| Grundschule
Wilsum (bis 1967 Volksschule
Wilsum, bis 1973 Mittelpunktschule)
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Es
ist nicht bekannt, wann in Wilsum eine Schule entstanden ist. Der
älteste bekannte Lehrer in Wilsum ist Gerd Kösters. Er
waltete seines Amtes bis zum Jahre 1802. Er war wahrscheinlich ein
Wilsumer und stammte
aus dem Bispinkschen Hause. Wann das erste Schulgebäude in Wilsum
erstellt worden ist,
lässt sich nicht mehr feststellen. Es stand in unmittelbarer
Nähe der reformierten Kirche.
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1802
- Der Nachfolger von Gerd
Kösters
ist ein
Lehrer Hinderikus Rooseboom,
der
ebenfalls aus Wilsum stammt. Hierzu schreibt Eberhardt: "Wie
überall in den Schulgemeinden der Niedergrafschaft war es
üblich, daß der Lehrer von den Gemeindegliedern aus ihrer
Mitte
gewählt wurde. Man wählte natürlich den
aufgewecktesten
und solche, die gerade für diesen Beruf eine besondere Vorliebe
besaßen. Der Lehrer Rooseboom
unterrichtete noch in
holländischer Sprache und war in Wilsum Lehrer bis zum Jahre 1862,
also insgesamt 60 Jahre. Rooseboom
feierte 1852 sein 50jähriges
Jubiläum unter großer Beteiligung der Wilsumer
Bevölkerung." (Heinrich Eberhardt, Schule, Land und Leute der
Samtgemeinde Uelsen im Spiegel der Schulchroniken, 1985, Seite 87).
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1834
- Nachdem der Königliche
Oberkirchenrat im Namen der Regierung die Gemeinden aufgefordert hatte,
den Schulmeistern ein festes Einkommen zu gewähren, wird in einem
"Traktement" vom 1. März 1834 das Gehalt des Küsters,
Schulmeisters und Organisten auf 320 Gulden jährlich festgelegt.
Grundlage für die Berechnung ist das bisherige Einkommen, das
hauptsächlich aus Naturalien bestand (nach: Gövert, a.a.O.)
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1855
- Zur
Unterstützung von Lehrer Rooseboom
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wahrscheinlich wegen des vorgerückten Alters - kommt Lehrer Schütte aus
Bentheim nach Wilsum. Er hatte seine Ausbildung an der
Fokkeschen Lehrervorbildungsanstalt in Neuenhaus erhalten und
unterrichtet auf Wunsch der Gemeinde in deutscher Sprache. Sein
Anfangsgehalt beträgt 535 Mark jährlich. Nach dem Tode von
Lehrer Rooseboom am
2. April 1862 im Alter von reichlich 77 Jahren bleibt Lehrer Schütte als alleiniger
Lehrer in Wilsum. Er feiert 1880 sein
25jähriges Jubiläum unter großer Anteilnahme der
Bevölkerung und wird 1888
pensioniert.
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1870
- Zum
ersten Male werden die zu entlassenden Schüler durch den
Lokalschulinspektor Klaasen
geprüft.
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1873
- Bis
1873 waren die Schulkinder verpflichtet, während der Winterzeit
jeden Morgen einen Torf mitzubringen. Dieser Verpflichtung wurden sie
1873 entbunden. Auf Beschluss des Schulvorstandes werden jährlich
die nötigen Fuder Torf aus der Schulkasse bezahlt.
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1883
- Weil die alte
Schule baufällig ist, sieht
sich die Gemeinde genötigt, eine neue zu errichten. Sie wird am
18.10.1883 eingeweiht und hat nur einen Klassenraum. "Dieser Tag war
für Lehrer und Schulkinder ein Freudentag" (Schulchronik).
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1888
- Nach der
Pensionierung von Lehrer Schütte
wählt die Gemeinde den Lehrer Biermann aus Lengerich, der
vorher
Lehrer in Cirtzum in Ostfriesland war. Das Gehalt wird auf 1.200 Mark
jährlich erhöht. Auf Drängen der königlichen
Regierung in Osnabrück setzt die Gemeinde das Stellengeld 1894 auf
1.300 Mark fest.
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1894
- Alle
Schulen werden verpflichtet, Schulchroniken zu führen. Sie sollen
über die Geschichte der Schulen und ihre Entwicklung, aber auch
über die Geschichte und Entwicklung des Ortes Auskunft geben
Die Chronik der Volksschule Wilsum wird von Lehrer Biermann begonnen.
Der genaue Zeitpunkt des Beginns ist nicht bekannt.
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1904
- Bis zum Zeitpunkt
des Neubaus der Schule hatte
die Gemeinde eine fast gleichbleibende Einwohnerzahl. Doch mit der
Verwendung des Kunstdüngers werden von da an jährlich mehrere
Neubauernstellen gegründet. Im Jahre 1890 hat Wilsum 748
Einwohner, 1905 sind es schon 915. Da ein Klassenraum nicht mehr
ausreicht, erfolgt 1904 der Anbau eines zweiten Klassenraumes. Die 2.
Lehrerstelle wird ab 1905 mit Lehramtsbewerbern besetzt, die
häufig wechseln. Innerhalb von 10 Jahren sind es vier: Lehrer Schneider aus Melle bis
1907, Lehrer Altemeyer
aus dem Kreis Herford bis 1909, Lehrer Lötgers aus Gindehaus
und Lehrer Leesmann
aus Osnabrück. Die Kinderzahl
beträgt in diesen Jahren um
160.
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1914
- Im
September 1914 fertigen die Mädchen er 1. Klasse 100 Paar
Pulswärmer an. Anfang Dezember wird jedem Soldaten ein
Weihnachtspaket geschickt, enthaltend Speck, Wurst, Schinken,
Zigaretten und Tabak im Wert von 8 bis 9 Mark,
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1915
- Ab 1. Mai 1915
unterrichtet Lehrer Biermann
158
Kinder allein, weil der 2. Lehrer Friedrich Leesmann nach
Hohenkörben versetzt
wird
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1917
- 1919 - Zum 1. Mai 1917
wird Lehrer Ernst Pape
aus
Settrup vertretungsweise nach Wilsum versetzt. Zusätzlich
müssen in dem Jahr noch 28 Ferienkinder aus Oberhausen in die
Schule aufgenommen. Am 14.12.1917 wird Lehrer Biermann aus dem
Schuldienst entlassen. Die Gründe für die plötzliche
Entlassung sind nicht bekannt. Ab Januar 1918 unterrichtet Lehrer Ziegler aus
Ratzel je 6 Stunden in den Klassen II und III.
