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Geschichten
aus Wengsel
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von Lehrerin Gisela Brink - Vortrag des
"Kollegiums" während
eines Elternabends nach der Melodie: Eine Seefahrt, die ist lustig ...
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1. Kleines Dorf mit Namen Wengsel
an der Straße 403
viele denken: klein und nichtig,
hat ja nur ´ne Ziegelei
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2. Doch wir alle wissen´s
besser:
hier zu wohnen ist ´ne Freud;
denn in Wengsel leben viele
ganz besonders nette Leut:
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3. Menschen, die ihr Leben
meistern,
eine stattlich große Schar,
und die Zahl der Ureinwohner
steigt
noch ständig an, fürwahr.
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4. Große Ruse,
Bürgermeister,
der besonnen lenkt und rät,
ist im Dorf, ein jeder weiß es,
absolute Autorität.
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5. Vater Logerds, eine
Größe
auf dem Sektor der Finanz -
doch ihn quälen manchmal Sorgen,
wenn er sieht den Schuldenschwanz.
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6. Alle andren, die beratend
diesen zwei zur Seite stehn,
sollen nicht vergessen werden,
ohne sie wär´s halb so
schön.
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7. Friede herrscht in unserm Wengsel,
Einigkeit und Harmonie,
Nachbarn sind sich wohlgesonnen,
böse Worte gibt´s fast nie
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8. Doch des Nachts, da ist es
besser,
man verschließet Tür und Tor;
denn auf rätselhafte Weise
kommt auch mal ein Diebstahl vor.
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9.
Frische
Luft auf allen Wegen,
ringsum Wald und Moor und Heid;
das Gemuh der fetten Kühe,
Silodüfte weit und breit.
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10.
Doch die Zukunft hat begonnen,
auch in Wengsel merkt man´s jetzt,
es begann schon zu den Zeiten,
als der Berg wurd´abgewetzt.
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11.
Der Spaziergang in den Bergen
wird allmählich unbequem,
Bergentelg mit Riesenschaufeln
"stiehlt" uns unsern fetten Lehm.
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12.
Ja, das sind so die Probleme:
immer kleiner wird die Jagd
und dazu die neuen Sorgen
durch die Planung der E 8.
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13.
Auch die Schule soll in
Kürze
hier ihr Leben hauchen aus;
denn in Schüttorf sieht´s mit
Bildung
ganz entschieden besser aus.
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14.
Und die Bauern haben Kummer,
geizig wird die EWG,
und die Preise für Maschinen
steigen ständig in die Höh.
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15.
Hühner füttern, Bullen züchten,
bringt allmählich nichts mehr ein,
für ´ne ganze Koppel Biggen
bringt man auch kein Geld mehr rein.
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16.
Doch dies alles soll uns Wengslern
niemals nehmen unsern Mut;
denn vergleichen wir´s mit andern,
geht´s uns letzlich doch recht gut.
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Quelle:
Bentheimer Jahrbuch 1978, Seite 189
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