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2008 - Die Hauptschule Uelsen
erhält zum
Schuljahr 2008/09 einen Sozialarbeiter.
Rektor Rolf
Tönsing stellt im
Schulausschuss sein Konzept zu den Einsatzmöglichkeiten des
Sozialarbeiters vor. Er nennt besonders die Ausbildung von
Schülern zu Streitschlichtern, die Mithilfe bei der
Hausaufgabenbetreuung und die Unterstützung der Schüler bei
der Berufvorbereitung. Zu den Zielen des
Hauptschulprofilierungsprogramms des Landes Niedersachsen gehört
es, Schüler in ihrer Lern- und Leistungsmotivation zu
stärken und sie gezielt auf den Übergang in die Arbeitswelt
vorzubereiten. Die Personalkosten (60.000 Euro im Jahr) teilen sich die
Samtgemeinde und das Land - "was ich aber eigentlich nicht verstehe,
weil Schule allein Sache des Landes ist", meint der erste
Samtgemeinderat Friedrich
Veddeler. Die Stelle, die von der Schulbehörde
ausgeschrieben ist, ist vorerst auf ein Jahr befristet, jedoch auf drei
Jahre ausgerichtet (GN, 4.1.,,3.5. und 15.5.; GW, 7.5.2008).
Der Februar 1978 wird als Geburtsstunde
der Hauptschule Uelsen bezeichnet. Dieses Ereignis würdigt
die Schule mit einem Schulfest, das Schüler und Lehrer an zwei
vorangegangenen Projekttagen vorbereitet haben (GN, 1.7.2008).
Die Schüler der beiden achten Klassen loten bei einem
einwöchigen Projekt ihre
Ausbildungsreife aus. Unterstützt
von Mitarbeitern des Bildungswerk Niedersachsen machen sie sich in drei
Teams auf der Suche nach ihrem Traumberuf. Zunächst stellen sie
anhand verschiederner Tests und Verfahren ihre eigenen Stärken und
Fähigkeiten fest. Im Anschluss stellt jeder Schüler einen
konkreten Handlungsplan für seine Berufswahl auf. Dabei formuliert
er seine Ziele und hinterfragt,was er leisten muss, um diese Ziele zu
erreichen. Um sich nicht zu sehr auf einen Beruf zu fixieren, erkunden
die Schüler Alternativberufe, in denen sie sich ebenfalls eine
Ausbildung vorstellen können. Nsch Präsentation in der
jeweiligen Gruppe nehmen die Schüler mit ihren Eltern an
individuellen Auswertungsgesprächen teil (GN, 19.12.2008).
2009 -
Samtgemeindedirektor Herbert
Koers sagt in seiner Neujahrsansprache,
dass er im neuen Jahr
dem Thema Bildung große
Aufmerksamkeit schenken möchte. Es
stimme ihn nachdenklich, dass es in der Samtgemeinde Uelsen bislang
keine weiterführende Schule mit Ganztagsbetrieb gebe. Die Politik
habe schon Schritte in die richtige Richtung gemacht, indem sie die
Stelle des Sozialarbeiters an der Hauptschule Uelsen zur Hälfte
mitfinanziere. Dadurch habe man eine Ganztagsstelle schaffen
können. "Um auch auf diesem Wege gemeinsam weiter zu gehen",
fordert er nun im Gegenzug "das Engagement der Schulen" ein (GN,
14.1.2009).
In der Samtgemeinde Uelsen gibt es die erste Partnerschaft zwischen einer Schule und
einem Unternehmen. Firmenchef Hans-Georg Kronemeyer und
Rektor Rolf Tönsing
unterzeichnen einen Vertrag, in dem die Verpflichtungen, Ziele und
Entwicklungen, die Koordination und Kosten geregelt sind.
