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Realschule
Schüttorf (vorher Lateinschule, Rektorschule, Mittelschule)
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Nach Dr. Ludwig
Edel (Von der Lateinschule
oder dem
städtischen Gymnasium in Schüttorf, Jahrbuch 1961, Seite 34)
sind die Nachrichten über das älteste städtische
Schulwesen in der Stadt Schüttorf, besonders in den ersten
Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts, aber auch noch im 15. Jahrhundert,
recht dürftig, weil durch verschiedene Plünderungen und
Brände, zuletzt noch im Jahre 1945, das gesamte Akten- und
Urkundenmaterial der Stadt umgekommen ist.
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1316
- Im Jahre
1295 erhält Schüttorf ein
städtisches Privileg. Im Jahre 1316 wird dann erstmalig ein
"rector scolarum" urkundlich erwähnt. Er heißt Johannes mit
Rufnamen. Zu dieser Zeit besteht in Schüttorf eine
"höhere
Stadtschule". Sie hat keine Beziehung zum Landesherrn oder zur Kirche.
Wann diese Schule genau entstanden ist, ist unbekannt. Wo die
älteste Schule lag, ist nicht überliefert. Eine alte Schule
wird auf dem "Bischlag" erwähnt.
Schüttorf
hat in der damaligen Zeit enge Beziehungen zu den
Hansestädten, insbesondere zu Lübeck. Dort leben geborene
Schüttorfer. Briefe, die von ihnen in Schüttorf eintreffen,
lassen eine gute niederdeutsche Schreib- und Lesebildung erkennen, die
sie von zu Hause mitgebracht haben.
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vor
1433 - Die
"moderne devotie" war eine Bewegung, die
auch bei den gebildeten Kreisen in der Stadt Anklang fand. Johannes
Monick, ein Ratsherr und Bürger zu Schüttorf, und Rembeld von
Goor in Zwolle, beide geborene Schüttorfer, setzen sich
für
eine Niederlassung der "Brüder des gemeinsamen Lebens" in der
Grafschaft ein. Einige Jahre nach der Gründung schließt sich
diese Niederlassung den Windesheimern an. Johannes Monik stirbt 1433.
Nach
Aussagen von Heinrich
Volkers (in: Schulreformen in der Grafschaft
Bentheim seit dem Jahre 1604, Jahrbuch 2003, Seite 101) erfahren die in
den Hauptorten der Grafschaft bereit bestehenden Schulen durch die
"Brüder des gemeinsamen Lebens" reiche Förderung und die "in
Deventer bestehende Hochschule zählte viele Grafschafter
Jünglinge zu ihren Besuchern". Diese innigen geistigen Beziehungen
bestehen bis zu der Zeit, als durch die Reformation mittelalterlich
scholasische Lehr- und Denkweise gebrochen wird.
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1439
- Aus einer
Schüttorfer städtischen
Rechnung geht geht hervor, dass ein Herr Hinrich von Bullern hier
als
"Scholemeister" oder Rektor tätig ist.
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1465
- Nach dem
städtischen Privileg von 1295, dem
Jahr der Erhebung Schüttorfs zur Stadt, stellt der Landsherr 1465
ein zweites weit ausführlicheres Privileg zur Bestätigung der
Schüttorfer Rechte aus. Nach Paragraph 29 der Privilegien
fällt in die Zuständigkeit des Rates die Anstellung eines
Schulmeisters ebenso wie die Aufsicht über ihn.
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1526
- An
schriftlichen Zeugnissen hat sich aus dieser
Zeit nur sehr wenig über einen "Rector scolarum" in der Stadt
erhalten. 1526 heißt es:"Mester Roleff 2
Hornsgulden" = 11/2
Mark. An anderer Stelle: "De Scholmester gegeven 1 Mark. Gegeven de
Hilge Kerke 1 Hornsgulden to 9 Schillinge vor de Schole".
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1535
- 1578 -Die
sogenannte alte Schule auf dem Bischlag ist
1535 bereits anderweitig an einen gewissen Tybben Lübbert
vermietet. Die alte Schule lässt auch eine neuere Schule vermuten,
die nach Edel im
nördlichen Stadtteil gelegen haben muss. In
dieser sind 1548 Gerdt ter
Lage und von 1567 bis 1578 Werner Tieneken
(genannt. Herr Wernerus)
tätig. In den Jahren 1565 bis 1574 ist
hier außerdem ein Diedrich
Rumpf tätig, der zugleich 2.
Prediger gemäß Augsburgischer Confession ist. Später
ist er Pastor in Tecklenburg, wo er 1606 stirbt.
Wie
in anderen Städten ist hier zu der Zeit statt der reinen
Lateinschule eine deutsch-lateinische Schule.
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1588
- An Stelle
der bereits bestehenden
städtischen Schule gründet Graf Arnold II im Frühjahr
1588 eine reformierte Lateinschule. Rektor ist der aus Warendorf
berufene Hermann Hausmann.
Diese sogenannte "Trivialschule", in welcher
das Trivium, der dreifache Weg: Grammatik, Theoretik und Dialektik,
gelehrt wird, ist im aufgelösten Nonnenkloster untergebracht. Es
ist eine Bildungseinrichtung, die höhere Bildung vermitteln und
somit eine Voraussetzung für das Universitätsstudium schaffen
will. Priorität bei dieser durch den Grafen errichteten
Lateinschule hat neben dem Erlernen der lateinischen und griechischen
Sprache die fundierte Einführung in die reformierte Lehre. Ein
entscheidendes Ziel des Unterrichtes ist es, die Schüler zu
christlicher Vollkommenheit zu führen und sie zu einem Leben in
der christlichen Gemeinschaft anzuleiten. Eine unterrichtliche
Ausrichtung auf wirtschaftliche Gegebenheiten, wie man sie in der
städtischen Schule feststellen konnte, fehlt weitgehend.
Gegen
diese gräfliche Schule regt sich der Widerstand der
Schüttorfer. Die Ratsherren sind nicht gewillt, ihre ihnen
verliehenen Rechte zur Errichtung einer Schule, die seit 1316 bezeugt
ist, preiszugeben.
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1591
- Wegen des
schlechten Besuchs der Trivialschule
wird diese nach drei Jahren - 1591 - nach Burgsteinfurt verlegt. Sie
besteht dort noch heute als Arnoldinum und ist dort vorübergehend
mit einer Hochschule verbunden.
An
die Stelle der Trivialschule tritt die städtische Lateinschule.
Rektoren der Schule sind Conrad
Goddaeus, gebürtig aus Dortmund, Johannes Stollenbecker,
Joannes Tesingius und bis 1614 Friedericus
Gronenberg.
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1608
- Durch den
großen Schüttorfer
Stadtbrand wird das bisherige Schulgebäude vernichtet, so dass ein
Neubau erforderlich wird. Nach einer Inschrift im Portal der ev.
Volksschule an der ref. Kirche, der Kirchschule, wurde sie zur "Pflege
der Frömmigkeit aufgerichtet". Das neu errichtete Gebäude
besteht aus drei Räumen, von denen einer der Lateinschule und zwei
der Volksschule dienen. Außerdem wird ein Auditorium mit
eingebaut.
