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1978 - Zum 1. Februar
1978 wird die bisherige
Volksschule
Uelsen (siehe: VS ) in die Grundschule Uelsen
(siehe: GS
) und die Hauptschule Uelsen geteilt. Nachdem der
bisherige Schulleiter
der Mittelpunktschule, Herr Rektor Günter Itterbeck, zum
1.8.1977
zum
Realschulrektor an der Realschule Uelsen ernannt worden ist,
übernimmt
der Konrektor Ulrich Heermeyer die kommissarische Schulleitung der
Hauptschule Uelsen. Der Aufbau des Schulzentrums in Uelsen ab
1974 ist unter Aufbau dargestellt.
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1979 - Nach
zweijähriger Vakanzzeit wird Ulrich
Heermeyer
als Rektor der Hauptschule Uelsen im September 1979 in sein Amt
eingeführt.
Gleichzeitig wird Rolf
Tönsing aus Osnabrück Konrektor der
Schule
(GN, 10.09.1979).
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1991 - Auf Antrag der
Gesamtkonferenz der Hauptschule
Uelsen
genehmigt die Bezirksregierung die Einführung der 10. Klasse an
der
Schule. Dies ist jetzt möglich, weil nicht mehr die
Zweizügigkeit
nachgewiesen werden muss, sondern 16 Schüler für die
Genehmigung
ausreichen. Vorher konnten die Schüler das 10. Schuljahr am
Hauptschulzweig
der KGS Neuenhaus besuchen.
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1998 - Durch einen
zweigeschossigen Anbau, der sich
nahtlos
an die vorhandene Bebauung anpasst, wird die Hauptschule Uelsen von
allen
räumlichen Nöten befreit. Im Erdgeschoss sind ein neuer
Verwaltungstrakt
mit drei Büroräumen und einem Lehrerzimmer, im Obergeschoss
zwei
Klassenräume, ein Erste-Hilfe-Raum und ein kleiner Computerraum
entstanden
(GN, 10.10. und 17.12. 1997 sowie 4.9. und 8.9.1998).
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Die
Gesamtkonferenz und der Elternrat der
Hauptschule
Uelsen lehnen einen Antrag auf Errichtung einer Integrationsklasse in
getrennter
geheimer Abstimmung ab. Der Antrag wurde von sechs Elternpaaren
gestellt,
deren behinderte Kinder bisher Integrationsklassen an der Grundschule
und
der Orientierungsstufe besuchten. Die Elternratsvorsitzende betont,
dass
ihre Haltung keine behindertenfeindliche Ausgrenzung sei, dass aber
behinderte
Kinder in den speziell auf ihren Bedarf zugeschnittenen Einrichtungen
besser
beschult werden könnten. Zudem hätten die Kinder, die von der
OS
auf die Hauptschule wechseln, sowieso meist Lern- und
Konzentrationsschwierigkeiten.
Angesichts dieser Schwierigkeiten, die durch pubertätsbedingte
Probleme
noch verstärkt würden, sei eine integrative Beschulung eine
kaum
tragbare Belastung für die nichtbehinderten Kinder. Die
Entscheidung
wird von den betroffenen Eltern, der Sonderschullehrerin, die die
Kinder
von Anfang an in der Schule unterrichtete, und der Schulleitung
bedauert
(GN, 6.3.1998).
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1999 - Am 19. Juli 1999
erfolgt ein Schülerstreik
an
der Hauptschule Uelsen, der von den Eltern veranlasst wird. Die Eltern
befürchten,
dass sich im folgenden Schuljahr die Unterrichtsversorgung wesentlich
verschlechtert.
Gründe hierfür seien, dass im 10. Schuljahr zwei Klassen und
im
7. Schuljahr bei 57 Schülern nach Entscheidung der Schule drei
Klassen
eingerichtet werden. Außerdem werde eine Lehrkraft versetzt, und
durch
krankheitsbedingten Ausfall eines Lehrers trete eine weitere
Verschlechterung
der Versorgung ein. Der zuständige Schulrat sagt zu, durch
Ausschreibung
einer Lehrerstelle, durch eine Feuerwehrstelle und durch
Lehrerabordnung
von benachbarten Schulen für einen Ausgleich zu sorgen (GN, 20.7.
und
Leserbrief vom 24.7.1999).
