Fachbereichsleiter
Steffan
Glüpker, Landkreis Grafschaft
Bentheim
von Manfred Münchow
Mit
„Wertschätzung, Dank und Respekt gegenüber der
Lebensleistung“ hat
Landrat Friedrich Kethorn den bisher für Familie und Bildung
zuständigen Fachbereichsleiter Steffan Glüpker in den
Ruhestand
verabschiedet. .
Für Landrat Friedrich
Kethorn war Steffan
Glüpker ein „kompetenter Fachbereichsleiter und Partner“.
Glüpker
ist
am 1. April 1961 als Verwaltungslehrling in der Grafschafter
Kreisverwaltung gestartet. Es folgten die Übernahmen als
Angestellter
und Beamter sowie verschiedene Beförderungen. Zuletzt arbeitete
Glüpker
als Kreisamtsoberrat. Im Verlauf seiner beruflichen Laufbahn leitete er
das Sozialamt, später das Jugend- und im Jahr 1998 übernahm
er die Leitung des Fachbereiches Familie und Bildung.
Als „spannende, facettenreiche, auch konfliktgeladene, letztlich aber
weitgehend erfolgreiche Arbeits- und Lebenszeit“ bezeichnete der
Landrat den Werdegang des scheidenden Fachbereichsleiters. Allein im
Schulbereich habe er über 25 Millionen Euro bewegt und damit die
Schulen in Trägerschaft des Landkreises umgebaut, modernisiert und
fit
für die Zukunft gemacht. Davon hätten die Gymnasien in Bad
Bentheim,
Neuenhaus und Nordhorn ebenso profitiert wie die Berufsbildenden
Schulen und die Vechtetalschule.
Glüpker
habe
zudem erhebliche Veränderungen in der
Schullandschaft
„begleitet und teilweise sogar initiiert. Kethorn nannte hier unter
anderem die Abschaffung der Orientierungsstufe mit ihren Auswirkungen
auf die kreiseigenen Schulen, die Übernahme der
Schulträgerschaft für
das Gymnasium Nordhorn von der Stadt, die Errichtung des zweiten
Gymnasiums in Nordhorn und die Einrichtung eines Fachhochschulangebotes
für den Bereich Sozialpädagogik. Ein wichtiges Projekt sei
auch die
Konzentration der früheren Außenstellen der Volkshochschule
am jetzigen
Standort im früheren Nino-Rohgewebelager gewesen.
Doch auch die Bereiche „Familie, Jugend und Sport“ sowie „Allgemeiner
Sozialdienst“ würden „positive Bilanzen“ aufzeigen, betonte
Kethorn.
Er
nannte hier unter anderem den „erfolgreichen Kampf“ um den Erhalt der
Jugendbildungsstätte Emlichheim, den Bau des Euregiums und die
Gründung
des Eigenbetriebes Eissporthalle.
Im Namen der elf Schulen in Trägerschaft des Landkreises
würdigte auch
die Leiterin der Hauswirtschaftlichen Berufsbildenen Schulen, Islind
Sicking, die Arbeit von Steffan Glüpker. Mit
Unterstützung
von
Berufsschülerinnen zeigte sie unterhaltsam einige Entwicklungen
aus dem
Schulbereich auf. Dabei ging es auch um „unterschiedliche Auffassungen,
die in Kompromisse mündeten“. Zum Schluss gab es im Namen der elf
Schulen elf Rosen für elf Jahre Einsatz als Fachbereichsleiter.
Nachdem er sich bei allen für die vielen guten Worte und
Wünsche bedankt
hatte, betonte Steffan
Glüpker, dass der Landrat in seiner
Aufzählung
des Geleisteten ein wichtiges Ereignis nicht genannt habe. „Ich habe
beim Landkreis meine Frau Wilma
kennengelernt“, erklärte der
gutgelaunte und frischgebackene Ruheständler.
Doch ganz in den Ruhestand verabschieden will sich Glüpker noch
nicht.
Er gehört zum Dozententeam, das die Studierenden der
Sozialpädagogik an
der Außenstelle der Fachhochschule Enschede in Nordhorn
unterrichtet.
Quelle: GN, 2.9.2009 |