Die
Lateinschule wird auch von Auswärtigen gern besucht. Es ist
bekannt, dass Schüler aus Lingen, Ibbenbüren, sogar aus
Bremen hier ihre Ausbildung suchten. Hundert Jahre später heisst
es, dass "vorzeiten, ehe sonderlich die Lingische Schule aufgerichtet
war, auch öfters ein ziemlicher Conflexus aus fremden Orten sich
eingefunden".
Es
kann davon ausgegangen werden, dass die Schüttorfer
Lateinschule im 17. und 18. Jahrhundert zwar unter der Aufsicht des
Magistrates stand, dass aber die Lehrinhalte in erster Linie von
kirchlichen Stellen bestimmt wurden, da die Schule unter der Leitung
des Oberkirchenrates stand. Schon auf der Synode der reformierten
Kirche von 1604, die in Schüttorf stattfand, wird gefordert,
verstärkt Einfluss auf die Schulen zu nehmen.
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1633
- Während
des Dreißigjährigen
Krieges sind die Lehrer, Schüler und Studenten der gräflichen
Schule aus Burgsteinfurt ab 1633 mit gewissen Unterbrechungen in der
Stadt Schüttorf untergebracht. Erst im Frühjahr 1651 kann die
gräfliche Schule wieder nach Burgsteinfurt zurückverlegt
werden.
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1635
- Der
Rektor der Lateinschule und
Stadtsekretär David
Steling leitet während des
30jährigen Krieges mit großer Umsicht die Geschicke der
Stadt. Seine Gedanken äußert er oft in Gedichten:
"Hätten
wir alle e i
n e n
Glauben,
Gott und
gemeinsam Nutzen vor Augen,
Guten Frieden und
recht Gericht,
E i n e Elle Maß und Gewicht,
Eine Münz und gut Geld,
Es ständ besser in der Welt.
15.1.1637
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1649
- Aus dieser
Zeit ist ein gutes Zeugnis über
die Leistungen der Schule überliefert. Zu ihren Schülern
zählte 1649 u.a. der zweite Sohn des Richters von Lingen, Sylvester Dankelmann,
namens Thomas, der
1709 als preußischer
Geheimrat in Lingen starb. In seiner Leichenpredigt heißt es
nämlich, dass die Schule in Schüttorf blühte und sich
auszeichnete durch Tüchtigkeit der Lehrer, wie auch durch die
große Zahl der Lernenden.
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1659
- Nachdem
1650 der Schulplatz mit Steinen
ausgelegt worden war, erfolgen acht Jahre später Arbeiten am
Schulgebäude. Es wird außerdem ein eiserner Ofen eingebaut.
In der Rechnung von 1659 werden für das Auditorium und weitere
drei Schulklassenzimmer vier Fuder Klün zur Heizung, einige
Pfannen vom Isterberg, 2 1/2 Tonnen Kalk, noch 1 Tonne Kalk und 3.200
Docken und die zugehörigen Latten vermerkt. Meister Joachim hat
"das Kreuz und den Hahnen uf der Schulen" angestrichen, wofür ihm
12 Stüber vergütet werden.
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1735
- 1772 - Die Leitung
der städtischen Lateinschule
wurde in den vorhergehenden Jahrzehnten durch zahlreiche Rektoren
wahrgenommen, die von Edel
anhand der Eintragungen in den
Kirchenbüchern benannt und charakterisiert werden. 1735 wird dann Joh. Conrad Rump
Rektor, der schon 17 Jahre lang "mit großem
Geschick das Conrektorat versehen hatte". Er war gebürtig aus
Gildehaus und Sohn des dortigen Predigers Eberwin Konrad Rump. Im
Kirchenbuch steht folgende Eintragung: "Joh. Conrad Rump, hiesiger
lateinischen Schule getreuer Rektor ist im 79. Jahr seines Alters und
53. Jahr seines wohlgeführten Schulamtes am Schlagfuß
gestorben am 20. Februar 1772 und am 23. begraben."
Nach
dem Tode von Rump
findet ein ziemlich häufiger Wechsel im
Rektorat statt. Direkter Nachfolger wird Jos. Christof Koppelmann,
der
aber schon nach drei Jahren als Pfarrer nach Brandlecht kommt, wo er
eine Lateinschule mit Internat einrichtet.
Die
Lehrer der Lateinschulen sind in jener Zeit Kandidaten der
Theologie, die zu Beginn ihrer Tätigkeit den Lehrberuf
ausüben. Ihre Bezahlung lässt sehr zu wünschen
übrig. Sie reicht kaum, um eine Familie zu ernähren und ist
weitgehend von der Zahl der unterrichteten Schüler und dem
Land, das zur Schule gehört, abhängig. So ist es nicht
verwunderlich, dass die meisten Lehrer ihre Tätigkeit an der
jeweiligen Schule nur kurzfristig ausüben und danach als Theologe
tätig werden oder eine besser dotierte Lehrtätigkeit
aufnehmen.
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1824
- Da das
Schulgebäude baufällig ist,
wird es durch ein massives dreiklassiges Schulhaus ersetzt und 1874
durch einen vierten Klassenraum erweitert.
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1826
- 1850 - Wie in
anderen Orten und in Burgsteinfurt geht
es schon während der französischen Besatzungszeit, dann aber
erst recht nach den Freiheitskriegen, mit den alten Lateinschulen zu
Ende.
Der
letzte Rektor, unter dem das ganze Schüttorfer Schulwesen noch
steht, ist Johann Fokke,
der hier von 1826 bis 1850 wirkt. Im Gegensatz
zu der Schulsituation Schüttorfs in früheren Jahrhunderten
sind Einzelheiten aus dieser Zeit bekannt. Den Unterricht besuchen
durchschnittlich 12 Schüler. Die Schüler, die alte Sprachen
gewählt haben, wechseln, nachdem sie einen entsprechenden
Leistungsstand erreicht haben, häufig zu Gymnasien in
Osnabrück, Lingen, Rheine oder Burgsteinfurt. Der Unterricht der
anderen Gruppe ist stärker berufsorientiert ausgerichtet, denn die
Absolventen brauchen Kenntnisse für ihren späteren Beruf als
Kaufmann oder Beamter. Die beachtliche Stellung des Rektors im
gesellschaftlichen Leben ist u.a. aus der Tatsache erkennbar, dass er
die Aufsicht über die sogenannten niederen Schulen führt.
Mit
der neuen Schulordnung von 1845, die Rektor Fokke konzipiert, wird
den Elementarschulklassen die Selbstständigkeit zugestanden. Damit
wird letztendlich die Entstehung der Volksschule in Schüttorf
begründet.
Im
Jahre 1850 verlässt Johann
Fokke Schüttorf und tritt eine
Stelle in Neuenhaus an, die mit 700 Gulden jährlich dotiert ist,
während er in Schüttorf nur 166 Gulden bekommen hat. Er
errichtet in Neuenhaus eine Lehrerbildungsanstalt und ist für die
Niedergrafschaft als Oberschulinspektor tätig.
