Schulsystem in Berlin
Der rot-rote Senat will
die Schulstruktur vom Schuljahr 2010/11 an auf zwei Schularten neben der
sechsjährigen Grundschule beschränken: Die bisherigen
Haupt- und Realschulen (die Übertrittsquote auf die Hauptschulen
lag bei 10,8 %) sollen mit den Gesamtschulen zu einer integrierten Sekundarschule
zusammengeführt werden. In der Sekundarschule werden im gebundenen
Ganztagsbetrieb alle Abschlüsse bis zum Abitur angeboten, wobei
ein Abitur nach 12 und nach 13 Jahren möglich sein soll. Das Gymnasium bleibt als Schulform
erhalten. Für Schüler, die auf ein humanistisches Gymnasium wechseln
wollen, ist ein Wechsel nach der 4. Grundschulklasse möglich,
für alle anderen ist die sechsjährige
Grundschule Pflicht.
Der Anteil der Gymnasiasten in den 8.
Klassen (ohne Förderschulen) betrug 2008 40 %.
Quelle: FAZ,
15.12.2009
Nachricht vom 15.1.2010
Berlin
schafft die Hauptschule ab
Berlin
schafft im Sommer seine Hauptschulen ab. Das Abgeordnetenhaus beschloss
die Reform am Donnerstag mit den Stimmen von SPD und Linken. Haupt-,
Real- und Gesamtschulen werden zu sogenannten Sekundarschulen
zusammengefasst.
Ein
Jahr hat das Land Berlin über seine Schulen gestritten, nun ist es
beschlossen. Die Hauptstadt schafft im Sommer ihre Hauptschulen ab. Das
Abgeordnetenhaus beschloss die Reform am Donnerstag mit den Stimmen von
SPD und Linken. Haupt-, Real- und Gesamtschulen werden zu sogenannten
Sekundarschulen zusammengefasst. Sie bilden neben dem Gymnasium dann
die einzige weiterführende Schulform nach der sechsjährigen
Grundschule. Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) versprach
den
Schülern mehr Chancengleichheit und den Schulen mehr
Eigenverantwortung. "Dies ist das Ende der Zwangsbeglückung von
Schulen, es ist das Entlassen in Verantwortung und Freiheit."
Der
Linken-Bildungspolitiker Steffen Zillich sagte: "Das Stigma "Du
bist
Hauptschüler" wird es nicht mehr geben." Die CDU warf dem Senat
dagegen
vor, unterschiedliche Schüler ideenlos nebeneinander zu setzen.
"Ihnen
ist es lieber: Alle sind etwas schlechter, aber dafür
gleich", sagte
der CDU-Bildungspolitiker Sascha Steuer. Gymnasien würden
benachteiligt (Quelle: Stern, 15.1.2010).
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