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Volksschule Engden
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Die Bauerschaft (anfänglich Siedlung) Engden ist seit 1370
bekannt. Um 1400 wurde hier eine Kapelle erbaut. Engden gehörte
bis
zur Reformation zur Pfarre Schüttorf. Als unter Arnold I (1530 -
1553) die Grafschaft lutherisch wurde, blieb Engden katholisch. Sie
gehörte seitdem zur Pfarre Emsbüren, blieb aber weiterhin ein
Teil der Grafschaft Bentheim. Im Volksmund hieß es: "Engden
gehört nach Emsbüren zum Friedhof und nach Bentheim zum
Galgen". 1900 wurde in Engden eine Kirche gebaut, und es wurde ein
eigener Seelsorgbezirk. Seit der Grenzfestlegung 1793 hat Engden eine
Fläche von 26,75 qkm. Bei Volkszählungen betrug die
Einwohnerzahl: 1880 - 220, 1900 - 218, 1939 - 242, 1946 - 326, 1956 - 286.
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1723 - In Engden wird ein
Schulgebäude gebaut. Vorher sollen Kinder lange Zeit auf einem
Bauernhof unterrichtet worden sein.
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1842 - Es wird ein neues
Schulgebäude mit einem Klassenraum erbaut, in dem gleichzeitig
eine Lehrerunterkunft untergebracht ist. Es ist ein äußerst
einfacher Backsteinbau, 12 x 8 m groß, mit drei Zimmern, das
Klassenzimmer als das größte, dann ein zweites
geräumiges für den Lehrer und für ihn ein Schlafzimmer,
2 x 2 1/2 m groß. Das Klassenzimmer hat vier Fenster nach
Süden, davor ein kleiner Garten.
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1915 - Am 26. Februar 1915 fällt
der Lehrer Anton Tebbenhauer
im Kriege. Als Nachfolger kommt Ostern 1915 der Lehrer Heinrich Rahe nach Engden.
Er stammt aus Osnabrück, wo er 1892 geboren ist. Er bleibt 12
Jahre in Engden und wird 1927 als Hauptlehrer nach Gesmold bei Melle
versetzt, wo er als Schulleiter, engagierter Heimatkundler im
Grönegau, Künstler und Kirchenmann über 40 Jahre wirkt.
Er stirbt 1975 im Alter von 83 Jahren. In Gesmold schreibt Heinrich Rahe seine
Erinnerungen an die Engdenr Zeit nieder. Sie zeichnen ein Bild von
Engden vor und nach dem Ersten Weltkrieg. Abschnitte hieraus hat Dr. Hermann Heddendorf im
Jahrbuch 1984 (Seiten 83 - 94) veröffentlicht. Der Artikel
enthält folgende Abschnitte: Die Schule - Das Schulzimmer - Die
Maien - Land und Landschaft.
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1928 - Es wird ein Lehrerhaus als
Lehrerdienstwohnung errichtet.
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1937 - Die Lehrerunterkunft im
Schulhaus wird zum Lehrmittelraum und Vorflur umgebaut.
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1950 - Während die
Schülerzahlen in den Vorjahren zwischen 30 und 40 lagen, besuchen
1950 64 Kinder die Schule.
Der Lehrer Wilhelm
Füllgraf verunglückt am 22. Dezember 1950
tödlich. Sein Nachfolger wird ab 1. April 1951 Wilhelm Freund.
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1962 - Die Schülerzahl ist auf 27
abgesunken. Die Abschulung des 9. Schuljahres erfolgt nach Nordhorn.
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1965 - Im Oktober 1965 werden die
Schüler ab Klasse 7 nach Emsbüren abgeschult.
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1970 - Zum 1.8.1970 erfolgt die
Abschulung des 5. und 6. Schuljahrs nach Emsbüren.
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1974 - Schulträger der Grundschule
Engden wird die Samtgemeinde Schüttorf.
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1975 - Nachdem der an der Schule
unterrichtende Lehrer Korte
seine Versetzung an die Marienschule
Nordhorn beantragt hat, beschließt die Samtgemeinde
Schüttorf nach Aufforderung durch die Bezirksregierung die
Aufhebung der Grundschule Engden. Die Schüler werden nach
Emsbüren umgeschult.
Damit endet die Geschichte der Schule in Engden.
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Quellen:
- Wilhelm Freund, Auszüge aus der
Schulchronik, 1962
- Dr. Hermann Heddendorf, Lehrer Heinrich Rahe in
Engden, Jahrbuch 1984, Seiten 83 - 94.
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