Die
Schulverhältnisse sind in den letzten Kriegsjahren sehr
verworren, denn kurzfristig muss der Lehrer Reinike aus Osterwald die
alleinige Vertretung übernehmen, da Lehrer Pape schwer erkrankt.
Erst
mit der endgültigen Versetzung von Lehrer Leesmann in die
erste Lehrerstelle am 1.1.1919 treten wieder geordnete
Verhältnisse
ein, zumal auch die 2. Lehrerstelle mit dem Lehrer Meyer aus Scheerhorn
besetzt wird.
Vom
Kriegsende gibt Lehrer Leesmann
folgendes Stimmungsbild: "Der
Krieg! Der Krieg! Man spürte ihn auf Schritt und Tritt, in allen
Äußerungen des Lebens. Man spürte ihn um so mehr, je
länger er dauerte. Man spürte ihn nicht nur drückend in
allen wirtschaftlichen Verordnungen und deren Niederschlag, man
spürte ihn auch im Beruf: Während des Jahres 1918 war hier
für 180 Kinder ein Lehrer. Herr Pape erkrankte
darüber, er
starb 1919 an Schwindsucht. Ich selbst habe in den Jahren 1916 - 1918 2
einklassige Schulen - Hohenkörben und Bimolten - die 5 km
auseinander lagen, vertreten. Es gab hier fast keine Familie mehr, die
nicht mittelbar oder unmittelbar am Kriege teilhatte. Sie alle litten
mit in Sorge um die da draußen, um deretwillen sie Frieden
möchten. In der Hoffnung hielten sie sich lebendig, fanden in der
Hoffnung auf bessere Zeiten den Atem, allein mit sich und ihrer Welt zu
ringen und ihre Welt zu gestalten. Man erledigte die Landarbeit selbst,
warf den Dünger auf
die Scholle, trat hinter den Pflug und pflügte, man lernte das
Säen, Dreschen, machte Botschaften in die Stadt, pflegte, hegte,
erzog die Kinder und vergaß den Einen nicht, der an der Front
kämpfte. Die Hochherzigen nahmen auch ein hungriges Kind aus der
Stadt an ihren Tisch. Die Arbeit, so unmöglich sie schien, wurde
geschafft. Der Nachbar
half, die Jungen waren voll Eifers. Nachher schimmerte der Kamp von
grünen Saaten. Und nun ist Friede, und alles war umsonst!" (nach
Eberhardt, a.a.O.,
Seite 95)
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1920
- Die Lehrer Leesmann
und Meyer werden auf
die
Weimarer Republik vereidigt.
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1921
- 1926 - Am 1. April 1921
wird in Wilsum die 3.
Lehrerstelle eingerichtet. Die Schule besuchen 174 Kinder. Die
Schülerzahl geht
in den folgenden Jahren sehr zurück, so dass die Gefahr besteht,
dass
die 3. Lehrerstelle wieder gestrichen wird. Eine Gemeindeversammlung,
an
der alle Eltern geschlossen teilnehmen, fasst folgende Resolution: "Wir
unterzeichneten Väter und Mütter erheben schärfsten
Einspruch gegen einen Schulabbau, der die geistige und sittliche
Ausbildung unserer Kinder und
damit die Zukunft unseres Volkes verfehlten Sparmaßnahmen
opfert".
(nach Eberhardt, a.a.O., Seite 96)
Die
Kinderzahl sinkt von 176 im Jahre 1919 auf 128 im Jahre 1926. Der
Hauptgrund ist die sinkende Zahl der Neubauernstellen, von denen seit
1875 111 entstanden waren. Viele Neubauern ziehen nach Nordhorn, um in
den Textilfabriken zu arbeiten, da das flache Land diesen Leuten nicht
mehr eine gute Existenz bietet.
Die
Eröffnung der Autobuslinie Lingen - Wilsum zum 1.1.1925 gibt
den Kindern die Möglichkeit, die Rektorschule in Neuenhaus und bei
Anschluss an die Bentheimer Eisenbahn in Neuenhaus auch die
Aufbauschule (das Gymnasium) in Nordhorn, die Ostern 1925 eingerichtet
wird, von Wilsum aus zu
besuchen.
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1929
- 1930 - In einer
gemeinsamen Sitzung des Schulvorstandes
und des Gemeindeausschusses am 27.8.1929 wird in der Frage des seit 10
Jahren debattierten Schulbaus beschlossen, den Plan einer Zentralschule
in der Nähe des Bauern Harsmann aufzugeben und bei der alten
Schule
einen Klassenraum und Lehrerwohnungen für einen verheirateten und
einen
ledigen Lehrer zu bauen. Die gesamte Schule einschl. der Wohnungen
erhalten
Zentralheizung und Hauswasserversorgung. Hinter der Schule wird ein
Schulplatz
eingerichtet. Für die Kinder wird ein Brausebad gebaut, dessen
Benutzung
frei ist. Vier Zellen mit Wannen stehen allen Gemeindemitgliedern zur
Verfügung. Die Erweiterungsbauten werden 1930 fertig gestellt.
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1936
- Über die
ersten Jahre des
Nationalsozialismus wird in der Schulchronik wenig berichtet. Ab 1936
erfolgt ein häufiger Lehrerwechsel. Der Lehrermangel wird in den
folgenden Kriegsjahren immer größer. Vorübergehend
steht Hauptlehrer Leesmann
allein
da.
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1940
- In
einem Rundschreiben vom 11. April 1940 werden alle Schulen von Schulrat
Schweer
aufgefordert, die Schulchroniken sorgfältig zu
führen, weil ihnen eine "besondere Bedeutung als Kriegschronik der
Gemeinde zukomme". Dort heißt es weiter: "Jedes Zeichen der
Anteilnahme der Gemeinde an dem gewaltigen Abwehrkampfe verdient,
festgehalten zu werden".
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1941
- Im Jahre 1941 schließt das Schuljahr
erstmalig nicht mehr
Ostern,
sondern mit den Sommerferien ab.
