Schulsystem in Saarland
2009
Die Jamaika-Koalition
will das letzte Kindergartenjahr zu einem obligatorischen Schulvorbereitungsjahr machen und
die vierjährige Grundschule um
ein Jahr verlängern, sofern es ihr gelingt, die
Landesverfassung entsprechend zu ändern. Für diesen Fall
sollen vom Schuljahr 2011/12 an die Klassenstufen 4 und 5 als
Einheit betrachtet werden. Die verpflichtende Laufbahnempfehlung der Grundschule
wird es nicht mehr geben. An ihre Stelle soll ein
Beratungsgespräch oder ein Elternbrief treten. Bei den
weiterführenden Schulen haben sich die Koalitionäre auf
ein Zwei-Säulen-Modell
verständigt, das neben dem Gymnasium
(Abitur nach zwölf Jahren) eine neue integrierte und
differenzierte Gemeinschaftsschule
beinhaltet, die alle Abschlüsse einschließlich des Abitus
(in 13 Jahren) anbietet.
Der Anteil der Gymnasiasten in
den 8.
Klassen (ohne Förderschulen) betrug 2008 35 %.
Quelle: FAZ,
15.12.2009
2011
Die
saarländische Landesregierung aus CDU, FDP ud Grünen will
mit einem Schulordnungsgesetz eine "Mindestgesamtschülerzahl"
festsetzen, damit kleine Schulen trotz sinkender Schülerzahlen
erhalten werden können. Für den Erhalt von Schulen sollen
künftig bei Grundchulen (Klassenstufen 1 - 4) die Mindestzahl von 80 Schülern
genügen und bei weiterführenden Schulen (Klassenstufe 5 -9)
die Zahl 250 (FAZ, 6.10.2011).
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