Praxistage 2011 an den Berufsschulen
Ein Bericht in den Grafschafter Nachrichten vom
19. April 2011:
"Von Motor-Diagnose bis Mini-Garten
350 Grafschafter Schüler erhalten
Einblick bei Praxistagen der Berufsschulen
Wenn junge Menschen ihre
berufliche Zukunft planen, stehen sie vor vielen Fragen. Im
Berufsbildungszentrum des Landkreises dürften einige davon
beantwortet worden sein.
350 Schülerinnen und
Schüler aus Haupt- und Realschulen waren in der Woche vor den
Osterferien im Berufsbildungszentrum des Landkreises Grafschaft
Bentheim zu Gast, um an den berufsorientierenden Praxistagen
teilzunehmen. Die Abschlussklassen der Haupt- und Realschulen nahmen am
Unterricht in den verschiedenen Ausbildungsbereichen teil. Mit dabei
waren die Grund- und Hauptschule Gildehaus,
die Haupt- und Realschule Neuenhaus,
die Hauptschule Emlichheim,
die Realschule Emlichheim, die
Hauptschule Uelsen, die
Sünte-Marien-Schule Wietmarschen,
die Realschule Schüttorf die
Wilhelm-Busch-Schule Schüttorf
und die Realschule Uelsen.
Ziel der Praxistage:
Berufsorientierung, Berufserkundung und Berufswahlentscheidung. Das
theoretische und praktische Arbeiten an Berufsinhalten und Projekten
soll dazu beitragen, dass die jungen Menschen spätestens nach
Beendigung ihrer allgemein bildenden Schulzeit wissen und sicher sind,
welchen Ausbildungsberuf beziehungsweise welches Berufsfeld sie
anstreben.
An den Gewerblichen Berufsbildenden Schulen (GBS)
wurden zum Beispiel in der Fahrzeugtechnik Motordiagnosen
durchgeführt, in der Elektrotechnik verschiedene
Installationsschaltungen gesteckt. In der Metalltechnik stellten die
Praktikanten eine Standuhr her, in der Bautechnik fertigten die
Schüler eine Außenbank an, in der Holztechnik ein
CD-Hängeschränkchen, in der Ernährung und Gastronomie
richteten sie ein Frühstücksbüfett her, im Berufsfeld
Körperpflege standen fachpraktische Arbeiten der Schwerpunkte
Beauty und Wellness auf der Tagesordnung.
An den Hauswirtschaftlichen Berufsbildenden
Schulen (HBS) bestand die Möglichkeit, die Fachbereiche
Agrarwirtschaft (Floristik, Gartenbau und Landwirtschaft),
Hauswirtschaft, Sozialpädagogik sowie Pflege kennen zu lernen. Auf
dem Programm standen die Planung und Erstellung eines Minigartens, das
Fertigen eines Frühlingskranzes, das Erstellen von Spielen zur
motorischen Entwicklung, Beschäftigungsmöglichkeiten und
Unterstützungsmaßnahmen für ältere Menschen und
praktisches Arbeiten „Rund um Ostern“.
In den Kaufmännischen Berufsbildenden Schulen
(KBS) wurden mit Hilfe ökonomischer Unterrichtsinhalte
vielseitige Kenntnisse für die Tätigkeiten des modernen
kaufmännischen Handelns und Wirtschaftens vermittelt. Dabei
erlangten die Schülerinnen und Schüler der Haupt- und
Realschulen Einblicke in die erfolgreiche Vermarktung von Produkten
(Marketing), in die Anwendung moderner Software im Bereich der
Informations- und Kommunikationstechniken und in die praktische
Umsetzung der Unterrichtsinhalte in den Wirtschaft-live-Projekten
(Travel-X, do-IT, shop4u, PrintStar).
Um die Berufswahl zu
erleichtern wurden den Schülerinnen und Schülern
außerdem Inhalte und Kompetenzen ausgewählter
Ausbildungsberufe wie etwa Einzelhandel, Lagerlogistik,
Großhandel und Büroberufe veranschaulicht.
Zuvor bereits hatten Förderschüler eigene Praxistage
bei den GBS und HBS erlebt. Die Tage dienten zur Berufsorientierung,
aber auch zum Abbau von Schwellenängsten vor der neuen Schule, die
die meisten Förderschüler nach den Sommerferien erwartet.
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