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1942
- 1945 - In
den Kriegsjahren ist der Unterrichtsbesuch, vor allem in den oberen
Klassen, sehr unregelmäßig, da die größeren
Kinder wegen des Mangels an Arbeitskräften in der Landwirtschaft
helfen müssen. Wegen Fliegeralarms muss die Schule des
öfteren geschlossen werden. Am 6.4.1945 wird die Schule von
alliierten Truppen belegt, so dass der
Unterricht geschlossen wird. Die Wiederaufnahme erfolgt für die
Grundschule am 29.8.1945, für die oberen Klassen erst im Oktober.
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1946
- Die
Leistungsprüfungen in Rechtschreiben
und Rechnen zu Beginn des Schuljahres 1946/47 zeigen große
Lücken in den Leistungen der Schüler, die durch den langen
Unterrichtsausfall in den Kriegs- und Nachkriegsjahren bedingt sind.
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1948
- Die
Schülerzahl beträgt 225 Kinder. Da
die Messzahl pro Lehrkraft 50 Kinder beträgt, wird die Einstellung
einer 4. Lehrkraft beschlossen.
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1952
- Durch das
Abwandern der Flüchtlinge und
der Berliner Kinder sinkt die Schülerzahl von 221 im Jahre 1949
auf
165 Kinder im Jahre 1952. Es bleibt bei 4 Lehrkräften, so dass ein
positives Schüler-Lehrer-Verhältnis besteht.
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1953
- Hauptlehrer Leesmann wird
zum Ende des
Schuljahres 1952/53 in den Ruhestand versetzt. Er war 43 Jahre an der
Schule Wilsum
tätig. Als Nachfolger wird Thomas de Vries am
10.7.1953 als
Hauptlehrer
in sein Amt eingeführt. Er stammt aus Esche und war schon von 1928
bis
1936 in Wilsum tätig, um dann nach Hohenkörben versetzt zu
werden.
Erstmalig
werden Kinder aus dem landwirtschaftlichen Siedlungsgebiet
Wilsum-Kalle-Tinholt, in dem die ersten Siedlungshäuser
fertiggestellt
sind, in Wilsum eingeschult. Weitere Siedlungshäuser werden in den
folgenden Jahren gebaut.
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1954
- Durch den Ankauf
eines Hauses wird eine
Lehrerdienstwohnung für den Schulleiter erworben. Durch An- und
Umbauten erhalten auch
die übrigen Lehrkräfte der Schule Dienstwohnungen. Im
Schulgebäude wird ein neuer Klassenraum geschaffen, so dass der
bisherige Nachmittagsunterricht für eine Klasse entfällt.
Immer mehr Flüchtlingsfamilien verlassen Wilsum, um wegen der
Ölindustrie nach Emlichheim oder der Textilindustrie nach Nordhorn
umzuziehen.
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1962
- Die Schule Wilsum
wird als Standort für
die Einrichtung des 9. Schuljahres mit den Zubringerschulen Ratzel,
Wielen
und Echtelerfeld anerkannt. Die Gemeinde kauft deshalb ein Gelände
an der Ratzeler Straße für die Errichtung einer zentral
gelegenen
Schule (GT, 29.12.1962).
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1964
- Am 28. April 1964
wird die neue Schule mit dem
Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht. Das alte Schulgebäude wird an
die Firma Kronemeyer (Wilsumer Kunststopfwerke) verkauft.
Außerdem werden neue Lehrerwohnungen errichtet. Der Neubau
umfasst im ersten Bauabschnitt 4 Klassenräume, Werkraum,
Physik-/Chemieraum, Lehrer-, Schulleiter- und Lehrmittelzimmer.
Der Physik-/Chemieraum, der Werkraum und das Lehrerzimmer sollen
zunächst als
Klassenräume genutzt werden.
Im
2. Bauabschnitt
sind 4 weitere Klassenräume vorgesehen. Das 14.400 qm große
Grundstück bietet genügend Platz auch für den Bau einer
Turnhalle sowie für die Anlage eines Spiel- und Sportplatzes.
(GT,29.12.1962;
GN, 26.3.1963; GT, 26.9.1963; GN, 27.9.1963; GT, 29.4.1964).
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1966
- Hauptlehrer de Vries
wird zum Rektor
der Schule
ernannt. Frau Gertien
Bielefeld wird Konrektorin.
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1967
- 1968
- Nachdem Rektor de
Vries, der schon seit
Schuljahrsbeginn 1967/68 wegen einer Erkrankung seinen Dienst nicht
mehr versehen konnte
und zum 1.12.1967 in den Ruhestand versetzt worden war, wird der
Hauptlehrer Heinrich
Eberhardt aus Großringe am 1. April 1968 zum
Rektor der Schule Wilsum ernannt.
Zur
Beseitigung der Raumnot werden 1968 im Rahmen des 2. Bauabschnittes
zwei Klassenräume und das Treppenhaus und dann 1970 die
weiteren zwei Klassenräume angebaut. Es können jetzt das
Lehrerzimmer und die Fachräume, die bislang als Klassenräume
genutzt wurden, eingerichtet werden.
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1970
- In Wilsum wird die
Förderstufe
eingerichtet. Der 5. Jahrgang wird zweizügig geführt, so dass
die erforderlichen Differenzierungsmaßnahmen durchgeführt
werden können. Innerhalb weniger Monate sterben 1970 die beiden
ehemaligen Schulleiter Friedrich
Leesmann
und Thomas de Vries.
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1971
- Zu Beginn des
Schuljahres 1971/72 besuchen 319
Kinder in 14 Klassen die Schule, die von 12 Lehrkräften
unterrichtet werden.
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1972
- Die Schüler
aus Ratzel besuchen nach
Schließung der dortigen Schule die Schule in Wilsum.
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1973
- In Uelsen wird,
wie auch in Emlichheim und
Neuenhaus, die Orientierungsstufe eingeführt. Rektor Eberhardt
übernimmt
die kommissarische Leitung der Orientierungsstufe Uelsen, die er bis zu
seiner Pensionierung 1983 leitet.
Für
die Schule Wilsum beginnt damit der Abbau von der
Mittelpunktschule zur Grundschule mit den Jahrgängen 1 - 4. Danach
besuchen die Kinder Schulen in Uelsen, die Orientierungsstufe und
danach die Hauptschule, die Realschule bzw. den Schulzweig Gymnasium
der KGS Neuenhaus. Die Sonderschüler werden der Sonderschule
Emlichheim zugeordnet.
