutieren.
Beschluss:
Die Gesamtkonferenz stimmt
der
Errichtung einer Offenen Ganztagsschule an der HRS
Nordhorn-Süd zum
1.08.2011 zu.
Die Ganztagsschule wird nach
Nr. 8.2
des Erlasses „Die Arbeit in der öffentlichen Ganztags-
schule“ vom 16.03.2004 als
Offene
Ganztagsschule geführt.
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