Mitunterzeichner sind sind der Stellvertretende
Samtgemeindebürgermeister Johann Schüürmann,
Jutta
Lübbert als Geschäftsführerin der
Wirtschaftsvereinigung und Stefan
Glüpker für die Schulabteilung des Landkreises. Es ist
die elfte Partnerschaft zwischen einer Schule und einem Unternehmen im
Landkreis (GN,11.5.2009; GW, 20.5.2009).
Eine Spende in
Höhe von 4.000 Euro hat der Rotary-Club
Uelsen/Coevorden
an die Fördervereine der Grund-, der Haupt- und der Realschule
sowie
des Lise-Meitner-Gymnasiums übergeben. Das Geld stammt aus dem
Erlös
der "Uelser Musiknacht 2009",
die der Rotary-Club im Januar veranstaltete. Das Geld dient zur
Finanzierung verschiedener Projekte und für wichtige Anschaffungen
in
den Schulen (GN, 24.12.2009).
2010
- Kooperation mit dem Pflegeheim
Niedergrafschaft
Die
Hauptschule und die Realschule Uelsen vereinbaren eine Kooperation mit dem Pflegeheim
Niedergrafschaft, um mit älteren Menschen etwas zu
unternehmen. Vorgesehen sind Betriebspraktika, die gemeinsame Umsetzung
von Kunstprojekten und die regelmäßige Tätigkeit als
Lesepaten. Diese Kooperation ist Teil des Projektes "Partnerschaften zwischen Schulen
und Unternehmen", das es seit 2007 gibt, um die
Ausbildungschancen für Schüler zu verbessern. Mittlerweile
gibt es 25 Kooperationen im Landkreis. (GN, 9.2.2010)
Rolf Tönsing
verlässt das "Schulparadies"
Dreißig Jahre lang stand Rolf Tönsing an der
Hauptschule Uelsen für Kontinuität, erst 25 Jahre lang als
Konrektor neben Ulrich
Heermeyer, dann fünf Jahre lang als Rektor als dessen
Nachfolger, wie Schulrat Udo
Tiemann bei seiner vorzeitigen Verabschiedung aus dem
Schuldienst aus gesundheitlichen Gründen feststellt. Er bezeichnet
ihn als "stetig, verlässlich, bodenständig und mit einem
Blick für das Machbare". Seine besonderen Leistungen in der
relativ kurzen Zeit als Schulleiter seien die konzeptionelle Einbindung
des Schulsozialarbeiters und die Kooperation mit der Firma Kronemeyer
gewesen. Bis ein Nachfolger gefunden ist, leitet sein Konrektor Frank Meenderink
kommissarisch die Schule. (GN, 8.3.2010)
Partnerschaft
Nach
mehreren vertraglichen Kooperationsbeschlüssen zwischen Schulen
und Wirtschaftsunternehmen sind nun auch die ersten Partnerschaften
zwischen Schulen und der Agrarwirtschaft in der Grafschaft
vertraglich besiegelt worden.
Gleich fünf Partnerschaften ist
die Raiffeisen-Grenzland eG
mit Schulen in der Niedergrafschaft
eingegangen. Die Genossenschaft aus Laar hat sowohl im Namen der
Niedergrafschafter Kooperationsgenossenschaften
Ringe-Wielen-Georgsdorf und Veldhausen, als auch stellvertretend
für
die Grenzland-Märkte und Grenzland-Ringfutter die Verträge
unterschrieben. Neben den Real- und
Hauptschulen in Uelsen und in
Emlichheim haben auch die Hauswirtschaftlichen
Berufsbildenden
Schulen des Landkreises Grafschaft Bentheim, Fachbereich
Agrarwirtschaft und Sozialpädagogik, mit der Genossenschaft
schriftliche Vereinbarungen über eine langfristig angelegte
Zusammenarbeit geschlossen. (GN, 13.4.2010)
Streitschlichter
21 Schüler
der Hauptschule und der Realschule haben sich zu Streitschlichtern ausbilden lassen.