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1976
- Frau Gertien Bielefeld
wird
Hauptlehrerin der
Grundschule Wilsum. Sie ist seit dem 1. April 1949 an der Schule
tätig und wurde am 7. April 1967 Konrektorin der Schule. Seit dem
Weggang von Herrn Eberhardt
leitete sie die Schule kommissarisch (GN, 11.9.1976).
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1977
- Nach
Auflösung der Schule in Wielen
besuchen die Schüler überwiegend die Schule in Wilsum, zum
Teil auch in
Itterbeck.
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1985
- Die Hauptlehrerin Gertien
Bielefeld wird zum
1. Februar 1985 in den Ruhestand verabschiedet. Von insgesamt 44 Jahren
im Schuldienst war sie 36 Jahre in Wilsum tätig (GN, 30.1.1985).
Nachfolger
von Frau Bielefeld
wird Dieter Piel, der
zum 1.2.1986 in
sein neues Amt eingeführt. Er ist seit 22 Jahren in Wilsum
tätig und leitete die Schule seit einem Jahr kommissarisch (GN,
2.2.1986)
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1994 - Hauptlehrer Alois Brei wird als Leiter
der
Grundschule Wilsum in sein Amt eingeführt. Er tritt die Nachfolge
von Hauptlehrer Dieter Piel
an, der im April 1993 plötzlich
verstorben ist. Zwischenzeitlich hatte der Lehrer Wilhelm Köller
(Laar) die kommissarische Schulleitung übernommen. Herr Brei war
vorher in Schüttorf, Neuenhaus und Lage tätig (GN, 18.3.1994).
Im
Dezember 1994 wird die neue Turnhalle bei der Grundschule Wilsum
feierlich ihrer Bestimmung
übergeben. Sie soll von der Grundschule Wilsum und von
Sportvereinen benutzt werden. Der Sportunterricht für die
Schüler fand vorher im Dorfgemeinschaftshaus statt (GN, 10.2.92,
21.11.92, 19.5.93, 5.12.94)
Die
Grundschule Wilsum stellt eine Homepage ins Internet, die unter der
folgender Adresse erreichbar ist: www.gs-wilsum.de
Sie enthält Informationen zu folgenden Punkten: Die Schule,
Internetprojekte, Geschichtenschule, Aus dem Schulleben, Schulchronik,
Informationen für Eltern, Wilsum und Umgebung.
Der Abschnitt "Schulchronik" enthält Aussagen aus der alten
Schulchronik bis etwa 1920 und ausführliche Berichte ab Schuljahr
1994/95, die zum großen Teil von den Schülern verfasst sind.
Für das Schuljahr 1994/95 werden von den Schülern des 4.
Schuljahres folgende Themen behandelt:
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Die Grundschule 1994
In Wilsum werden 6 Klassen unterrichtet. Die Schüler kommen aus
Wilsum, Wielen und Ratzel. An der Schule unterrichten 7
Lehrkräfte. Es bestehen folgende Arbeitsgemeinschaften:
Plattdeutsch, Sport, Pantomime, Gartenarbeit.
-
Die Einschulungsfeier 1994
Es werden 26 Kinder eingeschult. Nach dem Gottesdienst in der
altreformierten Kirche findet eine kleine Feier im
Dorfgemeinschaftshaus statt.
-
Bauarbeiten bei der neuen Sporthalle
-
Die Eröffnungsfeier der Sporthalle
-
Die Weihnachtsfeier
-
Im Moor (Bericht über eine Moorwanderung)
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Der Sporttag
-
Das Dorffest
-
Die Fahrradtour der 4. Klasse (nach Neuenhaus)
-
Der Schnuppertag in Uelsen (in der Orientierungsstufe)
-
Die Bücherei
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1995 - Es
wird gebeten, die weiteren Berichte im Internet nachzuschlagen.
Hier werden nur die Ereignisse erwähnt, die im Zusammenhang mit
dieser Schulgeschichte als bedeutsam angesehen werden.
Im
Rahmen der Zusammenarbeit Grundschule/Sonderschule und im
Sprachförderunterricht unterrichten zwei Lehrerinnen der
Sonderschule Emlichheim jeweils zwei Wochenstunden.
Alle
Klassen besuchen die Aufführung "Ali Baba und die 40
Räuber" der Freilichtbühne Bad Bentheim, außerdem die
Klassen 2 - 4 die Aufführung "Peter und der Wolf" im KTS Nordhorn.
Auch in den folgenden Jahren werden immer wieder
Theateraufführungen besucht.
Am
2. Dezember tritt der neu gegründete "Kinderchor der
Grundschule Wilsum" in Regie der Musikschule Niedergrafschaft zum
erstenmal öffentlich auf. Chorleiter ist Herr Feukink. Am Kurs
"Musikalische Grundausbildung" nehmen 12 Schüler des 2.
Schuljahres teil.
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1996 - Im
Februar 1996 besuchen alle Klassen die Eissporthalle in Nordhorn. In
der KGS Neuenhaus wird das Musical "Eine Nacht im Zoo", eine
Gemeinschaftsveranstaltung der Kinderchöre aus Laar, Hoogstede,
Veldhausen und Wilsum, aufgeführt.
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1997 - Das
Schulfest wird am 4. Juli in Zusammenarbeit mit dem Spielmobil des
Kinderschutzbundes Nordhorn gestaltet.
Die
Schule schafft sich 9 gebrauchte Computer an. Weitere folgen in den
nächsten Jahren. Sie werden im Rahmen von Grundübungen in
Deutsch und Mathematik eingesetzt. Die Schüler bleiben teilweise
freiwillig länger in der Schule, um das Angebot zu nutzen.
Zwei
Sammlungen ergeben Spenden in Höhe von 635,37 DM für ein
Straßenkinderprojekt in Rumänien und 503,59 DM für die
Arbeit des Kinderchores.
Eine
Sammlung von Schüleraufsätzen aus den Jahren 1890 bis
etwa 1930 wird von Jan Harm
Kip, Neuenhaus, in die heutige Schrift "übersetzt" und
veröffentlicht. Im Vorwort schreibt Herr Kip: "Die
Schülerarbeiten geben uns einen Einblick in die vielfältigen
Arbeitsgebiete der Volksschule.... Sie machen uns mit der
Lebensauffassung der damaligen Zeit vertraut".
