Grafschafter Schulgeschichte

Katholische Volksschule

Lohne 1923 

Katholische Volksschule

Lohne 1932

Volksschule

Lohnerbruch 1964

Sünte Marienschule

von 1808

Sünte Marienschule

2006

 Schulen in der Gemeinde Wietmarschen

Zur Entwicklung des Schulwesens in Wietmarschen
Keine Chance für ein Gymnasium in Wietmarschen
Diskussion über Haupt- und Ganztagsschule

Die Grafschafter Nachrichten berichten am 21.4.2010 über eine ganztägige Klausurtagung der CDU-Gemeinderatsfraktion. Außerdem wird in den GN vom 29.6.2010 über eine Diskussion über Haupt und Ganztagesschule mit dem schulpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion , Karl-Heinz Klare, berichtet.

Keine Chance für ein Gymnasium in Wietmarschen

Die Schaffung eines eigenen gymnasialen Angebots in der Gemeinde Wietmarschen stand im Mittelpunkt einer ganztägigen Klausurtagung der CDU-Gemeinderatsfraktion im Dorfgemeinschaftshaus in Nordlohne. Weitere Themen waren die Zukunft des Hauptschulstandorts in Wietmarschen und die Ganztagsangebote an den Schulen.

 „Die Zahlen geben ein wie auch immer gestaltetes gymnasiales Angebot in Wietmarschen nicht her.“ In dieser Aussage war sich Bürgermeister Alfons Eling (CDU) mit den anwesenden Schulexperten einig. Eling belegte die Aussage unter anderem mit den Geburtenzahlen. Für ein Vollgymnasium reichten die Schülerzahlen bei weitem nicht aus. Selbst für eine Außenstelle für den Sekundarbereich eins sei eine nachhaltige Zweizügigkeit erforderlich, so Eling. Diese könne selbst dann nicht gesichert werden, wenn alle Schüler mit Gymnasialempfehlung aus der Gemeinde für diese Außenstelle angemeldet würden.
Die anwesenden Leiter des Gymnasiums Nordhorn, des Lise-Meitner-Gymnasiums und des Franziskus-Gymnasiums waren sich einig, dass auch bei einer in Wietmarschen einzurichtenden Außenstelle ein Großteil der Eltern ihre Kinder weiterhin zum allseits anerkannten Franziskus-Gymnasium in Lingen anmelden würden.
Die Fachbereichsleiterin des Landkreises für Familie, Jugend und Sport, Gunda Gülker-Alsmeier, machte deutlich, dass, wenn überhaupt, eine Außenstelle an das Kreisgymnasium in Nordhorn anzubinden sei. Aber auch sie teilte die Auffassung der anwesenden Schulexperten, dass die notwendigen Schülerzahlen derzeit nicht erreichbar sind. Neben den rechtlichen Problemen und den für ein Gymnasium zu geringen Schülerzahlen mache eine gymnasiale Außenstelle aber auch pädagogisch keinen Sinn.
Monika Woltmann, Leiterin des Gymnasiums Nordhorn, und Gerhard Herrenbrück, Leiter des Lise-Meitner-Gymnasiums in Neuenhaus, berichteten aus ihren Erfahrungen mit Außenstellen, dass sich allein aus den Strukturen viele Nachteile für den täglichen Schulbetrieb ergäben.
Ein auf Biegen und Brechen gezwungenes Angebot würde den Ansprüchen an eine Vorbereitung auf die Ansprüche der gymnasialen Oberstufe nicht gerecht“, fasste CDU-Fraktionschef Hubert Schnieders zusammen. Mittelfristig sei hier keine Änderung zu erwarten, und in Anbetracht des demographischen Wandels werde sich dies wohl auf Dauer auch nicht realisieren lassen.
Beim Thema Ganztagsschule waren sich die CDU-Kommunalpolitiker einig, dass man an allen Schulstandorten in der Gemeinde eine offene Ganztagsschule vorhalten wolle. Die CDU werde hierzu in einer der nächsten Gremiensitzungen der Gemeinde die Einberufung einer Arbeitsgruppe beantragen, in der auch die Rektorinnen und Rektoren der Schulen in der Gemeinde vertreten sein sollen. Diese hatten ihre Mitarbeit angeboten. „So sitzen die Experten mit am Tisch und können ihre Sichtweisen mit einbringen“, sagte der Vorsitzende des Schulausschusses, Heinz Bökers.
Eine Aussprache für den Erhalt des Schulstandorts der Hauptschule Sünte Marien in Wietmarschen führte zu einer lebhaften Debatte. Die engagierte Arbeit der Schulleiterin Hannelore Fischer und ihres Teams verdiene Anerkennung und eine entsprechende Zukunftssicherung durch die gemeindlichen Vertreter, hieß es. Die CDU habe sich klar für einen Erhalt des Hauptschulstandorts Wietmarschen ausgesprochen. Die Partei hoffe, „dass die Eltern künftig vermehrt wieder dieses wichtige Schulangebot vor Ort annehmen“.
Bei der beruflichen Orientierung sollte nach Überzeugung der CDU eine weitergehende Kooperation der Hauptschule Wietmarschen mit den berufsbildenden Schulen in Nordhorn sowie mit der Realschule in Lohne geprüft werden."