Zum 25-jährigen Bestehen der Samtgemeinde Uelsen ab 1974 werden
die Leistungen des Schulträgers, der Samtgemeinde Uelsen, für
seine Schulen in einem Aufsatz in den Grafschafter Nachrichten
dargestellt (GN, 12.6.1999). Dieser Aufsatz wird unter Aufbau
wörtlich wiedergegeben.
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2002 - Rektor Ulrich Heermeyer feiert im
April 2002
sein
40-jähriges Dienstjubiläum. Nach seinem Studium kam er am 12.
August
1965 an die Volksschule Uelsen, wo er zunächst als Lehrer, ab 1972
als
Konrektor und ab 1979 als Rektor tätig war (GN, 24.4.2002).
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2003 - Der bisherige
Lehrer der Hauptschule Uelsen, Dieter
Steinecke, zieht aufgrund der Ergebnisse der Landtagswahl als
Mitglied
der
SPD-Fraktion in den Niedersächsischen Landtag ein (GN,
4.2.2003).
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2004 - Im
Wahlpflichtkurs Physik des 10. Schuljahrgangs haben sich die
Schüler die Aufgabe gestellt, Go-Karts zu bauen. Der Bau erfolgt
außerhalb des Unterrichts zu Hausen in der Freizeit, während
im Unterricht das erforderliche Wissen vorrangig durch
Schülerreferate vermittelt wird. Der Physiklehrer sieht in dieser
Form des Projektunterrichts eine Möglichkeit, die Schüler auf
die Arbeitswelt vorzubereiten (GN, 26.3.2004).
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2005 - Nach 40 Berufsjahren, davon mehr
als 25
Jahre als Schulleiter der HauptschuleUelsen,wird Rektor Ulrich
Heermeyer mit 62 Jahren in
den Vorruhestand verabschiedet. Ihm wird allethalben bestätigt,
dass er mit seinem Humor und seiner ausgleichenden Art für ein
beispielhaft gutes Betriebsklima gesorgt habe. Er übte in dieser
Zeit auch Tätigkeiten als Übungsleiter im Sportverein, als
Leiter des Männerchors, als Gründungsmitglied der
Musikschule, Organist und Kaberettist in der Uelser Gruppe "Die
Stechpalmen" aus (GN, 22.1.2005).
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Die Hauptschule erhält eine neue
Pausenhalle. Nachdem beim Abriss der
alten Halle im Juli freiwillige Helfer die Arbeiten durchgeführt
haben,
sind die Arbeiten im Innern der neuen Halle, in dem auch ein Kiosk
jetzt seinen Platz hat, zum Beginn des neuen Schuljahres abgeschlossen
worden (GN, 11.7. und 29.8.2005). Die offizielle Einweihung der neuen
Pausenhalle findet nach der Umgestaltung der Außenanlagen im
November
2005 statt (GN, 11. und 12.11.2005). Foto: Stefan Konjer
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Am 9. September 2005
werden Rolf
Tönsing als Rektor und Frank
Meendering als Konrektor der
Hauptschule Uelsen in ihre Ämter eingeführt. Beide haben die
Schule seit Verabschiedung von Rektor Heermeyer
kommissarish geleitet. Rolf
Tönsing ist 1949 in
Osnabrück geboren. Nach dem Studium arbeitete er von 1971 - 1974
als wissenschaftlicher Angestellter an der Pädagogischen
Hochschule Osnabrück. Von 1974 bis 1979 war er Lehrer in Bad Iburg
und ab 1979 Konrektor an der hiesigen Schule. Er wird vom Schulrat als
gewissenhafter Lehrer mit planerischem und organisatorischem Geschick
beschrieben, der sich ohne Wenn und Aber zur Hauptschule bekennt und
als Ziele der Schulform für die Zukunft mehr Eigenverantwortung
und eine stärkere Ausrichtung auf die Berufswelt nennt.
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Frank
Meenderink ist 1965 in
Nordhorn geboren. Nach dem Abitur machte er zunächst eine
Ausbildung zum Koch. Nach dem Studium trat er 1996 im
westfälischen Kalletal in den Schuldienst. Über Lehrerstellen
in Bissendorf und Riemsloh kam er 2004 an die Hauptschule Uelsen. (GN,
10.9.2005).