Mit
dem Weggang von Rektor Fokke
hört die Schüttorfer
Lateinschule, die das städtische Leben jahrhundertelang
geprägt hat, auf zu bestehen. Als Nachfolgeschule wird die
Rektorschule eingerichtet, die der Unterstufe des Gymnasiums
entspricht. Die Schwerpunkte der Schüttorfer Rektorschule sind
Religionslehre und Geschichte der christlichen Kirchen, Altertumskunde
und Mythologie, Naturgeschichte und Technologie, Anfangsgründe der
Physik, Deutsch, Latein, Französisch, Griechisch und
Hebräisch. Während der Rektor in Bentheim vom Kirchenrat
gewählt wird, ist für die Wahl des Schüttorfer Rektors
der Stadtmagistrat verantwortlich. Die Schule selbst steht unter der
Aufsicht des Oberkirchenrates.
Unterrichtet
werden die Schüler in den Klassen Sexta bis
Untertertia. Dann erfolgt der Übergang zu den Gymnasien in Lingen,
Burgsteinfurt und Rheine; die Mädchen gehen nach Osnabrück.
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1852
- Nachdem als
letzter gemeinsamer Rektor der
Latein- und Deutschschule Johann
Fokke Schüttorf verlassen hat,
wird der Theologe Wolkenhaar
aus Beedenbostel, Kreis Soltau zu seinem Nachfolger
ernannt. Er ist jedoch nicht reformiert, sondern lutherisch. Er wird im
Februar 1852 in sein Amt eingeführt. Er muss jedoch geloben, dass
er "auch im Religionsunterricht nichts gegen die Lehre der reformierten
Kirche in der Grafschaft Bentheim, wie sie im Heidelberger Katechismus
enthalten ist", vorbringen wolle. Zur Berufung von Rektor Wolkenhaar
stellt Herr Markus
Schröter eine Niederschrift aus der
Nachfahrenliste von Ludwig
Wolkenhaar zur Verfügung: siehe Berufung
Wolkenhaar)
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1866
- Der
Nachfolger Wolkenhaars
ist der Rektor Adolph
Wessel Schümer, der am 19. November 1866 als einzige
Lehrkraft die
Leitung der Schule übernimmt. Er wurde 1838 als Sohn des
Brennereibesitzers Wilhelm Schümer auf Schümers Mühle
geboren und studiert zunächst Theologie, bevor er sich der
Lehrtätigkeit an der hiesigen Schule widmet. Er hat
wesentlich Anteil daran, dass die Schule gegen Ende des 19.
Jahrhunderts einen enormen Aufschwung nimmt. Zunächst hat es Schümer
schwer, sich und seiner Schule die entsprechende Geltung
zu verschaffen. Er selbst bewohnt die Dienstwohnung im Kloster. Sein
Einkommen ist sehr spärlich und besteht nur aus den Pachten
für einige Grundstücke und aus dem Schulgeld der wenigen
Kinder, die die Schule besuchen. Der Oberkirchenrat als geistliche
Schulaufsicht regt deshalb in einem Schreiben vom 1.10.1873 an die
Stadt die Aufbesserung seiner Bezüge an, was jedoch abgelehnt wird.
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1878
- Nach
einer Notiz im
Stadtprotokollbuch vom 16.5.1878 erteilt Rektor Schümer als
alleinige Lehrkraft wöchentlich drei Stunden Deutsch, zwei Stunden
Religion, zwei Stunden Geschichte, zwei Stunden Geographie, vier
Stunden Latein, eine Stunde Rechnen, eine Stunde Naturkunde, drei
Stunden Französisch und zwei Stunden Mathematik und Algebra.
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1880
- Die
Rektorschule muss das Schulgebäude bei
der reformierten Schule verlassen und wird in der Ratskammer des alten
Rathauses, das selbst noch aus dem 14. Jahrhundert stammt,
untergebracht. Um das Jahr 1880 hat die Schule nur noch 6 Schüler.
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1885
- Aufgrund
des Engagements und des
unterrichtlichen Geschicks Schümers steigt das Ansehen der Schule
erheblich an. Rektor Schümer
wird zunächst eine
persönliche Zulage von 100 Mark jährlich zugebilligt. Als die
Regierung in Osnabrück im November 1885 aufgrund der geringen
Schülerzahl die Verschmelzung der Schüttorfer mit der
Bentheimer Rektorschule anregt, machen sich die städtischen
Gremien zum entschiedenen Fürsprecher dieser "segensreichen
Lehranstalt" und wollen für den Fortbestand "kräftigst"
eintreten.
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1888
- Nach einer
Aufwärtsentwicklung sind 1888
wieder 30 Schüler vorhanden, so dass ein weiterer Lehrer für
die zweite Klasse angestellt werden muss. Der Unterricht für diese
Klasse findet vorübergehend im Lenzingschen Saal statt. Für
den Besuch der Schule ist Schulgeld zu zahlen, so dass bis in
die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts es sich nur finanziell gut
gestellte Bürger Schüttorfs sich leisten können, ihre
Kinder in diese Schule zu schicken. So ist im Jahr 1888 der Betrag von
40 Mark, einschließlich des Lateinunterrichts 75 Mark als
jährliches Schulgeld überliefert. Das Gehalt des Rektors wird
auf 1.600 Mark festgesetzt. Dem 2. Lehrer wird ein Gehalt von
1.500 Mark zugestanden.
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1889
- Es erfolgt
der Neubau einer Rektorschule mit 2
Klassenräumen an der Schevestraße, dessen Frontgiebelausbau
dem jeweiligen Rektor als (Junggesellen)wohnung dient. Das Gebäude
kann erst 1891 bezogen werden.
Verschönert
wird die Schule und Umgebung dadurch, dass im Herbst
1893 der Schulplatz mit Lindenbäumen bepflanzt wird. Gleichzeitig
werden auch Bäume vor dem Schulhaus gepflanzt.
In
den Jahren von 1889 bis 1918 bestimmt nach den Aussagen der
Schulchronik die nationale Gesinnung den Geist der Schule. So werden
besonders die Sedansfeiern, die Geburtstage des Kaisers und
Manöver hervorgehoben.
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1897
- Schüttorf
erhält 1897
als eine der ersten Städte Deutschlands elektrisches Licht. Dies
gilt nicht für die Rektorschule, da Unterricht "nur am Tage
stattfindet". Dies führt zu Schwierigkeiten in den Wintermonaten.
Der übliche Schulunterricht findet von 8 - 12 Uhr vormittags und
von 2 - 4 Uhr, manchmal bis 5 Uhr, nachmittags statt. Mittwoch
und Sonnabend nachmittags ist frei. Da es in den Wintermonaten
morgens nach Schulbeginn und abends vor Schulschluss
dämmerig ist, ordnete die Regierung in den Monaten Dezember und
Januar schon am 30.8.1893 eine Verlegung der Unterrichtszeiten an:
vormittags 9 - 12 Uhr und nachmittags von 11/2 bis 41/2
Uhr.
