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Die
Grafschafter Nachrichten berichten am 21.4.2010 über eine
ganztägige Klausurtagung der CDU-Gemeinderatsfraktion.
Außerdem wird in den GN vom 29.6.2010 über eine Diskussion
über Haupt und Ganztagesschule mit dem schulpolitischen Sprecher
der CDU-Landtagsfraktion , Karl-Heinz Klare, berichtet.
Keine Chance
für ein Gymnasium in
Wietmarschen
Die
Schaffung eines eigenen gymnasialen
Angebots in der Gemeinde
Wietmarschen stand im Mittelpunkt einer ganztägigen
Klausurtagung der CDU-Gemeinderatsfraktion im Dorfgemeinschaftshaus
in Nordlohne. Weitere Themen waren die Zukunft
des
Hauptschulstandorts in Wietmarschen und die Ganztagsangebote an den
Schulen.
„Die Zahlen geben ein wie auch
immer gestaltetes
gymnasiales Angebot in Wietmarschen nicht her.“ In dieser Aussage
war sich Bürgermeister Alfons
Eling (CDU) mit den anwesenden
Schulexperten einig. Eling
belegte die Aussage unter anderem mit den
Geburtenzahlen. Für ein Vollgymnasium reichten die
Schülerzahlen
bei weitem nicht aus. Selbst für eine Außenstelle für
den Sekundarbereich eins sei eine nachhaltige Zweizügigkeit
erforderlich, so Eling.
Diese könne selbst dann nicht gesichert
werden, wenn alle Schüler mit Gymnasialempfehlung aus der
Gemeinde für diese Außenstelle angemeldet würden.
Die anwesenden Leiter des Gymnasiums
Nordhorn, des Lise-Meitner-Gymnasiums und des Franziskus-Gymnasiums
waren sich einig, dass auch bei einer in Wietmarschen einzurichtenden
Außenstelle ein Großteil der Eltern ihre Kinder weiterhin
zum allseits anerkannten Franziskus-Gymnasium in Lingen anmelden
würden.
Die Fachbereichsleiterin
des Landkreises für Familie, Jugend und Sport, Gunda
Gülker-Alsmeier, machte deutlich, dass, wenn
überhaupt,
eine Außenstelle an das Kreisgymnasium in Nordhorn anzubinden
sei. Aber auch sie teilte die Auffassung der anwesenden
Schulexperten, dass die notwendigen Schülerzahlen derzeit nicht
erreichbar sind. Neben den rechtlichen Problemen und den für ein
Gymnasium zu geringen Schülerzahlen mache eine gymnasiale
Außenstelle aber auch pädagogisch keinen Sinn.
Monika
Woltmann, Leiterin des Gymnasiums Nordhorn, und Gerhard Herrenbrück,
Leiter des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus, berichteten aus
ihren Erfahrungen mit Außenstellen, dass sich allein aus den
Strukturen viele Nachteile für den täglichen Schulbetrieb
ergäben.
„Ein auf Biegen und
Brechen gezwungenes Angebot würde den Ansprüchen an eine
Vorbereitung auf die Ansprüche der gymnasialen Oberstufe nicht
gerecht“, fasste CDU-Fraktionschef Hubert Schnieders zusammen.
Mittelfristig sei hier keine Änderung zu erwarten, und in
Anbetracht des demographischen Wandels werde sich dies wohl auf Dauer
auch nicht realisieren lassen.
Beim Thema
Ganztagsschule
waren sich die CDU-Kommunalpolitiker einig, dass
man an allen Schulstandorten in der Gemeinde eine offene
Ganztagsschule vorhalten wolle. Die CDU werde hierzu in einer der
nächsten Gremiensitzungen der Gemeinde die Einberufung einer
Arbeitsgruppe beantragen, in der auch die Rektorinnen und Rektoren
der Schulen in der Gemeinde vertreten sein sollen. Diese hatten ihre
Mitarbeit angeboten. „So sitzen die Experten mit am Tisch und
können ihre Sichtweisen mit einbringen“, sagte der Vorsitzende
des Schulausschusses, Heinz
Bökers.
Eine
Aussprache für den Erhalt des
Schulstandorts der Hauptschule
Sünte Marien in Wietmarschen führte zu einer lebhaften
Debatte. Die engagierte Arbeit der Schulleiterin Hannelore Fischer
und ihres Teams verdiene Anerkennung und eine entsprechende
Zukunftssicherung durch die gemeindlichen Vertreter, hieß es.
Die CDU habe sich klar für einen Erhalt des Hauptschulstandorts
Wietmarschen ausgesprochen. Die Partei hoffe, „dass die Eltern
künftig vermehrt wieder dieses wichtige Schulangebot vor Ort
annehmen“.
Bei der beruflichen
Orientierung sollte nach Überzeugung der CDU eine weitergehende Kooperation der
Hauptschule Wietmarschen mit den berufsbildenden
Schulen in Nordhorn sowie mit der Realschule in Lohne geprüft
werden."
Diskussion
über Haupt- und Ganztagsschule
Schulpolitischer
Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sprach in Wietmarschen
"
Die Hauptschule ist nach Ansicht des schulpolitischen Sprechers der
CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, „die Schulform mit
der besten Berufsorientierung. Klare sprach vor Kurzem in der
Gaststätte Schmitz in Wietmarschen. Die drei Rektoren der
Wietmarscher Schulen, einige Lehrer sowie am Thema Schule
interessierte Mitbürger waren der Einladung des CDU-Ortsverbands
gefolgt.
Klare
sprach sich währennd der rund zweistündigen
Infoveranstaltung deutlich für eine Unterstützung und
Förderung der Hauptschulen aus. Das Kultusministerium habe
erkannt, dass der Aufgabenbereich der Schulen durch die Einbeziehung
sozialer Aufgaben größer geworden sei, so der Gastredner.
Er wolle sich für die Eingliederung der seit 2003 in den
Hauptschulen arbeitenden Sozialarbeiter in die Kollegien der Schulen
einsetzen. Auch die Schulleiter hätten erheblich mehr
Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zu erfüllen.
Hier
wolle das Ministerium die Schulleiter entlasten. Klares
Landtagskollege Reinhold
Hilbers ergänzte, dass mit dem
Hauptschulabschluss auch eine schulische Entwicklung bis hin zum
Studium möglich sei.
Zum Thema offene Ganztagsschule
berichtete Klare,
dass von den etwa 3400
öffentlichen Schulen in Niedersachsen derzeit fast 1000 bereits
als offene Ganztagsschulen geführt werden. Ziel des Landes sei
eine deutliche Ausweitung des Ganztagsschulangebots. Bei der offenen
Ganztagsschule handelt es sich um ein freiwilliges Angebot, das von
den Schülern an ein bis vier Nachmittagen in der Woche
gewählt
werden kann.
In
der Gemeinde Wietmarschen ist
die Grundschule Lohne bereits offene
Ganztagsschule. Die Grund- und Hauptschule Sünte-Marien im
Ortsteil Wietmarschen und das Schulzentrum Lohne streben die offene
Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2011/2012 an.
Klare
sicherte den neuen Ganztagsschulen die Bereitstellung zusätzlicher
Lehrerstunden nach einem den Schulen bekannten Schlüssel zu. Die
Schulen könnten in Eigenregie einen Teil der zusätzlichen
Lehrerstunden in Geld erhalten, um damit externe Kräfte für
Angebote im Ganztagsbereich, zum Beispiel Übungsleiter für
Sport, Musik und Handwerk zu finanzieren."
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