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1998 - Am
einem Sonnabend im März wird der Schulhof in Teilbereichen neu
gestaltet. Hieran sind mehr als 30 Eltern beteiligt. Unter anderem
werden eine Sitzecke ("Klassenzimmer im Grünen"), ein Sandberg,
ein Spielhaus und eine Bau- und Spielecke mit altem Holz angelegt.
Die
Schule erhält am 14. Mai Besuch von 30 Schülern und 2
Lehrern aus Hardenberg. Ein Gegenbesuch soll im September stattfinden.
Hieraus entwickelt sich in den folgenden Jahren eine Partnerschaft.
Die
Schule bietet alle zwei Wochen im Sommer eine "Nachmittagsschule"
an. Die Schüler haben die Möglichkeit, auf dem Schulhof und
im Gebäude zu spielen, mit dem Fahrradparcours ihre
Geschicklichkeit zu verbessern, den Computerraum zu nutzen, Bücher
auszuleihen usw.. Das Angebot wird sehr gut angenommen.
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1999 - 2000 - Die Lehrer der
Grundschule Wilsum schlagen
für die "Verlässliche Grundschule", die in Niedersachsen
eingeführt werden soll, ein Alternativmodell für ihre Schule
vor, wodurch die
Schwächen des vom Kultusministerium vorgegebenen Modells vermieden
werden sollen. Jede Schule sollte die Chance erhalten, ihre eigenen
Schwerpunkte
zu setzen (GN, 3.12.99). Nach mehreren Besprechungen wird das "Wilsumer
Modell" vom Kultusministerium akzeptiert und ab Schuljahr 2000/01
eingeführt
(GN, 15.6. und 20.6.2000). In den folgenden Jahren praktiziert die
Grundschule Wilsum ein eigenes Modell, das ohne die Einrichtung v0n
Betreuungsgruppen auskommt.
Die
Grundschule Wilsum setzt verstärkt den Computer im
Unterricht ein, indem sie Unterrichtsinhalte über den Computer
vermittelt. Die Schüler und auch andere Schulen haben die
Möglichkeit, diese aus dem Internet abzurufen: www.gbiu.de . Beim Kreiswettbewerb
"Schüler lesen Platt" im Juni 1999 in
Neuenhaus schneidet die Grundschule Wilsum hervorragend ab. Sechs
Schüler erreichen in ihrer Altersgruppe vordere Plätze. Auch
in den anderen Altersgruppen erreichen ehemalige Wilsumer Schüler
sehr gute Platzierungen. Andrea
Boerrigter gewinnt beim Bezirksentscheid in Bad Iburg den 1.
Platz
und beim Landeswettbewerb in Hamburg den 2. Platz in ihrer
Altersgruppe.
Auch in den folgenden Jahren machen die Wilsumer Schüler mit ihrem
"Platt" auf sich aufmerksam.
Im
Schuljahr 1999/2000 berichten alle Schüler der 3. Klasse
über einen Besuch bei der Feuerwehr, ein Jahr später in der
4. Klasse über eine Rundfahrt durch die Samtgemeinde Uelsen, u.a.
zum Spöllberg.
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2002 - Beim
Malwettbewerb der Volksbanken gewinnt Nicole Holtvlüwer,
Klasse 4 b, auf Landesebene den 1. Preis. Sie nennt ihr Bild "Der
gestiefelte Kater mit seinem bunten Pulli". Die Auszeichnung der
Siegerbilder erfolgt am 6. Juni 2002 in der Kunsthalle in Emden. Die
Frühangebote der Schule von 8.00 bis 8.30 Uhr werden von den
Schülern gut angenommen. Neben Förderunterricht und Spielen
an den anderen Wochentagen nehmen am Montag 53 Schüler am
Frühsport teil.
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2003 - Am
24. Februar 2003 verunglückt eine Schülerin der 2. Klasse auf
dem Weg von der Schule nach Hause tödlich.
Seit
April 2003 hat die Schule eine Kinderpatenschaft zu einem
8-jährigen Kind aus Äthiopien, Ashagire Fitamo Guta,
übernommen, der im Alter von 4 Jahren seine Eltern verloren hat,
mit zwei Geschwistern bei einem Onkel lebt und in ein Wohnheim der
"Evangelischen Mekane Jesus Kirche in Äthiopien" aufgenommen wurde.
Die
Anmeldung der künftigen Schulanfänger erfolgt schon im
September. Kinder, die über unzureichende Deutschkenntnisse
verfügen, erhalten ab Februar 2004 Sprachförderunterricht.
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2004 - Der
Chor der Schule tritt am 12. März in Papenburg auf. Dort findet
die Jahrestagung des Nds. Musikschulverbandes statt. Es geht dabei vor
allem um Kooperationsprojekte zwischen Schule und Musikschule. Der
Kinderchor Wilsum hat im Vorfeld identitätsfördernde
T-Shirts
erhalten.
Frau
Heike
Zwartscholten
(seit Oktober 2005 Heike
Beniermann) wird von der Gesamtkonferenz gebeten, das
inoffizielle Amt der
stellvertretenden Schulleiterin wahrzunehmen.
Am
schulfreien Reformationstag nehmen 40 Schüler an einem
Fahrradturnier teil, das Mitglieder des MSC Emlichheim auf dem Schulhof
durchführen.
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2006 - Die Schule veröffentlicht
ihren Entwicklungsbericht im Internet.
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2007 - Nadine
Zwartscholten aus der 4. Klasse
der Grundschule Wilsum ist in ihrer Altersklasse die beste Platt-Vorleserin in
Niedersachsen. Sie belegte beim Landeswettbewerb in
Wilhelmshaven "Schüler lesen Platt" den 1. Platz (GN,
24.7.2007).