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2007 - Der ehemalige Lehrer der
Hauptschule
Uelsen und Grafschafter Landtagsabgeordnete Dieter
Steinecke wechselt von
Hannover als Bundesabgeordneter nach Berlin (GN, 30.5.2007). Im Zuge
der Bauarbeiten in
den Sommerferien wird der Schulhof der Hauptschule eingeebnet und neu
gepflastert. Sofern die Hauptschule in nächster Zeit ebenfalls wie
die Grundschule Ganztagsangebote macht, wird die Aula als
Multifunktionsraum zusätzlich zur Mensa im Grundschulbereich
einbezogen (GN, 2.8.2007).
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2008 - Die Hauptschule Uelsen
erhält zum
Schuljahr 2008/09 einen Sozialarbeiter.
Rektor Rolf
Tönsing stellt im
Schulausschuss sein Konzept zu den Einsatzmöglichkeiten des
Sozialarbeiters vor. Er nennt besonders die Ausbildung von
Schülern zu Streitschlichtern, die Mithilfe bei der
Hausaufgabenbetreuung und die Unterstützung der Schüler bei
der Berufvorbereitung. Zu den Zielen des
Hauptschulprofilierungsprogramms des Landes Niedersachsen gehört
es, Schüler in ihrer Lern- und Leistungsmotivation zu
stärken und sie gezielt auf den Übergang in die Arbeitswelt
vorzubereiten. Die Personalkosten (60.000 Euro im Jahr) teilen sich die
Samtgemeinde und das Land - "was ich aber eigentlich nicht verstehe,
weil Schule allein Sache des Landes ist", meint der erste
Samtgemeinderat Friedrich
Veddeler. Die Stelle, die von der Schulbehörde
ausgeschrieben ist, ist vorerst auf ein Jahr befristet, jedoch auf drei
Jahre ausgerichtet (GN, 4.1.,,3.5. und 15.5.; GW, 7.5.2008).
Der Februar 1978 wird als Geburtsstunde
der Hauptschule Uelsen bezeichnet. Dieses Ereignis würdigt
die Schule mit einem Schulfest, das Schüler und Lehrer an zwei
vorangegangenen Projekttagen vorbereitet haben (GN, 1.7.2008).
Die Schüler der beiden achten Klassen loten bei einem
einwöchigen Projekt ihre
Ausbildungsreife aus. Unterstützt
von Mitarbeitern des Bildungswerk Niedersachsen machen sie sich in drei
Teams auf der Suche nach ihrem Traumberuf. Zunächst stellen sie
anhand verschiederner Tests und Verfahren ihre eigenen Stärken und
Fähigkeiten fest. Im Anschluss stellt jeder Schüler einen
konkreten Handlungsplan für seine Berufswahl auf. Dabei formuliert
er seine Ziele und hinterfragt,was er leisten muss, um diese Ziele zu
erreichen. Um sich nicht zu sehr auf einen Beruf zu fixieren, erkunden
die Schüler Alternativberufe, in denen sie sich ebenfalls eine
Ausbildung vorstellen können. Nsch Präsentation in der
jeweiligen Gruppe nehmen die Schüler mit ihren Eltern an
individuellen Auswertungsgesprächen teil (GN, 19.12.2008).
2009 -
Samtgemeindedirektor Herbert
Koers sagt in seiner Neujahrsansprache,
dass er im neuen Jahr
dem Thema Bildung große
Aufmerksamkeit schenken möchte. Es
stimme ihn nachdenklich, dass es in der Samtgemeinde Uelsen bislang
keine weiterführende Schule mit Ganztagsbetrieb gebe. Die Politik
habe schon Schritte in die richtige Richtung gemacht, indem sie die
Stelle des Sozialarbeiters an der Hauptschule Uelsen zur Hälfte
mitfinanziere. Dadurch habe man eine Ganztagsstelle schaffen
können. "Um auch auf diesem Wege gemeinsam weiter zu gehen",
fordert er nun im Gegenzug "das Engagement der Schulen" ein (GN,
14.1.2009).