Acht Lehrer begleiteten die Ausbildung. Zwei Mitarbeiter von der "Mediation Euregio" leiteten sie an.
80 % der Kosten übernahm der Landkreis, den Rest die
Fördervereine beider Schulen. (GN, 24.4.2010)
Kooperationsverträge
Die Volksbank
Niedergrafschaft hat ihre jahrelange Zusammenarbeit mit
der Hauptschule und der Realschule mit Kooperationsverträgen
im Rahmen des Projektes "Partnerschaften zwischen Schulen und
Unternehmen" der Wirtschaftsvereinigung besiegelt. Bewährt
hat sich das Bewerbungstraining
für alle Abschlussklassen. Die Bank lädt jede Klasse zu einem
Seminar
in die Bank ein. In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der
Niedersächischen Wirtschaft werden die Absolventen zur Gestaltung
der
Bewerbungsschreiben geschult, erhalten Tipps für ihr Verhalten im
Vorstellungsgespräch und trainieren typische
Bewerbungssituationen.
(GN,
29.4. und GW, 5.5.2010)
Elternpraktikum
Acht Schülerinnen
haben vier stressige, aber auch interessante
Tage hinter sich. Die 14- und 15-jährigen Hauptschülerinnen
haben sich von Donnerstag- bis Montagnachmittag als Mütter
versucht. Peter Philipps,
Biologielehrer der Klasse 9 a, hatte die Idee zu dem sogenannten Elternpraktikum. Als Partner stellte
sich der Sozialdienst katholischer
Frauen (SkF) zur Verfügung, der schon seit Jahren
Elternpraktika durchführt. "Es geht nicht darum, ob jemand eine
gute oder schlechte Mutter ist, sondern klar zu machen, dass man mit
einem Baby Verantwortung ubernimmt", erläutert die SkF-
Mitarbeiterin. (GN, 16.9.2010)
Förderverein
Auf seiner
Mitgliederversammlung wählte der Förderverein
turnusgemäß einen neuen Vorstand. Vorsitzender ist jetzt Dieter Zegger,
Stellvertreterin Gesine
Gortmann. Bei einem Rundgang konnten sich die Besucher einen
Überblick verschaffen, welche Projekte vom Förderverein
gefördert wurden. Dabei handelt es sich zum Beispiel um
Stellwände und Sitzmöbel in der Pausenhalle, Computer
für die fünften Klassen, Materialien für die Aquaristik
und Foto-AG sowie Spielgeräte auf dem Schulhof. Außerdem
unterstützt der Förderverein Schulprojekte und hilft bei
Bedarf einzelnen Familien bei der Finanzierung der Klassenfahrt. (GN,
19.10.2010)
Neuer
Schulleiter
Nach dem Ausscheiden des Rektors Rolf Tönsing im
März hatten Frank
Meenderink und sein Stellvertreter Stephan Birkenstock die
Hauptschule kommissarisch geleitet. Seit dem 1. August übt nunmehr
Joachim
Lachmann das Amt des
Schulleiters aus. Seine offizielle Einführung erfolgte
durch Schulrat Tiemann
Anfang November. Er zeigte den beruflichen Werdegang des neuen Rektors
auf, der 1971 am Burggymnasium Bad Bentheim sein Abitur ablegte und an
der Pädagogischen Hochschule Osnabrück die Fächer
Deutsch, Kunst und Werken für das Lehramt an Grund- und
Hauptschulen studierte. Nach Tätigkeiten an der OS Lingen-Laxten
und der HS Schüttorf kam er 1989 an den Schulzweig Hauptschule der
KGS Neuenhaus. Dort übernahm er verschiedene Leitungsfunktionen.