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1900
- Als
Rektor Schümer
am 1.
Oktober 1900 nach nahezu 34-jähriger Tätigkeit in den
Ruhestand tritt, wird ihm der "Adler des Hohenzollernschen Hausordens"
verliehen. Er stirbt im Alter von 66 Jahren am 30. Juni 1904.
Nachfolger von Rektor Schümer
sind Karl Breves
(1900 - 1908) und
dann Walter Ankermann
(1908 - 1927).
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1903
- Das Fach
Englisch wird in den Lehrplan
aufgenommen.
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1908
- Die
geistliche Schulinspektion wird aufgehoben.
Dadurch ist eine direkte Mitwirkung der Kirche an schulischen
Angelegenheiten nicht mehr gegeben.
Wegen
des fehlenden elektrischen Lichtes schreibt Rektor W. Ankermann
nach Aufnahme seiner Tätigkeit ab 1.1.1908 am 27. Oktober 1908 an
den Magistrat eine Petition, die folgenden Wortlaut hat:
"In einer Eingabe vom Februar dieses Jahres habe ich mir erlaubt, den
Wohllöblichen Magistrat auf die Nachteile aufmerksam zu machen,
die der Rektorschule während des Winterhalbjahres dadurch
entstehen, daß die Schulräume nicht beleuchtet werden
können, ein Übelstand, der sich umso fühlbarer macht, da
wegen der eigenartigen Organisation dieser Schule in den meisten
Stunden zwei oder mehr Abteilungen in einer Klasse zugleich
unterrichtet werden, somit ein Teil der Schüler immer schriftlich
beschäftigt werden muss. Dies ist aber in der ersten Vormittags-
und der letzten Nachmittagsstunde häufig nicht möglich.
Am meisten wird durch die heutigen Zustände der Zeichenunterricht
geschädigt, der nur auf die Nachmittagsstunden gelegt werden kann,
da er von einem Lehrer der Volksschule erteilt wird, der an den
Vormittagen keine Zeit zur Verfügung hat.
Indem ich daher auf den schon gemachten Vorschlag zurückkomme, die
Rektorschule an das Elektrizitätswerk anzuschließen,
füge ich die Bitte hinzu, die Anlage so zu gestalten, daß es
möglich ist, elektrischen Strom für den Unterricht in
der Physik zu entnehmen".
Die
Schulchronik meldet nur folgende Tatsache: "Im Januar 1910 wurde
die Schule an das Elektrizitätswerk angeschlossen". (Zitate nach:
Dr. Scheurmann, siehe Quellenangabe)
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1911
- Ab 1911
finden Prüfungen für die
Schüler statt, die zum Gymnasium bzw. Lyceum übergehen
wollen. In den folgenden Jahren unterziehen sich mehrere Absolventen
diesem Examen und besuchen anschließend die Oberschule in einer
benachbarten Stadt.
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1912
- Zu den zwei
Klassenräumen wird ein 3. Raum
an der Rückseite des Gebäudes angebaut, der später
(1928) auch als Physikraum eingerichtet wird. Der Anbau wird 1993
abgerissen. Es wird ein weiterer Lehrer eingestellt.
Die
Rektorschule wird zur städtischen Mittelschule umgewandelt.
Mit der wachsenden Schülerzahl müssen Räume in der
benachbarten Ev. Volksschule in Anspruch genommen werden. Ostern 1915
werden 4, 1916 dann 5 und 1919 schließlich 6 Klassen eingerichtet.
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1921
- Am
1.10.1921 erfolgt die Anerkennung als
"vollausgestaltete Mittelschule" mit 102 Schülern durch die
Regierung. Die Schule erhält das Recht, das Zeugnis der mittleren
Reife zu vergeben.
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1930
- Über
die Schulgeldregelung wird folgendes
ausgesagt: "Es beträgt fortan in allen Klassen ohne Rücksicht
auf die Fremdsprachen 12,50 RM für Einheimische und 15 RM für
Auswärtige. Begabten und fleißigen Schülern
bedürftiger Eltern werden Freistellen (gange, halbe, drittel -
insgesamt 10 %) gewährt. Außerdem bestht
Geschwisterermäßigung, und zwar 25 % für das zweite und
folgende Kind."
Die
desolate wirtschaftliche Situation zu Beginn der dreißiger
Jahre führt dazu, dass aufgrund der Notverordnungen die
Lehrergehälter um 21 % gekürzt werden und die Konrektorstelle
abgeschafft wird. Die Schülerzahlen erreichen mit 92 Schülern
ihren tiefsten Stand.
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1931
- Über
die Zusammensetzung der
Schülerschaft heißt es in einer Tabelle der Schulchronik:
Besitzer und Unternehmer 42 %, Arbeiter 24 %, Angestellte 16 %, Beamte
10 %, berufslose Witwen 7 % freie Berufe 1 %. Legt man das geringe
Einkommen der Arbeiter in jener Zeit zugrunde, so ist erstaunlich, dass
trotz des Schulgeldes verhältnismäßig viele Arbeiter
ihren Kindern eine höhere Bildung ermöglichen wollten.
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1934
- Auf Weisung
der nationalsozialistischen
Regierung setzt der Rektor die gewählten Elternräte ab und
setzt an ihre Stelle sogenannte Jugendwalter ein, die zum Teil mit den
ehemaligen Elternräten identisch sind, zum Teil aber auch aus den
örtlichen Größen der Partei bestehen. In weiteren
Verfügungen wird das Führerprinzip bei der Leitung mittlerer
Schulen eingeführt; der "deutsche Gruß" wird verpflichtend;
die Anordnung des Staatsjugendtages hat zum Inhalt, dass der Samstag
Veranstaltungen der Hitlerjugend vorbehalten ist. Auch der Unterricht
steht ganz im Zeichen nationalsozialistischer Erziehung. Neben der
Rassenlehre als Teil der Biologie wird auch die körperliche
Ertüchtigung ein besonderer Schwerpunkt.
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1939
- 1944 - Die
Kriegsereignisse beeinflussen in besonderer
Weise das Schulleben der Mittelschule Schüttorf:
- Von den 206 Schülern im Jahre 1944 sind 32 aus luftbedrohten
Gebieten;
- der Schulbetrieb wird immer wieder durch Fliegeralarm
beeinträchtigt;
- die Klassenräume werden 1944 beschlagnahmt, um Schanzer
aufzunehmen;
- der Unterricht muss im Februar 1942 wegen Kohlenmangels ausfallen;
- Schüler des Jahrgangs 1927 werden zur Wehrmacht eingezogen,
andere werden bei der Heimatflak eingesetzt.
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1945
- Nach dem
Einmarsch englischer Truppen am 5.
April 1945 wird die Schließung der Mittelschule verfügt.
Erst am 2. November 1945 kann der Schulbetrieb der Schule wieder
aufgenommen werden.