Diskussion über Haupt- und Ganztagsschule

Schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion sprach in Wietmarschen

" Die Hauptschule ist nach Ansicht des schulpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Heinz Klare, „die Schulform mit der besten Berufsorientierung. Klare sprach vor Kurzem in der Gaststätte Schmitz in Wietmarschen. Die drei Rektoren der Wietmarscher Schulen, einige Lehrer sowie am Thema Schule interessierte Mitbürger waren der Einladung des CDU-Ortsverbands gefolgt.

Klare sprach sich währennd der rund zweistündigen Infoveranstaltung deutlich für eine Unterstützung und Förderung der Hauptschulen aus. Das Kultusministerium habe erkannt, dass der Aufgabenbereich der Schulen durch die Einbeziehung sozialer Aufgaben größer geworden sei, so der Gastredner. Er wolle sich für die Eingliederung der seit 2003 in den Hauptschulen arbeitenden Sozialarbeiter in die Kollegien der Schulen einsetzen. Auch die Schulleiter hätten erheblich mehr Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zu erfüllen.
Hier wolle das Ministerium die Schulleiter entlasten. Klares Landtagskollege Reinhold Hilbers ergänzte, dass mit dem Hauptschulabschluss auch eine schulische Entwicklung bis hin zum Studium möglich sei.
Zum Thema offene Ganztagsschule berichtete Klare, dass von den etwa 3400 öffentlichen Schulen in Niedersachsen derzeit fast 1000 bereits als offene Ganztagsschulen geführt werden. Ziel des Landes sei eine deutliche Ausweitung des Ganztagsschulangebots. Bei der offenen Ganztagsschule handelt es sich um ein freiwilliges Angebot, das von den Schülern an ein bis vier Nachmittagen in der Woche gewählt werden kann.
In der Gemeinde Wietmarschen ist die Grundschule Lohne bereits offene Ganztagsschule. Die Grund- und Hauptschule Sünte-Marien im Ortsteil Wietmarschen und das Schulzentrum Lohne streben die offene Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2011/2012 an.
Klare sicherte den neuen Ganztagsschulen die Bereitstellung zusätzlicher Lehrerstunden nach einem den Schulen bekannten Schlüssel zu. Die Schulen könnten in Eigenregie einen Teil der zusätzlichen Lehrerstunden in Geld erhalten, um damit externe Kräfte für Angebote im Ganztagsbereich, zum Beispiel Übungsleiter für Sport, Musik und Handwerk zu finanzieren."