Nach Auflösung der KGS wurde Joachim Lachmann Schulleiter der
Hauptschule Neuenhaus. Als diese Stelle mit der Zusammenlegung von
Haupt- und Realschule wegfiel, bewarb sich der 59-jährige um die
Rektorstelle der Hauptschule Uelsen. Der Schulrat charakterisierte ihn
als einen Lehrer und Schulleiter, der stets "Engagement, Fachkompetenz,
Fleiß, Umsicht und Kooperationsfähigkeit" gezeigt habe. Er
habe sich immer zur Hauptschule bekannt und sich mit dieser Schulform
identifiziert. (GN, 6.11.2010)
2011 -Architektenwettbewerb
Der
Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs von Friederike Klever aus
Uelsen sieht ein gut acht Meter breites und 36 Meter langes
Gebäude am Pausengang zwischen Realschule und Gymnasium vor. Im Erdgeschoss soll die Mensa
mit 150 Plätzen einziehen. Im Obergeschoss
sind
Räume für die Ganztagsbetreuung
vorgesehen. Baubeginn
ist voraussichtlich im Frühjahr 2011, die Fertigstellung im Sommer
2012 geplant. Die Kosten betragen voraussichtlich 1,3 Millionen Euro
(GN, 17.9.2010). Im Haushalt für das Jahr 2011 sind 900.000 €
vorgesehen. Die restlichen 400.000 € sollen im Jahr 2012 zur
Verfügung gestellt werden. Der Schulträger erwartet, das die
Mensa ab
dem Schuljahr 2012/12 genutzt werden kann. Da für den Bau ein Teil
des
Schulparkplatzes aufgegeben werden muss, will die Kommune den Parkplatz
an der benachbarten Turnhalle erweitern. (GN, 30.12.2010 und 7.1.2011)
Start in
die
Berufsausbildung
Damit jeder
Jugendliche beim Start in die
Berufsausbildung eine faire Chance erhält, hat das
Bundesministerium für Bildung und Forschung mit der Agentur
für Arbeit die Initiative
"Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis his hin zum
Ausbildungsabschluss" gestartet. Aus der Grafschaft Bentheim
nehmen vier Schulen teil, darunter die Hauptschule
Uelsen. Das Programm richtet sich speziell an Hauptschüler
ab der Klasse 8,
deren Ausbildungsfähigkeit und Ausbildungsbereitschaft
gefördert werden
soll. (GN, 16.5.2011)
Schülerlotsen
In den vergangenen zwei Monaten hat die Hauptschule Uelsen wieder viele
motivierte Schüler aus den 7. Klassen für die wichtige
Tätigkeit zum Schülerlotsen
ausgebildet. Sie werden im Schuljahr 2011/12 an der
Höcklenkamper Straße vor der Grundschule und der
Hauptschule, vor allem aber Grundschülern, Sicherheit beim
Überqueren der Straße geben.(GN, 11.7.2011)
Pater Beda mit Jugendlichen aus Brasilien
Die Schüler des Gymnasiums, der Realschule, der Hauptschule und
der
Grundschule sowie einige Gäste aus dem Pflegeheim
Niedergrafschaft
erlebten die bunte Vielfalt Brasiliens.
Pater Beda
war mit einer Gruppe junger Brasilianer nach Uelsen gekommen. Die
jungen Akteure führten den über 600 Personen in drei
Veranstaltungen
mit einem Feuerwerk aus Tanz,
Akrobatik, Musik und Emotion die Lebensfreude der
brasilianischen Lebensart, aber ebenso die drängenden sozialen Fragen
vor Augen. Obwohl in Brasilien sich einiges zum Positiven gewandelt
hat, sind es immer noch soziale Fragen wie Armut, Gewalt, Umweltschutz
oder die soziale Ungleichheit, die in der brasilianischen Gesellschaft
Ausmaße angenommen haben,die Angst, Unglaube und das Gefühl
von
Unsicherheit unter der Bevölkerung Brasiliens größer
werden lassen. Mit
einer kleinen Spende trug jeder Schüler dazu bei, das Lebenswerk
von Pater Beda zu
unterstützen. (GN, 11.10.2011)
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