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1953
- Fünfzig
Jahre nach ihrer Entlassung aus der Mittelschule Schüttorf haben
sich im April 2003 12 ehemalige Schüler getroffen. Sie besuchten
die Mittelschule von 1947 bis 1953. Die anfängliche
Klassenstärke von 30 Schülern habe sich bis zur Entlassung
auf 15 reduziert. Über ihre damalige Schulzeit berichtet Bernhard Nibbrich, der
Vorsitzende des Festausschusses: "Wer in die Mittelschule aufgenommen
werden wollte, musste sich einer einwöchigen Prüfung
unterziehen. Es musste ein monatliches Schulgeld entrichtet werden und
die Lehrbücher waren Rarität. In jedem Klassenzimmer stand
ein Ofen, der morgens von zwei Schülern angeheizt werden musste.
In der Schule herrschte eine große Disziplin und Ordnung. So
gingen die Schüler beispielsweise am Ende der Pause geschlossen in
den Klassenraum und standen auf, wenn der Lehrer erschien". Weitere
Besonderheiten waren nach den Schilderungen Nibbrichs die
Schulspeisung, ein Tanzkursus mit der Mittelschule von Bentheim sowie
das Kartoffelnsammeln im Herbst beim Bauern. Rektor Hambeck, seine Ehefrau und
die Lehrer Grewe, Röwer, Brandstätter, Freiberger, Ullmann und Rosche hätten den
Schülern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ihren Charakter
geformt und sie auf das spätere Leben vorbereitet (GN, 4.4.2003).
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1956
- Nachfolger Hambecks
wird der vorher in
Dissen
tätige Mittelschullehrer Wilhelm
Voß, der seinen Dienst am
15.10.1956 in Schüttorf antritt, den er bis zu seiner
Pensionierung 1969 versieht.
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1960
- In den
ersten Nachkriegsjahren war die
Schülerzahl relativ konstant. 1960 besuchen 240, 1961 dann aber
schon 299 Schüler die Schule. Das bisherige Volksschulgebäude
an der Schevestraße wird nach Fertigstellung des
Volksschulgebäudes an der Hermann-Schlikker-Straße ab
Frühjahr 1960 von der Mittelschule genutzt. Die Mittelschule kann
damit die behelfsmäßigen Unterrichtsräume im ref.
Gemeindehaus und im kath. Jugendheim, die der Stadt zur
Überbrückung des Notstandes bereitwillig von den
Kirchengemeinden zur Verfügung gestellt wurden, aufgeben.
Nachdem
die ernstlichen Bemühungen der Stadt Schüttorf,
für die Obergrafschafter Fahrschüler des Nordhorner
Gymnasiums eine günstigere Burverbindung zu erwirken, trotz des
Entgegenkommens der Bentheimer Eisenbahn scheiterten, wird die
Einrichtung eines Progymnasiums in Schüttorf angestrebt. Im
Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde kommt es Anfang 1960 zu
einer Vereinbarung über eine enge Zusammenarbeit zwischen der
Mittelschule und dem Gymnasium Nordhorn. Das Ergebnis der Verhandlungen
ist:
1. eine weitgehende Anpassung der Stundentafeln der Mittelschule an die
des Gymnasiums durch Verstärkung des planmäßigen
Fremdsprachenunterrichts (Einrichtung von Förderkursen),
2. eine Abstimmung der Lehrbücher in den Fremdsprachen,
3. eine Vereinbarung der günstigen Termine des Übergangs
- für Schüler, die Latein als zweite
Fremdsprache wählen wollen, Eintritt in die Klasse 7 des
Gymnasiums,
- für Schüler, die Französisch als
zweite Fremdsprache wählen wollen, Eintritt in die Klasse 9 des
Gymnasiums,
- für Spätentwickler nach Abschluss der
Klasse 10 unter den üblichen Bedingungen,
4. Vereinbarung gegenseitiger Unterrichtsbesuche.
Durch die Absprache ist gewährleistet, dass die Schüler aus
dem Raum Schüttorf möglichst lange vor den Nachteilen des
Fahrschülerdaseins bewahrt bleiben. Die Vereinbarung soll auch
nach der Neueinrichtung eines Gymnasiums in Bentheim gelten (GN,
10.11.1960).
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1962
- Da der
vorhandene Schulraum nicht ausreicht,
wird ein neuer technischer Trakt gebaut, der am 22.November 1962 seiner
Bestimmung übergeben wird (GN, 23.11.und GT, 24.11.1962). Nach
einer Aufstellung von 1961 betragen die Gesamtkosten der
Baumaßnahme 530.000 DM (GN, 16.3.1961). Dadurch wird die Schule
um 4 Fachräume und ein Lehrerzimmer erweitert.
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1970
- Die Schule
wird 1970 um einen weiteren Trakt
mit 5 Unterrichts- und 2 Fachräumen erweitert. Zu der Zeit
besuchen 394 Schüler die Schule.
Als
Nachfolger von Rektor Voß
wird der aus Osnabrück
stammende Mittelschullehrer Erich
Stöhner Leiter der Schule, die
seit 1965 den Namen Realschule Schüttorf führt.
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1978
- In den 70er
Jahren steigt die Schülerzahl
der Schule explosionsartig an. 1978 besuchen 727 Schüler die
Schule. Da kein Geld vorhanden ist, um weiteren Schulraum für die
Realschule zu erstellen, werden die Schüler provisorisch in
verschiedenen Gebäuden untergebracht. Unterricht in
Fachräumen wird auch am Nachmittag erteilt. Teile der Schule
werden auch in das Altersheim an der Salzbergener Straße und in
das reformierte Gemeindehaus ausgelagert.
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1979
- 1980 - Nach
Einführung der Orientierungsstufe 1979
werden ab Schuljahr 1980/81 nur noch die Schuljahrgänge 7 - 10 an
der Schule unterrichtet. Dadurch und aufgrund der geburtenschwachen
Jahrgänge reduzieren sich die Schülerzahlen in den 80er
Jahren und erreichen ihren tiefsten Stand 1991 mit 232 Schülern in
neun Klassen, um dann wieder bis auf 12 Klassen anzusteigen.
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1987
- Der
langjährige Leiter der Realschule, Erich Stöhner, tritt
zum Schuljahrsende in den Ruhestand. Er unterrichtete nach
Kriegsdienst, Gefangenschaft, Dolmetschertätigkeit und
Lehrerausbildung ab 1947 an Volksschulen im Raum Osnabrück, ab
1955 an der dortigen Möser-Mittelschule und kam 1968 als Rektor
nach Schüttorf GN, 25.6.1987).
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1988
- Nachfolger
von Herrn Stöhner
wird Horst
Mücke, der am 11.3.1988 in sein Amt eingeführt wird.
Er besuchte die Schule schon als
Schüler und Lehrer und war vor seinem Dienstantritt Leiter
der OS Blanke in Nordhorn (GN, 12.3.1988).