Nach 14-jähriger
Tätigkeit als Schulleiter der Grundschule Wilsum scheidet Rektor Alois Brei aus dem aktiven
Schuldienst aus. Nach Aussagen von Schulrat Udo Tiemann bei seiner Verabschiedung im
Oktober habe er sein Amt "zielstrebig, kompetent und
kämpferisch bis zum Schluss" ausgeführt. Als Beispiele
nennt er Breis
Beiträge zum Thema Verlässliche Grundschule und
Ganztagsschule. Alois Brei
dankt in seinen Abschiedsworten vor allem den Kindern, von denen er am
meisten gelernt habe: "Die eigentlichen Schulinspektoren sitzen
täglich vor einem". Erst in Wilsum habe er gelernt, was die
Niedergrafschaft ausmacht. Alois
Brei begann seine Schullaufbahn an der Hauptschule
Schüttorf, er führte sie an der KGS Neuenhaus fort, um dann
über die Grundschule Lage nach Wilsum zu kommen. Zahlreiche
Beiträge im Internet unter: www.gbiu.de
(Grafschaft Bentheim im Unterricht) zeugen von seinem
unermüdlichen Einsatz für die Schule.
Seine
Nachfolgerin als
Leiterin der Schule in Wilsum ist Rektorin Silke Lükenbroer,
die nach Tätigkeiten an der Grundschule Uelsen und der KGS
Neuenhaus schon vor einem Jahr nach Wilsum gekommen ist (GN, 2.10.2007).
Die
Fenster und der
Unterbau
der Fenster zur Echteler Straße hin werden erneuert. Im
Verwaltungstrakt wird auf Wunsch der neuen Schulleiterin ein
Schulleiterzimmer vom Lehrerzimmer abgetrennt. Außerdem wird der
Rauchschutz verbessert (GN, 2.8.2007).
Einmal
im Jahr kurz vor der Adventszeit basteln alle Kinder gemeinsam
in verschiedenen Projektgruppen
adventliche Dekoration, um dann die
ganze Schule festlich zu schmücken. In jeder Gruppe sind Kinder
der Klassen 1 bis 4. Inzwischen gehört dieser "Kreativtag rund um
Weihnachten" längst zur Tradition der Schule (GN, Dezember 2007).
2008 - Die gut 40 Jahre alten Toilettenanlagen werden erneuert.
Hierfür sieht die Samtgemeinde Kosten in Höhe von 75.000 Euro
vor (Gn, 13.12.2007; 4.1.2008).
Die
42 Viertklässler der Grundschule erleben mit Vertretern der
Jagdgemeinschaft Wilsum einen spannenden und erlebnisreichen Tag im Wilsumer Moor. Sie werden
zusammen mit ihren Lehrkräften morgens mit dem großen
Jagdwagen abgeholt. Auf alten Torfflächen demonstrieren die
Jäger das Torfstechen (GN, 28.5.2008).
2009 - Nach einer Umfrage bei den
Eltern besteht Interesse an einer Ganztagsbetreuung.
Nach Angaben der
Samtgemeinde sind im Haushalt Mittel für den Bau einer Pausenhalle
vorgesehen, die auch als Mensa genutzt werden kann. Außerdem
sollen der Verwaltungstrakt und die Toiletten umgebaut sowie der
Schulhof umgestaltet werden (GN, 6.1.2009).

Der
Schuleingang mit dem Schullogo (Quelle: Homepage)
Seit
zwanzig Jahren organisiert und betreut die Jagdgemeinschaft Wilsum
mit Unterstützung des Jagdleiters Bernd Völkerink
Ausflüge für die Kinder der 4. Klassen in das nahe gelegene
Moor. Diese Art des erlebnisbetonten Lernens wird jetzt auch von der
Stiftung "natur + mensch" mit dem Projekt
"Lernort Natur-Koffer" gefördert. Mit der Zusammenstellung
dieses Themenkoffers, der Materialien beinhaltet, mit denen Exkursionen
in die Natur vor- und nachbereitet werden können, soll die
bisherige ehrenamtliche Arbeit der Jägerschaft unterstützt
werden. In dem Koffer befinden sich Bestimmungshefte, Becherlupen,
Fellstücke verschiedener Wildtiere, Augenbinden, eine Folienserie,
ein Naturführer und ein Fernglas. Nach einer
Einführungsveranstaltung für eine Lehrkraft wird der Koffer
von der Schule verwaltet und gepflegt, die Jägerschaft steht aber
weiterhin für die Durchführung eines erlebnisorientierten
Unterrichts zur Verfügung. Finanziert wird das Projekt aus Spenden
an die Stiftung "natur + mensch". Eine Spende hat nun die Volksbank
Niedergrafschaft in Höhe von 400 Euro übergeben und somit der
Grundschule Wilsum die Teilnahme an dem Projekt ermöglicht (GN,
1.4.2009).
Die Schule hat das nachstehend
genannte Leitbild beschlossen:
"Was für eine Schule sind wir?
Die
Grundschule Wilsum ist ein Ort des Lebens, Lernens und Lehrens, in dem
sich Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen, Angestellte und
Eltern wohl
fühlen, sich gegenseitig wertschätzen und gemeinsam arbeiten.
Sie
bietet den Kindern eine wohnortnahe Förderung, die auf die
individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist und die verschiedenen
Lebensbedingungen und Lernausgangslagen berücksichtigt.
Was für Ziele verfolgen wir?
Wir pflegen und setzen uns verstärkt für
ein positives Schulklima ein. Unsere
Schule ist ein Ort der Begegnung und des Austausches zwischen Eltern,
Kindern, Lehrerinnen, Angestellten und außerschulischen Partnern,
in
dem verantwortungsbewusstes Handeln, Engagement und Kollegialität
selbst-verständlich ist.Wir fordern und fördern einen
höflichen und
freundlichen Umgangston.
Wir arbeiten in einer klaren
Zeitstruktur. Diese ist jedoch nicht durch ein akustisch wahrnehmbares
Zeichen (Gong) kenntlich. Resultat daraus ist eine entspanntere
Atmosphäre, bei der die Arbeitseinheit und nicht die Zeit im
Vordergrund steht. Unser Schulgelände bietet Kindern einerseits
Bewegungsanregungen, andererseits Rückzugs- und
Entspannungsmöglichkeiten, sodass die natürlichen
Bedürfnisse der
Kinder berücksichtigt werden.
