Grafschafter Schulgeschichte

Schöltien 

Wielen

Schule Hesepe 

1960

Gymnasium

Nordhorn 1960

Alte Schule Lage 

1691 - 1960

Schule Achterberg

ca. 1935

Schule Wilsum 

um 1900

Kirchschule Schüttorf um 1900

Einzelberichte zur Grafschafter Schulgeschichte


Fachbereichsleiter Steffan Glüpker, Landkreis Grafschaft Bentheim

von Manfred Münchow

Mit „Wertschätzung, Dank und Respekt gegenüber der Lebensleistung“ hat Landrat Friedrich Kethorn den bisher für Familie und Bildung zuständigen Fachbereichsleiter Steffan Glüpker in den Ruhestand verabschiedet. .

Für Landrat Friedrich Kethorn war Steffan Glüpker ein „kompetenter Fachbereichsleiter und Partner“. Glüpker ist am 1. April 1961 als Verwaltungslehrling in der Grafschafter Kreisverwaltung gestartet. Es folgten die Übernahmen als Angestellter und Beamter sowie verschiedene Beförderungen. Zuletzt arbeitete Glüpker als Kreisamtsoberrat. Im Verlauf seiner beruflichen Laufbahn leitete er das Sozialamt, später das Jugend- und im Jahr 1998 übernahm er die Leitung des Fachbereiches Familie und Bildung.

Als „spannende, facettenreiche, auch konfliktgeladene, letztlich aber weitgehend erfolgreiche Arbeits- und Lebenszeit“ bezeichnete der Landrat den Werdegang des scheidenden Fachbereichsleiters. Allein im Schulbereich habe er über 25 Millionen Euro bewegt und damit die Schulen in Trägerschaft des Landkreises umgebaut, modernisiert und fit für die Zukunft gemacht. Davon hätten die Gymnasien in Bad Bentheim, Neuenhaus und Nordhorn ebenso profitiert wie die Berufsbildenden Schulen und die Vechtetalschule.

Glüpker habe zudem erhebliche Veränderungen in der Schullandschaft „begleitet und teilweise sogar initiiert. Kethorn nannte hier unter anderem die Abschaffung der Orientierungsstufe mit ihren Auswirkungen auf die kreiseigenen Schulen, die Übernahme der Schulträgerschaft für das Gymnasium Nordhorn von der Stadt, die Errichtung des zweiten Gymnasiums in Nordhorn und die Einrichtung eines Fachhochschulangebotes für den Bereich Sozialpädagogik. Ein wichtiges Projekt sei auch die Konzentration der früheren Außenstellen der Volkshochschule am jetzigen Standort im früheren Nino-Rohgewebelager gewesen.

Doch auch die Bereiche „Familie, Jugend und Sport“ sowie „Allgemeiner Sozialdienst“ würden „positive Bilanzen“ aufzeigen, betonte Kethorn. Er nannte hier unter anderem den „erfolgreichen Kampf“ um den Erhalt der Jugendbildungsstätte Emlichheim, den Bau des Euregiums und die Gründung des Eigenbetriebes Eissporthalle.

Im Namen der elf Schulen in Trägerschaft des Landkreises würdigte auch die Leiterin der Hauswirtschaftlichen Berufsbildenen Schulen, Islind Sicking, die Arbeit von Steffan Glüpker. Mit Unterstützung von Berufsschülerinnen zeigte sie unterhaltsam einige Entwicklungen aus dem Schulbereich auf. Dabei ging es auch um „unterschiedliche Auffassungen, die in Kompromisse mündeten“. Zum Schluss gab es im Namen der elf Schulen elf Rosen für elf Jahre Einsatz als Fachbereichsleiter.

Nachdem er sich bei allen für die vielen guten Worte und Wünsche bedankt hatte, betonte Steffan Glüpker, dass der Landrat in seiner Aufzählung des Geleisteten ein wichtiges Ereignis nicht genannt habe. „Ich habe beim Landkreis meine Frau Wilma kennengelernt“, erklärte der gutgelaunte und frischgebackene Ruheständler.

Doch ganz in den Ruhestand verabschieden will sich Glüpker noch nicht. Er gehört zum Dozententeam, das die Studierenden der Sozialpädagogik an der Außenstelle der Fachhochschule Enschede in Nordhorn unterrichtet.

Quelle: GN, 2.9.2009