Nach
einer Besichtigung der
Hauptschule und der Realschule durch den Schulausschuss wird
festgestellt, dass an den Schulen akute Raumnot herrscht. Betroffen ist
der Unterricht im Fachbereich Arbeit/Wirtschaft/Technik
(Hauswirtschaft, Technik) sowie in Musik, Kunst, Textiles Gestalten und
Gestaltendes Werken. Schulrat Bentje
bezeichnet es als unhaltbar, dass bei Überschneidungen
Werkunterricht im Keller eines Tischlereilagers stattfindet. Auch die
sogenannten Werkräume im Lager der Tischlerei seien nicht
sonderlich geeignet. Zur Gesamtsituation betont der Schulrat, dass die
räumliche Ausstattung in den genannten Fächern nicht
ausreiche, "um einen zeitgemäßen Fachunterricht
gemäß den Grundsatzerlassen für die Hauptschule und die
Realschule zu erteilen", Samtgemeindedirektor Wegener weist darauf hin,
dass beim Bau der Hauptschule vor rund 15 Jahren nur "praktisch die
halbe Schule" gebaut worden sei. Den letzten Bauabschnitt habe man aus
unerfindlichen Gründen einfach weggelassen. Der
Samtgemeindedirektor kritisiert darüber hinaus die Situation im
Pavillon, in dem 4 Hauptschulklassen untergebracht sind. Er sei
schlicht abgängig. Bei längeren Kälteperioden könne
dort die notwendige Raumtemperatur nicht erreicht werden, die Kinder
müssten in Mänteln unterrichtet werden (GN, 4.6.1988).
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1989
- Realschulkonrektor Johann
Wangemann
wird in den Ruhestand verabschiedet. Nach Unterrichtstätigkeiten
in Samern und an der Kirchschule wurde er 1958 an die Realschule
versetzt und 1969 zum Konrektor ernannt. Sein Nachfolger wird Jürgen Weissing, der
vorher an der Realschule im Schulzentrum Deegfeld, Nordhorn, tätig
war.
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Das vordere
Gebäude zeigt
die alte Realschule. Im Hintergrund die ehemalige Volksschule.
Heute werden beide Gebäude von der Realschule genutzt
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1993
- Nachdem
Herr Mücke 1992
Schulrat in
Leer
geworden ist, übernimmt Gerhard
Schrader, der aus Schüttorf
stammt und vorher in Helmstedt und Braunschweig als Lehrer tätig
war, zum 1.8.1993 die Leitung der Realschule Schüttorf. Die
kommissarische Leitung in der Vakanzzeit wurde von Konrektor Weissing ausgeübt (GN,
26.8.1993).
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1995
- Nach
jahrelangen Planungen erfolgt im Juni 1994 die Grundsteinlegung
für den Schulneubau zwischen Hauptschule und Realschule. Für
über sechs Millionen Mark erstellt die Samtgemeinde einen
Fachklassentrakt für beide Schulen und zusätzlich einen
Erweiterungsbau für die Hauptschule mit dem Forum und einen
Verbindungsgang. Vom ersten Antrag am 4.2.1971 bis zur Eröffnung
der Schulgebäude dauerte es fast 25 Jahre (GN, 10.6.1994 und
2.12.1995)
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2003
- Nachdem
die Auflösung der Orientierungsstufen zum 1.8.2004 beabsichtigt
ist, fordern die Schulleiter der Obergrafschaft eine schnelle
Entscheidung über die Umsetzung der vorgesehenen
Schulstrukturreform vor Ort. Sonst werde die weitere Abwanderung von
Schülern nach Abschluss der Grundschule in Ochtruper
Schulen nicht zu stoppen sein. Am Burg-Gymnasium in Bad Bentheim mit
derzeit 380 Schülern sei dadurch das Leistungskursangebot in der
bisherigen Qualität und Breite gefährdet. Weniger
Schüler brächten außerdem organisatorische Probleme.
Auch für die Realschule Schüttorf (360 Schüler) seien
negative Auswirkungen zu erwarten, wie der Schulleiter Gerhard Schrader deutlich
macht. Sie brauche eine bestimmte Anzahl von Schülern, um neben
Englisch als zweite Fremdsprache Niederländisch und
Französisch anbieten zu können. Einschränkungen drohten
zudem bei den Wahlpflichtkursen (GN, 1.3.2003).
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2005
- Fünf
Tage lang schlüpfen 22 Schüler einer 10. Klasse in die Rolle
von leitenden Mitarbeitern konkurierender Unternehmen. Durch das
Wirtschaftsplanspiel "Investor" soll betriebswirtschaftliches Denken
und Handeln transparent gemacht werden. Aufgabe der Schüler ist
es, Geschirrspülautomaten herzustellen und zu verkaufen und das
eigene Unternehmen langfristig gut am Markt zu positionieren. Sie
müssen Rohstoffe einkaufen, über Personalentscheidungen
entscheiden, Verkaufspreise festlegen, die Konkurrenz beobachten und
auf Marktveränderungen reagieren (GN, 12. und 19.4 2005). Das
Wirtschaftsplanspiel wird auch im folgenden Schuljahr mit einer 10.
Klasse durchgeführt, wobei sich die Schüler auf einen
Computer geeinigt haben, der auf dem Markt zu positionieren ist (GN,
3.5.2006).
Am
13. Oktober erfolgt die Grundsteinlegung für einen Schulneubau
am
Schüttorfer Wietkamp. An dem Festakt nehmen viele Gäste teil.
Auf dem
ehemaligen Bolzplatz der Hauptschule wird ein zweigeschossiger roter
Klinkerbau mit acht Klassenräumem und einer kleinen Pausenhalle
erstellt. Die Räume sollen sich die Hauptschule und die Realschule
teilen. Die Kosten sollen 1,6 Mill. € betragen. Insgesamt müssen
16
Unterrichtsräume, davon 4 Fachräume, für über 4
Mill. € geschaffen
werden. Wegen der immensen Kosten geschieht das in zwei Bauabschnitten.
Wann das zweite, bereits mitgeplante Gebäude errichtet wird, steht
noch
nicht fest. Die Samtgemeinde geht davon aus, dass die Realschule
langfristig überwiegend dreizügig und die Hauptschule
überwiegend
zweizügig bleiben wird. Die Schulplanungen sehen vor, die
Hauptschule
komplett in den neuen Gebäuden unterzubringen. Die damit frei
werdenden
Hauptschulräume soll die Realschule dann dazu bekommen. Vorher
müssen
diese noch renoviert und den geänderten schulischen
Bedürfnissen
angepasst werden. Bis zum endgültigen Ausbau des Schulzentrums
müssen
die ehemaligen OS-Gebäude noch von beiden Schulen als
Außenstellen
genutzt werden (GN, 15.10.2005).