Wir bieten den Kindern ein breit gefächertes
Unterrichtsangebot. Unsere
Unterrichtsinhalte orientieren sich an den Vorgaben des
nieder-sächsischen Kerncurriculums.Wir sind uns der
Heterogenität
unserer Klassengruppen bewusst und reagieren auf diese mit
entsprechenden Lehrangeboten. Unser Ziel dabei ist, den Kindern durch
innere und äußere Differenzierungen und liebevolle
Ermutigungen
Lernerfolge und Freude am Lernen zu ermöglichen.Wir legen Wert
darauf, die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und ihrem
Selbstbewusstsein zu stärken.Wir lehren sprachliche, biologische
und
geschichtliche Besonderheiten der Region, damit unsere Kinder sich
ihrer Umgebung bewusst sind und sich ihr zugehörig empfinden.
Dabei
arbeiten wir in Kooperation mit örtlichen und regionalen Vereinen
und
Institutionen. Wir greifen das Interesse an Musik sowohl innerhalb der
Klassengemeinschaft auf als auch durch die Einrichtung eines
schuleigenen Chores.
Zudem kooperieren wir mit der Musikschule der
Niedergrafschaft, die an unserer Schule die musikalische
Grundausbildung anbietet.In künstlerischen Arbeitsgemeinschaften
lernen
unsere Kinder ihre Kreativität auszuleben.
Wir weiten in absehbarer
Zeit unser zur Zeit auf den Vormittag begrenztes Angebot auf
zusätzliche Nachmittagsangebote mit Übermittagbetreuung aus.
Welche Grundwerte bestimmen unser Handeln?
In gemeinsamer Verantwortung legen wir Wert darauf,
dass wir….
… uns aus einer christlichen Grundhaltung heraus mit
gegenseitiger
Wertschätzung begegnen.
… die Schöpfung ganzheitlich wahrnehmen und Verantwortung ihr
gegenüber empfinden.
… bereit sind, gemeinsam zu lehren, zu lernen und zu leben.
Stand: Mai 2009"
Quelle:
Homepage der Schule
Mit
Spenden der Freiwilligen Feuerwehr und der Landfrauen und auf
Initiative von Elternrat, Förderverein, Kollegium und Hausmeister
der Schule werden das
Schulgelände saniert und neue Spielgeräte angeschafft.
Die Samtgemeinde beteiligt sich an den Kosten (GN, 1.7.2009).
Mit
Mitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes wird das
Schulgebäude um eine Pausenhalle
mit angeschlossener Küche erweitert. Der Anbau wird
zusammen mit dem bisherigen Flur für die Mittagsverpflegung und
Ganztagsbetreuung genutzt. Im Zusammenhang mit dem Neubau werden auch
umfangreiche Unterhaltungs-und Umbaumaßnahmen im Verwaltungs- und
im Klassentrakt erfolgen (GN, 17.7.2009).

Die Schulanfänger im
Jahre 2009 (Quelle: Homepage)
Kinder
aus der Grundschule Wilsum und der Pestalozzi-Schule Nordhorn haben
einen Ernährungsfüherschein erhalten. Sie haben in einem
sechswöchigen Schulprojekt gesunde und leckere Knabbereien
zubereitet und gemeinsam gegessen. Die Hauswirtschaftsleiterin Elisabeth Magritz ist
jeweils freitags zu ihnen in die Schule gekommen, um ihnen etwas
über gesunde Ernährung beizubringen. Am letzten Tag stellen
die Kinder ein Buffet zusammen und laden ihre Eltern zu einem
Frühstück ein. Anschließend erhalten sie von der
Klassenlehrerin Janette
Boerrigter und Elisabeth
Magritz den Ernährungsführerschein - natürlich
mit Passbild und Schulstempel. Die Kinder haben dafür eine kleine
Prüfung ablegen müssen (GN, 20.10.2009).
2010 - Inbetriebnahme
der "Mensa"
In der Grundschule Wilsum
wird gefeiert. Grund dafür ist die Inbetriebnahme der "Mensa" und
der sanierten Räumlichkeiten. Der eingeschossige
Mehrzweckraum, der auch als Mensa genutzt werden soll, ist 92 qm
groß und ist auch für die Ganztagsbetreuung
der Schüler vorgesehen. Diese erfolgt montags bis
donnerstags bis 15 Uhr. Dazu gehören Arbeitsgemeinschaften, die
Hausaufgabenbetreuung, ein Niederländischkursus und Sport.
Hierfür stehen Finanzmittel in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr
zur Verfügung, von denen der Landkreis die Hälfte beisteuert.
(GN, 27. und 28. 1.2010)

Schüler
bei der Schulfeier (Quelle: Homepage)
Musiktheater
Am
Donnerstag, den 18. Februar 2010 führt die Nimmerland
Theaterproduktion das Stück "Die
Hexe Huckla" in der Grundschule Wilsum
auf. Es war ein Musiktheaterstück über englische Worte und
Wörter. Die
Hexe Huckla sollte auf einem Hexentreffen ihre neue Maschine
vorführen,
die Tiere in allen Sprachen der Erde sprechen lassen konnte. Leider war
diese Maschine defekt und musste mit vereinten Kräften repariert
werden. Am Ende der Vorführung wurden alle aufgefordert, gemeinsam
mit
der Schauspielerin zu singen und zu tanzen. (Homepage)
"Tag der offenen Tür"
Bei
einem "Tag der offenen Tür" werden die neuen und die renovierten
Räumlichkeiten, wie etwa die Aula, der Computerraum und die
sanitären Anlagen präsentiert. Außerdem ist eine
Ausstellung zum Thema "Schule früher - Schule heute" zu sehen. Den
Verkehrslotsen wird für deren Engagement gedankt. (GN, 20.4.2010)
Schulzeit war durch den Krieg geprägt
Als
die 30 Kinder der Volksschule Wilsum von ihrem Klassenlehrer Friedrich
Leesmann im Jahre 1950 enlassen wurden, hatten sie ein
achtjähriges Schulleben hinter sich, das vom Zweiten Weltkrieg und
den Mangeljahren danach geprägt war. 60 Jahre später treffen
sich 17 Ehemalige wieder, die diese Zeit noch in Erinnerung haben: Wenn
wieder alliierte Tiefflieger über Wilsum donnerten, schickten die
Lehrer die Kinder nach Hause. Drohte unmittelbar Gefahr, mussten die
Schüler in den Splittergräben des Schulhofs Deckung nehmen.
