|
Vor der
Christianisierung gab es im Bereich der heutigen Stadt Nordhorn als
Siedlungen links der Vechte Frensdorf und rechts der Vechte Bakelde, Bookholt, Bimolten und
Hesepe. Am Übergang des Handelsweges von Elbe und Weser nach
Holland
und Flandern über die Vechte entstand während der Frankenzeit
in der Gemarkung Bakelde auf dem Gildkamp eine Niederlassung mit dem
Namen Norhthornum. Sie wurde um 800 Mittelpunkt eines Kirchspiels, zu dem die
oben genannten Bauernschaften und anfangs auch Brandlecht und
Wietmarschen
gehörten. Im Verlauf der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung
erfolgte
auch eine Besiedlung des Gebietes zwischen den Vechtearmen. Im Jahre
1379
erhielt dann das sogenannte „Insel-Nordhorn" als Ausgangspunkt der
Vechteschifffahrt für den Sandsteinhandel aus den Bentheimer
Bergen nach Holland durch Graf Bernhard I. von Bentheim
Stadtrechte,
während sich für
das ursprüngliche Dorf Nordhorn der Name Altendorf
einbürgerte.
|
|
Nach Specht (Nordhorn,
Geschichte einer Grenzstadt, Seite 130)
bestand in Nordhorn " seit
ältesten
Zeiten" eine Stadtschule. 1465 erweiterte Graf Everwin die Privilegien
für die Stadt Nordhorn. In Artikel 29 des Privilegs hieß es:
"Item
ock mag unse rath die scholmeister to der scholen setten vnd sollen
darup
sehen, dat die meisters to der scholen und dem chore nütte sien".
Der
Rat der Stadt erhielt das Recht der Besetzung der Lehrerstellen und der
Schulaufsicht.
|