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2006
- Zu
Beginn des neuen Schuljahres ist der Neubau an der Schevestraße
fertig gestellt. Auch die Renovierung von zehn Klassenräumen in
der bisherigen Hauptschule ist abgeschlossen. Außerdem sind die
Außenanlagen am Schulzentrum neu gestaltet worden. Dabei ist der
Haupteingang in den Neubau verlegt und die alte Eingangstür
versetzt worden (GN, 25.8.2006)
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2007
- Zum
1. Febuar scheidet die Konrektorin der Realschule, Frau Hedda Hienz,
aus
dem aktiven Schuldienst aus. Sie war seit Sommer 2004 als Konrektorin
an der Schule tätig. Vorher leitete sie seit 1998 die
Orientierungsstufe Schüttorf, an der sie seit 1979 als Konrektorin
tätig war (GN, 31.1.2007). Nachfolger als Konrektor wird Horst Heseding.
Im
März besuchen 17 französische Schüler aus Bletteraus
mit zwei Lehrern die Realschule, nehmen am Schulleben teil und machen
mit den deutschen Schülern Ausflüge in die Umgebung. Der
Gegenbesuch erfolgt im Juni (GN, 20.3.2007).
Mit
einem Sponsorenlauf sammeln die Schüler
Geld für das Kinderherzzentrum der Universität Münster.
Auf dem Jahnsportplatz gilt es, auf der etwa 800 Meter langen
Laufstrecke in 45 Minuten so viele Runden wie nur möglich
zurückzulegen. Die besten Läufer schaffen 12 bzw. 11 Runden
und legen etwa 10 km zurück. Der Spitzenreiter unter den
Geldsammlern läuft für den guten Zweck fast 300 € zusammen
(GN, 20.10.2007).
Die
Realschule ist bereits seit zwei Jahren als Ganztagsschule
anerkannt und wartet immer noch auf geeignete Räumlichkeiten
für die zur Zeit rund 240 Schüler, die nachmittags in der
Schule bleiben. Pläne für den Neubau liegen schon vor.
Kopfzerbrechen bereiten nicht nur die schwierige Einbettung der Aula in
den bestehenden Schulkomplex, sondern vor allem die Kosten: 1,44 Mill.
€. Auf Vorschlag der Verwaltung soll nun zunächst geprüft
werden, ob sich durch eine Kombi-Lösung gemeinsam mit der
ebenfalls noch zu bauenden Sport- bzw. Mehrzweckhalle Kosten sparen
lassen (GN, 16.11.2007).
2008
– Finanziell unterstützt durch regionale Unternehmen führen
22 Schülerinnen und Schüler der Realschule das Wirtschaftsplanspiel
Investor
durch. Das Planspiel soll betriebswirtschaftliches Handeln
transparent machen und die Schüler auf den Übergang ins
Berufsleben vorbereiten. Bei einer Marketingpräsentation vor
Wirtschaftsvertretern
stellen
die Schüler als fiktive Kühlschrankproduzenten ihre
Produkte vor (GN, 22.2.2008).
Als
Ersatz für die üblichen Bundesjugendspiele wird im Sommer
ein „Swim
and Run Wettkampf“
am Quendorfer See durchgeführt. Er besteht aus 300 Meter
Schwimmen und einem 2000 Meter Lauf um den Badesee (GN, 10.7.2008).
2009
– Als eine von acht Partnerschulen unterzeichnet die Realschule
Schüttorf einen Kooperationsvertrag
mit der Grafschafter Volksbank. Ziel
der durch die Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim initiierten
Kooperationspartnerschaft ist es, den Schülern den Übergang
von der Schule in den Beruf zu erleichtern und sie frühzeitig
mit dem Thema Wirtschaft zu konfrontieren (GN, 17.9.3008).
Die
Samtgemeinde Schüttorf erstellt für die Realschule und die
benachbarte Hauptschule einen gemeinsamen Neubau
für den Ganztagsbereich.
Eingeplant sind Räumlichkeiten für Küche und Mensa,
Aufenthalts- und Spielräume sowie ein Internetcafe. Der
Ganztagsbereich kann von den Schulen auch als Veranstaltungsraum
genutzt werden (GN, 18.9.2009).
2010
– Wirtschaftsplanspiel
Investor
26
Schülerinnen und Schüler der Klasse 10a der Realschule
Schüttorf nehmen am diesjährigen
Wirtschaftsplanspiel
Investor
teil. Ermöglicht wird das Projekt durch das Engagement
Schüttorfer Unternehmen. Die Schüler schlüpfen für
eine Woche in die Rolle von Unternehmern und erleben den Alltag eines
fiktiven Waschmaschinenherstellers hautnah. Dabei werden neben
ökonomischem Verständnis auch Schlüsselqualifikationen
und fächerübergreifendes Denken trainiert. (GN, 30.1.2010)
Schüleraustausch
Anfang
April führt die Schule einen dreitägigen deutsch-niederländischen
Schüleraustausch
mit dem Montessori College Twente aus Hengelo durch. An dem seit 2004
mit dieser Schule bestehenden Austausch nehmen jährlich etwa 50
deutsche und niederländische Schüler teil. Die Gruppe der
Schüttorfer Realschüler setzt sich dabei überwiegend
aus Teilnehmern des Wahlpflichtkurses Niederländisch der 9.
Klassen zusammen. Der grenzüberschreitende Austausch wird auch
von der Euregio gefördert (GN, 4.4.2010)
Haustierrasse
des Bentheimer Landschweins
Eine
Projektgruppe der Schule beschäftigt sich mit der alten Haustierrasse
des Bentheimer Landschweins. Bei der
Eröffnung
des renovierten „Ursprungsstalls“ in Wengsel stellen die
Schülerinnen und Schüler ihre Projektergebnisse vor. (GN,
29.4.2010)
Spende von Schulobst
Als
Beitrag zum Thema gesunde Ernährung spendet das Hotel
Nickisch
für die Realschule bis zum Jahresende täglich eine Auswahl
von Schulobst,
aus der die Schülerinnen und Schüler sich kostenlos
bedienen können. (GN, 3.5.2010)
Sponsorentag
2010
Im
Mai tragen die Schüler am Sponsorentag
2010
durch sportliche Aktivitäten wie Rad fahren, Joggen oder Wandern
insgesamt 9338 Kilometer zusammen. Multipliziert mit den
individuellen Sponsorensummen der Schüler rechnet die Schule mit
einem Erlös von ca. 6300 Euro, die zur Finanzierung von
Spielgeräten für den Ganztagsbereich sowie für die
Unterstützung der Organisation „Netz e.V.“ eingesetzt
werden. (GN, 7.5.2010)
Sanierung
des Altbaus
Der
aus den 1890er Jahren stammende große Altbau der Schule
wurde mit einem Gesamtaufwand von 250 000 Euro saniert und
baulich, technisch und energetisch auf den neuesten Stand der Technik
gebracht. Alle acht Unterrichtsräume des Gebäudes
wurden für die Nutzung der EDV vorbereitet und der Computerraum
mit neuen Rechnern ausgestattet. (GN, 14.5.2010)
Kooperationsvertrag
Am
17.5.2010 schließt die Schule einen Kooperationsvertrag
mit der Firma Georg Utz GmbH.
Damit hat die Schule neben der Grafschafter Volksbank ein zweites
Partnerunternehmen für die Berufsorientierung ihrer Schüler.