In der maroden Schule ging damals die Heizung oft kaputt. Die
Schüler schrieben damals auf hauchdünnem Papier, das nur von
einer Seite benutzt werden konnte. Nach Kriegsende füllten sich
die Klassenräume schlagartig mit Kindern der Flüchtlingsfamilien, die auf
den umliegenden Bauernhöfen untergebracht waren. Gern erinnerten
sich die ehemaligen Schüler an ihren Lehrer Friedrich Müller, ein Multitalent, das wunderbar malen und
musizieren konnte, und das schon damals mit den Sängern des
Gesangvereins "Immergrün" den "Götz von Berlichingen"
aufführte. (GN, 1.6.2010)
Wiedersehen nach 40 Jahren
40 Jahre nach ihrer Schulentlassung
trafen dich 24 ehemalige Schüler zu einer Wiedersehensfeier. Die
Lehrerin Janette Boerrigter
führte die Teilnehmer durch ihr ehemaliges Schulgebäude. Nach
dem Kaffetrinken in Schonevelds Mühle verbrachte die Gruppe einen
unterhaltsamen Grillabend in einer Tinholter Jagdhütte. Bilder aus
der Schulzeit und eine Bierzeitung von der Entlassung 1970 frischten
alte Erinnerungen wieder auf. Die Idee, Pausenspiele aus der Schulzeit
noch einmal auszuprobieren, bereitete den Ehemaligen viel Spaß.
(GN, 17.9.2010)
Spende
der Raiffeisen-Grenzland
Laar
Bereits
seit fünf Jahren verschickt die Raiffeisen-Grenzland
Laar mit
ihren Zweigstellen Uelsen und Wilsum keine vorweihnachtlichen
Präsente mehr an Kunden und Geschäftspartner. Statt dessen
haben die Mitarbeiter beschlossen, das eingesparte Geld einem guten
Zweck zukommen zu lassen. Nutznießer sind in diesem Jahr die
Grundschulen Laar, Uelsen und Wilsum, die im Geschäftsbereich der
Grenzland-Märkte liegen. Es sind folgende Verwendungszwecke
vorgesehen: Laar: Erweiterung des Pausenhofes, Uelsen: Erweiterung
der Schülerbücherei, Wilsum:
Beschaffung neuer Vitrinen im
Mensabereich und neuer Schränke für die Ablage der
Regenbekleidung der Schüler. (GN, 7.12.2010)
2011
- Projekt Klasse!-Kids
Die Viertklässler
haben im Januar an dem Projekt
Klasse!-Kids
teilgenommen und sich einige Wochen lang mit der Zeitung
beschäftigt, dabei viele Artikel gelesen, ausgeschnitten und auch
Witze an die Kinderredaktion geschickt. Das GN-Projekt hat ihnen
offensichtlich viel Spaß gemacht. (GN, 15.2.2011)
Wie
leben Kinder in Bangladesch?
Mit dieser Frage haben sich Schüler aus Wilsum
beschäftigt. Sie haben Besuch
von zwei Frauen bekommen, die schon einmal in dem armen Land am
Indischen Ozean waren. Sie haben viel berichtet. Nun wollen die
Wilsumer einen Briefkontakt
nach Bangladeschaufbauen. (GN, 3.5.2011)
Vorlesewettbewerb
Beim landesweiten
Wettbewerb "Schüler lesen Platt" in Stade errangen
zwei Wilsumer Grundschüler als Bezirkssieger
Lara Hesseling aus
Klasse 4 einen dritten Platz und Joss Lechtenborg aus Klasse
3 einen vierten Platz (GN, 25.6.2011). Im Gespräch mit der
Kinderredaktion des GN erzählen sie, woher sie so gut Plattdeutsch sprechen
können
Joss: "Ich
kenne Platt schon lange, weil meine Familie das immer zu Hause spricht.
Ich habe es immer gehort und dann auf einmal verstanden. Da bin ich
noch in den Spielkreis gegangen".
Lara: "Ich
habe erst in diesem Schuljahr angefangen, Platt zu lernen. Von zu Hause
kenne ich Platt nicht so. Nur meine Oma spricht das". ... "Ich habe
meiner Oma gesagt,dass sie nur noch Platt mit mir sprechen soll".
(GN,26.7.2011)
"Daumen
hoch" für die Kochkinder
Sechs Wochen lang hat das Kochprojekt
in der dritten Klasse gedauert. Damit geht eine Unterrichtseinheit zu
Ende, die Elisabeth Magritz
von den Landfrauen mit den Kindern durchgeführt hat. "Der Ernährungsführerschein ist
eine Idee des ´aid - Informationsdienstes`, einem
gemeinnützigen Verein, der für den Bereich
´Verbraucherschutz und Ernährung´ praxistaugliche
Medien herausgibt", erklärt Magritz. Die gelernte
Hauswirtschaftsleiterin ist für die Arbeit in Schulen speziell vom
Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und
vom aid-Informationsdienst geschult worden. Das Ministerium sponsert
das Projekt, und die AOK gibt jedem Kind fünf Euro für den
Einkauf von Lebensmitteln. Klassenlehrerin Jessica Nottberg
erläutert die Ziele des Projektes,
das im Rahmen des Sachunterrichts durchgeführt wurde: "Neben der gesunden Ernährung geht es auch
um Tischkultur, Knigge, Hygiene und
den Umgang mit Kürchengeräten. Am Ende des Kurses darf
jedes Kind einen Gast für das große Abschlussessen in der
Mensa der Schule einladen. Mit dem Abschluss des Kochprojektes legen
die Schüler eine Prüfung ab. Wer sie besteht, bekommt den Ernährungsführerschein.
(GN, 24.10.2011)
Weitere
Informationen
finden Sie im Internet unter:
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Quellen:
-
Thomas de Vries,
Auszüge aus der Schulchronik, 1964
-
Heinrich Eberhardt, Schule,
Land und Leute der
Samtgemeinde Uelsen im Spiegel der Schulchroniken, 1985; Abschnitt
4.1.2:
Grundschule Wilsum, Seiten 81 - 109
- Erich Gövert,
Wilsum im Wandel der Zeit, Der Grafschafter, Nummer 4/2002
-
Erich Gövert, H.
Rooseboom war 60 Jahre Lehrer, Küster und Organist in der Wilsumer
Gemeinde, Bentheimer Jahrbuch 2003, Das Bentheimer Land, Band 159,
Seiten 232 - 236
-
Artikel aus der
örtlichen Presse, im Text
angegeben.
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