Grafschafter Schulgeschichte

 Zur Entwicklung des Schulwesens in der Samtgemeinde Schüttorf

Stadtgeschichte von Schüttorf (Kurzform)

Der Name "Schüttorf" ist abgeleitet von "Scutthorpe" oder "Scuttrop" = Schutzdorf der Burg (Altena oder Altona). Das nebenstehende Siegel nach einem Wachssiegelabdruck stammt aus dem Jahre 1379. Der älteste Siegelabdruck, der aber nicht so fein ausgearbeitet ist, stammt aus dem Jahre 1316. Im blauen Feld sind die Gebäude in Gold. Zwischen den spitzbedachten Türmen der Bentheimer Schild mit den goldenen Pfennigen auf rotem Grund. Die Stadt Schüttorf hat eine eigene Fahne. Sie ist rot-gelb längsgeteilt und trägt in der Mitte das Wappenbild in ovaler Form.

Im 10. Jahrhundert war der Ort ein "Hauptfreistuhl der Grafen von Bentheim". 1295 erhält er zum ersten Mal Stadtrechte. Die Stadtmauer wird gebaut. Im Mittelalter ist die Stadt Mitglied der Hanse. 1544 wird das lutherische Bekenntnis durch Graf Arnold I., 1588 das reformierte Bekenntnis durch Graf Arnold II. eingeführt.

Um 1850 werden 400 Handweber durch G. Schlikker beschäftigt. Einige Jahre später wird das erste Fabrikgebäude errichtet. 1865 folgt die Färberei Schümer, 1867 die erste mechanisch betriebene Baumwollweberei (Schlikker und Söhne), 1881 eine Baumwollspinnerei. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung steigt die Bevölkerung Schüttorfs. 1833 hat die Stadt 1.373 und 1880  1.994 Einwohner. Innerhalb von 10 weitern Jahren steigt die Bevölkerung 1890 um annähernd 1.400 auf 3.371 Einwohner.; sie beträgt dann 1895  3.839  und 1900   4.110  Einwohner.

1904 stiftet H. Schlikker 750.000 Mark zum Bau eines Krankenhauses. 1907 wird das für Schüttorf bedeutungsvoll gewordene Annaheim eingeweiht. 1908 wird das Kalksandsteinwerk an der Samernschen Straße erbaut. 1914 bekommt die Stadt elektrisches Licht. 1917 müssen die Glocken von 1502 und 1772 zum Einschmelzen abgeliefert werden. 1928/29 erhält Schüttorf eine städtische Wasserleitung. 1930/31 beschädigen orkanartige Stürme viele Dächer, auch die Kirchturmhaube.