(GN,
21.5.2010)
Ganztagsschule
Am
28.5.2010 feiern die Hauptschule Schüttorf und die Realschule
Schüttorf die Erweiterung
beider Schulen für den Ganztagsbereich
mit einem offiziellen Festakt.
Für einen Aufwand von 1,6 Millionen Euro wurden die Hauptschule
und die Realschule um eine 255 Quadratmeter große Mensa
und weitere Funktionsräume erweitert. Im Eingangsbereich wurde
ein Schülerkiosk eingerichtet. Am 29.5.2010 präsentieren
beide Schulen die neuen Räume an einem „Tag
der offenen Tür“
der Öffentlichkeit. (GN, 27.5.2010 ; 29.5.2010)
2011 – Wirtschaftsplanspiel Investor
Im
Januar 2011 nehmen 19 Schülerinnen und Schüler der
Realschule am Wirtschaftsplanspiel
Investor teil,
das unter der Federführung des Industrieellen
Arbeitgeberverbandes Osnabrück – Emsland organisiert und von
Schüttorfer Unternehmen gesponsert wird. Als Manager
fiktiver Unternehmen lernen die Schülerinnen und Schüler
betriebswirtschaftliche Aufgaben arbeitsteilig zu meistern und
gewinnen eine Fülle von Eindrücken über die
Anforderungen an Ausbildung und Beruf. (GN, 25.1.2011)
Kein
Antrag auf Einrichtung einer Oberschule
Am
3.2.2011 beschließt der Schulausschuss der Samtgemeinde
Schüttorf, dass auf Grund zu vieler offener Fragen bezogen auf
die neue Schulform zum Schuljahr 2011/2012 kein
Antrag auf Einrichtung einer Oberschule
gestellt wird. Der Ausschuss entspricht damit den Wünschen der
Schulleiter der Realschule sowie der Wilhelm – Busch- Schule.
Beim Thema Oberschule besteht für die Ausschussmitglieder
weiterhin ein großer Informations- und Klärungsbedarf.
(GN, 5.2.2011)
Tag
der offenen
Tür
Am 17.3.2011
findet an der Schule ein Tag
der offenen Tür
für Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen der
Schüttorfer Grundschulen und ihre Eltern statt. Die
Schülerinnen
und Schüler erhalten Gelegenheit, verschiedene Fächer der
Realschule kennen zu lernen und Experimente durchzuführen. Die
Eltern können sich bei Vorträgen einen Überblick
über
die Arbeit der Schule verschaffen. (GN, 14.3.2011)
Neubau
einer Sporthalle
Am
11.4.2011 gibt es im Rat der Stadt Schüttorf heftige
Diskussionen um den Neubau
einer Sporthalle bei der Wilhelm –Busch – Schule und der
Realschule. Stadtdirektor
Windhaus stellt
in der Sitzung klar, dass mit dem von der Schüttorfer Politik
und Verwaltung erhofften Bau einer Kreissporthalle in Schüttorf
nicht gerechnet werden kann und die Stadt Schüttorf den
vorgesehenen Bau daher selbst finanzieren muss. Da im Rat allerdings
Einigkeit darüber besteht, die Halle zu bauen, wird der
Baubeginn für 2012 geplant. (GN, 31.3.2011; 1.4.2011; 13.4.2011)
Wiedersehensfeier
nach 50 Jahren
Fünfzig
Jahre nach ihrer Entlassung aus
der damaligen Mittelschule Schüttorf treffen sich am 14.5.2011
zwanzig ehemalige Schülerinnen und Schüler zu einer Wiedersehensfeier.
Die Teilnehmer haben zum Teil weite Anreisewege auf sich genommen um
nach Schüttorf zu kommen. Vor 50 Jahren wurden die
Schülerinnen
und Schüler von ihrem damaligen Klassenlehrer Wilhelm
Lindemann und Mittelschulrektor
Voß mit der
Forderung aus der Schule entlassen, im Leben immer Haltung zu zeigen
und ehrlich und wahrhaft zu bleiben. (GN, 19.5.2011)
Theaterstück
„Die Lawine“
Schülerinnen
und Schüler des Wahlpflichtkurses Theater führen im Mai an
mehreren Terminen das Theaterstück
„Die Lawine“
auf. Das Stück befasst sich mit den Ursachen
und Wirkweisen der NS – Diktatur.
In Anlehnung an den Roman „Die Welle“ von Morton
Rhue zeigt das
Theaterstück auf dem Hintergrund eines tatsächlich
durchgeführten Sozialexperiments, dass Anfälligkeit für
totalitäres Handeln und Denken überall vorhanden ist. (GN,
19.5.2011; 27.5.2011)
Berufserkundungstag
Schülerinnen
und Schüler der Realschule und deren Eltern besuchen am
15.9.2011 den zum vierten Mal von der Stadt Bad Bentheim und der
Stadt Schüttorf organisierten Berufserkundungstag
in der Schüttorfer Vechtehalle. 58 Unternehmen
Behörden,
Universitäten und Institutionen präsentieren sich an diesem
Tag den Schülern der Obergrafschafter Schulen mit Informationen
über die unterschiedlichsten Ausbildungsberufe, (GN, 10.9.2011;
17.9.2011)
Umbaumaßnahmen
In
den Sommerferien wird der ehemalige
Musikraum der Schule saniert und zu zwei großen
Klassenräumen
umgebaut. Die den
Raum trennende Falttür wird durch eine massive Mauer ersetzt,
Fußboden, Decken und Türen werden erneuert und die
Beleuchtung auf den neuesten Stand gebracht. (GN 10.9.2011)
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Quellen:
- Dr. Ludwig Edel, Von
Honoratioren und Rektoren im
alten Schüttorf, Jahrbuch des Heimatvereins, 1954, Seite 58 - 60
- Wilhelm Voß,
Auszüge aus der Geschichte
der
Realschule Schüttorf, 1966
- Dr. Ludwig Edel, Von
der
Lateinschule oder dem
städtischen Gymnasium in Schüttorf, Jahrbuch des
Heimatvereins, 1961, Seite 34 - 60
- Wilhelm Hagerott, Die
Lateinschulen in der
Obergrafschaft. In: Reformiertes Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim
1588 - 1988, Bad Bentheim 1988, Seite 245
- H.j. Warnecke, Das
Arnoldinum. In: Reformiertes
Bekenntnis in der Grafschaft Bentheim 1588 - 1988, Bad Bentheim 1988,
Seite 259
- Hermann Thiesmeyer,
Gerhard Schrader, Aus der
Geschichte der Schüttorfer Schulen. In: 700 Jahre Stadtrechte
Schüttorf 1295 - 1995, Das Bentheimer Land, Band 134, Seite 269
- Dr. Scheurmann,
Bürgermeister i. R., Die
städtische
Mittelschule Schüttorf, Geschichtlicher Rückblick
anläßlich der Einweihung des neuen Mittelschultrakes, GN,
24., 26. und 27. 11.1962
- Artikel aus der
örtlichen Presse, im
Text angegeben
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E-Mail:
Realschule-Schuettorf@t-online.de
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