In der Samtgemeinde Uelsen gibt es die erste Partnerschaft zwischen einer Schule und
einem Unternehmen. Firmenchef Hans-Georg Kronemeyer und
Rektor Rolf Tönsing
unterzeichnen einen Vertrag, in dem die Verpflichtungen, Ziele und
Entwicklungen, die Koordination und Kosten geregelt sind.
Mitunterzeichner sind sind der Stellvertretende
Samtgemeindebürgermeister Johann Schüürmann,
Jutta
Lübbert als Geschäftsführerin der
Wirtschaftsvereinigung und Stefan
Glüpker für die Schulabteilung des Landkreises. Es ist
die elfte Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Unternehmen im
Landkreis (GN,11.5.2009; GW, 20.5.2009).
Eine Spende in
Höhe von 4.000 Euro hat der Rotary-Club
Uelsen/Coevorden
an die Fördervereine der Grund-, der Haupt- und der Realschule
sowie
des Lise-Meitner-Gymnasiums übergeben. Das Geld stammt aus dem
Erlös
der "Uelser Musiknacht 2009",
die der Rotary-Club im Januar veranstaltete. Das Geld dient zur
Finanzierung verschiedener Projekte und für wichtige Anschaffungen
in
den Schulen (GN, 24.12.2009).
2010 - Die
Hauptschule und die Realschule Uelsen vereinbaren eine Kooperation mit dem Pflegeheim
Niedergrafschaft, um mit älteren Menschen etwas zu
unternehmen. Vorgesehen sind Betriebspraktika, die gemeinsame Umsetzung
von Kunstprojekten und die regelmäßige Tätigkeit als
Lesepaten. Diese Kooperation ist Teil des Projektes "Partnerschaften zwischen Schulen
und Unternehmen", das es seit 2007 gibt, um die
Ausbildungschancen für Schüler zu verbessern. Mittlerweile
gibt es 25 Kooperationen im Landkreis (GN, 9.2.2010).
Rolf Tönsing
verlässt das "Schulparadies"
Dreißig Jahre lang stand Rolf Tönsing an der
Hauptschule Uelsen für Kontinuität, erst 25 Jahre lang als
Konrektor neben Ulrich
Heermeyer, dann fünf Jahre lang als Rektor als dessen
Nachfolger, wie Schulrat Udo
Tiemann bei seiner vorzeitigen Verabschiedung aus dem
Schuldienst aus gesundheitlichen Gründen feststellt. Er bezeichnet
ihn als "stetig, verlässlich, bodenständig und mit einem
Blick für das Machbare". Seine besonderen Leistungen in der
relativ kurzen Zeit als Schulleiter seien die konzeptionelle Einbindung
des Schulsozialarbeiters und die Kooperation mit der Firma Kronemeyer
gewesen. Bis ein Nachfolger gefunden ist, leitet sein Konrektor Frank Meenderink
kommissarisch die Schule (GN, 8.3.2010).
21 Schüler
der Hauptschule und der Realschule haben sich zu Streitschlichtern ausbilden lassen.
Acht Lehrer begleiteten die Ausbildung. Zwei Mitarbeiter von der "Mediation Euregio" leiteten sie an.
80 % der Kosten übernahm der Landkreis, den Rest die
Fördervereine beider Schulen (GN, 24.4.2010).
Die Volksbank Niedergrafschaft hat ihre jahrelange Zusammenarbeit mit
der Hauptschule und der Realschule mit Kooperationsverträgen
im Rahmen des Projektes "Partnerschaften zwischen Schulen und
Unternehmen" der Wirtschaftsvereinigung besiegelt. Bewährt
hat sich das Bewerbungstraining
für alle Abschlussklassen. Die Bank lädt jede Klasse zu einem
Seminar
in die Bank ein. In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der
Niedersächischen Wirtschaft werden die Absolventen zur Gestaltung
der
Bewerbungsschreiben geschult, erhalten Tipps für ihr Verhalten im
Vorstellungsgespräch und trainieren typische Bewerbungssituationen
(GN,
29.4. und GW, 5.5.2010).
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Quellen:
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Heinrich Eberhardt, Schule,
Land und Leute der
Samtgemeinde Uelsen im Spiegel der Schulchroniken, 1985
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Artikel aus der
örtlichen Presse, im Text
angegeben
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